Drigdrishyaviveka: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Drigdrishyaviveka''' ([[Sanskrit]]: drigdrishyaviveka ''m.'')  
[[Datei:Durga Yantra.jpg|mini|Drigdrishyaviveka]]
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Unterscheidung (=[[viveka]])zwischen dem Seher (=drig) und dem Gesehenen (=[[drishya]]).
'''Drigdrishyaviveka''' ([[Sanskrit]] drigdrishyaviveka ''m.'') = Unterscheidung von Sehender und dem Sichtbaren
 
Drig‑drishya‑viveka bedeutet wörtlich etwa „Unterscheidung von Sehender und dem Sichtbaren“ — also die Unterscheidung zwischen dem reinen Beobachterbewusstsein (drig) und den Phänomenen, [[Gedanke]]n, [[Gefühle]]n und Körperwahrnehmungen, die gesehen werden ([[drishya]]). In der indischen [[Philosophie]], besonders im [[Vedanta]] und in den [[Yoga]]-Schriften, ist diese Unterscheidung ein Schlüssel zur Selbsterkenntnis: wer lernt, sich nicht mit flüchtigen Eindrücken oder dem vergänglichen Körper-Geist-Komplex zu identifizieren, erkennt das beständige [[Selbst]] oder das Zeugenbewusstsein, das unverändert bleibt.
 
In der [https://www.yoga-vidya.de/ Yogapraxis] wird drig‑drishya‑viveka als praktische Meditationstechnik angewandt — während du beobachtest, was im Körper und Geist auftaucht (Gefühle, Spannungen, Gedanken), richtest du gleichzeitig die [[Aufmerksamkeit]] auf dasjenige, das beobachtet: das stille [[Gewahrsein]]. Dieses Unterscheiden hilft, Anhaftungen zu lösen und inneren [[Frieden]] zu stabilisieren.
 
In der Stimme eines indischen Lehrers: „Wenn du lernst, einfach [[Zeuge]] deiner Gedanken zu sein, ohne mit ihnen mitzugehen, wirst du sehen, dass du mehr bist als die Gedanken und Gefühle — das ist drig‑[[drishya]]‑[[viveka]].“ 
Praktisches Beispiel für Yoga-Stunde: Leite zehn Minuten Achtsamkeitsmeditation an, in der Teilnehmende jede Körperempfindung oder jeden Gedanken benennen („Wärme“, „Gedanke: ‚Ich muss…‘“), und erinnere dann sanft daran: „Wer nimmt das wahr?“ — so wird die Trennung von Beobachter und Beobachtet erfahrbar.
 
=Siehe auch=
* [[Jnana Yoga]]
* [[Aufmerksamkeit]]
 
[[Kategorie:Glossar]]
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[[Kategorie:Sanskrit]]
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Aktuelle Version vom 12. Juni 2026, 08:30 Uhr

Drigdrishyaviveka

Drigdrishyaviveka (Sanskrit drigdrishyaviveka m.) = Unterscheidung von Sehender und dem Sichtbaren

Drig‑drishya‑viveka bedeutet wörtlich etwa „Unterscheidung von Sehender und dem Sichtbaren“ — also die Unterscheidung zwischen dem reinen Beobachterbewusstsein (drig) und den Phänomenen, Gedanken, Gefühlen und Körperwahrnehmungen, die gesehen werden (drishya). In der indischen Philosophie, besonders im Vedanta und in den Yoga-Schriften, ist diese Unterscheidung ein Schlüssel zur Selbsterkenntnis: wer lernt, sich nicht mit flüchtigen Eindrücken oder dem vergänglichen Körper-Geist-Komplex zu identifizieren, erkennt das beständige Selbst oder das Zeugenbewusstsein, das unverändert bleibt.

In der Yogapraxis wird drig‑drishya‑viveka als praktische Meditationstechnik angewandt — während du beobachtest, was im Körper und Geist auftaucht (Gefühle, Spannungen, Gedanken), richtest du gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf dasjenige, das beobachtet: das stille Gewahrsein. Dieses Unterscheiden hilft, Anhaftungen zu lösen und inneren Frieden zu stabilisieren.

In der Stimme eines indischen Lehrers: „Wenn du lernst, einfach Zeuge deiner Gedanken zu sein, ohne mit ihnen mitzugehen, wirst du sehen, dass du mehr bist als die Gedanken und Gefühle — das ist drig‑drishyaviveka.“ Praktisches Beispiel für Yoga-Stunde: Leite zehn Minuten Achtsamkeitsmeditation an, in der Teilnehmende jede Körperempfindung oder jeden Gedanken benennen („Wärme“, „Gedanke: ‚Ich muss…‘“), und erinnere dann sanft daran: „Wer nimmt das wahr?“ — so wird die Trennung von Beobachter und Beobachtet erfahrbar.

Siehe auch