Pratyagamana gemäß Shankhayana – Heimkehrsegen nach einer Reise

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Pratyagamana gemäß Shankhayana – Heimkehrsegen nach einer Reise: Das Pratyagamana gemäß Shankhayana begrüßt bei der Rückkehr zuerst das Haus und erst dann die Menschen, die darin wohnen. Der Heimkehrende spricht dem Zuhause Furchtlosigkeit, Nahrung und Freude zu, tritt an das häusliche Feuer und lässt sich Wasser für die Füße reichen. So wird aus dem bloßen Wiederankommen ein bewusster Eintritt in die Verantwortung und Geborgenheit des gemeinsamen Lebens. Der kurze, eigenständige Ritus steht im Shankhayana Grihya Sutra III.7 und gehört zur häuslichen Überlieferung des Rigveda.

Anlass und Rahmen

Dieses Pratyagamana, die rituelle Rückkehr, wird bei der tatsächlichen Heimkehr von einer Reise ausgeführt. Es ist an keine Jahreszeit oder feste Stunde gebunden. Die zurückkehrende Person spricht die Gebete selbst; ein Angehöriger reicht das Fußwasser. Ein Priester oder ein zusätzliches Homa ist für diese Folge nicht vorgeschrieben.

Die alte Vorschrift setzt das gepflegte häusliche Feuer voraus. In einem heutigen Haushalt ohne solches Feuer kann eine kleine, sicher aufgestellte Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) den Feuergruß begleiten. Das ist eine zeitgemäße häusliche Übertragung. Die Lampe wird nicht als neu eingerichtetes vedisches Hausfeuer behandelt.

Benötigt werden lediglich ein Platz an der Haustür, das häusliche Feuer beziehungsweise die vorbereitete Lampe, eine Schale mit frischem lauwarmem Wasser, eine Auffangschüssel für das Fußbad und ein Handtuch. Der Gruß nennt Kühe, Ziegen und Schafe als Bild des versorgten Haushalts; diese Tiere müssen nicht vorhanden sein.

Durchführung

1. Vor dem Eintritt das Haus grüßen

Bleibe bei deiner Rückkehr einen Augenblick so stehen, dass du das Haus ansehen kannst. Sprich den gesamten dreiteiligen Hausgruß:

gṛhā mā bibhīta mā vepadhvam ūrjaṁ bibhrata emasi |
ūrjaṁ bibhrad vaḥ sumanāḥ sumedhā gṛhān aimi manasā modamānaḥ ||

गृहा मा बिभीत मा वेपध्वम् ऊर्जं बिभ्रत एमसि ।
ऊर्जं बिभ्रद् वः सुमनाः सुमेधा गृहान् ऐमि मनसा मोदमानः ॥

Ihr Wohnstätten, fürchtet euch nicht, zittert nicht: Kraft und Nahrung tragend kommen wir. Kraft bringend, frohen Sinnes und mit guter Einsicht kehre ich zu euch heim, im Herzen freudig.


yeṣām adhyeti pravasan yeṣu saumanaso bahuḥ |
gṛhān upa hvayāmahe te no jānantu jānataḥ ||

येषाम् अध्येति प्रवसन् येषु सौमनसो बहुः ।
गृहान् उप ह्वयामहे ते नो जानन्तु जानतः ॥

Die Wohnstätten, an die man in der Ferne denkt und in denen große Freude wohnt, rufen wir an. Mögen sie uns kennen, wie wir sie kennen.


upahūtā iha gāva upahūtā ajāvayaḥ |
atho ’nnasya kīlāla upahūto gṛheṣu naḥ ||

उपहूता इह गाव उपहूता अजावयः ।
अथो ऽन्नस्य कीलाल उपहूतो गृहेषु नः ॥

Hierher gerufen seien die Kühe, hierher gerufen Ziegen und Schafe. Auch der nährende Saft der Speise sei in unsere Häuser gerufen.

2. Zum häuslichen Feuer treten

Tritt ein und begib dich zum häuslichen Feuer. Bei der heutigen Lampenfassung entzündet ein Angehöriger die Lampe vor diesem Gruß. Sprich:

ayaṁ no agnir bhagavān ayaṁ no bhagavattaraḥ |
asyopasadye mā riṣāmāyaṁ śraiṣṭhye dadhātu naḥ ||

अयं नो अग्निर् भगवान् अयं नो भगवत्तरः ।
अस्योपसद्ये मा रिषामायं श्रैष्ठ्ये दधातु नः ॥

Dieser Agni ist für uns segensreich, dieser ist für uns überaus segensreich. Wenn wir uns ihm nahen, mögen wir keinen Schaden erleiden; er führe uns zum Besten.

3. Heilvolle Worte an die Hausgemeinschaft richten

Wende dich den Anwesenden zu und sprich freundliche, segensvolle Worte. Die Vorschrift lässt den Wortlaut offen. Zum Beispiel: „Ich bin froh, wieder bei euch zu sein. Möge es euch gut gehen; mögen wir einander zuhören und unser Zuhause freundlich miteinander teilen.“ Begrüße die Menschen einzeln und gib ihnen Raum zu antworten.

4. Fußwasser empfangen

Ein Angehöriger reicht dir die Schale mit dem vorbereiteten Wasser. Nimm sie mit beiden Händen entgegen und sprich:

virājo doho ’si virājo doham aśīya |
mayi padyāyai virājo dohaḥ ||

विराजो दोहो ऽसि विराजो दोहम् अशीय ।
मयि पद्यायै विराजो दोहः ॥

Du bist die Milch der Viraj. Möge ich die Milch der Viraj empfangen. In mir wohne die Milch der an den Füßen gegenwärtigen Viraj.

Setze dich, wasche die Füße über der Auffangschüssel oder lasse dir dabei helfen und trockne sie ab. Padya, das Wasser für die Füße, empfängt den Reisenden als geehrten Gast im eigenen Haus. Die „Milch der Viraj“ bezeichnet im Gebet nährende Fülle; tatsächlich wird Wasser verwendet. Mit diesem Empfang ist der Ritus abgeschlossen. Gieße das gebrauchte Waschwasser weg. Eine für diese Begrüßung entzündete Lampe wird nach dem Zusammensein sicher gelöscht.

Quellen und weitere Praxis

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