Ramayatiti ramah

Aus Yogawiki
Ramayatiti ramah

Ramayatiti ramah (Sanskrit: ramayatitī rāmah wörtl.) = Er, der erfreut, ist Rama.

Der Ausdruck "Ramayatiti ramah" ist eine poetische Wendung aus dem Sanskrit, die tief in der Hingabe (Bhakti) und der spirituellen Philosophie Indiens verwurzelt ist. Wörtlich lässt es sich als "Dort, wo Freude (rama) wohnt, ist Rama" übersetzen – doch die Bedeutung geht weit darüber hinaus.

Rama steht hier nicht nur für den göttlichen König aus dem Ramayana, sondern symbolisiert das höchste Bewusstsein, die Quelle aller Freude (Ananda). Ramayatiti verweist auf den Ort oder Zustand, in dem diese Freude natürlich fließt – sei es im Herzen eines Gläubigen, in der Stille der Meditation oder in der Harmonie des Universums.

Im Yoga und Vedanta wird oft betont, dass wahre Freude (sukha) nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern aus der Verbindung mit dem Göttlichen erwächst. Ein passendes Zitat aus der Bhagavad Gita (6.22) lautet: „Wer diese unerschütterliche Freude findet, die jenseits der Sinne liegt – er verlässt sie nie, denn er hat das Höchste erkannt.“

Beispiel aus der Praxis

Wenn du in der Meditation oder beim Chanten (z. B. "Ram Nam") plötzlich eine tiefe Zufriedenheit spürst – ohne Grund, einfach da –, dann berührst du genau diesen Zustand. Die Tantra-Tradition nennt es "Rama Swarupa", die innere Gestalt der Freude.

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