Trikasadbhava: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „'''Trikasadbhava''' (Sanskrit: त्रिकसद्भाव, IAST: ''Trikasadbhāva'') ist eine tantrische Schrift, deren überlieferter Mandala-Abschnitt Zeichenkunst, Hingabe und spirituelle Erkenntnis miteinander verbindet. Aus drei ineinandergefügten Dreizacken entsteht ein heiliger Raum. Seine Linien, Farben und Göttinnen vergegenwärtigen die Kräfte, die das Leben tragen. Datei:Shiva.jpg|thumb|Shiva: eine Darstellung aus der śivaitischen…“ |
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Version vom 13. September 2026, 20:12 Uhr
Trikasadbhava (Sanskrit: त्रिकसद्भाव, IAST: Trikasadbhāva) ist eine tantrische Schrift, deren überlieferter Mandala-Abschnitt Zeichenkunst, Hingabe und spirituelle Erkenntnis miteinander verbindet. Aus drei ineinandergefügten Dreizacken entsteht ein heiliger Raum. Seine Linien, Farben und Göttinnen vergegenwärtigen die Kräfte, die das Leben tragen.

Diese Teilausgabe enthält den im Tantraloka bewahrten, dem Trikasadbhava zugeschriebenen Abschnitt 31.10cd–52: 42 ganze Strophen und einen Halbvers, jeweils mit Sanskrit und deutscher Übersetzung. Die Verszahlen gehören zum Tantraloka. Eine selbstständige Originalfassung wurde nicht erschlossen; die ursprüngliche Gliederung und der Gesamtumfang des Trikasadbhava bleiben unbekannt.
Für das Studium ist besonders die Verbindung von äußerer Form und göttlicher Gegenwart reizvoll: Die Göttin erscheint als Trägerin des Lebenshauches, als Kundalini und als Kraft, in der die ganze Welt gründet.
Name und Überlieferung
Trikasadbhāva lässt sich als „Wesen“ oder „Wirklichkeit des Trika“ verstehen. Der Trika ist eine śivaitische tantrische Überlieferung. Der gelegentliche Zusatz Tantra bezeichnet die Gattung; ob er zum ursprünglichen Titel gehörte, ist nicht gesichert.
Das Werk war spätestens zur Zeit Abhinavaguptas, um 1000, bekannt. Jayaratha, der spätere Kommentator des Tantraloka, nennt es als Quelle der Mandala-Darstellung. Entstehungszeit und Verfasser lassen sich aus diesem Befund nicht genauer bestimmen.
Trikasadbhava, Tantrasadbhava, Kramasadbhava und Kularatnamala werden hier als verschiedene Werkbezeichnungen behandelt. Eine abweichende Gleichsetzung in der Forschung wird in den Anmerkungen erläutert.
Ein Raum aus Linien, Farben und göttlichen Kräften

Der erhaltene Abschnitt beginnt mit einer geometrischen Anweisung. Ein Feld wird eingeteilt; Bögen, Spitzen und Verbindungen werden eingezeichnet. Drei Dreizacke verbinden sich zu einer Gestalt mit sieben Spitzen. An diesen Stellen können Lotosse, Räder oder Leerräume liegen. Aus unterschiedlichen Linienführungen und Anordnungen entsteht schließlich eine unbegrenzte Vielfalt von Mandalas.
In der Mitte befindet sich der Sitz der Herrin des Kula, Kuleśvarī. Er kann als Leerraum, Punkt, Lotos, sechsspeichiges Rad oder Gruppe von zwölf Leerräumen gestaltet sein. Der heilige Mittelpunkt besitzt damit mehrere mögliche Ausdrucksformen.
Kundalini trägt hier den Namen „Welle“ und wird als Göttin von mächtigen Wogen beschrieben. Ihr Ort ist der Wurzelknoten innerhalb der Mandala-Darstellung. Eine bestimmte Körperregion nennt der Vers nicht.
Die Farben entsprechen den drei Göttinnen Para, Parapara und Apara. Para leuchtet wie der Mond, Parapara ist rot. Apara erscheint als die furchterregende höchste Kali, eine machtvolle Yogini. So wird das Mandala zum Bild der göttlichen Kraft, Shakti, in ihren verschiedenen Gestalten.
Der Schluss führt über die einzelnen Formen hinaus. Schöpfung, Erhaltung und Auflösung werden verehrt, dazu ein Viertes in der Mitte oder als das, was alle drei erfüllt. Wie lässt sich die Vielfalt des Lebens zusammen mit ihrem umfassenden Grund betrachten? Der Vers verdichtet diese Frage in ein Bild der Verehrung.
Studium und spirituelle Orientierung
Der Text verbindet Hingabe mit genauer Kenntnis. Ein Lehrer soll die Zeichnung, die Einsetzung der Gottheiten und die umfassenden Entsprechungen des Mandalas verstehen. Zum Weg gehört außerdem, selbst zu unterscheiden, was anzunehmen und was aufzugeben ist.
Für heutige Aspiranten kann diese Verbindung von Sorgfalt und Unterscheidungsvermögen anregend sein. Wer das Mandala studiert, achtet auf Beziehungen: zwischen Mitte und Umfang, Form und Leerraum, einzelnen Kräften und dem Ganzen, das sie trägt. Dies ist eine heutige Betrachtung, die vom überlieferten Text ausgeht.
Die Aussagen über Einweihung durch den Anblick, fliehende Geisterwesen oder Erkenntnis nach sechsmonatiger Verehrung geben die religiösen Wirkungszusagen der Überlieferung wieder. Sie gehören zum Verständnis des Textes; eine heutige Erfolgsgarantie ist damit nicht verbunden.
Im Tantraloka bewahrter Mandala-Abschnitt
TĀ steht für Tantraloka. Die Ausgabe beginnt mit der zweiten Hälfte von 31.10 (cd); […] markiert diese Ausschnittgrenze. Es folgen die ganzen Strophen 31.11–52. Manche Sätze laufen über mehrere Versnummern hinweg. Eckige Klammern in der Übersetzung enthalten erläuternde Ergänzungen. Grundlage ist der Sanskritdruck mit Jayarathas Kommentar von 1938, kontrolliert an GRETIL und Muktabodha; genaue Nachweise und Lesungsanmerkungen stehen am Ende.
TĀ 31.10cd […] vedāśrite caturhaste tribhāgaṃ sarvatastyajet |
Übersetzung: Auf dem viereckigen Feld von vier Ellen [Seitenlänge] lasse man insgesamt ein Drittel ringsum frei.
TĀ 31.11 bhāgaiḥ ṣoḍaśabhiḥ sarvaṃ tattatkṣetraṃ vibhājayet |
brahmasūtradvayasyātha madhyaṃ brahmapadaṃ sphuṭam ||
Übersetzung: Das ganze verbleibende Feld teile man in sechzehn Abschnitte [je Richtung]. Die Mitte der beiden Hauptachsen bilde den deutlich bestimmten Zentralpunkt, den Brahmapada.
TĀ 31.12 kṛtvāvadhiṃ tato lakṣyaṃ caturthaṃ sūtramāditaḥ |
tatastiryagvrajet sūtraṃ caturthaṃ tadanantare ||
Übersetzung: Diesen nehme man als Ausgangspunkt und bestimme von dort aus die vierte Linie. Von dieser gehe man quer zur vierten Linie weiter, bis zum anschließenden Feld.
TĀ 31.13 koṣṭhe cendudvayaṃ kuryādbahirbhāgārdhabhāgataḥ |
tayorlagnaṃ brahmasūtrāttṛtīye marmaṇi sthitam ||
Übersetzung: In diesem Feld zeichne man zwei Mondbögen, vom äußeren halben Feldabschnitt aus. An diese schließe sich ein weiteres Paar an, dessen Ansatz am dritten Schnittpunkt von der Hauptachse liegt.
TĀ 31.14 koṣṭhakārdhe'paraṃ ceti yugmamantarmukhaṃ bhavet |
brahmasūtrāddvitīyasmin haste marmaṇi niścalam ||
Übersetzung: Dieses weitere Paar liege im halben Feld und sei nach innen gerichtet. Am zweiten Schnittpunkt von der Hauptachse aus halte man die Hand fest,
TĀ 31.15 kṛtvā pūrṇenduyugalaṃ vartayeta vicakṣaṇaḥ |
brahmasūtragatāt ṣaṣṭhāt tiryagbhāgāttṛtīyake ||
Übersetzung: und der Kundige zeichne ein Paar voller Kreise. Vom sechsten Querabschnitt an der Hauptachse aus [bestimme man] das dritte, darüberliegende Feld,
TĀ 31.16 kṛtvārdhakoṣṭhake sūtraṃ pūrṇacandrāgralambitam |
bhramayedunmukhaṃ khaṇḍacandrayugvahnibhāgagam ||
Übersetzung: setze die Schnur in dessen halbem Abschnitt an und führe sie, an die Spitze des zuvor gezeichneten Vollkreises anschließend, nach oben herum: So entstehe eine mit einem Mondsichelbogen verbundene Kurve, die bis zum dritten Abschnitt reicht.
TĀ 31.17 tiryagbhāgadvayaṃ tyaktvā khaṇḍendoḥ paścimāttataḥ |
koṇaṃ yāvattathā syācca kuryāt khaṇḍaṃ bhramadvayam ||
Übersetzung: Dann lasse man seitwärts zwei Abschnitte frei. Vom hinteren Ende des Mondsichelbogens aus zeichne man bis zur Ecke zwei entsprechende unvollständige Kreisbögen.
TĀ 31.18 sutīkṣṇakuṭilāgraṃ tadekaṃ śṛṅgaṃ prajāyate |
dvitīyasminnapi proktaḥ śṛṅga eṣa vidhiḥ sphuṭaḥ ||
Übersetzung: So entsteht eine einzelne Zacke mit sehr scharfer, gekrümmter Spitze. Für die zweite Zacke gilt genau dasselbe Verfahren.
TĀ 31.19 madhyaśṛṅge'tha kartavye tṛtīye ūrdhvakoṣṭhake |
caturthārdhe ca candrārdhadvayamantarmukhaṃ bhavet ||
Übersetzung: Nun ist die mittlere Zacke zu zeichnen. Im dritten Feld darüber und in der Hälfte des vierten sollen zwei nach innen gerichtete Halbmonde entstehen.
TĀ 31.20 tacca pūrṇendumekaṃ prāgvartitaṃ prāpnuyādyathā |
anyonyagranthiyogena baddhāratvaṃ prajāyate ||
Übersetzung: Sie sollen jeweils einen zuvor gezeichneten Vollkreis erreichen. Durch ihre wechselseitige Verbindung entsteht eine zusammenhängende Verbindung der Zacken.
TĀ 31.21 evaṃ dvitīyapārśve'sya khaṇḍendudvayavartanāt |
madhyābhyāṃ gaṇḍikā śliṣṭā parābhyāmagrato nayet ||
Übersetzung: Indem auf der zweiten Seite ebenso zwei Mondsichelbögen gezeichnet werden, wird der Knoten durch die beiden mittleren Bögen verbunden. Mit den beiden äußeren führe man [die Schnur] nach vorn,
TĀ 31.22 sūtraṃ pārśvadvaye yena tīkṣṇaṃ syānmadhyaśṛṅgagam |
pārśvadvayādhare paścādbrahmasūtraṃ dvitīyakam ||
Übersetzung: und zwar an beiden Seiten so, dass die mittlere Zacke spitz wird. Danach ist die zweite Hauptachse im hinteren Bereich unterhalb der beiden Seiten zu berücksichtigen,
TĀ 31.23 avadhānena saṃgrāhyamācāryeṇohavedinā |
bhavetpaścānmukho mantrī tasmiṃśca brahmasūtrake ||
Übersetzung: und zwar sorgfältig durch den Lehrer, der die Übertragung des beschriebenen Verfahrens versteht. Der Mantra-Praktizierende wende sich nach Westen und verfahre an dieser Hauptachse
TĀ 31.24 madhyaśṛṅgaṃ varjayitvā sarvaḥ pūrvodito vidhiḥ |
tato yadunmukhaṃ khaṇḍacandrayugmaṃ puroditam ||
Übersetzung: ganz nach der zuvor gegebenen Anweisung, lasse jedoch die mittlere Zacke aus. Bei dem zuvor genannten, nach oben gerichteten Paar von Mondsichelbögen
TĀ 31.25 tato dvayena kartavyā gaṇḍikāntaḥsusaṃgatā |
dvayenāgragasūtrābhyāṃ madhyaśṛṅgadvayaṃ bhavet ||
Übersetzung: bilde man aus zweien den innen gut anschließenden Knoten. Aus den beiden nach vorn führenden Linien sollen die zwei mittleren Zacken entstehen.
TĀ 31.26 adho bhāgavivṛddhyāsya padmaṃ vṛttacatuṣṭayam |
tataścakraṃ ṣoḍaśāraṃ dvādaśāraṃ dvidhātha tat ||
Übersetzung: Darunter zeichne man, mit schrittweiser Vergrößerung der Abschnitte, einen Lotos aus vier Kreisen; sodann ein Rad mit sechzehn Speichen, eines mit zwölf und eines mit der doppelten Zahl [also vierundzwanzig].
TĀ 31.27 madhye kuleśvarīsthānaṃ vyoma vā tilakaṃ ca vā |
padmaṃ vātha ṣaḍaraṃ vā viyaddvādaśakaṃ ca vā ||
Übersetzung: In der Mitte befindet sich der Sitz der Herrin des Kula: als Leerraum, als Punkt, als Lotos, als sechsspeichiges Rad oder als eine Gruppe von zwölf Leerräumen.
TĀ 31.28 tritriśūle'tra saptāre śliṣṭamātreṇa madhyataḥ |
padmānāmatha cakrāṇāṃ vyomnāṃ vā saptakaṃ bhavet ||
Übersetzung: An diesem dreifachen Dreizack mit sieben Spitzen sollen sieben Lotosse, Räder oder Leerräume angeordnet werden; von der Mitte her schließen sie jeweils nur aneinander an.
TĀ 31.29 miśritaṃ vātha saṃkīrṇaṃ samāsavyāsabhedataḥ |
tataḥ kṣetrārdhamānena kṣetraṃ tatrādhikaṃ kṣipet ||
Übersetzung: Sie können auch vermischt oder ineinander verschränkt sein, in zusammengefasster oder ausgebreiteter Anordnung. Dann füge man ringsum eine zusätzliche Fläche im Maß der Hälfte des bisher verwendeten Feldes hinzu.
TĀ 31.30 tatra daṇḍaḥ smṛto bhāgaḥ ṣaḍarāmalasārakaḥ |
sutīkṣṇāgraḥ suraktābhaḥ kṣaṇādāveśakārakaḥ ||
Übersetzung: Der Stab wird dort mit einem Abschnitt angesetzt und trägt einen sechsteiligen Abschlussknoten. Seine Spitze ist sehr scharf, sein Glanz leuchtend rot; er bewirkt augenblicklich das Ergriffenwerden von göttlicher Kraft.
TĀ 31.31 yā sā kuṇḍalinī devī taraṅgākhyā mahormiṇī |
sā ṣaḍaśreṇa kandākhye sthitā ṣaḍdevatātmikā ||
Übersetzung: Die Göttin Kundalini, die „Welle“ genannt wird und mächtige Wogen besitzt, befindet sich in dem durch ein Sechseck bezeichneten Kanda, dem Wurzelknoten. Sie hat die Gestalt von sechs Gottheiten.
TĀ 31.32 aṣṭabhāgaiśca vistīrṇo dīrghaścāpi tadardhataḥ |
tato dvārāṇi kāryāṇi citravartanayā kramāt ||
Übersetzung: Der [Abschlussknoten] ist acht [Fingerbreiten] breit und halb so lang. Danach sind der Reihe nach die Tore in kunstvoller Linienführung zu zeichnen,
TĀ 31.33 vedāśrāyatarūpāṇi yadivā vṛttamātrataḥ |
spaṣṭaśṛṅgamatho kuryādyadivā vaiparītyataḥ ||
Übersetzung: viereckig und länglich oder auch einfach rund. Sodann zeichne man die Zacke deutlich hervortretend oder in der umgekehrten Anordnung.
TĀ 31.34 unmukhaṃ candrayugmaṃ vā bhaṅktvā kuryāccatuṣṭayam |
kuṭilo madhyataḥ spaṣṭo'dhomukhaḥ pārśvagaḥ sthitaḥ ||
Übersetzung: Oder man teile das nach oben gerichtete Paar von Mondbögen, sodass vier entstehen. [Der Bogen kann] gekrümmt sein, in der Mitte deutlich hervortreten, nach unten weisen, seitlich liegen oder aufrecht stehen,
TĀ 31.35 uttāno'rdho'samaḥ pūrṇaḥ śliṣṭo granthigatastathā |
candrasyetthaṃ dvādaśadhā vartanā bhramabhedinī ||
Übersetzung: nach oben geöffnet, halb, ungleichmäßig, vollständig, angeschlossen oder in einen Knoten eingefügt sein. So gibt es zwölf Arten, den Mondbogen zu zeichnen, unterschieden durch den Verlauf seiner Rundung.
TĀ 31.36 antarbahirmukhatvena sā punardvividhā matā |
tadbhedānmaṇḍalānāṃ syādasaṅkhyo bhedavistaraḥ ||
Übersetzung: Durch die Ausrichtung nach innen oder außen gilt diese Linienführung wiederum als zweifach. Aus ihren Unterschieden entsteht eine unzählbare Vielfalt von Mandalas.
TĀ 31.37 pīṭhavīthībahirbhūmikaṇṭhakarṇakapolataḥ |
śobhopaśobhāsaṃbhedādguṇarekhāvikalpataḥ ||
Übersetzung: Durch Unterschiede der Sitzfläche, des Umgangs, des Außenfeldes, der Hals-, Eck- und Wangenpartien [der Tore], durch Haupt- und Nebenverzierungen sowie durch Varianten der Einfassungslinien
TĀ 31.38 svastikadvitayādyaṣṭatayāparyantabhedataḥ |
bhāvābhāvavikalpena maṇḍalānāmanantatā ||
Übersetzung: und durch die unbegrenzten Unterschiede der Svastika-Anordnungen – von zweien bis zu acht und weiteren Formen –, je nachdem, welche Elemente vorhanden sind oder fehlen, ist die Zahl der Mandalas unbegrenzt.
TĀ 31.39 tato rajāṃsi deyāni yathāśobhānusārataḥ |
sindūraṃ rājavartaṃ ca khaṭikā ca sitottamā ||
Übersetzung: Dann trage man die Farbpulver so auf, wie es der Schönheit entspricht: Zinnober, das Blau des Rajavarta und die beste weiße Kreide.
TĀ 31.40 uttamāni rajāṃsīha devatātrayayogataḥ |
parā candrasamaprakhyā raktā devī parāparā ||
Übersetzung: Diese Farbpulver sind hier vorzüglich, weil sie den drei Gottheiten entsprechen. Para erstrahlt wie der Mond; die Göttin Parapara ist rot.
TĀ 31.41 aparā sā parā kālī bhīṣaṇā caṇḍayoginī |
dṛṣṭvaitanmaṇḍalaṃ devyaḥ sarvā nṛtyanti sarvadā ||
Übersetzung: Apara ist jene höchste Kali, die furchterregende, machtvolle Yogini. Wenn die Göttinnen dieses Mandala sehen, tanzen sie alle, immerfort.
TĀ 31.42 anarcite'pyadīkṣeṇa dṛṣṭe dīkṣyeta mātṛbhiḥ |
kiṃvātibahunoktena tritriśūlārasaptakāḥ ||
Übersetzung: Selbst wenn das Mandala noch nicht verehrt wurde, kann ein Uneingeweihter durch seinen Anblick von den göttlichen Müttern eingeweiht werden. Doch wozu noch viele Worte? Die Verehrungsformen der drei Dreizacke mit sieben Spitzen
TĀ 31.43 śūlayāgāḥ ṣaṭ sahasrāṇyevaṃ sārdhaśatadvayam |
yā sā devī parā śaktiḥ prāṇavāhā vyavasthitā ||
Übersetzung: ergeben so sechstausend Dreizack-Rituale aus zweihundertfünfzig [Grundformen]. Jene Göttin, die höchste Kraft, die als Trägerin des Lebenshauches gegenwärtig ist,
TĀ 31.44 viśvāntaḥ kuṇḍalākārā sā sākṣādatra vartitā |
tattvāni tattvadevyaśca viśvamasminpratiṣṭhitam ||
Übersetzung: ist hier unmittelbar in ihrer gewundenen Gestalt im Inneren des Alls dargestellt. In diesem [Mandala] sind die Wirklichkeitsprinzipien, die ihnen zugehörigen Göttinnen und das ganze All gegründet.
TĀ 31.45 atrordhve tantumātreṇa tisraḥ śūlāragāḥ sthitāḥ |
āsanatvena cecchādyā bhogamokṣaprasādhikāḥ ||
Übersetzung: Oben befinden sich die drei an den Dreizackspitzen, in feiner, fadenartiger Gestalt: die Kräfte des Willens und die weiteren [des Erkennens und Handelns]. Sie dienen als Sitz und ermöglichen sowohl Welterfahrung als auch Befreiung.
TĀ 31.46 tāstu mokṣaikakāmasya śūlārāviddhamadhyakāḥ |
tasmādenaṃ mahāyāgaṃ mahāvibhavavistaraiḥ ||
Übersetzung: Für denjenigen, der allein Befreiung erstrebt, sind ihre Mitten [die Mitten der Lotos-Sitze] von den Dreizackspitzen durchdrungen. Deshalb soll der Kundige dieses große Mandala-Ritual mit einer reichen Fülle von Gaben
TĀ 31.47 pūjayedbhūtikāmo vā mokṣakāmo'pivā budhaḥ |
asya darśanamātreṇa bhūtavetālaguhyakāḥ ||
Übersetzung: verehren, ob er Wohlergehen oder Befreiung wünscht. Allein bei seinem Anblick [beginnen] die Bhutas, Vetalas und Guhyakas – verschiedene Arten von Geisterwesen –
TĀ 31.48 palāyante daśa diśaḥ śivaḥ sākṣātprasīdati |
mandaśaktibalāviddho'pyetanmaṇḍalapūjanāt ||
Übersetzung: in alle zehn Richtungen zu fliehen; Shiva selbst zeigt seine Gunst. Auch wer nur schwach von der Macht der göttlichen Kraft ergriffen ist, [erlangt] durch die Verehrung dieses Mandalas,
TĀ 31.49 satataṃ māsaṣaṭkena trikajñānaṃ samaśnute |
yatprāpya heyopādeyaṃ svayameva vicārya saḥ ||
Übersetzung: wenn sie sechs Monate lang beständig geschieht, die Erkenntnis des Trika. Hat er sie erlangt und selbst unterschieden, was aufzugeben und was anzunehmen ist,
TĀ 31.50 dehānte syādbhairavātmā siddhikāmo'tha siddhyati |
maṇḍalasyāsya yo vyāptiṃ devatānyāsameva ca ||
Übersetzung: wird er beim Ende des Leibes mit Bhairava wesenseins; wer besondere Vollendungskräfte erstrebt, erlangt sie. Wer die umfassenden Entsprechungen dieses Mandalas und die Einsetzung seiner Gottheiten
TĀ 31.51 vartanāṃ ca vijānāti sa gurustrikaśāsane |
tasya pādarajo mūrdhni dhāryaṃ śivasamīhinā ||
Übersetzung: sowie seine zeichnerische Ausführung kennt, ist ein Lehrer in der Überlieferung des Trika. Wer Shiva zu erreichen wünscht, soll den Staub von dessen Füßen auf dem Haupt tragen.
TĀ 31.52 atra sṛṣṭisthitidhvaṃsān kramāt trīnapi pūjayet |
turyaṃ tu madhyato yadvā sarveṣu paripūrakam ||
Übersetzung: Hier verehre man nacheinander alle drei: Schöpfung, Erhaltung und Auflösung. Das Vierte aber [verehre man] in der Mitte oder als das, was sie alle vollständig erfüllt.
Trikasadbhava 20 Verse für die spirituelle Praxis
Diese 20 Strophen führen in die Bilderwelt des Trikasadbhava: von Lotosformen und göttlichen Kräften bis zur Erkenntnis und Verehrung des umfassenden Vierten. Sie stammen aus zwei zusammenhängenden Bereichen des im Tantraloka bewahrten Mandala-Abschnitts. Gezählt werden ganze überlieferte Strophen; die ursprüngliche Verszählung des Trikasadbhava ist unbekannt.
Zur Orientierung: Das Mandala besteht aus drei verbundenen Dreizacken mit insgesamt sieben Spitzen. Unterhalb dieser Gestalt setzt die Beschreibung der ersten Strophe ein. Farben, Lotosse und göttliche Gestalten gehören zu diesem Raum der Verehrung.
Die deutsche Fassung ist für das fortlaufende Lesen vereinfacht. Manche Sätze verbinden mehrere Strophen. Aussagen über Einweihung und spirituelle Wirkungen geben die religiösen Zusagen des historischen Textes wieder. Die genaue Zuordnung und weitere Erläuterungen stehen gesammelt nach dem Mantraabschnitt.
1. Darunter soll ein Lotos aus vier Kreisen entstehen, wobei die Abschnitte nach und nach größer werden. Danach folgen Räder mit sechzehn, mit zwölf und mit der doppelten Speichenzahl, also vierundzwanzig.
2. In der Mitte liegt der Sitz der Herrin des Kula. Er kann ein leerer Raum sein, ein Punkt, ein Lotos, ein Rad mit sechs Speichen oder eine Gruppe von zwölf Leerräumen.
3. Auf den drei verbundenen Dreizacken mit ihren sieben Spitzen sollen sieben Lotosse, Räder oder Leerräume liegen. Von der Mitte aus berühren sie einander gerade eben.
4. Diese Formen dürfen auch gemischt oder ineinander verschränkt sein, dichter zusammengefasst oder weiter ausgebreitet. Anschließend füge man ringsum eine Fläche hinzu, die halb so groß ist wie das bisherige Feld.
5. Dort wird der Stab mit einem Abschnitt angelegt, versehen mit einem sechsteiligen Abschlussknoten. Seine Spitze ist sehr scharf, er leuchtet rot: Augenblicklich lässt er die göttliche Kraft den Menschen ergreifen.
6. Die Göttin Kundalini trägt den Namen „Welle“; mächtige Wogen sind ihr eigen. In dem als Sechseck dargestellten Wurzelknoten, dem Kanda, hat sie ihren Ort. Sechs Gottheiten bilden ihre Gestalt.
7. Nun werden die Farbpulver so aufgetragen, wie es schön und stimmig ist: Zinnober, das Blau des Rajavarta und die beste weiße Kreide.
8. Diese Farben eignen sich hier besonders, denn sie entsprechen den drei Gottheiten. Para leuchtet wie der Mond, die Göttin Parapara ist rot.
9. Apara ist die höchste Kali, furchterregend und eine machtvolle Yogini. Beim Anblick dieses Mandalas tanzen alle Göttinnen immerfort.
10. Schon der Anblick des noch unverehrten Mandalas kann einem Uneingeweihten die Einweihung durch die göttlichen Mütter schenken. Wozu noch viele Worte? Die Verehrungsformen der drei Dreizacke mit ihren sieben Spitzen
11. ergeben zusammen sechstausend Dreizack-Rituale, hervorgegangen aus zweihundertfünfzig Grundformen. Die Göttin, jene höchste Kraft, die den Lebenshauch trägt,
12. ist hier in ihrer gewundenen Gestalt unmittelbar dargestellt, im Inneren des Alls. In diesem Mandala ruhen die Grundprinzipien der Wirklichkeit, ihre Göttinnen und die ganze Welt.
13. Oben an den Dreizackspitzen stehen die drei Kräfte in feiner, fadenartiger Gestalt: Wille, Erkenntnis und Handeln. Sie bilden einen Sitz und lassen sowohl Welterfahrung als auch Befreiung möglich werden.
14. Für den Menschen, der allein Befreiung sucht, sind die Mitten dieser Lotos-Sitze von den Dreizackspitzen durchdrungen. Deshalb soll der Kundige dieses große Mandala-Ritual mit einer reichen Fülle von Gaben
15. verehren, ob er Wohlergehen sucht oder Befreiung. Allein bei seinem Anblick beginnen die Geisterwesen, die Bhutas, Vetalas und Guhyakas,
16. in alle zehn Richtungen zu fliehen. Shiva selbst schenkt seine Gunst. Auch wer nur schwach von der göttlichen Kraft ergriffen ist, gelangt durch die Verehrung dieses Mandalas,
17. wenn sie sechs Monate lang beständig geschieht, zur Erkenntnis des Trika. Mit dieser Erkenntnis unterscheidet er selbst, was er aufgeben und was er annehmen soll,
18. und wird am Ende seines leiblichen Lebens mit Bhairava wesenseins; wer besondere Vollendungskräfte sucht, erlangt sie. Wer die umfassenden Entsprechungen des Mandalas und die Einsetzung seiner Gottheiten
19. sowie seine zeichnerische Gestaltung versteht, ist ein Lehrer in der Überlieferung des Trika. Wer zu Shiva gelangen möchte, soll den Staub seiner Füße auf dem Haupt tragen.
20. Hier verehre man nacheinander alle drei: das Entstehen, das Bestehen und das Vergehen. Das Vierte verehre man in der Mitte oder als das, was sie alle ganz erfüllt.
Mantras aus dem Trikasadbhava
Im bearbeiteten Abschnitt Tantraloka 31.10cd–52 ist keine geeignete, vollständig angegebene Rezitationsformel gesichert. Der Text nennt Göttinnen und beschreibt ihre Verehrung, überliefert dafür aber keinen eigenständigen Mantrawortlaut. Daher werden hier keine Rezitationsformeln ergänzt.
Zuordnung der Auswahlverse
Die Auswahlnummern 1–20 führen zu den entsprechenden Stellen im Hauptartikel. Die dortigen Verszahlen gehören zum Tantraloka. Druck- und PDF-Seiten beziehen sich auf KSTS XII (1938).
| Auswahl | Hauptartikel / Zitatträger | Kennung | Druckseite | PDF-Seite |
|---|---|---|---|---|
| 1 | TĀ 31.26 | TSB-TA31-026 | 236 | 71 |
| 2 | TĀ 31.27 | TSB-TA31-027 | 236 | 71 |
| 3 | TĀ 31.28 | TSB-TA31-028 | 236 | 71 |
| 4 | TĀ 31.29 | TSB-TA31-029 | 236, 239 | 71, 74 |
| 5 | TĀ 31.30 | TSB-TA31-030 | 240 | 75 |
| 6 | TĀ 31.31 | TSB-TA31-031 | 240 | 75 |
| 7 | TĀ 31.39 | TSB-TA31-039 | 243 | 78 |
| 8 | TĀ 31.40 | TSB-TA31-040 | 244 | 79 |
| 9 | TĀ 31.41 | TSB-TA31-041 | 244, 245 | 79, 80 |
| 10 | TĀ 31.42 | TSB-TA31-042 | 245, 246 | 80, 81 |
| 11 | TĀ 31.43 | TSB-TA31-043 | 246, 247 | 81, 82 |
| 12 | TĀ 31.44 | TSB-TA31-044 | 247 | 82 |
| 13 | TĀ 31.45 | TSB-TA31-045 | 247 | 82 |
| 14 | TĀ 31.46 | TSB-TA31-046 | 248 | 83 |
| 15 | TĀ 31.47 | TSB-TA31-047 | 248 | 83 |
| 16 | TĀ 31.48 | TSB-TA31-048 | 248 | 83 |
| 17 | TĀ 31.49 | TSB-TA31-049 | 248 | 83 |
| 18 | TĀ 31.50 | TSB-TA31-050 | 249 | 84 |
| 19 | TĀ 31.51 | TSB-TA31-051 | 249 | 84 |
| 20 | TĀ 31.52 | TSB-TA31-052 | 250 | 85 |
Hinweise zur Auswahlübersetzung
Die Bereiche 31.26–31 und 31.39–52 sind jeweils geschlossen wiedergegeben. Auswahl 1 bewahrt die Zahlenfolge sechzehn/zwölf/vierundzwanzig des Sanskrittextes; die Maßangaben in Auswahl 5 bleiben teilweise deutungsbedürftig. Jayaratha erklärt die sechstausend Ritualformen in Auswahl 11 als 250 × 24. Mit seinem Kommentar werden in Auswahl 14 die durchdrungenen Mitten als Lotos-Sitze des Mandalas verstanden. Ausführliche Lesungsanmerkungen stehen im Hauptartikel.
Mantranachweise und Textgrundlage
Die Formelprüfung umfasst alle 43 Einheiten der Hauptausgabe. Die Strophen 31.31 und 31.40–41 nennen Gottheiten; 31.50 spricht von ihrer Einsetzung, 31.52 von ihrer Verehrung. Den dazu zu sprechenden Wortlaut geben diese Stellen nicht an. Auch die Göttinnenstrophe in Jayarathas Kommentar wurde mangels sicherer eigener Werkzuschreibung und belegter Rezitationsverwendung nicht aufgenommen.
- Abhinavagupta: The Tantrāloka, with commentary by Rājānaka Jayaratha. Herausgegeben von Madhusudan Kaul Shastri. Band XII, Kashmir Series of Texts and Studies 58. Bombay: Nirnaya Sagar Press, 1938. Sanskritabschnitt S. 228–250; Zuschreibung und Abgrenzung S. 226–227 und 250–252. Digitalisat.
- GRETIL: Abhinavagupta, Tantrāloka. Elektronische Eingabe unter Jun Takashima, 1996–2000, nach KSTS. Kontrolltranskription.
- Muktabodha: Tantrāloka mit Jayarathas Kommentar, Kapitel 15–38, M00093, Revision 0 (2006). Kontrolltext; abweichende elektronische Lesungen wurden am Druck geprüft.
Sanskrittext
Trikasadbhava Sanskrit Devanagari bietet den im Tantraloka bewahrten, dem Trikasadbhava zugeschriebenen Abschnitt 31.10cd–52: 42 ganze Strophen und einen Halbvers, im selben Umfang wie der Hauptartikel. Der Text wurde aus der am Druck geprüften IAST-Lesung automatisch in Devanagari übertragen und vollständig rücktransliteriert.
Die Verszahlen gehören zum Tantraloka; eine ursprüngliche Gliederung des Trikasadbhava ist nicht gesichert. ३१.१० bezeichnet hier nur die zweite Vershälfte (31.10cd). […] markiert den Beginn des Ausschnitts, keinen nachgewiesenen Textverlust. Quellen und Zuordnung der Nummern folgen nach dem Sanskrittext.
३१.१० […] वेदाश्रिते चतुर्हस्ते त्रिभागं सर्वतस्त्यजेत् ।
३१.११ भागैः षोडशभिः सर्वं तत्तत्क्षेत्रं विभाजयेत् ।
ब्रह्मसूत्रद्वयस्याथ मध्यं ब्रह्मपदं स्फुटम् ॥
३१.१२ कृत्वावधिं ततो लक्ष्यं चतुर्थं सूत्रमादितः ।
ततस्तिर्यग्व्रजेत् सूत्रं चतुर्थं तदनन्तरे ॥
३१.१३ कोष्ठे चेन्दुद्वयं कुर्याद्बहिर्भागार्धभागतः ।
तयोर्लग्नं ब्रह्मसूत्रात्तृतीये मर्मणि स्थितम् ॥
३१.१४ कोष्ठकार्धेऽपरं चेति युग्ममन्तर्मुखं भवेत् ।
ब्रह्मसूत्राद्द्वितीयस्मिन् हस्ते मर्मणि निश्चलम् ॥
३१.१५ कृत्वा पूर्णेन्दुयुगलं वर्तयेत विचक्षणः ।
ब्रह्मसूत्रगतात् षष्ठात् तिर्यग्भागात्तृतीयके ॥
३१.१६ कृत्वार्धकोष्ठके सूत्रं पूर्णचन्द्राग्रलम्बितम् ।
भ्रमयेदुन्मुखं खण्डचन्द्रयुग्वह्निभागगम् ॥
३१.१७ तिर्यग्भागद्वयं त्यक्त्वा खण्डेन्दोः पश्चिमात्ततः ।
कोणं यावत्तथा स्याच्च कुर्यात् खण्डं भ्रमद्वयम् ॥
३१.१८ सुतीक्ष्णकुटिलाग्रं तदेकं शृङ्गं प्रजायते ।
द्वितीयस्मिन्नपि प्रोक्तः शृङ्ग एष विधिः स्फुटः ॥
३१.१९ मध्यशृङ्गेऽथ कर्तव्ये तृतीये ऊर्ध्वकोष्ठके ।
चतुर्थार्धे च चन्द्रार्धद्वयमन्तर्मुखं भवेत् ॥
३१.२० तच्च पूर्णेन्दुमेकं प्राग्वर्तितं प्राप्नुयाद्यथा ।
अन्योन्यग्रन्थियोगेन बद्धारत्वं प्रजायते ॥
३१.२१ एवं द्वितीयपार्श्वेऽस्य खण्डेन्दुद्वयवर्तनात् ।
मध्याभ्यां गण्डिका श्लिष्टा पराभ्यामग्रतो नयेत् ॥
३१.२२ सूत्रं पार्श्वद्वये येन तीक्ष्णं स्यान्मध्यशृङ्गगम् ।
पार्श्वद्वयाधरे पश्चाद्ब्रह्मसूत्रं द्वितीयकम् ॥
३१.२३ अवधानेन संग्राह्यमाचार्येणोहवेदिना ।
भवेत्पश्चान्मुखो मन्त्री तस्मिंश्च ब्रह्मसूत्रके ॥
३१.२४ मध्यशृङ्गं वर्जयित्वा सर्वः पूर्वोदितो विधिः ।
ततो यदुन्मुखं खण्डचन्द्रयुग्मं पुरोदितम् ॥
३१.२५ ततो द्वयेन कर्तव्या गण्डिकान्तःसुसंगता ।
द्वयेनाग्रगसूत्राभ्यां मध्यशृङ्गद्वयं भवेत् ॥
३१.२६ अधो भागविवृद्ध्यास्य पद्मं वृत्तचतुष्टयम् ।
ततश्चक्रं षोडशारं द्वादशारं द्विधाथ तत् ॥
३१.२७ मध्ये कुलेश्वरीस्थानं व्योम वा तिलकं च वा ।
पद्मं वाथ षडरं वा वियद्द्वादशकं च वा ॥
३१.२८ त्रित्रिशूलेऽत्र सप्तारे श्लिष्टमात्रेण मध्यतः ।
पद्मानामथ चक्राणां व्योम्नां वा सप्तकं भवेत् ॥
३१.२९ मिश्रितं वाथ संकीर्णं समासव्यासभेदतः ।
ततः क्षेत्रार्धमानेन क्षेत्रं तत्राधिकं क्षिपेत् ॥
३१.३० तत्र दण्डः स्मृतो भागः षडरामलसारकः ।
सुतीक्ष्णाग्रः सुरक्ताभः क्षणादावेशकारकः ॥
३१.३१ या सा कुण्डलिनी देवी तरङ्गाख्या महोर्मिणी ।
सा षडश्रेण कन्दाख्ये स्थिता षड्देवतात्मिका ॥
३१.३२ अष्टभागैश्च विस्तीर्णो दीर्घश्चापि तदर्धतः ।
ततो द्वाराणि कार्याणि चित्रवर्तनया क्रमात् ॥
३१.३३ वेदाश्रायतरूपाणि यदिवा वृत्तमात्रतः ।
स्पष्टशृङ्गमथो कुर्याद्यदिवा वैपरीत्यतः ॥
३१.३४ उन्मुखं चन्द्रयुग्मं वा भङ्क्त्वा कुर्याच्चतुष्टयम् ।
कुटिलो मध्यतः स्पष्टोऽधोमुखः पार्श्वगः स्थितः ॥
३१.३५ उत्तानोऽर्धोऽसमः पूर्णः श्लिष्टो ग्रन्थिगतस्तथा ।
चन्द्रस्येत्थं द्वादशधा वर्तना भ्रमभेदिनी ॥
३१.३६ अन्तर्बहिर्मुखत्वेन सा पुनर्द्विविधा मता ।
तद्भेदान्मण्डलानां स्यादसङ्ख्यो भेदविस्तरः ॥
३१.३७ पीठवीथीबहिर्भूमिकण्ठकर्णकपोलतः ।
शोभोपशोभासंभेदाद्गुणरेखाविकल्पतः ॥
३१.३८ स्वस्तिकद्वितयाद्यष्टतयापर्यन्तभेदतः ।
भावाभावविकल्पेन मण्डलानामनन्तता ॥
३१.३९ ततो रजांसि देयानि यथाशोभानुसारतः ।
सिन्दूरं राजवर्तं च खटिका च सितोत्तमा ॥
३१.४० उत्तमानि रजांसीह देवतात्रययोगतः ।
परा चन्द्रसमप्रख्या रक्ता देवी परापरा ॥
३१.४१ अपरा सा परा काली भीषणा चण्डयोगिनी ।
दृष्ट्वैतन्मण्डलं देव्यः सर्वा नृत्यन्ति सर्वदा ॥
३१.४२ अनर्चितेऽप्यदीक्षेण दृष्टे दीक्ष्येत मातृभिः ।
किंवातिबहुनोक्तेन त्रित्रिशूलारसप्तकाः ॥
३१.४३ शूलयागाः षट् सहस्राण्येवं सार्धशतद्वयम् ।
या सा देवी परा शक्तिः प्राणवाहा व्यवस्थिता ॥
३१.४४ विश्वान्तः कुण्डलाकारा सा साक्षादत्र वर्तिता ।
तत्त्वानि तत्त्वदेव्यश्च विश्वमस्मिन्प्रतिष्ठितम् ॥
३१.४५ अत्रोर्ध्वे तन्तुमात्रेण तिस्रः शूलारगाः स्थिताः ।
आसनत्वेन चेच्छाद्या भोगमोक्षप्रसाधिकाः ॥
३१.४६ तास्तु मोक्षैककामस्य शूलाराविद्धमध्यकाः ।
तस्मादेनं महायागं महाविभवविस्तरैः ॥
३१.४७ पूजयेद्भूतिकामो वा मोक्षकामोऽपिवा बुधः ।
अस्य दर्शनमात्रेण भूतवेतालगुह्यकाः ॥
३१.४८ पलायन्ते दश दिशः शिवः साक्षात्प्रसीदति ।
मन्दशक्तिबलाविद्धोऽप्येतन्मण्डलपूजनात् ॥
३१.४९ सततं मासषट्केन त्रिकज्ञानं समश्नुते ।
यत्प्राप्य हेयोपादेयं स्वयमेव विचार्य सः ॥
३१.५० देहान्ते स्याद्भैरवात्मा सिद्धिकामोऽथ सिद्ध्यति ।
मण्डलस्यास्य यो व्याप्तिं देवतान्यासमेव च ॥
३१.५१ वर्तनां च विजानाति स गुरुस्त्रिकशासने ।
तस्य पादरजो मूर्ध्नि धार्यं शिवसमीहिना ॥
३१.५२ अत्र सृष्टिस्थितिध्वंसान् क्रमात् त्रीनपि पूजयेत् ।
तुर्यं तु मध्यतो यद्वा सर्वेषु परिपूरकम् ॥
Zum weiteren Studium

Der Abschnitt führt von sorgfältig gezogenen Linien zu einem umfassenden Bild göttlicher Gegenwart. Wer ihn langsam liest, kann diesen Weg mitvollziehen: zuerst Formen unterscheiden, dann ihre Beziehungen erkennen und schließlich das Ganze betrachten.
Der letzte Vers gibt dafür einen Gedanken mit: Entstehen, Bestehen und Vergehen werden gemeinsam mit einem Vierten verehrt, das sie erfüllt. Als heutige Betrachtung kann dies dazu einladen, auch im Wandel des eigenen Lebens nach dem Verbindenden zu fragen.
Ergänzende Meditation
Die Bilder und die folgende Yoga-Vidya-Meditation ergänzen das Thema aus heutiger Sicht. Sie zeigen keine Rekonstruktion des beschriebenen Mandalas oder seiner historischen Praxis.
Chakra Energie Meditation mit Sukadev
Quellenzuordnung
Alle folgenden Seitenangaben beziehen sich auf KSTS Band XII (1938). PDF-Seiten werden ab dem ersten digitalen Blatt gezählt. Die Kennungen dienen ausschließlich der eindeutigen Zuordnung dieser Ausgabe; sie sind keine ursprünglichen Trikasadbhava-Versnummern.
| Kennung | Stelle im Zitatträger | Druckseite | PDF-Seite |
|---|---|---|---|
| TSB-TA31-010cd | TĀ 31.10cd | 228 | 63 |
| TSB-TA31-011 | TĀ 31.11 | 228, 229 | 63, 64 |
| TSB-TA31-012 | TĀ 31.12 | 229 | 64 |
| TSB-TA31-013 | TĀ 31.13 | 229 | 64 |
| TSB-TA31-014 | TĀ 31.14 | 230 | 65 |
| TSB-TA31-015 | TĀ 31.15 | 230 | 65 |
| TSB-TA31-016 | TĀ 31.16 | 230 | 65 |
| TSB-TA31-017 | TĀ 31.17 | 230 | 65 |
| TSB-TA31-018 | TĀ 31.18 | 230, 231 | 65, 66 |
| TSB-TA31-019 | TĀ 31.19 | 231 | 66 |
| TSB-TA31-020 | TĀ 31.20 | 231 | 66 |
| TSB-TA31-021 | TĀ 31.21 | 231 | 66 |
| TSB-TA31-022 | TĀ 31.22 | 231 | 66 |
| TSB-TA31-023 | TĀ 31.23 | 232 | 67 |
| TSB-TA31-024 | TĀ 31.24 | 232, 235 | 67, 70 |
| TSB-TA31-025 | TĀ 31.25 | 235 | 70 |
| TSB-TA31-026 | TĀ 31.26 | 236 | 71 |
| TSB-TA31-027 | TĀ 31.27 | 236 | 71 |
| TSB-TA31-028 | TĀ 31.28 | 236 | 71 |
| TSB-TA31-029 | TĀ 31.29 | 236, 239 | 71, 74 |
| TSB-TA31-030 | TĀ 31.30 | 240 | 75 |
| TSB-TA31-031 | TĀ 31.31 | 240 | 75 |
| TSB-TA31-032 | TĀ 31.32 | 240 | 75 |
| TSB-TA31-033 | TĀ 31.33 | 241 | 76 |
| TSB-TA31-034 | TĀ 31.34 | 241 | 76 |
| TSB-TA31-035 | TĀ 31.35 | 242 | 77 |
| TSB-TA31-036 | TĀ 31.36 | 242, 243 | 77, 78 |
| TSB-TA31-037 | TĀ 31.37 | 243 | 78 |
| TSB-TA31-038 | TĀ 31.38 | 243 | 78 |
| TSB-TA31-039 | TĀ 31.39 | 243 | 78 |
| TSB-TA31-040 | TĀ 31.40 | 244 | 79 |
| TSB-TA31-041 | TĀ 31.41 | 244, 245 | 79, 80 |
| TSB-TA31-042 | TĀ 31.42 | 245, 246 | 80, 81 |
| TSB-TA31-043 | TĀ 31.43 | 246, 247 | 81, 82 |
| TSB-TA31-044 | TĀ 31.44 | 247 | 82 |
| TSB-TA31-045 | TĀ 31.45 | 247 | 82 |
| TSB-TA31-046 | TĀ 31.46 | 248 | 83 |
| TSB-TA31-047 | TĀ 31.47 | 248 | 83 |
| TSB-TA31-048 | TĀ 31.48 | 248 | 83 |
| TSB-TA31-049 | TĀ 31.49 | 248 | 83 |
| TSB-TA31-050 | TĀ 31.50 | 249 | 84 |
| TSB-TA31-051 | TĀ 31.51 | 249 | 84 |
| TSB-TA31-052 | TĀ 31.52 | 250 | 85 |
Anmerkungen zu Überlieferung und Lesung
- Zuschreibung und Grenzen. Jayaratha bezeichnet vor TĀ 31.7 das Mandala als im Trikasadbhava gezeigt (śrītrikasadbhāvadarśitam; Druck S. 227). Nach 31.59 fasst er den Komplex unter Hinweis auf das Trikasadbhava zusammen (S. 252). TĀ 31.53–59 enthält jedoch ausdrücklich andere Textbezüge, insbesondere zum Trikahridaya; dieser Teil wird nicht übernommen. Die Abgrenzung 31.10cd–52 stimmt mit Dyczkowskis Inhaltsverzeichnis überein. Sanderson behandelt den zeichnerischen Teil 31.10–41b sowie die Stellen 31.27 und 31.52. Der erhaltene Sanskritwortlaut ist sicher im Zitatträger belegt; sein Verhältnis zum Wortlaut einer unabhängigen Originalhandschrift lässt sich nicht prüfen. Die 42 ganzen Strophen sind daher ganze Strophenpositionen des Zitatträgers, keine unabhängig rekonstruierte Originalzählung.
- Werkname und ähnliche Titel. TĀ 28.15 enthält einen weiteren Titelbeleg, aber kein eindeutig abgrenzbares Einzelzitat. Sanderson 2007, S. 371 und 374–375, unterscheidet Trikasadbhava, Tantrasadbhava, Kramasadbhava und Kularatnamala. Padoux 2003, S. 225, nennt hingegen das Trikasadbhava auch Tantrasadbhava. Diese isolierte Gleichsetzung wird hier ohne Handschriftenvergleich nicht übernommen.
- 31.14–17: Linienführung. Die Übersetzung berücksichtigt Jayarathas Erläuterung. Das schwierige haste in 31.14 bleibt im Sanskrit unverändert. Die konkrete Hand- und Schnurführung ist nicht in allen Einzelheiten eindeutig. Eine maßhaltige moderne Rekonstruktionszeichnung wird nicht beansprucht.
- 31.26: Räder und Zahlen. Der Grundtext nennt sechzehn, zwölf und anschließend die doppelte Zahl, hier als vierundzwanzig verstanden. Jayaratha ordnet die Zeichnung als zwölf/sechzehn/vierundzwanzig. Die Reihenfolge des Grundtextes bleibt in beiden Übersetzungen erhalten. Vṛttacatuṣṭayam bezeichnet die Konstruktion des Lotos aus vier Kreisen, nicht vier getrennte Lotosse.
- 31.27–31: Mitte, Ergriffenwerden und Kundalini. Āveśa in 31.30 ist das Eintreten beziehungsweise Ergriffenwerden von göttlicher Kraft. Die geometrischen Angaben zu Stab und Abschlussknoten bleiben teilweise deutungsbedürftig. Der Kanda in 31.31 wird im Mandala-Zusammenhang als Wurzelknoten gelesen; eine Körperstelle wird nicht ergänzt. Die sechs Gottheiten werden im Grundvers nicht benannt. Eine Namensstrophe im Kommentar ist dort nur mit „wie gesagt wurde“ eingeführt und wird ohne sichere eigene Werkzuschreibung nicht als zusätzlicher Trikasadbhava-Vers aufgenommen.
- 31.32–38: Maß, Formen und Lesungen. Die Fingerbreiten in 31.32 erläutern mit Jayaratha das knappe bhāga. Bei den zwölf Formen in 31.34–35 bleibt die Trennung der einzelnen Merkmale unsicher; ardho ’samaḥ kann enger zusammengehören. Die Zahl zwölf steht ausdrücklich im Sanskrit. Hals, Ohren/Ecken und Wangen in 31.37 sind Teile der Tor- und Mandala-Geometrie. Gegenüber GRETIL wird der Schreibfehler bahiarbhūmi nach dem Druck zu bahirbhūmi berichtigt. Muktabodhas anantā in 31.38 wird nicht übernommen; der Druck liest anantatā.
- 31.39–41: Farben und Göttinnen. Rājavarta bezeichnet hier ein blaues Farbmaterial; die Ausgabe setzt es nicht ohne Weiteres mit einem bestimmten modernen Handelsprodukt gleich. Caṇḍayoginī wird als „machtvolle Yogini“ wiedergegeben und kann auch als Beiname gelesen werden. In 31.41 liest der Druck dṛṣṭvaitanmaṇḍalam, nicht Muktabodhas fehlerhaftes dṛṣṭvatanmaṇḍalam.
- 31.42–43: Satzanschluss und Zahl. Die Strophengrenzen unterbrechen den Satz. Jayaratha erklärt die sechstausend Ritualformen als 250 × 24. Die schwerfällige Sanskritkonstruktion wird bewahrt; eine im Kommentar diskutierte abweichende Lesung wird nicht als zusätzlicher Vers gezählt.
- 31.45–46: Kräfte und durchdrungene Mitten. „Die Kräfte des Willens und die weiteren“ wird im traditionellen Zusammenhang als Wille, Erkenntnis und Handeln erläutert. Der Druck liest śūlāragāḥ, nicht śūlaragāḥ. Jayaratha erklärt die durchdrungenen Mitten als die drei übermentalen Lotosse (aunmanasa). Es handelt sich in diesem Zusammenhang um die Mandala-Gestalt. Die Auswahlübersetzung macht diesen Bezug ausdrücklich.
- 31.48–51: Zusagen und Lehrer. Die sechs Monate, die Unterscheidung von Aufzugebendem und Anzunehmendem sowie der Bezug auf das Ende des Leibes bleiben erhalten. Siddhi bezeichnet hier besondere Vollendungskräfte. Die Aussage über den Lehrer verlangt Kenntnis der Entsprechungen, der Gottheitenanordnung und der zeichnerischen Ausführung zusammen.
- 31.52: Das Vierte. Der Druck hat kramāt, „nacheinander“. Sanderson 1986, Anm. 132, diskutiert kramān, wodurch drei Folgen betont würden; diese Änderung wird nicht in den Grundtext übernommen. Die Zuordnung einer vollständigen Zwölferfolge von Kalis erfordert zusätzliche, hier nicht edierte Texte. In dieser Ausgabe werden daraus weder Verse noch Mantras ergänzt.
- Umfang der Prüfung. Alle aufgenommenen Sanskrit-Halbverse wurden am Druckbild kontrolliert, alle Übersetzungen intern auf Sinn und Satzanschlüsse geprüft. Das ist keine externe Fachbegutachtung und keine Prüfung an einer unabhängigen Trikasadbhava-Handschrift. Offene Deutungen der Geometrie sind oben bezeichnet. Die Devanagari-Seite ist eine aus derselben Arbeitslesung erzeugte Umschrift, keine weitere Handschriftenedition.
- Einordnung und heutige Bezüge. Die Forschung erörtert Beziehungen zum Krama; eine vollständige Folge von zwölf Kali-Namen steht im aufgenommenen Sanskrit nicht. Ebenso lässt sich aus der Kundalini-Stelle kein modernes Schema von sieben Körperchakras ableiten. Eine Gleichsetzung mit späterem Advaita Vedanta oder heutigen Yoga-Vidya-Lehren wäre daher irreführend. Der erhaltene Abschnitt bietet auch keine vollständige Ritualüberlieferung. Heutige Betrachtungen im Artikel sind als solche bezeichnet.
Literatur und Textquellen
- Abhinavagupta: The Tantrāloka, with commentary by Rājānaka Jayaratha. Herausgegeben von Madhusudan Kaul Shastri. Band XII, Kashmir Series of Texts and Studies 58. Bombay: Nirnaya Sagar Press, 1938. Sanskritabschnitt S. 228–250; Zuschreibung und Abgrenzung S. 226–227 und 250–252. Digitalisat.
- GRETIL: Abhinavagupta, Tantrāloka. Elektronische Eingabe unter Jun Takashima, 1996–2000, nach KSTS. Kontrolltranskription.
- Muktabodha: Tantrāloka mit Jayarathas Kommentar, Kapitel 15–38, M00093, Revision 0 (2006). Kontrolltext; abweichende elektronische Lesungen wurden am Druck geprüft.
- Alexis Sanderson: „Maṇḍala and Āgamic Identity in the Trika of Kashmir“. In: André Padoux (Hg.), Mantras et diagrammes rituels dans l’Hindouisme. Paris: CNRS, 1986, S. 169–214; besonders S. 169 Anm. 1 und S. 195–198, Anm. 132–133. Autorenseite mit Text.
- Alexis Sanderson: „The Śaiva Exegesis of Kashmir“. In: Dominic Goodall und André Padoux (Hg.), Mélanges tantriques à la mémoire d’Hélène Brunner. Pondicherry: IFP/EFEO, 2007, S. 231–442; Bibliographie S. 551–582. Besonders S. 371, 374–375. Autorenseite mit Text.
- Mark S. G. Dyczkowski: Inhaltsverzeichnis zur Tantrāloka-Übersetzung, Band 11. Der Abschnitt „The Construction of the Maṇḍala According to the Trikasadbhāva“ ist dort mit 31.10cd–52 bezeichnet. Das Inhaltsverzeichnis dient nur der Abgrenzung; die dort angekündigte Übersetzung wurde nicht als Textgrundlage benutzt.
- André Padoux: „Maṇḍalas in Abhinavagupta’s Tantrāloka“. In: Gudrun Bühnemann (Hg.), Maṇḍalas and Yantras in the Hindu Traditions. Leiden/Boston: Brill, 2003, besonders S. 225. Digitalisat. Zur abweichenden Titelgleichsetzung siehe die Anmerkungen.
Siehe auch
Weitere Seiten dieser Ausgabe: Trikasadbhava 20 Verse für die spirituelle Praxis · Trikasadbhava Sanskrit Devanagari.
Tantraloka · Abhinavagupta · Tantra · Shiva · Shakti · Kali · Kundalini · Mandala · Meditation
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Sanskrit und Devanagari
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