Balakrishna Japa mit dem Govallabha Mantra
Balakrishna Japa mit dem Govallabha Mantra wendet sich an Krishna als spielendes Kind Yashodas. Die Schönheit des göttlichen Kindes öffnet eine einfache Form der Bhakti, in der Vertrauen, Freude und liebevolle Gegenwart im Mittelpunkt stehen.

Umfang: Innere Mantra-Sitzung mit ausgeschriebenem Dhyana, 108 Mantra-Wiederholungen und Abschlussgebet.
Anlass, Voraussetzungen und Material
Für Praktizierende, die in diesen Mantra unterwiesen sind. Die persönliche Diksha und die Anleitung des Guru bleiben maßgeblich. Benötigt werden ein sauberer Sitz, eine Mala oder andere Zählhilfe und etwa 15 bis 25 Minuten. Ein Bild der verehrten Gottheit kann die Sammlung unterstützen.
Die Krishna Puja und Govardhan Puja entfalten weitere Seiten der Krishna-Bhakti. Die Rama Puja beschreibt eine verwandte Form persönlicher Gottesverehrung. Der hier beschriebene Ablauf ist in sich vollständig ausgeschrieben.
1. Vorbereitung und Absicht
Wasche die Hände und setze dich aufrecht und bequem. Vergegenwärtige Balakrishna mit einer freudigen, fürsorglichen Haltung und widme die Sitzung der Hingabe und geistigen Sammlung. Äußere Spielgaben oder Speisungen sind in dieser inneren Sitzung nicht erforderlich.
2. Die göttliche Gestalt betrachten
Lies oder rezitiere den folgenden Dhyana-Vers einmal. Vergegenwärtige danach die beschriebene Gestalt still.
hariṃ pañcavarṣaṃ vraje dhāvamānaṃ |
svasaundaryasammohitaṃ svargayoṣam |
yaśodāsutaṃ strīgaṇair dṛṣṭakeliṃ |
bhaje bhūṣitaṃ bhūṣaṇair nūpurādyaiḥ ||
Ich verehre Hari als fünfjähriges Kind, das in Vraja umherläuft: den Sohn Yashodas, geschmückt mit Fußglöckchen und anderem Schmuck. Frauen schauen seinem Spiel zu; seine Schönheit bezaubert sogar die himmlischen Frauen.
Stelle dir nacheinander angenehmen Duft, eine Blüte, duftenden Rauch, ein ruhiges Licht und eine Schale vegetarischer Speise vor. Biete jede Gabe im Geist dar. Diese stille Fünferfolge ist die redaktionelle Ausgestaltung der inneren Verehrung; dabei wird keine zusätzliche Formel gesprochen.
3. Die Mantra-Rezitation
Rezitiere die folgende vollständige Formel 108-mal leise oder im Geist:
klīṃ govallabhāya svāhā
Klim. Dem Govallabha, dem Geliebten der Kühe beziehungsweise dem in der Hirtenwelt Geliebten, sei diese Gabe dargebracht.
Eine ganze Formel zählt als eine Wiederholung. Bewege danach eine Zählperle der Mala weiter; die Meru-Perle zählt nicht mit. Bleibe bei natürlichem Atem. Die Zahl 108 begrenzt diese Sitzung und ist kein Ersatz für die größere Purashcharana der Quelle.
4. Die Rezitation darbringen und abschließen
Vergegenwärtige die Frucht deiner Rezitation als Gabe in der rechten Hand des Gottes. Sprich:
guhyātiguhyagoptā tvaṃ gṛhāṇāsmatkṛtaṃ japam |
siddhir bhavatu me deva tvatprasādāt tvayi sthitiḥ ||
Du bist der Hüter des Geheimsten. Nimm unsere Rezitation an. Durch deine Gnade möge mir Vollendung zuteilwerden: das Ruhen in dir.
Lege die Hände vor dem Herzen zusammen, neige den Kopf und verweile still. Lass die bildhafte Betrachtung im Herzen zur Ruhe kommen. Die Sitzung ist beendet.
Vertiefung
Yoga-Vidya-Vortrag über Japa und die Begegnung mit Heiligen; eine Vertiefung der Bhakti-Haltung. Der Beitrag ergänzt die Anleitung; der konkrete Ritualablauf steht oben.
Siehe auch
Seminare
Hinduistische Rituale
- 08.11.2026 - 08.11.2026 Diwali - das Fest des Lichts
Diwali ist eines der wichtigsten Feste in Indien. Diwali ist das Lichterfest zur Öffnung des Herzens und der Entfaltung allumfassender Liebe. 20:00 Uhr…- Sukadev Bretz
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Bhakti Yoga
- 06.11.2026 - 08.11.2026 Harmonium Lernseminar
Lerne, Harmonium zu spielen! Wenn vorhanden, bitte eigenes Harmonium mitbringen. Keine Vorkenntnisse nötig.- Alisa Yakhontova
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Quellen und redaktionelle Hinweise
Mantramahodadhi von Mahīdhara, Sanskrit-IAST-Projektfassung mit gesonderten Erläuterungen aus der Naukā. 14.99–103: achtsilbiger Govallabha-Mantra und Dhyana des spielenden fünfjährigen Krishna. Die grammatisch gedrängte zweite Dhyana-Zeile wird entsprechend der Naukā gedeutet. Diese Anleitung wählt Dhyana und Japa; der in 14.99 genannte Fünfglied-Nyasa und die große äußere Verehrung sind nicht Bestandteil der gewählten Andacht.
Die begrenzte Sitzung mit 108 Wiederholungen ist eine redaktionelle Praxisform. Ihr allgemeiner Rahmen folgt Mantramahodadhi 21.166–170, besonders 21.169; die Japa-Darbringung folgt 22.151–152. Sie ersetzt nicht die größere, im Gottheitenabschnitt beschriebene Purashcharana. Die hier ausgewählten Schritte sind vollständig ausgeschrieben; die äußeren Avarana-Pujas gehören nicht zu dieser inneren Sitzung.