Atrutita Valli Dana – fünf Sesamgaben für eine gedeihende Familienlinie verschenken
Atrutita Valli Dana – fünf Sesamgaben für eine gedeihende Familienlinie verschenken drückt den Wunsch aus, dass die eigene Familie wie eine ununterbrochen weiterwachsende Ranke gedeihe. Eine Frau bereitet an Makara Sankranti fünf Handvoll einer Masse aus gemahlenem Sesam und Jaggery und verschenkt sie mit einem kurzen Gebet. Die Ranke ist das Bild der Segensbitte; die tatsächlich übergebene Gabe besteht aus der süßen Sesammasse.
Atrutita Valli Dana gehört zu den Schenkungsriten zum Sonnenübergang im Puja Samuccaya von Vasudeva Lakshmana Panshikar. Diese Smarta-Hausfassung nennt Frauen als Ausführende. Der Anlass ist der Eintritt der Sonne in Makara; Festtag und örtliche Festzeit werden dem Panchanga entnommen. Eine zusätzliche feste Uhrzeit schreibt der kurze Einzelritus nicht vor.

Vorbereitung
Ein sauberer Platz zu Hause eignet sich für die Vorbereitung und Übergabe; einen Tempelbesuch schreibt der Einzelabschnitt nicht vor. Die gebende Frau spricht den Entschluss und das Schenkungsgebet; die Ordnung nennt für diesen Einzelritus keine besondere Aufgabe einer Priesterleitung. Die gemeinsame Anfangsregel nennt einen Brahmanen als Empfänger. Die Einbeziehung anderer Empfänger ist als heutige Erweiterung möglich; sie ist von der genannten historischen Empfängerregel zu unterscheiden.
Bereite vor: gemahlenen Sesam, Jaggery und ein sauberes Gefäß für insgesamt fünf Handvoll der zubereiteten Masse. Hinzu kommen eine frische Blüte für die schlichte Ehrung und eine gesonderte Geldgabe.
Ablauf der Schenkung
1. Die besondere Gabe bereiten
Vermische gemahlenen Sesam mit Jaggery zu einer gut portionierbaren Masse. Miss davon fünf Handvoll ab und lege sie in das Geschenkgefäß. Ein bestimmtes Mischungsverhältnis nennt der Text nicht. Er schreibt auch keine Rankenfigur aus der Masse vor; die fünf Handvoll sind seine konkrete Mengenangabe.
2. Ort, Fest und Anliegen nennen
Nenne Ort, Datum und Makara Sankranti. Sprich dann den gemeinsamen Anfang des Sankalpa, mit dem das Handbuch seine Schenkungsordnung eröffnet:
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Bedeutung: Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Schließe den Entschluss für diese Gabe in der folgenden deutschen Sinnfassung ab:
„Ich werde fünf Handvoll der Sesam-Jaggery-Masse für das Gedeihen meiner Familie verschenken. Ich bitte um das stetige Gedeihen meiner Nachkommenschaft wie das Wachstum einer ungebrochenen Ranke.“
Diese deutschen Worte führen das jeweilige Anliegen der Quelle aus. Sie sind eine heutige verständliche Fassung der teilweise abgekürzten Entschlussformeln des Handbuchs.
3. Gabe und empfangende Person ehren
Begrüße die empfangende Person beziehungsweise die eingeladenen Menschen respektvoll. Ehre die Gabe und ihre Empfänger, wie es die gemeinsame Regel verlangt. Als schlichte häusliche Ausführung kannst du die Blüte zur Gabe legen und die Menschen freundlich willkommen heißen. Dieser Blumengruß konkretisiert die nicht näher ausgeführte Ehrung; Lebensmittel und Gebrauchsflächen bleiben sauber.
4. Das Schenkungsgebet sprechen und die Gabe überreichen
Sprich den vollständigen Vers über den fünf Portionen. Übergib danach die ganze Menge an den Empfänger.
tilacūrṇakṛtaṃ dravyaṃ saguḍaṃ muṣṭipaṃcakaṃ|
dadāmi tena me bhūyādvaṃśavṛddhiḥ pratānavat||
Bedeutung: Ich gebe fünf Handvoll dieser aus Sesammehl bereiteten, mit Jaggery verbundenen Masse. Dadurch möge meine Nachkommenschaft wie eine sich ausbreitende Ranke gedeihen.
5. Mit der Geldgabe abschließen
Überreiche die gesonderte Dakshina; bei mehreren Empfängern verteilst du sie angemessen. Damit wird die gemeinsame Schenkungsordnung des Handbuchs abgeschlossen. Danke für die Annahme. Die übergebenen Gaben gehören den Beschenkten und bleiben ihnen zur Verwendung. Räume den Platz auf; die Blüte kann kompostiert werden.
Eine Ranke braucht Halt und Raum zum Wachsen. Betrachte dieses Bild als persönliche Anregung: Welche Unterstützung braucht ein jüngeres Familienmitglied, und wo möchte es selbstständig entscheiden? Eine konkrete Antwort auf diese Frage kann die Segensbitte über den Festtag hinaus begleiten.
Zusammenhängende Rezitation
Die folgenden Fassungen enthalten den gemeinsamen Anfang des Entschlusses und das vollständige Schenkungsgebet. Der deutsche Abschluss des Entschlusses und die jeweiligen Handlungen stehen im Ablauf.
IAST
Gemeinsamer Beginn des Entschlusses
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Deutscher Abschluss: „Ich werde fünf Handvoll der Sesam-Jaggery-Masse für das Gedeihen meiner Familie verschenken. Ich bitte um das stetige Gedeihen meiner Nachkommenschaft wie das Wachstum einer ungebrochenen Ranke.“
Schenkungsgebet
tilacūrṇakṛtaṃ dravyaṃ saguḍaṃ muṣṭipaṃcakaṃ|
dadāmi tena me bhūyādvaṃśavṛddhiḥ pratānavat||
Devanagari
Gemeinsamer Beginn des Entschlusses
मम श्रीसवितृप्रीतिद्वारा सकलपापक्षयपूर्वकं इह जन्मनि जन्मांतरे च स्थिरसौभाग्यकुलाभिवृद्धिधनधान्यसमृद्धिदीर्घायुः पुष्टिमहैश्वर्यमंगलाभ्युदयसुखसंपदादिकल्पोक्तफलसिद्धये अस्मिन्मकरसंक्रमपुण्यपर्वकाले
Deutscher Abschluss: „Ich werde fünf Handvoll der Sesam-Jaggery-Masse für das Gedeihen meiner Familie verschenken. Ich bitte um das stetige Gedeihen meiner Nachkommenschaft wie das Wachstum einer ungebrochenen Ranke.“
Schenkungsgebet
तिलचूर्णकृतं द्रव्यं सगुडं मुष्टिपंचकं।
ददामि तेन मे भूयाद्वंशवृद्धिः प्रतानवत्॥
Deutsche Bedeutung
Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Abschluss: „Ich werde fünf Handvoll der Sesam-Jaggery-Masse für das Gedeihen meiner Familie verschenken. Ich bitte um das stetige Gedeihen meiner Nachkommenschaft wie das Wachstum einer ungebrochenen Ranke.“
Ich gebe fünf Handvoll dieser aus Sesammehl bereiteten, mit Jaggery verbundenen Masse. Dadurch möge meine Nachkommenschaft wie eine sich ausbreitende Ranke gedeihen.
Quelle und weitere Praxis
- Vasudeva Lakshmana Panshikar: Puja Samuccaya, Kapitel 79, „Saṅkrāntidānāni“, Einzelabschnitt „अत्रुटितवल्लिदानं“; Sanskritvolltext.
Der Abschnitt erklärt die gemeinsame Ordnung aus Entschluss, Ehrung der Gabe und der empfangenden Person sowie abschließender Dakshina ausdrücklich auch für die nachfolgenden Einzelgaben. Die deutschen Schlussworte des Entschlusses und die als solche beschriebenen häuslichen Handhabungen sind praktische Ausführungen dieser kurzen Ordnung.
Siehe auch: Dana, Makara Sankranti, Surya, Karma Yoga.
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