Asvargya: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Asvargya''': ([[Sanskrit]]: अस्वर्ग्य asvargya ''adj.'') nicht zum [[Himmel]] ([[svarga]]) führend.
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'''Asvargya''': ([[Sanskrit]]: अस्वर्ग्य asvargya ''adj.'') = nicht zum [[Himmel]] ([[svarga]]) führend.
 
Asvargya ist ein zusammengesetztes Wort aus dem Sanskrit, das sich grob mit „nicht in den Himmel gelangend“, „nicht himmlisch“ oder „nicht für die Befreiung geeignet“ übersetzen lässt. Es setzt sich zusammen aus [[a]]- als Verneinung und sargya bzw. [[sarga]] / svarga-bezug, wobei svarga im klassischen Sanskrit den Bereich des Himmels, des göttlichen Wohnsitzes oder eines himmlischen [[Dasein]]s bezeichnet. Mit der Verneinung wird daraus etwas, das nicht dem himmlischen Bereich zugehörig ist oder nicht zur himmlischen Seligkeit führt.
 
In religiösen und philosophischen Texten wird asvargya oft verwendet, um einen [[Zustand]], ein Verhalten oder eine Schuld zu beschreiben, die den Zugang zu svarga versperren. Das kann moralische oder rituelle Mängel betreffen: Handlungen, die so schwerwiegend oder verunreinigend sind, dass sie den Menschen am Erreichen eines himmlischen Zustands hindern. In einigen [[buddhistisch]]en und [[hinduistisch]]en Kontexten kann asvargya auch auf das Unvermögen hinweisen, [https://www.yoga-vidya.de/ Moksha] oder [[Befreiung]] zu erlangen, wenn bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt sind — also eine Art spirituelle Untauglichkeit oder Unreife.
 
Die genaue Nuance hängt stark vom Kontext ab. In ethischen Darlegungen betont asvargya die Folgen von Fehlverhalten für das Jenseits oder die spirituelle Entwicklung; in rituellen Anweisungen kann es auf Unzulänglichkeiten hinweisen, die Rituale unwirksam machen. Manchmal dient der Begriff auch als Warnung: er markiert Zustände oder Taten, die das Streben nach höheren, transzendenten Gütern blockieren.
 
=Siehe auch=
* [[Jenseits]]
* [[Hölle]]


[[Kategorie:Glossar]]
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[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Sanskrit]]

Version vom 6. Februar 2026, 07:56 Uhr

Asvargya

Asvargya: (Sanskrit: अस्वर्ग्य asvargya adj.) = nicht zum Himmel (svarga) führend.

Asvargya ist ein zusammengesetztes Wort aus dem Sanskrit, das sich grob mit „nicht in den Himmel gelangend“, „nicht himmlisch“ oder „nicht für die Befreiung geeignet“ übersetzen lässt. Es setzt sich zusammen aus a- als Verneinung und sargya bzw. sarga / svarga-bezug, wobei svarga im klassischen Sanskrit den Bereich des Himmels, des göttlichen Wohnsitzes oder eines himmlischen Daseins bezeichnet. Mit der Verneinung wird daraus etwas, das nicht dem himmlischen Bereich zugehörig ist oder nicht zur himmlischen Seligkeit führt.

In religiösen und philosophischen Texten wird asvargya oft verwendet, um einen Zustand, ein Verhalten oder eine Schuld zu beschreiben, die den Zugang zu svarga versperren. Das kann moralische oder rituelle Mängel betreffen: Handlungen, die so schwerwiegend oder verunreinigend sind, dass sie den Menschen am Erreichen eines himmlischen Zustands hindern. In einigen buddhistischen und hinduistischen Kontexten kann asvargya auch auf das Unvermögen hinweisen, Moksha oder Befreiung zu erlangen, wenn bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt sind — also eine Art spirituelle Untauglichkeit oder Unreife.

Die genaue Nuance hängt stark vom Kontext ab. In ethischen Darlegungen betont asvargya die Folgen von Fehlverhalten für das Jenseits oder die spirituelle Entwicklung; in rituellen Anweisungen kann es auf Unzulänglichkeiten hinweisen, die Rituale unwirksam machen. Manchmal dient der Begriff auch als Warnung: er markiert Zustände oder Taten, die das Streben nach höheren, transzendenten Gütern blockieren.

Siehe auch