Karmasadhana: Unterschied zwischen den Versionen

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'''karmasadhana''' ([[Sanskrit]]: karmasādhana ''n.'') Mittel einer Handlung; Utensil für ein Ritual
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'''karmasadhana''' ([[Sanskrit]]: karmasādhana ''n.'') = Mittel einer Handlung; Utensil für ein [[Ritual]]
Der zusammengesetzte Sanskrit-Ausdruck „karmasadhana“ verbindet zwei Wörter: „karma“ und „sadhana“.
* „[[Karma]]“ bezeichnet [[Handeln]], [[Tun]], die moralischen und weltlichen Handlungen eines Menschen sowie die damit verbundenen Folgen; im religiösen und philosophischen Kontext umfasst es auch die Pflicht, die Handlungspflichten (dharma) und das Gesetz von Ursache und Wirkung.
* „[[Sadhana]]“ heißt [[Übung]], [[spirituell]]e Praxis oder methodisches Streben nach einem Ziel — häufig verstanden als disziplinierte Praxis zur geistigen Vervollkommnung oder zum Erreichen von Befreiung bzw. Selbstverwirklichung.
Zusammengenommen bedeutet „karmasadhana“ demnach wörtlich etwa „die Praxis des Handelns“ oder „spirituelle Praxis durch Handeln“. Im weiteren Sinn steht der Ausdruck für einen Weg, der nicht primär aus innerer Kontemplation oder Askese besteht, sondern aus bewusstem, pflichtbewusstem und hingebungsvollem Tun im Alltag: Handlungen werden mit der richtigen Einstellung, ohne [[Anhaftung]] an die Früchte, als Mittel zur inneren Entwicklung eingesetzt. In verschiedenen [[hinduistisch]]en und [https://www.yoga-vidya.de/ yogischen] Traditionen wird karmasadhana als einer der Pfade zur spirituellen Reife beschrieben — die Praxis, durch ethische Tätigkeit, Dienst und verantwortliches Wirken das Ego zu überwinden, das Herz zu läutern und letztlich zur Befreiung oder zur Vereinigung mit dem Göttlichen zu führen.
=Siehe auch=
* [[Ego]]
* [[Karma Yoga]]


[[Kategorie:Glossar]]
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Aktuelle Version vom 14. Januar 2026, 23:08 Uhr

karmasadhana

karmasadhana (Sanskrit: karmasādhana n.) = Mittel einer Handlung; Utensil für ein Ritual

Der zusammengesetzte Sanskrit-Ausdruck „karmasadhana“ verbindet zwei Wörter: „karma“ und „sadhana“.

  • Karma“ bezeichnet Handeln, Tun, die moralischen und weltlichen Handlungen eines Menschen sowie die damit verbundenen Folgen; im religiösen und philosophischen Kontext umfasst es auch die Pflicht, die Handlungspflichten (dharma) und das Gesetz von Ursache und Wirkung.
  • Sadhana“ heißt Übung, spirituelle Praxis oder methodisches Streben nach einem Ziel — häufig verstanden als disziplinierte Praxis zur geistigen Vervollkommnung oder zum Erreichen von Befreiung bzw. Selbstverwirklichung.

Zusammengenommen bedeutet „karmasadhana“ demnach wörtlich etwa „die Praxis des Handelns“ oder „spirituelle Praxis durch Handeln“. Im weiteren Sinn steht der Ausdruck für einen Weg, der nicht primär aus innerer Kontemplation oder Askese besteht, sondern aus bewusstem, pflichtbewusstem und hingebungsvollem Tun im Alltag: Handlungen werden mit der richtigen Einstellung, ohne Anhaftung an die Früchte, als Mittel zur inneren Entwicklung eingesetzt. In verschiedenen hinduistischen und yogischen Traditionen wird karmasadhana als einer der Pfade zur spirituellen Reife beschrieben — die Praxis, durch ethische Tätigkeit, Dienst und verantwortliches Wirken das Ego zu überwinden, das Herz zu läutern und letztlich zur Befreiung oder zur Vereinigung mit dem Göttlichen zu führen.

Siehe auch