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Der Sanskrit-Ausdruck „Avyāhara“ setzt sich aus der Negationsvorsilbe „[[a]]-“ und der Wurzel „[[vyahara]]/ vyahara-“ zusammen, die mit Herausbringen, Offenlegung oder auch mit Auftreten und Erscheinung verbunden ist. Wörtlich bedeutet Avyahara daher etwa „Nicht-Erscheinen“, „Nicht-Offenlegung“ oder „Nicht-Hervortreten“. In [[philosophisch]]en und [https://www.yoga-vidya.de/ spirituellen] Kontexten wird der Begriff häufig verwendet, um Zustände, Aspekte oder Wirkungen zu beschreiben, die verborgen, nicht manifest oder nicht zur Schau gestellt sind. | |||
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Allgemein vermittelt Avyahara die Idee des Verborgenen gegenüber dem Offenbaren; es betont, dass manche Wahrheiten, Zustände oder Ursachen im Hintergrund bleiben und nur durch indirekte Einsicht, inneres Erkennen oder methodische Untersuchung zugänglich sind. | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Jnana Yoga]] | |||
* [[Vedanta Kurs]] | |||
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Aktuelle Version vom 23. Dezember 2025, 01:35 Uhr

Avyahara: (Sanskrit: avyāhāra adj.) = ohne Tätigkeit, verborgen
Der Sanskrit-Ausdruck „Avyāhara“ setzt sich aus der Negationsvorsilbe „a-“ und der Wurzel „vyahara/ vyahara-“ zusammen, die mit Herausbringen, Offenlegung oder auch mit Auftreten und Erscheinung verbunden ist. Wörtlich bedeutet Avyahara daher etwa „Nicht-Erscheinen“, „Nicht-Offenlegung“ oder „Nicht-Hervortreten“. In philosophischen und spirituellen Kontexten wird der Begriff häufig verwendet, um Zustände, Aspekte oder Wirkungen zu beschreiben, die verborgen, nicht manifest oder nicht zur Schau gestellt sind.
In Vedanta und buddhistischer Terminologie kann Avyahara auf subtile Weisen gebraucht werden: zum Beispiel für die verborgenen Grundlagen des Bewusstseins, die nicht unmittelbar sinnlich erfassbar sind, oder für geistige Qualitäten und Einsichten, die innerlich vorhanden, aber äußerlich nicht sichtbar werden. Es kann auch eine technische Bedeutung in Kommentaren zu Ritualen oder sprachphilosophischen Texten haben, wo bestimmte Elemente bewusst nicht ausgesprochen oder nicht offenkundig gemacht werden.
Allgemein vermittelt Avyahara die Idee des Verborgenen gegenüber dem Offenbaren; es betont, dass manche Wahrheiten, Zustände oder Ursachen im Hintergrund bleiben und nur durch indirekte Einsicht, inneres Erkennen oder methodische Untersuchung zugänglich sind.