Psychopathie

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Psychopathie - Etymologie, Überlegungen und Tipps. Psychopathie ist ein psychiatrischer Begriff mit unterschiedlichsten Bedeutungen. Pathie bezeichnet etwas Krankhaftes, eine Erkrankung. Pathie kommt vom griechischen Wort páthos (πάθος) ‘(Miß)geschick, Leid, Gemütsbewegung, Leidenschaft. In der Medizin bezeichnet die Endung -pathie oft eine Krankheit. So ist Psychopathie eine Erkrankung der Psyche. Im 19. Jahrhundert wurde der Ausdruck Psychopathie als abnorme psychische Verfassung, die sich in Verhaltensstörungen äußert. Heutzutage wird Psychopathie oft als Gegenpol zur Empathie postuliert und vom griechischen Wortstamm pathein abgeleitet: Empathie bedeutet Einfühlungsvermögen, Psychopathie bedeutet mangelndes Einfühlungsvermögen. Wer die Empfindungen, Emotionen, Stimmungen anderer stark spürt ist ein Empath. Wer diese gar nicht spürt, der ist ein Psychopath. Eine gesteigerte Form der Empathie wird auch als Hypersensibilität, Hypersensitivität bezeichnet. Jeder Mensch ist auf bestimmten Gebieten Psychopath, auf anderen Empath. Fleischesser z.B. haben überhaupt keine negative Empfindung, wenn sie Schweinefleisch sehen und essen. Dagegen hätten sie furchtbarste Empfindungen, wenn sie sehen würden, dass ein Hund geschlachtet wird, ihm das Fell abgetrennt wird und dann das Muskelfleisch zu Schnitzel verarbeitet wird. So ist der Mensch in der Lage, auf bestimmten Gebieten sein Einfühlungsvermögen, Empathie, abzuschalten, und Psychopathie an dessen stellen zu setzen.

Meditation hilft bei Psychopathie

Umgang mit Psychopathie anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Psychopathie ist ein interessantes Wort, das eine eigenartige Begriffsgeschichte hatte. Psychopath war früher jemand, der aus psychischen Störungen heraus gewalttätig war und andere gequält hat. Heute wird oft als Psychopathie eine psychische Besonderheit bezeichnet. Eben ein Mensch der die Gefühle anderer gar nicht wahrnimmt.

Das eine Spektrum des Menschen ist der Empath oder der Sensible, der Hypersensible. Und das andere ist der Psychopath. Ein Psychopath ist also jemand, der nicht merkt, wie seine Worte wirken. Der nicht merkt, was die anderen fühlen, was sie denken, kein Einfühlungsvermögen hat.

Und es gibt Menschen, die sind einfühlsamer und andere sind weniger einfühlsam. Es gibt auch die selektiv Einfühlsamen. Es gibt Menschen, die können mal einfühlsam sein und dann schalten sie das ab und können dann über Leichen gehen.

Psychopathen können kriminell werden. Manche Psychopathen suchen den Kick und finden ihn zum Teil über Alkohol, über Drogen. Zum Teil auch über Gewalttätigkeit.

Psychopathen können aber auch ihre Funktion haben. Manchmal muss man nämlich auch das umsetzen, das notwendig ist. Sehr viele der Sanierer von Firmen sind Psychopathen. Man kann sich darüber aufregen. Man könnte auch sagen, ohne sie wäre die Firma vielleicht ganz pleite geworden. Manche Politiker sind Psychopathen. Wie hält man das aus, wenn man ständig kritisiert wird? Manche Wirtschaftsbosse sind Psychopathen. Wenn man ständig auf die Gefühle anderer achtet wird es schwer, nach oben zu kommen. Wenn Psychopathen gleichzeitig sich ethisch verhalten, wenn sie gleichzeitig sich bemühen, das richtige zu tun, dann können sie wertvoll in der Gesellschaft sein. Aber, Psychopathen mangelt es manchmal an der Liebe und dem Mitgefühl. Und das kann sie auch gefährlich machen.

Psychopathie in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Psychopathie gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Psychopathie - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Psychopathie sind zum Beispiel Abnormität, Krankhaftigkeit, Perversion, .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Antonyme Psychopathie - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Psychopathie sind zum Beispiel Empathie, Einfühlungsvermögen, Mitgefühl, Hypersensibilität, Hypersensivität . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Psychopathie, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Psychopathie, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Psychopathie stehen:

Eigenschaftsgruppe

Psychopathie kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Psychopathie sind zum Beispiel das Adjektiv psychopathisch , sowie das Substantiv Psychopath.

Wer Psychopathie hat, der ist psychopathisch beziehungsweise ein Psychopath.

Siehe auch

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