Jhallishaka: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Jhallishaka''' ([[Sanskrit]]: झल्लीषक jhallīṣaka ''m.'' o. ''n.'') ein bestimmtes Musikinstrument. | [[Datei:Musik Harmonium.jpg|mini|Jhallishaka]] | ||
'''Jhallishaka''' ([[Sanskrit]]: झल्लीषक jhallīṣaka ''m.'' o. ''n.'') = ein bestimmtes Musikinstrument. | |||
Jhallishaka lässt sich in den gängigen Sanskrit-Wörterbüchern so nicht sicher als fest etablierter Standardbegriff belegen. Wahrscheinlich ist hier eine Schreib- oder Hörvariante gemeint, vielleicht in Richtung [[jhallaka]] oder [[jhillika]], also Wörter, die mit [[Klang]], Schellen, Cymbeln, dem Zirpen einer Grille oder auch mit Licht und Glanz verbunden sein können. In diesem Sinn klingt der Ausdruck nach etwas Bewegtem, Schwingendem, Lebendigem — also nach etwas, das nicht still und schwer ist, sondern rhythmisch, hell oder laut. | |||
Wenn man ihn im weiteren Sinn spirituell liest, passt so ein Wort gut in den [[indisch]]en und [[yogisch]]en Zusammenhang: Klang, Schwingung und [[Rhythmus]] spielen im Hinduismus und im Yoga eine große Rolle, etwa in [[Mantra]], [[Bhajan]]a, [[Gebet]] und [[Meditation]]. Ein Begriff wie jhallishaka würde dann sinnbildlich auf die feine Schwingung des Geistes zeigen: Wenn der Geist unruhig „klingt“, verliert er Ruhe; wenn er durch Praxis gesammelt wird, wird aus Lärm Klang und aus Klang Stille. Das ist ein schöner yogischer Gedanke: Nicht alles Lautes ist störend — manchmal wird gerade durch bewussten Klang der Weg zur inneren Sammlung geöffnet. | |||
Für die Praxis könnte das heißen: Setz dich vor der Meditation kurz aufrecht hin, schließe die Augen und sprich ein [[Mantra]] ganz ruhig und gleichmäßig, zum Beispiel zehnmal [https://www.yoga-vidya.de/ Soham] mit bewusstem Atem. Wenn der Geist dabei flattert, nimm es wahr, ohne dich zu ärgern. So verwandelst du das „Schwirren“ in Konzentration. | |||
„Der Geist ist unruhig und schwer zu bändigen; doch durch Übung und Loslösung lässt er sich beherrschen.“ — [[Bhagavad Gita]] 6,35 | |||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
Aktuelle Version vom 27. Juli 2026, 02:12 Uhr

Jhallishaka (Sanskrit: झल्लीषक jhallīṣaka m. o. n.) = ein bestimmtes Musikinstrument.
Jhallishaka lässt sich in den gängigen Sanskrit-Wörterbüchern so nicht sicher als fest etablierter Standardbegriff belegen. Wahrscheinlich ist hier eine Schreib- oder Hörvariante gemeint, vielleicht in Richtung jhallaka oder jhillika, also Wörter, die mit Klang, Schellen, Cymbeln, dem Zirpen einer Grille oder auch mit Licht und Glanz verbunden sein können. In diesem Sinn klingt der Ausdruck nach etwas Bewegtem, Schwingendem, Lebendigem — also nach etwas, das nicht still und schwer ist, sondern rhythmisch, hell oder laut.
Wenn man ihn im weiteren Sinn spirituell liest, passt so ein Wort gut in den indischen und yogischen Zusammenhang: Klang, Schwingung und Rhythmus spielen im Hinduismus und im Yoga eine große Rolle, etwa in Mantra, Bhajana, Gebet und Meditation. Ein Begriff wie jhallishaka würde dann sinnbildlich auf die feine Schwingung des Geistes zeigen: Wenn der Geist unruhig „klingt“, verliert er Ruhe; wenn er durch Praxis gesammelt wird, wird aus Lärm Klang und aus Klang Stille. Das ist ein schöner yogischer Gedanke: Nicht alles Lautes ist störend — manchmal wird gerade durch bewussten Klang der Weg zur inneren Sammlung geöffnet.
Für die Praxis könnte das heißen: Setz dich vor der Meditation kurz aufrecht hin, schließe die Augen und sprich ein Mantra ganz ruhig und gleichmäßig, zum Beispiel zehnmal Soham mit bewusstem Atem. Wenn der Geist dabei flattert, nimm es wahr, ohne dich zu ärgern. So verwandelst du das „Schwirren“ in Konzentration.
„Der Geist ist unruhig und schwer zu bändigen; doch durch Übung und Loslösung lässt er sich beherrschen.“ — Bhagavad Gita 6,35