Punkhavalla: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Punkhavalla''' ([[Sanskrit]]: punkhavalla ''m.'') = Schleier aus Luft, Diener, der [[Luft]] zufächelt. | '''Punkhavalla''' ([[Sanskrit]]: punkhavalla ''m.'') = Schleier aus Luft, Diener, der [[Luft]] zufächelt. | ||
Punkhavalla ist ein zusammengesetztes Wort aus dem Sanskrit und wird meist in traditionellen Texten und Kommentaren zu Yoga und Vedanta verwendet. Wörtlich setzt es sich aus zwei Teilen zusammen: | Punkhavalla ist ein zusammengesetztes Wort aus dem Sanskrit und wird meist in traditionellen Texten und Kommentaren zu [[Yoga]] und [[Vedanta]] verwendet. Wörtlich setzt es sich aus zwei Teilen zusammen: | ||
* [[punkha]], das einen Fächer, Wind oder allgemein Luftstrom meint, und | * [[punkha]], das einen Fächer, Wind oder allgemein Luftstrom meint, und | ||
* [[valla]], das so viel wie Schutz, Umhüllung oder Hülle bedeutet. Zusammengenommen beschreibt punkhavalla also sinngemäß eine Art schützende Hülle oder Schleier aus Luft bzw. den vom Wind erzeugten Schutz — bildlich gesprochen eine Atmosphäre oder ein Element, das etwas umgibt und abschirmt. | * [[valla]], das so viel wie Schutz, Umhüllung oder Hülle bedeutet. Zusammengenommen beschreibt punkhavalla also sinngemäß eine Art schützende Hülle oder Schleier aus Luft bzw. den vom Wind erzeugten Schutz — bildlich gesprochen eine Atmosphäre oder ein Element, das etwas umgibt und abschirmt. | ||
Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 06:37 Uhr

Punkhavalla (Sanskrit: punkhavalla m.) = Schleier aus Luft, Diener, der Luft zufächelt.
Punkhavalla ist ein zusammengesetztes Wort aus dem Sanskrit und wird meist in traditionellen Texten und Kommentaren zu Yoga und Vedanta verwendet. Wörtlich setzt es sich aus zwei Teilen zusammen:
- punkha, das einen Fächer, Wind oder allgemein Luftstrom meint, und
- valla, das so viel wie Schutz, Umhüllung oder Hülle bedeutet. Zusammengenommen beschreibt punkhavalla also sinngemäß eine Art schützende Hülle oder Schleier aus Luft bzw. den vom Wind erzeugten Schutz — bildlich gesprochen eine Atmosphäre oder ein Element, das etwas umgibt und abschirmt.
Im philosophischen und spirituellen Kontext wird punkhavalla oft metaphorisch gebraucht, um die feinstofflichen Schichten zu bezeichnen, die das wahre Selbst verdecken oder vom Erfahrbaren trennen. So kann punkhavalla als eine subtile Hülle verstanden werden, die die Wahrnehmung dämpft und die direkte Erfahrung des Atman oder der reinen Bewusstheit verhüllt. In einigen Kommentaren wird der Begriff auch auf die Lebensatem-Funktionen (prana) bezogen: die Bewegung der Luft oder des Prana schafft eine Schicht, die das Bewusstsein in der Welt festhält.
In einer yogischen Erzählung heißt es, dass der Schüler erst die punkhavalla durchschauen und die Schleier der prana-bewegten Welt zur Ruhe bringen muss, bevor er das ungetrübte Selbst erkennen kann. Dieses Bild erinnert an die Beschreibung, dass Götter und Weisen die Hüllen des Lebensatem lüften, um zur klaren Schau zu gelangen.