Markandeya Purana

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Das Markandeya Purana (Sanskrit: मार्कण्डेय पुराण) ist das interessanteste und älteste Purana, geschrieben als ein Dialog zwischen den Weisen Markandeya und Jaimini, einem Schüler Vyasas. Es beginnt mit einer Frage Jaminis an Markandeya. Dieses Purana ist neutral verfasst, es unterscheidet nicht zwischen Vishnu und Shiva. Das Padma Purana klassifiziert das Markandeya Purana als Rajas Purana (Purana der Unklarheit und Leidenschaft).

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Das Purana gibt eine Unterhaltung zwischen Markandeya und Jaimini wieder. Jaimini befragt Markandeya zu Fragen, die im Mahabharata unbeantwortet gebliebenen sind. Die erste Frage lautete: Wie konnte Draupadi, die Frau von fünf Pandavas werden? Die letzte Frage lautete: Warum starben ihre Kinder in jungen Jahren?

Markandeya beantwortet diese Fragen nicht selbst, sondern verweist Jaimini an vier weise Vögel. Diese vier Vögel waren Brahmanen, die aufgrund eines Fluches als Vögel wiedergeboren wurden. Sie erzählen Jaimini mehrere Legenden, um seine Fragen zu beantworten. Die letzte Frage beantworteten sie wie folgt: Fünf Götter verärgerten einst den Weisen Vishvamitra und wurden von ihm verflucht, als Menschen wiedergeboren zu werden. Er relativierte den Fluch dahingehend, dass sie nicht allzu lange Mensch sein mussten, also jung sterben durften. Diese fünf Götter waren die Söhne von Draupadi.

Durga auf dem Tiger mit ihren Waffen

Nach der Beantwortung der vier Fragen beginnt ein neues Kapitel, das die Unterhaltung eines Vaters mit seinem Sohn wiedergibt. Danach beginnt die Geschichte von Anasuya, die wie eine Persiflage der Savitri Legende wirkt. Anasuya ist die tugendhafte Frau eines verwahrlosten Brahmanen. Nach der Tradition ist der Mann wie Gott zu ehren, was Anasuya mit Hingabe tut. Eines Tages möchte der Brahmane eine Kurtisane besuchen. Anasuya trägt ihn auf ihrem Rücken hin. Dabei berührt er aus Versehen mit seinem Fuß einen Heiligen, der ihn zum Tod vor Sonnenaufgang verflucht. Anasuya bittet die Sonne, nie mehr aufzugehen. Aufgrund ihrer beispielhaften Hingabe, erfüllt die Sonne diesen Wunsch. Da die Götter nun keine Opfergaben mehr erhielten, arrangierten sie, dass der Brahmane am Leben bleiben durfte.

Ein Werk, das später dem Purana beigefügt wurde ist das "Devimahatmya", eine Verherrlichung der Göttin Durga. In den Tempeln der Göttin wird das Devimahatmya täglich, besonders feierlich während der Durga Puja gelesen.

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