Oscar Adolf Hermann Schmitz

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Oscar Adolf Hermann Schmitz (auch: Oscar A. H. Schmitz; * 16. April 1873 in Bad Homburg vor der Höhe, Hessen; † 17. Dezember 1931 in Frankfurt am Main) war ein gefragter deutscher Gesellschaftsschriftsteller und Mitglied der Münchner Bohème. In seinerzeit recht populären Schriften beschrieb, analysierte, parodierte und reflektierte er den Oberschicht-Zeitgeist des wilhelminischen Deutschland und dessen Krise nach dem Ersten Weltkrieg. Dazu tritt ein umfassendes Opus an Reise- und Ratgeberliteratur, sowie zahlreiche Schriften, in denen er für Astrologie und Psychoanalyse warb.

Oscar Adolf Hermann Schmitz

Leben von Oscar Adolf Hermann Schmitz

Oscar A. H. Schmitz war der Sohn eines Eisenbahndirektors. Er studierte seit 1892 Jura, Ökonomie und Geisteswissenschaften, brach das Studium aber vor Ende der Dissertation ab.

Schmitz verkehrte in München mit dem Kreis um Stefan George und den Kosmikern Ludwig Klages und Schuler. Auch mit Franziska zu Reventlow war er bekannt. In München wurde er ein enthusiastischer Teilnehmer des Treibens der Schwabinger Bohème.

In späteren Jahren befasste er sich intensiv mit Themen aus Politik und Gesellschaft, insbesondere mit dem Werk von Carl Gustav Jung, Alfred Adler sowie mit Astrologie.

Oscar Adolf Hermann Schmitz hing auch der Schule der Weisheit von Hermann Graf Keyserling an und kam so in Kontakt mit vielen Yoga Übenden und an östlicher Philosophie Interessierten, unter anderem auch mit Hermann Hesse.

Oscar Adolf Hermann Schmitz und Astologie

Schmitz ist vielen als Literat bekannt, weniger jedoch für sein 1922 verfasstes astrologisches Werk Der Geist der Astrologie, das Maßstäbe für eine moderne Psychologische Astrologie am Anfang des 20. Jahrhundert setzen sollte.

Schmitz: "Dies ist der erste Versuch, die Psycho-Astrologie systematisch in ihrem ganzen Farbenreichtum so zusammenzustellen, dass ihr Sinn durchscheint.(..)Darum rühmt sich diese Arbeit trotz ihrer Einmaligkeit keineswegs der Originalität, sondern nur ihrer Wahrhaftigkeit. Sie stützt sich auf die Erfahrungen von Jahrtausenden. Das relativ tiefgründigste, was die moderne Astrologie bisher über Astro-Psychologie hervorgebracht hat, findet sich bei F. Ch. Barlet, Les Génies planétaries."

"Gleich nach der Lektüre von Der Geist der Astrologie schrieb ein begeisterter Hermann Hesse aus Montagnol, dass er bisher einige Schwierigkeiten mit den Büchern von Schmitz gehabt habe, nun aber von großer Freude erfüllt sei, das Buch habe den etwas enttäuschenden Eindruck früherer Schriften mehr als aufgewogen."

Oscar Adolf Hermann Schmitz und Yoga

1923 schrieb Oscar Adolf Hermann Schmitz ein Buch mit dem Titel "Psychoanalyse und Yoga, das vermutlich erste Buch, das Yoga in Verhältnis zur Psychoanalyse brachte. Darmstadt, Otto Reichl Verlag, 1923. 8°. 191 S. Über: Das Verhältnis von Psychoanalyse zu Yoga. Die Meisterung des Unbwewussten. Der neue Mensch im Werden.

Werke von Oscar Adolf Hermann Schmitz

O.A.H. Schmitz schrieb sehr viele Bücher. Hier nur die Astro- und psychologische: Schriften:

  • Herr von Pepinster und sein Popanz, Geschichten vom Doppelleben. Georg Müller München 1915. Schmitz über dieses Buch: "Der Schauplatz der Geschichte ist der geheimnisvolle Berg Montsalvat in Katalanien, den ich im Frühjahr von Barcelona aus besucht hatte. Dort trifft der Held mit einer sehr sonderbaren Gesellschaft von sieben typischen Personen zusammen, von denen jede ihn an etwa ein halbes Dutzend früherer Bekannter und Freunde erinnert. Schließlich kommt er bei der unfreiwlligen Belauschung eines nächtlichen Gesprachs dahinter, dass diese Personen sieben griechische Götter sind, dieselben die ich ... als die astrologischen Urprinzipien kannte. Dem Amerikaner habe ich in Lord Jove [13] ein Denkmal gesetzt. Die Geschichte endigt damit, dass der Held, der in hoffnungsloser innerer Zerrissenheit in das Kloster Montsalvat geflohen war, von Merkur die Erklärung erhält, dass sein Zustand den kreuz- und Quereinflüssen jener Götter zuzuschreiben ist."
  • Das Dionysische Geheimnis - Erlebnisse und Erkenntnisse eines Fahnenflüchtigen. Georg Müller München 1921. In dieser Geschichte setzt sich der Held auch eingehend mit Astrologie auseinander, v. a. auch mit Mars. Schmitz erwähnt dieses Buch selbst im "Geist der Astrologie", 1922, S. 35
  • Der Geist der Astrologie. München, Georg Mueller Verlag 1922; Neuausgabe Hrsg. von Wilhelm Moufang: Lebensweiser-Verlag 1953
  • Psychoanalyse und Yoga. Verlag Darmstadt. Reichl., 1923
  • Die Weltanschauung der Halbgebildeten. München,Georg Mueller Verlag, 1914
  • Haschisch, München und Leipzig: Georg Müller Verlag 1913 (Mit Alfred Kubin)

Quellen