Akopa: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Akopa''': ([[Sanskrit]]: अकोप akopa ''m.'') 1. Der ohne Zorn ist 2. Einer von [[Dasharatha]]`s [[Minister]]n | |||
Akopa ist ein Sanskritbegriff, der wörtlich „ohne Zorn“ oder „zornlos“ bedeutet. Das Präfix a- verneint, und [[kopa]] steht für Zorn, Ärger oder Wut; zusammen bezeichnet akopa also einen Gemütszustand, in dem weder feindselige Regung noch ärgerliche Reaktion aufsteigen. Im spirituellen und ethischen Kontext [https://www.yoga-vidya.de/ Indiens] wird akopa oft als Tugend beschrieben — nicht als Unterdrücken von Gefühlen, sondern als Haltung innerer [[Gelassenheit]] und [[Gleichmut]], die es erlaubt, auf Herausforderungen ohne impulsive Wut zu reagieren. | |||
Psychologisch bedeutet akopa die Fähigkeit, Ärger zu erkennen, zu verstehen und so zu verarbeiten, dass er nicht in destruktives Verhalten umschlägt. Das schließt mit ein, die Ursachen des Ärgers zu sehen, [[Mitgefühl]] für andere zu bewahren und entschieden, aber ruhiger zu handeln. In vielen yogischen und buddhistischen Texten wird akopa als Teil der [[Reife]] genannt: ein Zeichen, dass jemand seine Emotionen durch Selbstbeobachtung und Disziplin so kultiviert hat, dass er nicht mehr spontan in Zorn verfällt. | |||
Ethisch hat akopa auch soziale Dimensionen: Zornlosigkeit fördert [[Versöhnung]], klärende Kommunikation und stabile Beziehungen; sie reduziert Gewalt und fördert das Gemeinwohl. In praktischen Übungen kann akopa durch [[Atem]]- und [[Achtsamkeit]]spraxis, [[Reflexion]] über Vergänglichkeit und Perspektivwechsel geübt werden, bis eine dauerhaftere innere [[Ruhe]] entsteht, die nicht leicht durch Ärger erschüttert wird. | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Wut]] | |||
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Aktuelle Version vom 27. Januar 2026, 01:58 Uhr
Akopa: (Sanskrit: अकोप akopa m.) 1. Der ohne Zorn ist 2. Einer von Dasharatha`s Ministern
Akopa ist ein Sanskritbegriff, der wörtlich „ohne Zorn“ oder „zornlos“ bedeutet. Das Präfix a- verneint, und kopa steht für Zorn, Ärger oder Wut; zusammen bezeichnet akopa also einen Gemütszustand, in dem weder feindselige Regung noch ärgerliche Reaktion aufsteigen. Im spirituellen und ethischen Kontext Indiens wird akopa oft als Tugend beschrieben — nicht als Unterdrücken von Gefühlen, sondern als Haltung innerer Gelassenheit und Gleichmut, die es erlaubt, auf Herausforderungen ohne impulsive Wut zu reagieren.
Psychologisch bedeutet akopa die Fähigkeit, Ärger zu erkennen, zu verstehen und so zu verarbeiten, dass er nicht in destruktives Verhalten umschlägt. Das schließt mit ein, die Ursachen des Ärgers zu sehen, Mitgefühl für andere zu bewahren und entschieden, aber ruhiger zu handeln. In vielen yogischen und buddhistischen Texten wird akopa als Teil der Reife genannt: ein Zeichen, dass jemand seine Emotionen durch Selbstbeobachtung und Disziplin so kultiviert hat, dass er nicht mehr spontan in Zorn verfällt.
Ethisch hat akopa auch soziale Dimensionen: Zornlosigkeit fördert Versöhnung, klärende Kommunikation und stabile Beziehungen; sie reduziert Gewalt und fördert das Gemeinwohl. In praktischen Übungen kann akopa durch Atem- und Achtsamkeitspraxis, Reflexion über Vergänglichkeit und Perspektivwechsel geübt werden, bis eine dauerhaftere innere Ruhe entsteht, die nicht leicht durch Ärger erschüttert wird.