Para Japa nach dem Nityotsava
Para Japa nach dem Nityotsava ist eine Mantra-Andacht an Para, die höchste Göttin als klares, sich selbst erkennendes Bewusstsein. Sie umfasst die Zuordnung des Mantras zu Händen und Körper, die Meditation auf die Göttin, sechs innere Gaben, die nach einer der drei vorgegebenen Zählungen ausgeführte Wiederholung von sauḥ und die vollständige neunstrophige Parastuti.

Im sechsten Ullasa des Nityotsava bildet dieses Japa einen eigenen Abschnitt innerhalb des Para-Krama. Hier ist dieser Abschnitt als praktisch lesbare Japa-Anleitung ausgearbeitet. Wer die ganze Para-Nityapuja vollzieht, setzt ihn an der vorgesehenen Stelle nach der Puja und der Bali-Gabe ein. Die unten beschriebene einzelne Japa-Sitzung ist eine redaktionell eingerichtete Anwendung dieses Abschnitts; sie wird nicht als die gesamte Para-Puja ausgegeben.
Zweck, Gelegenheit und Voraussetzungen
Der Para-Krama richtet die Verehrung auf die Einheit von Licht des Bewusstseins und seiner Selbstwahrnehmung, Prakasha und Vimarsha. Der Japa vertieft diese Sammlung. Die Stuti deutet die Göttin zugleich als allgegenwärtig und als jenseits der Welt.
Geeignet ist ein fester täglicher Zeitpunkt nach der morgendlichen Vorbereitung oder der dafür vorgesehenen Puja. Eine einzelne Sitzung mit 100 Wiederholungen und Stuti dauert praktisch etwa 15 bis 25 Minuten. Für eine über längere Zeit bindende Sadhana gelten die Vorgaben der eigenen Unterweisung.
Der Nityotsava setzt hier Diksha und den erhaltenen Para-Mantra voraus. Die Anleitung richtet sich an entsprechend unterwiesene Puja- und Sanskritkundige. Sie beschreibt die Rezitation, vermittelt aber weder eine neue Einweihung noch eine eigenständige Befugnis zur Weitergabe der Vidya.
Benötigt werden ein sauberer Sitz, die eigene für Japa verwendete Mala oder eine andere leise Zählhilfe und ein ruhiger Ort. Die sechs Gaben werden in diesem Japa-Abschnitt ausdrücklich geistig dargebracht. Es werden keine äußeren Speisegaben, kein Feuer und kein neu geweihtes Yantra benötigt.
Zur Vertiefung: Japa als regelmäßige spirituelle Praxis
Dieses Yoga-Vidya-Video erläutert den geistigen Hintergrund. Die konkrete Ritualfolge mit ihren Mantras steht in den folgenden Schritten.
1. Sammlung und Zählabsicht
Setze dich aufrecht mit Blick nach Osten oder Norden. Erinnere dich an den Guru, von dem du die Praxis erhalten hast. Für diesen individuellen Gruß verwende die dir überlieferte Form oder eine stille Verneigung. Der Guru-Gruß ist die Vorbereitung der Sitzung; es wird dafür hier keine neue Guru-Mantra-Fassung erfunden.
Wähle vor Beginn eine der drei im Text genannten Zahlen: 100, 300 oder 1000 Wiederholungen. Für die Grundfolge dieses Artikels werden 100 verwendet. Bei einer Mala mit 108 Perlen stoppe entsprechend nach der hundertsten Zählperle; 108 wird nicht als angebliche Textvorschrift an die Stelle von 100 gesetzt. Du kannst die Zahl auch in zehn Gruppen zu je zehn Wiederholungen zählen.
Der Japa-Mantra ist:
sauḥ
Bija der Para-Vidya. Eine wörtliche Satzübersetzung ist nicht möglich; der Laut vergegenwärtigt hier Para als höchste Bewusstseinskraft.
Au ist ein Diphthong; der Schluss ist Visarga ḥ, kein Anusvara ṃ. Verwende beim eigentlichen Japa die Lautung, die dir dafür unterwiesen wurde.
2. Rishi-Nyasa
Führe die folgenden Berührungen aus und sprich jede Formel einmal. Die Zuordnung zum unteren Rumpf kann über der Kleidung beziehungsweise geistig geschehen.
| Ort | Vollständige Formel | Übersetzung |
|---|---|---|
| Scheitel | bhairavāya ṛṣaye namaḥ | Verehrung Bhairava, dem Seher. |
| Mundbereich | gāyatryai chandase namaḥ | Verehrung dem Gayatri-Versmaß. |
| Herz | parāmbāyai devatāyai namaḥ | Verehrung der Mutter Para als Gottheit. |
| Guhya, unterer Rumpf | saṃ bījāya namaḥ | Verehrung saṃ als Bija. |
| Füße | auḥ śaktaye namaḥ | Verehrung auḥ als Shakti. |
| Nabel | kīlakāya namaḥ | Verehrung dem Kilaka, dem rituellen Schlüssel beziehungsweise Verschluss. |
| Hände als Schale vor dem Herzen | mama sarvābhīṣṭasiddhaye viniyogāya namaḥ | Verehrung der Anwendung zur Erfüllung aller meiner erwünschten Ziele. |
Die Vorlage stellt den Nabel-Nyasa in Klammern und nennt dabei kein bestimmtes Kilaka-Bija. Deshalb steht hier genau kīlakāya namaḥ, ohne ergänzte Keimsilbe.
Sprich anschließend sauḥ dreimal und vergegenwärtige dabei den ganzen Körper als von der Göttin erfüllt. Dieses Vyapaka ist eine Ausdehnung der Aufmerksamkeit über den ganzen Körper.
3. Handnyasa
Sprich die folgenden Formeln je einmal und berühre die genannten Stellen beider Hände:
| Handlung | Rezitation | Bedeutung |
|---|---|---|
| Beide Daumen mit den Zeigefingern berühren. | sāṃ aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ | Verehrung; Zuordnung des Lautes sāṃ zu den beiden Daumen. |
| Beide Zeigefinger mit den Daumen berühren. | sīṃ tarjanībhyāṃ namaḥ | Verehrung; Zuordnung des Lautes sīṃ zu den beiden Zeigefingern. |
| Beide Mittelfinger mit den Daumen berühren. | sūṃ madhyamābhyāṃ namaḥ | Verehrung; Zuordnung des Lautes sūṃ zu den beiden Mittelfingern. |
| Beide Ringfinger mit den Daumen berühren. | saiṃ anāmikābhyāṃ namaḥ | Verehrung; Zuordnung des Lautes saiṃ zu den beiden Ringfingern. |
| Beide kleinen Finger mit den Daumen berühren. | sauṃ kaniṣṭhikābhyāṃ namaḥ | Verehrung; Zuordnung des Lautes sauṃ zu den beiden kleinen Fingern. |
| Mit jeder Hand über Innenfläche und Rücken der anderen Hand streichen. | saḥ karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ namaḥ | Verehrung; Zuordnung des Lautes saḥ zu den Handflächen und Handrücken. |
4. Körpernyasa
Führe nun die Zuordnung zu den sechs Körperstellen aus:
| Handlung | Rezitation | Bedeutung |
|---|---|---|
| Mit den rechten Fingerspitzen die Herzmitte berühren. | sāṃ hṛdayāya namaḥ | Zuordnung des Lautes sāṃ zu dem Herzen. |
| Den Scheitel berühren. | sīṃ śirase svāhā | Zuordnung des Lautes sīṃ zu dem Kopf. |
| Den hinteren oberen Kopfbereich berühren, den Ort der Shikha. | sūṃ śikhāyai vaṣaṭ | Zuordnung des Lautes sūṃ zu der Shikha. |
| Die Arme vor der Brust kreuzen und mit den Händen die gegenüberliegenden Oberarme berühren. | saiṃ kavacāya huṃ | Zuordnung des Lautes saiṃ zu dem Schutzpanzer. |
| Rechten Mittelfinger zur Stirnmitte, Zeige- und Ringfinger behutsam neben das rechte und linke Auge bringen. | sauṃ netratrayāya vauṣaṭ | Zuordnung des Lautes sauṃ zu den drei Augen. |
| Mit rechtem Zeige- und Mittelfinger einmal auf die linke Handfläche tippen und einen schützenden Umkreis vergegenwärtigen. | saḥ astrāya phaṭ | Zuordnung des Lautes saḥ zu der Schutzwaffe. |
Namaḥ heißt Verehrung; svāhā, vaṣaṭ und vauṣaṭ sind Übergabe- und Bekräftigungsrufe. Huṃ und phaṭ begleiten Schutz und Abgrenzung. Die wechselnden Laute des Nyasa sind von dem unveränderten Japa-Mantra sauḥ zu unterscheiden.
5. Die Göttin meditieren
Schließe die Augen und vergegenwärtige Para hell wie den fleckenlosen Mond, mit drei Augen und der Mondsichel, ein Buch tragend und die Geste der Erkenntnis zeigend. Rezitiere den vollständigen Dhyana-Vers:
akalaṅkaśaśāṅkābhā tryakṣā candrakalāvatī |
mudrāpustalasadbāhā pātu māṃ paramā kalā ||
Die höchste Kala möge mich schützen: strahlend wie der fleckenlose Mond, dreiäugig, mit der Mondsichel, mit Armen, die durch Erkenntnisgeste und Buch erstrahlen.
Textlesung: Die Endung -bāhā ist eine redaktionelle Konjektur für das digital überlieferte -vāhā; sie gibt hier die auf Buch und Mudra bezogene Armhaltung wieder.
Stelle dir ihre Gegenwart im Herzraum vor. Die rechte Hand zeigt Chinmudra: Daumen und Zeigefingerspitze berühren sich; die übrigen drei Finger sind entspannt gestreckt. Die linke Hand trägt das Buch. Verweile kurz bei der lichten, ruhigen Gestalt.
6. Sechs innere Gaben
Rezitiere jede der folgenden Formeln einmal. Stelle die genannte Gabe dabei im Geist vor die Göttin. Alle Gaben werden aus den entsprechenden Elementen beziehungsweise aus dem Allumfassenden hervorgebracht.
| Innere Handlung | Rezitation | Übersetzung |
|---|---|---|
| Duft aus der Erde darbringen. | sauḥ parādevyai laṃ pṛthivyātmakaṃ gandhaṃ samarpayāmi | Para bringe ich Duft dar, dessen Wesen Erde ist. |
| Den Raum zu Blüten werden lassen. | sauḥ parādevyai haṃ ākāśātmakaṃ puṣpāṇi pūjayāmi | Ich verehre die Göttin Para mit Blüten, deren Wesen der Raum ist. |
| Räucherduft als Luftgabe zeigen. | sauḥ parādevyai yaṃ vāyvātmakaṃ dhūpam āghrāpayāmi | Ich lasse die Göttin Para den Räucherduft wahrnehmen, dessen Wesen Luft ist. |
| Eine helle Lampe als Feuergabe zeigen. | sauḥ parādevyai raṃ agnyātmakaṃ dīpaṃ darśayāmi | Ich zeige der Göttin Para das Licht, dessen Wesen Feuer ist. |
| Nektar als Speise darbringen. | sauḥ parādevyai vaṃ amṛtātmakaṃ naivedyaṃ nivedayāmi | Ich biete der Göttin Para die Speise dar, deren Wesen unsterblicher Nektar ist. |
| Betel und alle weiteren Aufwartungen darbringen. | sauḥ parādevyai saṃ sarvātmakaṃ tāmbūlādisarvopacārān samarpayāmi | Ich bringe der Göttin Para Betel und alle weiteren Aufwartungen als Ausdruck des Allumfassenden dar. |
Die Vorlage hat bei der Blütenformel die grammatisch unregelmäßige Verbindung ākāśātmakaṃ puṣpāṇi pūjayāmi. Sie ist hier als Textlesung bewahrt; die Übersetzung gibt den beabsichtigten Darbringungssinn wieder. Eine sprachlich geglättete neue Mantrafassung wird daraus nicht abgeleitet. Laṃ, haṃ, yaṃ, raṃ, vaṃ und saṃ sind Bijas, keine deutschen Satzwörter.
7. Para-Japa
Wiederhole sauḥ in der zu Beginn gewählten Zahl, hier 100-mal. Rezitiere geistig oder leise für dich; der allgemeine Japa-Abschnitt des Nityotsava nennt beide Möglichkeiten. Wenn du eine Mala verwendest, lasse sie auf dem Mittelfinger der rechten Hand ruhen und ziehe mit dem Daumen nach jeder vollständigen Wiederholung genau eine Perle weiter. Der Zeigefinger bleibt frei. Vermeide ein Aneinanderschlagen der Perlen. Bei mehr als einer Runde wende die Mala an der Meru-Perle, statt diese mitzuzählen. Für die hier gewählten 100 Wiederholungen kannst du zehn Gruppen zu zehn zählen; die Zahl meint ausschließlich das Bija-Japa in diesem Schritt, nicht die vorausgehenden Nyasa-Formeln. Lasse die Wiederholungen gleichmäßig aufeinander folgen und halte die Gegenwart der Göttin im Bewusstsein. Erzwinge keine Atemhaltephase; für die Durchführung dieses Japa-Abschnitts ist hier keine Verbindung jeder Rezitation mit einem langen Kumbhaka vorgegeben.
Wenn die Aufmerksamkeit abschweift, kehre zur nächsten vollständigen Wiederholung zurück. Die Stuti wird erst nach der gewählten Zahl gesprochen. Ihre Silben zählen nicht zur Zahl des Bija-Japa.
8. Vollständige Parastuti
Lege nach dem Japa die Hände zusammen und rezitiere alle neun Strophen. Die neunte Strophe gehört zur vollständig überlieferten Stuti, auch wenn sie über den Lobgesang und seinen Verfasser spricht.
Strophe 1
yā’ghorādibhir etaiḥ pāramparyakramāgatair nāthaiḥ |
prathate tāṃ viśvamayīṃ viśvātītāṃ svasaṃvidaṃ naumi ||
Ich verehre das eigene Bewusstsein, das durch diese in ununterbrochener Folge überlieferten Meister, angefangen bei Aghora, offenbar wird: Es erfüllt das All und übersteigt zugleich das All.
Strophe 2
ānandacaraṇakamalām akalaṅkaśaśāṅkamaṇḍalacchāyām |
tanmaṇḍalādhirūḍhāṃ tatkalayā kalitacitkalāṃ naumi ||
Ich verehre sie, deren Lotusfüße Wonne sind, deren Glanz dem fleckenlosen Mondkreis gleicht, die auf diesem Kreis thront und deren Bewusstseinskraft von seiner Mondsichel gezeichnet ist.
Strophe 3
icchādiśaktiśūlāmbujamūlāṃ mūlakuṇḍalīrūpām |
nityām apy aṇurūpām aṇoś ca mahato mahīyasīṃ naumi ||
Ich verehre sie als Wurzel des Lotus des Kräfte-Dreizacks, beginnend mit der Willenskraft, als Gestalt der ursprünglichen Kundalini: die Ewige, die auch in kleinster Gestalt erscheint und größer ist als das Kleine und das Große.
Strophe 4
mauktikamaṇigaṇarucirāṃ śaśāṅkanirmokanirmalaṃ kṣaumam |
nivasānāṃ parameśīṃ namāmi sauvarṇasampuṭāntaḥsthām ||
Ich verneige mich vor der höchsten Herrin, schön durch Perlenschmuck, bekleidet mit einem reinen Gewand wie einer abgestreiften Hülle des Mondes und im Innern einer goldenen Umhüllung gegenwärtig.
Strophe 5
bhaktajanabhedabhañjanacinmudrākalitadakṣapāṇitalām |
pūrṇāhantākāraṇapustakavaryeṇa ruciravāmakarām ||
Ihre rechte Hand zeigt die Chinmudra, die das Erleben von Trennung in ihren Verehrenden auflöst. Ihre linke Hand erstrahlt mit dem erhabenen Buch, das zur vollkommenen Ich-Gewissheit führt.
Strophe 6
sṛṣṭisthitilayakṛdbhir nayanāmbhojaiḥ śaśīnadahanākhyaiḥ |
mauktikatāṭaṅkābhyāṃ maṇḍitamukhamaṇḍalāṃ parāṃ naumi ||
Ich verehre Para, deren Lotusaugen – Mond, Sonne und Feuer – Schöpfung, Erhaltung und Auflösung wirken und deren Gesicht von zwei Perlenohrringen geschmückt ist.
Strophe 7
ṣaḍgatiṣaḍūrmiṣaḍarīn dhikkṛtyāśu svabhaktavargasya |
kañcukapañcakanodanasañcitasaṃvitprakāśinīṃ naumi ||
Ich verehre sie, die für die Schar ihrer Verehrenden die sechs Daseinswege, die sechs Wellen und die sechs Feinde rasch zurückweist und das Bewusstsein aufleuchten lässt, indem sie die fünf begrenzenden Hüllen entfernt.
Strophe 8
adhvātītaṃ buddhvā budhāḥ prabuddhāḥ paraṃ padaṃ yasyāḥ |
kaivalyaṃ yānti haṭhāt kaṭākṣapātena tāṃ parāṃ naumi ||
Ich verehre Para, durch deren Seitenblick die Erwachten ihren höchsten, jenseits aller Entfaltungswege liegenden Zustand erkennen und unvermittelt zur Befreiung gelangen.
Strophe 9
yaḥ paṭhatīdaṃ stotraṃ pātraṃ sa bhavecca pañcavargasya |
gurucaraṇakamalabhājā sahajānandena yoginā’bhihitam ||
Wer diesen Lobgesang rezitiert, wird zu einem geeigneten Gefäß für die „Gruppe der fünf“ (pañcavarga). Gesprochen wurde er vom Yogi Sahajananda, der den Lotusfüßen seines Gurus ergeben ist.
Der Ausdruck pañcavarga in Strophe 9 bedeutet wörtlich „Gruppe der fünf“. Welche Fünfergruppe hier genau gemeint ist, erläutert der Abschnitt nicht. Deshalb bleibt der Ausdruck offen; eine bestimmte Liste wird nicht als gesicherte Bedeutung ausgegeben. Die „fünf Hüllen“ in Strophe 7 sind die Kanchukas, Begrenzungen des Bewusstseins, nicht die fünf Koshas einer anderen Systematik.
9. Die einzelne Sitzung abschließen
Verneige dich. Lasse die klar umrissene Gestalt in das stille Bewusstsein des Herzens eingehen. Bleibe für einige Atemzüge ruhig sitzen und widme die Praxis innerlich der Erkenntnis und einem wohltätigen Handeln. Öffne anschließend die Augen und beende die Sitzung.
Dieser schlichte Abschluss ist für die einzeln ausgeführte Japa-Sitzung redaktionell formuliert. Innerhalb der vollständigen Para-Puja folgen im Nityotsava dagegen die dort eigens beschriebenen Tattva-Weihen, die Annahme der Opferreste und der Abschluss des besonderen Arghya. Sie werden durch diese einzelne Japa-Anleitung nicht ersetzt.
Verwandte Anleitungen
- Übersicht der Ritualanleitungen
- Mahaganapati Tarpana nach dem Nityotsava
- Tara Sandhya nach dem Brihat Tantrasara
- Brahman Sandhya nach dem Mahanirvana Tantra
Quellen und Textgestalt
Nityotsava, sechster Ullasa, Unmanollāsa – Parāpaddhati, Abschnitte parāmanujapaḥ und parāstutiḥ; für den ausgeschriebenen Dhyana-Vers außerdem cakre devyāḥ pūjā. Zum Werk siehe Nityotsava. Grundlage ist der Sanskritanhang der Ritualausgabe zum sechsten Ullasa; Abgleich mit der vollständigen Devanagari-Digitalisierung. Die Stuti hat neun eigene Strophennummern; die vorausgehenden Anweisungen stehen in Prosa.
Die Kurzverweise auf Hand- und Körpernyasa sind getrennt und vollständig aufgelöst. Die Japa-Zahlen 1000, 300 und 100 stammen aus dem Text. Die Hinweise zur Handhabung der Mala und zur geistigen oder leisen Rezitation erläutern den Verweis auf den Japa-Abschnitt des dritten Ullasa. Die Vorbereitung der hier verwendeten Mala wird als bereits vollzogen vorausgesetzt; eine erstmalige Mala-Weihe ist kein Bestandteil dieser einzelnen Sitzung. Die umfangreichen, auf Shrividya bezogenen Vor- und Nachmantras des dritten Ullasa werden nicht ungeprüft auf Para übertragen. Bāhā im Dhyana-Vers ist eine redaktionelle Konjektur für das digital überlieferte vāhā aufgrund des Zusammenhangs von Armen, Buch und Mudra; eine anhand eines Drucks gesicherte Lesart wird damit nicht behauptet. Die unterschiedliche Schreibung ḻ/l ist vereinheitlicht. Die neun Strophen werden vollständig wiedergegeben; ihre deutschen Übersetzungen sind neu formuliert. Der Rahmen für eine einzelne Sitzung ist als redaktionelle Einrichtung kenntlich gemacht.
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