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'''Fra Yvo''' war der Name von [[Ernst Issberner-Haldane]] im Orden Ordo Novi Templi des Lanz von Liebenfels, Mitbegründer der [[Ariosophie]]. | |||
Der Ordo Novi Templi (ONT) ist ein okkult-esoterischer [[Orden]], der Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Österreicher Lanz von Liebenfels (geboren als Adolf Josef Lanz) gegründet wurde. Lanz, ursprünglich ein Mitglied verschiedener völkisch-esoterischer Strömungen, stellte den ONT 1907/1908 als eine Art [[geistig]]-aristokratische [[Bruderschaft]] vor, die sich auf eine Mischung aus ritterlichen Idealen, christlich-heidnischer [[Symbolik]] und rassistischen Lehren stützte. Ziel des Ordens war es nach Lanz’ Vorstellung, eine elitäre Gemeinschaft zu schaffen, die „höhere“ Menschenrassen fördert und eine spirituelle sowie kulturelle Erneuerung bewirkt — Vorstellungen, die stark von völkischem [[Nationalismus]], Ariosophie und rassistischer [[Hierarchie]] durchzogen waren. | |||
Der Orden verwendete ritterliche und templerähnliche Bilder, [[Ritual]]e und eine hierarchische Struktur, um seinen Mitgliedern eine esoterische Identität zu geben; zugleich mischten sich pseudowissenschaftliche Theorien über „[[Rasse]]n“ und Blutreinheit in seine Lehre. Lanz publizierte Schriften und eine [[Zeitschrift]], in denen er diese Ideen verbreitete und Anhänger suchte. Historisch hatte der ONT nur begrenzte Verbreitung, doch Lanz’ Schriften und Netzwerke wirkten in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und in den folgenden Jahrzehnten auf völkische und später nationalsozialistische Kreise ein. | |||
Ariosophie passt nicht zum Gedanken des [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga], das Menschen alle gleich sind, egal welcher Rasse sie angehören. Alle sind [[Atman]] und damit göttlich. | |||
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Aktuelle Version vom 7. Juni 2026, 02:18 Uhr

Fra Yvo war der Name von Ernst Issberner-Haldane im Orden Ordo Novi Templi des Lanz von Liebenfels, Mitbegründer der Ariosophie.
Der Ordo Novi Templi (ONT) ist ein okkult-esoterischer Orden, der Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Österreicher Lanz von Liebenfels (geboren als Adolf Josef Lanz) gegründet wurde. Lanz, ursprünglich ein Mitglied verschiedener völkisch-esoterischer Strömungen, stellte den ONT 1907/1908 als eine Art geistig-aristokratische Bruderschaft vor, die sich auf eine Mischung aus ritterlichen Idealen, christlich-heidnischer Symbolik und rassistischen Lehren stützte. Ziel des Ordens war es nach Lanz’ Vorstellung, eine elitäre Gemeinschaft zu schaffen, die „höhere“ Menschenrassen fördert und eine spirituelle sowie kulturelle Erneuerung bewirkt — Vorstellungen, die stark von völkischem Nationalismus, Ariosophie und rassistischer Hierarchie durchzogen waren.
Der Orden verwendete ritterliche und templerähnliche Bilder, Rituale und eine hierarchische Struktur, um seinen Mitgliedern eine esoterische Identität zu geben; zugleich mischten sich pseudowissenschaftliche Theorien über „Rassen“ und Blutreinheit in seine Lehre. Lanz publizierte Schriften und eine Zeitschrift, in denen er diese Ideen verbreitete und Anhänger suchte. Historisch hatte der ONT nur begrenzte Verbreitung, doch Lanz’ Schriften und Netzwerke wirkten in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und in den folgenden Jahrzehnten auf völkische und später nationalsozialistische Kreise ein.
Ariosophie passt nicht zum Gedanken des Yoga, das Menschen alle gleich sind, egal welcher Rasse sie angehören. Alle sind Atman und damit göttlich.