Nididhyasin: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Nididhyasin''' ([[Sanskrit]]: nididhyāsin ''m.'') Meditierender; jemand der [[nididhyasa]] ausführt.
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'''Nididhyasin''' ([[Sanskrit]]: nididhyāsin ''m.'') = Meditierender; jemand der [[nididhyasa]] ausführt.
Der Sanskrit-Ausdruck „nididhyasin“ bezeichnet in der vedantischen Tradition jemanden, der sich intensiv und beständig mit der direkten Einsicht in die letztendliche Wirklichkeit beschäftigt.
Wörtlich lässt sich der Begriff als „derjenige, der gründlich oder wiederholt nachdenkt/meditiert“ deuten: er geht über bloßes intellektuelles Studium hinaus und impliziert eine tiefe, beharrliche innere Praxis, durch die die intellektuelle Erkenntnis in lebendige, existenzielle Gewissheit verwandelt wird. In klassischen vedantischen Lehren, besonders im [https://www.yoga-vidya.de/ Advaita Vedanta], wird der Weg zur Befreiung oft in drei Schritten beschrieben — Hören ([[sravana]]), Nachdenken oder Nachsinnen ([[manana]]) und beständige Meditation/Vertiefung ([[nididhyasana]]) — wobei der Nididhyasin die Rolle des Praktizierenden verkörpert, der den dritten Schritt konsequent ausführt.
Ein Nididhyasin reflektiert die [[mahavakyas]] und die Unterweisungen des [[Lehrer]]s, meditiert über die Nicht-Zweiheit von [[Atman]] und [[Brahman]] und zielt darauf ab, Zweifel und verbleibende Vorstellungen von [[Trennung]] und Ichhaftigkeit zu überwinden. Dadurch wird Wissen nicht nur zum Konzept, sondern zur verwurzelten, lebendigen Erfahrung, die das Selbstverständnis und das Handeln dauerhaft verändert.
=Siehe auch=
* [[Erfahrung]]
* [[Jnana Yoga]]


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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 06:18 Uhr

Nididhyasin

Nididhyasin (Sanskrit: nididhyāsin m.) = Meditierender; jemand der nididhyasa ausführt.

Der Sanskrit-Ausdruck „nididhyasin“ bezeichnet in der vedantischen Tradition jemanden, der sich intensiv und beständig mit der direkten Einsicht in die letztendliche Wirklichkeit beschäftigt.

Wörtlich lässt sich der Begriff als „derjenige, der gründlich oder wiederholt nachdenkt/meditiert“ deuten: er geht über bloßes intellektuelles Studium hinaus und impliziert eine tiefe, beharrliche innere Praxis, durch die die intellektuelle Erkenntnis in lebendige, existenzielle Gewissheit verwandelt wird. In klassischen vedantischen Lehren, besonders im Advaita Vedanta, wird der Weg zur Befreiung oft in drei Schritten beschrieben — Hören (sravana), Nachdenken oder Nachsinnen (manana) und beständige Meditation/Vertiefung (nididhyasana) — wobei der Nididhyasin die Rolle des Praktizierenden verkörpert, der den dritten Schritt konsequent ausführt.

Ein Nididhyasin reflektiert die mahavakyas und die Unterweisungen des Lehrers, meditiert über die Nicht-Zweiheit von Atman und Brahman und zielt darauf ab, Zweifel und verbleibende Vorstellungen von Trennung und Ichhaftigkeit zu überwinden. Dadurch wird Wissen nicht nur zum Konzept, sondern zur verwurzelten, lebendigen Erfahrung, die das Selbstverständnis und das Handeln dauerhaft verändert.

Siehe auch