Karmabhumi

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Karmabhumi im Altenheim

Karmabhumi (Sanskrit: karmabhūmi f.) = Ort, an dem die Aufgaben erfüllt werden, das Vaterland

Karmabhumi ist ein zusammengesetzter Sanskrit-Begriff, der aus karma und bhumi besteht und ein dichtes Bedeutungsfeld zwischen Handlung, Pflicht und Ort eröffnet.

  • Karma steht im klassischen indischen Denken für Handlung, Tat, die ethische oder rituelle Wirkung von Tun und die karmischen Konsequenzen, die sich aus Absicht und Handlung ergeben; es bezieht sich sowohl auf konkrete Handlungen als auch auf das universelle Prinzip von Ursache und Wirkung.
  • Bhumi bedeutet Erde, Boden oder Land, kann aber auch metaphorisch für Gebiet, Bereich, Lebensraum oder Zuständigkeitsbereich stehen.

In der Verbindung Karmabhumi bezeichnet der Ausdruck primär den Ort oder Bereich, an dem jemand seine Handlungen vollzieht und damit seine Pflicht, Verantwortung oder Lebensaufgabe erfüllt. Es ist also nicht nur ein geografischer Ort, sondern ein feldmäßiges Konzept: das Handlungsfeld einer Person, in dem karmische Verpflichtungen wirksam werden. In hinduistischen, buddhistischen und politischen Kontexten wurde Karmabhumi unterschiedlich verwendet. Religiös-philosophisch kann es die weltliche Bühne meinen, auf der ein Mensch seine Pflichten gemäß seiner sozialen Rolle, seines Dharma oder spirituellen Weges zu erfüllen hat. In patriotisch-politischem Sprachgebrauch taucht Karmabhumi als Bezeichnung für das Vaterland oder die Heimat auf, als Ort, an dem man durch aktives Handeln seine Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft oder Nation wahrnimmt.

Der Begriff trägt daher sowohl eine ethisch-praktische Ladung — die Aufforderung, am eigenen Platz tatkräftig und pflichtbewusst zu handeln — als auch eine territorial-symbolische Dimension.

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