Puranisches Punyahavachana – Wassersegen für Familie und Neubeginn
Puranisches Punyahavachana – Wassersegen für Familie und Neubeginn bündelt gute Wünsche für eine Familie und lässt sie im Segen mit geweihtem Wasser erfahrbar werden. Ein Priester und mitrezitierende Priester rufen Varuna im Wassergefäß an, sprechen abwechselnd die Zustimmung zur Feier und erbitten Frieden, Versorgung und glückliches Gelingen. Die hier gewählte zweite puranische Fassung des Punyaha Vachana Sangraha eignet sich als eigenständiger Haus- und Familiensegen an einem bewusst gewählten guten Tag oder vor einem bedeutenden Vorhaben. Ein festes Festdatum schreibt sie nicht vor. Der Schluss ist die Segnung der Anwesenden mit Wasser; die vedische Shukla-Yajurveda-Fassung ist eine andere Ordnung.

Vorbereitung
Die gastgebende Familie richtet einen sauberen Platz im Haus ein. Bereit stehen ein mit frischem Wasser gefüllter Kalasha auf einem Reishaufen, Kusha-Gras, Blüten, ungebrochener Reis, Sandelpaste, Kurkuma und Kumkum, ein Ganesha-Bild, Löffel, Auffangschalen, Räucherduft, eine mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) gefüllte Lampe mit Docht, Kampfer auf feuerfester Schale, Bananen oder Rosinen sowie Betelblätter und Betelnüsse. Pflanzenöl ist eine heutige Alternative. Zusätzliche Wasser- und Gabenportionen dienen zuerst Ganesha, danach Varuna. Die Leitung spricht die Rufteile, die weiteren Priester die Antworten; die Familie hört zu und empfängt am Ende den Segen. Die Lampe wird beim ersten Lichtangebot am Docht entzündet. Die knappe Quellenanweisung zu den Gastgaben wird anhand des Puja Sangraha desselben Autors konkret ausgeführt.
Durchführung
1. Sich reinigen
Die Leitung und Mitfeiernden waschen sich und setzen sich sauber gekleidet nach Osten. Die Leitung vollzieht Achamana mit drei kleinen Wasserschlucken.
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
Verneigung vor Acyuta, dem Unvergänglichen, vor Ananta, dem Unendlichen, und vor Govinda.
2. Ganesha vor dem Segensritus verehren
Bei einem glückverheißenden Anlass beginnt die Feier gemäß der Einleitung des Punyaha Vachana Sangraha mit Ganesha Puja. Betrachte das vorbereitete Bild, lege eine Blüte dar und sprich:
agajānanaṁ padmārkaṁ gajānanaṁ aharniśaṁ |
anekadantaṁ bhaktānām ekadanta upāsmahe ||
Bei Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusantlitz der Tochter des Berges, den einen Stoßzahn Tragenden, der seinen Verehrenden vielerlei gewährt.
3.1. Ganeshas Gastgaben
Einen Sitz aus Reiskörnern vor dem Bild anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Ich biete einen Sitz dar.
3.2. Ganeshas Gastgaben
Zwei Löffel Wasser symbolisch zu den Füßen anbieten, dann in die Auffangschale geben.
oṁ gaṇeśāya namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser für die Füße dar.
3.3. Ganeshas Gastgaben
Einen Löffel Wasser symbolisch für die Hände anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Ehrenwasser dar.
3.4. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser symbolisch zum Mund führen und auffangen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
3.5. Ganeshas Gastgaben
Das Bild mit einer wasserbenetzten Blüte leicht besprengen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Bad dar.
3.6. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.7. Ganeshas Gastgaben
Reiskörner als Gewand darlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
3.8. Ganeshas Gastgaben
Reiskörner als heilige Schnur darlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
3.9. Ganeshas Gastgaben
Reiskörner als Schmuck darlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
3.10. Ganeshas Gastgaben
Etwas Sandelpaste, danach Kurkuma und Kumkum anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
3.11. Ganeshas Gastgaben
Eine Blüte oder kleine Girlande hinlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Ich biete eine Blumengirlande dar.
3.12. Ganeshas Gastgaben
Den entzündeten Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
3.13. Ganeshas Gastgaben
Den brennenden Lampendocht im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Ich zeige das sichtbare Licht.
3.14. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.15. Ganeshas Gastgaben
Banane oder Rosinen auf einer Schale bereitstellen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Ich biete Speise dar.
3.16. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.17. Ganeshas Gastgaben
Betelblatt und Betelnuss auf die Gabenschale legen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Ich biete Betel dar.
3.18. Ganeshas Gastgaben
Eine kleine Kampferflamme auf einer feuerfesten Schale entzünden und dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
3.19. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten und sich mit einer Blüte verneigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
4. Varuna im Wassergefäß begrüßen
Stelle den mit frischem Wasser gefüllten Kalasha auf den Reishaufen. Betrachte Varuna beim Dhyana; zur folgenden Avahana-Formel gib Sandelpaste, Reiskörner und eine Blüte an das Gefäß.
nāga-pāśa-dharaṁ hṛṣṭaṁ raktaugha dyuti-vigraham |
śaśāṅka dhavalaṁ dhyāyet varuṇaṁ makarāsanam ||
varuṇaṁ śveta-varṇaṁ ca pāśa-hastaṁ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṁ devaṁ tīrtha nāthaṁ ahaṁ bhaje ||
asmin pūrva sthāpita kumbhe varuṇaṁ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
Man betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rötlich strahlender Gestalt und zugleich mondhell, auf dem Makara sitzend. Ich verehre den weiß erscheinenden, die Schlinge in der Hand haltenden, mit Perlen geschmückten Gott, den Herrn der heiligen Wasserstätten. In diesem aufgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, rufe ihn an, lasse ihn gegenwärtig werden und biete Sandelpaste, Reis und Blüten dar.
5.1. Varunas Gastgaben
Einen Sitz aus Reiskörnern vor dem Bild anbieten.
oṁ varuṇāya namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Ich biete einen Sitz dar.
5.2. Varunas Gastgaben
Zwei Löffel Wasser symbolisch zu den Füßen anbieten, dann in die Auffangschale geben.
oṁ varuṇāya namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser für die Füße dar.
5.3. Varunas Gastgaben
Einen Löffel Wasser symbolisch für die Hände anbieten.
oṁ varuṇāya namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Ehrenwasser dar.
5.4. Varunas Gastgaben
Drei Löffel Wasser symbolisch zum Mund führen und auffangen.
oṁ varuṇāya namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
5.5. Varunas Gastgaben
Das Bild mit einer wasserbenetzten Blüte leicht besprengen.
oṁ varuṇāya namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Bad dar.
5.6. Varunas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ varuṇāya namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
5.7. Varunas Gastgaben
Reiskörner als Gewand darlegen.
oṁ varuṇāya namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
5.8. Varunas Gastgaben
Reiskörner als heilige Schnur darlegen.
oṁ varuṇāya namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
5.9. Varunas Gastgaben
Reiskörner als Schmuck darlegen.
oṁ varuṇāya namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
5.10. Varunas Gastgaben
Etwas Sandelpaste, danach Kurkuma und Kumkum anbieten.
oṁ varuṇāya namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
5.11. Varunas Gastgaben
Eine Blüte oder kleine Girlande hinlegen.
oṁ varuṇāya namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Ich biete eine Blumengirlande dar.
5.12. Varunas Gastgaben
Den entzündeten Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ varuṇāya namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
5.13. Varunas Gastgaben
Den brennenden Lampendocht im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ varuṇāya namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Ich zeige das sichtbare Licht.
5.14. Varunas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ varuṇāya namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
5.15. Varunas Gastgaben
Banane oder Rosinen auf einer Schale bereitstellen.
oṁ varuṇāya namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Ich biete Speise dar.
5.16. Varunas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ varuṇāya namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
5.17. Varunas Gastgaben
Betelblatt und Betelnuss auf die Gabenschale legen.
oṁ varuṇāya namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Ich biete Betel dar.
5.18. Varunas Gastgaben
Eine kleine Kampferflamme auf einer feuerfesten Schale entzünden und dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ varuṇāya namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
5.19. Varunas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten und sich mit einer Blüte verneigen.
oṁ varuṇāya namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
6. Varuna mit Blüten grüßen
Lege zur Gayatri und zum Grußvers Blüten am Gefäß nieder.
oṁ jala-bimbāya vidmahe | nīla-puruṣāya dhīmahi | tanno varuṇa pracodayāt ||
namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśa-hastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
Mögen wir die Erscheinung im Wasser erkennen; über den dunklen göttlichen Herrn meditieren wir; möge Varuna uns anregen. Immer wieder Verneigung dem kristallhell Strahlenden, Weißgewandeten und Heilvollen; dem mit der Schlinge, auf dem Wassertier Sitzenden, dem Herrn des Wassers, Varuna.
7. Den Segen gemeinsam eröffnen
Die Leitung berührt das Gefäß mit einem Bündel Kusha. In jeder Zeile spricht sie den ersten Teil, die mitrezitierenden Priester antworten nach dem Gedankenstrich. Die deutschen Antworten können vor der Feier gemeinsam geübt werden.
śiva āpaḥ santu | — santu śiva āpaḥ |
saumanasyam astu | — astu saumanasyam |
akṣataṁ cāriṣṭaṁ cāstu | — astvakṣatam ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṁ vācayiṣye | — vācyatām |
Mögen die Wasser heilvoll sein – mögen die Wasser heilvoll sein. Möge freundlicher Sinn sein – möge freundlicher Sinn sein. Mögen Unversehrtheit und Wohlergehen sein – mögen Unversehrtheit und Wohlergehen sein. Mit eurer Erlaubnis werde ich den guten Tag verkünden – er werde verkündet.
8. Den Gastgeber segnen
Die Leitung spricht die acht Segensverse über die gastgebende Person und Familie.
karotu svasti te brahmā svasti cāpi dvijātayaḥ |
śarīsṛpāśca ye śreṣṭhās-tebhyaste svasti sarvadā ||
yayāti nahuṣaścaiva dhundhumāri bhagīrathaḥ |
tubhyaṁ rājarṣayaḥ sarve svasti kurvantu nityaśaḥ ||
svasti te’stu dvipādebhyaś-catuṣpādebhya eva ca |
svasty-astu pāvakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā-svadhā śacī caiva lakṣmīr-arundhatī tathā |
asito devalaścaiva viśvamitras tathāṅgiraḥ ||
vivasvān bhagavān viṣṇuḥ kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṁ grahāḥ ||
adhastād-dharaṇī yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaḥ śreṣṭhaḥ svasti tubhyaṁ prayacchatu ||
āyuṣmate svasti-mate yajamānāya dāśuṣe |
śrīye dattāśiṣaḥ santu ṛtvigbhir-veda-pāragaiḥ ||
devendrasya yathā svasti yathā svasti guror-gṛhe |
ekaliṅge yathā svasti tathā svasti sadā tava ||
Brahma, die Zweimalgeborenen und die vorzüglichsten Schlangenwesen mögen dir stets Wohl bringen. Yayati, Nahusha, Dhundhumari, Bhagiratha und alle königlichen Seher mögen dich beständig segnen. Von Zweibeinern, Vierbeinern, reinigenden Feuern und allen Wesen komme dir Wohl zu. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi, Arundhati, Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras; Vivasvan, Bhagavan Vishnu, der sechsgesichtige Kartikeya, die vier Richtungselefanten, Erde, Himmel und Grahas seien segensreich. Shesha, der vorzüglichste Naga, der von unten die Erde trägt, schenke dir Wohl. Dem gebenden Gastgeber seien von vedakundigen Priestern Segen für Leben, Wohl und Gedeihen gewährt. Wie bei Indra, im Haus des Guru und bei Ekalinga, so sei immer Wohl bei dir.
9. Gemeinsam einmütig werden
Leitung und Antwortende sprechen wieder im Wechsel.
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | — samāhita manasaḥ smaḥ |
prasīdantu bhavantaḥ | — prasannāḥ smaḥ |
Verehrte, sammelt euren Geist – unser Geist ist gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt.
10. Gedeihen erbitten
Die Leitung verkündet die Segenswünsche. Die Anwesenden hören gesammelt zu; diese zweite puranische Fassung schreibt hier keine besonderen Gießbewegungen vor.
śāntir-astu | puṣṭir-astu | tuṣṭir-asti | vṛddhir-astu | avighnam-astu | āyuṣyam-astu | ārogyam-astu |
śivam astu | śivam karmāstu | karma samṛddhir-astu | dharma samṛddhir-astu | veda samṛddhir-astu |
śāstra samṛddhir-astu | dhana-dhānya samṛddhir-astu | putra pautra saṁpad-astu | iṣṭa-saṁpad-astu |
sakala ariṣṭa nirasanam-astu | yat pāpaṁ rogaṁ śokam akalyāṇaṁ tat dūre pratihatam-astu |
oṁ śanno astu dvipade śaṁ catuṣpade | oṁ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
oṁ yat śreyas-tadastu | oṁ uttare karmaṇi nirvighnam astu |
oṁ uttarottara abhivṛdhir astu | oṁ uttarottarāḥ kriyāḥ śubhāḥ śobhanāḥ sampadyantām ||
Friede sei, Nahrung und Gedeihen seien, Zufriedenheit ist da, Wachstum sei, Hindernisfreiheit, langes Leben und Gesundheit seien. Heil sei, heilvoll sei das Handeln. Handeln, Dharma, Veda und Shastra mögen gedeihen; Besitz und Getreide, Kinder und Enkel und die erwünschten Güter mögen gedeihen. Alles Unheil werde entfernt. Verfehlung, Krankheit, Trauer und Unglück seien weit abgewehrt. Wohl sei den Zweibeinern und Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede. Was förderlich ist, möge sein. Im folgenden Tun seien keine Hindernisse. Immer weiter möge Gedeihen wachsen; die kommenden Handlungen mögen heilvoll gelingen.
11. Zeit, Gottheiten und Gemeinschaft um Zustimmung bitten
Sprich die vollständige Bitte um Wohlgefallen. Der doppelte Indra-Ruf und die beiden ähnlich lautenden Zeitformeln stehen so in der IAST-Fassung der Quelle und werden beibehalten.
oṁ tithi karaṇa muhūrta nakṣatra graha lagna saṁpad-astu |
oṁ tithi karaṇe muhūrte nakṣatre sagrahe salagne sādhidaivate prīyetām |
oṁ indra purogā marud-gaṇāḥ prīyantām |
oṁ tithi karaṇa muhūrta nakṣatra graha lagnādhidevatāḥ prīyantām |
oṁ durgāpāñcālyau prīyetām |
oṁ agni purogā viśvedevāḥ prīyantām |
oṁ indra purogā marud-gaṇāḥ prīyantām |
oṁ vasiṣṭha purogāḥ ṛṣi-gaṇāḥ prīyantām |
oṁ maheśvarī purogā umā mātaraḥ prīyantām |
oṁ aruṅdhatī purogā ekapatnyaḥ prīyantām |
oṁ viṣṇu purogāḥ sarve devāḥ prīyantām |
oṁ ṛṣayaścchandāṁsyācāryā vedā devā yajñāśca prīyantām |
oṁ brahma purogāḥ sarve vedāḥ prīyantām |
oṁ brahmaca brāhmaṇāśca prīyantām |
oṁ śrī sarasvatyai prīyetām |
oṁ śraddhā medhā prīyetām |
oṁ bhagavatī kātyāyanī prīyatām |
oṁ bhagavatī maheśvarī prīyatām |
oṁ bhagavatī ṛddhi-karī prīyatām |
oṁ bhagavatī vṛddhi-karī prīyatām |
oṁ bhagavatī puṣṭi-karī prīyatām |
oṁ bhagavatī tuṣṭi-karī prīyatām |
oṁ sarvāḥ kula devatāḥ prīyantām |
oṁ sarvā grāma devatāḥ prīyantām |
oṁ sarvā iṣṭa-devatāḥ prīyantām |
Mondtag, Halbmondtag, Stunde, Mondhaus, Grahas und Aszendent mögen günstig sein und mit ihren Gottheiten Wohlgefallen finden. Indra mit den Maruts sei erfreut; die Gottheiten der genannten Zeitglieder seien erfreut. Durga und Panchali seien erfreut, Agni mit den Vishvedevas, Indra mit den Maruts, Vasishtha mit den Sehern, Maheshvari mit Uma und den Müttern, Arundhati mit den treuen Ehefrauen, Vishnu mit allen Göttern. Seher, Versmaße, Lehrer, Veden, Götter und Opfer seien erfreut; alle Veden mit Brahma, Brahman und die Brahmanen. Sarasvati, Vertrauen und Einsicht, Katyayani, Maheshvari, die Göttinnen des Erfolgs, des Wachstums, der Ernährung und der Zufriedenheit seien erfreut; alle Familien-, Orts- und persönlich verehrten Gottheiten seien erfreut.
12. Bedrängnis abwenden und das Gute stärken
Die Leitung setzt die Verkündigung fort. Die traditionellen Feindformeln werden als Abwehr von Bedrängnis gesprochen; es wird niemand als persönliches Ziel benannt.
oṁ hatāśca brahma-dviṣaḥ | oṁ hatāśca paripanthinaḥ | oṁ hatāśca vighna kartāraḥ |
oṁ sarve śatravaḥ parābhavaṁ yāntu | oṁ śāmyantu ghorāṇi | oṁ śāmyantu pāpāni | oṁ śāmyantvitayaḥ |
oṁ śubhāni varddhantām | oṁ śivā āpaḥ santu | oṁ śivā ṛtavaḥ santu | oṁ śivā oṣadhayaḥ santu |
oṁ śivā vanaspatayaḥ santu | oṁ śivā atithayaḥ santu | oṁ śivā agnayaḥ santu |
oṁ śivā āhutayaḥ santu | oṁ ahorātre śive syātām ||
Mögen die Feinde des Heiligen, die Wegelagerer und Hindernisbereiter überwunden sein; alle Feinde mögen unterliegen. Schrecknisse, Verfehlungen und Plagen mögen sich beruhigen. Das Gute wachse. Heilvoll seien Wasser, Jahreszeiten, Kräuter, Bäume, Gäste, Feuer und Darbringungen. Heilvoll seien Tag und Nacht.
13. Der Familie den guten Tag zusprechen
Die Leitung richtet sich an die gastgebende Person. Da hier das Wassersegenritual selbst das Hauptanliegen ist, steht an der im Druck vorgesehenen Ritualnamensstelle „punyaha-vachana“.
bho yajamānaḥ | tava sakuṭumbasya saparivārasya gṛhe kariṣyamāṇasya puṇyāha-vācana karmaṇaḥ kalyāṇam astu ||
bho yajamānaḥ | tava sakuṭumbasya saparivārasya gṛhe kariṣyamāṇasya puṇyāha-vācana karmaṇaḥ ṛddhyatām ||
bho yajamānaḥ | tava sakuṭumbasya saparivārasya gṛhe kariṣyamāṇasya puṇyāha-vācana karmaṇaḥ āyuṣmate svasti ||
O Gastgeber, für dich mit deiner Familie und deinem Hauskreis sei die in deinem Haus ausgeführte Verkündigung des guten Tages heilvoll; sie gedeihe; sie bringe Wohl und langes Leben.
14. Den umfassenden Wohlsegen sprechen
Es folgt die vollständige neunstrophige Svasti Vachana dieser Fassung.
svastaye’stu sadāviṣṇuḥ svastaye’stu caturmukhaḥ |
svastaye’stu sadā vahniḥ svastaye’stu yamas sadā ||
svastaye’stu niṛrtyākhyaḥ svastaye varuṇo’stu naḥ |
svastaye’stu sadā vāyuḥ svastaye’stu dhaneśvaraḥ ||
svastaye’stu sadeśānaḥ svastaye’stu marud-gaṇaḥ |
svastaye santu vasavo rudrāśca svastaye tathā ||
ādityās svastaye santu munayas-svastaye tathā |
gandharvās svastaye santu svastaye santu kiṁnaraḥ ||
svastaye santu nāgāśca svastaye santu pannagāḥ |
svastaye santu viśveśāḥ svastaye’psarasas sadā ||
svastaye santu nadyaśca svastaye santu sāgarāḥ |
svastaye santu śailaśca vedāśca svastaye tathā ||
svastaye mātaras santu pitaras svastaye tathā |
deva-pāriṣadās sarve svastaye santu nas-sadā ||
svasti bhāgavatānām tu svasti cāpyagra-janmanām |
svasti vaiṣṇavānāṁ tu svasti caiva gavāmapi ||
svasti vai sthāvarāṇāṁ tu jaṅgamānāṁ tathaiva ca |
svasti caivātha mantrāṇāṁ svasti vai karmaṇām api ||
Vishnu, der Viergesichtige, Feuer und Yama mögen stets Wohl bringen. Nirriti, Varuna, Vayu und der Herr des Reichtums seien segensreich. Ishana, die Maruts, Vasus und Rudras seien segensreich. Die Adityas, Weisen, Gandharvas und Kinnaras mögen Wohl bringen. Nagas, Schlangenwesen, die göttlichen Herren und Apsaras mögen Wohl bringen. Flüsse, Meere, Berge und Veden seien segensreich. Mütter und Väter und alle göttlichen Begleiter mögen stets Wohl bringen. Wohl sei den Gottesverehrenden, den Zweimalgeborenen, den Vaishnavas und den Kühen. Wohl sei dem Unbeweglichen wie dem Beweglichen, den Mantras und allen rituellen Handlungen.
15. Mit dem geweihten Wasser segnen
Die Gastgeber und Angehörigen treten vor das Gefäß. Die Leitung nimmt mit dem Kusha-Bündel oder einer Blüte Wasser auf und benetzt ihre Köpfe während der vollständigen Abhisheka-Verse. Die kleine Besprengung ist die häuslich praktikable Form des Begießens; niemand muss durchnässt werden.
lakṣmīr vasati puṣpeṣu lakṣmīr vasati puṣkare |
sā te vasatu nityaṁ saumanasyaṁ tathā’stu te ||
akṣataṁ cāstu te puṇyaṁ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṁ loke tat-tad-astu sadā tava ||
vāsudevo jagannāthastathā saṅkarṣaṇo vibhuḥ |
pradyumnaścāniruddhaśca bhavantu vijayāya te ||
yato yataḥ samīhase tato no abhayaṁ kuru |
śan naḥ kuru prajābhyo’bhayaṁ naḥ paśubhyāḥ ||
saritaḥ sāgarāḥ śailās-tīrthāni jaladā nadāḥ |
ete tvām abhisiñcantu sarva kāmārtha siddhaye ||
suśāntir-bhavatu |
śāntiḥ puṣṭis-tuṣṭiś-cāstu |
amṛtābhiṣeko’stu ||
Lakshmi wohnt in den Blumen und im heiligen Wasser; sie wohne immer bei dir, und freundlicher Sinn sei dir. Ungebrochen seien dein Verdienst, langes Leben, Ruhm und Kraft; alles Förderliche sei stets dein. Vasudeva, der Herr der Welt, der mächtige Sankarshana, Pradyumna und Aniruddha mögen dir Gelingen schenken. Von wo auch immer du wirkst, schenke uns Furchtlosigkeit; bringe unserem Nachwuchs Wohl und unseren Tieren Sicherheit. Flüsse, Meere, Berge, heilige Orte, Wolken und Ströme mögen dich zur Erfüllung guter Anliegen begießen. Tiefer Friede sei. Friede, Gedeihen und Zufriedenheit seien. Es sei ein Bad mit dem Nektar der Unsterblichkeit.
Nach den Schlussworten bleiben die Anwesenden einen Moment still. Der Wassersegen beschließt diese Fassung. Als praktische Ergänzung räumt die Leitung das Gefäß nach der Feier ab, gibt überschüssiges Wasser an Pflanzen und verteilt die Speisegaben als Prasad. Die Familie kann einen der Segenswünsche aufnehmen und ihn noch am selben Tag in gemeinsames Handeln übersetzen.
Rezitationen in drei Fassungen
1. Sich reinigen
IAST
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
Devanagari
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Deutsch
Verneigung vor Acyuta, dem Unvergänglichen, vor Ananta, dem Unendlichen, und vor Govinda.
2. Ganesha vor dem Segensritus verehren
IAST
agajānanaṁ padmārkaṁ gajānanaṁ aharniśaṁ |
anekadantaṁ bhaktānām ekadanta upāsmahe ||
Devanagari
अगजाननं पद्मार्कं गजाननं अहर्निशं ।
अनेकदन्तं भक्तानाम् एकदन्त उपास्महे ॥
Deutsch
Bei Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusantlitz der Tochter des Berges, den einen Stoßzahn Tragenden, der seinen Verehrenden vielerlei gewährt.
3.1. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः आसनं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete einen Sitz dar.
3.2. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः पाद्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser für die Füße dar.
3.3. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः अर्घ्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Ehrenwasser dar.
3.4. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
3.5. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः स्नानं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Bad dar.
3.6. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः स्नान अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.7. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः वस्त्र अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
3.8. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः उपवीत अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
3.9. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः आभरण अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
3.10. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः दिव्य गन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्रा-कुम्कुमं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
3.11. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः पुष्प मालिकां समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete eine Blumengirlande dar.
3.12. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः धूपं आघ्रापयामि ।
Deutsch
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
3.13. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः प्रत्यक्ष दीपं दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige das sichtbare Licht.
3.14. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः धूप दीप अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.15. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः नैवेद्यं निवेदयामि ।
Deutsch
Ich biete Speise dar.
3.16. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः नैवेद्य अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.17. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः ताम्बूलं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Betel dar.
3.18. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः कर्पूर निराजनं सन्दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
3.19. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः कर्पूर निराजन अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
4. Varuna im Wassergefäß begrüßen
IAST
nāga-pāśa-dharaṁ hṛṣṭaṁ raktaugha dyuti-vigraham |
śaśāṅka dhavalaṁ dhyāyet varuṇaṁ makarāsanam ||
varuṇaṁ śveta-varṇaṁ ca pāśa-hastaṁ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṁ devaṁ tīrtha nāthaṁ ahaṁ bhaje ||
asmin pūrva sthāpita kumbhe varuṇaṁ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
Devanagari
नाग-पाश-धरं हृष्टं रक्तौघ द्युति-विग्रहम् ।
शशाङ्क धवलं ध्यायेत् वरुणं मकरासनम् ॥
वरुणं श्वेत-वर्णं च पाश-हस्तं रुजासनम् ।
मौक्तिकालङ्कृतं देवं तीर्थ नाथं अहं भजे ॥
अस्मिन् पूर्व स्थापित कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥
Deutsch
Man betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rötlich strahlender Gestalt und zugleich mondhell, auf dem Makara sitzend. Ich verehre den weiß erscheinenden, die Schlinge in der Hand haltenden, mit Perlen geschmückten Gott, den Herrn der heiligen Wasserstätten. In diesem aufgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, rufe ihn an, lasse ihn gegenwärtig werden und biete Sandelpaste, Reis und Blüten dar.
5.1. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः आसनं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete einen Sitz dar.
5.2. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः पाद्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser für die Füße dar.
5.3. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः अर्घ्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Ehrenwasser dar.
5.4. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
5.5. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः स्नानं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Bad dar.
5.6. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः स्नान अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
5.7. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः वस्त्र अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
5.8. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः उपवीत अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
5.9. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः आभरण अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
5.10. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः दिव्य गन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्रा-कुम्कुमं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
5.11. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः पुष्प मालिकां समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete eine Blumengirlande dar.
5.12. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः धूपं आघ्रापयामि ।
Deutsch
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
5.13. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः प्रत्यक्ष दीपं दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige das sichtbare Licht.
5.14. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः धूप दीप अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
5.15. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः नैवेद्यं निवेदयामि ।
Deutsch
Ich biete Speise dar.
5.16. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः नैवेद्य अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
5.17. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः ताम्बूलं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Betel dar.
5.18. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः कर्पूर निराजनं सन्दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
5.19. Varunas Gastgaben
IAST
oṁ varuṇāya namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं वरुणाय नमः कर्पूर निराजन अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
6. Varuna mit Blüten grüßen
IAST
oṁ jala-bimbāya vidmahe | nīla-puruṣāya dhīmahi | tanno varuṇa pracodayāt ||
namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśa-hastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
Devanagari
ओं जल-बिम्बाय विद्महे । नील-पुरुषाय धीमहि । तन्नो वरुण प्रचोदयात् ॥
नमो नमस्ते स्फटिक प्रभाय सुश्वेत वस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाश-हस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥
Deutsch
Mögen wir die Erscheinung im Wasser erkennen; über den dunklen göttlichen Herrn meditieren wir; möge Varuna uns anregen. Immer wieder Verneigung dem kristallhell Strahlenden, Weißgewandeten und Heilvollen; dem mit der Schlinge, auf dem Wassertier Sitzenden, dem Herrn des Wassers, Varuna.
7. Den Segen gemeinsam eröffnen
IAST
śiva āpaḥ santu | — santu śiva āpaḥ |
saumanasyam astu | — astu saumanasyam |
akṣataṁ cāriṣṭaṁ cāstu | — astvakṣatam ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṁ vācayiṣye | — vācyatām |
Devanagari
शिव आपः सन्तु । — सन्तु शिव आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । — अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टं चास्तु । — अस्त्वक्षतम् च अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । — वाच्यताम् ।
Deutsch
Mögen die Wasser heilvoll sein – mögen die Wasser heilvoll sein. Möge freundlicher Sinn sein – möge freundlicher Sinn sein. Mögen Unversehrtheit und Wohlergehen sein – mögen Unversehrtheit und Wohlergehen sein. Mit eurer Erlaubnis werde ich den guten Tag verkünden – er werde verkündet.
8. Den Gastgeber segnen
IAST
karotu svasti te brahmā svasti cāpi dvijātayaḥ |
śarīsṛpāśca ye śreṣṭhās-tebhyaste svasti sarvadā ||
yayāti nahuṣaścaiva dhundhumāri bhagīrathaḥ |
tubhyaṁ rājarṣayaḥ sarve svasti kurvantu nityaśaḥ ||
svasti te’stu dvipādebhyaś-catuṣpādebhya eva ca |
svasty-astu pāvakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā-svadhā śacī caiva lakṣmīr-arundhatī tathā |
asito devalaścaiva viśvamitras tathāṅgiraḥ ||
vivasvān bhagavān viṣṇuḥ kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṁ grahāḥ ||
adhastād-dharaṇī yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaḥ śreṣṭhaḥ svasti tubhyaṁ prayacchatu ||
āyuṣmate svasti-mate yajamānāya dāśuṣe |
śrīye dattāśiṣaḥ santu ṛtvigbhir-veda-pāragaiḥ ||
devendrasya yathā svasti yathā svasti guror-gṛhe |
ekaliṅge yathā svasti tathā svasti sadā tava ||
Devanagari
करोतु स्वस्ति ते ब्रह्मा स्वस्ति चापि द्विजातयः ।
शरीसृपाश्च ये श्रेष्ठास्-तेभ्यस्ते स्वस्ति सर्वदा ॥
ययाति नहुषश्चैव धुन्धुमारि भगीरथः ।
तुभ्यं राजर्षयः सर्वे स्वस्ति कुर्वन्तु नित्यशः ॥
स्वस्ति ते’स्तु द्विपादेभ्यश्-चतुष्पादेभ्य एव च ।
स्वस्त्य्-अस्तु पावकेभ्यश्च सर्वेभ्यः स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वाहा-स्वधा शची चैव लक्ष्मीर्-अरुन्धती तथा ।
असितो देवलश्चैव विश्वमित्रस् तथाङ्गिरः ॥
विवस्वान् भगवान् विष्णुः कार्तिकेयश्च षण्मुखः ।
दिग्गजाश्चैव चत्वारः क्षितिश्च गगनं ग्रहाः ॥
अधस्ताद्-धरणी यो’सौ नागो धारयते सदा ।
शेषश्च पन्नगः श्रेष्ठः स्वस्ति तुभ्यं प्रयच्छतु ॥
आयुष्मते स्वस्ति-मते यजमानाय दाशुषे ।
श्रीये दत्ताशिषः सन्तु ऋत्विग्भिर्-वेद-पारगैः ॥
देवेन्द्रस्य यथा स्वस्ति यथा स्वस्ति गुरोर्-गृहे ।
एकलिङ्गे यथा स्वस्ति तथा स्वस्ति सदा तव ॥
Deutsch
Brahma, die Zweimalgeborenen und die vorzüglichsten Schlangenwesen mögen dir stets Wohl bringen. Yayati, Nahusha, Dhundhumari, Bhagiratha und alle königlichen Seher mögen dich beständig segnen. Von Zweibeinern, Vierbeinern, reinigenden Feuern und allen Wesen komme dir Wohl zu. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi, Arundhati, Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras; Vivasvan, Bhagavan Vishnu, der sechsgesichtige Kartikeya, die vier Richtungselefanten, Erde, Himmel und Grahas seien segensreich. Shesha, der vorzüglichste Naga, der von unten die Erde trägt, schenke dir Wohl. Dem gebenden Gastgeber seien von vedakundigen Priestern Segen für Leben, Wohl und Gedeihen gewährt. Wie bei Indra, im Haus des Guru und bei Ekalinga, so sei immer Wohl bei dir.
9. Gemeinsam einmütig werden
IAST
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | — samāhita manasaḥ smaḥ |
prasīdantu bhavantaḥ | — prasannāḥ smaḥ |
Devanagari
स्वामिनः मनः समाधीयताम् । — समाहित मनसः स्मः ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । — प्रसन्नाः स्मः ।
Deutsch
Verehrte, sammelt euren Geist – unser Geist ist gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt.
10. Gedeihen erbitten
IAST
śāntir-astu | puṣṭir-astu | tuṣṭir-asti | vṛddhir-astu | avighnam-astu | āyuṣyam-astu | ārogyam-astu |
śivam astu | śivam karmāstu | karma samṛddhir-astu | dharma samṛddhir-astu | veda samṛddhir-astu |
śāstra samṛddhir-astu | dhana-dhānya samṛddhir-astu | putra pautra saṁpad-astu | iṣṭa-saṁpad-astu |
sakala ariṣṭa nirasanam-astu | yat pāpaṁ rogaṁ śokam akalyāṇaṁ tat dūre pratihatam-astu |
oṁ śanno astu dvipade śaṁ catuṣpade | oṁ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
oṁ yat śreyas-tadastu | oṁ uttare karmaṇi nirvighnam astu |
oṁ uttarottara abhivṛdhir astu | oṁ uttarottarāḥ kriyāḥ śubhāḥ śobhanāḥ sampadyantām ||
Devanagari
शान्तिर्-अस्तु । पुष्टिर्-अस्तु । तुष्टिर्-अस्ति । वृद्धिर्-अस्तु । अविघ्नम्-अस्तु । आयुष्यम्-अस्तु । आरोग्यम्-अस्तु ।
शिवम् अस्तु । शिवम् कर्मास्तु । कर्म समृद्धिर्-अस्तु । धर्म समृद्धिर्-अस्तु । वेद समृद्धिर्-अस्तु ।
शास्त्र समृद्धिर्-अस्तु । धन-धान्य समृद्धिर्-अस्तु । पुत्र पौत्र संपद्-अस्तु । इष्ट-संपद्-अस्तु ।
सकल अरिष्ट निरसनम्-अस्तु । यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तत् दूरे प्रतिहतम्-अस्तु ।
ओं शन्नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ओं शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
ओं यत् श्रेयस्-तदस्तु । ओं उत्तरे कर्मणि निर्विघ्नम् अस्तु ।
ओं उत्तरोत्तर अभिवृधिर् अस्तु । ओं उत्तरोत्तराः क्रियाः शुभाः शोभनाः सम्पद्यन्ताम् ॥
Deutsch
Friede sei, Nahrung und Gedeihen seien, Zufriedenheit ist da, Wachstum sei, Hindernisfreiheit, langes Leben und Gesundheit seien. Heil sei, heilvoll sei das Handeln. Handeln, Dharma, Veda und Shastra mögen gedeihen; Besitz und Getreide, Kinder und Enkel und die erwünschten Güter mögen gedeihen. Alles Unheil werde entfernt. Verfehlung, Krankheit, Trauer und Unglück seien weit abgewehrt. Wohl sei den Zweibeinern und Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede. Was förderlich ist, möge sein. Im folgenden Tun seien keine Hindernisse. Immer weiter möge Gedeihen wachsen; die kommenden Handlungen mögen heilvoll gelingen.
11. Zeit, Gottheiten und Gemeinschaft um Zustimmung bitten
IAST
oṁ tithi karaṇa muhūrta nakṣatra graha lagna saṁpad-astu |
oṁ tithi karaṇe muhūrte nakṣatre sagrahe salagne sādhidaivate prīyetām |
oṁ indra purogā marud-gaṇāḥ prīyantām |
oṁ tithi karaṇa muhūrta nakṣatra graha lagnādhidevatāḥ prīyantām |
oṁ durgāpāñcālyau prīyetām |
oṁ agni purogā viśvedevāḥ prīyantām |
oṁ indra purogā marud-gaṇāḥ prīyantām |
oṁ vasiṣṭha purogāḥ ṛṣi-gaṇāḥ prīyantām |
oṁ maheśvarī purogā umā mātaraḥ prīyantām |
oṁ aruṅdhatī purogā ekapatnyaḥ prīyantām |
oṁ viṣṇu purogāḥ sarve devāḥ prīyantām |
oṁ ṛṣayaścchandāṁsyācāryā vedā devā yajñāśca prīyantām |
oṁ brahma purogāḥ sarve vedāḥ prīyantām |
oṁ brahmaca brāhmaṇāśca prīyantām |
oṁ śrī sarasvatyai prīyetām |
oṁ śraddhā medhā prīyetām |
oṁ bhagavatī kātyāyanī prīyatām |
oṁ bhagavatī maheśvarī prīyatām |
oṁ bhagavatī ṛddhi-karī prīyatām |
oṁ bhagavatī vṛddhi-karī prīyatām |
oṁ bhagavatī puṣṭi-karī prīyatām |
oṁ bhagavatī tuṣṭi-karī prīyatām |
oṁ sarvāḥ kula devatāḥ prīyantām |
oṁ sarvā grāma devatāḥ prīyantām |
oṁ sarvā iṣṭa-devatāḥ prīyantām |
Devanagari
ओं तिथि करण मुहूर्त नक्षत्र ग्रह लग्न संपद्-अस्तु ।
ओं तिथि करणे मुहूर्ते नक्षत्रे सग्रहे सलग्ने साधिदैवते प्रीयेताम् ।
ओं इन्द्र पुरोगा मरुद्-गणाः प्रीयन्ताम् ।
ओं तिथि करण मुहूर्त नक्षत्र ग्रह लग्नाधिदेवताः प्रीयन्ताम् ।
ओं दुर्गापाञ्चाल्यौ प्रीयेताम् ।
ओं अग्नि पुरोगा विश्वेदेवाः प्रीयन्ताम् ।
ओं इन्द्र पुरोगा मरुद्-गणाः प्रीयन्ताम् ।
ओं वसिष्ठ पुरोगाः ऋषि-गणाः प्रीयन्ताम् ।
ओं महेश्वरी पुरोगा उमा मातरः प्रीयन्ताम् ।
ओं अरुङ्धती पुरोगा एकपत्न्यः प्रीयन्ताम् ।
ओं विष्णु पुरोगाः सर्वे देवाः प्रीयन्ताम् ।
ओं ऋषयश्च्छन्दांस्याचार्या वेदा देवा यज्ञाश्च प्रीयन्ताम् ।
ओं ब्रह्म पुरोगाः सर्वे वेदाः प्रीयन्ताम् ।
ओं ब्रह्मच ब्राह्मणाश्च प्रीयन्ताम् ।
ओं श्री सरस्वत्यै प्रीयेताम् ।
ओं श्रद्धा मेधा प्रीयेताम् ।
ओं भगवती कात्यायनी प्रीयताम् ।
ओं भगवती महेश्वरी प्रीयताम् ।
ओं भगवती ऋद्धि-करी प्रीयताम् ।
ओं भगवती वृद्धि-करी प्रीयताम् ।
ओं भगवती पुष्टि-करी प्रीयताम् ।
ओं भगवती तुष्टि-करी प्रीयताम् ।
ओं सर्वाः कुल देवताः प्रीयन्ताम् ।
ओं सर्वा ग्राम देवताः प्रीयन्ताम् ।
ओं सर्वा इष्ट-देवताः प्रीयन्ताम् ।
Deutsch
Mondtag, Halbmondtag, Stunde, Mondhaus, Grahas und Aszendent mögen günstig sein und mit ihren Gottheiten Wohlgefallen finden. Indra mit den Maruts sei erfreut; die Gottheiten der genannten Zeitglieder seien erfreut. Durga und Panchali seien erfreut, Agni mit den Vishvedevas, Indra mit den Maruts, Vasishtha mit den Sehern, Maheshvari mit Uma und den Müttern, Arundhati mit den treuen Ehefrauen, Vishnu mit allen Göttern. Seher, Versmaße, Lehrer, Veden, Götter und Opfer seien erfreut; alle Veden mit Brahma, Brahman und die Brahmanen. Sarasvati, Vertrauen und Einsicht, Katyayani, Maheshvari, die Göttinnen des Erfolgs, des Wachstums, der Ernährung und der Zufriedenheit seien erfreut; alle Familien-, Orts- und persönlich verehrten Gottheiten seien erfreut.
12. Bedrängnis abwenden und das Gute stärken
IAST
oṁ hatāśca brahma-dviṣaḥ | oṁ hatāśca paripanthinaḥ | oṁ hatāśca vighna kartāraḥ |
oṁ sarve śatravaḥ parābhavaṁ yāntu | oṁ śāmyantu ghorāṇi | oṁ śāmyantu pāpāni | oṁ śāmyantvitayaḥ |
oṁ śubhāni varddhantām | oṁ śivā āpaḥ santu | oṁ śivā ṛtavaḥ santu | oṁ śivā oṣadhayaḥ santu |
oṁ śivā vanaspatayaḥ santu | oṁ śivā atithayaḥ santu | oṁ śivā agnayaḥ santu |
oṁ śivā āhutayaḥ santu | oṁ ahorātre śive syātām ||
Devanagari
ओं हताश्च ब्रह्म-द्विषः । ओं हताश्च परिपन्थिनः । ओं हताश्च विघ्न कर्तारः ।
ओं सर्वे शत्रवः पराभवं यान्तु । ओं शाम्यन्तु घोराणि । ओं शाम्यन्तु पापानि । ओं शाम्यन्त्वितयः ।
ओं शुभानि वर्द्धन्ताम् । ओं शिवा आपः सन्तु । ओं शिवा ऋतवः सन्तु । ओं शिवा ओषधयः सन्तु ।
ओं शिवा वनस्पतयः सन्तु । ओं शिवा अतिथयः सन्तु । ओं शिवा अग्नयः सन्तु ।
ओं शिवा आहुतयः सन्तु । ओं अहोरात्रे शिवे स्याताम् ॥
Deutsch
Mögen die Feinde des Heiligen, die Wegelagerer und Hindernisbereiter überwunden sein; alle Feinde mögen unterliegen. Schrecknisse, Verfehlungen und Plagen mögen sich beruhigen. Das Gute wachse. Heilvoll seien Wasser, Jahreszeiten, Kräuter, Bäume, Gäste, Feuer und Darbringungen. Heilvoll seien Tag und Nacht.
13. Der Familie den guten Tag zusprechen
IAST
bho yajamānaḥ | tava sakuṭumbasya saparivārasya gṛhe kariṣyamāṇasya puṇyāha-vācana karmaṇaḥ kalyāṇam astu ||
bho yajamānaḥ | tava sakuṭumbasya saparivārasya gṛhe kariṣyamāṇasya puṇyāha-vācana karmaṇaḥ ṛddhyatām ||
bho yajamānaḥ | tava sakuṭumbasya saparivārasya gṛhe kariṣyamāṇasya puṇyāha-vācana karmaṇaḥ āyuṣmate svasti ||
Devanagari
भो यजमानः । तव सकुटुम्बस्य सपरिवारस्य गृहे करिष्यमाणस्य पुण्याह-वाचन कर्मणः कल्याणम् अस्तु ॥
भो यजमानः । तव सकुटुम्बस्य सपरिवारस्य गृहे करिष्यमाणस्य पुण्याह-वाचन कर्मणः ऋद्ध्यताम् ॥
भो यजमानः । तव सकुटुम्बस्य सपरिवारस्य गृहे करिष्यमाणस्य पुण्याह-वाचन कर्मणः आयुष्मते स्वस्ति ॥
Deutsch
O Gastgeber, für dich mit deiner Familie und deinem Hauskreis sei die in deinem Haus ausgeführte Verkündigung des guten Tages heilvoll; sie gedeihe; sie bringe Wohl und langes Leben.
14. Den umfassenden Wohlsegen sprechen
IAST
svastaye’stu sadāviṣṇuḥ svastaye’stu caturmukhaḥ |
svastaye’stu sadā vahniḥ svastaye’stu yamas sadā ||
svastaye’stu niṛrtyākhyaḥ svastaye varuṇo’stu naḥ |
svastaye’stu sadā vāyuḥ svastaye’stu dhaneśvaraḥ ||
svastaye’stu sadeśānaḥ svastaye’stu marud-gaṇaḥ |
svastaye santu vasavo rudrāśca svastaye tathā ||
ādityās svastaye santu munayas-svastaye tathā |
gandharvās svastaye santu svastaye santu kiṁnaraḥ ||
svastaye santu nāgāśca svastaye santu pannagāḥ |
svastaye santu viśveśāḥ svastaye’psarasas sadā ||
svastaye santu nadyaśca svastaye santu sāgarāḥ |
svastaye santu śailaśca vedāśca svastaye tathā ||
svastaye mātaras santu pitaras svastaye tathā |
deva-pāriṣadās sarve svastaye santu nas-sadā ||
svasti bhāgavatānām tu svasti cāpyagra-janmanām |
svasti vaiṣṇavānāṁ tu svasti caiva gavāmapi ||
svasti vai sthāvarāṇāṁ tu jaṅgamānāṁ tathaiva ca |
svasti caivātha mantrāṇāṁ svasti vai karmaṇām api ||
Devanagari
स्वस्तये’स्तु सदाविष्णुः स्वस्तये’स्तु चतुर्मुखः ।
स्वस्तये’स्तु सदा वह्निः स्वस्तये’स्तु यमस् सदा ॥
स्वस्तये’स्तु निऋर्त्याख्यः स्वस्तये वरुणो’स्तु नः ।
स्वस्तये’स्तु सदा वायुः स्वस्तये’स्तु धनेश्वरः ॥
स्वस्तये’स्तु सदेशानः स्वस्तये’स्तु मरुद्-गणः ।
स्वस्तये सन्तु वसवो रुद्राश्च स्वस्तये तथा ॥
आदित्यास् स्वस्तये सन्तु मुनयस्-स्वस्तये तथा ।
गन्धर्वास् स्वस्तये सन्तु स्वस्तये सन्तु किंनरः ॥
स्वस्तये सन्तु नागाश्च स्वस्तये सन्तु पन्नगाः ।
स्वस्तये सन्तु विश्वेशाः स्वस्तये’प्सरसस् सदा ॥
स्वस्तये सन्तु नद्यश्च स्वस्तये सन्तु सागराः ।
स्वस्तये सन्तु शैलश्च वेदाश्च स्वस्तये तथा ॥
स्वस्तये मातरस् सन्तु पितरस् स्वस्तये तथा ।
देव-पारिषदास् सर्वे स्वस्तये सन्तु नस्-सदा ॥
स्वस्ति भागवतानाम् तु स्वस्ति चाप्यग्र-जन्मनाम् ।
स्वस्ति वैष्णवानां तु स्वस्ति चैव गवामपि ॥
स्वस्ति वै स्थावराणां तु जङ्गमानां तथैव च ।
स्वस्ति चैवाथ मन्त्राणां स्वस्ति वै कर्मणाम् अपि ॥
Deutsch
Vishnu, der Viergesichtige, Feuer und Yama mögen stets Wohl bringen. Nirriti, Varuna, Vayu und der Herr des Reichtums seien segensreich. Ishana, die Maruts, Vasus und Rudras seien segensreich. Die Adityas, Weisen, Gandharvas und Kinnaras mögen Wohl bringen. Nagas, Schlangenwesen, die göttlichen Herren und Apsaras mögen Wohl bringen. Flüsse, Meere, Berge und Veden seien segensreich. Mütter und Väter und alle göttlichen Begleiter mögen stets Wohl bringen. Wohl sei den Gottesverehrenden, den Zweimalgeborenen, den Vaishnavas und den Kühen. Wohl sei dem Unbeweglichen wie dem Beweglichen, den Mantras und allen rituellen Handlungen.
15. Mit dem geweihten Wasser segnen
IAST
lakṣmīr vasati puṣpeṣu lakṣmīr vasati puṣkare |
sā te vasatu nityaṁ saumanasyaṁ tathā’stu te ||
akṣataṁ cāstu te puṇyaṁ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṁ loke tat-tad-astu sadā tava ||
vāsudevo jagannāthastathā saṅkarṣaṇo vibhuḥ |
pradyumnaścāniruddhaśca bhavantu vijayāya te ||
yato yataḥ samīhase tato no abhayaṁ kuru |
śan naḥ kuru prajābhyo’bhayaṁ naḥ paśubhyāḥ ||
saritaḥ sāgarāḥ śailās-tīrthāni jaladā nadāḥ |
ete tvām abhisiñcantu sarva kāmārtha siddhaye ||
suśāntir-bhavatu |
śāntiḥ puṣṭis-tuṣṭiś-cāstu |
amṛtābhiṣeko’stu ||
Devanagari
लक्ष्मीर् वसति पुष्पेषु लक्ष्मीर् वसति पुष्करे ।
सा ते वसतु नित्यं सौमनस्यं तथा’स्तु ते ॥
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद्वच् छ्रेयस्करं लोके तत्-तद्-अस्तु सदा तव ॥
वासुदेवो जगन्नाथस्तथा सङ्कर्षणो विभुः ।
प्रद्युम्नश्चानिरुद्धश्च भवन्तु विजयाय ते ॥
यतो यतः समीहसे ततो नो अभयं कुरु ।
शन् नः कुरु प्रजाभ्यो’भयं नः पशुभ्याः ॥
सरितः सागराः शैलास्-तीर्थानि जलदा नदाः ।
एते त्वाम् अभिसिञ्चन्तु सर्व कामार्थ सिद्धये ॥
सुशान्तिर्-भवतु ।
शान्तिः पुष्टिस्-तुष्टिश्-चास्तु ।
अमृताभिषेको’स्तु ॥
Deutsch
Lakshmi wohnt in den Blumen und im heiligen Wasser; sie wohne immer bei dir, und freundlicher Sinn sei dir. Ungebrochen seien dein Verdienst, langes Leben, Ruhm und Kraft; alles Förderliche sei stets dein. Vasudeva, der Herr der Welt, der mächtige Sankarshana, Pradyumna und Aniruddha mögen dir Gelingen schenken. Von wo auch immer du wirkst, schenke uns Furchtlosigkeit; bringe unserem Nachwuchs Wohl und unseren Tieren Sicherheit. Flüsse, Meere, Berge, heilige Orte, Wolken und Ströme mögen dich zur Erfüllung guter Anliegen begießen. Tiefer Friede sei. Friede, Gedeihen und Zufriedenheit seien. Es sei ein Bad mit dem Nektar der Unsterblichkeit.
Quellen und Weiterführung
- Sri Rama Ramanuja Achari: Punyaha Vachana Sangraha, 23. November 2024, S. 36–41: „Pauranika Punyaha Vacanam #2“, vollständig; S. 2: Einordnung der Ganesha-Vorverehrung. Volltext.
- Derselbe: Puja Sangraha, 18. Januar 2025, S. 9–11: konkret ausgeschriebene Gastgaben. Volltext. Die deutsche Ausführung erläutert deren Anwendung am jeweiligen Bild beziehungsweise Gefäß.
- Zur Textgestalt: Bei Varunas erstem Betrachtungsvers folgt die Lesefassung dem Devanagari des Hauptdrucks („shashanka-dhavalam“, „makarasana“), da dessen Umschrift abweicht; „Sankarshana“ im Schlusssegen berichtigt einen eindeutigen Druckfehler der Umschrift. Die zweite puranische Fassung wird nicht mit der ersten oder einer vedischen Schule vermischt. Die deutschen Bedeutungen sind eigenständige Übertragungen.
- Siehe auch: Puja, Dharma, Bhakti, Hindu-Rituale – ausführliche Anleitungen.
Ergänzende Vertiefung
Sukadev erläutert Aufbau und Bedeutung einer Puja. Das Video dient der Vertiefung; die konkrete Anleitung steht vollständig oben.
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