Rashi Vrata

Aus Yogawiki

Rashi Vrata – zwölf Vollmonde mit goldenen Tierkreisgaben begehen ist ein einjähriger Gabenzyklus, bei dem an jedem Vollmond ein Zeichen des Tierkreises als goldene Darstellung verschenkt wird. Die Reihe beginnt im Monat Karttika mit dem Widder und setzt im Margashirsha mit dem Stier fort. Das Bhavishya Purana verbindet diesen Weg mit der Bitte um einen ungestörten Lebenslauf und die Erfüllung guter Anliegen. Die Gabe wird zuhause vorbereitet und an einen geeigneten Empfänger übergeben. Die hier genannten Zeichen bilden die rituelle Reihenfolge; sie bezeichnen nicht den tatsächlichen Sonnenstand des jeweiligen Monats.

Vorbereitung

Bereite die zwölf Zeichenbilder schrittweise vor. Die Quelle nennt Gold, Gewänder, Blumenschmuck und eine großzügige Begleitgabe, legt aber weder ein Goldgewicht noch eine bestimmte Bildgröße fest. Eine preiswertere Materialwahl wäre eine heutige Anpassung, nicht die wörtliche Vorschrift. Für den Ritus wird am jeweiligen Vollmond erst am Abend gegessen.

Monat Zeichen der Gabe
Karttika Mesha – Widder
Margashirsha Vrishabha – Stier
Pausha Mithuna – Zwillinge
Magha Karka – Krebs
Phalguna Simha – Löwe
Chaitra Kanya – Jungfrau
Vaishakha Tula – Waage
Jyeshtha Vrishchika – Skorpion
Ashadha Dhanus – Schütze
Shravana Makara – Steinbock
Bhadrapada Kumbha – Wassermann
Ashvina Mina – Fische

Die ersten beiden Zuordnungen stehen ausdrücklich im Text; die übrigen ergeben sich aus seiner Anweisung, die gesamte Zeichenreihe der Reihe nach fortzuführen.

Durchführung

1. Den ersten Vollmond vorbereiten
Beginne am Karttika-Vollmond. Halte die Widderdarstellung und die zugehörigen Gaben bereit. Die Auswahl eines geeigneten Empfängers sollte vor dem Fest erfolgen; der kurze Abschnitt selbst nennt keinen bestimmten Empfängerstand.

2. Das Zeichenbild schmücken
Lege das goldene Bild auf ein sauberes Tuch und schmücke es mit Blumen. Das Kapitel gibt weder einen eigenen Nyasa noch eine Mantrafolge für die Zeichen vor.

3. Das Monatsbild wirklich schenken
Überreiche Zeichenbild, Tuch, Blumenschmuck und Begleitgabe. Ein frei gesprochenes gutes Anliegen kann die Gabe begleiten, wird aber nicht als überliefertes Sanskritgebet ausgegeben.

4. Am Abend essen und den Zyklus fortführen
Nimm die Mahlzeit am Abend ein. Wiederhole die Folge an den nächsten Vollmonden mit dem jeweils folgenden Zeichen. Nach der Fischgabe im Ashvina ist die in zwölf Zeichen ausgeführte Reihe beendet. Eine weitere Abschlusszeremonie nennt dieser Abschnitt nicht.

Spiritueller Abschluss

Als persönliche Betrachtung kann jede Gabe einen Monat bewusst abrunden: Was möchte ich loslassen, und was soll weiter wachsen? Die Zeichen werden dabei zu Erinnerungen an den Lauf der Zeit, ohne dass daraus persönliche astrologische Vorhersagen abgeleitet werden müssen.

Quellen und verwandte Praxis