Shodasha Phala Dana – sechzehn Früchte als Gabe für Familienglück verschenken
Shodasha Phala Dana – sechzehn Früchte als Gabe für Familienglück verschenken ist eine Fruchtschenkung für Menschen, die um das Wohlergehen ihrer Familie und um die Erfüllung ihrer Herzenswünsche bitten. Sechzehn Früchte werden mit Gold, Getreide, einer Betelgabe und einer Geldgabe an einen Brahmanen überreicht. Das Gebet verbindet die Freude an reifen Früchten mit einer konkreten Übung der Freigebigkeit: Die vorbereitete Fülle geht vollständig an einen anderen Menschen über.
Shodasha Phala Dana folgt hier dem Abschnitt über besondere Schenkungsriten im Prativarshika Puja Katha Sangraha. Die Smarta-Handbuchfassung nennt für diesen Einzelritus weder einen bestimmten Festtag noch eine feste Uhrzeit. Ein sauberer Platz zu Hause ist eine praktische Möglichkeit; ein Tempel oder eine besondere Einweihung wird im Abschnitt nicht vorausgesetzt. Die schenkende Person spricht Entschluss und Gebet und überreicht dem eingeladenen Empfänger die Gabe.
Die Quelle bietet auch eine Acht-Früchte-Fassung und eine größere Verteilung an sechzehn Brahmanen an. Die hier gewählte Hauptfassung verwendet sechzehn Früchte für einen Empfänger. Ihre kurze Rahmenehrung und ihre teilweise abgekürzten Erklärungsformeln werden als verständliche deutsche Hausausführung angeleitet; das Sanskrit-Schenkungsgebet steht unmittelbar bei der Übergabe.
Vorbereitung
Bereite sechzehn frische, unversehrte Früchte vor. Die Art der Früchte lässt die Quelle offen. Hinzu kommen ein kleines Goldstück, essbares trockenes Getreide, Betelblätter mit einer Arekafrucht als überlieferte Ehrengabe sowie eine gesonderte Geldgabe. Lege nicht essbare Gegenstände getrennt von offenen Lebensmitteln bereit. Die Betelgabe wird überreicht; ein Verzehr ist kein Handlungsschritt dieser Anleitung.
Du brauchst außerdem eine saubere Unterlage, eine Blüte, Trinkwasser zur anfänglichen Reinigung und einen Sitzplatz für den Empfänger. Eine bestimmte Gold- oder Getreidemenge nennt diese Fassung nicht. Wähle Dinge, die du tatsächlich und ohne Rückforderung verschenken kannst.
Ablauf der Schenkung
1. Sich sammeln und reinigen
Wasche Hände und Mund. Die Quelle verlangt zu Beginn Achamana, die rituelle Wasseraufnahme. Für diese einfache Hausausführung nimm dreimal eine kleine Menge Trinkwasser in die saubere rechte Hand und trinke sie; wasche die Hand anschließend. Für diesen Rahmenschritt gibt der Einzelabschnitt keinen eigenen ausgeschriebenen Mantra an.
2. Den Entschluss aussprechen
Nenne Ort und Datum. Sprich den Sankalpa in dieser heutigen deutschen Sinnfassung:
„Ich vollziehe diese Schenkung von sechzehn Früchten zusammen mit Gold, Getreide, Betelgabe und Geldgabe. Ich bitte um Reinigung von Verfehlungen, um das Wohlergehen meiner Familie und um die Erfüllung meiner guten Herzenswünsche. Möge Parameshvara, der höchste Herr, an dieser Gabe Freude haben.“
Die längere Quellformel verbindet die Gabe mit ehelichem Wohlergehen, Kindern und Enkeln sowie mit himmlischen Freuden. Die deutsche Fassung fasst diese Anliegen für die häusliche Ausführung zusammen; sie ist kein zusätzlicher überlieferter Sanskritmantra.
3. Den Empfänger ehren und die Gabe bereiten
Begrüße den eingeladenen Brahmanen und biete ihm den vorbereiteten Sitz an. Ehre ihn mit der Blüte und einem freundlichen Willkommensgruß. Diese schlichte Ausführung entspricht der im Abschnitt vorausgesetzten Ehrung, die dort nur mit ihrem Anfang benannt wird.
Zähle die sechzehn Früchte noch einmal. Ordne sie mit Gold, Getreide und der getrennt bereitgelegten Betelgabe als zusammengehöriges Geschenk an. Die Geldgabe liegt zunächst daneben und wird beim Abschluss mit überreicht.
4. Mit dem vollständigen Vers schenken
Sprich über den vorbereiteten Gaben:
phalaiḥ ṣoḍaśa saṃyuktaṃ svarṇadhānyādisaṃyutam|
dvijavarya gṛhāṇa tvaṃ mama santu manorathāḥ||
Bedeutung: Bester der Zweimalgeborenen, nimm diese mit sechzehn Früchten, Gold und Getreide ausgestattete Gabe entgegen. Mögen meine Herzenswünsche sich erfüllen.
Überreiche anschließend die sechzehn Früchte, das Gold, das Getreide und die Betelgabe gemeinsam. Sprich als deutsche Ausführung der in der Quelle abgekürzten Übergabeerklärung:
„Ich übergebe dir diese sechzehn Früchte mit Gold, Getreide und Betelgabe, den Pflanzenmächten geweiht, als freie Gabe für das ausgesprochene Anliegen.“
5. Die Gabe abschließen
Überreiche die Dakshina. Der Empfänger nimmt die Gabe an; für die hier ausgeführte Hausfassung genügt eine verständliche Bestätigung der Annahme. Die Quelle kürzt die Antwortformeln ab, ohne sie im Einzelabschnitt vollständig auszuschreiben.
Schließe auf Deutsch: „Durch diese Fruchtschenkung möge Parameshvara erfreut sein.“ Verneige dich innerlich und danke dem Empfänger. Die Gaben bleiben bei ihm. Räume den Platz auf und kompostiere später die verwendete Blüte.
Die Freude am Reifen vertiefen
Die Früchte werden erst nach einer Zeit des Wachsens reif. Du kannst sie als persönliche Anregung betrachten, auch den Anliegen deiner Familie Zeit, Pflege und Geduld zu geben. Wähle eine kleine Handlung, mit der du in den kommenden Tagen zum Wohlergehen eines Angehörigen beitragen möchtest. Diese Besinnung ergänzt den überlieferten Schenkungsritus.
Schenkungsgebet
IAST
phalaiḥ ṣoḍaśa saṃyuktaṃ svarṇadhānyādisaṃyutam|
dvijavarya gṛhāṇa tvaṃ mama santu manorathāḥ||
Devanagari
फलैः षोडश संयुक्तं स्वर्णधान्यादिसंयुतम्।
द्विजवर्य गृहाण त्वं मम सन्तु मनोरथाः॥
Deutsche Bedeutung
Bester der Zweimalgeborenen, nimm diese mit sechzehn Früchten, Gold und Getreide ausgestattete Gabe entgegen. Mögen meine Herzenswünsche sich erfüllen.
Quelle und weitere Praxis
- Prativarshika Puja Katha Sangraha, Gruppe „Viśeṣavratapūjādānādividhi“, Abschnitt Ṣoḍaśaphaladānavidhi.
Verwendet wird die dort zuerst beschriebene Schenkung von sechzehn Früchten an einen Empfänger. Die anfängliche Wasserreinigung, die einfache Ehrung und die deutschen Entschluss-, Übergabe- und Abschlussworte bilden eine ausdrücklich vereinfachte Hausausführung der im Einzelabschnitt knapp beziehungsweise abgekürzt genannten Rahmenhandlungen.
Siehe auch: Dana, Shodasha Phala Dana, Dakshina, Karma Yoga.
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