OBADOBA: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 39: | Zeile 39: | ||
Die Initiative zur Gründung des Formats geht unter anderem auf Michael Lucke zurück. | Die Initiative zur Gründung des Formats geht unter anderem auf Michael Lucke zurück. | ||
Er berichtete, dass die Idee zu OBADOBA aus einem persönlichen Erlebnis entstand: Während eines | Er berichtete, dass die Idee zu OBADOBA aus einem persönlichen Erlebnis entstand: Während eines [[Gottesdienst]]es im Allgäu entstand bei ihm der Impuls, den besonderen Ort auch für eine interreligiöse Begegnung zu öffnen und Vertreter verschiedener Religionen zusammenzubringen. | ||
Aus diesem Impuls entwickelte sich in den folgenden Jahren das Konzept des Gipfeldialogs der Weltreligionen. | Aus diesem Impuls entwickelte sich in den folgenden Jahren das Konzept des Gipfeldialogs der Weltreligionen. | ||
Aktuelle Version vom 27. April 2026, 16:12 Uhr
OBADOBA (auch Gipfeldialog der Weltreligionen) ist eine interreligiöse Dialogveranstaltung im Allgäu, die Vertreter verschiedener Religionen, spiritueller Traditionen und Weltanschauungen zusammenbringt.
Ziel ist es, Räume für Begegnung, Austausch und gegenseitiges Verständnis zu schaffen und damit einen Beitrag zu Frieden, kultureller Verständigung und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu leisten.
„Räume für Begegnung schaffen und Einheit in Vielfalt erfahrbar machen.“
OBADOBA – Gipfeldialog der Weltreligionen
Der Gipfeldialog der Weltreligionen ist ein mehrtägiges Veranstaltungsformat, das Vorträge, Workshops, interreligiöse Gespräche und gemeinsame spirituelle Praxis miteinander verbindet.
Ein besonderes Merkmal ist der Abschluss auf einem Berg (zum Beispiel Fellhorn im Allgäu), der als Symbol für eine gemeinsame spirituelle Perspektive und eine verbindende Sicht auf die Weltreligionen verstanden wird.
Profil und Zielsetzung
OBADOBA verfolgt insbesondere folgende Anliegen:
- Förderung des interreligiösen Dialogs
- Schaffung von Begegnungsräumen zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen
- Beitrag zur Völkerverständigung und zum kulturellen Austausch
- Vermittlung spiritueller Perspektiven für gesellschaftliche Zukunftsfragen
- Stärkung von Frieden, Respekt und gegenseitigem Verständnis
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an religiöse Vertreter als auch an eine interessierte Öffentlichkeit.
Konzept
Das Konzept des Gipfeldialogs verbindet verschiedene Elemente:
- Fachvorträge zu theologischen und gesellschaftlichen Themen
- Podiumsdiskussionen zwischen Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionen
- Workshops zu spiritueller Praxis und interreligiösem Lernen
- kulturelle und meditative Angebote
- gemeinsamer Abschluss mit Gebeten, Texten und Segensworten
Der Veranstaltungsort – insbesondere der Berg als Abschlussort – symbolisiert dabei eine gemeinsame Ausrichtung über religiöse Unterschiede hinweg.
Organisation und Leitung
Die Initiative zur Gründung des Formats geht unter anderem auf Michael Lucke zurück.
Er berichtete, dass die Idee zu OBADOBA aus einem persönlichen Erlebnis entstand: Während eines Gottesdienstes im Allgäu entstand bei ihm der Impuls, den besonderen Ort auch für eine interreligiöse Begegnung zu öffnen und Vertreter verschiedener Religionen zusammenzubringen.
Aus diesem Impuls entwickelte sich in den folgenden Jahren das Konzept des Gipfeldialogs der Weltreligionen.
Die übergeordnete Leitung des Gipfeldialogs liegt bei Prof. Dr. Martin Rötting (Salzburg), der im Bereich interreligiöser Dialog und Religionswissenschaft tätig ist.
Die Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen, religiösen Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Akteuren organisiert.
OBADOBA 2019
Die erste Veranstaltung des Gipfeldialogs der Weltreligionen fand vom 12. bis 14. Juli 2019 statt und legte den Grundstein für das Format als interreligiöse Begegnungsplattform im Allgäu.
Bereits bei dieser Auftaktveranstaltung waren Vertreter verschiedener spiritueller Traditionen beteiligt.
Im Rahmen des Programms wirkten auch Sukadev Bretz und Shivakami Bretz (Yoga Vidya) mit und leiteten eine Yogastunde an, die als praktischer Beitrag zur spirituellen Erfahrung und zum interreligiösen Austausch verstanden werden kann.
Diese Beteiligung verdeutlicht die Rolle von Yoga als verbindendes Element zwischen verschiedenen religiösen und spirituellen Traditionen.
Eindrücke der Veranstaltung sind unter anderem in filmischen Dokumentationen festgehalten.
OBADOBA 2019 - Video
Eindrücke der ersten Veranstaltung sowie die Beteiligung verschiedener Traditionen, darunter auch Sukadev Bretz und Shivakami Bretz, sind im folgenden Video dokumentiert:
OBADOBA 2022
Die zweite Veranstaltung des Gipfeldialogs fand vom 9. bis 10. Juli 2022 im Allgäu (Kempten und Fellhorn) statt.
Das Thema lautete:
- „Frieden & Zukunft – Bedeutung des interreligiösen Dialoges“
Programm und Inhalte
Die Veranstaltung umfasste:
- Vorträge namhafter Vertreter verschiedener Religionen
- interreligiöse Podiumsdiskussionen
- Workshops und Praxisangebote
- gemeinsame spirituelle Abschlussveranstaltung auf dem Fellhorn
Zu den Referenten gehörten unter anderem:
- Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
- Bischof Dr. Bertram Meier
- Imam Benjamin Idriz
- Prof. Dr. Michael von Brück
Im Rahmen der Workshops und Praxisangebote waren Vertreter verschiedener Traditionen beteiligt, darunter:
- Dr. Anand Mishra (Hinduismus)
- Roland Nyanabodhi (Buddhismus)
- Benedikt Poller (Bahai)
- verschiedene Referenten aus den Bereichen Yoga, Meditation und interreligiöser Dialog
Gipfeldialog auf dem Fellhorn
Der Abschluss der Veranstaltung fand auf dem Fellhorn bei Oberstdorf statt.
Dort gestalteten Vertreter verschiedener Religionen gemeinsam eine interreligiöse Begegnung mit:
- Lesungen aus religiösen Texten
- Gebeten und Segensworten
- musikalischen Beiträgen
Vertreten waren unter anderem:
- Christentum
- Islam
- Hinduismus
- Judentum
- Buddhismus
- Bahai
Dieser gemeinsame Abschluss verdeutlichte den Anspruch des Formats, Einheit in Vielfalt erfahrbar zu machen.
Bedeutung
OBADOBA stellt ein Beispiel für gelebten interreligiösen Dialog im deutschsprachigen Raum dar.
Die Veranstaltung trägt dazu bei:
- gegenseitiges Verständnis zwischen Religionen zu fördern
- Vorurteile abzubauen
- gemeinsame ethische und spirituelle Grundlagen sichtbar zu machen
- Religion als konstruktiven Beitrag zur Gesellschaft zu stärken
Der Gipfeldialog verbindet dabei spirituelle Praxis mit gesellschaftlichem Diskurs.
Einordnung im Kontext
OBADOBA kann im weiteren Kontext gesehen werden von:
- Hinduismus in der Diaspora
- Yoga im globalen Kontext
- Moderne Yoga-Bewegung
- interreligiösen Initiativen und Dialogformaten
- interreligiösen Initiativen und Dialogformaten (zum Beispiel Hindu Forum Germany im weiteren Kontext religiöser Vernetzung)
Insbesondere die Beteiligung hinduistischer Vertreter zeigt die zunehmende Präsenz und Einbindung des Hinduismus in interreligiöse Diskurse in Europa.
Bezug zu Yoga Vidya
Es bestehen inhaltliche Berührungspunkte zwischen dem Gipfeldialog und Yoga Vidya, insbesondere in den Bereichen:
- interreligiöser Dialog
- Vermittlung von Yoga und Spiritualität
- Begegnung verschiedener Traditionen
- Förderung von Frieden und Bewusstsein
Einzelne Referenten und Themen überschneiden sich mit dem erweiterten Netzwerk von Yoga Vidya und seinen Kooperationspartnern.