Neidhaftigkeit

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Neidhaftigkeit - praktische Lebenshilfe zu einem schwierigen Thema. Neidhaftigkeit schreibt man anderen Menschen zu, die andere beneiden. Kaum jemand würde sich selbst als neidhaftig bezeichnen. Neid ist eine Manifestation des Gerechtigkeitssinns, der allen Menschen und sogar vielen Tieren eigen ist: Wenn jemand mehr hat als andere, dann entsteht eine Art Unwille.

Vertrauen ist ein Gegenpol zu Neidhaftigkeit

Wenn man denkt, dass jemand anderes etwas hat, was man selbst eigentlich auch haben sollte, dann nennt man das Gefühl dazu Neid. Wer regelmäßig Neid empfindet bzw. sich selbst dadurch definiert, was er alles nicht hat, dem schreibt man Neidhaftigkeit zu. Statt zu überlegen, was andere haben, sollte man lieber überlegen, was man wirklich braucht.

Und noch besser als sich nur um sich selbst zu kümmern und sich neidhaft dadurch zu definieren, was man nicht hat, ist es, anderen zu helfen und zu dienen. Am besten ist, man entfaltet seine eigenen Fähigkeiten und Talente, man bemüht sich Gutes zu tun - damit kommt man besser voran als mit jeder Art von Neidhaftigkeit. Schon die eigene Würde gebietet es, nicht Neidhaftigkeit als Hauptpersönlichkeitsmerkmal zu haben.

Umgang mit Neidhaftigkeit anderer

Ursachen von Neidhaftigkeit

Vielleicht sind in deiner Umgebung Menschen die Neidhaft sind. Sie neiden dir deinen Erfolg, sie neiden was du bewirkt hast, sie beneiden das was dir in diesem Leben geschenkt wurde. Sie beneiden auch vielleicht noch andere und es gibt Menschen die so in ihrer Neidhaftigkeit verankert sind, dass sie selbst wenig tun, weil sie ja denken die anderen haben ja alles.

Wie gehst du damit um? Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit wäre selbst damit gelassen umzugehen. Menschen mögen Neidhaft sein, es muss dich nicht weiter stören. Man sagt auch manchmal Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten. Wenn dich also andere beneiden, ist dies auch eine Auszeichnung wie ein Adelstitel. Das zweite ist, du kannst auch Menschen zuhören, manchmal hilft es Menschen zu zuhören, ihre Anliegen ernst zu nehmen. Und dann stellst du fest die sind gar nicht Neidhaft, sondern eigentlich haben sie Anliegen, eigentlich haben sie wichtiges beizutragen.

Dir erschien es Neidhaft zu sein, aber eigentlich wollten sie selbst mehr beitragen und dachten sie könnten noch mehr bewirken. Ihnen zu zuhören und dann zu schauen wie man das was die anderen als Anliegen haben berücksichtigt, das kann die richtige Vorgehensweise sein. Eine dritte Möglichkeit wäre dem Menschen tatsächlich auch zu ermutigen, selbst etwas zu tun. Vielleicht ihm oder ihr etwas abzugeben, vielleicht stellst du fest sie haben einen Grund Neidhaft zu sein.

Ich habe tatsächlich zu viel vom Kuchen abbekommen, tatsächlich ist es nicht gerecht was ich habe. Und du kannst schauen, ob du dem anderen einiges abgeben kannst. Und du kannst dich auch für mehr Gerechtigkeit in der Welt einsetzen. Neidhaftigkeit hat ja auch eine positive Seite. Nämlich Neid bedeutet das Menschen ein Gerechtigkeitsgefühl haben. Das Gerechtigkeitsgefühl kann in eine falsche Richtung gehen aber der Ursprung von Neid ist eigentlich ein guter Zusammenhalt der Gesellschaft. In diesem Sinne kannst du dich bemühen für eine gerechtere Gesellschaft einzustehen.

Neidhaftigkeit als Anlass selbst was zu erreichen

Du kannst selbst etwas abgeben oder du kannst dich einsetzen, dass die Mittel gerechter verteilt werden. Das vielleicht auch die Anerkennung und das Lob gerechter verteilt wird und die Beachtung gerechter verteilt wird. Manchmal hilft es auch sich bewusst zu machen, dass man gemeinsame Anliegen hat. Anstatt sich im neidhaften Kleinkram zu zerstreiten, wäre es klüger zu schauen was unsere gemeinsamen Anliegen sind. Was wollen wir gemeinsam bewirken? Wenn man das weiß, dann engagiert man sich.

Und wenn man sich engagiert dann kommt mehr Energie in aktives, positives tun und dann wird mehr erreicht. Anstatt neidisch zu sein auf das was erreicht worden ist von anderen, kann es hilfreich sein selbst etwas zu erreichen. Und dann braucht man sich nicht mehr ärgern dass jemand anderes mehr hat, sondern man kann sich darüber freuen was man alles gemeinsam erreicht hat und wie man es gemeinsam genießen kann.

Neidhaftigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Neidhaftigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Neidhaftigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Neidhaftigkeit sind zum Beispiel Unwille, Beneidung, Neid, .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Antonyme Neidhaftigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Neidhaftigkeit sind zum Beispiel Bewunderung, Achtung, Respekt, Wertschätzung, Neidlosigkeit, Anbetung, Fanatismus . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Neidhaftigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Neidhaftigkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Neidhaftigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Neidhaftigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Neidhaftigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv neidhaftig, das Verb neiden, sowie das Substantiv Neider.

Wer Neidhaftigkeit hat, der ist neidhaftig beziehungsweise ein Neider.

Siehe auch

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