Dharmabodha
Dharmabodha (Sanskrit: dharmabodha m.) = das Lehren von dharma, der rechten Lebensführung.
Dharmabodha ist ein zusammengesetztes Sanskritwort aus den Teilen „dharma“ und „bodha“.
- „Dharma“ bezeichnet in indischen Denktraditionen ein sehr vielschichtiges Konzept: es umfasst Pflichten, ethische und soziale Normen, die rechte Lebensordnung, das sittliche Verhalten, aber auch das jeweils angemessene Tun im kosmischen oder religiösen Sinn.
- „Bodha“ heißt Wissen, Erkenntnis, Bewusstwerdung oder Einsicht.
Demnach bedeutet Dharmabodha demnach wörtlich etwa „Erkenntnis des Dharma“ oder „Bewusstsein für die rechte Ordnung“. Der Begriff verweist auf das Verstehen und Einsichtgewinnen in die Prinzipien, Pflichten und Werte, die das richtige Handeln und Leben leiten — nicht nur als theoretisches Wissen, sondern als innerliche Einsicht, die Verhalten und Haltung formt.
In praxisnaher Bedeutung kann Dharmabodha sowohl die intellektuelle Lehre über Moral und religiöse Vorschriften als auch die persönliche moralische Reifung bezeichnen: also das Begreifen, warum bestimmte Pflichten bestehen, wie sie in konkreten Lebenssituationen anzuwenden sind und welche innere Einstellung dazu gehört. In religiösen und philosophischen Texten wird Dharmabodha oft als Ziel von Unterweisung und spiritueller Praxis beschrieben, weil echtes ethisches Handeln nach diesen Traditionen nicht nur aus äußerer Befolgung, sondern aus innerer Klarheit und Überzeugung entspringen soll.