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Der Sanskrit-Ausdruck Cetana (manchmal auch Chetana geschrieben) bedeutet so viel wie [[Bewusstsein]], Wachheit oder belebende Kraft. In der indischen [[Spiritualität]], besonders im [[Yoga]] und [[Hinduismus]], beschreibt er die lebendige Intelligenz, die allem zugrunde liegt – also das, was uns wahrnehmen, denken und handeln lässt. | |||
Im Gegensatz zum reinen Verstand ([[Buddhi]]) oder dem Ego ([[Ahamkara]]) geht es bei Cetana um das reine Gewahrsein selbst, das unveränderlich und frei von Gedankenmustern ist. Im Hinduismus wird diese Kraft oft mit dem Göttlichen verbunden – etwa als Ausdruck von [https://www.yoga-vidya.de/ Brahman] (der universellen Wirklichkeit) oder [[Atman]] (dem individuellen Selbst). | |||
Ein schönes Beispiel aus der [[Bhagavad Gita]] (Kapitel 10, Vers 22) lautet: | |||
"Unter den Bewusstseinsformen bin ich Cetana" – hier bezieht sich [[Krishna]] auf das göttliche Bewusstsein, das alles durchdringt. | |||
Im Yoga übst du, diese Cetana in dir zu erkennen: durch [[Meditation]], [[Achtsamkeit]] oder das Zurückziehen der Sinne ([[Pratyahara]]). Es geht darum, dich nicht mit deinen Gedanken zu identifizieren, sondern das stille Beobachten in dir zu spüren – das ist Cetana. | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Raja Yoga]] | |||
* [[Patanjali]] | |||
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Aktuelle Version vom 24. April 2026, 02:00 Uhr

Cetana: (Sanskrit: cetana adj. und m.) = sichtbar, offenbar, bewusst, intelligent; Bewusstsein, Intelligenz; Geist, Seele.
Der Sanskrit-Ausdruck Cetana (manchmal auch Chetana geschrieben) bedeutet so viel wie Bewusstsein, Wachheit oder belebende Kraft. In der indischen Spiritualität, besonders im Yoga und Hinduismus, beschreibt er die lebendige Intelligenz, die allem zugrunde liegt – also das, was uns wahrnehmen, denken und handeln lässt.
Im Gegensatz zum reinen Verstand (Buddhi) oder dem Ego (Ahamkara) geht es bei Cetana um das reine Gewahrsein selbst, das unveränderlich und frei von Gedankenmustern ist. Im Hinduismus wird diese Kraft oft mit dem Göttlichen verbunden – etwa als Ausdruck von Brahman (der universellen Wirklichkeit) oder Atman (dem individuellen Selbst).
Ein schönes Beispiel aus der Bhagavad Gita (Kapitel 10, Vers 22) lautet: "Unter den Bewusstseinsformen bin ich Cetana" – hier bezieht sich Krishna auf das göttliche Bewusstsein, das alles durchdringt.
Im Yoga übst du, diese Cetana in dir zu erkennen: durch Meditation, Achtsamkeit oder das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara). Es geht darum, dich nicht mit deinen Gedanken zu identifizieren, sondern das stille Beobachten in dir zu spüren – das ist Cetana.