Dhanada Japa und Blütengaben an zehn Lakshmi Gestalten

Aus Yogawiki

Dhanada Japa und Blütengaben an zehn Lakshmi Gestalten verbindet die Mantrapraxis der Fülle gewährenden Göttin mit zehn Blütengaben. Fülle wird als empfangener Segen betrachtet, der durch Sorgfalt und Freigebigkeit weiterwirken darf.

Lakshmi als Gestalt von Glück, Fülle und Wohlergehen.

Umfang: Dhyana, zehn Namensgaben, 108 Mantra-Wiederholungen und Abschluss.

Anlass, Voraussetzungen und Material

Für in die Dhanada-Mantraüberlieferung eingeführte Praktizierende. Benötigt werden zehn Blüten oder Blütenblätter, ein Teller, eine Mala und etwa 15 bis 25 Minuten. Ein Lakshmi-Bild kann die Sammlung unterstützen.

Die Lakshmi Puja und Mahalakshmi Puja Vidhi bieten größere Abläufe der Lakshmi-Verehrung. Das Shri Sukta vertieft die Bitte um Glück, Fülle und Wohlergehen. Der hier beschriebene Ablauf ist in sich vollständig ausgeschrieben.

1. Absicht und Gaben bereiten

Lege zehn Blüten oder zehn Blütenblätter auf einen Teller. Stelle ein Bild Lakshmis oder einen kleinen freien Verehrungsplatz davor. Setze dich ruhig. Widme die Sitzung einer verantwortlichen Versorgung des Lebens und der Bereitschaft, empfangene Fülle zu teilen. Dhanada heißt „die Reichtum Gebende“; eine materielle Erfolgsgarantie ist damit nicht verbunden.

2. Dhanada betrachten

Vergegenwärtige die Göttin nach dem Dhyana des Brihat Tantrasara: Sie leuchtet rötlich wie das Innere einer Safranblüte. Ihre Arme sind weich wie Lotusfasern, ihre Augen gleichen blauen Lotussen. Kostbare Ketten, Ohrringe, Krone und Fußschmuck zieren sie. In den Händen bewegt sie einen Lotus. Sie trägt rote Gewänder und weilt auf einem juwelenbesetzten Thron unter dem Wunschbaum, umgeben von einer goldenen Einfriedung. Biete ihr im Geist Duft, Blüte, Rauch, Licht und vegetarische Speise dar. Diese Betrachtung erfolgt still; ein Sanskritvers wird dabei nicht rezitiert.

3. Zehn Blüten darbringen

Lege nach jeder vollständig gesprochenen Formel eine Blüte vor die Göttin. Die zehn Namen folgen der Quelle in ihrer Reihenfolge.

Name und Bedeutung Vollständige Formel
Lakshmi, der glückverheißenden Fülle oṃ lakṣmyai namaḥ
Padma, der Lotusgestalt oṃ padmāyai namaḥ
Padmalaya, der im Lotus Wohnenden oṃ padmālayāyai namaḥ
Shri, Glanz und Wohlergehen oṃ śriyai namaḥ
Haripriya, der Geliebten Haris oṃ haripriyāyai namaḥ
Tara, der hinüberführenden Göttin oṃ tārāyai namaḥ
Kamala, der Lotusgöttin oṃ kamalāyai namaḥ
Chanchala, der Beweglichen oṃ cañcalāyai namaḥ
Aja, der Ungeborenen oṃ ajāyai namaḥ
Lola, der Wandelbaren oṃ lolāyai namaḥ

4. Dhanadas Mantra rezitieren

Rezitiere die folgende vollständige Formel 108-mal leise oder im Geist:

dhaṃ hrīṃ śrīṃ ratipriye svāhā

Dham, Hrim und Shrim sind die Bijas dieser Fassung. O Ratipriya, du Freude Liebende: Dir sei die Gabe dargebracht.

Eine ganze Formel zählt als eine Wiederholung. Bewege danach eine Zählperle der Mala weiter; die Meru-Perle zählt nicht mit. Bleibe bei natürlichem Atem. Die Zahl 108 begrenzt diese Sitzung und ist kein Ersatz für die größere Purashcharana der Quelle.

5. Darbringung und Ausklang

Vergegenwärtige die Frucht deiner Rezitation als Gabe in der linken Hand der Göttin. Sprich:

guhyātiguhyagoptrī tvaṃ gṛhāṇāsmatkṛtaṃ japam |
siddhir bhavatu me devi tvatprasādāt tvayi sthitiḥ ||

Du bist die Hüterin des Geheimsten. Nimm unsere Rezitation an. Durch deine Gnade möge mir Vollendung zuteilwerden: das Ruhen in dir.

Lege die Hände vor dem Herzen zusammen, neige den Kopf und verweile still. Lass die bildhafte Betrachtung im Herzen zur Ruhe kommen. Die Sitzung ist beendet.

Wähle nach der Sitzung eine konkrete Handlung der Freigebigkeit: etwas teilen, eine offene Verpflichtung sorgfältig erledigen oder jemanden unterstützen.

Vertiefung

Yoga-Vidya-Video zur Hinwendung an Lakshmi. Der Beitrag ergänzt die Anleitung; der konkrete Ritualablauf steht oben.

Siehe auch

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Quellen und redaktionelle Hinweise

Brihat Tantrasara von Kṛṣṇānanda Āgamavāgīśa, IAST-Projektfassung, Teil 1, nach dem elektronischen Text M00013 auf Grundlage des Drucks Calcutta 1896. Die angegebenen Versnummern sind abschnittsinterne Nummern. Dhanada-Abschnitt, lokale Verse 35–36: zwei verschiedene Bija-Reihenfolgen; hier wird ausdrücklich die Fassung aus 35 gewählt, „dhaṃ hrīṃ śrīṃ ratipriye svāhā“. Tu-turya ist der vierte Konsonant der ta-Reihe, dha; der Text verlangt Bindu, aber an dieser Stelle keine Vokalverlängerung. Dhyana: 39; zehn vollständig ausgeschriebene Namensgaben: 41ka. Der äußere Yantra- und Nyasa-Komplex wird in dieser Japa- und Blütenandacht nicht beansprucht. Die Dhyana-Beschreibung ist eine vollständige Sinnwiedergabe der für die Betrachtung wesentlichen Merkmale, kein Sanskrit-Rezitationstext.

Die begrenzte Sitzung mit 108 Wiederholungen ist eine redaktionelle Praxisform. Ihr allgemeiner Rahmen folgt Mantramahodadhi 21.166–170, besonders 21.169; die Japa-Darbringung folgt 22.151–152. Die weiblichen Formen goptrī und devi folgen der ausdrücklichen Anweisung im Brihat Tantrasara, allgemeine Paddhati, lokaler Vers 6. Die Gabe in die linke Hand der Göttin folgt der dortigen Shyama-Puja, lokaler Vers 76; in dieser inneren Sitzung wird sie vorgestellt. Sie ersetzt nicht die größere, im Gottheitenabschnitt beschriebene Purashcharana. Die hier ausgewählten Schritte sind vollständig ausgeschrieben; die äußeren Avarana-Pujas gehören nicht zu dieser inneren Sitzung.