Mahaganapati Tarpana nach dem Nityotsava

Aus Yogawiki

Mahaganapati Tarpana nach dem Nityotsava ist ein Wassergabenritual mit genau 444 Darbringungen an Mahaganapati. Einleitende Reinigung, Wasserweihe, Nyasa und innere Verehrung bereiten die Gaben vor. Die Rezitation führt durch die 28 Mantraglieder und die 26 Gottheiten seines Kreises; am Ende wird die verehrte Gegenwart in das eigene Herz zurückgenommen.

Ganesha steht für einen gesegneten Beginn und die Überwindung von Hindernissen.

Das Ritual heißt Caturāvṛttitarpaṇa, weil die einzelnen Mantraglieder und Gottheitsnamen jeweils viermal mit einer Wassergabe verbunden werden. Der Nityotsava beschreibt es im zweiten Ullasa als zusammenhängenden Vollzug vor der anschließend behandelten großen Ganapati-Puja. Diese Anleitung enthält das Tarpana samt Vorbereitung und Abschluss; die nachfolgende große Avarana-Puja ist ein anderer Ritualabschnitt.

Wozu, wann und für wen?

Im Nityotsava dient der Ganapati-Krama besonders dem Beseitigen von Hindernissen auf dem Weg der Gottesverehrung. Der ausdrücklich formulierte Sankalpa erbittet Mahaganapatis Gnade. Als regelmäßige Sadhana sammelt das Tarpana Aufmerksamkeit, Rezitation und Handlung zu einer geordneten Folge.

Führe es im Anschluss an die morgendliche Reinigung durch. Es kann vor einer umfangreicheren Puja stehen oder als eigener, abgeschlossener Tarpana-Vollzug praktiziert werden. Der Abschnitt schreibt dafür weder einen bestimmten Wochentag noch eine 41- oder 44-tägige Serie vor. Solche zusätzlichen Verpflichtungen gehören gegebenenfalls zur jeweiligen Unterweisung.

Die Anleitung richtet sich an Puja- und Sanskritkundige, die zur Verwendung des Mahaganapati-Mantras unterwiesen sind. Der Text unterscheidet die Ganapati-Verehrung als Glied des Shrividya-Weges von ihrer eigenständigen Sadhana; für Letztere nennt er eine gesonderte Diksha. Die Kenntnis des gedruckten Mantras allein hebt diese Voraussetzung nicht auf.

Plane als praktische Orientierung etwa 60 bis 90 Minuten ein. Das Tempo ist zweitrangig; entscheidend sind vollständige Formeln, die Reihenfolge und eine Wassergabe je Rezitation.

Zur Vertiefung: Ganesha und die Bedeutung eines bewussten Anfangs
Dieses Yoga-Vidya-Video erläutert den geistigen Hintergrund. Die konkrete Ritualfolge mit ihren Mantras steht in den folgenden Schritten.

Material und Anordnung

  • Ein sauberer Sitz mit Blick nach Osten oder Norden.
  • Ein Gefäß mit sauberem Wasser für die 444 Gaben. Bei 2 ml je Gabe werden für 444 Gaben 888 ml benötigt; bei 3 ml sind es 1332 ml. Halte zusätzlich Wasser für die Vorbereitung bereit. Diese Mengen dienen der Planung und sind keine Textvorschrift.
  • Ein kleiner Gießlöffel und eine große Auffangschale.
  • Ein eigenes kleines Gefäß mit Trinkwasser für Achamana. Dieses bleibt vom aufgefangenen Opferwasser getrennt.
  • Eine gut lesbare Fassung der folgenden Zähltabellen und ein Marker für die jeweils beendete Zeile.

Der Nityotsava setzt ursprünglich ein Gewässer voraus, in dem ein etwa eine Handspanne großer quadratischer Bereich abgegrenzt und das Yantra geistig vorgestellt wird. Für die hier beschriebene häusliche Ausführung übernimmt die Auffangschale diesen Ort. Das Gießen mit dem Löffel ist eine praktische Umsetzung für diesen Aufbau. Ein festes Ganesha-Bild kann daneben stehen; für die im Text angeordnete geistige Yantra-Vorstellung wird kein neu geweihtes Standbild benötigt.

Stelle das Vorratswasser rechts, die Auffangschale vor dich und das Trinkwasser etwas abseits. Verwende das aufgefangene Wasser nicht erneut für weitere Gaben. Die symbolischen Duft-, Blüten-, Licht- und Speisegaben dieses Tarpana werden innerlich vollzogen.

1. Reinigung und Sankalpa

Wasche Hände und Gesicht beziehungsweise schließe dein übliches morgendliches Bad ab. Setze dich. Nimm dreimal einen kleinen Schluck aus dem eigenen Trinkwassergefäß und sprich jeweils den vollständigen Mahaganapati-Hauptmantra:

oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā

Om. An Ganapati, den vorzüglichen Gewährer von Gaben: Bringe alle Menschen unter meinen Einfluss. Svaha. Die vorangestellten Bijas śrīṃ, hrīṃ, klīṃ, glauṃ und gaṃ gelten in dieser Überlieferung als heilige Lautgestalten; sie besitzen keine wörtliche Satzübersetzung.

Diese konkrete Ausführung des Achamana mit dem Hauptmantra folgt dem Zusammenhang des Ganapati-Krama mit den allgemeinen Morgenhandlungen. Reinige danach die Lippen und die rechte Hand. Der Tarpana-Abschnitt setzt eine Atemsammlung voraus. Die im dritten Ullasa beschriebene kurze Folge verwendet den Hauptmantra einmal beim Einatmen durch das rechte Nasenloch, dreimal beim Halten und einmal beim Ausatmen durch das linke Nasenloch; sie wird dreimal ausgeführt. Halte dafür die linke Nasenöffnung mit Ring- und kleinem Finger, die rechte mit dem Daumen der rechten Hand geschlossen, je nachdem, welche Phase es verlangt. Die Atembindung folgt deiner erhaltenen Unterweisung und wird nicht gegen den Atembedarf verlängert. Lasse den Atem anschließend wieder frei fließen.

Nenne deinen Ort und das Datum in verständlicher Sprache. Sprich anschließend den Sankalpa:

mama śrīmahāgaṇapatiprasādasiddhyai caturāvṛttitarpaṇaṃ kariṣye

Ich werde das vierfache Tarpana ausführen, um die Gnade Shri Mahaganapatis zu erlangen.

Der Hauptmantra enthält eine traditionelle Vaśīkaraṇa-Wendung. Ihre wörtliche Bedeutung „unter meinen Einfluss bringen“ wird hier nicht als bloß „Harmonie“ umgedeutet. Richte deine eigene Absicht auf förderliche Beziehungen und die Überwindung der Hindernisse deiner Praxis; ein bestimmter anderer Mensch muss für diesen Ablauf nicht als Ziel benannt werden.

2. Wasser weihen

Halte die Hände vor dem Herzen zusammen. Bitte die Sonne um die Gegenwart der heiligen Wasser:

brahmāṇḍodaratīrthāni karaiḥ spṛṣṭāni te rave |
tena satyena me deva tīrthaṃ dehi divākara ||

O Sonne, deine Strahlen berühren die heiligen Wasser im Inneren des Weltalls. Durch diese Wahrheit gewähre mir, o Gott, o Lichtbringer, das heilige Wasser.

Richte den Blick auf das Vorratswasser und rezitiere:

āvāhayāmi tvāṃ devi tarpaṇāyeha sundari |
ehi gaṅge namas tubhyaṃ sarvatīrthasamanvite ||

Ich rufe dich hierher, o schöne Göttin, für das Tarpana. Komm, Ganga; Verehrung dir, die du alle heiligen Wasser in dir vereinst.

Sprich einmal die folgende Lautfolge. An dieser Stelle verwendet die Anleitung die am Artikelende belegte parallele Rezitationsfassung, weil die vorliegende Nityotsava-Digitalisierung eine gestörte Lesung bietet:

hvāṃ hvīṃ hvūṃ hvaiṃ hvauṃ hvaḥ

Sechs Bijalaute zur Wasserweihe; eine wörtliche Satzübersetzung ist nicht möglich.

Forme mit der rechten Hand die Ankushamudra: Strecke den Mittelfinger. Lege den leicht hakenförmig gebeugten Zeigefinger seitlich an dessen mittleres Glied; die übrigen Finger bleiben locker geschlossen. Diese konkrete Handstellung ergänzt die bloße Nennung der Geste im Nityotsava nach dem Mudra-Abschnitt des Brihat Tantrasara. Halte die Geste über dem Wasser und sprich einmal:

kroṃ

Ankusha-Bija; der Laut begleitet das Herbeiführen der heiligen Wasser.

Vergegenwärtige, wie Ganga und die heiligen Wasser im Gefäß gegenwärtig werden. Halte die Hand darüber und sprich vaṃ siebenmal. Vaṃ wirkt hier als Amrita-Bija: Das Wasser wird als Nektar der Verehrung verstanden.

Stelle dir nun im Ort der Darbringung das Mahaganapati-Yantra vor: außen ein Quadrat, darin ein achtblättriger Lotus, darin ein sechsstrahliger Stern und im Zentrum ein Dreieck. Diese Darstellung dient der geistigen Sammlung; der Text verlangt an dieser Stelle das Vorstellen des Yantra.

3. Rishi-Nyasa

Berühre bei jeder Formel die genannte Stelle einmal. Bei Intimbereich und Füßen genügt eine dezente Berührung über der Kleidung beziehungsweise eine geistige Zuordnung.

Ort Rezitation Übersetzung
Scheitel gaṇakaṛṣaye namaḥ Verehrung dem Seher Ganaka.
Mund nicṛdgāyatrīchandase namaḥ Verehrung dem Versmaß Nicrid-Gayatri.
Herz mahāgaṇapataye devatāyai namaḥ Verehrung Mahaganapati als Gottheit.
Unterer Rumpf / Guhya gaṃ bījāya namaḥ Verehrung gaṃ als Bija.
Füße svāhāśaktyai namaḥ Verehrung Svaha als Shakti.
Nabel oṃ kīlakāya namaḥ Verehrung Om als Kilaka, dem rituellen Schlüssel beziehungsweise Verschluss.
Hände als Schale vor dem Herzen mama abhīṣṭasiddhyai viniyogāya namaḥ Verehrung der Anwendung zur Erfüllung meines erwünschten Ziels.

4. Hände und Körper mit den sechs Gliedern weihen

Führe zuerst den Handnyasa aus. Die im Nityotsava zusammengedrängten Finger- und Körperzuordnungen sind hier getrennt ausgeschrieben. Jede Formel wird einmal gesprochen.

Handlung Rezitation Bedeutung
Beide Daumen mit den Zeigefingern berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ oṃ gāṃ aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ Verehrung; die Mantralaute werden den beiden Daumen zugeordnet.
Beide Zeigefinger mit den Daumen berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ śrīṃ gīṃ tarjanībhyāṃ namaḥ Verehrung; die Mantralaute werden den beiden Zeigefingern zugeordnet.
Beide Mittelfinger mit den Daumen berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ hrīṃ gūṃ madhyamābhyāṃ namaḥ Verehrung; die Mantralaute werden den beiden Mittelfingern zugeordnet.
Beide Ringfinger mit den Daumen berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ klīṃ gaiṃ anāmikābhyāṃ namaḥ Verehrung; die Mantralaute werden den beiden Ringfingern zugeordnet.
Beide kleinen Finger mit den Daumen berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gauṃ kaniṣṭhikābhyāṃ namaḥ Verehrung; die Mantralaute werden den beiden kleinen Fingern zugeordnet.
Mit jeder Hand über Innenfläche und Rücken der anderen Hand streichen. śrīṃ hrīṃ klīṃ gaṃ gaḥ karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ namaḥ Verehrung; die Mantralaute werden den Handflächen und Handrücken zugeordnet.

Berühre danach die sechs Körperstellen:

Handlung Rezitation Bedeutung
Mit den rechten Fingerspitzen die Herzmitte berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ oṃ gāṃ hṛdayāya namaḥ Weihe dem Herzen mit den genannten Bijas und dem rituellen Abschlusslaut.
Den Scheitel berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ śrīṃ gīṃ śirase svāhā Weihe dem Kopf mit den genannten Bijas und dem rituellen Abschlusslaut.
Den hinteren oberen Kopfbereich berühren, den Ort der Shikha. śrīṃ hrīṃ klīṃ hrīṃ gūṃ śikhāyai vaṣaṭ Weihe der Shikha mit den genannten Bijas und dem rituellen Abschlusslaut.
Die Arme vor der Brust kreuzen und mit den Händen die gegenüberliegenden Oberarme berühren. śrīṃ hrīṃ klīṃ klīṃ gaiṃ kavacāya huṃ Weihe dem Schutzpanzer mit den genannten Bijas und dem rituellen Abschlusslaut.
Rechten Mittelfinger zur Stirnmitte, Zeige- und Ringfinger behutsam neben das rechte und linke Auge bringen. śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gauṃ netratrayāya vauṣaṭ Weihe den drei Augen mit den genannten Bijas und dem rituellen Abschlusslaut.
Mit rechtem Zeige- und Mittelfinger einmal auf die linke Handfläche tippen und einen schützenden Umkreis vergegenwärtigen. śrīṃ hrīṃ klīṃ gaṃ gaḥ astrāya phaṭ Weihe der Schutzwaffe mit den genannten Bijas und dem rituellen Abschlusslaut.

Wiederhole den vollständigen Hauptmantra anschließend dreimal und vergegenwärtige dabei den ganzen Körper als von Mahaganapatis Gegenwart erfüllt. Namaḥ ist Verehrung; svāhā, vaṣaṭ und vauṣaṭ sind Darbringungs- beziehungsweise Bekräftigungsrufe, huṃ und phaṭ Schutz- und Abgrenzungslaute.

5. Mahaganapati vergegenwärtigen und innere Gaben darbringen

Stelle dir Mahaganapati zunächst im Herzlotus vor: rot leuchtend, mit Elefantengesicht und Mondsichel, freudvoll, von Siddhalakshmi an seiner linken Seite umarmt. Seine vielen Hände tragen die im Dhyana genannten Zeichen, darunter Zitrusfrucht, Keule, Zuckerrohrbogen, Dreizack, Muschelhorn, Diskus, Schlinge, Lotus, Reisähre und seinen Stoßzahn; der Rüssel hält das kostbare Gefäß. Shri, Shripati und die weiteren Gottheiten umgeben ihn.

Sprich den Hauptmantra einmal und vergegenwärtige diese Gegenwart im Mittelpunkt des vorgestellten Yantra. Der Tarpana-Abschnitt nennt dafür die Anrufung, gibt aber keine eigene Avahana-Satzformel. Die einmalige Hauptmantra-Rezitation ist hier die ausführbare Umsetzung.

Bringe dann die folgenden Gaben im Geist dar. Mit jeder Rezitation stelle die betreffende Gabe vor Mahaganapati hin. Die ersten vier Gaben und die abschließende Betelgabe werden nach den ausdrücklichen Wiederholungsangaben der Vorlage dreimal gesprochen. Für die Speisegabe nennt diese Vorlage keine dreifache Wiederholung; sie wird hier einmal gesprochen.

Innere Gabe Vollständiger Mantra Übersetzung und Anzahl
Duft als Erdelement śrīṃ hrīṃ klīṃ mahāgaṇapataye laṃ pṛthivyātmakaṃ gandhaṃ kalpayāmi namaḥ Ich bereite Mahaganapati Duft als Erdelement; Verehrung. 3-mal.
eine Blüte als Raumelement śrīṃ hrīṃ klīṃ mahāgaṇapataye haṃ ākāśātmakaṃ puṣpaṃ kalpayāmi namaḥ Ich bereite Mahaganapati eine Blüte als Raumelement; Verehrung. 3-mal.
Räucherwerk als Luftelement śrīṃ hrīṃ klīṃ mahāgaṇapataye yaṃ vāyvātmakaṃ dhūpaṃ kalpayāmi namaḥ Ich bereite Mahaganapati Räucherwerk als Luftelement; Verehrung. 3-mal.
Licht als Feuerelement śrīṃ hrīṃ klīṃ mahāgaṇapataye raṃ vahnyātmakaṃ dīpaṃ kalpayāmi namaḥ Ich bereite Mahaganapati Licht als Feuerelement; Verehrung. 3-mal.
Speise als unsterblichen Nektar śrīṃ hrīṃ klīṃ mahāgaṇapataye vaṃ amṛtātmakaṃ naivedyaṃ kalpayāmi namaḥ Ich bereite Mahaganapati Speise als unsterblichen Nektar; Verehrung. 1-mal.
eine Betelgabe als Ausdruck des Allumfassenden śrīṃ hrīṃ klīṃ mahāgaṇapataye saṃ sarvātmakaṃ tāmbūlaṃ kalpayāmi namaḥ Ich bereite Mahaganapati eine Betelgabe als Ausdruck des Allumfassenden; Verehrung. 3-mal.

Die Betelgabe gehört als Ergänzung zur Speisendarbringung, daher spricht der Text trotz sechs aufgeschriebener Formeln von fünf Upacharas.

6. So wird jede Wassergabe ausgeführt

Nimm mit dem Löffel eine kleine Menge Wasser aus dem geweihten Vorratsgefäß. Sprich die jeweilige Formel vollständig. Gieße bei jeder A- und jeder B-Formel das Wasser bei den Schlussworten mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi in den Mittelpunkt der Auffangschale. Die vier Wiederholungen jeder Formel bedeuten vier getrennte Rezitationen mit vier getrennten Güssen. Eine vollständige Rezitation mit einem Guss zählt als eine Gabe.

Tarpayāmi bedeutet „ich sättige, erfreue“. Gemeint ist die ehrende Wassergabe, keine Aufforderung, das Opferwasser selbst zu trinken. Gieße ruhig; fülle für die nächste Rezitation den Löffel neu.

Die vollständige Hauptformel für die Wassergaben lautet:

oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi

Om. Verehrung beziehungsweise Darbringung an Ganapati, den vorzüglichen Gewährer von Gaben: Bringe alle Menschen unter meinen Einfluss. Svaha. Ich erfreue und sättige Mahaganapati mit dieser Gabe.

7. Die ersten zwölf Gaben

Sprich die eben ausgeschriebene Hauptformel zwölfmal und gieße bei jeder Rezitation einmal Wasser. Nach diesen zwölf Gaben beginnt die folgende Tabelle. Die ersten zwölf werden nicht bei jeder Tabellenzeile wiederholt.

8. Die 28 Mantraglieder: vier plus vier Gaben pro Zeile

Für jede Zeile gilt: Sprich zuerst Formel A viermal, mit jeweils einer Wassergabe. Sprich danach Formel B viermal, ebenfalls mit je einer Gabe. Gehe erst dann zur nächsten Zeile. Jede Zeile ergibt acht Gaben.

Textberichtigung in der folgenden Tabelle: Das 18. Lautglied rvaṃ ersetzt die gestörte digitale Lesung vai nach der am Schluss genannten Parallelfassung.

Die A-Formeln bringen das jeweilige Lautglied dar und schließen mit „Ich erfreue Mahaganapati“. Einzelne aus einem Wort herausgelöste Lautglieder wie ṇaṃ oder rvaṃ sind keine eigenständigen Wörter mit einer deutschen Übersetzung. Formel B hat jeweils die oben gegebene vollständige Bedeutung des Hauptmantras.

Nr. A: vier Gaben B: anschließend vier Gaben Gesamtstand
1 śrīṃ hrīṃ klīṃ oṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 20
2 śrīṃ hrīṃ klīṃ śrīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 28
3 śrīṃ hrīṃ klīṃ hrīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 36
4 śrīṃ hrīṃ klīṃ klīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 44
5 śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 52
6 śrīṃ hrīṃ klīṃ gaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 60
7 śrīṃ hrīṃ klīṃ gaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 68
8 śrīṃ hrīṃ klīṃ ṇaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 76
9 śrīṃ hrīṃ klīṃ paṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 84
10 śrīṃ hrīṃ klīṃ taṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 92
11 śrīṃ hrīṃ klīṃ yeṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 100
12 śrīṃ hrīṃ klīṃ vaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 108
13 śrīṃ hrīṃ klīṃ raṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 116
14 śrīṃ hrīṃ klīṃ vaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 124
15 śrīṃ hrīṃ klīṃ raṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 132
16 śrīṃ hrīṃ klīṃ daṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 140
17 śrīṃ hrīṃ klīṃ saṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 148
18 śrīṃ hrīṃ klīṃ rvaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 156
19 śrīṃ hrīṃ klīṃ jaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 164
20 śrīṃ hrīṃ klīṃ naṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 172
21 śrīṃ hrīṃ klīṃ meṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 180
22 śrīṃ hrīṃ klīṃ vaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 188
23 śrīṃ hrīṃ klīṃ śaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 196
24 śrīṃ hrīṃ klīṃ māṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 204
25 śrīṃ hrīṃ klīṃ naṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 212
26 śrīṃ hrīṃ klīṃ yaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 220
27 śrīṃ hrīṃ klīṃ svāṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 228
28 śrīṃ hrīṃ klīṃ hāṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 236

Nach dieser Tabelle sind 236 Gaben abgeschlossen. Die beiden aufeinanderfolgenden gaṃ in den Zeilen 6 und 7 sind beabsichtigt: Zuerst steht das Ganapati-Bija, anschließend das erste Lautglied des Wortes gaṇapataye.

9. Die 26 Gottheiten: vier plus vier Gaben pro Zeile

Verfahre wieder zeilenweise: vier Gaben mit A, danach vier mit B. Die Namensformeln sind Akkusativformen, wie es der Nityotsava hier ausdrücklich anordnet. Die Schlussformel bleibt auch bei diesen Gottheitsnamen mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi; sie wird nicht eigenmächtig durch den Namen der betreffenden Begleitgottheit ersetzt.

Die Bedeutung von A ist jeweils: „Darbringung mit dem genannten Namen; ich erfreue Mahaganapati.“ Die Namensspalte gibt ihre verständliche Zuordnung an. B ist wieder der vollständige Hauptmantra mit Tarpana-Schluss.

Nr. und Name A: vier Gaben B: anschließend vier Gaben Gesamtstand
1. Shri, Glück und Fülle śrīṃ hrīṃ klīṃ śriyaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 244
2. Shripati, der Herr Shris śrīṃ hrīṃ klīṃ śrīpatiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 252
3. Girija, die Tochter des Berges śrīṃ hrīṃ klīṃ girijāṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 260
4. Girijapati, der Gemahl Girijas śrīṃ hrīṃ klīṃ girijāpatiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 268
5. Rati, Liebesfreude śrīṃ hrīṃ klīṃ ratiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 276
6. Ratipati, der Herr Ratis śrīṃ hrīṃ klīṃ ratipatiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 284
7. Mahi, die Erde śrīṃ hrīṃ klīṃ mahīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 292
8. Mahipati, der Herr der Erde śrīṃ hrīṃ klīṃ mahīpatiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 300
9. Mahalakshmi, die große Lakshmi śrīṃ hrīṃ klīṃ mahālakṣmīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 308
10. Mahaganapati śrīṃ hrīṃ klīṃ mahāgaṇapatiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 316
11. Riddhi, Gedeihen śrīṃ hrīṃ klīṃ ṛddhiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 324
12. Amoda, Freude śrīṃ hrīṃ klīṃ āmodaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 332
13. Samriddhi, Fülle śrīṃ hrīṃ klīṃ samṛddhiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 340
14. Pramoda, große Freude śrīṃ hrīṃ klīṃ pramodaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 348
15. Kanti, Glanz śrīṃ hrīṃ klīṃ kāntiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 356
16. Sumukha, der mit dem schönen Gesicht śrīṃ hrīṃ klīṃ sumukhaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 364
17. Madanavati, die von Liebeskraft Erfüllte śrīṃ hrīṃ klīṃ madanāvatīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 372
18. Durmukha, der mit dem furchterregenden Gesicht śrīṃ hrīṃ klīṃ durmukhaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 380
19. Madadrava, die von Wonne Fließende śrīṃ hrīṃ klīṃ madadravāṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 388
20. Avighna, der Hindernisfreie śrīṃ hrīṃ klīṃ avighnaṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 396
21. Dravini, die zum Fließen Bringende śrīṃ hrīṃ klīṃ drāviṇīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 404
22. Vighnakartar, der Hindernisse Schaffende śrīṃ hrīṃ klīṃ vighnakartāraṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 412
23. Vasudhara, Strom des Reichtums śrīṃ hrīṃ klīṃ vasudhārāṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 420
24. Shankhanidhi, Muschelschatz śrīṃ hrīṃ klīṃ śaṅkhanidhiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 428
25. Vasumati, die Reichtum Tragende śrīṃ hrīṃ klīṃ vasumatīṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 436
26. Padmanidhi, Lotusschatz śrīṃ hrīṃ klīṃ padmanidhiṃ svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā mahāgaṇapatiṃ tarpayāmi 444

Damit sind alle 444 Wassergaben beendet:

12 + (28 × 4) + (28 × 4) + (26 × 4) + (26 × 4) = 444.

Zähle keine zusätzliche Gabe für die bloße Nennung einer Tabellenüberschrift. Die anfängliche Wasserweihe und die inneren Upacharas gehören ebenfalls nicht zu diesen 444 Gaben.

10. Abschließende innere Verehrung

Lege den Löffel ab. Wiederhole die inneren Gaben aus Schritt 5 mit denselben dort vollständig ausgeschriebenen Mantras. Der Text verlangt nach dem Tarpana erneut die Verehrung in der zuvor beschriebenen Weise.

Vergegenwärtige dann, wie die Begleitgottheiten im Licht Mahaganapatis aufgehen. Nimm die im Yantra verehrte Gegenwart in dein eigenes Herz zurück. Sprich dabei einmal den Hauptmantra. Das Tantra schreibt dieses Zurücknehmen in das eigene Selbst vor, nennt aber keinen gesonderten Entlassungssatz; die einmalige Hauptmantra-Rezitation ist hier die praktische Ausführung.

Verneige dich und bleibe einen Moment still. Das Tarpana ist abgeschlossen. Reinige anschließend die Gefäße. Das saubere, zusatzfreie Opferwasser kann achtsam an geeigneter Stelle zur Erde gegeben werden; die Schriftstelle bestimmt für die häusliche Auffangschale keine besondere Entsorgungsformel.

Verwandte Anleitungen

Quellen und Lesefassung

Hauptquelle: Nityotsava, zweiter Ullasa, Taruṇollāsa – Gaṇapatikrama, die Abschnitte caturāvṛttitarpaṇasaṃkalpādi, caturāvṛttitarpaṇam, ṣaḍaṅganyāsaḥ, dhyānam und die Rishi-Angaben im Abschnitt tarpaṇajapastotrāṇi. Die Vorlage ist hier vorwiegend Prosa; deshalb werden die Originalüberschriften als Fundstellen verwendet und keine Versnummern erfunden. Zum Werk siehe Nityotsava. Verwendet wurde der Sanskritanhang der Ritualausgabe zum zweiten Ullasa; zum Abgleich dient die vollständige Devanagari-Digitalisierung des Nityotsava.

Für zwei gestörte digitale Lesungen wurde die parallele Rezitationsfassung des Mahaganapati-Caturavritti-Tarpana bei Stotra Nidhi herangezogen: die Wasserweihe hvāṃ hvīṃ hvūṃ hvaiṃ hvauṃ hvaḥ und das 18. Mantraglied rvaṃ. Die verwendete Nityotsava-Digitalisierung liest an diesen beiden Stellen hrāṃ hrāṃ hvūṃ haiṃ hrauṃ hraḥ beziehungsweise vai. Die kurze Atemsammlung wird aus dem dritten Ullasa, Abschnitt prāṇasaṃyamanam, auf den Ganapati-Hauptmantra bezogen. Diese Übernahmen sind eine offengelegte Lesefassung, keine Behauptung, dass ein kritischer Handschriftenvergleich stattgefunden habe.

Die Vorlage kürzt śrīṃ hrīṃ klīṃ mit „3“ ab; diese Abkürzung ist hier überall aufgelöst. Das zusätzliche Anfangs-Om der A-Formeln in manchen modernen Parallelfassungen wurde nicht in die Nityotsava-Folge übernommen. Die Rishi-Zuordnungen folgen ebenfalls dem Nityotsava und nicht der abweichenden Parallelfassung. Eindeutige Schreibfehler wie baravarada wurden zu varavarada berichtigt; bei mahālakṣmīṃ ist der vom Grundtext verlangte Akkusativ ausgeschrieben. Die getrennte Hand- und Körpernyasa-Fassung wird durch die genannte Parallelüberlieferung bestätigt.

Die Ankusha-Handstellung ist ergänzend dem Brihat Tantrasara, Mudra-Abschnitt Gaṇeśamudrā, lokal Vers 3 (ṛjvīṃ ca madhyamāṃ kṛtvā), entnommen. Der Nityotsava benennt an dieser Stelle die Geste, beschreibt ihre Fingerstellung aber nicht. Die Gefäßanordnung, das Löffelgießen und die Zähltabellen erläutern die häusliche Ausführung. Es handelt sich um eine vollständige Anleitung für diesen abgegrenzten Tarpana-Vollzug, nicht um die gesamte Ganapati-Nityapuja des Werkes.

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