Yogi Matho

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Yogi Matho war in der Zeit der Weimarer Republik, vermutlich ab 1925, eine Hauptattraktion in John Georg Hagenbecks Völkerschau. Bekannt sind insbesondere Fotos aus dem Jahr 1927.

Yogi Matho, Zirkusattraktion der 1920er Jahre

Yogi Matho, auch geschrieben Yoghi Matho, demonstriere die fortgeschrittensten Asanas, auf Zirkusplakaten sind diese zu sehen, wie Mulabandhasana, Urdhva Kurmasana, Yoganidrasana und andere.

Einige wenige Informationen über Yogi Matho gibt es in dem Buch „Mit Indiens Fahrendem Volk“ des Schiffshändlers und Völkerschau-Veranstalters John Georg Hagenbeck, das 1932 bei der August Scherl GmbH in Berlin erschien. Yogi Matho stammte demnach aus Gujarat oder Tamil Nadu, wurde von John Georg Hagenbeck nach Deutschland geholt und ging zusammen mit anderen Gujaratis und Tamilen mehrfach mit John Georg Hagenbeck auf Tour, insbesondere in den 1920er Jahren.

Yogi Matho steht stellvertretend für eine Reihe weiterer Hatha Yogis, die in den ersten Jahrzehnten in Zirkussen und Shows in Europa und Nordamerika fortgeschrittenste Asanas demonstrierten und so das Bild vom Hatha Yoga als Körperverrenkung prägten.

Yogi Matho wurde auch von Prof. Hans Virchow untersucht, der sich eine Extravorstellung für die Anthropologische Gesellschaft erbat. Yogi Matho wurde in der Orthopädischen Universitätsklinik in Berlin geröntgt, um seine außergewöhnliche Flexibilität zu verstehen.

Es scheint, dass Yogi Matho zusammen mit vielen anderen indischen Akrobaten und Schaustellern auch im Zirkus Knie auftrat.

Quellen