Sakshatkaracitra

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sakshatkaracitra

sakshatkaracitra (Sanskrit: sākshātkāracitra n.) = das unmittelbar offenbarte Bild

Der zusammengesetzte Ausdruck sakshatkaracitra setzt sich aus drei Elementen zusammen: sakshat, kara und citra.

  • Sakshat bedeutet wörtlich „unmittelbar“, „direkt wahrgenommen“ oder „gegenwärtig offenbar“.
  • Kara ist ein Verb und bedeutet „machend“, „verwirklichend“ oder „bewirkend“; im philosophischen oder religiösen Gebrauch kann kara auch eine Handlung bezeichnen, die eine Offenbarung oder Erfahrung herbeiführt.
  • Citra heißt „Bild“, „Abbild“, „gemustert“ oder im übertragenen Sinn auch „wunderbar“, „vielfältig“; in literarischen Kontexten kann citra auf etwas Auffälliges, Kunstvolles oder eindrucksvoll Geschildertes hinweisen.

Zusammengefügt beschreibt sakshatkaracitra demnach etwas wie „das unmittelbar offenbarte Bild“ oder „das direkt erfahrene, wunderbare Abbild“. Je nach Kontext lässt sich die Nuance variieren: In einem spirituellen oder religiösen Umfeld könnte sakshatkaracitra eine Erscheinung oder Vision bezeichnen, die unmittelbar und ohne Vermittlung erlebt wird — etwa die direkte Schau des Göttlichen, eine spontan erscheinende Gottheit oder ein unmittelbar erfahrbares, leuchtendes Bild innerer Erkenntnis. In ästhetischen oder literarischen Kontexten könnte der Ausdruck ein eindrucksvoll gestaltetes, scheinbar lebendiges Bild meinen, das beim Betrachter sofortige, unmittelbare Wirkung entfaltet.

Die Betonung liegt auf Unmittelbarkeit und Bildhaftigkeit: sakshatkaracitra verweist auf ein Ereignis oder Objekt, das sich ohne Umwege offenbart und dabei den Charakter eines auffälligen, oft wunderbaren Bildes trägt. In philosophischen Texten könnte der Begriff auch verwendet werden, um die direkte Manifestation einer Wahrheit oder einer inneren Einsicht zu beschreiben — also nicht nur ein Sinnesbild, sondern ein erleuchtendes Schauen, das in seiner Erscheinung zugleich kunstvoll oder bemerkenswert ist.

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