Shakti Pramoda Deutsche Übersetzung Teil 2

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Shakti Pramoda Deutsche Übersetzung Teil 2: Hier der zweite Teil der deutschen Übersetzung von Shanti Pramoda Teil 1.

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6. Tripurabhairavi-Tantra

Tripurabhairavi-Tantra: Titel und Ausgabeangaben

Glück und Segen!

Gesammelt und zusammengestellt von Rājā Devanandanasiṃha Bahādur, dem erhabenen Herrscher und Herrn der Hauptstadt Śivahara, als Bestandteil des Śāktapramoda:

Das sechste Tripurabhairavī-Tantra.

Durchgesehen von Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des königlichen Gurus des genannten Herrschers.

Dieses Werk wurde von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas, in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“ gedruckt und herausgegeben.

Bombay.

Verehrung dem erhabenen Gaṇeśa.

Nun der Śāktapramoda.

Nun das Tripurabhairavī-Tantra.

Tripurabhairavi: Meditation, Yantra und Mantra

Nun die Meditation über Bhairavī.

Ich verehre die sanft lächelnde Göttin, deren Glanz dem von tausend aufgehenden Sonnen gleicht. Sie trägt ein rotes Leinengewand und eine Kette aus Köpfen; ihre Brüste sind mit Blut bestrichen. In ihren Lotushänden hält sie Gebetskette und Wissen [als Buch] und zeigt Furchtlosigkeit und Gabengewährung. Ihr Lotosantlitz erstrahlt durch die drei Augen. Sie trägt eine juwelenbesetzte Krone mit dem Mond.

Nun die Darstellung des Yantra.

Man zeichne einen achtblättrigen Lotos, dessen Samenkapsel neun Yonis enthält. Danach zeichne man die Erdumgrenzung mit vier Toren.

Nun die Erschließung des Mantras.

Īśāna wird mit a verbunden; danach füge man sai hinzu. Dann spreche man hasakarīm, anschließend hasaiṃ. Dieser achtsilbige Mantra Bhairavīs ist hiermit erklärt. Wer ihn wiederholt oder bewahrt, dem schenkt er alle Fülle. [Die verschlüsselte Lautanweisung und die Silbenzahl werden als Aussagen der Quelle bewahrt.]

Nun der Mantra.

hasaiṃ hasakarīṃ hasaiṃ — Bīja-Folge Tripurabhairavīs. Sie besitzt keine wörtliche deutsche Satzbedeutung. Der Wortlaut folgt der hier ausgeschriebenen Formel; abweichende Formen in den nachfolgenden Nyāsas werden nicht daran angeglichen.

Tripurabhairavi: Ritualordnung

Nun die Ordnung der Pūjā.

Nachdem man die morgendlichen Handlungen bis einschließlich Prāṇāyāma ausgeführt hat, vollziehe man den Sitz-Nyāsa. Man lege in der zuvor genannten Reihenfolge die tragende Kraft und die weiteren [Prinzipien] nieder, bis zu hrīṃ jñānātmane namaḥ — „hrīṃ, Verehrung dem Erkenntnisselbst“. Auf den Staubfäden des Herzlotos, beginnend mit Osten, folgen:

oṃ icchāyai namaḥ — Oṃ, Verehrung dem Willen.

jñānāyai namaḥ — Verehrung der Erkenntnis.

kriyāyai [namaḥ] — Verehrung dem Handeln.

kāmadāyinyai [namaḥ] — Verehrung der Wünsche Gewährenden.

ratyai [namaḥ] — Verehrung Rati, der Liebesfreude.

ratipriyāyai [namaḥ] — Verehrung der Liebesfreude Liebenden.

nandāyai [namaḥ] — Verehrung Nandā, der Erfreuenden.

In der Mitte: aiṃ parāyai [namaḥ] — aiṃ, Verehrung der Höchsten.

aparāyai [namaḥ] — Verehrung der Nicht-Höchsten beziehungsweise der im Bereich des Relativen Wirkenden.

hasauṃ sadāśivamahāpretapadmāsanāya namaḥ — hasauṃ, Verehrung dem Lotossitz, dessen großer Leichnam Sadāśiva ist. Nach diesem Nyāsa vollziehe man den Nyāsa des Sehers und der übrigen Bestandteile.

Am Kopf: dakṣiṇāmūrtaye namaḥ — Verehrung Dakṣiṇāmūrti.

Am Mund: paṅkticchandase namaḥ — Verehrung dem Versmaß Paṅkti.

Am Herzen: tripurabhairavyai devatāyai namaḥ — Verehrung der Gottheit Tripurabhairavī.

Am verborgenen Bereich: vāgbhavabījāya namaḥ — Verehrung dem Vāgbhava-Samen [Quelle: bāgbhava].

An den Füßen: śaktikaśaktaye namaḥ — Verehrung der Śaktika-Kraft [so die Wortform der Vorlage].

Am ganzen Körper: kāmarājāya kīlakāya namaḥ — Verehrung Kāmarāja als Verschluss.

So heißt es in der Dakṣiṇāmūrti-Saṃhitā: Der Seher ist Dakṣiṇāmūrti; man lege ihn der Ordnung gemäß am Kopf nieder.

Das Versmaß ist als Paṅkti zu erkennen und am Mund niederzulegen. Die Gottheit Tripureśānī [setze man] in mein Herz; Vāgbhava wird als Same bezeichnet. Das Śakti-Bīja ist die Kraft, Kāmarāja der Verschluss. Dann [setze man] vom Nabel bis zu den Füßen haṃsare namaḥ. Vom Herzen bis zum Nabel lege man das Kāma-Bīja nieder. [Die Gestalt haṃsare bleibt unangetastet; sie stimmt nicht mit dem zuvor ausgeschriebenen Mantra überein.]

sakalaḥ riṃ namaḥ [so die auseinandergezogene Formel der Vorlage]; vom Kopf bis zum Herzen: haṃsare namaḥ. Ebenso [lege man] den ersten Samen in die rechte Hand, den zweiten in die linke Hand und den dritten in beide Hände. Die drei Bījas lege man der Reihe nach am Scheitel, im Mūlādhāra und im Herzen nieder. [yathāśaṅkhena ist in diesem Satz gestört; „der Reihe nach“ folgt der Parallelstelle.]

So in der Abhandlung:

Der beste Mantrakundige lege Vāgbhava vom Nabel bis zu den Füßen nieder, das Kāma-Bīja vom Herzen bis zum Nabel und danach die Dreiheit vom Kopf bis zum Herzbereich. Den ersten und zweiten [Samen] lege er in die beiden Hände, dann dreimal in beide [so tastriḥ der Vorlage]. Erneut lege er die drei Bījas der Reihe nach an Scheitel, Grundlage und Herz nieder.

Danach der Nyāsa, dessen Wesen die neun Yonis sind.

Den ersten Samen lege man am rechten Ohr nieder, den zweiten am linken Ohr und den dritten am Kinn. Ebenso [die drei jeweils der Reihe nach] an beiden Schläfen und Mund; an beiden Augen und Nase; an beiden Schultern und Bauch; an beiden Ellenbogen und Unterleib; an beiden Knien und Liṅga; an beiden Füßen und dem verborgenen Bereich; an beiden Seiten und Herz; an beiden Brüsten und Hals.

So in der Abhandlung:

Man vollziehe den neun Yoni entsprechenden Nyāsa mit den drei Bījas der Reihe nach: an beiden Ohren und Kinn, dann an beiden Schläfen und Mund, auch an beiden Augen, danach an beiden Schultern und Bauch; an beiden Ellenbogen und Unterleib; an beiden Knien und mūrdhamūrdhani [gestörte Wiederholung von „Scheitel“]; an beiden Füßen und dem verborgenen Bereich; an beiden Seiten und Herzlotos; an beiden Brüsten und Hals. Danach lege man Rati und die weiteren [Kräfte] nieder. [Die Nase fehlt in diesem Zitat, und die Knie-Zuordnung weicht von der vorherigen Prosa ab.]

Nun der Nyāsa von Rati und den weiteren Kräften.

Im Mūlādhāra: aiṃ ratyai namaḥ — aiṃ, Verehrung Rati.

Im Herzen: klīṃ prītyai namaḥ — klīṃ, Verehrung der Liebe, Prīti.

Zwischen den Brauen: manobhavāyai namaḥ — Verehrung der aus dem Geist Geborenen. [Hier steht kein ausdrückliches Bīja.]

Wieder zwischen den Brauen: sauḥ amṛteśyai namaḥ — sauḥ, Verehrung der Herrin des Nektars.

Im Herzen: klīṃ yogeśyai namaḥ — klīṃ, Verehrung der Herrin des Yoga.

Im Mūlādhāra: aiṃ viśvayonyai namaḥ — aiṃ, Verehrung dem Ursprung des Alls.

So in der Abhandlung:

Am Mund [lege man] Rati nieder, im Herzen Prīti, zwischen den Brauen Manobhavā, mit den drei Bālā-Bījas. An denselben Stellen lege man in umgekehrter Reihenfolge Amṛteśī, Yogeśī und Viśvayoni nieder, mit den Bījas in umgekehrter Folge. Danach vollziehe man den Gestalten-Nyāsa. [Das Zitat setzt Rati an den Mund, die vorausgehende Prosa an das Mūlādhāra.]

Nun der Gestalten-Nyāsa.

Am Scheitel: hasaroṃ īśānamanobhavāya namaḥ — hasaroṃ, Verehrung Īśāna-Manobhava.

Am Gesicht: hasareṃ tatpuruṣamakaradhvajāya namaḥ — hasareṃ, Verehrung Tatpuruṣa-Makaradhvaja.

Am Herzen: hasarūṃ aghorakandarpakumārāya namaḥ — hasarūṃ, Verehrung Aghora-Kandarpa-Kumāra.

Am verborgenen Bereich: hasarīṃ vāmadevamanmathāya namaḥ — hasarīṃ, Verehrung Vāmadeva-Manmatha.

An den Füßen: hasarāṃ sadyojātakāmadevāya namaḥ — hasarāṃ, Verehrung Sadyojāta-Kāmadeva.

Ebenso lege man die fünf Gestalten, beginnend mit Īśāna-Manobhava, mit ihren jeweiligen Bījas an den nach oben, Osten, Süden, Norden und Westen gerichteten Gesichtern nieder. [Die Namen verbinden Śivas fünf Gesichter mit Erscheinungsformen des Liebesgottes.]

So in der Abhandlung:

Nach den jeweils zugehörigen Verehrungshandlungen lege man Īśāna-Manobhava am Scheitel nieder, Tatpuruṣa-Makaradhvaja am Gesicht und danach Aghora-Kumāra-Kandarpa am Herzen. Am verborgenen Bereich lege man Vāmadeva-Manmatha, an den Füßen Sadyojāta-Kāmadeva nieder. Wie zuvor setze man sie an den nach oben, Osten, Süden, Norden und Westen gerichteten Gesichtern ein. Bhṛgu steht auf Raum und Feuer; das mit Satya beginnende, als fünf kurze [Vokale] bezeichnete Bīja ist für sie bestimmt. [Verschlüsselte Lautanweisung; sie wird wegen der Textunsicherheit nicht zu einer neuen Formel aufgelöst.] Danach lege man an den Fingern beider Hände die fünf Pfeile und die fünf Kāmas nieder:

An den Daumen: drāṃ draviṇeśyai namaḥ — drāṃ, Verehrung der Herrin des Reichtums [die Vorlage schreibt hier draviṇeśī, später drāviṇī].

An den Zeigefingern: drīṃ śobhinyai namaḥ — drīṃ, Verehrung der Strahlenden [später steht kṣobhiṇī, die Erschütternde].

An den Mittelfingern: klīṃ vaśīkariṇyai namaḥ — klīṃ, Verehrung der Gefügigmachenden.

An den Ringfingern: pluṃ ākarṣiṇyai namaḥ — pluṃ, Verehrung der Heranziehenden.

An den kleinen Fingern: strīṃ unmādinyai namaḥ — strīṃ, Verehrung der Berauschenden.

Ebenso: hrīṃ kāmāya namaḥ — hrīṃ, Verehrung Kāma, dem Begehren.

klīṃ manmathāya namaḥ — klīṃ, Verehrung Manmatha, dem Geistbeweger.

aiṃ kandarpāya namaḥ — aiṃ, Verehrung Kandarpa, dem Liebesgott.

pluṃ makaradhvajāya namaḥ — pluṃ, Verehrung Makaradhvaja, dessen Banner das Makara-Wesen trägt.

strīṃ mīnaketanāya namaḥ — strīṃ, Verehrung Mīnaketana, dessen Feldzeichen der Fisch ist.

So im Jñānārṇava: Die fünf Pfeile lege man der Reihe nach an den Fingern nieder. Der Nyāsa wird hier mit weiblichen Namen vollzogen, weil dies im Tantra so zu sehen ist. Vom Daumen bis zum kleinen Finger [lege man] der Reihe nach die höchste Herrin [nieder]. Man zeichne die beiden am Ende von tha [stehenden Laute], der Reihe nach auf Feuer, umgeben vom Mundkreis und dem linken Auge. Diese werden als die beiden Pfeile bezeichnet. Der berauschende [Pfeil] steht auf Erde. Der vierte ist mit Vokalkraft versehen und hat die Gestalt des Nāda, o Schönangesichtige. Er ist mit dem Antlitz des Geliebten verbunden und mit dem linken Ohr geschmückt … [Verschlüsselte Lautbilder; die Syntax ist teilweise gestört.]

… verbunden mit Bindu und Nāda; der Mond ist ganzgliedrig, o Geliebte. Höre die Namen der fünf Pfeile, große Herrin, Pārvatī: Erschütterung, Verflüssigung, Gefügigmachung, Heranziehung und Berauschung heißen sie der Reihe nach. Kāma ist darin zu erkennen; höre ihre Bījas: das Parā-Bīja, der mittlere Pfeil, Vāgbhava, o höchste Herrin, danach der vierte Pfeil und das Strī-Bīja der Reihe nach, Geliebte.

Im Tripurāsāra heißt es:

Der fünfte der ka-Reihe, verbunden mit dem Ende von Feuer und Auge, versehen mit dem linken Auge und der Qualität des Windes; die Sonne, das Bewegliche, Harihaya, mit Raum und Bindu am Ende; yaṃ nnaṃ ntaṃ sthaṃ laṃ ṅam; Bhṛgu verbunden mit Parā. [Diese Lautverschlüsselung ist in der Vorlage beschädigt; die lesbaren Bezeichnungen werden übersetzt, die nicht zuverlässig auflösbare Folge bleibt stehen.] Dies sind die fünf Kāmas, o Göttin. Höre ihre Namen, Geliebte: Kāma, Manmatha, Kandarpa und Makaradhvaja; als fünfter wird Mīnaketu genannt, o große Herrin. Danach [lege man] die fünf Kāmas [nieder], o Göttin; höre die Namen, Geliebte. Kāma, Manmatha und Kandarpa lege man an den Stellen der Pfeile nieder. So setze man sie ein; danach folgt der Hand-Nyāsa. [Wiederholungen und verkürzte Namensfolge entsprechen der Quelle.]

Danach Hand- und Glieder-Nyāsa.

hasarāṃ aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ — hasarāṃ, Verehrung beiden Daumen.

svāhā hasarīṃ tarjanībhyāṃ namaḥ — svāhā hasarīṃ, Verehrung beiden Zeigefingern. [Die ungewöhnliche Stellung von svāhā bleibt erhalten.]

hasarūṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ — hasarūṃ, beiden Mittelfingern: vaṣaṭ.

hasaraiṃ anāmikābhyāṃ hūm — hasaraiṃ, beiden Ringfingern: hūm.

hasarauṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ — hasarauṃ, beiden kleinen Fingern: vauṣaṭ.

hasaraḥ karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ — hasaraḥ, den Handflächen und Handrücken: phaṭ.

Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern. So in der Abhandlung:

Die Gliederhandlung wird mit dem ersten Bīja, verbunden mit den sechs langen [Vokalen], vorgeschrieben.

Danach der Pfeil-Nyāsa.

Am Scheitel: drāṃ drāviṇyai namaḥ — drāṃ, Verehrung der Verflüssigenden.

Am verborgenen Bereich: klīṃ ākarṣiṇyai namaḥ — klīṃ, Verehrung der Heranziehenden.

Am Herzen: sammohinyai namaḥ — Verehrung der Bezaubernden.

So in der Abhandlung:

Drāviṇī, mit drāṃ beginnend, [lege man] am Scheitel nieder; Kṣobhiṇī, mit drīṃ beginnend, am Geist [mate: ungewöhnliche Ortsangabe]. klīṃ Vaśīkaraṇī am Gesicht; Ākarṣiṇī mit vorangestelltem klīṃ am verborgenen Bereich. Am Herzen dann Sammohinī, verbunden mit sargāṃ laḥ und Bhṛgu [beschädigter Mantracode]. So wird dieser Pfeil-Nyāsa der Reihe nach gelehrt.

Daraus ergibt sich, dass Unmāda, Berauschung, und Sammohana, Bezauberung, hier gleichbedeutend sind. An diesen Stellen lege man auch die Kāmas nieder. So im Śrīkrama:

An Stirn, Gesicht, Herz, Nabel und dem verborgenen Bereich, o Göttin, lege man die Kāmas nieder; [danach] Subhagā und die weiteren, mit Tārā beginnend …

Zu ergänzen ist „lege man nieder“. Danach der Nyāsa von Subhagā und den weiteren Kräften. An der Stirn: aiṃ klīṃ lūṃ strīṃ subhagāyai namaḥ — aiṃ klīṃ lūṃ strīṃ, Verehrung Subhagā, der Glücklichen.

Zwischen den Brauen: auṃ klīṃ brūṃ strīṃ bhagāyai namaḥ — auṃ klīṃ brūṃ strīṃ, Verehrung Bhagā. [Bīja-Abweichungen der Quelle bleiben erhalten.]

Am Gesicht: bhagasarpiṇyai namaḥ — Verehrung der im Bhaga Sichbewegenden. [Bhaga kann unter anderem Glück, Anteil und Yoni bezeichnen.]

Am Halsansatz: bhagamālinyai namaḥ — Verehrung Bhagamālinī, der mit Bhaga Bekränzten.

Am Hals: anaṅgāyai namaḥ — Verehrung der Körperlosen.

Am Herzen: 5 anaṅgakusumāyai namaḥ — Verehrung der Blüte des Körperlosen. Die 5 verweist auf eine Bīja-Vorsilbenfolge.

Am Nabel: 5 anaṅgamekhalāyai namaḥ — Verehrung dem Gürtel des Körperlosen.

An der Wurzel des Liṅga: 5 anaṅgamadanāyai namaḥ — Verehrung der den Körperlosen Berauschenden. Danach steht nochmals „am Herzen 5“, ohne eindeutigen Anschluss.

So in der Abhandlung: An Stirn, Brauenmitte, Gesicht, Halsansatz, Hals, Herz, Nabel und Grundlage lege der Mantraübende ordnungsgemäß Subhagā und die weiteren [Kräfte] mit den fünf [Bījas], beginnend mit Tārā, nieder. Es sind Subhagā, Bhagā, Bhagasarpiṇī, dann die höchste Bhagamālinī, Anaṅgā, Anaṅgakusumā, nochmals Anaṅgamekhalā und Anaṅgamadanā, die sich schlängelnd und in sanftem Spiel langsam bewegt [anaṅgamadanāsarpā: Fügung unsicher]. Vāk- und Kāma-Bīja, klūṃ, trīṃ, sa, mit Tārā, sind als die fünf genannt. [Die erkennbare Aufzählung stimmt nicht eindeutig mit der Zahl fünf oder den zuvor geschriebenen Folgen überein.]

Nun der Schmuck-Nyāsa. Am Kopf: aṃ namaḥ — Verehrung dem Laut aṃ.

An der Stirn: āṃ namaḥ — Verehrung dem Laut āṃ [Vorlage ā/].

An den Brauen: iṃ īṃ. Ebenso an den Ohren [dort nennt die Quelle keine neue Lautfolge].

An den Augen: uṃ ūṃ.

An der Nase: ṛṃ ṝṃ; danach folgt „an den Wangen“ [die genaue Grenze zur nächsten Lautgruppe bleibt unklar].

ḷṃ ḹṃ eṃ an den Lippen [drei Laute für die genannte Stelle, so die Vorlage].

aiṃ oṃ an den Zahnreihen.

auṃ aṃ im Mund.

aḥ am Kinn.

kaṃ am Hals.

khaṃ am Kehlbereich.

gaṃ an beiden Seiten.

ghaṃ ṅaṃ an beiden Brüsten.

caṃ chaṃ an den Ansätzen beider Arme.

jaṃ jhaṃ an beiden Ellenbogen.

jaṃ jhaṃ an beiden Füßen [Wiederholung der Lautfolge].

ñaṃ an beiden großen Zehen.

ñaṃ ṭaṃ an beiden Füßen.

ṭhaṃ ḍaṃ an beiden Handrücken.

ḍhaṃ ṇaṃ am Nabel.

taṃ am verborgenen Bereich.

thaṃ an beiden Oberschenkeln.

daṃ dhaṃ an beiden Knien.

naṃ paṃ an beiden Unterschenkeln.

phaṃ baṃ an den Gelenkstellen.

bhaṃ maṃ an beiden Füßen.

yañ an beiden großen Zehen [so die Vorlage].

raṃ an der Hüfte.

laṃ am Hals.

vaṃ am Nacken.

laṃ am Herzen [erneutes laṃ in der Quelle].

śa am verborgenen Bereich [ohne geschriebenes Nasalzeichen].

kṣa an beiden Ohren [ohne geschriebenes Nasalzeichen].

ṣaṃ an beiden Wangen.

saṃ am Scheitel.

So in der Abhandlung [hayasthā ist beschädigt]: Man lege [die Laute] an Kopf, Stirn, Brauen-, Ohren- und Augenpaar, Brust, Wangen, Oberschenkeln und Rücken nieder, an Zahnreihen und Mund [yasyeśvarān: unklare Anschlusswörter], Kinn, Seiten, beiden Brüsten, Armansätzen und Ellenbogen, am Rücken, danach Nabel und verborgenem Bereich, wieder an Oberschenkeln und Knien. Dann rezitiere man [an] Gesäß und Fußsohlen [ṣadatalayoḥ: gestörte Form], danach an den Zehen beider Füße. Gesammelt lege man die Laute von ka bis va an diesen Stellen nieder. An Hüfte, Halsschmuckbereich, dann Hüftfläche, Herz und verborgenem Bereich, Ohren, Wangen und Scheitel [folgt eine verschlüsselte oder beschädigte Lautangabe:] „der Starke, Dämonen, die beiden sa/ha“. „Nachdem man diese … niedergelegt hat, [der] Gott, der beste Lehrer“ [asyavimānān pravinyasye devaṃ deśikasattamaḥ: Satz nicht sicher herstellbar]. Danach forme man die Trikhaṇḍā-Mudrā und meditiere. [Die Einzellautfolge wird vollständig bewahrt; aus den gestörten Zuordnungen wird kein bereinigter Nyāsa rekonstruiert.]

[Ich verehre sie,] deren Glanz dem von tausend aufgehenden Sonnen gleicht, im roten Leinengewand und mit einer Kette aus Köpfen, deren Brüste mit Blut bestrichen sind; Gebetskette, Wissen, Furchtlosigkeit und Gabengewährung hält beziehungsweise zeigt sie mit ihren Lotushänden. Ihr Lotosantlitz erstrahlt durch die drei Augen. Die Göttin trägt eine juwelenbesetzte Krone mit dem Mond; ich verehre sie, die sanft lächelt. Nach dieser Meditation verehre man sie mit geistigen Gaben und stelle die Muschel auf.

Man verehre die tragende Kraft und die weiteren [Prinzipien] bis zu hrīṃ jñānātmane namaḥ — „hrīṃ, Verehrung dem Erkenntnisselbst“. Auf den Staubfäden, beginnend im Osten, und in der Mitte verehre man Icchā, Jñāna, Kriyā, danach Kāminī, Kāmahāvinī, Rati, Ratipriyā, Nandā und als neunte Manonmanī. Diese verehre man mit Praṇava am Anfang und namaḥ am Ende. [Die Namen bedeuten Wille, Erkenntnis, Handlung, Begehrende, eine unklare Form Kāmahāvinī, Liebesfreude, die Liebesfreude Liebende, Erfreuende und die über den Geist Hinausführende. Die Liste weicht vom anfänglichen Sitz-Nyāsa ab.]

parāyai [namaḥ] — Verehrung der Höchsten.

aparāyai [namaḥ] — Verehrung der im Relativen Wirkenden.

parāyai [namaḥ] — Verehrung der Höchsten [Wiederholung der Quelle].

parāvatyai [namaḥ] — Verehrung Parāvatī [Name in dieser Form unklar].

sadāśivamahāpretapadmāsanāya namaḥ — Verehrung dem Lotossitz, dessen großer Leichnam Sadāśiva ist. Nach dieser Verehrung verehre man die im Śrīvidyā-Abschnitt genannte Guru-Reihe in dem [Zwischenraum; prāyosthonirantarāle ist gestört].

So in der Abhandlung: Vāgbhava oder Rohita, Śrīkaṇṭha, Lohita, Nala; der langen Vāṇī, der Parā und danach wieder der Aparā. Sadāśiva als großen Leichnam, mit Dativendung, [und] „mein Lotossitz“. Mit diesem Mantra soll man dem höchsten ehrwürdigen Guru einen Sitz geben. Danach ordne und verehre man [die Guru-Reihe] zwischen Osten und Mitte. Mit den fünf Praṇavas rufe man zuvor die Gottheit dort herbei. Als diese gelten Tārā, Vāk, Śakti, Kamalā und hasakhaplaiyaśaḥ [letzte Folge nicht zuverlässig lesbar]. [Das Zitat verschlüsselt Laute und Kasusbildung; der gestörte Wortlaut erlaubt keine gesicherte neue Gesamtformel.]

Falls man dazu nicht imstande ist: aṃ gurubhyo namaḥ — aṃ, Verehrung den Gurus [a/ der Vorlage].

oṃ gurupādukābhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung den beiden Sandalen des Gurus.

paramagurubhyo namaḥ — Verehrung den Gurus der Gurus.

paramagurupādukābhyāṃ namaḥ — Verehrung den beiden Sandalen des Paramaguru.

oṃ parameṣṭhigurubhyo namaḥ — Oṃ, Verehrung den höchsten Gurus.

parameṣṭhigurupādukābhyāṃ namaḥ — Verehrung den beiden Sandalen des Parameṣṭhiguru.

ācāryebhyo [namaḥ] — Verehrung den Lehrmeistern.

ācāryapādukābhyo [namaḥ] — Verehrung den Sandalen der Lehrmeister.

Das Pūjā-Yantra wird in der Abhandlung so beschrieben: Man zeichne einen Lotos mit acht Blättern und neun Yonis in der Samenkapsel, danach eine Erdumgrenzung mit vier Toren. Mit aiṃ hrīṃ sahasaṣaha krehyaiṃ vergegenwärtige man die Gestalt im Bindu-Kreis, meditiere mit der Trikhaṇḍā-Mudrā über die Göttin und rufe sie herbei. [Die Formel ist in dieser Gestalt textlich unsicher; die Bījas erhalten keine erfundene Satzbedeutung.]

oṃ deveśi bhadrasulabhe parivārasamanvite, yāvat tvāṃ pūjayiṣyāmi tāvat tvaṃ susthirā bhava — Oṃ, Herrin der Götter, dem Heilvollen leicht Zugängliche, von deinem Gefolge Begleitete: Solange ich dich verehre, bleibe du fest gegenwärtig.

Nach dieser Herbeirufung: prītyai namaḥ — Verehrung Prīti, der Liebe.

Im Ugra-Winkel: manobhavāyai namaḥ — Verehrung der aus dem Geist Geborenen. [ugrakoṇa ist hier nicht eindeutig einer Himmelsrichtung zugeordnet.]

Danach beginne man die Verehrung auf den Staubfäden, in den Winkeln beginnend mit Südosten, in der Mitte und in den Richtungen, mit den zuvor genannten Gliedermantras. Im Jñānārṇava heißt es: Im Südosten, Nordosten, Südwesten, Nordwesten und in der Mitte verehre man die Bindung der Richtungen.

Danach im Norden: drāṃ drāviṇyai namaḥ — drāṃ, Verehrung der Verflüssigenden.

drīṃ kṣobhiṇyai namaḥ — drīṃ, Verehrung der Erschütternden.

Im Süden: klīṃ vaśīkariṇyai namaḥ — klīṃ, Verehrung der Gefügigmachenden.

lopākarṣiṇyai namaḥ — Verehrung Lopākarṣiṇī [die Form könnte eine beschädigte Verbindung von Bīja und ākarṣiṇī sein; sie wird nicht stillschweigend ersetzt].

Im Südosten: sammohinyai namaḥ — Verehrung der Bezaubernden.

Ebenso im Norden: hrīṃ kāmāya namaḥ — hrīṃ, Verehrung Kāma.

klīṃ manmathāya namaḥ — klīṃ, Verehrung Manmatha.

Im Süden: aiṃ kandarpāya namaḥ — aiṃ, Verehrung Kandarpa.

pluṃ makaradhvajāya namaḥ — pluṃ, Verehrung Makaradhvaja.

Im Südosten: strīṃ mīnaketanāya namaḥ — strīṃ, Verehrung Mīnaketana.

So im Jñānārṇava: In der nördlichen Richtung zwei, [in der weiteren Richtung zwei; im Zitat nicht ausdrücklich genannt] und im Südosten einen: So verehre man der Reihe nach die fünf Pfeile. Die fünf [Kāmas] verehre man ebenso wie die göttlichen Pfeile. [Die Quelle wiederholt bāṇavat, „wie die Pfeile“, und verwendet pañcabāṇa an einer unklaren Stelle nochmals.]

Dann in den acht Yonis, beginnend im Osten: aiṃ klīṃ strīṃ saḥ subhagāyai namaḥ — aiṃ klīṃ strīṃ saḥ, Verehrung Subhagā, der Glücklichen.

Ebenso aiṃ … bhagāyai namaḥ — Verehrung Bhagā. [0 und 4 der Vorlage kürzen die vorangehende Viererfolge ab.]

aiṃ … bhagasarpiṇyai namaḥ — Verehrung der im Bhaga Sichbewegenden.

aiṃ … bhagamālinyai namaḥ — Verehrung der mit Bhaga Bekränzten.

aiṃ … anaṅgāyai namaḥ — Verehrung der Körperlosen.

aiṃ … anaṅgakusumāyai namaḥ — Verehrung der Blüte des Körperlosen.

aiṃ … anaṅgamekhalāyai namaḥ — Verehrung dem Gürtel des Körperlosen.

aiṃ … anaṅgamadanāyai namaḥ — Verehrung der den Körperlosen Berauschenden.

Dann auf den acht Lotosblättern, beginnend im Osten: oṃ asitāṅgabrāhmībhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Asitāṅga und Brāhmī.

oṃ umāmaheśvarābhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Umā und Maheśvara.

oṃ caṇḍakaumārībhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Caṇḍa und Kaumārī.

oṃ krodhavaiṣṇavībhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Krodha und Vaiṣṇavī.

oṃ uttaravārāhībhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Uttara und Vārāhī [uttara steht so in der Quelle].

oṃ kāpālīndrāṇībhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Kāpālin und Indrāṇī.

oṃ bhīṣaṇacāmuṇḍābhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Bhīṣaṇa und Cāmuṇḍā.

oṃ saṃhāramahālakṣmībhyāṃ namaḥ — Oṃ, Verehrung Saṃhāra und Mahālakṣmī.

So in der Abhandlung: „Im achten und bei der sechsten Kraft“ [aṣṭame ṣaṣṭhaśaktau: unklarer Bezug] verehre man Subhagā und die weiteren. Die Mütter sowie Bhairavī und die übrigen, von berauschendem Spiel bewegt, verehre man auf den acht Blättern ordnungsgemäß bis zur Blumendarbringung. Außerhalb davon verehre man Indra und die weiteren [Richtungshüter] und vollende die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. Jedoch sollen nach der Speisegabe die vier Bali-Gaben des Śrīvidyā-Abschnitts dargebracht werden.

Das Puraścaraṇa umfasst eine Million Japa-Wiederholungen; das Feueropfer zwölf Tausend. So in der Abhandlung: Nach Empfang der Einweihung wiederhole man mit beherrschten Sinnen den Mantra „tattva-lakṣa“ Mal [verschlüsselte Zahl, nicht eindeutig mit der vorhergehenden Million gleichzusetzen]. Mit Blüten führe man „bhānu-tausend“ Feuerdarbringungen aus [bhānu steht hier offenbar für zwölf]. Die Blüten werden als kṣamakṣaja bezeichnet [Pflanzenbezeichnung beschädigt oder unklar]. Hier endet die Pūjā.

Bhairavi-Stotra: vollständiger Lobgesang

Nun der Lobgesang.

Śrī Bhairava sprach:

Selbst Brahmā und die anderen erkennen mit hundert Lobgesängen nicht ihre feine Gestalt, den Ursprung der Welt, dessen Gestalt keinen Anfang hat. Deshalb preisen wir ihre sichtbare Gestalt, von der Last der Brüste geneigt, leuchtend wie frisches Kuṅkuma: die Mutter aller Sprache.

Wir verehren dich, Tripurā, strahlend wie tausend eben aufgegangene Sonnen. Deine Hände tragen das Wissen [als Buch] und die Gebetskette und zeigen die Zeichen von Gabengewährung und Furchtlosigkeit. Drei Lotosaugen schmücken dein Lotosantlitz; die Fülle deiner Halsketten lässt dich schön erstrahlen.

Mutter, wie sollten Menschen mit stumpfem Denken deine Gestalt erkennen — schön durch reichliches Sindūra, von der Last der Brüste geneigt und allein durch die Frucht verdienstvoller Taten früherer Geburten zugänglich —, wenn ihre Maßstäbe durch gegenseitige Unterscheidungen und Streit verwirrt sind? [Die letzte Wortgruppe mānabhedaiḥ ist mehrdeutig.]

Die Weisen nennen dich grobstofflich, die Śrutis preisen dich. Andere nennen dich fein und die Wohnstatt der Worte. Wieder andere erklären dich zum Ursprung der Welten, Bhavānī. Wir aber betrachten dich als den grenzenlosen Ozean des Mitgefühls.

Im Herzen vergegenwärtigen sie dich mit dem Mond als Kopfschmuck, weiß wie der Herbstmond, aus den fünfzig Lauten bestehend. Du hältst in deinen Lotushänden Buch, Gebetskette und den Krug mit Nektarwasser und zeigst die Lehrgebärde; du bist die Dreiäugige.

Du bist Śambhu, dessen eine Leibeshälfte die Tochter des Berges einnimmt. Du bist Viṣṇu, Mutter, dessen Leib Kamalā umschlingt. Du bist der Lotosgeborene, die Wohnstatt der Sprache. Auch deren Wirken in der Welt bist allein du, Tripurā.

Du lässt, gestützt auf die vier aus Vāgbhava hervorgehenden Zustände, beginnend mit Parā, die aus der höchsten Stätte angeordnet sind, [die Rede] erklingen, durch Zeit und die weiteren Wirkorgane. Dich, höchste Gottheit, die ganz aus Bewusstsein besteht, vergesse ich niemals im Herzen. [Die Verbindung padāttu vihitān bleibt syntaktisch unsicher.]

Die Vollendeten ziehen den Atem zusammen, bezwingen die sechs inneren Feinde und schauen mit unbewegtem Geist auf die eigene Nasenspitze. Mutter, sie meditieren über deine Gestalt, die am Scheitel die Mondsichel als Schmuck trägt und der jungen Sonne gleicht.

Nachdem du die Hälfte des Leibes des Feindes Manmathas, Śivas, eingenommen hast, erschaffst du die Welten — so lautet die Aussage des Veda. Dies ist wahr, Tochter des Berges, einzige Mutter der Welt; andernfalls könnte die gesamte Welt nicht einmal bestehen.

Nachdem die Siddha-Frauen an deinem Sitz in den Höhlen des goldenen Berges mit Blüten himmlischer Bäume die Pūjā vollzogen haben, singen sie, Mutter, zusammen mit den Kinnarīs. Sie haben den Geschmack des Nektars gekostet; ihre Lotosaugen sind gerötet.

Man verehre die Göttin, die die Schönheit eines wie Blitzspiel leuchtenden Leibes annimmt. Aus ihrer eigenen Wohnstatt steigt sie zur Hauptstadt Śivas auf, lässt die Lotosblüten auf dem Suṣumnā-Weg erblühen, und ihr Leib ist vom höchsten Nektar benetzt.

Mutter, ich suche Zuflucht zu deinem Leib aus reinem Bewusstsein, der Geburtsstätte der Glückseligkeit und Wohnstatt der Śrutis. Deine Lotosfüße werden von Brahmā, Īśa und Viṣṇu verehrt; du bist die Ursprungsstätte allen Glücks, Tripurā.

Sie erschafft in Mondgestalt die Welt, in der alle Dinge werden; danach erhält sie diese durch ihre eigene Kraft in Sonnengestalt. Brahman zum Wesen habend, nimmt sie am Ende des Weltalters das Ganze wieder zurück. Diese Śāradā vergesse ich niemals im Geist.

Die Weisen nennen dich Nārāyaṇī, die über den Höllenozean Hinüberführende, Gaurī, die Erschöpfung Stillende, Sarasvatī, die Erkenntnis Schenkende und die mit drei Augen Geschmückte, o Tochter des Königs der Berge.

Wer dich, Mutter der Welt, der Reihe nach mit diesen zwölf Versen preist, erlangt durch dich die Vollendung der Rede und die höchste Herrlichkeit. [Die Quelle spricht von zwölf Versen, obwohl bis hierher vierzehn Lobverse nummeriert sind.]

So habe ich dir, o Göttin, das fünfgliedrige, ganz aus Bhairavī bestehende [Lehrstück] erklärt. Es ist geheim, höchst verborgen, zu hüten und wie die eigene Yoni geheim zu halten.

So ist im ehrwürdigen Rudrayāmala, im Gespräch zwischen Umā und Maheśvara, in der Darlegung des fünfgliedrigen Abschnitts, der Lobgesang auf Śrī Bhairavī vollendet.

Bhairavi-Kavaca: vollständiger Schutzpanzer

Nun der Schutzpanzer.

Śrī Pārvatī sprach:

Gott der Götter, großer Gott, in allen Lehrschriften kundig: Erweise mir Gnade, Herr der Welt! Du kennst den Dharma, o großer Geist.

Von der früher beschriebenen Vidyā Bhairavī, deren Name mit Tripura beginnt, erkläre mir den göttlichen Schutzpanzer wahrheitsgemäß.

Als er ihre Worte gehört hatte, verkündete der Herr der Welt den wunderbaren, göttlich gestalteten Schutzpanzer der Göttin Bhairavī.

Īśvara sprach:

Ich erkläre den Schutzpanzer der Mahāvidyā, der für alle schwer zu erlangen ist. Höre ihn in rechter Weise; auch du musst ihn nach dem Hören geheim halten.

Durch ihre Gunst trage ich alle drei Welten. Aus ihr ist alles entstanden, und in ihr besteht es auch jetzt.

Sie ist Mutter und Vater, die die Welt Segnende, die Verkörperung der Welt und Brahmans. Sie schenkt Vollendung und ist selbst vollendet; bei bösen Wesen bleibt sie unvollendet [das heißt: ihre Vidyā entfaltet sich dort nicht].

Sie wirkt zum Wohl aller Wesen und verkörpert alle Wesen. Die Göttin als Laut ka schütze mich, die Begehrende, die Wünsche Erfüllende.

Die Göttin als Laut e schütze mich, die Verkörperung des Mūlādhāra. Die Göttin als Laut i schütze mich reichlich, die alles Glück Schenkende.

Die Göttin als Laut la schütze mich: Indrāṇī, die vorzügliche Geliebte. Die Göttin als hrīṃ schütze mich stets: die Schöne Śambhus.

Mit diesen Lauten schütze Mahāmāyā, Śāmbhavī, den Kopf. Im Laut ka schütze mich die Göttin Śarvāṇī, Haras Gattin.

Im Laut ma schütze mich die Göttin, die alle Verfehlungen vernichtet. Im Laut ka schütze mich stets die Göttin, die jede gewünschte Gestalt annimmt.

Im Laut ka schütze mich stets die Göttin, die Geliebte von Śambaras Feind. Als Laut pa schütze mich die Göttin, die Erde und Erdträger zur Gestalt hat. [Die Lautfolge folgt der Vorlage und wird nicht zu einem vertrauteren Śrīvidyā-Mantra berichtigt.]

Als hrīṃ schütze mich die Göttin, deren halber Leib die Gestalt des ā hat [ākārārddhaśarīriṇī: Deutung unsicher]. Mit diesen Lauten schütze Mahāmāyā, die Geliebte Kāmarāhus [so die Vorlage; nicht stillschweigend zu Kāmarāja geändert].

Der Laut ma schütze mich als Göttin Sāvitrī, die alles schenkt. Der Laut ka schütze überall als die Gestalt des Gewandes der Teilkräfte [kalāmbarasvarūpiṇī: unsicher].

Der Laut la schütze mich als Göttin Lakṣmī mit allen glückverheißenden Merkmalen. hrīṃ schütze mich überall als Göttin Tribhuvaneśvarī.

Mit diesen Lauten schütze Mahāmāyā, die Verkörperung der Kraft. Vāgbhava schütze den Kopf, Kāmarājikā das Gesicht.

Die Verkörperung der Kraft, die Yantravollendung schenkt, schütze das Herz. Sundarī schütze stets; Sundarī bewahrt ringsum.

Die rote Sundarī, die alles schenkt, schütze stets. Die mit vielerlei Schmuck versehene Sundarī schütze jederzeit.

Die an allen Gliedern Schöne, die Heil schenkt, schütze überall. Die Mutter der Freude der Welt, Śambhu-Gestaltige, [schütze] mich stets.

Die aus allen Mantras Bestehende schütze, die alles Glück schenkt, die Göttin, die alle Herrlichkeit verkörpert und höchste Glückseligkeit gewährt.

Die Göttin Śivā, die vielfältigen Śaṅkha-Schätze, schütze mich stets. Die Göttin als Padma-Schatz, die Heil Schenkende, schütze jederzeit.

Der Seher Dakṣiṇāmūrti schütze mich überall am Kopf. Die Herrin der Götter in Gestalt des Paṅkti-Versmaßes schütze am Mund.

Śaṅkarī, deren Wesen die acht Duftstoffe sind, schütze stets das Herz. Die Allbezaubernde schütze; die Erschütternde schütze stets.

Die alle Vollendungen Schenkende und alles Heranziehende schütze. Kṣobhiṇī, die Erschütternde, schütze stets; Vaśinī, die Beherrschende, bewahre jederzeit.

Ākarṣiṇī, die Heranziehende, schütze stets; Sammohinī, die Bezaubernde, bewahre jederzeit. Die Göttin Rati schütze stets; Bhagāṅgā, die Bhaga als Glied hat, bewahre jederzeit.

Maheśvarī schütze stets, Kaumārī jederzeit. Die allen Freude Bereitende, die alles Gefügigmachende schütze mich.

Kṣemaṅkarī, die Wohlergehen Bewirkende, schütze stets, ebenso die an allen Gliedern Schöne. Die an allen Gliedern Junge, die alles Glück schenkt, [schütze] alles.

Vāgdevī, die Göttin der Rede, schütze stets; Vāṇinī bewahre jederzeit. Vaśinī schütze stets, die große Vollendung Schenkende jederzeit.

Die alles Vertreibende schütze; Gaṇanātha bewahre stets. Die Göttin Durgā schütze jederzeit, Baṭuka immerdar.

Kṣetrapāla schütze stets, und Avariśāntikā schütze [Namensform unklar]. Ananta schütze jederzeit, Varāha stets.

Die Erde schütze stets, ebenso der goldene Löwenthron. Der rote Nektar schütze mich beständig, zu allen Zeiten.

Der Ozean der Götter [surārṇava; nicht zu surā, Alkohol, geändert] schütze stets, der Wunschbaum jederzeit. Der weiße Schirm schütze stets, die rote Lampe jederzeit.

Der Nandana-Garten schütze mich beständig zur Erlangung aller Vollendungen. Die Richtungshüter mögen stets schützen, ebenso sämtliche Scharen der Paare.

Die Reittiere mögen stets schützen, die Wurfwaffen jederzeit. Die Handwaffen mögen stets schützen, die Yoginīs jederzeit.

Die Siddhas mögen stets schützen; die Göttin, die alle Vollendungen schenkt, möge bewahren. Ebenso möge die an allen Gliedern schöne Göttin mich jederzeit schützen.

Die Göttin ist die Gestalt der Glückseligkeit, die Verkörperung reinen Bewusstseins, dessen Wesen Bewusstsein ist. Sundarī schütze stets, die Schöne, Bhavas Schöne.

In einem abgelegenen Heiligtum, in schrecklicher Bedrängnis, auf einem schwer zugänglichen Berg, im Wald oder in der Wildnis möge Sundarī mich stets schützen.

So ist dieser Schutzpanzer erklärt, ebenso die Erschließung des Mantras, Pārvatī. Wer ihn gesammelt, gezügelt und rein zu den drei Tagesübergängen rezitiert, erlangt die Verwirklichung aller Ziele, was immer er im Geist trägt. Mit Gorocanā und Kuṅkuma oder mit rotem Sandelholz mit selbstentstandenen Blüten und weißen [Substanzen; śuklaiḥ: Bezug unklar], am Tag des Erdsohns [Dienstag], am Saturntag [Samstag] oder sure [unklare Tagesangabe], am Verbrennungsplatz, in der Wildnis, in einem leeren Haus oder in einem Śiva-Heiligtum … [Die Quelle führt die Material- und Ortsangaben fort, ohne hier das erwartete Schreibverb auszusprechen. Svayambhūkusuma kann in tantrischer Geheimsprache Menstrualblut bezeichnen.]

… nachdem man mit der eigenen Śakti und dem Guru das Yantra und die Kumārīs verehrt hat, ebenso dessen Mantra und die Guru-Reihe nachdem man der Göttin Bali mit Menschen, Katzen, Schweinen, Mungos, Büffeln und Widdern dargebracht und sie vorschriftsmäßig verehrt hat … [Dies ist die wörtliche historische Opferliste der Quelle; der Vers gibt keine symbolischen Ersatzgaben an.]

… soll man [den Schutzpanzer], in Gold eingeschlossen, am Hals oder am rechten Arm tragen, an einem guten Mondtag, unter einem günstigen Mondhaus und bei Sonnenaufgang.

Wer den Schutzpanzer trägt, erlangt alle Vollendungen. Die Größe dieses Schutzpanzers kann ich selbst in hundert Jahren nicht aussprechen, o große Herrin, und ebenso wenig seine Frucht. Dort gibt es weder die Folgen einer Hungersnot noch Bedrängnis.

Er stillt alle Hindernisse und vernichtet alle Krankheiten.

Er gewährt dem Menschen umfassenden Schutz und schenkt die Frucht der vier Lebensziele. Man darf ihn nicht beliebig überall aussprechen und niemals [wahllos] weitergeben.

Nachdem der Verständige den Mantra vorschriftsmäßig empfangen hat, verehre er beständig. Doch auch dann halte ich den gottgestaltigen Schutzpanzer für schwer zu erlangen.

Selbst nachdem man die Gunst des Gurus gewonnen und die wohlverborgene Vidyā empfangen hat, bleibt dieser göttliche Schutzpanzer in den drei Welten schwer zu erlangen.

Wer gesammelt und rein auch nur einen Vers oder einen Lobgesang rezitiert, erlangt die Verwirklichung aller Ziele — so hat Śaṅkara gesprochen.

Der Guru ist unmittelbar der Gott Hara, und seine Gattin ist Pārvatī. Wer sie ohne Trennung verehrt, dem ist die Vollendung nicht fern.

So ist im ehrwürdigen Rudrayāmala, im Gespräch zwischen Bhairava und Bhairavī, der Schutzpanzer der erhabenen Bhairavī vollendet.

Bhairavi-Hridaya: Einleitung, Nyasa, Meditation und Hauptgebet 1–3

Nun das Herzgebet.

Auf dem Meru, dem höchsten Berg, befragte die Herrin Pārvatī den in Meditation versunkenen Śiva, weil sie anderen Gnade erweisen wollte.

Śrī Pārvatī sprach:

Erhabener, aus deinem Lotosmund habe ich vielfach die Lehren des Dharma gehört. Nun möchte ich den vorzüglichen Lobgesang auf Bhairavī hören.

Śrī Śaṅkara sprach:

Höre, Göttin: Ich werde den höchst verdienstvollen Lobgesang namens „Herz Bhairavīs“ erklären, die Ursache alles Heils.

Schon durch sein bloßes Hören entsteht gewiss Heil. Auch ohne Meditation und die übrigen Übungen wird Bhairavī vollkommen zufriedengestellt.

Oṃ. Der Seher dieses Mantras des Bhairavī-Herzgebets ist Dakṣiṇāmūrti, das Versmaß Paṅkti; die Gottheit ist Bhairavī, die Furcht Vernichtende. Der Laut ha ist der Same, rīṃ die Kraft und raiḥ der Verschluss. Die Rezitation dient der Vernichtung aller Furcht. [Die Bījas folgen genau diesen Angaben der Vorlage.]

Nun der Glieder-Nyāsa.

oṃ hrīṃ hṛdayāya namaḥ — Oṃ hrīṃ, Verehrung dem Herzen.

oṃ śrīṃ śirase svāhā — Oṃ śrīṃ, dem Kopf: svāhā.

oṃ aiṃ śikhāyai vaṣaṭ — Oṃ aiṃ, der Scheitelhaarspitze: vaṣaṭ.

oṃ hrīṃ kavacāya hum — Oṃ hrīṃ, dem Schutzpanzer: hum [so die Vorlage].

oṃ śrīṃ netratrayāya vauṣaṭ — Oṃ śrīṃ, den drei Augen: vauṣaṭ.

oṃ aiṃ astrāya phaṭ — Oṃ aiṃ, der Waffe: phaṭ. Ebenso der Hand-Nyāsa. Nun die Meditation:

Ich vergegenwärtige Bhairavī, die Mutter der drei Welten: Von den Göttern zu meditieren, dreiäugig, gleicht sie einem wilden Feuer für den dichten Wald der Asura-Scharen. Sie ist Rudras Kraft, trägt rote Gewänder und erscheint furchtbar mit ihren beiden wie Gefäße geformten Brüsten [ratighaṭighaṭita: Wortfügung unsicher]. Bhavānīs Stirn erstrahlt; die Mondsichel und herrlicher Schmuck leuchten [karalasad: syntaktischer Bezug unklar]. Ihr ganzer Leib ist mit Sindūra bedeckt. [Die Quelle nummeriert diesen Meditationsvers mit 1 und beginnt den anschließenden Hymnus erneut bei 1.]

Stets verehre ich Bhairavī, die allen im Dasein umherirrenden Wesen den Weg des Veda weist, schwer überwindliches Leid zerreißt und die Feinde der Götter spaltet. Sie schenkt Dasein; ihr unermesslicher Glanz gleicht einer Sonne, welche die Finsternis des Daseins durchbricht. Sie schneidet das Dasein ab.

Stets verehre ich Bhairavī, geschmückt mit einer über die Brust herabhängenden Schlangenkette und dem Mond an der Stirn. Sie glänzt wie eine frische Regenwolke und hat drei schöne Lotosaugen. Von den Götterscharen verehrt, setzt sie der Not der Götter ein Ende und entfaltet die Macht Bhavas.

Stets verehre ich Bhairavī, die allein die Last der ganzen Erdenscheibe standhaft trägt und jenen, deren Selbst von tiefer Hingabe erfüllt ist, Herrlichkeit und Heil schenkt. Sie bringt die Vielfalt des Daseins hervor und wandelt spielend im Ozean des Werdens. Sie entfaltet sich im Herzen Bhavas.

Bhairavi-Hridaya: Hauptgebet, Verse 4–12, und Abschluss

Stets verehre ich Bhairavī, deren Lotosantlitz mit seinem Glanz selbst den wunderbaren, verehrungswürdigen Mondschein des Herbstes überstrahlt und deren Worte von lieblicher Süße durchdrungen sind. Sie ist mit einer Schlangenkette und einer Kette aus Menschenköpfen geschmückt und schenkt tiefe Hingabe, Befreiung und Wohlergehen. [Die Worttrennung mañjuma-adhurī ist in der Vorlage gestört.]

Stets verehre ich Bhairavī, deren Antlitz drei Augen trägt: Mond, Sonne und Feuer. Bei Festen erhält sie Gaben von dem Vernichter des Menschenvernichters und den weiteren [Gottheiten; narāntakāntaka: Bezug unsicher]. Ihr gewaltiges Candrahāsa-Schwert zerschlägt Caṇḍa samt Muṇḍa. Sie erhellt den von Dunkelheit geprägten Geist.

Stets verehre ich Bhairavī, die Dreizackträgerin mit den drei Stirnstrichen, die Dreigeteilte, die Trägerin des dreifachen Stabes. Sie verkörpert das über die drei Guṇas hinausgehende, völlig unvorstellbare Bewusstsein. Sie zerbricht die Geschlechter der Feindesscharen Indras und der Āditeyas und entfaltet die Macht Bhavas. [guṇatrayātiraktam: ungewöhnliche Fügung; die transzendente Deutung bleibt vorläufig.]

Stets verehre ich Bhairavī, deren Leib mit dem Glanz von zehn Millionen hell leuchtenden jungen Sonnen erstrahlt und die mächtigen Massen der Dunkelheit bis an die Grenzen der Himmelsrichtungen zerreißt. Ihr Geist ist darauf gerichtet, den beständigen Dharma und die rechte Lebensordnung der Zweimalgeborenen zu mehren. Ihr Antlitz glänzt wie ein Lotos.

Stets verehre ich Bhairavī, deren Lotosantlitz vom Wangenlicht erfüllt ist, das durch die schwingenden goldenen Ohrringe aufleuchtet. Ihre Nase gleicht einem hellen Papageienschnabel. Ihre Augen gleichen Cakora-Vögeln und blauen Lotosen und sehnen sich nach dem Anblick Bhairavas, der den Mond auf der Stirn trägt.

Wer diesen als „Herz“ bezeichneten Lobgesang unablässig rezitiert, fällt niemals in das Dasein wie in einen finsteren Brunnen. Solche Menschen werden strahlend, reich an Fülle, Hingabe und Befreiung. Dann zeigt sich Bhairavī gnädig, deren Geist voller Freude ist.

Sein strahlender Ruhm siegt unaufhörlich in der Welt; in den drei Welten trifft ihn keine Niederlage. Wer dieses heilvolle Lob stets mit ungeteiltem Geist rezitiert, dessen Güter schenken beständig Glück. [same im ersten Satz ist im Zusammenhang unklar.]

Alle Handlungen wie Japa und Pūjā und alle Rezitationen von Lobgesängen erreichen nicht einmal ein Sechzehntel dieses Bhairavī-Herzgebets.

Wozu noch viele Worte? Höre, Göttin, große Herrin: In den drei Welten gibt es nichts Verdienstvolleres als dies.

So endet im Śrībhairavīkulasarvasva der Herz-Lobgesang der erhabenen Bhairavī.

Bhairavi: Hymnus der hundertacht Namen

Nun die hundert Namen.

Die erhabene Göttin sprach:

Erhabener Bewohner des Kailāsa, Herr meines Lebens, Schatz des Mitgefühls, Freund der Verehrenden: Die hundertacht Namen Bhairavīs habe ich noch nicht gehört. Sage sie mir, Herr der Götter, du Freund der Bedrängten.

Śrī Śiva sprach:

Höre, Geliebte, die streng geheim zu haltenden hundertacht Namen Bhairavīs, die Heil schenken, zu pflegen sind und alle Fülle gewähren. Was lässt sich auf Erden nicht schon durch ihre bloße Anwendung vollbringen?

Vers 4

Oṃ. Bhairavī; die von Bhairava zu Verehrende; die Wohlergehen Schenkende; die die Wesen Hervorbringende; die Edle; Brāhmī; Kāmadhenu, die wunscherfüllende Kuh; die alle Fülle Schenkende.

Vers 5

Die von den drei Welten Verehrte; die Göttin; die Mahiṣāsura Zermalmende; die Verblendung Tilgende; die Mālatī-Blütenkette; die große Verfehlungen Vernichtende.

Vers 6

Die Zornige; die Wohnstatt des Zorns; die mit zornroten Augen; Kuhū, die Neumondkraft; Tripurā; die Grundlage Tripurās; die Dreiäugige; die furchtbare Bhairavī.

Vers 7

Devakī; die Mutter der Götter; die die Feinde der Götter Vernichtende; die Dāmodara Liebe; die Langgestreckte; Durgā; die Unglück Vernichtende.

Vers 8

Die mit herabhängendem Bauch; die Langohrige; die mit herabhängenden Brüsten; Pratyaṅgirā; die Kraft des ersten Mondtages; die das Leid der sich Verneigenden Vernichtende.

Vers 9

Die Glanzvolle; die Tugendreiche; die Mutter der Scharen; die Herrin des Verborgenen beziehungsweise Guhas; die Tochter des Milchozeans; die Heilsame; die den Schutz der Welt Bewirkende.

Vers 10

Die große Seuche beziehungsweise Vernichterin; die große Verblendung; der große Zorn; der große Strom; die große Verfehlungen Vernichtende; die große Verblendung Schenkende.

Vers 11

Die Entsetzliche; die große Zeit beziehungsweise Todesmacht; die Gestalt der Zeit; die mit Teilkräften und Künsten Begabte; die Schädelschale und Schädelstab Tragende; die Schwert und Schädelschale Tragende.

Vers 12

Die Jungfrau; die an Kuṅkuma Erfreute; die vom Kuṅkuma rot Gefärbte; Kaumodakī, die Erfreuende beziehungsweise Viṣṇus Keule; die mit Nachtlotosen Erfüllte; die zu Preisende; die Ruhm Schenkende.

Vers 13

Die Neue; die Wasser Schenkende beziehungsweise die Regenwolke; die Ewige; die Beschützerin Nandikeśvaras; die Rasselnde; die mit rasselndem Ruf; die Furchtbare; die das Furchtbare Verkörpernde.

Vers 14

Die Kali Tilgende; die den Dharma des Kali-Zeitalters Tilgende; die das Treiben des Kali-Zeitalters Vernichtende; die Jugendliche; die an Keśava Erfreute; die die Scharen leidvoller Verhaftungen Abwendende.

Vers 15

Die überaus Ekstatische [mahonmatta: Endung der Quelle]; die sehr Berauschte; die große Vidyā; die aus Erde Bestehende; das große Opfer; die große Rede; die den großen Mandara-Berg Tragende.

Vers 16

Die Befreiung Schenkende; die Verblendung Schenkende; die Verblendung; die Genuss und Befreiung Gewährende; die lautem, schallendem Lachen Ergebene; die klingende Fußreifen Tragende.

Vers 17

Die mit langen Hauern; die Langgesichtige; die Langnasige; die Langgestreckte; die den Danu-Söhnen ein Ende Setzende; die Böse [duṣṭā: so die Vorlage]; die Leid und Armut Zerbrechende.

Vers 18

Die mit schlechtem Wandel [durācārā: so die Vorlage]; die Fehler Tilgende; die Gattin Damas beziehungsweise der Selbstzügelung; die ganz dem Mitgefühl Ergebene; die aus dem Geist Geborene; die aus Manu beziehungsweise Mantra Bestehende; die das Geschlecht Manus Mehrende.

Vers 19

Die Dunkle; die mit dunklem Leib; die Schönheit; die Milde; die mit Śambhu Spielende.

So habe ich dir die göttlichen hundertacht Namen erklärt.

[Diese göttlichen hundertacht Namen] Bhairavīs, der Herrin der Götter, habe ich dir zu deiner Freude erklärt, o Herrin der Götter. Sie dürfen nicht öffentlich bekannt gemacht werden, sind geheim zu halten und sorgfältig zu rezitieren.

Nachdem man über die Göttin meditiert und Surā getrunken hat, verehre man sie, Geliebte, stets mit Hingabe durch die fünf mit ma beginnenden [Ritualelemente] und rezitiere diesen heilvollen Hymnus. [Surā bezeichnet ein alkoholisches Getränk; die fünf Makāras werden im Vers nicht einzeln aufgezählt.]

Innerhalb von sechs Monaten wird ein solcher Mensch Gaṇanātha gleich. Was bedarf es vor dir noch vieler Worte, du meinem Leben Geliebte?

Du weißt alles, Allwissende, und fragst mich doch erneut. Man darf dies keinen Schülern eines anderen Lehrers geben, besonders keinen Verleumdern.

So ist der Hymnus der hundertacht Namen der erhabenen Bhairavī vollendet.

Tripurabhairavi: Einleitung zum Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Mahākālabhairava sprach:

Nun werde ich, große Herrin, die tausend Namen der Göttin erklären. Durch deren Gunst erlangt man die Frucht der vier Lebensziele, o große Göttin.

Der Hymnus stillt alle Krankheiten, vernichtet jede Art des Todes und bewirkt alle Vollendungen. Kein Lobgesang steht über ihm.

Keine Vidyā ist höher als diese; kein heiliger Übergangsort gilt als höher. In ihr ist alles entstanden, in ihr besteht es auch jetzt, und in sie wird es zur Zeit der Auflösung wieder eingehen, o große Herrin. Ich verneige mich vor der Göttin Tripurā, Bhairavī, die von Furcht befreit, die unmittelbar alle Vollendungen bewirkt und große Verfehlungen vernichtet.

Der Seher dieses Hymnus der tausend Namen Śrī Tripurabhairavīs ist Bhagavān, der Erhabene; das Versmaß ist Paṅkti, die Kraft Ādyā, die Ursprüngliche; die Gottheit ist die erhabene Tripurabhairavī. Der Japa dient der Erfüllung aller Wünsche und Ziele.

Tripurabhairavi: vollständige Namensfolge des Tausendnamenhymnus

Tripurā; die höchste Herrin; die in der Vollendung des Yoga Wohnende; die aus allen Mantras bestehende Göttin; die alle Vollendungen in Gang Setzende.

Die Göttin, die alle Grundlagen Verkörpert; die alle Fülle Schenkende; die Heilvolle; die Yoginī; die Mutter des Yoga; die Yoga-Vollendung in Gang Setzende.

Die von Yogins zu Meditierende; die ganz aus Yoga Bestehende; die in der Vereinigung des Yoga Wohnende; die spielerische Leichtigkeit; das göttliche Spiel; das Spiel; die die Gestalt der Zeit Entfaltende.

Die Mutter der Zeit; die Nacht der Zeit; Kālī; die im Kāmala Wohnende [kāmala: unklare Form, nicht stillschweigend zu kamala verbessert]; Kamalā; die Gestalt des Glanzes; die Herrin Kāmarājas; die Handlung.

Die Scharfe; die mit trügerischem Haar; die Täuschung; die Gestalt einer untreuen Frau; die Nachtlotosblüte; Carccikā, die Verehrte; der Glanz; die stets Kālarātri Liebe.

Die von schrecklicher Gestalt; die noch Schrecklichere; die Dharma und Adharma Schenkende; die Einsicht; die Glocke; die Rasseln Gewährende; die Glocke [Wiederholung]; die stets den Glockenklang Liebende.

Die Feine; die noch Feinere; die Grobstoffliche; die sehr Grobstoffliche; die beständige Einsicht; die überaus Wahre; die Wahrhaftige; die in der Verabredung der Wahrheit Wohnende.

Die Geduld beziehungsweise Erde; die Furchtbare; die Furchtbare [Wiederholung]; die furchtbaren Klang in Gang Setzende; die Gestalt des Umherirrens beziehungsweise der Verwirrung; die Furcht Hinwegnehmende; die Furcht Schenkende; die Furcht Vernichtende.

Die auf dem Verbrennungsplatz wohnende Göttin; die in der Stätte des Verbrennungsplatzes Wohnende; die auf einem Leichnam Sitzende; die Leichen Verzehrende; die einen Leichnam zum Leib Habende; die Heilvolle und Unheilvolle.

Die am Hals eine Kette aus Leichnamen Tragende [śavāhārā: Worttrennung unsicher]; die Leichenarmreifen Tragende; die mit hervorstehenden Zähnen; die Schönzähnige; die Wahre; die in der Verabredung der Wahrheit Wohnende.

Die Wahrheit als Leib Hat; die Wahrheit als Kette beziehungsweise Nahrung Hat; die bei Wahrhaftigen Wohnende; die Wohnstatt der Wahrheit; die mit Wahrheit Verbundene; die wahre Übereinkunft beziehungsweise wahren Kampf Bewirkende [saṅgara mehrdeutig].

Die Ungebundene; die von Gliedern Freie [sāṅgarahitā: ungewöhnliche Verbindung]; die mit guter Gemeinschaft Verbundene; die durch Verbindung Bezaubernde; die Māyā als Erkenntnisvermögen Hat; die große Māyā; die im großen Opfer Spielende.

Der fließende Blutstrom; die in zwei Mündern Wohnende; die wahrhafte Anstrengung; die mit Wahrheit Verbundene; die Verbindung mit Wahrheit Bewirkende.

Die Ungebundene; die an Verbindung Erfreute; die mit guter Gemeinschaft Verbundene; die in Gemeinschaft Wohnende; die stets Wahre; die große Wahrheit; die Fleischschlinge; die mit gutem Fleisch Versehene.

Die Fleisch zur Nahrung Hat; die Fleisch Tragende; die Fleisch Essende; die Fleisch Verzehrende; die Blut Trinkende; die durch Blut Schöne; die Rote; die Blut Liebende.

Die Blut zur Nahrung Hat; die Blut Liebende; die die Verächter des Blutes Vernichtende; die das Bluttrinken Liebende; die Junge; die Blut zum Bereich Hat; die tief Rote.

Die in der selbstentstandenen Blüte Weilende; die nach der selbstentstandenen Blüte Verlangende; die die selbstentstandene Blüte zur Nahrung Hat; die die Verächter des Selbstentstandenen zum Sitz Hat [svayambhūnindakāsanā: ungewöhnliche Fügung].

Die an der selbstentstandenen Blüte Erfreute [svambhū der Vorlage]; die aus der selbstentstandenen Blüte Hervorgegangene; die mit einer Kette selbstentstandener Blüten Geschmückte; die den Verächtern des Selbstentstandenen ein Ende Setzende.

Die mit Kuṇḍa und Gola Spielende; die stets auf Kuṇḍa und Gola Gerichtete; die Kuṇḍa und Gola Freude Bereitende; die aus Kuṇḍa und Gola Entstandene [Die Ritualbegriffe werden im Namensvers nicht definiert und bleiben hier unaufgelöst.].

Die Śukra zum Wesen Habende; die Śukra Hervorbringende; die mit gutem Śukra; die gute Muschel beziehungsweise Perlmutter [suśuktikā: so die Vorlage]; die von den Śukra-Verehrern zu Verehrende; die die Verächter des Śukra Tadelnde.

Die eine rote Girlande Tragende; die rote Blüte; die Blüte der roten Blüte [raktapuṣpakapuṣpakā: redundante Form]; deren Glieder mit rotem Sandelholz besprengt Sind; die rotes Sandelholz Tadelnde [nindakā: so die Vorlage].

Der Fisch; die Fisch Liebende; die Ehrwürdige; die Fisch Verzehrende; die mit großem Aufgang beziehungsweise Gedeihen; die Fisch zur Nahrung Hat; die Fisch Begehrende; die die Verächter des Fisches Vernichtende.

Die mit schrägem Blick; die Grausame; die grausame Heere Vernichtende; die mit grausamen Gliedern; die Vajra-Gliedrige; die das Cakra als Glieder Hat; die aus dem Cakra Hervorgegangene.

Die das Cakra zum Leib Hat; die einen Cakra-Kranz Trägt; die im Cakra-Gerippe Wohnende; die mit tiefem Nabel; die Furcht Hinwegnehmende; die Furcht Schenkende; die Furcht Tilgende.

Die Furcht Gewährende; die von Furcht Erschreckte; die nicht Furchtbare; die furchtbar Tönende; die Schöne; die Prächtige; die Wahre; die Heilsame.

Die Wohlergehen Bewirkende.

Die mit Sindūra Gezeichnete, Sindūra Verkörpernde; die dem Sindūra Gleichgestaltige; die mit rot gefärbter Nase; die Schönnasige; die mit tiefliegender Nase.

Die Kleinwüchsige; die mit herabhängendem Bauch; die Langgestreckte; die Langnasige; die Großbrüstige; die Gewundene; die Bewegliche; Caṇḍī.

Die durch wilden Klang überaus Wilde.

Die überaus Wilde; die sehr Wilde; die erhabene Wilde; die mit wildem Ungestüm; die Cāṇḍālī; Caṇḍikā; die Gestalt des wilden Klanges; die Bewegliche.

Die Campā-Blüte; die Campā-Reiche; Ostā [costā: unklare Namensform]; die Scharfe; die Schärfe Liebende; die Verletzung; die Wasser Schenkende; die Sieg Schenkende.

Der Yoga; die der Welt Freude Bereitende.

Die von der Welt Verehrte; die Mutter der Welt; die Welt; die Geduld beziehungsweise Erde der Welt; die Entstehende; die Mutter des Sieges; die Siegende; die Sieg Schenkende.

Die Mutter; die Trägerin der Welt; die Jayā Genannte; die Verkörperung des Sieges; die Mutter der Welt; die von der Welt Geachtete; die Herrlichkeit des Sieges; die Sieg Bewirkende.

Die Siegende; die Mutter des Sieges; Jayā; Vijayā; die Schwertträgerin; die Schwertgestaltige; die mit gutem Schwert; die ein Schwert Tragende.

Die Schwertgestaltige; die Schwert Hervorbringende; die Schwertträgerin; die das Schwert Liebende; die Schwert Schenkende; die das Schwert zum Wesen Hat; die aus dem Schwertleib Hervorgegangene.

Das Schwert; die Schwert Tragende; das Spiel; die Schwertträgerin; die mit einem Schwert Geschmückte; die Muschelhornträgerin; die Bogenträgerin; die Göttin.

Die Vajra-Trägerin; die Dreizackträgerin; die Einsicht.

Die mit Vāla Versehene [vālinī: Bedeutung unklar]; die Bhindipāla-Waffe Tragende; die Schlingenträgerin; die Elefantenhakenträgerin; die Pfeilträgerin; die Bogenträgerin; die Sperlingsartige [caṭakī: ungewöhnlich im Waffenkontext]; der Schild beziehungsweise die Haut.

Die mit Hauern; die mit einem Röhrchen am Ohr [karṇanālikī: unsicher].

Die Keulenträgerin; die Pfluggestaltige; die in Scharen von Köchern Wohnende; die Wohnstatt der Köcher; die Köcher Hinwegnehmende; die Gestalt des aus dem Köcher Entstehenden.

Die mit gutem Köcher; die Bedrängnis des Köchers; die mit Köchergliedern; die den Köcher Liebende; die Göttin, die vielerlei Wurfwaffen Trägt; die aus vielerlei Waffen Hervorgegangene.

Der rote Lack; die Hunderttausend Hinwegnehmende; der Gewinn; die leicht zu Erlangende; die Gewinn Vernichtende; die Gewinn Hinwegnehmende; die Gewinn Bewirkende; die Gewinnende.

Die Gestalt des Gewinns.

Die Erde; die Reichtum Schenkende; die Getreidereiche; die gesegnete Gestalt; die Erdträgerin; der Bogen; der Klang der Last beziehungsweise Deichsel; die von Last Geehrte [dhurāmānyā: unsicher].

Die Erde zum Leib Habende; die Reichtum Vernichtende.

Die Reichtum Hinwegnehmende; der Gewinn von Reichtum; die durch Reichtum zu Erlangende; der große Bogen; die Unruhige; die Gestalt des Friedens; die im Atemweg Wohnende.

Die von Himmelsscharen Verehrte [gagaṇāgaṇa: gestörte Form]; die die Scharen als Glieder Hat; die der Rede Liebe [gaṇāṅgāvāgavallabhā: Wortgrenze unsicher]; die Scharen Schenkende; die Scharen Hinwegnehmende; die Zugängliche; die Schöne des Kommens und Gehens.

Die ein erreichbares Ziel Schenkende; die Scharen Vernichtende; die Krankheit Hinwegnehmende; die Krankheit Mehrende; die Beständigkeit; die Vernichtung der Beständigkeit; die der Beständigkeit ein Ende Setzende; das Kula.

Die Geberin; die Handelnde; die Geliebte; die Liebe; die Liebes Schenkende; die das Liebe Mehrende; die Liebes Hinwegnehmende; die liebenswert Erhabene.

Die den geliebten Liebesfuß als Leib Habende [priyapremāṅghripātanuḥ: beschädigte oder stark verkürzte Fügung].

Die aus dem Lieben Geborene; die liebenswert Erhabene; die im Lieben Weilende; die im Haus Weilende; die ganz Beständige; die feste Gestalt; die Festigkeit Schenkende; die Pfauin der Beständigkeit beziehungsweise die Beständigkeit Mehrende [sthairyabarhiṇī: mehrdeutig].

Die Bewegliche; die Flüchtige; Colā [Eigenname beziehungsweise Gewandform, Bezug unklar]; die in beweglichen Gliedern Wohnende; Gaurī; Kālī; Chinnā; Māyā.

Die Ehrwürdige; die Hara Liebe.

Sundarī; Tripurā; die Erhabene; die in Tripureśvara Wohnende; die Tripura Vernichtende; die Göttin; die Tripuras Lebenskraft Hinwegnehmende.

Bhairavī; die in Bhairava Weilende; die geliebte Gestalt Bhairavas; die Bhava zum Leib Habende; die Gestalt Bhairavas; die Bhairava teure Geliebte.

Die Zeit Schenkende; die Nacht der Zeit; das Begehren; Kātyāyanī; die Handlung; die Handlung Schenkende; die Handlung Hinwegnehmende; die Unfähigkeit beziehungsweise Impotenz.

Das Wirken der geliebten Lebenskraft.

Die den Laut krīṃ Verkörpernde; Kamalā; Lakṣmī; die Kraft; Svāhā; der Alldurchdringende; der Herr; die Urnatur.

Der Puruṣa; die Gestalt von Puruṣa und Nicht-Puruṣa.

Der höchste Puruṣa; Māyā; Nārāyaṇī; die Einsicht; Brāhmī; Māheśvarī; Kaumārī; Vaiṣṇavī.

Vārāhī; Cāmuṇḍā; Indrāṇī; die Geliebte Haras; Bhargī, die Kraft Bhargas; Māheśvarī; die Dunkle; Kātyāyanī.

Pūtanā.

Die Rākṣasī; die Ḍākinī; die Bunte; die Vielgestaltige; das spielerische Bewegen beziehungsweise die Verwirrung; Hākinī; Rākinī; die Erschrockene.

Die Gandharvī; die Duft Tragende.

Die Schrägblickende; die Tiefäugige; die Fleischlose; die Eulenfleisch [Tragende oder Verzehrende; ālūkamāṃsikā: unsichere Fügung]; die mit heraushängender Zunge; die Schönzüngige; die ein Kind Schenkende; die Kinder Gewährende.

Die Mondhafte; das Mondlicht; die dem Mond Zugehörige; die dem Mondglanz Ergebene; der Nektar; die Ehre Schenkende; Pūṣā, die Nährende; die Zufriedenheit.

Die Fülle; die Liebesfreude; die Standhaftigkeit.

Die Mondhafte; das Mondlicht; der Glanz; der Mondschein; die Herrlichkeit; die Liebe; die Glieder Schenkende; die Volle.

Die vollkommene Nektarfülle; die Wunschranke; die Wunscherfüllung Schenkende.

Die wohl Geordnete beziehungsweise Wunscherfüllende; die Wünsche in den Händen Tragende; die den Wunschbaum Hervorbringende; der Kiefer; die Kalpa Genannte; die im Weltalter Erhabene; die von Kalpānandaka Verehrte [Name beziehungsweise Fügung nicht sicher bestimmbar].

Die Nadelmündige; die mit Totengeistgesicht; die Feuermündige; die überaus Glückliche; die Wildgesichtige; die Schöngesichtige; die Krähengesichtige; die mit entsetzlichem Antlitz.

Die mit einem Eidechsengesicht [kṛkalāsya: verkürzte Form]; die mit dem Antlitz der Dämmerung; die Herrin der Knospe; die Gestalt Ramās; die Vielgesichtige; die mit vielerlei Mündern; die vielerlei Gestalten Tragende.

Die vom All zu Verehrende; die Mutter des Alls; die als All Benannte; die das All Hervorbringende; die Sonne; das Sonnenlicht; die Schönheit; die im Sonnenkreis Weilende.

Der Sonnenglanz; der Sonnenstrahl beziehungsweise die Sonne Hervorbringende; die Sonne Genannte; die die Sonne Hervorbringende; die Wärmende; die Erhitzende; die Rauchfarbene; der Lichtstrahl.

Die Flammende; der Glanz.

Die Götter Schenkende; die Genuss Schenkende; die Allumfassende; die Erweckende; die Tragende; die Geduld beziehungsweise Erde; die Weltalter Schenkende; die Yoga Hinwegnehmende.

Die Geeignete; die Geeignetheit Hinwegnehmende; die Yoga Mehrende.

Die im Feuerkreis Weilende; die sich inmitten des Feuerkreises Bewegende; die Gestalt des Feuerkreises; die als Feuerkreis Bezeichnete.

Die mit Feuerglanz; die mit Feuerfarbe beziehungsweise Feuerleidenschaft; die Feuer Schenkende; die Feuer Vernichtende; das Wirken des Feuers; die mit Feuerarmen beziehungsweise das Feuer Genießende; die Teilkraft; die stets im Feuer Weilende.

Die mit rauchender Flamme; die hell Leuchtende; die Funken Sprühende; die Dreizackträgerin; die Schöngestaltige; die Rötlichbraune; die Opfergaben Tragende.

Die Vielfältige; die glanzvolle Göttin; die zum Hausstand des höchsten Brahman Gehörende; die aus Licht-Brahman bestehende Göttin; die das höchste Brahman Verkörpernde [prabrahma: verkürzte Quellform].

Das höchste Selbst; die Höchste; die Heilige und Verdienstvolle; die Verdienst Schenkende; die Verdienst Mehrende; die Verdienst Schenkende [Wiederholung]; die den Namen „Verdienst“ Trägt; die heilig Duftende.

Die von geliebter Gestalt.

Die einen heiligen Leib Hat; die Verdienst Bewirkende; die die Verächter des Verdienstes Tadelnde; die heilige Zeiten Schaffende; die Verdienstvolle; die höchst Verdienstvolle; die Kette des Verdienstes.

Das heilige Spiel; die heilige Lustentfaltung; die dem heiligen Namen Gleichende; die Alte; die durch Verdienst zu Verehrende; die durch heiliges Spiel zu Erfreuende; die das alte Verdienst Liebende.

Die Puruṣa-Gestalt; die Lebenskraft des Puruṣa; die das Selbst des Puruṣa Verkörpernde; die Puruṣa zum Leib Habende; die dem Puruṣa Zugehörige; die stets eine Teilkraft des Puruṣa Ist.

Die mit schönen Blüten; die Lebenskraft der Blüte; die Blüten Hinwegnehmende; die Blüten Liebende; die Blumen Liebende; die Blumenkette; die die Verehrer der Blüten Verehrende.

Die Blüten Hinwegnehmende; die Blumengirlande; die die Verächter der Blumen Vernichtende; die Lebenskraft der Gestirne Hinwegnehmende; die ungezählte Gestirne Verehrende [nakṣatrālakṣavandakā: mehrdeutige Worttrennung].

Die das Ziel als Girlande Hat; die hunderttausend Ketten beziehungsweise Ziele Trägt; die Hunderttausend; die Gestalt der Hunderttausend; die Herrin der Mondhäuser; die mit glückverheißenden Gestirnen; die die Gestirne Hinwegnehmende [nakṣatrāhā: unsichere Form]; die mit großem Aufgang beziehungsweise Gedeihen.

Die mit großer Girlande; die hoch Geehrte; die Große; die von den Müttern Verehrte; die sehr Große und Kleinere [mahāmahākanīyā: Fügung unsicher]; die Herrin Mahākālas; die Große.

Die Großmündige; die zu Verehrende; die im großen Klang Wohnende; die Herrin des großen Muschelhorns; die Fischgestaltige; die nach Fisch Duftende; die mit großem Bauch.

Die mit herabhängendem Bauch; die mit herabhängenden Lippen; die mit langem, eingesunkenem, schlankem Bauch [lambanimnatanūdara: gedrängte Fügung]; die mit herabhängenden Lippen [Wiederholung]; die Langnasige; die mit herabhängender Schnauze; die spielerisch Verlangende [lalatsukā: unsichere Form].

Die sehr Lange; die überaus Lange; die wohlgestalt Langgestreckte; die Langes Tragende; die des Langen Würdige; die langgestreckte Kraft; die im Langen Weilende; die das Lange zum Ursprung Habende [Die Bedeutung der wiederkehrenden lamba-Komposita bleibt ohne näheren Bezug.].

Die mit vier Glocken; die große Glocke; die stets den Glockenklang Liebende; die Instrumentalmusik Liebende; die an Instrumentalmusik Erfreute; die wohl Erklingende; die Instrumentalmusik Vernichtende.

Ramā; die Liebliche; die sehr Junge; die von lieblichem Wesen; die überaus Liebliche; die Lieblichkeit Schenkende; Rambhā; die mit Schenkeln wie Bananenstämme.

Die Rāma Liebe beziehungsweise die Liebliche Liebende.

Die Begehren Liebende; die Begehren Bewirkende; die Begehren zum Leib Habende; die schöne Frau; die Liebesfreude; die Liebesfreude Liebende; Rati [erste Quellform ohne Visarga]; Ratī [zweite Quellform].

Die durch Liebesfreude zu Verehrende; die Liebesfreude Liebende [Wiederholung].

Die Wohlriechende; Surabhī, die göttliche Kuh; die Schönheit; der Glanz der Himmelsrichtungen; die Heil Vernichtende [śubhanāśinī: so die Vorlage]; die sehr Schöne; die große Schönheit; die überaus Schöne.

Die Totengeister Peinigende.

Die Begehrliche; die große Begierde; die sehr Begehrliche; die Begierde Mehrende; die Begierde zum Leib Habende; die von Begierde Verehrte; die Schlange der Begierde [lobhāhī: unsicher]; die Begierde Sichtbar Machende.

Die Begierde Liebende; die große Begierde; die die Verächter der Begierde Tadelnde; die in den Gliedern der Begierde Wohnende; der Duft; die Geruchlose; die Geruch Vernichtende.

Die Duft als Leib Hat; die durch Duft Genährte; die Wohlriechende; die nach Liebe Duftende; die Übelriechende; die nach Fäulnis Riechende; die Geruchlose; die überaus stark Duftende.

Die in der Nähe des Lotos; die Lotos Tragende; die dem Lotosfreund Freude Bereitende; der Tadel der Lotosverächter; die durch die Zufriedenheit des Lotos Getragene [padmasantoṣavāhanā: Beziehung mehrdeutig].

Die Göttin, vorzüglich wie ein roter Lotos; die stets den roten Lotos Liebende; die nach rotem Lotos Wohlriechende; die im roten Lotos Wohnende.

Die den roten Lotos Ergreifende, als Girlande [raktotpalagrahāmālā: gestörte Fügung]; die durch den roten Lotos Entzückende; die mit schönen Augen wie rote Lotosblüten; die die Gestalt des roten Lotos Tragende.

Vaiṣṇavī; die von Viṣṇu zu Verehrende; die in den Gliedern des Vaiṣṇava Wohnende; die von Viṣṇu-Verehrern zu Verehrende; die in Vaiṣṇava gegründete Gestalt [vaiṣṇave: Bezug offen].

Die im Leib Nārāyaṇas Weilende; die Nārāyaṇas Herz Gewinnende; die Gestalt Nārāyaṇas; die im Geist Nārāyaṇas Weilende.

Die aus den Gliedern Nārāyaṇas Entstandene; die Nārāyaṇa liebe Gestalt; die Frau; Nārāyaṇī; die zu den Bedeutenden Gezählte; die das Haus Nārāyaṇas Liebende.

Die von Hara zu Verehrende; die Vorzüglichste Haras; die Geliebte Haras; die Geduld beziehungsweise Erde; die Auflösende; die in Haras Leib Weilende; die ganz der Verehrung Haras Ergebene.

Die aus Haras Leib Hervorgegangene; die in Haras Gliedern Wohnende; Kuhū; die von Hara-Verehrern zu Verehrende; die sich den Verehrern Haras ganz Widmende.

Die aus Haras Leib Entstandene; die stets zum Spiel Haras Gehende; die mit guter Schar und frei von Bindung [sugaṇāsaṅgarahitā: mehrdeutig]; die Ungebundene, die Bindung Vernichtende.

Die Menschenleere; die Einsame; Durgā; die schweres Leid Abwendende; die dem schwer zugänglichen Leib ein Ende Setzende; die Durgā-Gestaltige; die im Schwerzugänglichen Verweilende [durgatasthikā: unsichere Form].

Die Totengeister Hervorbringende; die Totengeister Liebende; die aus einem Totengeistleib Entstandene; die in den Gliedern der Totengeister Wohnende; die Totengeistin; die Leiber der Totengeister Zermalmende.

Ḍākinī; Yoginī; Kālarātri; die stets die Zeit beziehungsweise Kāla Liebende; die die Nacht der Zeit Hinwegnehmende; die Zeit; die Dunkelleibige; die mit großem Leib.

Die Dunkelgliedrige; die mit gewundenen Gliedern; die Vajra-Gliedrige; die Vajra-Gestalt Tragende; die vielerlei Leiber Tragende; die Gesegnete; die in der Folge der sechs Cakras Wohnende.

Die im Mūlādhāra Wohnende; die stets im Mūlādhāra Weilende; die Windgestaltige; die mit großer Gestalt; die im Wind- beziehungsweise Atemweg Wohnende.

Die mit Wind Verbundene; die Wind Erzeugende; die den Füller des Atems Füllende [vāyupūrakapūrakā: redundante Form]; die Göttin, die Windgestalt Trägt; die auf dem Suṣumnā-Weg Gehende.

Die im Leib Weilende; die Gestalt des Leibes; die im Leib zu Meditierende; die mit schönem Leib; die Gestalt der Nāḍī; die Gestalt der Erde; die am Ort der Nāḍīs Wohnende.

Iṅgalā [Quellform, nicht zu Iḍā geändert]; Piṅgalā; die inmitten der Suṣumnā Wohnende; die Sadāśiva Freude Bereitende; die die Gestalt der Urnatur Tragende.

Die Herrin des Nektars; die sehr Füllereiche; die im Bereich der Liebesschönheit Wohnende; die Entstehung und Erhaltung Vernichtende [upattisthitisaṃhantrī: gestörte Form, nicht zu einer vollständigen Schöpfungs-Trias erweitert]; die im Bereich der Weltauflösung und Not Wohnende.

Die mit der großen Weltauflösung Verbundene; die Schöpfung und Auflösung Bewirkende; Svadhā, die Ahnenopferformel; Svāhā, die Darbringungsformel; die Opfergaben Tragende; die Opfergabe; die stets Opfergaben Liebende.

Die in der Opfergabe Weilende; die Opfergaben Verzehrende; die aus dem Opfergabenleib Entstandene; die mit Opfergaben Spielende; die Gestalt der Wunschkuh; die aus Gestalt Entstandene.

Surabhī; Nandanī, die Erfreuende; die Heilige; die das Opfer als Leib hat; die aus dem Opfer Entstandene; die im Opfer Weilende; die das Opfer zum Leib Hat; die aus dem Mutterschoß Geborene.

Die in der Yoni Wohnende.

Die nicht aus dem Mutterschoß Geborene; die Getreue, Satī; die Wahre; die Ungetreue beziehungsweise Nicht-Seiende; die von gewundener Gestalt; Ahalyā; Gautamī; die Zugängliche.

Die Körperlose; die den Leib Vernichtende.

Gāndhārī; Draupadī; die Botin; die Śiva Liebe; der dreizehnte Mondtag; der fünfzehnte Mondtag; die Vollmondnacht; der vierzehnte Mondtag.

Der fünfte Mondtag.

Der sechste Mondtag; der neunte Mondtag; der achte Mondtag; der zehnte Mondtag; der elfte Mondtag; der zwölfte Mondtag; die Tor-Gestaltige; die Furcht Schenkende.

Die zum Sonnenübergang Gehörende; die Gestalt des Sāman-Gesangs; die dem Kula Zugehörige; die Kula Vernichtende; die Geliebte des Kula; die Schlanke; der Krug; die den Krugleib Mehrende.

Die Bescheidene; die mit Kula Begabte; die Bittende; die im Innern Weilende; die Nachfolgende; die Morgenröte; die Flüsse und Meer Schenkende; der Frieden.

Die Friedensgestaltige; die ganz Friedvolle.

Die Hoffnung; der Durst; der Hunger; die Erschütterbare; die in der Gestalt der Erschütterung Wohnende; die zur Mündung der Gaṅgā Gehende; der Glanz; die Śruti, gehörte Offenbarung.

Die Smṛti, erinnerte Überlieferung; die Standhaftigkeit; die Erde.

Tag und Nacht; die die fünf Elemente zum Leib Hat; die mit schönem Leib; das Reiskorn; Chinnamastā; die eine Schlange als heilige Schnur Trägt.

Varṇinī; Ḍākinī; Śakti; Kurukullā; Sukullakā; Pratyaṅgirā; die andere beziehungsweise nicht-höchste Göttin; die Unbesiegte.

Die Sieg Schenkende.

Jayā; Vijayā; die Mahiṣāsura Erschlagende; die Vernichterin Madhus und Kaiṭabhas; die Vernichterin Caṇḍas und Muṇḍas.

Die Niśumbha und Śumbha Erschlagende; die Raktabīja Vernichtende; Kāśī; die in Kāśī Wohnende; die Süße; Pārvatī; die Höchste.

Aparṇā, die Blattlose; Caṇḍikā; die Göttin; Mṛḍānī; Ambikā; die Teilkraft beziehungsweise Kunst; die Weiße; die Dunkle.

Die Farbe aller Farben [varṇavarṇā: redundante Fügung]; die Gestalt der Sichel des Herbstmondes.

Rukmiṇī; Rādhikā.

Damit sind die tausendacht [Namen] Bhairavīs verkündet. Durch das Aussprechen der Namen der Göttin … [Der Satz wird im folgenden Vers fortgesetzt.]

Tripurabhairavi: Früchte der Rezitation und weitere Ritualangaben

… wird man befreit, auch wenn man mit schweren Verfehlungen belastet ist; daran besteht kein Zweifel. Die Tötung eines Brahmanen, das Trinken von Surā, Diebstahl und der Verkehr mit der Frau des Gurus … [Fortsetzung der Aussage über die Namensrezitation im vorausgehenden Vers.]

… Millionen schwerer Verfehlungen und ebenso die geringeren Verfehlungen: All dies vergeht augenblicklich durch den von Bhairava ausgesprochenen Hymnus.

Ob man das Ganze oder einen einzigen Vers rezitiert, oder sich auch nur daran erinnert, ob man selbst rezitiert oder rezitieren lässt: Sogleich wird man aus der Fessel befreit.

Am Königstor, im Kampf, in einer Festung oder schwer zugänglichen Gegend, in Bedrängnis, an einem unwegsamen Berg, in der Wildnis, auf einem Berg oder in einem Boot, o große Herrin, wenn Furcht vor Feuer und schwerer Gefahr entsteht oder wenn Löwen und Tiger Schrecken verbreiten, wird der Sterbliche durch Rezitation oder Erinnerung aus jeder Bedrängnis befreit.

Ein Sohnloser erhält einen Sohn; ein Armer wird reich. Ein Brahmane, der sich allen Lehrschriften widmet, erlangt die Frucht aller Opfer.

Beim Stillstellen von Feuer, Wind und Wasser, beim Anhalten des Sonnenlaufs, bei Vernichtung, Erregung von Feindschaft und Vertreibung, o große Herrin, schreibe man den Hymnus mit Gorocanā und Kuṅkuma, mit ungeteiltem Geist. Mit dem Guru oder mit Vaiṣṇavas [vollzogen] erlangt man die Frucht aller Opfer. [Das Instrumentalgefüge guruṇā vaiṣṇavair vāpi bleibt ohne ausdrückliches weiteres Verb.]

Hier entstehen Gefügigmachung und alle Vollendungen. Nachdem man sich gereinigt hat, [rezitiere man] am frühen Morgen, am Mittag und beim Anbruch der Nacht oder lasse rezitieren und erlange dadurch die Frucht aller Opfer. Der böse Streitgegner wird stumm, und der König wird wie ein Diener.

Am Sonntag, am Dienstag oder auch am Donnerstag, o große Herrin, schreibe man den Hymnus mit Gorocanā und Kuṅkuma, mit ungeteiltem Geist.

Mit dem Guru oder mit Vaiṣṇavas [vollzogen] erlangt man die Frucht aller Opfer. Trägt man ihn in Gold eingeschlossen, erlangt man alle Wünsche.

Frauen sollen ihn am linken Arm tragen, ein Mann entsprechend am rechten. Am Sonntag, Dienstag oder auch Donnerstag, o große Herrin, oder auch am Samstag schreibe man ihn und erlange gewiss alle Vollendungen. In der Wildnis oder am Verbrennungsplatz, nachts um Mitternacht, auch in einem leeren Haus, o Herrin der Götter, soll der Übende ihn sorgfältig schreiben. Wenn Jupiter im Zeichen Löwe steht und die Sonne im Krebs, wenn Jupiter im Zeichen Fische steht, soll der Übende ihn sorgfältig schreiben. Nachdem er die Yoni einer menstruierenden Frau gesehen hat, schreibe er, dort verweilend, [den Hymnus] stets nieder. [Die astrologischen Angaben schließen nicht widerspruchsfrei aneinander an; die Quelle nennt beide Jupiterstellungen.]

Mit duftenden Blüten, mit Śukra [wörtlich „dem Hellen“, im Ritualzusammenhang auch Samenflüssigkeit], wohlriechenden Duftstoffen und Sandelholz, mit Moschus aus dem Nabelbereich des Moschustiers und Moschusduft schreibe man ihn sorgfältig. [Die beiden Moschuswörter werden in der Quelle nebeneinander gebraucht.]

Nachdem man ihn geschrieben und rezitiert hat, trage man ihn mit ungeteiltem Geist. Nachdem man eine Kumārī verehrt hat, verehre man auch Frauen vollkommen.

Man verehre sie mit Blüten, Duftstoffen, Sandelholz und Gewändern, mit Sindūra und roten Blumen, verbunden mit Hingabe.

Oder man verehre, o Göttin, Kumārīs bis zur zehnten [Altersstufe beziehungsweise bis zur Zehnzahl; kumārīr daśamāvadhīḥ ist verkürzt]. Dann erlangt man sogleich die Frucht aller ersehnten Ziele. [Die Quelle legt in diesem Vers die genaue Zählweise nicht eindeutig fest.]

Hier bedarf es keiner Prüfung nach Siddha und den weiteren [Mantraklassen]; auch gibt es keine Beeinträchtigung durch Freund- oder Feindbeziehung. Man soll dies nicht weiter prüfen, o Herrin der Götter: Schon bloßer Japa schenkt Vollendung. [Die Angaben betreffen traditionelle Eignungsprüfungen des Mantras.]

Stets, bei allen Vorhaben, im Umfang von sechstausend [Wiederholungen; das Bezugswort fehlt], bringe man ordnungsgemäß eine Bali-Gabe dar und verehre Śivā täglich.

Mit selbstentstandenen Blüten, mit Blumen und Bali-Darbringung verehre man bei Tag und Nacht die Göttin Pārvatī, Bhairavī, deren Wesen Tripurā ist. [Svayambhūkusuma kann hier wie in den Namensreihen als tantrischer Ausdruck für Menstrualblut verstanden werden; eine eindeutige Erläuterung gibt der Vers nicht.]

Täglich bewirte man zehn oder zwölf Brahmanen. Nach dieser Ordnung, o Göttin, verehre man beständig die Jungen [bālān: männlicher Plural der Quelle; nicht stillschweigend zur Göttin Bālā geändert].

Wer einen Monat lang nach dieser Ordnung zu den drei Tagesübergängen rezitiert, erlangt als Sohnloser einen Sohn und wird als Mittelloser reich.

Wenn man stets nach dieser Ordnung verfährt, ist nach drei Monaten das Vorhaben erfüllt, o Göttin. Nach vier Monaten wird man von langwieriger Krankheit frei; im fünften wird man zum König der Dichter. Nach sechs Monaten erlangt man alle Herrlichkeit, o Göttin.

Im siebten [Monat erlangt man] das Wandeln im Luftraum, im achten großen Glanz, im neunten alle Vollendungen und im zehnten Verehrung durch die Welt.

Tripurabhairavi-Tantra: Abschluss

Im elften [Monat] wird der König ihm untertan; im zwölften wird er zu Purandara [Indra]. Wer auch nur einmal rezitiert, erhält den Ertrag der Verehrung.

Wer gesammelt und rein den ganzen Text oder einen einzigen Vers rezitiert, erhält den Ertrag der Pūjā: So hat Bhairava gesprochen.

Insbesondere bei den Yogas Āyuṣmat, Prīti, Brāhma und Aindra, am fünften und ebenso am sechsten Mondtag, wo immer man sich befindet besteht dabei kein Zweifel und keine Beeinträchtigung durch Māyā und dergleichen. Ein Sterblicher, der einmal rezitiert, wird von jeder Bedrängnis befreit.

Was soll ich weiter viele Worte machen, Göttin? Er erlangt die Erfüllung aller Wünsche.

Damit endet im ehrwürdigen Viśvasāra der von Mahābhairava verfasste Hymnus der tausend Namen der erhabenen Tripurabhairavī.

Damit endet im Śāktapramoda das Tripurabhairavī-Tantra.

7. Dhumavati-Tantra

Dhumavati-Tantra: Titelseite

Heil und Segen!

Zusammengestellt und verfasst von dem Herrscher Śrī Rājā Devanandanasiṃha Bahādur, dem Herrn der Residenz Śivahara;

enthalten im Śāktapramoda:

das siebente

Dhūmāvatī-Tantra.

Durch den gelehrten Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs

durchgesehen.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Dhumavati: Meditation, Yantra und Mantra

Verehrung dem ehrwürdigen Gaṇeśa!

Nun der Śāktapramoda.

Das Dhūmāvatī-Tantra.

Nun die meditative Vergegenwärtigung Dhūmāvatīs.

Fahl, unstet, bösartig, hochgewachsen, in schmutzigen Kleidern, mit offenem Haar, rau, eine Witwe mit wenigen Zähnen.

Sie sitzt auf einem Wagen mit Krähenbanner; ihre Brüste hängen herab. Sie hält eine Getreideschwinge, hat überaus raue Augen, bewegt ihre Hand und gewährt Gaben.

Ihre Nase ist lang, sie ist stark gekrümmt und blickt schief. Stets von Hunger und Durst gequält, bringt sie Furcht und ist der Sitz des Streites.

[S. 278.] Nun die Darlegung des Yantras.

Wenn die Ritualvorschrift nichts anderes bestimmt, zeichne man als Yantra einen Lotus mit acht Blättern. Seine Mitte enthält ein Sechseck; vier Tore schmücken es.

Nun die Ableitung des Mantras.

Zwei mit da beginnende Keimsilben, versehen mit Sarvīśa und einem abschließenden Punkt; dann „Dhūmāvatī“ und zweimal ṭhaḥ: So wird Dhūmāvatīs Mantra gelehrt, der Feinde niederhalten soll. [Die verschlüsselte Silbenableitung ist in dieser Lesart nicht vollständig eindeutig; die folgende Formel gibt die Vorlage selbst an.]

Nun der Mantra.

„Dhū/ dhū/ — Dhūmāvatī — ṭhaḥ ṭhaḥ.“ Der Name bedeutet „die Rauchbesitzende“ beziehungsweise „die Rauchgestaltige“. Die Keim- und Schlusslaute haben keine gewöhnliche Satzübersetzung. Die Schrägstriche stehen so in der Vorlage.

Dhumavati: vollständige Puja-Vorschrift

Nun die Vorschrift der Pūjā.

Zunächst vollziehe man die Einsetzung von Seher und den übrigen Zuordnungen. Am Kopf: „Verehrung dem Weisen Pippalāda.“

Am Mund: „Verehrung dem Versmaß Nicṛt.“

Am Herzen: „Verehrung Dhūmāvatī.“

Nun die Einsetzung an den Körpergliedern.

„oṃ dhā/: Verehrung dem Herzen.“

„oṃ dhīṃ: dem Kopf svāhā.“

„oṃ dhū/: dem Haarknoten vaṣaṭ.“

„oṃ dhaiṃ: dem Schutzpanzer hūm.“

„oṃ dhauṃ: den drei Augen vauṣaṭ.“

„oṃ dhaḥ: der Waffe phaṭ.“

Danach die Einsetzung an den Händen.

„oṃ dhā/: Verehrung den beiden Daumen.“

„oṃ dhīṃ: den beiden Zeigefingern svāhā.“

„oṃ dhū/: den beiden Mittelfingern vaṣaṭ.“

„oṃ dhaiṃ: den beiden Ringfingern hūm.“

„oṃ dhauṃ: den beiden kleinen Fingern vauṣaṭ.“

„oṃ dhaḥ: den Handflächen und Handrücken phaṭ.“

Danach die Meditation.

Fahl, unstet, schwarz, hochgewachsen, in schmutzigen Kleidern, mit offenem Haar, rau, eine Witwe mit wenigen Zähnen. [Hier steht kṛṣṇā, „schwarz“, statt duṣṭā, „bösartig“, in der ersten Fassung.]

Sie sitzt auf einem Wagen mit Krähenbanner; ihre Brüste hängen herab. Sie hält eine Getreideschwinge, hat überaus raue Augen, bewegt ihre Hand und gewährt Gaben.

Ihre Nase ist lang, sie ist stark gekrümmt und blickt schief. Stets von Hunger und Durst gequält, bringt sie Furcht und ist der Sitz des Streites.

Nachdem man sie so meditiert hat, setze man ihre Lebenskräfte und die übrigen Vermögen ein, und zwar folgendermaßen:

Nach den vorangestellten Keimsilben: „Die Lebenskräfte der erhabenen Dhūmāvatī seien hier die Lebenskräfte.“

Nach den vorangestellten Keimsilben: „Das individuelle Leben der erhabenen Dhūmāvatī sei hier gegenwärtig.“

Nach den vorangestellten Keimsilben: „Alle Sinnesvermögen der erhabenen Dhūmāvatī seien hier gegenwärtig.“

Nach den vorangestellten Keimsilben: „Rede, Geist, Auge, Gehör, Geruch und Lebensatem der erhabenen Dhūmāvatī mögen hierherkommen und lange glücklich verweilen. Svāhā.“

Dann meditiere man sich selbst als Gestalt der Gottheit. Nach Atemregelung, Seher-Nyāsa, Sechsglieder-Nyāsa und Hand-Nyāsa vollziehe man den Mātṛkā-Nyāsa. „Oṃ. Seher dieses Mātṛkā-Mantras ist Brahmā, sein Versmaß Gāyatrī, seine Gottheit Mātṛkāsarasvatī. Die Konsonanten sind seine Keime, die Vokale seine Kräfte, beide zusammen sein Verschluss. Seine Anwendung dient der Erfüllung des Gewünschten.“

Am Kopf: „Verehrung dem Seher Brahmā.“

Am Mund: „Verehrung dem Versmaß Gāyatrī.“

Am Herzen: „Verehrung der Gottheit Mātṛkāsarasvatī.“

Am Geschlechtsorgan: „Verehrung den Konsonanten als Keimen.“

An den Füßen: „Verehrung den Vokalen als Kräften.“

Am ganzen Körper: „Verehrung dem aus beiden bestehenden Verschluss.“

Nun die Einsetzung an den sechs Gliedern.

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „Verehrung dem Herzen.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „dem Kopf svāhā.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „dem Haarknoten vaṣaṭ.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „dem Schutzpanzer hūm.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „den drei Augen vauṣaṭ.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „der Waffe phaṭ.“

Ebenso erfolgt die Einsetzung an den Händen, und zwar:

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „Verehrung den beiden Daumen.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „den beiden Zeigefingern svāhā.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „den beiden Mittelfingern vaṣaṭ.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „den beiden Ringfingern hūm.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „den beiden kleinen Fingern vauṣaṭ.“

Mit der jeweils vorangestellten Buchstabengruppe: „den Handflächen und Handrücken phaṭ.“

Nun die Einsetzung der Buchstabenmütter.

Stirn, a/: „Verehrung.“

Gesichtsumriss, ā/: „Verehrung.“

Rechtes Auge, iṃ: „Verehrung.“

Linkes Auge, īṃ: „Verehrung.“

Rechtes Ohr, u/: „Verehrung.“

Linkes Ohr, ū/: „Verehrung.“

Rechtes Nasenloch, ṛ/: „Verehrung.“

Linkes Nasenloch, ṝ/: „Verehrung.“

Rechte Wange, ḷ/: „Verehrung.“

Linke Wange, ḹ/: „Verehrung.“

Oberlippe, e/: „Verehrung.“

Unterlippe, ai/: „Verehrung.“

Obere Zahnreihe, oṃ: „Verehrung.“

Untere Zahnreihe, auṃ: „Verehrung.“

Kopf, a/: „Verehrung.“

Mund, aḥ: „Verehrung.“

Rechter Armansatz, ka/: „Verehrung.“

Rechter Ellenbogen, kha/: „Verehrung.“

Rechtes Handgelenk, ga/: „Verehrung.“

Rechte Fingerwurzeln, gha/: „Verehrung.“

Rechte Fingerspitzen, ṅa/: „Verehrung.“

Linker Armansatz, ca/: „Verehrung.“

Linker Ellenbogen, cha/: „Verehrung.“

Linkes Handgelenk, ja/: „Verehrung.“

Linke Fingerwurzeln, jha/: „Verehrung.“

Linke Fingerspitzen, ña/: „Verehrung.“

Rechter Oberschenkelansatz, ṭa/: „Verehrung.“

Rechtes Knie, ṭha/: „Verehrung.“

Rechter Knöchel, ḍa/: „Verehrung.“

Rechte Zehenwurzeln, ḍha/: „Verehrung.“

Rechte Zehenspitzen, ṇa/: „Verehrung.“

Linker Oberschenkelansatz, ta/: „Verehrung.“

Linkes Knie, tha/: „Verehrung.“

Linker Knöchel, da/: „Verehrung.“

Linke Zehenwurzeln, dha/: „Verehrung.“

Linke Zehenspitzen, na/: „Verehrung.“

Rechte Flanke, pa/: „Verehrung.“

Linke Flanke, pha/: „Verehrung.“

Rücken, ba/: „Verehrung.“

Nabel, bha/: „Verehrung.“

Bauch, ma/: „Verehrung.“

Herz, ya/: „Verehrung dem Wesen der Haut.“

Rechte Schulter, ra/: „Verehrung dem Wesen des Blutes.“

Nacken, la/: „Verehrung dem Wesen des Fleisches.“

Linke Schulter, va/: „Verehrung dem Wesen des Fettes.“

Vom Herzen bis zu den rechten Fingerspitzen, śam: „Verehrung dem Wesen der Knochen.“

Vom Herzen bis zu den linken Fingerspitzen, ṣa/: „Verehrung dem Wesen des Markes.“

Vom Herzen bis zu den rechten Zehenspitzen, sa/: „Verehrung dem Wesen des Samens.“

Vom Herzen bis zu den linken Zehenspitzen, ha/: „Verehrung dem Selbst.“

Vom Herzen bis zum Scheitel, kṣaṃ: „Verehrung dem höchsten Selbst.“

Damit ist der äußere Mātṛkā-Nyāsa beschrieben. Anschließend verehre man die Göttin mit geistig vorgestellten Gaben. Dabei bete man mit diesem Mantra: „Dhūmāvatī, sei willkommen! Sei jetzt hier gegenwärtig. Nimm die geistige Pūjā an, die ihrem Sinn entsprechend vorgestellt wurde.“ Danach wiederhole man den Wurzelmantra 108-mal mit der aus Buchstaben bestehenden Gebetskette. Damit endet die Vorschrift der geistigen Pūjā.

Nun die äußere Pūjā.

Man vollziehe Atemregelung, Sechsglieder-Nyāsa und die weiteren Schritte. Zuerst führe man die drei Atemphasen Einatmen, Anhalten und Ausatmen aus und wiederhole dabei den Wurzelmantra vier-, sechzehn- und achtmal. Danach vollziehe man den Sechsglieder-Nyāsa und die weiteren Einsetzungen, und zwar:

„dhāṃ: Verehrung dem Herzen.“

„dhīṃ: dem Kopf svāhā.“

„dhū/: dem Haarknoten vaṣaṭ.“

„dhaiṃ: dem Schutzpanzer hūm.“

„dhauṃ: den drei Augen vauṣaṭ.“

„dhaḥ: der Waffe phaṭ.“ Danach verschließe man die Himmelsrichtungen durch Fingerschnippen.

Ebenso die Einsetzung an den Händen.

„dhāṃ: Verehrung den beiden Daumen.“

„dhīṃ: den beiden Zeigefingern svāhā.“

„dhū/: den beiden Mittelfingern vaṣaṭ.“

„dhaiṃ: den beiden Ringfingern hūm.“

„dhauṃ: den beiden kleinen Fingern vauṣaṭ.“

„dhaḥ: den Handflächen und Handrücken phaṭ.“

Nach diesen Einsetzungen richte man das Arghya-Gefäß ein. Man zeichne ein Maṇḍala aus Dreieck, Kreis, Sechseck und Viereck und schreibe i hinein. Mit dem Wurzelmantra verehre man das Dreieck und an den sechs Stellen die sechs Glieder. Im Viereck, im Osten: „Verehrung dem Pīṭha Pūrṇagiri.“

Im Süden: „Verehrung dem Pīṭha Ūḍḍīyāna.“

Im Westen: „Verehrung dem Pīṭha Kāmarūpa.“

Im Norden: „Verehrung dem Pīṭha Jālandhara.“

In der Mitte: „Oṃ, Verehrung der tragenden Kraft.“ Nach dieser Verehrung stelle man unter dem Wurzelmantra den mit einem Sechseck und inneren Dreieck versehenen Yantra-Untersatz auf und besprenge ihn mit Wasser aus dem gewöhnlichen Arghya-Gefäß, indem man namaḥ, „Verehrung“, spricht.

„Gaṅgā und Yamunā, Godāvarī, Sarasvatī, Narmadā, Sindhu und Kāverī: Seid in diesem Wasser gegenwärtig!“

„Oṃ, Sonne, die heiligen Badeorte im Inneren des Welteis sind von deinen Strahlen berührt. Kraft dieser Wahrheit gewähre mir hier heiliges Wasser, Gott, Tagesschöpfer!“

Nachdem man so die heiligen Badeorte herbeigerufen hat, zeige man die Haken-Mudrā und gebe mit vauṣaṭ eine Blüte. Mit vaṣaṭ zeige man die Gālinī-Mudrā und verwandle das Wasser mit vaṃ und der Kuh-Mudrā in Nektar. Man meditiere die erwählte Gottheit, verehre sie, versehe sie mit ihren Gliedern, zeige die Muschel-Mudrā und verehre im Sechseck die sechs Glieder. Danach meditiere man Dhūmāvatī wie zuvor und rufe sie herbei. Unter Rezitation des Wurzelmantras: „Oṃ, erhabene Dhūmāvatī, komm hierher!“ Dabei lege man die Daumen an die Grundgelenke der ausgestreckten, aneinandergelegten Finger.

Unter dem Wurzelmantra: „Göttin Dhūmāvatī, bleibe hier!“ Mit der abwärts gerichteten Mudrā gebe man ihr ihren Platz.

Unter dem Wurzelmantra reiche man mit der Lotus-Mudrā einen Sitz aus Blumen und anderen Gaben. „Oṃ, Göttin, die du auf diesem vortrefflichen Sitz bequem sitzt, deren Wesen die unvergänglichen Laute sind: Sei darin fest gegenwärtig; sei gnädig, höchste Herrin!“ Unter dem Wurzelmantra spreche man: „Sei hier fest gegenwärtig!“ und vollziehe die Einsetzung mit der zuvor genannten Mudrā. Die Lebenskräfte setze man nach der bereits beschriebenen Vorschrift ein. Dann besprenge man dreimal mit Arghya-Wasser unter dem Wurzelmantra.

Fußwasser: Unter dem Wurzelmantra „Dieses Fußwasser bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī dar. Verehrung!“ gebe man es an ihre Füße.

Mundspülwasser: Unter dem Wurzelmantra „Dieses Wasser zum Mundspülen bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī dar. Verehrung!“ gebe man es an ihren Mund.

Unter dem Wurzelmantra gebe man an ihren Mund: „Der erhabenen Dhūmāvatī, mit ihren Gliedern, Waffen, ihrem Reittier und Gefolge, bringe ich diesen Madhuparka aus Honig, geklärter Butter, Zucker, Dickmilch und Milch dar. Verehrung!“

Unter dem Wurzelmantra gebe man an ihren Mund: „Dieses erneute Mundspülwasser bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern [und den übrigen zuvor genannten Begleitern] dar. Verehrung!“

Unter dem Wurzelmantra gebe man an ihren Kopf: „Diese Ehrengabe bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“

Unter dem Wurzelmantra: „Diese Einreibung aus Gelbwurz und weiteren Bestandteilen bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“

„Oṃ, Herrin, deren eigene Gestalt im Meer der Erkenntnis höchster Wonne versunken ist: Ich bereite dir dieses Bad für alle größeren und kleineren Körperglieder.“ [Die Worttrennung der Vorlage ist beschädigt; namagna wird hier im Sinn von „versunken“ verstanden.]

Unter dem Wurzelmantra: „Dieses Badewasser bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“ Man bade sie hundertmal, tausendmal oder entsprechend dem eigenen Vermögen.

Unter dem Wurzelmantra: „Dieses Gewand bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“ Man gebe ihr ein Gewand.

Unter dem Wurzelmantra: „Dieses Obergewand bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“ Man gebe ihr ein Obergewand.

Unter dem Wurzelmantra: „Dieses Sandelholz bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“

Unter dem Wurzelmantra: „Diese unversehrten Reiskörner bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“

Unter dem Wurzelmantra: „Diese Blüten bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Vauṣaṭ!“

Mit „Mutter, deren Klang Sieg verkündet, svāhā!“ verehre man die Glocke. Unter dem Wurzelmantra: „Oṃ, dieser wohlriechende, überaus erfreuliche Räucherduft enthält Pflanzenharz und ist zum Riechen für alle Götter bestimmt. Nimm ihn an!“ Mit „Diesen Räucherduft bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“ läute man mit der linken Hand die Glocke, zeige durch Verbinden des rechten Zeigefingers und Daumens die Räucher-Mudrā und räuchere von der Nabelgegend aus, während man die Eigenschaften der Gottheit preist.

Unter dem Wurzelmantra: „Diese Blütenhandvoll bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“ So gebe man drei Blütenhandvoll.

„Oṃ, hell strahlt die große Lampe und vertreibt überall die Finsternis. Nimm diese Leuchte an, das Licht im Inneren wie im Äußeren!“

Unter dem Wurzelmantra zeige man durch Verbinden von Mittelfinger und Daumen die Lampen-Mudrā und führe die Lampe auf Höhe der Augen vor.

Die Lampe mit geklärter Butter stehe rechts, die Öllampe links. „Oṃ, Herrin der Götter, ich bringe dir diese in einem geeigneten Gefäß zubereitete Speise mit verschiedenen zahlreichen Bissen dar. Nimm sie gnädig an!“ [sahavir ist textlich unklar; möglicherweise ist eine Opfergabe mitgemeint.]

Unter dem Wurzelmantra zeige man die Bissen-Mudrā und bringe die Speise mit Wasser aus der Muschel dar.

„Oṃ, Herrin der Götter aller Götter, die du ganz von ungeteilter Wonne erfüllt bist: Nimm dieses vorzügliche Wasser an, das umfassend alle Erfüllung bewirkt!“

Nach dieser Gabe von Trinkwasser reiche man vorschriftsgemäß eine Handvoll Wasser zum Mundspülen.

„Oṃ, Göttin, nimm diesen Betelbissen an, verbunden mit Kardamom, Gewürznelken, Kampfer und Betelblättern und versehen mit Stücken der Arekanuss!“

Unter dem Wurzelmantra: „Diesen Betelbissen bringe ich der erhabenen Dhūmāvatī mit ihren Gliedern und so weiter dar. Verehrung!“ Mit der Tattva-Mudrā gebe man ihn an ihren Mund. Danach gebe man drei Blütenhandvoll und entsprechend dem eigenen Vermögen auch eine Bali-Gabe gemäß der Vorschrift für deren Darbringung. Damit ist die Pūjā-Vorschrift der erhabenen Dhūmāvatī vollständig.

Dhumavati-Stotra

Nun der Lobgesang.

Morgens ist sie ein Mädchen und vollzieht mit einer Blütenknospe beziehungsweise einer Gebetskette ihre Rezitation; mittags erscheint sie als reife Frau mit aufgeblühtem Gesicht und schönen Augen. Zur abendlichen Dämmerung nimmt sie eine alte Gestalt mit herabhängenden Brüsten an und trägt eine Schädelkette. Diese Göttin der Götter, Kālikā, Mutter der drei Welten, beschütze euch! [Das zusätzlich überlieferte „nachts“ steht syntaktisch unklar zwischen Mittags- und Abendbeschreibung.]

Bhairava hat das rötliche, prächtige Flechtenhaar des Lotusgeborenen [Brahmā] an der Spitze seines Schädelstabes befestigt. Aus den Köpfen der Dämonen hat er sich eine Brustgirlande gemacht, aus Garuḍas Federn einen Kopfschmuck. In der Hand hält er das große Horn von Yamas Büffel, gefüllt mit dem Blut der Götter. Möge er euch in der Weltennacht schützen, gepriesen von der über die Auflösung erfreuten [Göttin]. [Der Vers wechselt ausdrücklich zum männlichen Bhairava; die Schlussfügung bleibt grammatisch unsicher.]

Knochenstücke kauend erzeugt sie ein furchtbares Kaṭakaṭā-Krachen. Inmitten der Totengeister lacht die ausgemergelte Göttin grausig „kahahakahakahā“. Unablässig hingegeben [Wortfügung unklar], lässt sie die Sanduhrtrommel „ḍimaḍimā“ tönen und öffnet weit ihren Lotusmund. Möge diese Caṇḍikā uns schützen, während sie umherirrt und „jhajhamajhamajhamā“ hervorbringt!

Sie trägt eine Glocke, die „ṭaṇṭaṇṭaṇṭaṇṭaṭaṇṭā“ und „ṭamaṭama“ erschallt. „Spheṃ spheṃ spheṃ“ rufend und krachend lachend ist sie durch das Zusammenprallen ihrer Laute furchtbar. Ihre Schädelgirlande schwingt; ihre züngelnde Rede ertönt „lalahalahalahā“. Sie kaut Caṇḍa und Muṇḍa mit „maṭamaṭamaṭi“-Geräusch. Möge sie reinigen! [Mehrere Wortverbindungen dieser stark lautmalerischen Strophe sind verderbt; die erkennbaren Bilder und Lautfolgen bleiben erhalten.]

Am linken Ohr trägt sie den Mond, der bei der Weltauflösung untergeht, am rechten die Sonnenscheibe, um den Hals eine Sternenkette, in ihrem gewaltigen Flechtenhaar eine Schädelgirlande. Auf der Schulter trägt sie bei der Auflösung die Last von Brahmās Skelett, verbunden mit Scharen von Bannern der Schlangenfürsten. Die Heil gewährende Bhadrakālī nehme mir meine Furcht!

Ihr einzelner Zopf ist mit Öl gesalbt; an ihren Ohren glänzen zinnerne Ohrgehänge. Mit einem einzelnen eisernen [Schmuckstück] schmückt sie ihre Lotusfüße. Nackt, auf einem Esel, verschlingt sie diese Welt; Gerstenähren schmücken ihre Ohren. Diese bist allein du, Göttin, mit regnender beziehungsweise strömender [Gestalt; Lesart unsicher] und bannerartig ausgebreiteten Armen. [Die letzte Vershälfte lässt sich aus der vorliegenden Lesart nicht durchgehend sicher konstruieren.]

Im Kampf hast du aus den abgeschlagenen Köpfen der Krieger mit blutigen Zähnen eine Girlande um dein Haupt gebunden und bist mit bannerartig ausgebreiteten Armen in die Verbrennungsstätte eingetreten. Scharen von Geistern sehen dich: mit breiten Hüften, einem Gürtel aus großen Schlangen und Händen, die den Dreizack halten; nachts sind deine Augen kupferrot von berauschendem Trank und Blut. [hetikṛtvaiḥ und die Schlussfügung sind in der Vorlage beschädigt.]

Göttin, beim Ende des Weltlaufs tritt die ganze Welt in einem halben Augenblick in deinen furchtbaren, fangzahnbewehrten Mund ein, während Menschenblut und Fett die rauchverhangene Erde überschwemmen. Du bist Kālī, die Schädelträgerin, die auf einem Leichnam Liegende, Yoginī und Yoga-Mudrā; in der Versammlung gegenwärtig, die Furcht nehmend, Śivā und Caṇḍaghaṇṭā. [raktāruddhiḥ sowie bharaṇabhayaharā sind verderbt; eine gesicherte vollständige Deutung dieser beiden Ausdrücke ist hier nicht möglich.]

Ein Praktizierender, der dieses heilige Achtstrophenlied Dhūmāvatīs hingebungsvoll rezitiert, das alle Nöte abwehren soll, erlangt die gewünschte Vollendung.

Bei großem Unglück, großem Schrecken, schwerer Krankheit und großer Schlacht, zur Vertreibung von Feinden, bei Tötungszauber und ähnlichen Handlungen sowie zur Verblendung von Lebewesen rezitiere man diesen Lobgesang, Göttin; dann soll man überall Erfolg erhalten. Götter, Dämonen, Gandharvas, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangenwesen Löwen, Tiger und alle anderen entfernen sich schon beim bloßen Erinnern an den Hymnus immer weiter. Um wie viel mehr gilt dies für Menschen und andere Wesen!

Was ließe sich mit diesem Hymnus auf Erden nicht erreichen, Herrin der Götter? Alle Befriedung soll eintreten, Göttin, und am Ende gelangt man zum Nirvāṇa.

Damit endet im Ūrdhvāmnāya der Dhūmāvatī-Lobgesang.

Dhumavati-Kavaca: Schutzpanzer

Nun der Schutzpanzer.

Die erhabene Pārvatī sprach:

Śambhu, ich habe die Verehrung Dhūmāvatīs ausführlich gehört. Ich möchte ihren Schutzpanzer hören; Gott, lehre ihn mir!

Der erhabene Bhairava sprach:

Höre, Göttin, das höchste Geheimnis, das im Kali-Zeitalter nicht öffentlich gemacht werden soll: Dhūmāvatīs Schutzpanzer, der Feinde niederhalten soll.

Durch dessen Macht sind Brahmā und die übrigen Götter stets Vernichter ihrer Feinde geworden, Göttin; durch die Kraft der Meditation über sie wurden Yogins zu Feindebezwingern.

Oṃ. Seher dieses Schutzpanzers der erhabenen Dhūmāvatī ist Pippalāda, sein Versmaß Anuṣṭubh, seine Gottheit die erhabene Dhūmāvatī. Dhū/ ist sein Keim, svāhā seine Kraft, Dhūmāvatī sein Verschluss. Die Anwendung seiner Rezitation dient der Vernichtung von Feinden.

Oṃ, der Keim dhū/ schütze meinen Kopf; dhūṃ behüte stets meine Stirn. Dhūmā schütze meine beiden Augen, vatī behüte stets meine Ohren.

Dīrghā schütze meine Bauchmitte und Malināmbarā meinen Nabel. Śūrpahastā schütze meine Geschlechtsteile, Rūkṣā bewahre meine Knie.

Die Bhīmā Genannte schütze meinen Mund, svāhā bewahre meine Nase. Die gesamte Vidyā behüte meine Kehle, Vivarṇā meine beiden Arme.

Cañcalā schütze mein Herz, Duṣṭā behüte stets meine Flanke. Dhūmahastā schütze mich stets; Bhayāvahā behüte meine Füße.

Die Göttin mit stark gewachsener Körperbehaarung, sehr gekrümmt und mit schiefem Blick, von Hunger und Durst gequält, Furcht erregend und am Streit erfreut schütze meinen ganzen Körper, sie, die alle Feinde vernichtet. Damit habe ich dir den heiligen Schutzpanzer mitgeteilt, der auf Erden schwer zu erlangen ist.

Nicht veröffentlichen, nicht veröffentlichen, nicht veröffentlichen soll man ihn im Kali-Zeitalter! Große Göttin, die ganz der Meditation Hingegebenen sollen ihn zu den drei Tagesübergängen rezitieren.

Bösartiger Schadenszauber, Herrin der Götter, soll den Körper eines solchen Menschen nicht berühren.

Damit ist im Gespräch zwischen Bhairavī und Bhairava, in der Lehre von Dhūmāvatīs Wesen, der Schutzpanzer Dhūmāvatīs vollständig.

Dhumavati-Hridaya: Herz-Hymnus

Nun das Herzstück.

Oṃ. Seher des Mantras dieses Herz-Hymnus der erhabenen Dhūmāvatī ist Pippalāda, das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit die erhabene Dhūmāvatī; dhūm ist der Keim, hrīṃ die Kraft und klīṃ der Verschluss. Die Anwendung seiner Rezitation dient der Vernichtung aller Feinde.

Nun die Einsetzung an den Körpergliedern.

„oṃ dhā/: Verehrung dem Herzen.“

„dhīṃ: dem Kopf svāhā.“

„dhū/: dem Haarknoten vaṣaṭ.“

„dhaiṃ: dem Schutzpanzer hūm.“

„dhauṃ: den drei Augen vauṣaṭ.“

„dhaḥ: der Waffe phaṭ.“

Ebenso erfolgt die Einsetzung an den Händen, und zwar:

„dhāṃ: Verehrung den beiden Daumen.“

„dhīṃ: den beiden Zeigefingern svāhā.“

„dhūṃ: den beiden Mittelfingern vaṣaṭ.“

„dhaiṃ: den beiden Ringfingern hūm.“

„dhauṃ: den beiden kleinen Fingern vauṣaṭ.“

„dhaḥ: den Handflächen und Handrücken phaṭ.“

Nun die Meditation.

Man meditiere Dhūmāvatī: rauchfarben, in rauchfarbenen Kleidern, mit entblößten Zähnen und offenem Haar [die anschließende Gewandfügung ist gestört]; sie sitzt auf einem Wagen mit Krähenzeichen. Ihre beiden Hände sind weiß, sie hält eine Getreideschwinge und ist überaus rau. Ihr Körper ist immer von Hunger ausgezehrt, sie ist stark gekrümmt, und das Verlangen nach Wasser beherrscht ihren Geist. Ihre beiden Augen blicken schief beziehungsweise schön [vāma ist mehrdeutig]; sie erregt Furcht und hat ein schreckliches Antlitz.

Die als ursprüngliche Kālikā am Anfang des Weltalters Madhu und Kaiṭabha vernichtete und an seinem Ende die ganze Dreiwelt vernichtet: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Sie trägt den Schädelstab, ist klein von Gestalt und zerschlägt die bösen Rākṣasas; auch einen Schild trägt sie. Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Sie ist die Wohnstätte der Eigenschaften, deren Eigenschaften erkennbar sind, selbst Eigenschaft und Mehrerin der Eigenschaften. Die Kenner der Wahrheit des Veda-Sinnes besingen sie. Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Sie lässt alles immer wieder kreisen, ist furchtbar, hat rollende Augen und einen donnernden Klang. Sie erschlägt die Totschläger. Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Die Knochenstücke Kauende, die Caṇḍa und Muṇḍa zerreißt, die Göttin mit grausigem lautem Lachen: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Mit abgeschnittenem Hals, mit Wunden bedeckt, in der Gestalt Chinnamastās, die die Scharen der Bösen zerschneidet: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Die auf Bitten der Götter erschien, um die Dämonen zu vernichten, die viel spricht und brüllt: Diese Rauchgestaltige verehre ich.

Die klingende Laute erzeugt, die „jhañjhā-jhañjhamājhama“ ertönen lässt und augenblicklich anzieht: Diese Göttin Dhūmāvatī verehre ich.

Verbunden mit ṭīpa- und ṭaṅkāra-Lauten, die den Bogen schwirren lässt, furchtbar und mit dem gewaltigen Getöse dichter Wolken: Dhūmāvatī verehre ich.

Erfreut am Mantra „ṭhaṇ ṭhaṇ ṭhaṇ ṭham“, selbst Gestalt des Mantras „ṭhaḥ ṭhaḥ“, erfreut an der ṭhamaka genannten Bewegung [Bezeichnung unklar]: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Mit dem Klang der Ḍamaru- und Ḍiṇḍima-Trommeln, von Scharen der Ḍākinīs umgeben und durch ihre Genüsse zufriedengestellt: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Zufrieden durch den Klang der Ḍhakkā-Trommel, ihren Spielern Vollendung gewährend, im Geist durch das Trommelspiel bewegt: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Der das Gespräch über die Wahrheit lieb wie das eigene Leben ist, die über den Ozean des Werdens hinüberführt, die Tārā ist und deren Gestalt die rettende Silbe bildet: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Die Gestalt der Mantras „thāṃ thīṃ thūṃ theṃ“ und „thaiṃ thauṃ thaṃ thaḥ“, deren ganzer Reichtum der Laut tha ist: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Die Göttin in Durgās Gestalt, die böse Dānavas zerreißt, die Vernichtung von Göttern und Dämonen bewirkt [Zusammensetzung mehrdeutig]: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Von Gestalt der Finsternis, Vernichterin Andhakas, die „muktadharmāla“ trägt [unklare, vermutlich verderbte Lesart], mit dem Glanz eines Rauchstromes, standhaft: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Erfreut am Tanz der Tänzerinnen, die das Schauspiel fördert, Nārasiṃhī, von Menschen zu verehren: Vor dieser Dhūmāvatī verneige ich mich.

Von Pārvatīs Gatten verehrt, auf dem Berg wohnend, in Padmās Gestalt und mit Lotusblüten zu verehren: Vor dieser Dhūmāvatī verneige ich mich.

Mit einem von Blaslauten begleiteten Atem, die die Frucht des phaṭ-Mantras gewährt, von Scharen heulender Wesen bedient: Dieser Dhūmāvatī diene ich.

Mit Bali-Gaben zu verehren, von Bala beziehungsweise durch Kraft verehrt, in Bagalās Gestalt, vortrefflich, von Brahmā und den übrigen Göttern gepriesene Vidyā: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Von glückverheißender Gestalt, von Bhava verehrt, in Bhuvaneśīs Gestalt, die ihren Verehrern Wohlergehen gewährt: Diese Göttin Dhūmāvatī verehre ich.

Māyā, die Honigreiche, die Ehrenwerte, von Makaradhvaja [Kāma] Geehrte, die Fisch, Fleisch und berauschenden Trank kostet: Diese Dhūmāvatī erkenne ich an.

Deren Antlitz durch das Yoga-Opfer erfreut wird, von Yoginīs bedient, Ruhm und Opferfrucht gewährend: Dieser Dhūmāvatī opfere ich.

Deren beide Füße Rāma verehrt, die Rāvaṇa vernichtet, die von der Geliebten Rameśas [Lakṣmī] verehrt wird: Zu dieser Dhūmāvatī nehme ich Zuflucht.

In hunderttausend Spielen und Künsten wahrnehmbar, deren Lotusfüße die Welt verehrt, herabhängend und mit Samenkapseln ausgestattet [Bild und Lesart unsicher]: Diese Dhūmāvatī verehre ich.

Deren Lotusfüße Baka verehrt, die sich der Meditation des Reihers widmet, die Junge, über die Bakas Feind meditiert: Diese Dhūmāvatī verehre ich. [Baka kann den Reiher oder einen Eigennamen bezeichnen; der Vers legt die Zuordnung nicht eindeutig fest.]

Śaṅkarī, Śaṅkaras Leben, Vernichterin der Bedrängnis, Vernichterin der Feinde, die Reine: Zu dieser Dhūmāvatī nehme ich Zuflucht.

Die die Feinde des Sechsgesichtigen [Skanda] vernichtet, die Gestalt Ṣoḍaśīs trägt, die sechs Geschmacksarten kostet und sanft ist: Dieser Dhūmāvatī diene ich.

Deren Lotusfüße die Götter verehren, die den Göttern Glück gewährt, von Scharen schöner Frauen bedient: Dieser Dhūmāvatī diene ich.

Mutter Herambas [Gaṇeśas], die Würdige, die sich in Lachen und anmutigem Tanz ergeht, die Scharen der Feinde hinwegnimmt: Dieser Dhūmāvatī diene ich.

Die am Ufer des Milchozeans wohnt, am Milchtrinken erfreut, deren Lotusfüße der Herr der Nacht verehrt: Dieser Dhūmāvatī diene ich.

Mit Namen, die jeweils mit einem der vierunddreißig Laute beginnen, wurde Dhūmāvatīs Herz-Hymnus geschaffen, der gute Vollendung verleiht. [Die Angabe „vierunddreißig“ steht so im Text; die vorangehende Strophenzählung reicht bis 32.]

Wer diesen heiligen, Sünde vernichtenden Hymnus rezitiert, erlangt durch Dhūmāvatīs Gnade höchste Vollendung.

Was immer ein Mensch wünscht, der ihn mit gesammeltem Geist rezitiert, das alles erlangt er. Wahrlich, wahrlich, so spreche ich.

Damit endet das Herzstück Dhūmāvatīs.

Dhumavati: kürzerer Namenshymnus

Nun die hundert Namen.

Īśvara sprach:

Vers 1

Oṃ. Dhūmāvatī, die Rauchgestaltige; die Rauchfarbene; die dem Rauchtrinken Hingegebene; die Dhūmrākṣa Zermalmende; die Gesegnete; die an gesegneten Orten Wohnende.

Vers 2

die durch Aghora-Praxis Zufriedene; die mit Aghora-Praxis Geschmückte; die am Aghora-Mantra Erfreute; die mit dem Aghora-Mantra Verehrte.

Vers 3

die sich lautem, schallendem Lachen Hingebende; die schmutzige Kleider Tragende; die Alte; die Missgestaltete; die Witwe; die heilige Erkenntnis und Mantrakraft; die wenige Zähne hat.

Vers 4

die Langnasige; die mit hässlichem Gesicht; die Gekrümmte; die schief Blickende; die Schreckliche; die mit schrecklichem Antlitz; die Skelettartige; die eine Getreideschwinge Tragende.

Vers 5

die auf dem Wagen mit Krähenbanner Sitzende; die Einzige; die Harte; Kuhū, die Neumondnacht; die von Hunger und Durst Gequälte; die Ewige; die mit heraushängender Zunge; die mit den Himmelsrichtungen Bekleidete, die Nackte.

Vers 6

die mit langem Bauch; die lang Ertönende; die Langgliedrige; die mit langem Kopf; die mit offenem Haar; die zu Preisende; die am Kailāsa Wohnende.

Vers 7

die Grausame; die Gestalt der Zeit und des Todes; die das Rad der Zeit in Bewegung Setzende; die Fahle; die Unstete; die Bösartige; die das Böse Vernichtende.

Vers 8

Caṇḍī, die Wilde; die von wilder Gestalt; Cāmuṇḍā; die wild Ertönende; die mit wildem Ungestüm; die sich wild Bewegende; die Caṇḍa und Muṇḍa Vernichtende.

Vers 9

die Caṇḍāla-Frau; die mit bunten Linien; die Buntgliedrige; die Vielgestaltige; die Schwarze; die mit aufgetürmtem Flechtenhaar; Kullā [Name hier nicht sicher deutbar]; die Schwarzgestaltige.

die Tatkräftige.

Vers 10

die mit krugförmigen Brüsten; die höchst Berauschte; die vom Weintrinken Überwältigte; die Vierarmige; die mit heraushängender Zunge; die die Feinde Vernichtende.

Vers 11

die auf einem Leichnam Sitzende; die zum Leichnam Gegangene; die auf Verbrennungsstätten Wohnende; die schwer zu Verehrende; die von schlechtem Wandel; die schlechten Menschen Freude Gewährende.

Vers 12

die Fleischlose; die Gestaltlose; die die Hand Schüttelnde; die mit Gaben Ausgestattete; der Streit; die am Streit beziehungsweise Kali Erfreute; die den Makel des Kali-Zeitalters Vernichtende.

Vers 13

die Gestalt Mahākālas; die von Mahākāla Verehrte; die Mahādeva Liebe; die Einsicht; die große Bedrängnis Vernichtende.

Vers 14

die ihre Verehrer Liebende; die Zuflucht der Verehrer; die Feinde der Verehrer Vernichtende; Bhairavī; die Welt; die Furchtbare; Bhāratī, die Rede; die das Wesen der Welt ist.

Vers 15

Bharuṇḍā [Namensform der Vorlage]; die mit furchtbaren Augen; die Dreiäugige; die Vielgestaltige; die Herrin der drei Welten; die die drei Zeiten Kennende; die von dreifacher Gestalt; die den dreifachen Veda als Leib hat.

Vers 16

die dreifache Gottgestalt; die Zarte; die dreifache Kraft; die Dreizackträgerin.

Damit ist der große Hymnus Dhūmās, bestehend aus 108 Namen, [gegeben].

Diesen habe ich dir mitgeteilt, Göttin; er soll Feindesscharen vernichten. Im Gefängnis, in Feindesgewalt, bei großen Unheilszeichen oder großer Furcht werde ein Sterblicher, der diesen Hymnus rezitiert, aus jeder Bedrängnis befreit. Dieses Geheimnis, geheimer als das Geheime, ist sorgfältig zu bewahren.

Es gewährt den Menschen die vier Lebensziele und schenkt alle Fülle.

Damit ist der Hymnus der 108 Namen Dhūmāvatīs vollständig.

Dhumavati: Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Die erhabene Bhairavī sprach:

Maheśvara, lehre mich den Hymnus der tausend Namen Dhūmāvatīs, der Dharmarātrī, der alle Vollendungen gewährt!

Der erhabene Bhairava sprach:

Höre, Göttin, große Māyā, Geliebte, die du mein Leben bist, meinen Hymnus der tausend Namen, der den Feind des Werdens vernichtet. [Die Schlussfügung bhavaśatruvināśam ist grammatisch verkürzt.]

Oṃ. Seher dieses Hymnus der tausend Namen Dhūmāvatīs ist Pippalāda, das Versmaß Paṅkti, die Gottheit Dhūmāvatī. Die Anwendung seiner Rezitation dient der Niederhaltung von Feinden.

Dhumavati: vollständige große Namensfolge

Vers 3

die Rauchige [dhumā: abweichende Schreibung]; die Rauchbesitzende; der Rauch; die dem Rauchtrinken Hingegebene; die Gereinigte; die mit gereinigter Rede; die Strahlende; die bei Dhūmeśvara Wohnende.

Vers 4

die Unendliche; die von unendlichen Gestalten; die Gestalt des Lautes a und aller Gestalt [Worttrennung mehrdeutig]; die Ursprüngliche; die Wonne Gewährende; die Wonne; der Laut i; die Gestalt Indras.

Vers 5

die Geld, Getreide, Besitz und Rede Gewährende; die Ruhm und Dharma liebt und Gewünschtes gewährt; die in Glück, Wohlergehen und Hingabe Gegenwärtige; die in Häusern und Bergen Wohnende.

Vers 6

die Rāma, Rāvaṇa und Sugrīva Verblendung Gewährende; die Hanumat Liebe; die Veden, Lehrwerke und Purāṇas Kennende; die Gestalt von Licht beziehungsweise Astronomie und Versmaß.

Vers 7

die durch Geschicklichkeit schön und anmutig ist; die Freude, Liebe und Zufriedenheit Gewährende; die auf einem Lotus sitzt und ein nektargleiches Antlitz hat; die mondgleich Lachende; die mit lächelndem Antlitz.

Vers 8

die Geschickte; die Schönhaarige; die die vier Lebensziele Gewährende; die Freude; die Kunst und Teilkraft; die die Zeit Tragende; die Standhafte; die Tragende.

die Reichtum und Wasser Gewährende.

Vers 9

der Diamant; die im Farbglanz eines Diamanten Leuchtende; die mit langen Rehaugen; die Heuchelei, Verblendung, Zorn, Gier, Anhaftung und Hass Hinwegnehmende; die Höchste.

Vers 10

die „nāra-deva“ Bewirkende [Lesart unklar; möglicherweise auf Menschen und Götter bezogen]; Rāmā, die Erfreuliche; die durch Rāmas Wonne den Geist Bezwingende; die Yoga, Genuss, Zorn und Gier Hinwegnehmende; die von Hara Verehrte.

Vers 11

die Glück durch Geben, Ehre, Erkenntnis, Wertschätzung, Trinken und Singen Gewährende; die Elefanten, Kühe, Pferde und Rang Gewährende; die Schatzkammer [agañjā: Abtrennung unsicher]; die Wohlergehen Gewährende; die Geister Vernichtende.

Vers 12

die Wesenheit des Werdens; die Junge; die Gaben Gewährende; Haras Geliebte; die Furcht vor der Verletzung des Schoßes [Kompositum unsicher]; die Girlande; die Jasminblüte; die am Schlagen beziehungsweise Takt im Herzen Erfreute [tālanāhṛdā unklar].

Vers 13

die freundlich über Netz, Haar beziehungsweise Flamme, Pflug, Zeit und Schädel Sprechende [jālavālahālakāla ist nicht sicher gliederbar]; die mit Karañja, śīla und Guñjā Ausgestattete [śīla in dieser Pflanzenreihe unklar]; die in Mangosprossen Wohnende.

Vers 14

die im Jackfruchtbaum Gegenwärtige; die dem Trinken Hingegebene; die Gattin des Herrn des Jackfruchtbaums; die Reinigende; die Grundlage der Reinigung; die Volle; die alle Wünsche erfüllt hat.

Vers 15

die Reine; die mit reiner Teilkraft; die zur Stadt Gehörige; die uralte Götterschöne; die höchste Herrin; die Höchstes Gewährende; das jenseitige Ufer; das höchste Selbst.

die andere beziehungsweise das Höchste Bezaubernde.

Vers 16

die Māyā der Welt; die Schöpferin der Welt; der Ruhm der Welt; die aus der Welt Bestehende; die Mutter; die Siegende; die Gattin; die Besiegte.

die den Siegern Sieg Gewährende.

Vers 17

der Ruhm; die Erkenntnis, Meditation und Ehre Gewährende; die Herrin der Dānavas; die Dichtung und Grammatik Kennende; die Weisheit und Einsicht Gewährende.

Vers 18

die die Wissenden Kennende; die den Wissenden Sieg Gewährende; die Wissende; die von Wissenden Verehrte; die von Höheren und Niederen Verehrte; die Gaben Gewährende; die hinüber zum anderen Ufer Führende; Śāradā.

die Furcht beziehungsweise Spalte [darā: Bedeutung unsicher].

Vers 19

die Zerreißende; die Botin der Götter; die Berauschende; die Kāma Berauschende [madanāmadā mehrdeutig]; die durch höchste Erkenntnis Zugängliche; Ṣareśī [offenbar gestörter Name]; die zum Höchsten Gehende; die Höchste.

Vers 20

das Opfer; die Opfer Gewährende; die die Aufgabe der Opfererkenntnis Vollbringende; die Glückverheißende; die Glänzende; die das Weiße Zermalmende [śubhra: so die Lesart, möglicherweise für Śumbha]; die den Dämon Niśumbha Bezwingende.

Vers 21

Śāmbhavī, die zu Śambhu Gehörige; Śambhus Gemahlin; Śambhus Gattin; die mit glückverheißendem Antlitz; Śāṅkarī; die von Śaṅkara Verehrte; die Dämmerung; die den guten Ritus der Dämmerung Innehabende.

Vers 22

die Feinde Erschlagende; die Feinde Tötende; die Feinde Gewährende; die Widersacher Vernichtende; die zu Śiva Gehörige; die in Śiva Aufgehende; die zum Berg Gehörige; die dem Bergkönig stets Liebe.

Vers 23

die Nacht; die Śabara-Frau; Śambhu, der Heilbringende; die Nektarreiche; die im Palast Wohnende; die mit Eigenschaften; die Gestalt der Eigenschaften; die Würdevolle.

die mit Bhairavī-artigem, schrecklichem Ruf.

Vers 24

die Hellgliedrige; die mit hellem Leib; Gaurī; die den Guru im Sinn Tragende; die Lehrerin; die Kuh; die Kuh [Wiederholung der Vorlage]; die Gestalt dessen, was von der Kuh stammt.

die Gestalt der Freude an den Eigenschaften.

Vers 25

die Gaṇeśas Scharen Gewährende; die Tugendhafte; die Eigenschaft; die nach Ansehen Strebende; die Mutter der Scharen; die von den Scharen Verehrte; die Millionen von Scharen Vernichtende.

Vers 26

Durgā; die schlechte Menschen Vernichtende; die schlechten Menschen Freude Gewährende; die Himmel und Befreiung Gewährende; die Geberin; die Arme; die mit den Armen Mitleid Hat.

Vers 27

die schwer Anzuschauende; die fern und an einem schlechten Ort Stehende [durāduḥsthā gestört]; die schlechte Lage Zerstörende; die weiß, blass und schwarz Leuchtende; die Zeit beziehungsweise Tod Gewährende; die Zeit beziehungsweise Tod Vernichtende.

Vers 28

die Handlung und Scherz Bewirkende; der Scherz; die Recht und Unrecht Vernichtende; Gaurī; die Ansehen Gewährende; die Kühe Gewährende; die Scharen Gewährende; die den Gesang Liebende.

Vers 29

Gaṅgā; Bhāgīrathī; das Zerbrechen; der Schoß beziehungsweise das Glück; die das Glück Mehrende; Bhavānī; die das Werden Vernichtende; Bhairavī.

die Bhairavī Gleiche.

Vers 30

die Furchtbare; die furchtbar Rufende; die zu Bhīma Gehörige; die furchtbare beziehungsweise Bhīmas Wonne Gewährende; die Zuflucht Gewährende; die Zuflucht; die zu Besänftigende; die Mondhafte.

die Śaṅkha Vernichtende.

Vers 31

die Eigenschaft; die Eigenschaften Hervorbringende; die Mittelbare beziehungsweise zu den Eigenschaften Gehörige; die Liebe und Freude Gewährende; die Menschen Verblendende; die der Welt Wonne Gewährende.

Vers 32

die Besiegte; die Gattin; die Siegreiche; die Siegreiche [Wiederholung]; die Sieg Gewährende; das Verlangen; Kālī; die mit schrecklichem Antlitz.

die Kleine; die Hinkende; die Raue; die Keule.

Vers 33

der Stolz; die Geflügelte; der Dharma; die Rasselnde; die schrecklich Tönende; die Bewegliche und Unbewegliche; die von Beweglichen Verehrte; die Abgetrennte [chinā, abweichende Schreibung].

die mit abgeschnittenen Wünschen.

Vers 34

Chinnamastā, die mit abgetrenntem Kopf; der Sieg; die zu Rezitierende; die Gattin der Welt; die Rassel beziehungsweise Durchlöcherte; der Laut jha; die den Laut jhīṣ Hervorbringende; die Erklärung.

der Meißel beziehungsweise die Münze; die mit ṭaṅ-Klang Tönende.

Vers 35

Ṭhīkā [unklarer Name]; die Gestalt von Ṭhakkura und Trommelschlag [Wortfügung unsicher]; die „ṭha ṭha ṭha“ Tönende, Dröhnende; die Gesuchte, Rettende und Hinübergelangte [ḍhuṇḍhītārājatīrṇā nicht sicher gliederbar]; die im Takt Stehende und Verwirrung Vernichtende.

Vers 36

der Laut tha; die tha Hervorbringende; die Geberin; die Lampe; die Lampen Vernichtende; die Gesegnete; der Reichtum; die Reiche.

Narmadā, die Freude Gewährende; die sich am Scherz Erfreuende.

Vers 37

der Lotus; die Lotusreiche; die Gelbe; die sich Ausbreitende [sphāntā unsicher]; die Blaslaute Erzeugende; die Aufgeblühte; die aus Brahman Bestehende; Brāhmī.

die Brahman-Wonne Gewährende.

Vers 38

die von Bhava Verehrte; die Aufseherin über das Werden; die Reihe von Schoßgestalten [bhagālī, Deutung unsicher]; die langsam Gehende; der Wein; die mit berauschtem Blick; Yaśodā, die Ruhm Gewährende; die von Yama Verehrte.

Vers 39

die zu Yama beziehungsweise zum Süden Gehörige; die Erfreuliche [rāmyā]; die Gestalt Rāmas; die Schöne; Lalitā, die Spielerische; die Ranke; die Herrin Laṅkās; die Rede Gewährende.

die Auszusprechende; die stets in Einsiedeleien Wohnende.

Vers 40

die Erschöpfte; die Gestalt des Lautes śa; der Laut ṣa, die auf einem Esel Reitende; die Gestalt des Sahyādri-Gebirges; die Freudige; die Hirschkuh; die Gestalt Haris.

Vers 41

die von Hara Verehrte; die durch Zuneigung zu vāla, Kalmus und Gewürznelken Erfreute [vāla unklarer Pflanzenname]; die Nacht; die Schwinden Gewährende; die Milch; die Gestalt der Laute beginnend mit a.

Vers 42

Kālikā; die Verkörperung der Zeit; der Streit; die Streit Liebende; Śivā, die Heilvolle; die Heil Gewährende; die Sanfte; die Feinde Niederhaltende.

Vers 43

Bhavānī; die Verkörperung Bhavas beziehungsweise des Werdens; Śarvāṇī; die in allem Heilvolle; die Feinde Vertreibende; die zu Śiva Gehörige; die den Dämon Śumbha Vernichtende.

Vers 44

die Gestalt des dha-Mantras; die durch den Keim dhūm Erfreute; die vom Herrn des Reichtums Gepriesene; die Standhafte; die Gestalt der Erde; die die Erde Besitzende.

Vers 45

die Kauende; die vom Mond Verehrte; die Gestalt des Versmaßes; die Glanzreiche; der Schatten; die Schattenreiche; die Klare; die Schneidende.

die Erde; die Geduld beziehungsweise Erde.

Vers 46

die Hüpfende; die Mehrende; die Verehrungswürdige; die Mutter des Veda; die von Weisen Gepriesene; der Strom; die Stromreiche; die Gesegnete.

die dem Dharma und dem Geben Hingegebene.

Vers 47

die Stolze; die vom Lehrer Verehrte; die Erkenntnis Gewährende; die mit Eigenschaften Begabte; die dem Dharma Folgende; die Gestalt des Dharma; die dem Glockenklang Hingegebene.

Vers 48

die mit Glockenklang Tönende; das Kreisen; die Kreisende; die Schrecklichgestaltige; die Kali beziehungsweise Streit Vernichtende; die Botin Kalis; die von Kali Verehrte; die Kali Liebe.

Vers 49

die Zeit beziehungsweise Tod Vernichtende; die Gesunde beziehungsweise Morgendliche [kālyā mehrdeutig]; die Dichtung Gewährende; die Gestalt der Zeit; die Regnende; die Regen Gewährende; der Regen; die übermäßigen Regen Abwehrende.

Vers 50

die Erschlagende; die mit einem Krug beziehungsweise einer Wasseruhr Verbundene [ghāṭinī]; Ghoṇṭā [unklarer Name]; die Tötende; die Wolkengestaltige; die den Keim dhūm hat; die sich an dhūṃ-Rezitation Erfreuende; die durch Rezitation des Keims dhūm Erfreute.

Vers 51

die der Rezitation der Keime dhūṃ dhūm Hingegebene; die ganz den Keimen dhūṃ dhūm Zugewandte; die sich am dhūṃ-Laut Erfreuende; die Rauchige; die Reichtum Gewährende; die auf ihren Reichtum Stolze.

Vers 52

die Lotusreiche; die Lotusgirlande; die vom Lotusgeborenen Verehrte; die Grenzenlose; die Erfüllende; die Volle; die am Vollmond Verehrte.

Vers 53

die Frucht Gewährende; die Frucht Genießende; die Fruchttragende; die Frucht Schenkende; die Blaslaute Erzeugende; die Frucht Erlangende; die Frucht Genießende; die mit Frucht Ausgestattete.

Vers 54

die Abwehrende; die am Wählen beziehungsweise Einhüllen Erfreute; die über den Wasserozean Hinübergelangende; die Fahle; die mit rauchfarbenen Augen; die Rauchäugige; die Rauchgestaltige.

Vers 55

die rechte Führung; die Gestalt der rechten Führung; die die rechte Führung Kennende; die in kluger Leitung Kundige; die Retterin; die Gestalt Tārās; die der Erkenntnis der Wahrheit Hingegebene.

Vers 56

die Grobe beziehungsweise Dicke; die mit dicker Unterlippe; die Bestehende; die am höchsten Ort Wohnende; die Grobe beziehungsweise Dicke [Wiederholung]; die am Lotusplatz Gegenwärtige; die von ihrem Platz Gestürzte; die auf dem Boden Stehende.

Vers 57

die Austrocknende; die Glänzende; die Kühle; die kaltes Wasser Trinkende; Śāriṇī [unklar; möglicherweise sich Bewegende]; die Muschelträgerin; die Reine; die den Dämon Śaṅkha Vernichtende.

Vers 58

die Nacht; die nachts zu Verehrende; die vom Herrn der Nacht Verehrte; die nachts Wache; die Geeignete; die Yoginī; die von Yogins Verehrte.

Vers 59

die von Scharen von Yoginīs Bediente; die Yoginī; die vom Yoga Durchdrungene; die sich dem Yogaweg freudig Verbindende; die dem Yogaweg Folgende.

Vers 60

die den Yoga als Wesen hat; die mit Yoga Verbundene; die vom Herrn der Nacht Verehrte; die Ungeeignete; Yoghinī [abweichende Namensform]; die Kämpferin; die im Kriegshandwerk Kundige.

Vers 61

die am Kriegsweg Erfreute; die Unendliche [Sandhi-Abtrennung unsicher]; die auf Schlachtfeldern Wohnende; die Vollendete; die Herrin der Vollendungen; die Vollendung; die im Haus der Vollendung Wohnende.

Vers 62

der Weg der Vollendeten; die Freude der Vollendeten; die Vollendete; die die endgültige Lehre Bewirkende; die den Vollendeten Zugängliche; die von Vollendeten Verehrte; die von Vollendeten Gepriesene; die gute Vollendung Gewährende.

Vers 63

die Vollbringende; die an der Praxis Erfreute; die zu Verwirklichende; die die Praxis Vollbringende; die zu Übende; die von den Sādhyas zu Verwirklichende; die durch Scharen der Sādhyas schön Strahlende.

Vers 64

die Gute; sie, die von gutem Wesen ist; die gute Nachkommenschaft Gewährende; die von Guten Verehrte; die von Guten Gepriesene; die sich um den Anblick der Guten Bemühende.

Vers 65

die von Guten Gesehene; die von Guten Befragte beziehungsweise Gestützte [pṛṣṭhā: Lesart mehrdeutig]; die auf die Ernährung der Guten Bedachte; die Sattvahafte; die durch Sattva Vollendete; die durch Sattva zu Verehrende; der Aufgang des Glücks.

Vers 66

die Sattva Mehrende; die Friedvolle; deren Geist sich an Sattva erfreut; die Erkenntnis des Sattva; die Lehre des Sattva; die die endgültige Sattva-Lehre Bewirkende.

Vers 67

die Zunahme des Sattva; die Vollendung des Sattva; die im Geist mit Sattva Ausgestattete; die Schöngestaltige; die mit schönem Körper; die mit schönen beweglichen Augen.

Vers 68

die Täuschende; die mit täuschender Absicht; die täuschende Rede; die Geduld Liebende; die Gewaltsame beziehungsweise Hartnäckige; die Freude an Zwang und Hartnäckigkeit; die Rede von Zwang; die gewaltsam Handelnde.

Vers 69

die gewaltsame Handlung; die Zwang zum Gesetz Habende; die gewaltsamen Handlungen Hingegebene; die gewaltsamem Geschlechtsverkehr Hingegebene; die Freude an erzwungenem Geschlechtsverkehr Liebende [Beide letzten Namen enthalten ausdrücklich haṭha beziehungsweise haṭhātkāra, „Zwang, Gewalt“; sie sind historische Epitheta des Textes.].

Vers 70

die mit Gewalt Durchbrechende; die dem Herzen Liebe; die herzliche Rede; die Hari Liebe; die Hirschkuh; die mit dem Blick einer Hirschkuh; die Hirschkuhfleisch Essende.

Vers 71

die Rehäugige; die Hirsche Beschützende; die Hirschkuhherden Freude Gewährende; die Hirschkuhherden Vernichtende; die Hirschkühe Ernährende.

Vers 72

die der Hirschkuhjagd Hingegebene; die in der Ehrung von Hirschkühen Vorangehende; die Arme; die mit armseliger Gestalt; die Gequälte; die zum Fliehen beziehungsweise Schmelzen Bringende; die Reichtum Gewährende.

Vers 73

die auf dem Berg des Reichtums Wohnende; die Geschmolzene; die mit Besitz Ausgestattete; die Lange; die mit langen Schritten beziehungsweise Füßen; die Sichtbare; die Sehenswerte; die Festgestaltige.

Vers 74

die Feste; die mit feindseligem Sinn; die Böse; die Hassende; die Feinde Zerbrechende; die Fehlerhafte; die mit Fehlern Verbundene; die böse Feinde Vernichtende.

Vers 75

die Not der Götter Hinwegnehmende; die Scharen böser Daityas Zerreißende; die böse Dānavas Tötende; die böse Daityas Niederwerfende.

Vers 76

die den Göttern Leben Gewährende; die Göttin; die das Unglück der Götter Vernichtende; die vom Herrn der Tänzer Bediente; die Tänzerin; die Tänzer Liebende.

Vers 77

die Schauspielkunst; die Schauspiel Schaffende; die Tönende; die Klang Erzeugende; die Neue, Frische; die Neuartige; die neue Kleider Tragende.

Vers 78

die mit neuem Schmuck; die mit neuen Girlanden; die durch neue Zierde Glänzende; die den Laut na Sprechende; die Verehrungswürdige; die mit neuem Schmuck Geschmückte.

Vers 79

die auf niedrigem Weg Gehende; der niedrige Boden; die den niedrigen Weg als Gang hat; das Ziel; die vom Herrn Bediente; die dem Herrn Ergebene; die dem Herrn Wonne Gewährende.

Vers 80

die Demütige; die sich demütig Bewegende; die Führerin; die Worte über die Ursache Sprechende; die inmitten von Frauen Stehende; die Frau; die mitten unter Frauen Gegangene; die Makellose.

Vers 81

die Freude der Frauen; die von Männern beziehungsweise Menschen Verehrte; die Menschennamen Offenbarende; Rati, die Liebeslust; die Liebeslust Liebende; die Anmutige; die Liebe der Lust; die Liebeslust Gewährende.

Vers 82

die am Ort der Liebeslust Gegenwärtige und zu Verehrende; die Freude der Liebeslust Gewährende; die Gestalt der Liebeslust; die über Liebeslust Meditierende; die die Liebesweise gut Bewahrende.

Vers 83

die große Freude am Liebesreigen; die sich im Liebesreigen Ergehende; die von Ratis Geliebtem [Kāma] Gepriesene; die Fülle beziehungsweise Tierkreisgruppe; die die Gruppen beziehungsweise Tierkreiszeichen Schützende.

Vers 84

die Gestaltlose; die Reingestaltige; die Schöngestaltige; die auf ihre Schönheit Stolze; die mit Schönheit und Jugend Ausgestattete; die Fülle der Schönheit; die mit Ramā beziehungsweise Freude Begabte.

Vers 85

die Hemmende; die Zornige; die Erzürnte; die vom Zorn Festgehaltene; die Saft, Geschmack und Stimmung Gewährende; die Berauschende; die an Kāma Erfreute; die vom Honigtrank Berauschte.

die Honigtrank Gewährende.

Vers 86

die Alkohol Trinkende; die von Trinkenden zu Meditierende; die das Leben der Trinkenden Schützende; die den Trinkenden Freude Gewährende; die durch die Zuneigung der Trinkenden Erfreute.

Vers 87

die am Alkoholtrinken Erfreute; die Berauschte; die sich im Trinken Ergehende; der Wein; die dem Wein Zugeneigte; die sich am Weintrinken Erfreuende.

Vers 88

die durch Weintrinken Zufriedene; die durch Weintrinken Bezaubernde; die im Geist vom Wein Betörte; die Honigwein Trinkende; die Wein Gewährende.

Vers 89

die stets an Honigweingaben Erfreute; die dem Honigweintrinken Hingegebene; der Rausch; die sich Freuende; die Freude Schenkende; die Erfreute; die Freude im Geist Tragende.

Vers 90

die Freude Bewirkende; die Freude Gebende; die Freude und Heil Bewirkende; die durch Modaka-Süßspeisen Erfreute; die zum Empfang von Modakas Fähige.

Vers 91

die über das Ausbleiben von Modakas Erzürnte; die über den Erhalt von Modakas Erfreute; die Fleisch Essende; die Fleisch Verzehrende; die sich am Fleischessen Erfreuende.

Vers 92

die große Liebe zur Fleischzubereitung Hat; die im Raum der Fleischzubereitung Stehende; die Fisch und Fleisch Gekostet Habende; die mit den fünf M ausgestattet ist.

Vers 93

die Mudrā [hier auch geröstetes Getreide als Ritualgabe]; die mit Mudrā Verbundene; die Mutter; die große Verblendung; die Geistesstarke; der Siegelring; die mit einem Siegelring Verbundene; die durch den Siegelring Gekennzeichnete.

Vers 94

die mit einem Siegelring Geschmückte; Mādrī, die Frau aus Madra; die auf dem Mandara-Berg Wohnende; die vom Mandara-Berg Bediente; die auf dem Mandara-Berg Wohnende [Wiederholung].

Vers 95

deren Lotusfüße Mandara meditiert; die im Wald des Mandara Wohnende; die im Pferdestall Wohnende; die Langsame; die Tötende; die unermessliche Seuchengöttin [mārikāmitā: Abtrennung als mārikā amitā].

Vers 96

die große Seuche; die große Seuchen Beschwichtigende; die auf einem Leichnam Stehende; die Leichenfleisch als Nahrung Nehmende; die auf Verbrennungsstätten Wohnende.

Vers 97

die über Vollendung auf der Verbrennungsstätte Erfreute; die im Haus der Verbrennungsstätte Stehende; die die Verbrennungsstätte als Schlafgemach hat; die mit Asche der Verbrennungsstätte Bestrichene.

Vers 98

deren Körper durch Verbrennungsasche furchtbar ist; die sich auf der Verbrennungsstätte eine Wohnung Schaffende; die Beruhigende; die von Śamana [Yama] Verehrte; die durch Śamanas Lobpreis Gepriesene.

Vers 99

die durch Śamanas Praxis Erfreute; die in Śamanas Haus Wohnende; die Herrin Śamanas; der Frieden; die von friedvollen guten Menschen Verehrte.

Vers 100

die ganz der friedvollen Verehrung Hingegebene; die Friedvolle; die in einem friedvollen Haus Speisende; die von Friedvollen Verehrte; die von Friedvollen Gepriesene; die befriedete Planeteneinflüsse gut Bewahrende [graha mehrdeutig].

Vers 101

die Friedensgestaltige; die mit Frieden Verbundene; die mit sanftem Mondglanz; die Makellose; die Makellose [Wiederholung]; die Fleckenlose; die Verwelkte; die Jasminblüte.

die in Lauben Wohnende.

Vers 102

die an Jasminblüten Erfreute; die mit Jasminblüten Verehrte; die sehr Schreckliche; die Große; die Mittlere; die im mittleren Land Wohnende.

Vers 103

die am mittleren Klang Erfreute; die mittleren Klang Erzeugende; die Mittlere; die Freude an der Mitte; die von Liebe zur Mitte Erfüllte.

Vers 104

die um die Körpermitte ein buntes Gewand Tragende; die in der Mitte Ermüdete; die sehr Hochfahrende; die von Mahendra Verehrte; die von Mahendra Gepriesene.

Vers 105

die mit mächtigem Zauber Verbundene; die mächtigen Zauber Wirkende; die von Mahendra Geehrte; die ohne Stolz beziehungsweise Maß; die unter stolzen Frauen Weilende.

Vers 106

die am Stolz stolzer Frauen Erfreute; die Stolz Vernichtende; die stolze Frauen Anziehende; die Befreiung; die Befreiung Schenkende; die gute Befreiung Gewährende.

Vers 107

die Abneigung gegen Befreiung Bewirkende; die Wert Festlegende; die Wert Hinwegnehmende; die Reine; die mit der Wurzel Verbundene; die Verwurzelte; die den Wurzelmantra Besitzende.

Vers 108

die durch mit dem Wurzelmantra vollzogene Ehrung Ursprüngliche [kṛtārhādyā unklare Fügung]; die sich über Arghya mit dem Wurzelmantra Erfreuende; die den Wurzelmantra Einsetzende; die sich am Wurzelmantra Erfreuende.

Vers 109

deren Antlitz durch den Wurzelmantra erfreut ist; die mit dem Wurzelmantra Verehrte; die den Wurzelmantra Lehrende; die mit dem Wurzelmantra Angebetete.

Vers 110

deren Wesen durch den Wurzelmantra erfreut ist; die grundlegende Vidyā; die Unreinheit Beseitigende; die Erkenntnis; die Unwissenheit; die im Banyanbaum Gegenwärtige; die im Banyanbaum Wohnende.

Vers 111

die ihren Platz im Banyanbaum Hat; die der Banyan-Verehrung Hingegebene; die durch Banyan-Verehrung sehr Erfreute; die den Anblick des Banyanbaums Ersehnende.

Vers 112

die Banyan-Verehrung; die hervorgebrachte Freude [kṛtā hlādā: Worttrennung der Vorlage gestört]; die die Banyan-Verehrung Mehrende; die Beherrschende; die von Machtlosen Verehrte; die den Mantra des Gefügigmachens Besitzende.

Vers 113

die am Gefügigmachen Erfreute; die dem Gefügigmachenden Erfolg Gewährende; Baṭukā, die jugendliche Gestalt; die von Baṭuka Verehrte; die Baṭuka Nahrung Gewährende.

Vers 114

die der Verehrung Baṭukas Hingegebene; die Verehrungswürdige; die die Verehrung Baṭukas Mehrende; die Baṭuka Freude Bereitende; die Baṭukas Leben Schützende.

Vers 115

die Verehrung Baṭukas Gewährende; die Grenzenlose; die Hinüberführende; die Pārvatī Liebe; die sich auf einem Berggipfel eine Wohnung Geschaffen Habende; die vom Bergkönig Verehrte.

Vers 116

die von Pārvatīs Gatten Verehrte; die Pārvatīs Gatten Freude Gewährende; die im Bewusstsein von Pārvatīs Gatten Gegenwärtige; die Pārvatīs Gatten Bezaubernde.

Vers 117

die von den Zweimalgeborenen der Berge Verehrte [pārvatīyaddvija: gestörte Schreibung]; die auf dem Berg Stehende; die Täuschende beziehungsweise Hinüberführende; die Lotusreiche; die Lotusträgerin; der Lotus; die mit einer Lotusgirlande Geschmückte.

Vers 118

deren Füße der Lotusgeborene verehrt; deren Haupt eine Lotusgirlande schmückt; deren beide Füße mit Lotussen verehrt werden; die Lotus in der Hand Tragende, Ozeangeborene.

Vers 119

die über den Ozean Hinübergehende; die vom Ozean Gepriesene; die über den Ozean Hinübergelangte, Reine; die mit Teichwasser Erquickte.

Vers 120

die im Wasser eines Teiches Untergetauchte; die sich wie der Wind Bewegende; das Ziel; die Milch Trinkende; die Milch Gewährende; die nach Trinkwasser Verlangende.

Vers 121

die eine Lotusgirlande als Schmuck Trägt; die eine Schädelgirlande als Schmuck Hat; die Kahlköpfige; die Muṇḍa Tötende; die Geschorene; die mit Schädeln Geschmückte.

Vers 122

die Edelsteine als Schmuck Hat; die mit Edelsteinen am Hals; die durch eine Edelsteinkette Glänzende; die große Verblendung; die sehr Nachsichtige; die große Māyā; die große Schlacht.

Vers 123

die Menschliche; die von Menschenfrauen Verehrte; die Manus Geschlecht Mehrende; die Klosterbewohnerin; die Klöster Vernichtende; die den Besitz der Klöster Raubende.

Vers 124

die sehr Zornige; die Verblendete; die verblendete Feinde Vernichtende; die Pāṭhīna-Fische Essende; die Volle; die sich mit vollständiger Halskette beziehungsweise voller Nahrung Ergehende [hāra mehrdeutig].

Vers 125

die wie das Feuer der Weltauflösung Leuchtende; die Gestalt des Feuers der Weltauflösung; die im Ozean der Weltauflösung Untergetauchte; die sich im Ozean der Weltauflösung Ergehende.

Vers 126

die bei der großen Weltauflösung Entstandene; die die große Weltauflösung Bewirkende; die an der großen Weltauflösung Erfreute; die die große Weltauflösung Vollbringende.

Vers 127

die bei der allergrößten Weltauflösung Verehrte; die sich über die große Weltauflösung Freuende; die Schneidende; die durch abgetrennte Köpfe Schreckliche; die Abgetrennte; die nach abgeschnittenen Trieben beziehungsweise Haaren Verlangende [chinnaruhā unsicher].

Vers 128

die Feinde Zerschneidende; die Verborgene; die Zermalmende; die Zermalmung Bewirkende; die mit Zeichen Begabte; die hunderttausendfach Verehrte; die Wahrgenommene; die mit Merkmalen Ausgestattete.

Vers 129

die mit hunderttausend Waffen Ausgestattete; die hunderttausend Pfeile Abschießende; die ganz der hunderttausendfachen Verehrung Hingegebene; die Unsichtbare; die hunderttausend Bogen Zerbrechende.

Vers 130

die mit hunderttausend Bogen Ausgestattete; die hunderttausend Bogen Tragende; die Wohnstätte hunderttausender Spiele, die Unerreichbare [Abtrennung unsicher]; die im Lackhaus Wohnende.

Vers 131

die hunderttausendfacher Begierde Hingegebene; die Unstete; die von hunderttausend Verehrern Verehrte; die Schauende; die von der Welt Verehrte; die die Welt Schützende.

Vers 132

deren Lotusfüße die Welt verehrt; die die Welt Verblendende; die Spielerische; die Umsorgte; die nicht Aufgelöste; die die Welt Vernichtende.

Vers 133

die das Spiel der Welt Wirkende; die Sichtbare; die die Entstehung der Welt Bewirkende; die die Elemente beziehungsweise Wesen Reinigende; die die Wesen Schützende; die die Wesen Erfreuende.

Vers 134

die mit Geistern und Vetālas Verbundene; die von einem Geisterheer Umgebene; die Herrin von Bhūtas, Pretas, Piśācas und weiteren Wesen; die von Geistern Verehrte.

Vers 135

Ḍākinī; Śākinī; Ḍeyā [unklarer Name]; die die Ḍiṇḍima-Trommel Ertönenlassende; die durch Ḍamaru-Spiel Erfreute; die die Ḍamaru-Trommel Spielende.

Vers 136

die den huṃ-Laut Erzeugende; die Opferpriesterin; die Opfernde; die nach Opfergaben Verlangende; die Lachende; Hvāsinī [unklare Lesart]; die sich am Lachen Erfreuende; die hartnäckig beziehungsweise gewaltsam Redende.

Vers 137

die laut und schallend Lachende; die Erklärung; die Erklärungen Verfassende; die einen Meißel Tragende; die Gemeißelte beziehungsweise Geprägte; der Meißel beziehungsweise die Münze; die Gold vom Gewicht eines Ṭaṅka Gewährende.

Vers 138

die einen ṭaṅ-Laut Erzeugende; die reich am Laut ṭa; die Feinde Zerbrechende; die Zerbrochene; die Gestalt eines winzigen Augenblicks beziehungsweise Fehlers; die Zweifel an einem winzigen Augenblick beziehungsweise Fehler Bewirkende.

Vers 139

die Durstige [tarṣiṇa, abweichende Form]; die von Durst Erschöpfte; die von Hunger Ausgezehrte; die von Hunger Überwältigte; Akṣiṇī [unklare Lesart]; die Zurechthauende; die um Almosen Bittende; die Feinde Fressende.

Vers 140

die Begehrende; die Kupplerin; die Grausame; die im Haus einer Kupplerin Wohnende; die von Millionen Kupplerinnen Verehrte; die auf dem Weg der Kupplerinnenfamilien Gehende.

Vers 141

die Bewahrerin der Kupplerinnenfamilien; die Kupplerinnenfamilien Schützende; die von der Schlinge der Zeit beziehungsweise des Todes Umgebene; das Mädchen; die die Verehrung von Mädchen Liebende.

Vers 142

das Mondlicht; die am Mondlicht Erfreute; die mit mitfühlendem Blick; die in spielerischen Bräuchen Kundige; die im Haus des Vergnügens Wohnende.

Vers 143

die Krähenflügel beziehungsweise seitliche Haarlocken Tragende; die Krähen Schützende; die von Krähen Umgebene; die auf einem Wagen mit Krähenzeichen Stehende; die auf einem Wagen mit Krähenzeichen Sitzende.

Vers 144

Kākinī, die Krähenhafte; die mit dem Blick einer Krähe; die Krähen Futter Gewährende; die Krähenmutter; der Ursprung der Krähen; die von einem Krähenkreis Umgebene.

Vers 145

die sich gewöhnlich Krähen Betrachtende; deren Heiligtum voller Krähen ist; die durch Meditation über den in Krähenmeditation ruhenden Körper und Weiteres Zugängliche [Kompositum unsicher]; die von dham Umgebene [Lesart unklar, möglicherweise für Rauch].

Vers 146

die Reiche; die von Reichen Bediente; die Reichtum Zerstörende; die Dröhnende; die von dröhnender Gestalt; die Dhūmralocana Tötende.

Vers 147

die den dhūṃ-Laut Erzeugende; die mit dem dhūm-Mantra Verehrte; die Dharma Vernichtende; die Rauchfarbene; die Rauchäugige; die den Dämon Dhūmrākṣa Tötende.

Vers 148

die durch Rezitation des dhūm-Keims Erfreute; die den Geist auf die Rezitation des dhūm-Keims Richtende; die durch Rezitation des dhūm-Keims Verehrungswürdige; die den dhūm-Keim Rezitierende.

Vers 149

die vom dhūm-Keim Angezogene; die zu Überwältigende; die Überwältigende; die mit kühnem Geist; die Staub Schleudernde; die einen staubbedeckten Haarknoten Trägt.

Vers 150

die mit einer Gebetskette zur Rezitation des dhūm-Keims Ausgestattete; die den Lästerer des dhūm-Keims Vernichtende; die Dharma Hassende; die Dharma Schützende; die durch Dharma Erfreute.

Vers 151

die Ströme zum Stillstand Bringende; die Listige; die im strömenden Wasser Spielende; die die Mantralaute dhāṃ dhīṃ dhūṃ dhai Hat; die Gestalt von dhauṃ dhaḥ svāhā.

Vers 152

die von der Erde Verehrte; Dhūrvā [unklare Lesart, möglicherweise ein Pflanzenname]; die Getreide Schneidende; die „Pfui!“ Rufende; die von Einsichtigen Verehrte; die im Garten der Wohnstätte Wohnende.

Vers 153

die dem Garten der Wohnstätte Wasser Gewährende; die mit Staub der Wohnstätte Bestäubte; die laut Tönende; die mit Räucherwerk zu Verehrende; die sich am Wohlgeruch des Räucherwerks Erfreuende.

Vers 154

die an der Entgegennahme von Räucherwerk sehr Erfreute; die sich an Räucherwerkgaben Ergehende; die von Scharen von Fischerinnen Verehrte; die Fischerinnen Gaben Gewährende.

Vers 155

die inmitten der Fischerinnen Stehende; die in der Wohnstätte der Fischerinnen Wohnende; die Scharen von Fischerinnen Behütende; die durch Scharen von Fischerinnen Erfreute.

Vers 156

die Fischerinnen Reichtum Gewährende; die das Leben der Fischerinnen Schützende; die Herrin der Amme beziehungsweise Erde; die vom Schöpfer Verehrte; die beim Āmalaka-Baum Zuflucht Nehmende.

Vers 157

die den Āmalaka-Baum Verehrende; die Āmalaka-Bäume Pflanzende; die dem Genuss des Rauchtrinkens Hingegebene; die den am Rauchtrinken Erfreuten das Gewünschte Gewährende.

Vers 158

die Rauchtrinkenden Freude Bereitende; die Rauch Regnenlassende; die am Hören des Wortes „gesegnet“ Erfreute; die Dhundhukārīs Leute Vernichtende [Kompositum unsicher].

Vers 159

die Dhundhukārī das Gewünschte Gewährende; die Thundhukāri gute Befreiung Gewährende [Namensvariante der Vorlage]; die von Dhundhukāri zu verehrende Gestalt; die in Dhundhukāris Geist Gegenwärtige.

Vers 160

die Dhundhukāris Wohl Wünschende; die Dhundhukāris Wohl Suchende; die mit dhindhima-Klang Tönende; die Meditierende; die durch Meditation Zugängliche; die Reichtum Suchende.

Vers 161

Dhoriṇī [unklare Lesart]; die an dhoraṇa Erfreute [Bedeutung unsicher]; die Tragende; die Schrecklichgestaltige; die Erde Schützende; die Göttin; die die Auflösung der Erde Bewirkende.

Vers 162

die Tochter des Berges; die so Glänzende wie sämtliche Wolken; die Aufseherin über Reichtum; die Erlangung des Reichtums; die Geld und Getreide Mehrende.

Vers 163

die Reichtum Heranziehende; die Reichtum Hinwegnehmende; die Reichtum Zerstörende; die Besitzlose; die Reichtum Liebende.

Vers 164

die mit wachsendem Reichtum Ausgestattete; die ganz dem Verschenken von Reichtum Hingegebene.

Vers 165

die durch Reichtum Erfreute; die durch Reichtum Genährte; die Geben und Studium Ausübende; der Schutz des Reichtums; die Reichtum zum Leben Hat; die stets durch Reichtum Freude Bewirkende.

Vers 166

die Feinde Tötende; die auf einem Leichnam Sitzende; die Feinde Vernichtende; die über Verluste der feindlichen Seite Erfreute; die die feindliche Seite Niederwerfende.

Vers 167

die den Hals des Feindes Abschneidende; der Schatten; die den Weg der Feinde Zerbrechende; die den Feinden das Leben Raubende; die Unbezwingliche; die Feinde Entwurzelnde.

Vers 168

die Vorhaben der Feinde Vereitelnde; die Feinde samt ihren Gliedern beziehungsweise Verbündeten Vernichtende; die Familien der Feinde samt Anhang Abschneidende; die das Haus des Feindes Gewährende.

Vers 169

die allen Besitz sämtlicher Feinde samt Gliedern, Gefolge und Waffen Vernichtende; die die Körper und Häuser sämtlicher Feinde samt Gliedern, Gefolge und Waffen Verbrennende.

Dhumavati: Früchte der Rezitation und Abschluss

Damit ist dieser Hymnus der tausend Namen der Rauchgestaltigen gegeben. Wer ihn in einem leeren Haus, in der Dunkelheit, mit gezügeltem Geist rezitiert vom Duft beziehungsweise Genuss des Weines erfüllt und ganz der Meditation über die Göttin hingegeben: Dessen Feind soll zugrunde gehen, selbst wenn er Śakra [Indra] gleichkommt.

Dieser große, heilige, Dhūmāvatī liebe Hymnus, der „die tausend Namen“ heißt, löst die Fessel des Werdens; er ist aus meinem Mund hervorgegangen.

Wer ihn rezitiert oder auch hört, soll zum Vernichter der Feinde werden. Lebensgeliebte, man soll ihn keinem Schüler eines anderen und keinem Nichtverehrer geben.

Man soll ihn einem hingebungsvollen Schüler geben, der ganz der Verehrung der Göttin ergeben ist. Dies ist ein höchstes Geheimnis, das Menschen mit bösem Geist schwer zugänglich ist.

Damit ist der Hymnus der tausend Namen Dhūmāvatīs vollständig.

Damit endet im Śāktapramoda das Dhūmāvatī-Tantra.

8. Bagalamukhi-Tantra

Bagalamukhi-Tantra: Titelseite

Heil und Segen!

Zusammengestellt und verfasst von dem Herrscher Śrī Rājā Devanandanasiṃha Bahādur, dem Herrn der Residenz Śivahara;

Enthalten im Śāktapramoda:

das achte

Bagalāmukhī-Tantra.

Durch den gelehrten Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs durchgesehen.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas, in seiner eigenen Druckerei Śrīveṃkaṭeśvara

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Bagalamukhi: Meditation, Yantra und Mantra

Verehrung dem ehrwürdigen Gaṇeśa!

Śāktapramoda.

Nun das Bagalāmukhī-Tantra.

Nun die meditative Vergegenwärtigung Bagalāmukhīs.

Ich verneige mich vor der ganz gelbfarbenen Göttin, die auf einem Löwenthron auf einer Juwelenplattform in einem Edelsteinpavillon mitten im Nektarozean sitzt. Gelbe Gewänder, Schmuckstücke und Girlanden schmücken ihren Körper. Sie hält einen Schlaghammer und die Zunge des Feindes. [Die Vorlage trennt paripītavarṇām und jihvām fehlerhaft.]

Ich verneige mich vor der zweiarmigen Göttin in gelben Kleidern: Mit ihrer linken Hand fasst sie die Zungenspitze und peinigt die Feinde; mit der rechten versetzt sie Keulenschläge.

[S. 304.] Nun die Darlegung des Yantras.

Ein Dreieck, ein Sechseck, ein Kreis und ein achtblättriger Lotus, umgeben von einer äußeren quadratischen Einfassung.

Nun die Ableitung des Mantras.

Zuerst der Praṇava [oṃ] und die „feste Māyā“ [hlīṃ], danach „bagalāmukhi“. Darauf „sarvaduṣṭānām“, dann die Wörter „vācam mukham“. Danach „stambhaya“ und die beiden Wörter „jihvāṃ kīlaya“. Nach „buddhiṃ nāśaya“ schreibe man wieder die feste Māyā, nochmals oṃ und abschließend das Wort svāhā. Diese als sechsunddreißigsilbig bezeichnete Vidyā gilt als Bewirkerin aller Fülle. [Die ausgeschriebene Formel im folgenden Absatz wiederholt kīlaya; diese Abweichung bleibt erhalten.]

Nun der Mantra.

„Oṃ hlīṃ. Bagalāmukhī, halte Rede und Mund aller Übeltäter still! Nagle ihre Zunge fest, nagle sie fest! Vernichte ihren Verstand! Hlīṃ oṃ svāhā.“ [Die zweimalige Aufforderung kīlaya steht so in der Quelle. Die Keimsilbe hlīṃ wird nicht lexikalisch übersetzt.]

Bagalamukhi: vollständige Puja-Vorschrift

Nun die Vorschrift der Pūjā.

Nach den Morgenpflichten und den weiteren Handlungen bis zur Atemregelung vollziehe man den Seher-Nyāsa. Am Kopf: „Verehrung dem Seher Nārada.“

Am Mund: „Verehrung dem Versmaß Triṣṭubh.“

Am Herzen: „Verehrung der Gottheit Bagalāmukhī.“

An den Geschlechtsteilen: „Verehrung dem Keim hlīṃ.“

An den Füßen: „Verehrung der Kraft svāhā.“ Der anschließende Vers wiederholt: Nārada ist der Seher am Kopf, Triṣṭubh das Versmaß am Mund; die Göttin Bagalāmukhī setze man ins Herz, den Keim hlīṃ an den Genitalbereich und die Kraft svāhā an die Füße. Danach Hand- und Körper-Nyāsa.

„Oṃ hlīṃ: Verehrung den beiden Daumen.“

„Bagalāmukhī: Den beiden Zeigefingern svāhā.“

„Sarvaduṣṭānām – aller Übeltäter: Den beiden Mittelfingern vaṣaṭ.“

„Vācaṃ mukhaṃ stambhaya – halte Rede und Mund still: Den beiden Ringfingern hūm.“

„Jihvāṃ kīlaya kīlaya – nagle die Zunge fest, nagle sie fest: Den beiden kleinen Fingern vauṣaṭ.“

„Buddhiṃ nāśaya hlī/ oṃ svāhā – vernichte den Verstand, hlī/ oṃ svāhā: Den Handflächen und Handrücken phaṭ.“ Ebenso verfahre man an Herz und den übrigen Körperstellen. Das Divyatantra sagt dazu: „Mit den aus dem Mantra genommenen zwei, fünf, fünf, sieben, acht und verbleibenden Silben vollziehe man den Hand- und Glieder-Nyāsa an den Fingern und Handflächen.“ [Die Zahlenwörter beziehen sich auf die vorangehende Einteilung.]

Am Mūlādhāra, nach dem Wurzelmantra: „Ich verehre die erhabenen Sandalen Bagalāmukhīs, die das Selbstprinzip durchdringt.“

Am Kopf, nach dem Wurzelmantra: „Ich verehre die erhabenen Sandalen Bagalāmukhīs, die das Erkenntnisprinzip durchdringt.“

Am ganzen Körper, nach dem Wurzelmantra: „Ich verehre die erhabenen Sandalen Bagalāmukhīs, die das Śiva-Prinzip durchdringt.“

Danach setze man die Mantralaute nacheinander ein: an Scheitel, Stirn, beide Augen, Ohren, Wangen, Nasenlöcher, Lippen und Gesichtsumriss; an rechte Schulter, Ellenbogen, Handgelenk und Fingerwurzeln; Kehle, beide Brüste, Herz, Nabel, Taille und Genitalbereich; linke Schulter, Ellenbogen, Handgelenk und Fingerwurzeln; schließlich an rechten und linken Oberschenkel, Knie, Knöchel und Zehenwurzeln. Danach meditiere man vorschriftsgemäß.

Meditation: „Ich vergegenwärtige die ganz gelbe Göttin auf dem Löwenthron der Juwelenplattform eines Edelsteinpavillons mitten im Meer des Göttertrankes. Gelbe Kleider, Schmuck und Girlanden schmücken ihren Leib; sie hält Schlaghammer und Feindeszunge.“ [Hier steht surābdhi statt sudhābdhi der ersten Fassung.]

„Ich verneige mich vor der zweiarmigen Göttin in gelben Kleidern: Mit der linken Hand packt sie die Zungenspitze und peinigt die Feinde, mit der rechten versetzt sie Keulenschläge.“ Nach dieser Meditation und geistigen Verehrung beginne man die äußere Pūjā.

Zuerst richte man das Arghya ein: Man zeichne ein Quadrat von acht Fingerbreiten und verehre in den Ecken beginnend im Nordosten sowie in den Richtungen beginnend im Osten den Elefantengesichtigen mit Blumen, unversehrten Reiskörnern und rotem Sandelholz: „Glau, Verehrung Gaṇapati!“ Man fülle das Arghya-Gefäß damit beziehungsweise mit Honig [tena hat keinen eindeutigen Bezug]. Dann verehre man es dreimal mit der Vidyā und setze die Glieder ein. Man zeige Kuh- und Yoni-Mudrā und besprenge sich selbst und die Pūjā-Geräte mit diesem Wasser.

Nach dem Wurzelmantra: „Oṃ, Verehrung dem Lotussitz der tragenden Kraft!“ Ebenso: „Verehrung dem Lotussitz der Kraft!“ Man meditiere wie zuvor, rufe die Göttin auf den Sitz und vollziehe die sechs Einsetzungen.

Dann zeige man die Mudrā und verehre vor sich das Maṇḍala mit den sechs Gliedern. Man spreche den Wurzelmantra darüber, zeige Kuh- und Yoni-Mudrā und gebe unter Zuordnung zu Selbst-, Erkenntnis- und Śiva-Prinzip drei Tropfen in den Mund. Mit verbundenem Zeigefinger und Daumen erquicke man Bagalāmukhī samt Gliedern und Umkreis. Nach Verehrung mit den verfügbaren Gaben beginne man die Verehrung des Umkreises. Im Sechseck, Osten: „Oṃ, Verehrung Subhagā, der Glücklichen.“

Südosten: „Verehrung Bhagasarpiṇī, der sich im Schoß Bewegenden.“

Nordosten: „Verehrung Bhagavāhā, der den Schoß Tragenden.“

Westen: „Verehrung Bhagasiddhā, der im Schoß Vollendeten.“

Südwesten: „Verehrung Bhagapātinī, der zum Schoß Hinabgehenden.“

Nordwesten: „Verehrung Bhagamālinī, der mit einer Girlande von Schoßgestalten.“ Danach verehre man auf den acht Lotusblättern Brāhmī und die weiteren Mütter.

An den Blattspitzen: „Oṃ, Verehrung Jayā, dem Sieg.“

„Verehrung Vijayā, der Siegreichen.“

„Verehrung Ajitā, der Unbesiegten.“

„Verehrung Aparājitā, der Unüberwundenen.“

„Verehrung Stambhinī, der Stillstellenden.“

„Verehrung Jambhinī, der Erstarrenlassenden.“

„Verehrung Mohinī, der Verblendenden.“

„Verehrung Ākarṣiṇī, der Heranziehenden.“

An den Toren: „Oṃ, Verehrung Bhairava.“ Außerhalb verehre man Indra und die weiteren Richtungshüter sowie den Vajra und die weiteren Waffen. Unter dem Wurzelmantra gebe man Räucherwerk und weitere Gaben, rezitiere nach Vermögen, zeige die Dreizack-Mudrā, gebe drei Blütenhandvoll und zeige der Göttin die Yoni-Mudrā. Dann gebe man Bhairava eine Bali-Gabe und schließe die Handlungen bis zur Entlassung ab. Das Puraścaraṇa umfasst hunderttausend Rezitationen. Der Vers erläutert: „In gelber Kleidung, nach Osten gewandt, wiederhole man den Mantra hunderttausendmal mit einer Kette aus Gelbwurzknollen, stets enthaltsam, gesammelt und der Meditation hingegeben. Mit Priyaṅgu-Blüten und gelben Blumen bringe man das Feueropfer dar.“

Bagalamukhi-Stotra

Nun der Lobgesang.

Oṃ. Seher dieses Lobgesangs der erhabenen Bagalāmukhī ist Nārada; seine Gottheit ist die erhabene Bagalāmukhī. Seine Anwendung dient dem Stillstellen von Rede, Mund, Schritten und Verstand der mir gegenüberstehenden Widersacher.

Ich verehre die ganz gelbfarbene Göttin, die auf einem Löwenthron auf einer Juwelenplattform in einem Edelsteinpavillon mitten im Nektarozean sitzt. Gelbe Gewänder, Schmuckstücke und Girlanden schmücken ihren Körper. Sie hält einen Schlaghammer und die Zunge des Feindes.

Ich verehre die zweiarmige Göttin in gelben Kleidern: Mit ihrer linken Hand fasst sie die Zungenspitze und peinigt die Feinde; mit der rechten versetzt sie Keulenschläge.

Ich vergegenwärtige Bagalāmukhī: Ihre schönen Wangen glänzen durch die schwingenden goldenen Ohrringe; ihr mondrundes Antlitz strahlt wie eine goldene Campaka-Blüte. Sie schlägt den Gegner mit der Keule und hält seine zappelnde Zungenspitze fest. Sie bringt Rede und Geist der Widersacher zum Stillstand.

In einem Pavillon auf einem schön leuchtenden roten Lotus mitten im Nektarmeer sitzt sie auf einem Leichnam; die Feinde sind vor dem herrlichen Löwenthron niedergeworfen. Goldglänzend drückt sie mit der Hand die Zunge des Feindes und schwingt die Keule in ihrer Bewegung. Wer sie so meditiert, dessen sämtliche Nöte sollen augenblicklich vergehen.

Göttin, ein Mantrakundiger legt zur Verehrung deiner Lotusfüße hingebungsvoll eine Handvoll gelber Blumen in seine linke Hand. Er richtet seine Meditation auf den Sitz und vergegenwärtigt unter Atemanhalten den Keim des Mantras mit seinen schönen Lauten. Bei seinem irdischen Feind soll augenblicklich Starre in Mund, Rede und Herz entstehen. [pārthiva ist syntaktisch mehrdeutig und kann auch einen König bezeichnen.]

Der Redner verstummt, der König wird zum Bettler, das Feuer wird kalt, der Zornige ruhig, der Schlechte gut; der Schnelle wird lahm, der Stolze klein und der Allwissende stumpf, wenn deine Macht ihn bindet. Ewige, heilvolle Bagalāmukhī, täglich sei dir Verehrung!

Dein Mantra genügt, um Gegner niederzuwerfen; dein Hymnus ist heilig. Dein wunderbares Yantra bezwingt Streitredner und siegt in den drei Welten. Mutter, bei einem Menschen, der deinen lieblichen Namen „Śrī Bagalā“ im Mund führt, soll allein das Aussprechen deines Namens den Mund der Gegner in der Versammlung stillstellen.

Mutter, deine Gestalt erscheine vor mir: Sie hemmt die Bösen, beschwichtigt heftige Hindernisse, vertreibt Armut, nimmt den Königen Furcht [bhūbhṛdbhīśabhanam ist beschädigt], zieht das Herz der Frauen mit beweglichen Rehaugen an, ist die einzige Wohnstätte des Glücks, Nektar voll Mitgefühl aus deinem gleichmütigen Blick und der Tod des Todes.

Mutter, zerbrich den Mund meines Gegners und nagle seine Zunge fest! Versiegle seine Rede, vernichte rasch seinen Verstand und halte seine heftige Bewegung still. Göttin, zermalme die Feinde mit der scharfen Keule, Hellgliedrige in gelben Kleidern! Bagalā, deren Blick voll Mitgefühl ist, nimm den sich Verneigenden die Schar der Hindernisse!

Mutter, Bhairavī, Bhadrakālī, Vijayā, Vārāhī, Zuflucht des Alls! Śrīvidyā, Samayā, große Herrin, Bagalā, Kāmeśī, Rāmā und Ramā!

Mātaṅgī, Tripurā, Höchste jenseits des Höchsten, Geberin von Himmel und Befreiung: Ich bin dein Diener und habe Zuflucht genommen. Herrin des Alls, rette mich aus Mitgefühl!

In Aufruhr, unter Räuberscharen, beim Angriff, in Gefangenschaft, mitten im Wasser, im gelehrten Disput oder Streit, bei einem erzürnten König, beim Gottesurteil oder nachts, beim Gefügigmachen, Stillstellen oder Töten eines Feindes, in der Einsamkeit oder im Wald, gehend oder stehend: Ein Standhafter, der zu den drei Tageszeiten rezitiert, soll rasch Heil erlangen.

Wer diesen heiligen Hymnus der Göttin stets ehrfürchtig rezitiert und dieses Yantra im Kampf am Arm, an der Hand oder am Hals trägt: Vor ihm sollen Könige, Feinde, brünstige Elefanten, Schlangen, Löwen und andere feindliche Scharen verblendet weichen. Glück und Vollendungen sollen beständig sein.

Du bist die höchste Vidyā [ṣaramā: offenbar für paramā], Mutter der drei Welten, Zerschneiderin der Hindernisscharen, Anzieherin von Frauen und Mehrerin der Wonne der Dreiwelt. Du vertreibst die Bösen und verblendest die Herzen der Menschen. Siegreich ist die furchtbare Zungenfestnaglerin, wie der Mantra Brahmās und der übrigen [die Schlussfügung bleibt unvollständig].

Erkenntnis, Reichtum, alles Glück, langes Leben, Söhne und Enkel, die Erlangung umfassender Herrschaft, Ehre, Genuss, Macht über andere, Gesundheit und Wohlergehen: Dies alles wird von jenem Menschen hier auf Erden erlangt.

Höchste Herrin, was ich an Rezitation und ritueller Ausrüstung zur Niederhaltung der Bösen vollzogen und ausgesprochen habe, nimm es an! Dir sei Verehrung! [Der erste Halbvers ist grammatisch gestört.]

Als „Brahmās Waffe“ ist dies bekannt und in den drei Welten berühmt. Es soll einem dem Guru ergebenen Menschen gegeben werden, nicht einem beliebigen anderen.

Man vergegenwärtige Bagalāmukhī in gelbem Gewand, zweiarmig, dreiäugig und mit strahlendem Leib, einen steinernen Schlaghammer in der Hand.

Damit endet im Rudrayāmala der Bagalāmukhī-Lobgesang.

Bagalamukhi-Kavaca: Schutzpanzer

Nun der Schutzpanzer.

Girijā verneigt sich vor dem friedvollen, dreiäugigen Śiva, dem Städtevernichter, der mitten auf dem Kailāsa sitzt, und fragt von seiner linken Seite nach dem Wohlergehen gewährenden Schutzpanzer: „Lehre mich jetzt liebevoll den Schutzpanzer samt dem vom Fluch befreiten Mantra jener erhabenen Göttin Bagalāmukhī, die wie Feuer für den Wald der Feindesfamilien ist.“

Der erhabene Śaṅkara sprach:

Göttin, geliebte Gemahlin Bhavas, höre den großen, Macht gewährenden Mantra samt dem Schutzpanzer der Göttin: Er schenkt alles Glück, Herrschaft und Befreiung. Zuerst die rettende Silbe [oṃ], Rudras Gemahlin, Brahmās Frau, Viṣṇus Geliebte und Kāma [Chiffren der Keimsilben]; dann, Geliebte: „śrībagalānane mama ripuṃ nāśaya“, mit zweimaliger Vernichtungsaufforderung.

Dann das Wort „aiśvaryāṇi“ und zweimal „dehi“; danach „śīghraṃ manovāñchitaṃ kāryaṃ sādhaya“, ebenfalls mit wiederholter Aufforderung; am Ende Śivas Gemahlin [hrīṃ] und die dem Feuer Liebe [svāhā]. Der Sohn von Kaṃsas Feind [Kāma, klīṃ] ist der Keim; Vāṇī [aiṃ] ist die Kraft, Śrī [śrīṃ] der Verschluss. Der Seher ist Bhairava, das Versmaß Virāṭ.

Zur vollständigen Erreichung einer gewünschten eigenen oder fremden Aufgabe, zur sicheren Vernichtung vielfältiger unheilbarer schwerer Krankheiten und zur Erlangung von Kraft meditiere man die erhabene Bagalānanā und rezitiere den vorzüglichen Mantra tausendmal. Man setze die sechs mit Langvokalen verbundenen, Rudra verherrlichenden Keimsilben an den Körpergliedern ein. [vinaśya ist hier offenbar eine gestörte Nyāsa-Lesart; die Krankheitswirkung ist eine Aussage der Quelle.]

Meditation: „Ich meditiere Bagalāmukhī, die die drei Welten stillstellt: auf einem goldenen Sitz, dreiäugig, leuchtend in gelbem Gewand, ihr Körper goldglänzend, der Mond ihre Krone, mit einer Girlande aus Campaka-Blüten. In den Händen trägt sie Schlaghammer, Schlinge und eine festgebundene Zunge; Schmuck bedeckt ihre Glieder.“

„Oṃ. Seher dieses Brahmāstra-Mantra-Schutzpanzers der erhabenen Bagalāmukhī ist Bhairava, das Versmaß Virāṭ, die Gottheit Bagalāmukhī; klīṃ ist der Keim, aiṃ die Kraft, śrīṃ der Verschluss. Seine Anwendung dient der Erfüllung der im Geist gewünschten Aufgaben für mich und andere.“

Am Kopf: „Verehrung dem Seher Bhairava.“

Am Mund: „Verehrung dem Versmaß Virāṭ.“

Am Herzen: „Verehrung der Gottheit Bagalāmukhī.“

An den Geschlechtsteilen: „Verehrung dem Keim klīṃ.“

An den Füßen: „Verehrung der Kraft aiṃ.“

Am ganzen Körper: „Verehrung dem Verschluss śrīṃ.“

„Oṃ hrā/, Verehrung den beiden Daumen.“

„Oṃ hrīṃ, Verehrung den beiden Zeigefingern.“

„Oṃ hrū/, Verehrung den beiden Mittelfingern.“

„Oṃ hraiṃ, Verehrung den beiden Ringfingern.“

„Oṃ hrauṃ, Verehrung den beiden kleinen Fingern.“

„Oṃ hraḥ, Verehrung den Handflächen und Handrücken.“

„Oṃ hrā/, Verehrung dem Herzen.“

„Oṃ hrīṃ, dem Kopf svāhā.“

„Oṃ hrū/, dem Haarknoten vaṣaṭ.“

„Oṃ hraiṃ, dem Schutzpanzer hum.“

„Oṃ hrauṃ, den drei Augen vauṣaṭ.“

„Oṃ hraḥ, der Waffe phaṭ.“

Die ausgeschriebene Mantraformel: „Oṃ hrā/ aiṃ śrīṃ klī/. Erhabene Bagalānanā, vernichte meine Feinde, vernichte sie! Gewähre mir Herrschaft und Macht, gewähre sie! Vollbringe rasch die im Geist gewünschte Aufgabe, vollbringe sie! Hrīṃ svāhā.“ [Die Ziffer 2 bezeichnet Wiederholung; sādhayaḥ steht mit auffälligem Schlusslaut in der Vorlage.]

Oṃ hrīṃ schütze meinen Kopf; aiṃ śrīṃ klīṃ schütze meine Stirn. Die Anrede „śrībagalānane“ schütze meine Augen.

„Mama ripum“ schütze meine Ohren, das zweimalige „nāśaya“ meine Nase. [Das folgende] „mama“ schütze stets meine Wangen, der mit „aiśvaryāṇi“ endende Teil meinen Kopf.

Das zweimalige „dehi“ schütze stets meine Zunge, „śīghram“ meine Rede. „Sa naḥ“ schütze unsere Halsgegend [Lesart unklar; in der vorangehenden Mantraform nicht vorhanden], „vāñchitam“ die Ansätze meiner Arme.

„Kāryaṃ sādhaya“, mit wiederholtem sādhaya, schütze stets meine Hände; die Māyā-Silbe [hrīṃ] zusammen mit svāhā schütze allezeit mein Herz.

Bagalāmukhī mit achtundvierzig „Eiern“ [aṇḍa; hier wohl verderbt für Silben] gewähre mir überall Schutz, stets im Haus und im Wald.

Der Brahmāstra genannte Mantra schütze meinen ganzen Körper und alle Gelenke. Der König der Mantras gewähre mir immerdar Schutz.

Oṃ hrīṃ schütze meine Nabelgegend, Bagalā behüte meine Taille. Die beiden Silben mukhī schützen mein Glied und meine beiden Hoden.

Die fünf Silben sarvaduṣṭānām schützen meine Knie; vācaṃ mukham, die höchste Herrin mit sechs Lauten, schütze meinen Fuß. [Die Lautzählung folgt der Quelle und wird nicht stillschweigend angeglichen.]

Bagalā, die Feinde verblendet, schütze stets meine beiden Unterschenkel. Das dreisilbige Wort stambhaya schütze meinen Rücken.

Die beiden Silben jihvām schützen meine Knöchel; kīlaya schütze stets meine Fußrücken, buddhim meine Fußsohlen.

Das Wort vināśaya schütze die Nägel meiner Zehen. Der Keim hrīṃ schütze stets meinen Verstand, meine Sinnesvermögen und meine Rede.

Der Praṇava [oṃ] schütze alle meine Glieder, svāhā behüte meine Körperhaare. Brāhmī schütze auf dem östlichen Lotusblatt, Viṣṇus Geliebte im Südosten.

Māheśī schütze im Süden, Cāmuṇḍā im Südwesten, Kaumārī im Westen und Aparājitā im Nordwesten.

Vārāhī schütze im Norden, Nārasiṃhī im Nordosten. Mahālakṣmī schütze oben, Śāradā in der Unterwelt.

So mögen die acht Kräfte samt Waffen und Reittieren schützen. Am Königstor und in großer Bedrängnis schütze mich der Herr der Scharen [Gaṇeśa].

Auf der Verbrennungsstätte und mitten im Wasser behüte mich stets Bhairava. Die zweiarmigen, rotgekleideten, mit allem Schmuck geschmückten Yoginīs mögen mich stets im großen Wald schützen. Damit habe ich dir, Göttin, den höchst wunderbaren Schutzpanzer mitgeteilt mit Namen „Erhabener Sieg über das All“, der Ruhm, Glück und Sieg gewährt. Ein Sohnloser soll einen standhaften, heldenhaften, hundertjährigen Sohn erhalten.

Ein Armer soll durch die Rezitation dieses Schutzpanzers Reichtum erlangen. Nachdem man den König der Mantras rezitiert und die erhabene Bagalāmukhī meditiert hat wer dann diesen Schutzpanzer nachts regelmäßig rezitiert: Welche Wünsche er auf Erden auch hat, ob erfüllbar oder unerfüllbar diese Wünsche soll er binnen sieben Nächten erlangen, Śaṅkarī. Wer nachts über den Guru meditiert, Wein trinkt und mit seiner Śakti verbunden ist und den Schutzpanzer rezitiert, Göttin, für den soll nichts unerreichbar sein. Wen man sich meditativ vorstellt, während man den Mantra tausendmal rezitiert und den Schutzpanzer liest der soll binnen drei Nächten unter seine Gewalt kommen; [ebenso] den Tod [der Satz ist grammatisch gestört]. Daran bestehe kein Zweifel. Man zeichne ein Bild des Feindes mit Gelbwurz und Haritāla [Auripigment] schreibe seinen Namen in die Herzgegend, meditiere über ihn und wiederhole den Mantra einundzwanzig Tage lang täglich tausendmal.

Nach der Rezitation lese man den Schutzpanzer vierundzwanzigmal. Der Feind soll dadurch erstarren; daran solle man nicht zweifeln.

Im Streit erlange man Sieg und in der Schlacht den Triumph. Durch die Kraft des Schutzpanzers soll auch auf der Verbrennungsstätte keine Furcht bestehen.

Große Herrin, man bespreche frische Butter mit dem Mantra und gebe sie Frauen. Einer unfruchtbaren Frau soll dann ein Sohn mit Wissen und Kraft geboren werden. [Dies ist die Wirkungsbehauptung des überlieferten Textes.]

Man nehme Kohle von einer Verbrennungsstätte, berühre sie nachts an einem Dienstag oder Samstag mit Fußwaschwasser und zeichne mit einem eisernen Stift die Gestalt des Feindes auf den Boden; in die Herzgegend schreibe man seinen Namen. Man lege die Hand auf sein Herz und [rezitiere] den Schutzpanzer fünfzehnmal [tithi als Zahlenwort] und wiederhole, meditierend und gesammelt, neun Nächte lang den König der Mantras. Am zehnten Tag soll er am Brennen des Fiebers sterben; daran bestehe kein Zweifel. [Diese Aussage gehört zur historischen Beschreibung eines Schadenszaubers.]

Man schreibe diesen Hymnus mit den acht Duftstoffen auf Birkenrinde und trage ihn am rechten Arm; eine Frau entsprechend am linken Arm.

Man soll im Kampf siegen und eine Frau einen Sohn erhalten. Waffen, selbst Brahmās Waffe und die übrigen, sollen diesen Menschen nicht verletzen.

Wer den Schutzpanzer täglich verehrt, soll den Ertrag der Pūjā erlangen: Er werde Bṛhaspati gleich und in seinem Reichtum Kubera vergleichbar für Frauen Kāma gleich und für Feinde wie Yama. Seine dichterische Ausdruckskraft ströme wie die Flut der Gaṅgā.

Durch die Gnade der Göttin entstehe Rede in Prosa und Versen. Elfhundert [Rezitationen] werden als Puraścaraṇa bezeichnet.

Ohne Puraścaraṇa soll dies keine Frucht gewähren. Man soll es Schülern anderer nicht geben, insbesondere nicht schlechten Menschen.

Man soll es dem ergebenen Schüler geben; andernfalls erlange man den Tod. Wer Bagalāmukhī verehrt, ohne diesen Schutzpanzer zu kennen erhält selbst nach einer Milliarde Rezitationen keine Vollendung.

Ein mit einer Gattin verbundener Mensch soll durch hunderttausend Rezitationen höchste Vollendung, Erkenntnis, Glück und Sieg sowie einen vortrefflichen Helden erlangen [der Passus suniyataṃ dhāraṃ ist verderbt; sein genauer Bezug bleibt offen]. Wer den Brahmāstra genannten Mantra mit den acht Duftstoffen auf Birkenrinde schreibt, ihn trägt und sich in die Königsstadt begibt, dessen Diener soll der König sein.

Damit ist im Viśvasāroddhāra-Tantra, im Gespräch zwischen Pārvatī und Īśvara, der Schutzpanzer Bagalāmukhīs vollständig.

Bagalamukhi-Hridaya: Herz-Hymnus

Nun das Herzstück.

Oṃ. Seher dieses Herz-Girlandenmantras der erhabenen Bagalāmukhī ist Nārada, das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit Bagalāmukhī; hlīṃ ist der Keim, klīṃ die Kraft, ai/ der Verschluss. Die Anwendung der Rezitation dient der Erlangung der Gnade Bagalāmukhīs.

Nun die Einsetzung.

Am Kopf: „Oṃ, Verehrung dem Seher Nārada.“

Am Mund: „Oṃ, Verehrung dem Versmaß Anuṣṭubh.“

Am Herzen: „Oṃ, Verehrung der Gottheit Bagalāmukhī.“

An den Geschlechtsteilen: „Oṃ, Verehrung dem Keim hlīṃ.“

An den Füßen: „Oṃ, Verehrung der Kraft klīṃ.“

Am ganzen Körper: „Oṃ, Verehrung dem Verschluss aiṃ.“

Nun die Einsetzungen an Händen und Körpergliedern.

„Oṃ hlīṃ, Verehrung den beiden Daumen.“

„Oṃ klīṃ, Verehrung den beiden Zeigefingern.“

„Oṃ aiṃ, Verehrung den beiden Mittelfingern.“

„Oṃ hlīṃ, Verehrung den beiden Ringfingern.“

„Oṃ klīṃ, Verehrung den beiden kleinen Fingern.“

„Oṃ aiṃ, Verehrung den Handflächen und Handrücken.“

„Oṃ hlīṃ, Verehrung dem Herzen.“

„Oṃ klīṃ, dem Kopf svāhā.“

„Oṃ aiṃ, dem Haarknoten vaṣaṭ.“

„Oṃ hlīṃ, dem Schutzpanzer hūm.“

„Oṃ klīṃ, den drei Augen vauṣaṭ.“

„Oṃ aiṃ, der Waffe phaṭ.“

Mit „oṃ hlīṃ klīṃ aiṃ“ erfolgt das Verschließen der Himmelsrichtungen.

Unablässig meditiere ich Bagalā: in gelbem Gewand, mit gelber Girlande und gelbem Schmuck geschmückt; ihre beiden Füße sind gelbe Lotusse.

Nachdem man so meditiert und sie verehrt hat:

„Bagalā, mit gelber Muschel und Keule in den Händen, mit gelbem Sandelholz bestrichen, Zerreißerin der Feindesscharen, gewähre mir eine Gabe!“

Nachdem man so gebetet hat:

„Oṃ hlīṃ klīṃ aiṃ. Der Bagalāmukhī, der Keulenträgerin, die auf einem Leichnamsitz thront: svāhā!“

Nach der Wiederholung dieses Mantras vollziehe man erneut wie zuvor die sechs Einsetzungen beginnend am Herzen und rezitiere den Hymnus.

Und zwar folgendermaßen:

Ich verehre die Göttin Bagalā, mit gelbem Schmuck geschmückt, die Göttin ganz aus Lichtgestalt, deren Wesen gelber Glanz ist.

Mit dem Schwingen ihrer Keule zerreißt sie die Wolken; ihr Antlitz ist durch gerunzelte Brauen furchtbar. Sie erschreckt die furchtbaren Feinde. Ich verehre sie, die ihrem Verehrer Wohlergehen schenkt.

Zu ihr nehme ich Zuflucht, der Reinen: Ihr Antlitz gleicht dem Vollmond, sie ist mit gelbem Duftstoff bestrichen und in gelbe Gewänder gehüllt.

Ich verehre diese Bhavānī, die auf Erden in jedem Augenblick ihre Verehrer aufmerksam betrachtet und schützt, die sich der gelben Ritualpraxis hingeben. [Die Kasus der Vorlage sind unregelmäßig.]

Ich verehre die Höchste, deren beide Füße gelbe Lotusse sind, die Campaka-Wälder pflanzt und gelben Ohrschmuck trägt, die der Lotusgeborene verehrt.

Ich verehre sie mit schön klingenden Fußringen an den Füßen, mit einem von schwingenden goldenen Ohrgehängen geschmückten Gesicht, mit leuchtend gelbem Mondantlitz, vom Mond verehrt; Brahmā und die übrigen preisen ihre heiligen Lotusfüße.

Wer deinen höchsten, reinen Mantra mit einer hellgelb leuchtenden Gebetskette rezitiert, erlangt Sieg im Kampf und im Streit über die von Leidenschaft und Zorn erfüllten Feinde. Mutter, du vernichtest gewaltsam die Feindschaft Stiftenden. [Die Schlussfügung ist im Sanskrit beschädigt.]

Zu ihr nehme ich Zuflucht: Ihr mächtiger gelber Glanz strahlt wie die Sonne; ihre Keule zertrümmert den Stolz der Feinde. Sie ist die Ehrwürdigste, ihr Körper ein erhabener Speicher der Eigenschaften, reich an Eigenschaften, Gaṇeśa und den übrigen zugänglich und reich an Eigenschaftslosigkeit.

Ursprüngliche, Menschen, die täglich deinen heftigen Keim rezitieren und sich deine höchste Gestalt vergegenwärtigen, bewirken, dass Rede und Mund der Streitredner stillstehen; sie sollen beim Reden rasch den Sieg erlangen.

Könige, gewöhnliche Menschen oder Gelehrte, kundig in Purāṇas und weiteren Schriften, werden erfreut wie Diener jener, die deiner Meditation ergeben, in der Erkenntnis des Selbst fest und voller Liebe zur Verehrung deiner Lotusfüße sind. [Der lange Satz ist in der Vorlage grammatisch unregelmäßig.]

Mutter, wir verneigen uns vor deinem goldschönen Lotusfuß, blitzfarben leuchtend, der dichte Finsternis vernichtet, das im Ozean des Werdens versunkene Selbst herausführt, allen Zuflucht gewährt und das Leid der Zufluchtsuchenden auf Erden stillt, Bagalā.

Wir vergegenwärtigen deine Wohnstätte, mit strahlendem Mondlicht und den Juwelen des Edelsteinmeeres verbunden, von Kāma, Hara, Hari, Indra, Mond und den übrigen Tag und Nacht liebevoll verehrt: ganz klar, von höchster gelber Gestalt, als Wohnung auf der Juweleninsel bekannt. [Die Fügung viṣaktāṅkyabhavanam und einzelne syntaktische Anschlüsse sind beschädigt.]

Mutter, wir sprechen deinen lieblichen, dem Ohr wohltuenden Namen mit seinen leuchtenden Lauten und Lautmaßen, der als „Bagalā“ in der Welt verbreitet ist. Ob wir gehen, stehen, sitzen oder liegen: Wir fürchten uns nicht; denn sein Heil ist selbst den Göttern im Himmel schwer erreichbar.

Jeden Tag möge eine neue Liebe zur Verehrung deiner Füße entstehen. Deine Gnade, auf die die sich Verneigenden in jedem Augenblick hoffen, werde uns in Fülle zuteil, Mutter, durch beständige Hingabe. Gewähre deshalb hier auf Erden reichlich echte Hingabe, du, die du Fülle des Werdens gewährst. [Der Schluss des Verses ist grammatisch gestört.]

Erhabene, halte rasch Rede und Mund aller meiner Feinde still! Nagle die breite Zunge des Feindes fest [prastha als Vergleich bleibt unsicher]. Vernichte rasch den entschlossenen, dreisten Verstand des Bösen, vollbringe meine vielen Aufgaben! Gute, mitfühlende Mutter, sei gnädig!

Die auf einem Leichnam Thronende möge zum Haus meiner Feinde gehen, sie zornig rasch mit der Keule in ihrer Hand erschlagen und ihr Haus samt Geld, Kleidern und Getreide verbrennen. Danach möge Bagalā schnell wieder an ihren eigenen Ort zurückkehren.

Wir verneigen uns vor jener kraftvollen, gelbgekleideten Bagalā: Ihre Hand ist damit beschäftigt, die gepackte Zunge des Feindes zu quetschen; immer wieder schlägt sie die Feinde mit der Keule. Sie handelt unabhängig und beschützt die Scharen der Götter, die sich vor ihr verneigen. [„Gelbgekleidet“ wird am Versende wiederholt.]

Denjenigen, die mit Herz, Wort und Körper große Hingabe üben, zeigt sie sich von Mitgefühl erweicht und erfreut sie mit den Worten: „Reichtum, viel Getreide, Zuwachs an Söhnen, Enkeln und Weiterem – soll ich ihnen nicht all dies geben? Gewiss!“ [Die rhetorische Schlussfrage ist syntaktisch unregelmäßig.]

Dein Lotusfuß, Mutter, wird stets von Brahmā, Hari, Hara und den übrigen Götterscharen verehrt und gewährt Zuflucht. Er ist zart, schenkt Glück und wird von Weisen verehrt. Wir nehmen hier diese Zuflucht zu dir; dies ist unsere zu erfüllende Aufgabe. [vyayam steht offenbar für vayam.]

Wer diesen Herz-Hymnus Bagalās voller Hingabe rezitiert, dem wird Bagalā durch die Rezitation gnädig.

Ein Verehrer, der ganz der Meditation über die Gelbe hingegeben ist und ohne Zweifel zuhört, soll makellos werden und nach dem Tod Befreiung erlangen.

Wer ihn in der hellen Hälfte des Monats Āśvina am großen achten Mondtag Tag und Nacht liebevoll rezitiert, erlangt Bagalās Zuneigung.

Ein Mensch, der im Tempel der Göttin rezitiert, über die Herrin Bagalā meditiert und gelbe Kleider trägt, dessen Feinde sollen vergehen.

Wer stets der gelben Ritualpraxis ergeben ist, sich Bagalā mit gelbem Schmuck vergegenwärtigt und täglich den vortrefflichen Herz-Hymnus rezitiert für den soll es auf Erden nichts Unerreichbares geben. Schon bei seinem Anblick sollen seine Feinde ermatten.

Damit endet im späteren Teil des Siddheśvara-Tantra, im Bagalā-Kapitel, der erhabene Herz-Hymnus Bagalās.

Bagalamukhi: kürzerer Namenshymnus

Nun die hundert Namen.

Nārada sprach:

Erhabener, Herr der Götter aller Götter, dessen Wesen Schöpfung, Erhaltung und Auflösung ist: Lehre nun die 108 Namen Bagalās!

Der Erhabene sprach:

Höre, mein Kind: Ich werde den Hymnus der 108 Namen der großen gelbgekleideten Göttin lehren, der Sünden vernichtet.

Durch seine Rezitation soll ein Streitredner augenblicklich verstummen, und die Feinde sollen stillgestellt werden. Wahrlich, wahrlich, so spreche ich.

Oṃ. Seher dieses Hymnus der 108 Namen der erhabenen Pītāmbarī ist Sadāśiva, das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit Pītāmbarī. Die Anwendung seiner Rezitation dient der Freude Pītāmbarīs.

Vers 1

Oṃ. Bagalā; Viṣṇus Gemahlin; die strahlende Gefährtin Viṣṇus und Śaṅkaras; die Vielreiche; die Mutter des Veda; die Mutter Mahāviṣṇus.

Vers 2

der große Fisch; die große Schildkröte; die Gestalt des großen Ebers; die Narasiṃha Liebe; die Erfreuliche; die Zwergin; die jugendliche Gestalt.

Vers 3

die Gestalt von Jamadagnis Sohn [Paraśurāma]; Rāmā; die von Rāma Verehrte; die Schwarze; die mit Flechtenhaar; die magische Schadensgestalt; der Streit; die leise Laute beziehungsweise Teilkräfte Verändernde [kala mehrdeutig].

Vers 4

die Gestalt der Einsicht; Buddhas Gemahlin; die buddhistische „Irrlehre“ Zerschlagende [polemische Bezeichnung der Quelle]; die Gestalt Kalkis; die Kali beziehungsweise Streit Hinwegnehmende; die das Unheil des Kali-Zeitalters Vernichtende.

Vers 5

die wie Millionen Sonnen Leuchtende; die Millionen Liebesgötter Bezaubernde; die Einzige; die Harte; Kālī; die Teilkraft und Kunst; die völlige Befreiung Gewährende.

Vers 6

die zu Keśava Gehörige; die von Keśava Verehrte; die Jugendliche; die von Keśava Gepriesene; die Gestalt Rudras; die Verkörperung Rudras; Rudras Gemahlin; die Gottheit Rudras.

Vers 7

die Gestalt der Mondhäuser; das Mondhaus beziehungsweise Gestirn; die vom Herrn der Mondhäuser Verehrte; die dem Herrn der Mondhäuser Liebe; die Ewige; die vom Gebieter der Mondhäuser Gepriesene.

Vers 8

die Schlangenfrau; die Mutter der Schlangen; die vom Schlangenkönig Verehrte; die Herrin der Schlangen; das Schlangenmädchen; die Stadtbewohnerin; die Tochter des Berges.

Vers 9

die Tochter des Königs der Berge; die vom Bergkönig Verehrte; die Neue; die Wasser Gewährende; die Gelbe; die Dunkle; die Schönheit Bewirkende.

Vers 10

die Rote; die Blaue; die Dichte beziehungsweise Wolke; die Helle; die Weiße; die Glück Gewährende; die Schöne; die Glückliche.

die Sanfte; die Goldglänzende; die den Weg zum Himmel Gewährende.

Vers 11

die Feinden Furcht Einjagende; die Linie, die Feinde Vernichtende [rekhāśatru ist nicht sicher zu gliedern]; die Strahlende; die Māyā; die Stillstellende; die Verblendende; die Heilvolle.

Vers 12

die Begehren und Hass Bewirkende; die Nacht; die die Raurava-Hölle Vernichtende; die Yakṣa-Frau; die Schar der Vollendeten; die Herrin der Vollendeten; die Gestalt der Vollendung.

Vers 13

die den Herrscher Laṅkās Vernichtende; die vom Feind des Herrn Laṅkās Verehrte; die das Geschlecht des Herrn Laṅkās Beseitigende; die den großen Rāvaṇa Vernichtende.

Vers 14

die von Scharen von Göttern, Dānavas und Siddhas Verehrte; die höchste Herrin; die Gestalt des höchsten Atoms; die Höchste; die fremde Tantras beziehungsweise fremde Abhängigkeit Vernichtende.

Vers 15

die Gaben Gewährende; die vom Gabengeber Verehrte; die ganz dem Gewähren von Gaben Hingegebene; die dem Herrn der Gaben Liebe; die Heldin; die mit Heldenschmuck Geschmückte.

Vers 16

die Güter Gewährende; die viel Gewährende; die Rede; die Gestalt Brahmans; die mit schönem Antlitz; die Kraft Gewährende; die Gelbgekleidete; die mit gelbem Schmuck Geschmückte.

Vers 17

die gelbe Blüten Liebende; die mit gelber Halskette; die Gelbgestaltige.

So habe ich dir, Brahmane, die 108 Namen mitgeteilt.

Wer sie gesammelt rezitiert, rezitieren lässt oder hört, dessen Feind soll sogleich zugrunde gehen; daran bestehe kein Zweifel.

Ein gesammelter Mensch rezitiere morgens mit guter Hingabe und vergegenwärtige die Gelbe. Rasch soll ihm umfassender Zuwachs zuteilwerden und sein Feind zugrunde gehen.

Damit ist im Viṣṇuyāmala, im Gespräch zwischen Nārada und Viṣṇu, der Hymnus der 108 Namen der erhabenen Bagalā vollständig.

Bagalamukhi: Einleitung zum Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

In der vornehmsten Götterwohnung sprach die Tochter des Bergkönigs zusammenfassend zu Maheśvara, dem Gott der Götter:

Die erhabene Göttin sprach:

Im Höchsten Weilender, höchstes Licht, Erster, höchster Herr und Geliebter: Lehre die tausend Namen der ursprünglichen Bagalāmukhī!

Īśvara sprach:

Höre, Göttin: Ich werde die tausend Namen der Vidyā der höchsten Brahman-Waffe lehren, die die Früchte der vier Lebensziele gewähren.

Geheimer als das Geheime, Göttin, von allen Vollendeten einzig verehrt: Diese Vidyā ist überaus verborgen und in allen Tantras geheim gehalten.

Insbesondere im Kali-Zeitalter gewährt sie eine Fülle großer Vollendungen. Man soll sie geheim halten, geheim halten, sorgfältig geheim halten!

Wahrlich, dies ist nicht öffentlich zu machen, Treugelobte, ebenso wenig wie der eigene Schoß. Sie hält die Scharen der Hindernisse zurück und bezaubert die Frauen anderer stellt die Heere der Könige still und überredet gegnerische Redner. Einst, zur furchtbaren Zeit des einen Weltenozeans, war der höchste Bhairava der Gott Keśava, der das Leid vernichtet, mit Sundarī verbunden; auf der Schlange sitzend ging er in den Yoga-Schlaf ein. [Die Gleichsetzung beziehungsweise der Subjektwechsel zwischen Bhairava und Keśava bleibt in dieser Lesart uneindeutig.]

Zu jener Schlafenszeit sprach ich den Ewigen an, Göttin: „[Lehre] einen großen Stillstand bewirkenden Hymnus oder einen Hymnus der hundert Namen …“ [Die Redeeinleitung und ihre Anschlüsse sind gestört.]

„… lehre die höchsten tausend Namen irgendeiner Gottheit!“

Der Erhabene sprach:

Höre, Śaṅkara, Herr der Götter, das höchste, überaus Verborgene!

Durch dessen Gnade bin ich der ungeborene Viṣṇu, der Herr aller Herren. Es ist sorgfältig geheim zu halten; seine Veröffentlichung bewirkt den Verlust der Vollendung.

Oṃ. Seher des Mantras dieses Hymnus der tausend Namen der erhabenen Pītāmbarī ist der erhabene Sadāśiva, das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit Pītāmbarī, die die Welt gefügig macht. Die Anwendung der Rezitation dient der Erfüllung aller Wünsche.

Nun die Meditation.

In gelbe Gewänder gehüllt, mit vollen, hochragenden Brüsten, geschmückt durch die Schönheit einer Krone aus Flechtenhaar, bequem auf gelbem Boden sitzend die Zunge des Feindes und einen Schlaghammer haltend, die höchste Teilkraft, in allen Āgamas und Purāṇas sowie in den drei Welten berühmt die große Herrin, die zum Ursprung von Schöpfung, Erhaltung und Vernichtung geworden ist, soll mit aller Sorgfalt verborgen bleiben. Höre, ich werde sie dir beschreiben.

Ich verneige mich vor jener weltvernichtenden Göttin, die Alterslosigkeit und Unsterblichkeit bewirkt, der großen Māyā, die große Herrlichkeit gewährt.

Zuerst nehme man den Praṇava [oṃ], dann spreche man die feste Māyā [hlīṃ], „bagalāmukhī“, „sarva“, „duṣṭānām“ und „vācam“ das Wort „mukham“, dann „stambhaya“, „jihvāṃ kīlaya“, „buddhim“ und „vināśaya“; darauf die rettende Silbe [oṃ] und die feste Māyā [hlīṃ]. [Diese Reihenfolge weicht von der zuvor ausgeschriebenen Grundform ab.]

Bagalamukhi: Große Namensfolge

Vers 18

Am Ende steht die dem Feuer Liebe [svāhā]. Dieser Mantra gewährt die Früchte der vier Lebensziele.

Brahmās Waffe; die Erkenntnis Brahmans; die Mutter Brahmans; die Ewige.

Vers 19

die Herrin Brahmans; Bagalā als völlige Einheit mit Brahman; die den Brahman-Weg Wandelnde beziehungsweise Enthaltsame; die ewige Wonne; die ewig Vollendete; die von ewiger Gestalt; die Leidfreie.

Vers 20

die Zusammenhaltende; die große Māyā; die mit einem Seitenblick Wohlergehen Bewirkende; Kamalā; die Reine; die Blaue; die im Glanz der Edelsteine Ruhende.

Vers 21

die Verlangen Liebende; die am Verlangen Erfreute; die Gestalt des Begehrens nach Begehren; die Heilvolle; die Siegreiche; die Gattin; die alles Heil Bewirkende.

Vers 22

die Liebende; die von liebenden Frauen Begehrte; die Begehrende; die nach Belieben Wandelnde; die Verlangen Liebende; die am Verlangen Erfreute; die Gestalt von Begehren und Nichtbegehren.

Vers 23

Kāmākhyā; die im Keim des Verlangens Gegenwärtige; die am Kāma-Pīṭha Wohnende; die Wünsche Erfüllende; die Verlangen Hinwegnehmende; Kālī; die Schädelträgerin; die Schreckliche.

Vers 24

die Feindin Kaṃsas; Kamalā; das Verlangen; die Geliebte des Herrn des Kailāsa; Kātyāyanī; die zu Keśava Gehörige; das Mitgefühl; die das Liebesspiel Genießende.

Vers 25

die durch Handeln Berühmte; Kṛttikā, das Sternbild der Plejaden; Kāśikā; Mathurā; Śivā; die Dunkeläugige; Kālikā; Kālī.

die Schöne mit hellem Antlitz.

Vers 26

die im Luftraum Wandelnde; die Verkörperung des Raumes; die Kleine; die durch geringen Hunger Vortreffliche [Kompositum unsicher]; die das Schwert in der Hand Hält; die am Schwert Erfreute; die Schwertträgerin; die Schädelschalen Liebende.

Vers 27

Gaṅgā; Gaurī; die Gehende; die Besungene beziehungsweise der Gesang; die das Geschlecht Mehrende; die die Erde Tragende; die Kühe beziehungsweise Lichtstrahlen Schaffende; die Waranin [godhā].

die in der Gandharvenstadt Wohnende.

Vers 28

die Gandharva-Frau; die Kunst der Gandharvas; die Hüterin; die auf Garuḍa Sitzende; die das Wesen Govindas Hat; Govindā; die Frau aus Gandhāra; die durch Duft Berauschende.

Vers 29

die Hellgliedrige; die Gestalt einer Hirtin; die im Hirtinnendorf Wohnende; der Duft; die wie ein Elefantenkönig Gehende; die Andere; die dem Keulenträger Liebe; die Ergreifende beziehungsweise der Planet.

Vers 30

die überaus Furchtbare; die Schrecklichgestaltige; die mit vollen Hüften; die mit dichtem Glanz; die gegenüber Dämonenkönigen Übermächtige; die Glocke Läutende; die schrecklich Ertönende.

Vers 31

Ḍākinī; Umā; die zu Upendra Gehörige; Urvaśī; die auf einer Schlange Sitzende; die Höchste; die Erhabene; Unnā [unklarer Name].

die am höchsten Ort Wohnende.

Vers 32

Cāmuṇḍā; die Geschorene; Caṇḍī; die Caṇḍas Stolz Hinwegnehmende; die heftig Wilde; die überaus Wilde; die wilde Dämonen Vernichtende.

Vers 33

die Wildgestaltige; die überaus Wilde; die einen wilden und nichtwilden Körper Hat; die Vierarmige; die überaus Wilde [Wiederholung]; die im Beweglichen und Unbeweglichen Wohnende.

Vers 34

die überwiegend Kriegerköpfe Tragende [kṣatraprāyaśśirovāhā: Fügung unsicher]; die Täuschung; die noch Täuschendere; die Täuscherin; die Gestalt der Herrschermacht; die Herrschermacht Tragende; die Kṣatriyas Vernichtende.

Vers 35

Jayā, der Sieg; Jayadurgā; Jayantī, die Siegende; die Sieg Gewährende; die Höchste; die Gebärende; die Siegende; das Mondlicht.

die dem Flechtenhaarträger Liebe; die Besiegte.

Vers 36

die ihre Sinne Bezähmt Habende; die ihren Zorn Überwunden Habende; die Siegende beziehungsweise an Sieg Reiche; die Herrin der Menschen; die den Tod Besiegt Habende; die jenseits des Alters; Jāhnavī, die Gaṅgā; Janakas Tochter [Sītā].

Vers 37

der klingende jha-Laut; die Rassel; Jhaṇṭā [Lautname, Bedeutung unklar]; die Klingende; die durch jhaka Glänzende [Lautbildung]; Jhakhā [Lautname]; die Herrin des Lautes jha; die Klingende [Wiederholung].

die dem Schoß Heil Gewährende.

Vers 38

die Rasselnde; Jhamurī [Lautname]; der Strom beziehungsweise Schauer [jhārā]; die stärker und weniger stark Strömende [Lesart unsicher]; die Höchste; der Sturm; Jhametā [Lautname]; die Klingende.

die durch jhaṇa Heil Gewährende [Lautbildung].

Vers 39

Īmanā [unklare Lesart]; die Geistige; die zu Betrachtende; Īmunā [unklare Lesart]; die Śaṅkara Liebe; die den ṭaṅ-Laut Erzeugende; Ṭiṭikā [Lautname]; die Erklärung.

die einen Meißel beziehungsweise ṭaṅ-Laut Tragende; die zur ṭa-Lautgruppe Gehörige.

Vers 40

Ṭāpā [Lautname]; Ṭopā [Lautname]; die Herrin des Ufers [ṭaṭapati, Form unregelmäßig]; Ṭamanī [Lautname]; die ṭamana Liebende; die den Laut ṭha Tragende; Ṭhīkā [unklare Lesart]; die ṭha Erzeugende.

die ṭhikara Liebende [Lautname].

Vers 41

Ṭhekaṭhāsā [Lautname]; die am Laut ṭha Erfreute; Ṭhāminī [Lautname]; die ṭhamana Liebende; die ḍāra Beseitigende [Lautbildung, Bedeutung unklar]; Ḍākinī; Ḍārā [Lautname]; die Lärmende.

die Lärm Liebende.

Vers 42

Ḍakhinī [Namensvariante]; die mit ḍaḍa Verbundene; die dem Ḍamaru-Träger Liebe; die Ḍhakkā-Trommel; die Ḍhakkā-Spielerin; der Klang der Ḍhakkā; die durch den Ḍhola-Trommelklang Erweckende.

Vers 43

Ḍhāminī [Lautname]; die an ḍhāmana Erfreute; die das mit ḍha verbundene Tantra Offenbarende; die Vielgestaltige; die Mutter; die die Fähigkeit zur Winzigkeit Gewährende.

Vers 44

die Mantralose; die winzig Machende; die in der atomreichen Sonne Gegenwärtige [aṇumadbhānu unsicher]; Tārā; die Tantra Besitzende; die Gestalt der Wahrheit des Tantra; die Askese Übende.

Vers 45

die Wellenreiche; die ganz der Wahrheit Hingegebene; die Tantrakundige; die Verkörperung des Tantra; die Gestalt der Askese; die Wahrheit Schenkende; die die Freude an Askese Überwältigende.

Vers 46

das Tantra; die ganz der Yantra-Verehrung Hingegebene; die in Talātala Wohnende; die ein Lager Gewährende; die Weniges Gewährende; die Begehrenswerte; die Feste; die noch Festere.

der Bestand.

Vers 47

die Sthāṇu [Śiva] Liebe; die auf Bestand Ausgerichtete [sthaparā unklar]; die Bestehende; die einen Platz Gewährende; die Himmelsrichtungen als Gewand Tragende; die Gestalt des Mitgefühls; das Waldfeuer; die Bezwingende.

die Bezähmung.

Vers 48

Durgā; die ganz Durgā Zugewandte; die Göttin; die böse Daityas Vernichtende; die Freude am Bezwingen; die dem Gewähren von Mitgefühl für Daityas Hingegebene.

Vers 49

die schwere Not Vernichtende; die Gezähmte; die Heuchlerische; die von Heuchelei Freie; die den Nackten Liebende; die Heuchelei; die den Hochmut der Daityas Zerreißende.

Vers 50

die Bezähmende; die durch ihre Zähne Schöne; die die Könige der Dānavas Vernichtende; das Mitgefühl; die Erde; die Bezwingende; die mit Darbha-Grashalmen Spielende.

Vers 51

die Tragende; die Bewahrende; die Ernährerin; die dem Träger des Berges Liebe; die Tochter des Berges; die Göttin; der gute Dharma; die dem Dharma Gemäßwandelnde.

Vers 52

die den Dharma Kennende; die Weiße; der Staub; die Reichtum Gewährende; die Reichtum Mehrende; die Standhafte; die Standhafte [Wiederholung]; die noch Standhaftere.

die den Standhaften Vollendung Gewährende.

Vers 53

die Dhanvantari Tragende und Standhafte [Kompositum unsicher]; die zu Meditierende; die Gestalt der Meditation; Nārāyaṇī; Nārasiṃhī; die ewige Wonne und höchste Menschengestalt.

Vers 54

die Nacht; die Nachtbesitzende; die Ewige; die einer dunklen Regenwolke Gleichende; die Blaugliedrige; die Blaugekleidete; die am blauen Berg Wohnende.

Vers 55

die mit schönen blauen Blüten Geschmückte; die wie eine dunkle Jambu-Frucht Glänzende; die Nityā Genannte; die sechzehnjährige Vidyā; die Ewige; die ewiges Glück Bringende.

Vers 56

Narmadā; die Freude des Erfreuens beziehungsweise Nandas; die Nandas Wonne Mehrende; die Tochter Yaśodās und Nandas; die im Nandana-Garten Wohnende.

Vers 57

die Schlangen Vernichtende; die unter Schlangen Alte beziehungsweise Große; die Schlangengattin; die Schlangenfrau; vor der sich alle Menschen verneigen; die mit Verneigung Verbundene; die Verehrung.

Vers 58

die Gelbgekleidete; Pārvatī; die mit gelbem Gewand Geschmückte; die gelbe Girlanden und Kleider Tragende [pītamīlya: abweichende Lesart]; die Gelbglänzende; die mit rotbraunem Haar.

Vers 59

die der Verehrung mit gelben Blüten Hingegebene; die mit gelben Blüten Verehrte; die höchste Leuchtkraft; der Herr der Ahnen; die feindliche Heere Vernichtende.

Vers 60

die Höchste; die von anderem Abhängige beziehungsweise einem anderen Tantra Zugehörige; der höchste Mantra; die Höchste jenseits des Höchsten; die höchste Erkenntnis; die höchste Vollendung; die den höchsten Ort Gewährende.

Vers 61

die Blüte; die Blütenreiche; die Ewige; die mit einer Blütengirlande Geschmückte; die Uralte; die dem Früheren Zugewandte; die höchste Vollendung Gewährende.

Vers 62

die mit gelben Hüften; die Gelbe; die mit vollen, hochragenden Brüsten; die Liebe und grenzenlose Mitte [premāpramadhyamāśeṣā: nicht sicher gliederbare Lesart]; die mit Lotusblättern Spielende.

Vers 63

die Lotusreiche; die Lotusäugige; der Lotus; die Lotusgesichtige; die Höchste; die auf einem Lotus Sitzende; die Lotusblumen Liebende; die Gestalt des Rubins.

Vers 64

die Reinigende; die Beschützerin; das Gefäß beziehungsweise die Würdige; die Höchstes Gewährende; die Gaben Schenkende; die Heilvolle; die auf einem Leichnam Stehende; die höchste Wonne.

die Gestalt des höchsten Brahman.

Vers 65

die dem Herrn der Sieger Liebe; die Göttin; die am Tierblut Erfreute; die Tierfleisch Liebende; das Blatt; die dem höchsten Nektar Hingegebene.

Vers 66

die Schlingenträgerin; die mit der Schlinge Fangende; die Tiere Tötende; die mit Tieren Sprechende; die mit einem Antlitz wie ein aufgeblühter Lotus; die mit einem Körper wie ein aufgeblühter Wasserlotus.

Vers 67

die höchste Wonne Gewährende; die Vīṇā und die Fesseln der gebundenen Wesen Vernichtende [vīṇāpaśupāśa: Verbindung unklar]; der Blaslaut; die dem phut-Laut Hingegebene; die Schaumreiche; die mit Augen wie aufgeblühte blaue Lotusse.

Vers 68

die den phaṭ-Mantra Hat; der Bergkristall; svāhā; das Aufbrechen; die Gestalt des phaṭ-Lautes; die Kristallene; die kleine Kugel [ghuṭikā: Lesart auffällig]; die Furchtbare.

die Gestalt eines Kristallberges.

Vers 69

die schöne Frau; die Gaben Tragende; Vārāhī; Vāsukī; die Vortreffliche; die im Bindu Gegenwärtige; die mit dem Bindu Verbundene; die Rede.

die im Bindu-Cakra Wohnende.

Vers 70

die Vidyādhara-Frau; die Großäugige; die den Bewohnern Kāśīs Liebe; die Erkenntnis des Veda; die mit ungleichen beziehungsweise ungewöhnlichen Augen; die mit dem All Verbundene, Vielgestaltige.

Vers 71

Brahmās Kraft; Viṣṇus Kraft; die Fünfgesichtige; die Śiva Liebe; die in Vaikuṇṭha Wohnende; die Göttin; die den Zustand Vaikuṇṭhas Gewährende.

Vers 72

die Gestalt Brahmans; die Gestalt Viṣṇus; die höchste Brahman-Herrin; die Bhava Liebe; die aus Bhava beziehungsweise dem Werden Entstehende; die Gestalt Bhavas beziehungsweise des Werdens; die Höchste im Werden.

Vers 73

die jenseits des Werdens; der Strom des Werdens; die Glücklichen Liebes Erweisende; die Heilvolle; die sehr Heilvolle; die Werden Gewährende; die den Dämon Śumbha Vernichtende.

Vers 74

Bhavānī; Bhairavī; die Furchtbare; Bhadrakālī; die sehr Heilvolle; die Schwester; die Gestalt des Schoßes beziehungsweise Glücks; die den Schoß Ehrende [bhagamānā mehrdeutig].

die im Schoß beziehungsweise Glück Höchste.

Vers 75

die den Schoß Liebende; die Erhabene; die im Schoß Wohnende; die Quelle des Schoßes; die aus dem Schoß Erschaffene; die Glückliche; die Gestalt des Schoßes; die im Schoß Sitzende.

Vers 76

die Yoni und Liṅga Liebende; die Göttin; die Yoni und Liṅga Hingegebene; die Gestalt von Yoni und Liṅga; die sich an Yoni und Liṅga Erfreuende.

Vers 77

die an Yoni und Liṅga Erfreute; die Göttin; die in Yoni und Liṅga Wohnende; die Girlande der Yoni; die Teilkraft der Yoni; die Grundlage der Yoni; die die Yoni als Gewand Hat.

Vers 78

der Drang der Yoni; der Schmuck der Yoni; die Herrin der Yoni; die Gestalt des Glücks; die Vereinigung der Glieder Yoni und Liṅga; die den Saft von Yoni und Liṅga Herbeiführende.

Vers 79

die Süße von Yoni und Liṅga; die in Yoni und Liṅga Eingesetzte; die gute Verehrung von Yoni und Liṅga; die mit Yoni und Liṅga Verbundene.

Vers 80

die von Yoni und Liṅga Losgelöste; die von Yoni und Liṅga Umgebene; Mādhavī; die von Mādhavī Geehrte; die Süße; die den Honigtrank Ehrende.

Vers 81

die sanft Lächelnde; die große Māyā; die Bezaubernde; die überaus Höchste; die große Verblendung; die große Vidyā; die überaus Furchtbare; die große Erinnerung und Überlieferung.

Vers 82

die Geistesstarke; die Ehrenvolle; die sich Freuende; die mit süßem Antlitz; Menikā [Namensform der Vorlage]; die Stolze; die Verehrungswürdige; die mit Juwelen und Edelsteinen Geschmückte.

Vers 83

der Jasmin; die Ursprüngliche beziehungsweise zum Scheitel Gehörige; die Girlande; die Girlanden Tragende und im Rausch Höchste [Abtrennung unsicher]; die durch Liebeslust Schöne; die Einsicht; die vom Honigtrank Berauschte; die Honigtrank Liebende.

Vers 84

die mit einer hochragenden Nase gleich einem berauschten Schwan [Bild unsicher]; die einen mächtigen Löwen als großen Sitz Hat; Mahendras Geliebte; die Furchtbare; das Kostbare; die Tochter des Paares.

Vers 85

die zu Mahākāla Gehörige; Mahākālī; die große Einsicht; die sehr Gewaltige; Māheśvarī; die große Māyā; die Mahiṣāsura Tötende.

Vers 86

die von süßem Ruhm Berauschte; die wie eine brünstige Elefantenkuh Gehende; die Rausch Liebende; die an Fleisch Erfreute; die mit Berauschten Verbundene und Verlangen Wirkende.

Vers 87

die geschlechtliche Vereinigung Liebende; die Göttin; die große Wonne; das große Fest [mahvotsavā: gestörte Schreibung]; der Lichtstrahl; Mārati [unklare Lesart]; Māyā; die Geist und Einsicht Gewährende.

Vers 88

die Verblendung; die Befreiung; Mahālakṣmī; die den höchsten Zustand Gewährende; die Gestalt Yamas; Yamunā; die Siegende; die Sieg Gewährende.

Vers 89

die zu Yama beziehungsweise zum Süden Gehörige; die mit Yama Verbundene; der Kampf; die Yadus Geschlecht Mehrende; Ramā; Rāmā; Rāmas Gattin; die Edelsteingirlande.

die Liebeslust Liebende.

Vers 90

die auf einem Edelsteinthron Sitzende; die mit Edelsteinschmuck Geschmückte; die Schöne; die Liebliche; die dem Geschmack der Liebeslust Hingegebene.

Vers 91

die Freude an der Vereinigung; die mit Vereinigung Verbundene; die das Geschlecht der Raghus Mehrende [radhūṇām: abweichende Lesart]; die durch den Feind des Liebenden Strahlende [ramaṇāri: Bezug unklar]; Raidhārādhikaratnajā [stark gestörte, nicht zuverlässig gliederbare Namensfolge].

Vers 92

die Tönende; die Gestalt des Saftes und Geschmacks; die dem König der Nacht Freude Bringende; die zur rechten Jahreszeit Geborene; die Jahreszeiten Gewährende; die Gedeihende; die Gestalt der Jahreszeit; die Jahreszeiten Liebende.

Vers 93

die Blut beziehungsweise Rot Liebende; die Blutreiche beziehungsweise Rote; die Farbenfrohe; die Rotzähnige; Lakṣmī; die Scham; die kleine Ranke; die im Spiel Vertiefte mit geneigtem Blick [līlālagnānitākṣiṇī: Lesart unsicher].

Vers 94

das Spiel; die Spielreiche; die Gänsehaut, Entzücken und Freude Hervorrufende [lomāharṣāhlādanapaṭṭikā nicht sicher gegliedert]; die in Brahman Ruhende; die Gestalt Brahmans; die von Brahmā und dem Veda Verehrte.

Vers 95

die aus Brahman Entstandene; die Teilkraft Brahmans; Brahmāṇī; die Brahman Erkennenlassende; die Frau des Veda; die Gestalt des Veda; die Frau; Vinatā, die Geneigte.

das Fett beziehungsweise die Wohnende.

Vers 96

das Mädchen; die junge Frau; die Alte; die dem Brahman-Werk Hingegebene; die im Vindhya Gegenwärtige; die im Vindhya Wohnende; die mit dem Bindu Verbundene; die den Bindu als Schmuck Hat.

Vers 97

die Erkenntnisreiche; die den Veda Tragende; die Durchdringende; die Pfauenhafte; die Teilkraft; die den linken Ritualweg Liebende; das Feuer; die dem linken Ritualweg Hingegebene.

Vers 98

die am linken Ritualweg Erfreute; die Göttin; die höchste Geliebte Vāmadevas; die mit erwachtem Erkenntnisvermögen; die Erwachte; die den Wandel des Buddha beziehungsweise des Erwachten als Girlande Trägt.

Vers 99

die von Bindungen Befreiende; die zu Varuṇa Gehörige; die Wohnstätte Varuṇas; Śivā; die Śiva Liebe; die Reine; die Reingliedrige; die Weißfarbene.

Vers 100

die weiße Blumen Liebende; die Weiße; die dem Śiva-Dharma Hingegebene; die im Weißen Gegenwärtige; die Weißgekleidete; die Weißgestaltige und weiße Opfertiere Liebende.

Vers 101

die im Śukra Gegenwärtige; die Śukra Besitzende; Śukrā, die Helle; die Gestalt des Śukra; die zu Śukra Gehörige [Śukra kann Glanz, Venus oder Samen bedeuten]; die Sechsgesichtige; die Sechsgliedrige; die in den sechs Cakras Wohnende.

Vers 102

die mit sechs Knoten Verbundene; die Sechsfache; die sechs Mütter; die von sechsfachem Wesen; die junge Frau mit sechs Gliedern; die Göttin; die sechsgliedrige Urnatur; die Beherrschende.

Vers 103

die Sechsgesichtige; die sechs Geschmacksarten; Ṣaṣṭhī, die sechste Mondphase; die Ṣaṣṭheśvarī Liebe; die von sechs Gliedern Sprechende [ṣaṅgavādā: gestörte Schreibung]; Ṣoḍaśī, die Sechzehnjährige; die Gestalt des sechsfachen Nyāsa.

Vers 104

die die sechs Cakras Durchbrechende; die in den sechs Cakras Gegenwärtige; die Gestalt der sechzehn Vokale; die Sechsgesichtige; die mit ṣaḍra Ausgestattete [Lesart unklar].

Vers 105

die Gestalt Sanakas und der übrigen Weisen; die dem Śiva-Dharma Hingegebene [ṣarāyaṇā: gestörte Lesart]; die Vollendete; die sieben Töne; die Reine; die Mutter der Götter; die mit höchstem Ton.

Vers 106

die vollendete Vidyā; die Mutter der Vollendeten [sidhamātā: Schreibung der Vorlage]; die Vollendete; die Gestalt der Vollendung; die Hinwegnehmende; die Hari Liebe; die Halskette; die Hirschkuh.

die mit einer Halskette Verbundene.

Vers 107

die Gestalt Haris; der Strom Haris; die Rehäugige; die Hari Liebe; die Ursachen beziehungsweise den rituellen Trank Liebende; die daran Erfreute; die Gestalt des Heilsamen und Unheilsamen.

Vers 108

die Geduld; die Geduldige; Kṣītā [unklare Lesart]; die mit kleinen Glocken Geschmückte; die Schwinden Bewirkende; die Herrin der Erde; die durch ihre schlanke Taille Schöne.

Vers 109

die Ungeborene; die Unendliche; Aparṇā, die ohne Blätter; Ahalyā; die auf Śeṣa Ruhende; die im eigenen Inneren der Guten Gegenwärtige; die im Inneren unendliche Gestalt.

Vers 110

die Gestaltlose; die Makellose; die Hälfte; die mit unendlichen Eigenschaften; die eigene Erkenntnis; Vidyakāvidyā [unklare Namensverbindung]; die Erkenntnis; die Lotusäugige.

Vers 111

die Unbesiegte; Jātavedas, das alles kennende Feuer; die nicht ausgesprochene Rezitation; Amarāvatī; die Kleine; die sehr Kleine; die nicht Geringe, Ursprüngliche; die die Fähigkeit zur Winzigkeit Gewährende.

Vers 112

die die acht Vollendungen Gewährende; die Göttin; die mit Gestalt und Merkmalen Ausgestattete; die Lotusgesichtige; die Göttin; die Genuss und Glück Gewährende.

Vers 113

die ursprüngliche Vidyā; der ursprüngliche Urgrund; die ursprüngliche Vollendung Gewährende; die Gestalt des Zischlautes; die Göttin; die mit allen Sitzen Geschmückte.

Vers 114

die Indra Liebe; Indrāṇī; die in Indraprastha Wohnende; die Indra-Äugige; Indras Donnerkeil; die Indras Rausch Besprengende [indramadyokṣaṇī: unsichere Lesart].

Vers 115

Īlā; die Wohnstätte des Verlangens; die Geliebte des Herrn der Herrin; die Mutter; die Herrin; die Arme; die Spaltung; die das Werk des Herrn Vollbringende [Abtrennung im Schlusskompositum unsicher].

Vers 116

Umā; Kātyāyanī; die Obere; der Fisch; die im Norden Wohnende; die dem Gatten Umās Liebe; die Göttin; Śivā.

die Gestalt des oṃ-Lautes.

Vers 117

das Scheiteljuwel des Schlangenkönigs; die Schlange und Geliebte der Schlangen [uragoraga: Verbindung unsicher]; die in Gärten Wohnende; die Girlande; die mit vorzüglichem Edelsteinschmuck.

Vers 118

die mit aufragenden Zähnen und schönem Körper; die Höchste; die mit hochstehendem Haar; die Umās Vollendung Gewährende; die auf einem Schlangensitz Ruhende.

Vers 119

die Tochter des Sehers; das Versmaß des Sehers; die Gedeihen und Vollendung Gewährende; die höchste Grenze von Fest auf Fest; die Begehrende; die mit Eigenschaften Ausgestattete.

Vers 120

der Kardamom; die Vidyā des Lautes e; die Hirschkuh und Trägerin der Erkenntnis; die vom oṃ-Laut Umgebene; die höchste Teilkraft des oṃ-Lautes.

Vers 121

die Rede „oṃ vada vada – oṃ, sprich, sprich!“; die mit dem unvergänglichen oṃ-Laut Geschmückte; Aindrī; die den Donnerkeil in der Hand Hält; die im höchsten oṃ-Bereich Wohnende.

Vers 122

die den Keim inmitten von oṃ Hat; die die Gestalt „oṃ namo – oṃ, Verehrung“ Trägt; die Gestalt des höchsten Brahman [prabrahma: auffällige Schreibung]; das Gewand beziehungsweise der Lichtstrahl und dessen Geliebte.

Vers 123

der oṃ-Laut; die den Mantra aḥ phaṭ Hat; die mit Augen beziehungsweise unvergänglichen Lauten Geschmückte [akṣākṣara mehrdeutig]; die Mantralose; die Gestalt des Mantras; die mit der Schönheit von Worten beziehungsweise Füßen Ausgestattete.

Vers 124

die Gestalt des Praṇava oṃ; die am Aussprechen des Praṇava Teilhabende; die Gestalt des hrīṃ-Lautes; die hrīṃ Tönende; die mit dem Keimlaut der Rede Geschmückte.

Vers 125

Hṛllekhā, die Herzlinie beziehungsweise hrīṃ; die Vollendung; die Vereinigung; die auf dem Lotus des Herzens Sitzende; die Keim Genannte; die Augen und Herz Ist; Bhuvaneśvarī mit dem Keim hrīṃ.

Vers 126

klīṃ, der König des Verlangens; die Feuchte; die Früchte der vier Lebensziele Gewährende; die Gestalt von klīṃ klīṃ klīṃ; die Göttin; die den Namen krīṃ krīṃ krīṃ Trägt.

Vers 127

die den Kraftkeim Kamalās Hat; die mit Schlinge und Haken Geschmückte; die śrīṃ śrīṃ Tönende; die große Vidyā; das Vertrauen; die Vertrauensvolle.

Vers 128

die Höchste als oṃ aiṃ klīṃ hrīṃ śrīṃ; die klīṃ Tönende; die höchste Teilkraft; die Gestalt der Laute hrīṃ klīṃ śrīṃ; die die Früchte aller Handlungen Gewährende.

Vers 129

die an allem Reiche; die Göttin aller; die alle Vollendungen Gewährende; die Allwissende; die Allkraft; die Macht der Rede Gewährende.

Vers 130

die alle Befreiung Gewährende; die Göttin; die jeden Genuss Gewährende; die Geliebte des Herrn der Eigenschaften; die Schöne beziehungsweise Linke; die alle Kräfte Gewährende.

Vers 131

die ganz aus Wonne Bestehende; die alle Vollendungen Gewährende; die Herrin aller Cakras; die Göttin; die Herrin aller Vollendungen.

Vers 132

die allen Liebes Erweisende; die alles Glück Gewährende; die alle Wonne Gewährende; die Göttin; die Brahman-Wonne Gewährende.

Vers 133

die im Geist Gewünschtes Schenkende; die mit geistigem Wachstum Verbundene; die von a bis kṣa Reichende; Durgā; die schwere Bedrängnis Vernichtende.

Vers 134

die Lotusäugige; die Schönäugige; die svadhā, svāhā und vaṣaṭ Hervorbringende; die eigene Lautgruppe; die Göttergruppe; die mit der ta-Lautgruppe Verbundene.

Vers 135

die im Inneren Gegenwärtige; die Gestalt der Wohnstätte; die neun Durgās; die höchste Menschengestalt; die Verwirklichung der Wahrheit Gewährende; die Blaue; die ein blaues Banner Tragende.

Vers 136

die von ewiger Gestalt; die Nacht Bewirkende; die Stillstellende; die Verblendende; die Gefügigmachende; die Vertreibende; die Wahnsinn Erzeugende; die Heranziehende.

Vers 137

Mātaṅgī; die vom Honigtrank Berauschte; die Fähigkeit zur Winzigkeit; die Fähigkeit zur Leichtigkeit; die Vollendete; die Befreiung Gewährende; die Ewige; die ewige Wonne Gewährende.

Vers 138

die Rotgliedrige; die Rotäugige; die mit rotem Sandelholz Geschmückte; die geringe Vollendung; die gut Beschaffene; die wie himmlische Cāraṇas und Śukra Glänzende [Kompositum mehrdeutig].

Vers 139

der Übergang der Sonne in ein Tierkreiszeichen; alle Erkenntnis; die durch Getreide und Tage Geschmückte [sasyavāsara unsicher]; der erste Mondtag; der zweite Mondtag; der dritte Mondtag; der vierte Mondtag.

Vers 140

der fünfte Mondtag; der sechste Mondtag; die ganz Reine; der siebente Mondtag; der achte Mondtag; der neunte Mondtag; der zehnte Mondtag; der elfte Mondtag.

Vers 141

der zwölfte Mondtag; der dreizehnte Mondtag; der vierzehnte Mondtag; der Vollmond; der Neumond; die Frühere; die Spätere; der ganz volle Mond.

Vers 142

die Schwertträgerin; die Radträgerin; die Furchtbare; die Keulenträgerin; die Dreizackträgerin; die Bhuśuṇḍī-Waffe; die Bogenträgerin; der Pfeil.

die mit allen Waffen Geschmückte.

Vers 143

die Herrin des Kula; die zum Kula Gehörige; die dem Kula-Ritualweg Hingegebene; die am Kula-Werk sehr Erfreute; die den Kula-Ritualweg Mehrende.

Vers 144

der Ruhm; Śrī, das Glück; Ramā; Rāmā; dem Dharma sei stets Verehrung; die Geduld; die Standhaftigkeit; die Erinnerung und Überlieferung.

die Einsicht; die im Wunschbaum Wohnende.

Vers 145

die Heftige; die von heftigem Glanz; Gaurī; die Veda-Erkenntnis Erweckende; die zu Verwirklichende; die Vollendete; die gut Vollendete; die Gestalt eines Brahmanen.

Vers 146

Kālī; die Schreckliche; die Morgendliche beziehungsweise Gesunde; die Kala-Dämonen Vernichtende [kala mehrdeutig]; die zum Kaula-Weg Gehörige; Kālikī; die aus den Lautgruppen ka, ca, ṭa, ta und pa Bestehende.

Vers 147

die Siegende; die mit Sieg Verbundene; die Sieg Gewährende; die Gähnen beziehungsweise Erstarrung Bewirkende; die Fließenlassende; die Schmelzen beziehungsweise Fliehenlassende; die Göttin; Bharuṇḍā.

die im Vindhya Wohnende.

Vers 148

die zu Licht Gewordene; die Sieg Gewährende; die von Flammengirlanden Umgebene; die Geteilte; die in unterschiedlichem Glanz Erscheinende; die Verschiedene; die von unterschiedlicher Gestalt.

Vers 149

Aśvinī; Bharaṇī; die aus den Mondhäusern Entstandene; der Wind; die zu Kaśyapa Gehörige; Vinatā; die Berühmte; die aus Diti Geborene.

Aditi.

Vers 150

der Ruhm; die Verlangen Liebende; die Göttin; die zu Preisende; die Ruhm Mehrende; die mit frischem Fleisch Bestrichene beziehungsweise Erlangte; die frisch Abgetrennte, Schwert und Heilbringende [sadyaśchinnāsiśaṅkarā: verderbte Fügung].

Vers 151

der Süden; der Norden; der Osten; der Westen; die Richtung; der Südosten; der Südwesten; der Nordwesten.

die als Nordosten und weitere Richtungen Erinnerte.

Vers 152

die mit nach oben gerichtetem Körper; die abwärts Gegangene; die Weiße; die Schwarze; die Rote; die Gelbe; die vier Lebensziele; die vier Farben beziehungsweise Stände.

der unvergängliche Laut aus vier Lautmaßen.

Vers 153

die Viergesichtige; die vier Veden; die vier Erkenntnisse; die Viergesichtige [Wiederholung]; die vier Scharen; die vier Mütter; die die Früchte der vier Lebensziele Gewährende.

Vers 154

die Ernährerin; die Gestalterin; das Paar; die Frau; die beim Führer Wohnende; die Freude am Wein; die Freudige; die sich Erfreuende.

Menakās Tochter.

Vers 155

Ūrdhvakālī; Siddhikālī; Dakṣiṇākālikā; Śivā; die blaue Sarasvatī; du selbst als Bagalā [sātvam: gestörte Verbindung]; die mit abgetrenntem Kopf.

Vers 156

die Herrin aller; die vollendete Vidyā; die Höchste; die höchste Gottheit; der Zinnober; die mit zinnoberfarbenen Gliedern; die am Hiṅgula-Berg Wohnende.

Vers 157

die im vortrefflichen Zinnoberton Leuchtende; sie mit Zinnoberschmuck; die Wache; die Mutter der Welt; die Geliebte des Weltenherrn.

Vers 158

die Janārdana Liebe; die Göttin; die mit Sieg Verbundene; die Sieg Gewährende; die der Welt Wonne Bereitende; die die Welt Erfreuende.

Vers 159

die Erkenntnis Schenkende; das Opfer; Jānakī; die Janaka Liebe; die Siegende; die Sieg Gewährende; die Ewige; die wie flammendes Feuer Leuchtende.

Vers 160

die Erkenntnis Tragende; die mit Lippen wie Bimba-Früchte; die am Kailāsa-Berg Wohnende [kailāsacala: Schreibvariante]; die Herrlichkeit; das untermeerische Feuer; die die Frucht des Agnihotra Gewährende.

Vers 161

die Gestalt des Mantras; die Höchste; die Göttin; die Gestalt des Guru; Gayā; Gaṅgā; Gomatī; Prabhāsa.

Puṣkara.

Vers 162

die am Vindhya-Berg Erfreute; die Göttin; die am Vindhya-Berg Wohnende; die Vielfache; die überaus Schöne; die den Dämon Kaṃsa Vernichtende.

Vers 163

die Dreizackträgerin; die den Dreizack in der Hand Hält; der Donnerkeil; die den Donnerkeil Hinwegnehmende; Durgā; Śivā; die Frieden Bewirkende; Brahmāṇī.

die Brahmanen Liebende.

Vers 164

die Führerin aller Welten; die alle Krankheiten Beseitigende; die Heilvolle; die Schöne; die Reine; die Teilungslose; die höchste Teilkraft.

Vers 165

die Herrin des Alls; die Mutter des Alls; Lalitā; die mit beherrschtem beziehungsweise duftendem Antlitz [vasitānanā unsicher]; Sadāśivā; Umā; das Wohlergehen; Caṇḍikā.

die mit wildem Heldenmut.

Vers 166

die Göttin, die aus allen Göttern Besteht; die die Furcht aller Āgamas Beseitigende [Kompositum unsicher]; die von Brahmā, Īśa und Viṣṇu Verehrte; die alles Heil Bewirkende.

Vers 167

die Yoginī; die Mutter des Yoga; die im Herzen der Yogin-Herrscher Gegenwärtige; die Gattin des Yogin; die mit Yoga Begabte; die Yoginī der Wonne der Yogin-Herrscher.

Vers 168

die von Indra und den übrigen Verehrte; die Göttin; die Herrin; die dem Herrn Liebe; die Reinheit Gewährende; die Furcht Beseitigende; die den Hassern ihrer Verehrer Furcht Einjagende.

Vers 169

die in Bhavas beziehungsweise weltlicher Gestalt Gekleidete; die Liebende; Bharuṇḍā; die Furcht Bewirkende; die Balabhadra liebe Gestalt; die über den Ozean des Weltlaufs Hinüberführende.

Vers 170

die fünf Elemente; alle Wesen; die Herrlichkeit; die Herrlichkeit beziehungsweise Asche Tragende; die auf einem Löwen Reitende; die große Verblendung; die die Fessel der Verblendung Vernichtende.

Vers 171

der Pferdestall; der Wein; die Mudrā; die Mudrā und Schlaghammer Tragende; Sāvitrī; die große Göttin; die höchste liebe Führerin [nināyikā: auffällige Form].

Vers 172

Yamas Botin; die mit rotbraunen Augen; Vaiṣṇavī; Śaṅkarī; die den Mond Liebende; die am Mond Erfreute; die im Sandelholzwald Wohnende.

Vers 173

die mit dem vorzüglichsten Sandelholz Verbundene; die wilde Dämonen Vernichtende; die Herrin aller; die Yakṣa-Frau; die Kirāta-Frau; die Rākṣasa-Frau.

Vers 174

die mit großem Genuss Begabte; die Göttin; die große Befreiung Gewährende; die das All Vernichtende; die Allgestaltige; die die Auflösung des Alls Bewirkende.

Vers 175

die Ernährerin aller Welten; die das Bewirken von Wohlergehen Wünschende; Kamalā; die das Feine Gewährende; die Göttin; die Ernährerin; die Hara Vernichtende.

Vers 176

die vom Götterkönig Verehrte; die Vollendete; die mit großem Glanz; die von höchster Gestalt; die Göttin; die die drei Welten Heranziehende.

Bagalamukhi: Früchte der Rezitation und Abschluss

So habe ich dir, Göttin, die tausend Namen der Gelben mitgeteilt. Wer sie rezitiert oder rezitieren lässt, soll alle Vollendungen erlangen, Geliebte.

So wurde mir von Viṣṇu dieser höchste, große Stillstellung bewirkende Hymnus gelehrt. Morgens, mittags und zur Abenddämmerung, Pārvatī rezitiere man ihn mit gesammeltem Geist; alle Vollendungen sollen eintreten. Wer ihn einmal rezitiert, dessen sämtliche Sünden sollen schwinden.

Wer ihn zweimal rezitiert, soll Vighneśvara [Gaṇeśa] gleich werden. Durch dreimalige Rezitation, Göttin, gelingt alles in jeder Hinsicht.

Durch die Kraft dieses Hymnus wird [die Göttin] unmittelbar gegenwärtig, Treugelobte. Wer Befreiung wünscht, erlangt Befreiung; wer Reichtum wünscht, erlangt Reichtum.

Wer Wissen wünscht, erlangt Wissen einschließlich Logik und Grammatik. Nach einem Jahr entstehen Größe und der Niedergang der Feinde.

Der Herrscher der Erde soll ihm untertan werden; bei Erinnerung werde er gleich [Vergleichsgröße fehlt]. Wer stets hingebungsvoll rezitiert, dem wird Heil zuteil, Geliebte.

Er wird zum Ebenbild des Herrn der Scharen und zu einem hervorragenden Dichter, der sich der Dichtung widmet. Man soll dies sorgfältig geheim halten, wie den Liebhaber der eigenen Mutter.

Man sei stets mit hetu [Ursache; tantrisch auch berauschender Trank] und mit Śakti verbunden. Wer dies täglich rezitiert, wird Śiva gleich.

Lebend soll er Dharma und Wohlstand genießen; nach dem Tod soll er Herr der Befreiung werden. Wahrlich, wahrlich, große Göttin, wahrlich, wahrlich, daran besteht kein Zweifel!

Durch die Kraft dieses Hymnus erfreut er sich zusammen mit dem Gott. Alle Götter werden durch das Singen dieses Königs der Hymnen wohlgesinnt.

In gelbe Gewänder gehüllt, mit gelbem Duftstoff bestrichen, erlange man aufs Höchste aufblühenden Ruhm, Götterschöne. [Die femininen Formen und der Satzschluss sind grammatisch nicht eindeutig verbunden.]

Damit endet im ehrwürdigen Utkaṭaśambara, im Nāgendraprayāṇa-Tantra von sechzehntausend [Versen], im Gespräch zwischen Viṣṇu und Śaṅkara, der Hymnus der tausend Namen Pītāmbarīs.

Damit endet im Śāktapramoda das Bagalāmukhī-Tantra.

9. Matangi-Tantra

Matangi-Tantra: Titelseite

Heil und Segen!

Enthalten im Śāktapramoda, zusammengestellt und verfasst von Śrī Rājā Devanandanasiṃha Bahādur, dem Herrscher der Residenz Śivahara:

das neunte

Mātaṅgī-Tantra.

Durch Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs

durchgesehen.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas, in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Matangi: Meditation, Yantra und Mantra

Verehrung dem ehrwürdigen Gaṇeśa!

Śāktapramoda.

Nun das Mātaṅgī-Tantra.

Nun die Meditation über Mātaṅgī.

[Man meditiere sie] dunkelgliedrig, mit dem Mond als Scheitelschmuck, dreiäugig, auf einem Juwelenthron sitzend, in ihren vier Armen Schwert, Schild, Schlinge und Haken haltend. [„Veden“ dient als Zahlenwort für vier.]

[S. 332.] Nun die Darlegung des Yantras.

Man zeichne als schönes Yantra einen Lotus mit acht Blättern und einem Sechseck. Darauf soll der Mantrakundige die Verehrung mit Hibiskusblüten vollziehen.

Nun die Ableitung des Mantras.

Zuerst der Praṇava [oṃ], dann Māyā [hrīṃ], der Kāma-Keim [klīṃ] und Kūrca [hūṃ]. Darauf „Mātaṅgī“ mit Dativendung [mātaṅgyai], die Waffe [phaṭ] und abschließend die Gattin des Feuers [svāhā]: So lautet der Mantra.

Nun der Mantra.

„Oṃ hrīṃ klīṃ hū/. Der Mātaṅgī: phaṭ svāhā!“ Die Keimsilben bleiben als Mantralaute stehen; der Name wird im Dativ angerufen.

Matangi: Puja-Vorschrift

Nun die Vorschrift der Pūjā.

Nun werde ich die große Göttin Mātaṅgī lehren, die alle Vollendungen schenkt. Schon durch ihre Verehrung erlangt man gewiss Vollendung der Rede.

Zuerst der Praṇava [oṃ], dann Māyā [hrīṃ], der Kāma-Keim [klīṃ] und Kūrca [hūṃ]. Darauf „Mātaṅgī“ mit Dativendung [mātaṅgyai], die Waffe [phaṭ] und abschließend die Gattin des Feuers [svāhā]: So lautet der Mantra.

Als Seher dieses Mantras wird Dakṣiṇāmūrti gelehrt, als Versmaß Virāṭ. Seine Gottheit ist die Göttin Mātaṅgī, die alle Vollendungen gewährt.

Der Mantrakundige vollziehe gesammelt Körper- und Hand-Nyāsa. Er bilde sie mit der von oṃ eingeleiteten Keimsilbe, versehen mit den sechs langen Vokalen. [Die Einzelformeln werden hier nicht ausgeschrieben.]

Man zeichne als schönes Yantra einen Lotus mit acht Blättern und einem Sechseck. Darauf soll der Mantrakundige die Verehrung mit Hibiskusblüten vollziehen.

Gesammelt verehre man auf den acht Blättern acht Kräfte: Rati, Liebeslust; Prīti, Freude; Manobhavā, die im Geist Entstandene; Kriyā, Handlung; Śuddhā, Reinheit Anaṅgakusumā, die Blüte des körperlosen Liebesgottes; Anaṅgamadanā, dessen Berauschung; Madanālasā, die von Liebesrausch Ermattete. Nach der Verehrung dieser acht Kräfte, mit Opfergaben versehen meditiere der Praktizierende mit festem Geist die höchste Göttin: dunkelgliedrig, mondbekrönt, dreiäugig, auf einem Edelsteinthron sitzend mit vier Armen, ausgestattet mit Schwert, Schild, Schlinge und Haken. Nachdem man die große Göttin so meditiert hat, [verehre man sie] mit schönen Duftstoffen und Blumen und als Speisegabe für die große Göttin mit gezuckertem Milchreis. Während des Puraścaraṇa rezitiere man den Mantra sechstausendmal.

Ein Zehntel davon bringe der Praktizierende zusammen mit den Śaktis als Feueropfer dar: mit geklärter Butter, Zucker und Honig und mit Holz des Brahmabaums [Palāśa].

Nach dieser vorbereitenden Übungsfolge vollziehe der Mantrakundige die besondere Anwendung: an einer Kreuzung, auf einer Verbrennungsstätte oder inmitten einer kalā [Ortsbezeichnung unklar].

Man gebe Fisch, Fleisch und Milchreis sowie Guggulu als Räucherwerk. Dies soll nachts vollzogen werden; der Praktizierende sei stets erfüllt beziehungsweise vollständig vorbereitet [pūrṇa ist hier nicht erläutert].

Schon durch diese Anwendung soll gewiss dichterische Fähigkeit entstehen. Ebenso könne man Feuer, Wasser und Rede zum Stillstand bringen.

Der Mantrakundige besiegt Feinde wie Garuḍa das Schlangengeschlecht. In Wissenschaft, Disput und Dichtung wird er wie ein zweiter Bṛhaspati.

Durch eben diese Vorschrift gewährt Mātaṅgī Vollendung. Gewiss kommen Kuberas zu seinem Haus und schenken Reichtum.

Ohne Fisch und ohne Fleisch soll man die höchste Gottheit nicht verehren. [Dies ist eine ausdrückliche Vorgabe dieses Quellabschnitts.]

So der Tantrasāra.

Matangi-Stotra: Lobgesang

Nun der Mātaṅgī-Lobgesang.

Īśvara sprach:

Mutter, durch Verehrung deiner beiden Lotusfüße erlangten Brahmā und die übrigen weithin Ruhm; andere, höchste Weise, erlangten höchste Macht, und wieder andere durch große Hingabe höchste Herrlichkeit.

Ich verneige mich vor Mātaṅginī, der Göttin des mit dem jungen Mond Bekrönten, selbst mit der Mondsichel geschmückt. Liebevoll und ehrfürchtig erweckt sie die Bedeutung, die durch den Empfang der heiligen Überlieferung vermittelt wird.

Dein Lotusfuß strahlt durch die Juwelen an den geneigten Kronen der Götter. Er ist die reine Stätte der ungeschaffenen Worte, deren Schritte durch deine beiden Fußringe belehrt werden. [Der Vers ist grammatisch gestört; das Bild verbindet Vedawort, Füße und Fußringklang.]

Mit ihren beiden Füßen erfüllt sie den Weg und schlägt die anmutige Vīṇā an. Ich erfreue beziehungsweise verehre diese Mātaṅginī mit gutem Herzen, in einem spielerisch getragenen Gewand und mit makellosen gerundeten Hüften. [sddhṛdayāṃ dhinomi: unsichere Worttrennung.]

Ich verneige mich vor Śambhus Gemahlin: Ein Palmenblatt dient als Ohrschmuck, ihre Lotusaugen rollen vom Honigweinrausch; ihre Brüste sind voll, ihr Glanz gleicht einer Blitzranke, ihr Schmuck ist unschätzbar.

Herrin der Welten, hingebungsvoll erinnere ich deine Mitte mit den drei Hautfalten, Mutter; die zarte neue Haarlinie ist kaum wahrnehmbar. Du trägst die Schönheit des Glanzes eines blauen Lotus.

Ich vergegenwärtige in meinem Herzen Mataṅgas Tochter: Ihr Glanz und ihre Seitenblicke [gleichen] Lotusteichen, eine Kadamba-Girlande schmückt ihr Haar. Ich meditiere ihre geröteten Wangen.

Große Herrin, [ich meditiere] dein sanft lächelndes Gesicht, mit bimbafruchtroten Lippen, Stirnschmuck, spielerisch schwingenden Locken und langen Augen. Mit diesem Lob preise ich Śaṅkaras rechtmäßige Gemahlin. [Die Fügung lalāmavaśyam ist nicht sicher übersetzbar.]

Menschen, die diese Mātaṅginī, die Schutzgöttin der Rede, hingebungsvoll preisen, gelangen stets zu höchster Herrlichkeit und wohnen nach dem Tod auf dem Kailāsa.

Damit endet im Rudrayāmala der Mātaṅgī-Lobgesang.

Matangi-Kavaca: Schutzpanzer

Nun der Schutzpanzer Mātaṅgīs.

Die erhabene Göttin sprach:

Gut, gut, großer Gott, Herr der Götter! Lehre den göttlichen Schutzpanzer Mātaṅgīs, der den Menschen alle Vollendungen gewährt.

Der erhabene Īśvara sprach:

Höre, Göttin: Ich werde den heilvollen Schutzpanzer Mātaṅgīs lehren. Er ist geheim zu halten, große Göttin; schweigend soll man die Rezitation vollziehen.

Seher dieses Schutzpanzers der erhabenen Mātaṅgī ist Dakṣiṇāmūrti, das Versmaß Virāṭ, die Gottheit Mātaṅgī. Seine Anwendung dient der Verwirklichung der vier Lebensziele.

Oṃ. Mātaṅginī schütze meinen Kopf, Bhuvaneśī meine Augen, Toḍalā meine beiden Ohren und Tripurā mein Gesicht.

Mahāmāyā schütze an der Kehle, Māheśvarī im Herzen; Tripuṣpā schütze meine Flanken und Kāmeśvarī meinen After.

Caṇḍī schütze beide Oberschenkel, Harapriyā die Unterschenkel, Mahāmāyā die beiden Füße und Kuleśvarī sämtliche Glieder.

Vaiṣṇavī schütze stets alle größeren und kleineren Körperteile. Am Brahmarandhra schütze stets die als Mātaṅgī Gegenwärtige.

Mahāpiśācinī schütze stets an der Stirn; Sumukhī schütze die Augen, die Göttin bewahre die Nase.

Mahāpiśācinī behüte und schütze stets den Mund; Lajjā schütze mich an den Zähnen, die Besenträgerin meine Lippen.

Am Kinn und an der Kehle schütze der dreifache ca-Laut; mit Visarga versehen schütze die große Göttin stets das Herz.

Lolā schütze meinen Nabel, Kālikā behüte meine Augen; Cāmuṇḍā schütze meinen Bauch und Kātyāyanī mein Geschlechtsglied.

Ugratārā schütze den After, Ambikā bewahre die Füße, Śarvāṇī die Arme und Caṇḍabhūṣaṇā das Herz.

Mātṛkā schütze die Zunge; Puṣṭikā schütze im Osten, Vijayā im Süden und Medhā im Westen.

Sudayā schütze im Südwesten, Lakṣmaṇā im Nordwesten und die heilbringende Göttin Mātaṅgī im Nordosten.

Sureśā schütze im Südosten, Bagalā im Norden. Oben schütze die große Göttin, die den Göttern Wohlergehen bereitet.

In der Unterwelt schütze mich stets Vaśinī, die Allgestaltige. Der Praṇava, dann Māyā, der Kāma-Keim und Kūrca Mātaṅginī mit Dativendung, die Waffe und als Abschluss die Gattin des Feuers bilden den Mantra. Die aus elfeinhalb Silben Bestehende schütze mich stets überall. [Die Quellzählung wird unverändert wiedergegeben.]

So habe ich dir, Göttin, das Höchste, geheimer als das Geheime, mitgeteilt: den Schutzpanzer „Heil der drei Welten“, der selbst den Göttern schwer zugänglich ist.

Wer ihn täglich rezitiert, wird zur Wohnstätte der Fülle und erlangt unvergleichliche höchste Herrschaft; daran besteht kein Zweifel.

Wer den Guru vorschriftsgemäß verehrt und dann den Schutzpanzer rezitiert, erlangt gewiss Macht, gute dichterische Fähigkeit und Vollendung der Rede.

Die göttliche Frau Mātaṅgī wird ihm stets Heil bereiten. Brahmā, Viṣṇu, Rudra und die anderen höchsten Götter Brahmarākṣasas, Vetālas, Greifgeister und weitere Geisterarten: Wenn sie diesen Praktizierenden sehen, Göttin, werden sie von Scheu erfüllt.

Wer den Schutzpanzer trägt, erlangt gewiss alle Vollendungen. Selbst Könige werden zu seinen Dienern, und er vollbringt die sechs magischen Handlungen.

Er wird überall erfolgreich; was bedarf es vieler weiterer Worte? Ein Mensch, der Mātaṅgī verehrt, ohne diesen Schutzpanzer zu kennen wird kurzlebig, arm und töricht; daran besteht kein Zweifel. Hingabe an den Guru und feste Zuversicht in den Schutzpanzer soll man stets pflegen.

Diesem gewährt die Göttin Mātaṅginī alle Vollendungen.

Damit endet im späteren Teil des Nandyāvarta der Schutzpanzer der rasch Früchte gewährenden Mātaṅginī.

Matangi-Hridaya: Herz-Hymnus

Nun das Herzstück.

Einst fragte Bhairavī, von Neugier erfüllt und dem Wohl aller Wesen hingegeben, Bhairava, dem die Geister dienten:

Die erhabene Bhairavī sprach:

Erhabener, Kenner allen Dharma, der du Zuneigung zu den Wesen hegst: Ich möchte das erfahren, was allen Wesen nützt.

Welcher wiederholte Mantra und welcher rezitierte Hymnus verschafft den Wesen, die Wohlergehen wünschen, in jeder Hinsicht höchstes Heil?

Der erhabene Bhairava sprach:

Höre, Göttin: Aus Liebe zu dir, Geliebte, werde ich das ganz und gar Heilvolle erklären, das Glück und Fülle bewirkt, obwohl es gewöhnlich geheim zu halten ist.

Es schenkt denjenigen, die es stets rezitieren oder hören, alle Fülle; es gewährt das höchste Heil der Erlangung von Wissen, Macht und Glück.

Es ist der Herz-Hymnus Mātaṅgīs, der Leid und Armut zerbricht, das Heil unter allen heilvollen Dingen, der alles Glück schenkt.

Oṃ. Seher des Mantras dieses Herz-Hymnus der erhabenen Mātaṅgī ist Dakṣiṇāmūrti, das Versmaß Virāṭ, die Gottheit Mātaṅgī. Hrīṃ ist der Keim, hū/ die Kraft und klīṃ der Verschluss. Die Anwendung der Rezitation dient der Erfüllung aller gewünschten Ziele.

Nun die Einsetzung an den Körpergliedern.

„Oṃ hrīṃ, Verehrung dem Herzen.“

„Oṃ klīṃ, dem Kopf svāhā.“

„Oṃ hū/, dem Haarknoten vaṣaṭ.“

„Oṃ hrīṃ, den drei Augen vauṣaṭ.“

„Oṃ klīṃ, dem Schutzpanzer hūm.“

„Oṃ hū/, der Waffe phaṭ.“ [Die Augen stehen hier vor dem Schutzpanzer; die Reihenfolge folgt der Quelle.]

Ebenso die Einsetzung an den Händen.

Nun die Meditation.

Dunkel, mit dem hellstrahlenden Mond an der Stirn, mit drei Lotusaugen, auf einem Juwelenthron sitzend; sie schenkt ihren Verehrern das Gewünschte, und Götterscharen dienen ihren beiden Lotusfüßen mit ihren Händen. Sie glänzt wie ein blauer Lotus und ist wie ein Waldbrand für den Wald der Nachtwanderer. Mit ihren vier vortrefflichen Lotushänden trägt sie Schlinge, Schwert, Schild und Haken so meditiere ich Mātaṅgī, die Freude Bereitende und die gewünschten Früchte Gewährende.

Verehrung dir, Mātaṅgī, mit sanftem, freudigem Leib! Du gewährst den Verkörperten höchstes Heil, wenn sie im Geist deine Lotusfüße meditieren. In der Versammlung wirst du stets von Weisen mit göttlicher Einsicht verehrt; Göttin, vom Mitgefühl erweicht und entschlossen, Unheil zu zerschlagen!

Mutter, wer deinen höchsten Mantra mit entschlossenem Herzen rezitiert, gestaltet trefflich Schritt für Schritt dichterische Vorstellungen [kalpānām: Bezug unsicher]. Auf seiner Zunge tanzt die liebliche Rede, gleich einer gewandten Tänzerin, mit schönen, nektargleichen Worten.

Mutter, wer deine Gestalt meditiert und stets deinen machtvollen Mantra wiederholt, wird nicht gedemütigt. Wer zudem sein Haupt mit Kadamba-Girlanden schmückt, dem sollen Scharen junger Frauen gefügig werden.

Wer mit tausend Lotusblüten deine beiden Lotusfüße verehrt und die tausend Namen spricht, jeden Namen mit Dativendung als Mantra verwendend, und dies zehntausendfach einzeln vollzieht: [Für ihn bist du] stets die, vor deren beiden Lotusfüßen sich die Götterscharen verneigen. [Der Vers ist im Schluss und bei ṅe’ntam grammatisch beschädigt; eine sicherere vollständige Konstruktion ist nicht möglich.]

Mutter, die zu deiner Freude eine Bali-Gabe mit Fisch oder Fleisch und wohlgefälligem weißem [Bestandteil, möglicherweise Reis] darbringen, wie sie einem König gefällt, und im Inneren allein die Liebe zu deinen Füßen genießen: Wie groß ist das Glück dieser Frommen! Die ganze Dreiwelt soll ihnen gefügig sein. [Mehrere Fügungen bleiben unsicher.]

Mutter, die dein Lotusantlitz meditieren, über das die Strahlen der glänzenden, beweglichen Ohrgehänge spielen, das ein sanftes Lächeln zeigt und dessen Brauen sich wie Bienen bewegen: Ihr schönes Haus verlässt Lakṣmī nicht. [Der erste Halbvers enthält die verderbte Folge pratibhitamamannaṃ vikaritam; sie lässt sich nicht sicher übersetzen.]

Dieser höchste, überaus liebliche, „Herz“ genannte Hymnus der erhabenen Mātaṅgī ist von Wohlgesinnten zu pflegen und schenkt rasch die gewünschte Frucht. Menschen, die diesen Lobgesang unablässig hören oder rezitieren, finden auf Erden selbst das nicht schwer erreichbar, was den Göttern unerreichbar ist. [Der Satzbeginn ist grammatisch gestört.]

Durch das Preisen dieses Hymnus erlangt der Reichtumsuchende Reichtum, der eine Gattin Wünschende eine schöne Geliebte und der einen Sohn Wünschende einen Sohn.

Wer Wissen wünscht, erlangt vielfältiges, Wohlstand gewährendes Wissen; wer Sieg wünscht, erlangt durch seine Rezitation gewiss den Sieg.

Wer sein Königreich verloren hat, erhält ein mit aller Fülle ausgestattetes Reich. Durch Rezitation des Herz-Hymnus wird sein Reichtum dem Kuberas gleich.

Was soll man dazu noch viele Worte machen? Was immer ein Mensch begehrt, das alles soll er durch Rezitation des Herz-Hymnus Mātaṅgīs erlangen.

Damit endet in der erhabenen Dakṣiṇāmūrti-Saṃhitā der Herz-Hymnus Mātaṅgīs.

Matangi: kürzerer Namenshymnus

[S. 338.] Nun der Hymnus der hundert Namen.

Die erhabene Bhairavī sprach:

Erhabener, ich möchte die hundert Namen Mātaṅgīs hören, die in allen Tantras geheim und von niemandem offengelegt sind.

Der erhabene Bhairava sprach:

Höre, Göttin, ich werde das überaus Geheime unter den Geheimnissen lehren. Man soll es nicht beliebig verkünden; als Höchstes jenseits des Höchsten soll man es rezitieren.

Schon durch einmaliges Rezitieren schwinden alle Hindernisse und Bedrängnisse augenblicklich, Göttin, wie ein Baumwollhaufen durch Feuer.

Durch seine Rezitation wird die Göttin Mātaṅgī gnädig. Die Frucht, die für das Rezitieren der tausend Namen gepriesen wird, wird durch die heilvollen 108 Namen zehnmillionenfach gewährt, Göttin.

Seher dieser hundert Namen der erhabenen Mātaṅgī ist der erhabene Mataṅga, das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit Mātaṅgī. Die Anwendung der Rezitation dient der Freude Mātaṅgīs.

Matangi: Namenfolge des kürzeren Hymnus

die große berauschte Elefantenfrau Mātaṅginī; die Gestalt der Vollendung; die Yoginī; Bhadrakālī; Ramā; Bhavānī; die Furcht und Freude Gewährende; die mit Herrlichkeit Begabte.

die von Bhava Verehrte; die Reichtum und Fülle Bewirkende.

die Mutter des Menschenherrschers; die auf das dichte Haus Blickende [ghanāgāra: unsicher]; die vom Herrn des Reichtums Verehrte; der Teich der Standhaften [dhīravāpī: unsicher]; die Schönleibige; die Hervorragende; die Lichtgestaltige; die Wunschgestaltige.

die Freudige; die großen Ruhm Gewährende; der Gehörgang.

Kālī; die schreckliche Gestalt des Schoßes; die den Schoß als Körperglied Hat; die „Schoß“ Genannte; die Freude am Schoß Gewährende; die Furchtbar-Gestaltige; Bhavānī; die große Kauśikī.

die mit Schätzen Gefüllte; die Jugendliche; die Freude am Geliebten der Jugendlichen Suchende.

die große Ursache; die Ursache; die im Handeln Beständige; die Schädelträgerin; die Berühmte; der Bereich der großen Vollendeten [mahāsiddhakhaṇḍā: Bedeutung unsicher]; die den Laut ma beziehungsweise die M-Ritualgaben Liebende; die Gestalt der Ehre.

die große Herrin; die höchst Freudige; deren Leib die Stätte spielerischen Tanzes ist.

die Geduld; die ihrem Wesen nach Heilvolle; die Nacht Bewirkende; die unvergängliche Freude Gewährende; die mit Herrlichkeit Begabte; Bhavānī; die von Bhava Verehrte; deren Wesen die Wahrheit des Seins beziehungsweise der Herrlichkeit ist.

die durch Glanz Erhellte; die wie die Sonne strahlende Strahlen Hat.

die Mutter des Erdenherrschers; die auf das Schatzhaus Blickende; die vom Herrn des Reichtums Verehrte; die Fischerin; die den Leib einer Fischerin Hat; die Hervorragende; die Lichtgestaltige; die Gestalt des Lebensatems.

die von hervorragender Gestalt; die die eigene Gestalt Liebende.

die mit schwingenden Ohrringen; die Liebende; die mit dem Geliebten Verbundene; der Schädelberg [kapālācalā: unklar]; die aus der Zeit beziehungsweise dem Tod Herausführende; die Kadamba Liebende; die Höhlenbewohnerin; die mit festungsartigem Körper.

die Abfolge; die Ruhm Gewährende; die Gestalt des Ohres; Kākṣmī [gestörte Namensform].

die Geduld zum Leib Hat; die Gestalt der Liebe zum Schwinden; die Nacht; die mit schwindenden Augen; die „Schwinden“ Genannte; die im Bereich des Schwindens; die Niesen Liebende [kṣavat: Lesart unsicher]; die Ätzende.

die durch Milch Nährende; die Heilgliedrige; Śākambharī, die Gemüse Tragende; die Gemüse zum Leib Hat.

das große Gemüseopfer; die Früchte Essende; die Śaka Genannte; die Śaka Genannte, Aśaka Benannte [unklare Laut- und Namensfolge]; Śakā; die im Inneren der Śaka-Augen Zornige [śakākṣāntaroṣā: unklare Lesart]; die sehr Zornige; die schön Gezeichnete.

die die Opferschnur des großen Śeṣa Liebende.

die Siegende; der Sieg; die Wache; die geeignete Gestalt; die Sieg zum Körper Hat; die als durch Rezitation und Meditation Zufriedene Bekannte; die Lebensgestalt des Sieges; die mit goldener Siegesgestalt.

die im Sieg Flammende; die Nacht; die Gestalt Yamas beziehungsweise des Südens.

die Gestalt der Weltenmutter; die Beschützerin der Welt; svadhā; die mit vauṣaṭ Endende; die Zögernde; die nicht Zögernde; die Sechsgliedrige; die große herabhängende Gestalt mit Schwert in der Hand [mahālambarūpāsihastāpadā: Abtrennung unsicher].

die Hinwegnehmende; die Hinwegnehmende; die Hinwegnehmende [dreifache Wiederholung].

die höchst Heilvolle; deren Ruhm in der Liebe zum Heil besteht; die Niśumbha Vernichtende; die Śumbhas Stolz Beseitigende; die aus dem Nanda-Keim und Weiterem befreite Gestalt [Kompositum unsicher]; die Bedrängnis für Caṇḍa und Muṇḍa; die höchste Wilde.

die überaus Wilde; die nicht Wilde; die mit großem wildem Ungestüm; die mit beweglichem Yakschweifwedel; deren Ruhm mit Wedel und Mond verbunden ist [cāmarācandra mehrdeutig]; die aus schönem Gold; deren Leib durch vielfältigen Schmuck glänzt; der schöne Gesang und das Lied.

Möge sie vor Unheil schützen!

Matangi: Früchte des kürzeren Namenshymnus

Damit habe ich dir, Göttin, die 108 Namen mitgeteilt. In allen Tantras sind sie geheim zu halten und stets zu bewahren.

Durch beständige Übung dieses [Hymnus wird man] unmittelbar zum Gott Maheśvara. Zu den drei Tagesübergängen soll man ihn mit großer Hingabe rezitieren; er lässt Glück entstehen.

Nichts wird für ihn schwer zu vollbringen; schon durch Berührung gelingt es augenblicklich [sparśśśataḥ: gestörte Lesart]. Was er selbst unternimmt, das erlangt er; darum soll man stets wiederholen.

Die Göttin verweilt stets liebevoll in seiner Nähe. Was zuvor ungünstige Verbindungen waren, wird ihm zu günstigen Verbindungen.

Durch ihre Gnade werden eben jene zu Freunden. Gifte kommen nicht an ihn heran, Krankheiten berühren ihn nicht.

Spinnenvergiftungen und alle Blasenausschläge sollen augenblicklich zur Ruhe kommen. Frei von Alter und Ergrauen soll ein Mensch ein Weltalter lang leben. [Historische Wirkungsbehauptung des Textes.]

Was bedarf es weiterer Worte? Man erlangt die Frucht ihrer Gegenwart. Alle Frucht, die ich zuvor für die tausend Namen verkündet habe erlangt der Sterbliche durch die Gnade Mahāmāyās.

Damit ist im erhabenen Rudrayāmala der Hymnus der hundert Namen Mātaṅgīs vollständig.

Matangi: Einleitung und Meditation zum Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Īśvara sprach:

Höre, Göttin: Nun werde ich wahrheitsgemäß die höchsten tausend Namen Sumukhīs lehren, die der Vollendung förderlich sind.

Wer die tausend Namen rezitiert, soll überall siegreich sein. Weder in der Versammlung noch in großer Schlacht wird er besiegt.

Durch diese Rezitation wird die Göttin Sumukhī zufrieden; ebenso wird der Praktizierende selbst zu Śiva, Herrin der Götter.

Durch einmaliges Rezitieren entsteht [der Ertrag von] tausend Pferdeopfern und Millionen Vājapeya-Opfern; Sumukhī wird gnädig.

Sein Seher ist Mataṅga, das Versmaß Anuṣṭubh, als Göttin ist Sumukhī bezeichnet. Seine Anwendung dient der Erlangung aller Fülle.

Wer für sich Vollendung wünscht, meditiere auf die folgende Weise und rezitiere dies:

Die sechzehnjährige Göttin, auf einem Leichnam sitzend, vom Honigwein schwankend, dunkelgliedrig, in rotem Gewand, mit vollen Brüsten und einer Reihe von Guñjā-Samen geschmückt die in beiden Händen eine reine Schädelschale und ein scharfes Schneidemesser hält: So meditiere man im Lotus des Geistes die erhabene Ucchiṣṭacāṇḍālinī, die Caṇḍāla-Göttin der Speisereste.

Matangi: große Namenfolge

Oṃ. Sumukhī, die Schönantlitzige; die durch Einsicht zu Verehrende; die Wohlgeschmackvolle; die Mondbekrönte; die mit ebenmäßigem Antlitz; die Vollbringende; die allen Göttern Zugewandte.

die Mutter aller Fülle; die große Freude; die den Ozean beziehungsweise Sindhu Aufsuchende; Śambhus Gemahlin; die Sanfte; die ganz zu Verehrende; der Nektarsaft.

die Hirschartige beziehungsweise Bunte; die mit Hautfalten; die Waldgirlande der Schönheit des Ufers; die Lotusäugige; die im Wald Wandelnde; die Waldhafte; die sich im Wald Erfreuende.

die Schnelle; die Schnelligkeit Gewährende; die Geschwindigkeit; die in Bagalā Gegenwärtige; die an Kraft Überlegene; Kālī; die Zeit beziehungsweise Tod Liebende; das Spiel.

Kamalā; die die Zeit beziehungsweise Kāla Begehrende.

Kamalā; die im Lotus Gegenwärtige; die im Lotus Gegenwärtige und Kunstreiche; die Edle; die Gewundene; die Geliebte; die Kuckuckshenne; die lieblich Sprechende.

die mit Papageien Spielende; Kālī; die Schädelträgerin; Kālikā; die Haarreiche; Kuśāvartā; die zu Kauśāmbī Gehörige; die Keśava Liebe.

Kālī; Kāśī; die Mahākāla Gleichende; die Haare Gewährende; der Ohrring; die im Kula Gegenwärtige; die mit Ohrringen und Armreifen Geschmückte.

der Lotus im Becken; die Nachtlotusreiche; die Freude an Nachtlotussen Mehrende; die das Becken beziehungsweise die Feuergrube Liebende; die daran Gefallen Findende; die Rehäugige; das Kula.

die bei Jasmin, Bimba und Bienenschwärmen Tönende [kundabimbālinadanī: unsichere Gliederung]; die Fülle von Saflorblüten; der Hüftgürtel beziehungsweise Kāñcī; die mit goldenem Glanz; die mit klingenden Glöckchen an der Taille.

die harte Werkzeuge beziehungsweise Sinnesvermögen Hat; das Holz beziehungsweise höchste Ziel; das Mondlicht; die Stängelreiche; die mit Flechtenhaar; die Täuschende; die Harte; die mit lieblicher Kehle [kalakaṇḍinī: Lesart auffällig].

die einen Papagei in der Hand Hält; die Jungfrau; die kurūḍha-Blüten Liebende [Pflanzenname unklar]; die auf einem Elefanten Sitzende; die an Kuja beziehungsweise dem Erdgeborenen Erfreute; die Krugartige; die mit krugförmigen Brüsten; die Kunst und Teilkraft.

die mit krugartigen Gliedern; die mit Oberschenkeln wie Elefantenrüssel; die Bananenstaude; die auf Kuśa-Gras Liegende; die Erzürnte; die in einer Höhlung Stehende; die Skelettgestaltige; die in Schösslingen Wohnende.

die in einer Schädelschale Wohnende; die Haarreiche; die mit zitterndem Haupthaar; der berauschende Trank Kādambarī; die im Kadamba-Baum Gegenwärtige; die Liebe zu Safran beziehungsweise rotem Kuṅkuma Tragende.

die Hausfrau; die Mitfühlende; das Opfer; die Opfernde Liebende; Kātyāyanī; Kṛttikā; die zum Monat Kārttika Gehörige; die im Kuśa-Gras Weilende.

Kāmas Gattin; die Wünsche Schenkende; die Herrin des Verlangens; die von Kāma Verehrte; die Wunschgestaltige; die Liebeslust; Kāmākhyā; die Erkenntnis Verblendende.

die Schwertträgerin; die im Luftraum Wandelnde; die Hinkende; die mit Augen wie ein Bachstelzenvogel; die im Himmel Gehende; die auf einem Esel Gehende; die rau Tönende; die auf einem Esel Sitzende.

die das Spielen Liebende.

die mit scharfen Strahlen; die Spielende; die Lagerstätte; die Raue; die den Schädelstab Tragende; die das Raue beziehungsweise Khara Zerschlagende; der Ruhm; die Zerschlagene.

die das Zerschlagen Liebende.

die Stücke beziehungsweise Kandiszucker Liebende; die Kandiszucker Essende; der zerteilte Ozean [khaṇḍhasindhu: Lesart unsicher]; die Zerschlagende; Gaṅgā; Godāvarī; Gaurī; Gotamī.

Gautamī [die beiden letzten Namensformen stehen nebeneinander].

Gaṅgā; Gayā; die am Himmel Wandelnde; die zu Garuḍa Gehörige; die ein Garuḍa-Banner Hat; der Gesang; die Gesang Liebende; die zu Besingende.

die Freude an den Eigenschaften; die Lehrerin; der Berg.

die Kuh; Gaurī; die Wohnstätte der Wange beziehungsweise Schwellung [gaṇḍasadanā unklar]; die Kuhherde; die Kühe Hinüberführende; die Beschützerin; Govindinī; die Verborgene.

die verborgen Summende [gūḍhavigrastaguñjinī: gestörte Verbindung].

die auf einem Elefanten Gehende; die Hütende; die Hirtin; die den Sieg der Erde beziehungsweise Kühe Liebende [gokṣājaya unklar]; die Schar; die Tochter des Bergkönigs; die zu den Kühen Gehende; die in Gokula Wohnende.

die mit vollen Brüsten; die dicht Glänzende; die mit vollen Oberschenkeln; die donnernd Tönende; die den ghuṃ-Laut Erzeugende; die ghukṣa Bewirkende [Lautname]; die von Eulen Umgebene.

die Glockenklang Liebende; die Glocke; die Stute; die auf einem Pferd Reitende; die Schrecklichgestaltige; die Furchtbare; die Freude an geklärter Butter; die mit geklärter Butter Salbende.

Ghṛtācī, die Butterreiche; der Regen geklärter Butter; die Glocke; die von Krügen und Kruggruppen Umgebene; die im Krug Gegenwärtige; die Zusammenfügung; die Tötende; die Töten Abwehrende.

die Biene; die Cakora-Henne; Cāmuṇḍā; die Lumpen beziehungsweise Rindenkleider Tragende; die Geschicklichkeit; die Bewegliche; der Schnabel; der Scheiterhaufen.

die im Wunschjuwel Gegenwärtige.

die aus den vier Ständen Bestehende; der Schnabel; die Lehrerin der Diebe; das Staunen; die Gattin des Weltherrschers; die Bunte; die Radgliedrige; die sich am Rad beziehungsweise Cakra Erfreuende.

die im Geist Wandelnde; die Geistesbewegung; das Bewusstsein; die Bewusstsein Liebende; die Bogenträgerin; die Freude an Campaka-Blüten; die Wilde; die bei Caṇḍālas Wohnende.

die Langlebige; das Denken an jenes; die an der Wurzel des Tamarindenbaums Wohnende; das Messer; die inmitten eines Schirms Stehende; die Schneidende; die Schneiden Bewirkende; der Schnitt.

die Spitzmaus; die Täuschung Liebende; die wie eine Spitzmaus Tönende; die Täuschende; die einen Schirm Gewährende; die Abgeschnittene; die chiṇṭi Zerschneidende [unklarer Ausdruck]; der Glanz beziehungsweise Schauer.

die Verkleidete; die Vedische beziehungsweise zum Versmaß Gehörige; der Schatten; Charū [unklare Lesart]; die Versmaß beziehungsweise Willen Erzeugende; die Sieg Gewährende; die Sieg Gewährende [Wiederholung]; die Jasminblüte beziehungsweise Geburt.

die Gebärende; die Paarhafte [jāmalā]; das Harz.

die Jambu-Früchte Liebende; die im Leben Gegenwärtige; die Bewegliche; die Bewegliches Liebende; die Hibiskusblüten Liebende; die zu Rezitierende; das Leben der Welt; die Geburt beziehungsweise Mutter der Welt.

die Führende unter den Lebewesen der Welt; die über das Weltleben hinaus Schnelle [jagajjīvaparājavā unklare Verbindung]; die Jasmin beziehungsweise Herkunft Liebende; die im Leben Gegenwärtige; die wie eine Regenwolke Glänzende.

die zu Gebärende; die den Menschen Wohltuende; die Gattin; die Stätte der Geburt; Jambhasī [unklare Namensform]; Jabhū [unklare Namensform]; die Sieg Gewährende; die Wohnstätte der Welt.

die Gebärende; die Fieber und Bedrängnis Besiegende.

die Rezitation; die Rezitierende; die zu Rezitierende; die Rezitation Hinwegnehmende; die Gebärende; die Menschen; die ganz aus Jālandhara Bestehende; das Knie.

der Blutegel; die mit Rezitation Geschmückte.

die aus dem Weltleben Bestehende; das Leben; Jaratkāru; die den Menschen Liebe; die Welt; die den Menschen Hingegebene; die die Welt Verschönernde; die Schnelle beziehungsweise Hibiskusblüte.

die die Welt Rettende; der Unterschenkel; die sich an Muskatfrüchten Erfreuende; die Jasminblüten Liebende; die Flamme; die Geburt beziehungsweise Kaste Beseitigende; die Gestalt der Geburt beziehungsweise Kaste.

die wie der Wolkenträger Glänzende; die Wolke; die alte Kleider Herstellende; die alte Kleider Tragende; die Gealterte; die Flammende; die Netze Vernichtende.

die die Welt Erschütternde; die Geburt beziehungsweise Jasminblüte; die Welterschütterung Beseitigende; die üble Nachrede unter Menschen; das Leben; die im Haus der Mutter Wohnende.

die Zuneigung der Menschen; die am Knie Gegenwärtige; die im Wasser Wohnende; die Wassernot Bewirkende; die Wassergeborene; das Ufer beziehungsweise die Gezeiten; die im Wasserkreis Wohnende.

die Wasserperle beziehungsweise aus Wasser Befreite; die auf dem Wasser Aufsteigende; die Wassergeborene; die Lotusäugige; die Wasser Liebende; der Blutegel; die durch Wasser Glanz Besitzende [jalāṃśobhavatī: Lesart gestört].

deren Leib im Wasser aufblitzt; die wie flammendes Feuer Glänzende; Jhiñjhā, ein klingender Laut; die aus Zikadenklang Bestehende; die das Jhiñjhā-Klingen Erzeugende; der Sieg.

die Rasselnde; die Sprünge Bewirkende; der Sprung; die die Furcht beim Sprung Abwehrende; die im ṭaṅ-Klang Gegenwärtige; die einen Meißel beziehungsweise ṭaṅ-Laut Erzeugende; die durch Erzeugen des ṭaṅ-Klanges Gewaltige [karaṇāṃhasā: unsicher].

die durch ṭaṅ-Klang und Erhebung gespuckt Habende [ṭaṅkāroṭṭakṛtaṣṭhīvā: stark verderbt]; die in ein Schaumgewand Gehüllte; Ḍākinī; Ḍāmirī [Lautname]; die mit dem Klang der Ḍiṇḍima-Trommel Tönende.

die am Klang des Lautes ḍa Gefallen Findende; die Brennende; die Erhitzende; die Junge; die Dickbäuchige; der Bauch; die Dunkle beziehungsweise Tamasreiche; die Dunkelheit Liebende.

die Kupferrote; die Kupferreiche; der Faden; die Dickbäuchige; die aus der Waage Entstandene; die mit schnellen Fußreifen; die gleiches Verlangen Hat; die in der Waage Ruhende.

die Stechende; Tuninī [unklarer Name]; der Flaschenkürbis; die zur gleichen Zeit; die in der Waage Ruhende; die Lärmende; die Waagengeborene; die Gleiche.

die die Gabe des eigenen Gewichts Vollziehende.

die gleich schnelle; die mit gleichem Gang; die mit klingenden Fußreifen; die Kupferlippige; die Kupferblättrige, Tāmraparṇī; die Finsternis Erschütternde.

die Rasche; die Fieber Beseitigende; das Ufer; die Herrin der Sterne; die Tamāla-Reiche; die Dunkelheit Gewährende; die einen dunklen Palmenort Besitzende [tāmatālasthāna: unsicher]; die Nacht.

die Tamasreiche; die Finsternis; die Heftige; die mit heftigem Heldenmut; die am Ufer Stehende; die mit Sesamöl Gesalbte; die Junge; die wie die Sonne Glänzende.

Tilottamā; die Sesam Hervorbringende; die den Herrn der Sterne als Krone Trägt; die Sesamblüten Liebende; Tārā; die Herrin der Sterne; die Hausfrau.

Sthāṇus Gattin; die Festigkeit Bewirkende; die grobstofflichen Reichtum Mehrende; der Bestand; die in Festigkeit Beständigste; die Baumeisterin; die Grobkörperliche.

die ausgedehnte Flächen Besitzende; der Topf; die Verbindung mit dem Boden Mehrende; die Stabträgerin; die Elefantenfrau beziehungsweise Bezahnte; der Strick; die Arme; die den Armen Zugewandte.

die Göttin; die Gattin eines Gottes; die zu Diti Gehörige; die Blitzende; der Schmuck der Götter; das Mitgefühl; die Selbstbeherrschte; die den Armen Zugewandte.

die mit Brüsten wie Granatäpfel.

die Göttergestalten Schaffende; die Daityas Zerreißende; die von Göttern Verehrte; das Schaukelspiel; die Mitfühlende; das Ehepaar; die ganz aus Gottheit Bestehende.

die in zehn Lampen Gegenwärtige; der Fehler beziehungsweise die Nacht; die Fehler Beseitigende; die Fehler Bewirkende; Durgā; die schwere Not Beschwichtigende; die schwer Zugängliche; die in einer Festung Wohnende.

die üblen Geruch Beseitigende; die in schlechter Lage; die Leid Beschwichtigende; der üble Geruch; die Pauke; die Finsternis; die Ferne; die fern Wohnende.

die Furcht und Unruhe Gewährende [daradāmara: unsichere Gliederung]; die Geliebte eines schlechten Jägers; die Beherrschte; die die Last Tragende; die Führende; die als Lasttier Tragende; die Reichtum Gewährende.

die mit standhaftem beziehungsweise tiefem Klang; die Erde; die Dharma Gewährende; die mit standhaftem Geist; die Bogenträgerin; die Ader; die Ader und die listige Gestalt [dhamanīdhūrttavigrahā: Verbindung unsicher].

die Rauchfarbene; die Rauch Trinkende; die Rauchige; die sich am Rauch Erfreuende; die Erfreuende; die Freude Nandinīs; das Mädchen der Freude Nandinīs [nandinīinanda: gestörte Schreibung].

die Neue; Narmadā; der Radkranz des Scherzes; der Klang der Regelbefolgung; die Reine; die Grundlage der heiligen Überlieferung; der Fluss; die nackte Liebende.

die Blaue; die Juwelenlose; die Erloschene; die Gierlose; die Eigenschaftslose; die Verneigung; die Blauhalsige; die Wunschlose.

die aus dem Makellosen hervorgegangene Menschliche [nirañjanajamānavā: unsicher].

die Nirguṇḍī-Pflanze; Nirguṇḍā; die Nasenlose; die „Nase“ Genannte; die Bannerträgerin; das Banner; die Freude an Blättern; die Milchreiche.

die Volle; die mit vollen Brüsten; die Gattin; die von Luft Lebende; die aus Nacht Bestehende; Kālī jenseits des Höheren und Niederen; die Arme beziehungsweise Arme des fremden Rituals Liebende [pārakṛtyabhujapriyā: stark unklare Fügung].

die im Wind Gegenwärtige; der Wind beziehungsweise die Reinigende; die Freude am Wind Mehrende; die Viehbestand Mehrende; die Blütenreiche; die Ernährerin; die Gedeihen Mehrende.

die Blühende; die ein Buch in der Hand Hält; die auf der Vollmondebene Wohnende; der Fleischklumpen; die Fesseln Herstellende; die Schlinge; die Staub Beseitigende; die Staubige.

das Tier beziehungsweise gebundene Wesen.

die Geschickte; die höchste Hoffnung; die Axtträgerin; die Schlingenträgerin; die Sünde Vernichtende; die Gattin des Herrn; die Gefallene; die Herrin der Gefallenen [patitāpatī: Form unregelmäßig].

die Piśāca-Frau; die Piśācas Vernichtende; die durch Fleischessen Erfreute; die Trank Gewährende; das Trinkgefäß; die ihre Hand zum Geben von Trank Erhebende.

die als Trank Bekannte; der Nektar; die Volle; die ihre Wünsche Erfüllt Habende; die wie Sonne beziehungsweise Falter Leuchtende; der Falter beziehungsweise die Sonne; die ganz dem wiederholten Trinken Hingegebene.

die Schlammige; die in Schlamm Versunkene; das Trinkwasser; die im Käfig Stehende; der fünfte Mondtag; die fünf Opfer; der Tod [Rückkehr in die fünf Elemente]; die das Fünfte Liebende.

der Nimbaum; der weiße Lotus; die Kuckuckshenne; die mit rotbraunen Augen; der Blütenstand des Priyaṅgu; die Körperhafte beziehungsweise Kugel; die Gelehrte; die Blassglänzende.

die auf einem Leichnam Sitzende; die im Priyāla-Baum Gegenwärtige; die Blässe beziehungsweise Anämie Beseitigende; die Schnupfen Beseitigende; die Fruchttragende; die Frucht Schenkende; die Herrlichkeit der Frucht; die mit Früchten Geschmückte.

die Blaslaute Erzeugende; Raphārī [unklare Lesart]; die Aufgeblühte; die mit einem Gesicht wie ein aufgeblühter Lotus; die Funken Beseitigende; die mit erweitertem Geist; die großen Ruhm Bewirkende.

die kindliche Māyā; die Feindin Balas beziehungsweise der Kraft; die Starke; die Kraft Mehrende; die auf der Flöte Gespielte; die im Wald Wandelnde; die Brahmā Gebärende.

die Wissen Gewährende; die große Vidyā; die Erweckende; die Erkenntnis Schenkende; die Mutter des Buddha beziehungsweise Erwachten; die Erwachte; die mit einer Waldgirlande; die Vortreffliche.

die Gaben Gewährende; Vāruṇī; die Vīṇā; die ganz dem Vīṇā-Spiel Hingegebene; die sich Erfreuende; die im Vergnügen Gegenwärtige; Vaiṣṇavī; Viṣṇus Geliebte.

die Ärztin; die ärztliche Behandlung; die Machtlose; die weltweit Berühmte; die von der Fülle des Wissens Überwältigte; die Küste beziehungsweise Zeit; die Vermögen Gewährende; die Fieberfreie.

der laute Ruf; die Öffnungen Schaffende; die Bimbafrucht-Lippige; die Bimba-Früchten beziehungsweise Abbildern Zugewandte; die im Vindhya Gegenwärtige; die von Höchsten Verehrte; die Beste am Ort der Helden; die Wissende.

die durch Vedānta zu Erkennende; Vijayā; die Sieg und Nicht-Sieg Gewährende; die Krankheitsfreie; die Preisende; die Unfruchtbare; die Fesseln der Verehrungswürdigen Lösende.

die Schwester; die Girlande der Yoni; Bhavānī; die Werden Vernichtende; die Furchtbare; die Furchtbar-Gesichtige; die Furchtbare; die Zerbrechliche.

die Furchtbar-Anzuschauende.

die Bhilla-Frau; die die Bhillas Tragende; die Furchtsame; Bharuṇḍā; die Furchtlose; die Furcht Bringende; die sich im Schoß Bewegende; der Schoß.

die Gestalt des Schoßes; die Wohnstätte des Schoßes.

die den Schoß als Sitz Hat; die Fülle des Werdens; die vom Dröhnen der Pauken Erfreute; die Schreckliche; die mit schrecklichem Ruf; Vabhagati [unklare Namensform]; die mit Schlangen Geschmückte.

die zu Bharadvāja Gehörige; die Genuss Schenkende; die Wohlergehen Vernichtende; die Herrlichkeit beziehungsweise Asche als Schmuck Hat; die Land Gewährende; die Land Schenkende; die Herrscherin der Erde; die Last beziehungsweise Unterhalt Gewährende.

die Biene; die Bienenhafte; die Stirn; die im Geschlecht der Könige Gegenwärtige; die Mutter; die den Geist Bezaubernde; Māyā; die Stolze.

die Verblendende; die Erde.

Mahālakṣmī; die vom Rausch Trunkene; der Wein; die Wohnstätte des Weines; die durch Rausch Übermütige; die in Mataṅga beziehungsweise einem Elefanten Gegenwärtige; Mādhavī; die Madhu Zermalmende.

die Freude; die Freude Bewirkende; die Einsicht; die Reine; die beim Herrn der Mitte Gegenwärtige; die Alkohol Trinkende; die im Verlangen nach Fleisch Stehende; die sich Erfreuende.

die zur geschlechtlichen Vereinigung Bereite.

die mit einem Haupt; die große Māyā; Māyā; die Wohnstätte der Größe; die große Girlande; die große Vidyā; die große Seuche; die große Herrin.

die als Mahādevas Gemahlin Verehrte; Mathurā; die mit dem Meru Geschmückte; die Fettreiche; die mit bienengleichen Augen; die Mahiṣāsura Zermalmende.

die im Maṇḍala Gegenwärtige; die im Schoß Gegenwärtige; die auf ihre Leidenschaft für Wein Stolze; die Befreiung Gewährende; die Schädelgirlande; die Girlande; die mit Girlanden Spielende.

Mātaṅginī; Mātaṅgī; Mataṅgas Tochter; die Honig Fließenlassende; die mit süßem Saft; die Bandhūka-Blüten Liebende.

die Nacht; die den Herrn der Nacht als Schmuck Hat; die mit rotem Lack Gefärbte; die Gerstensprossen Liebende; die zu Yama Gehörige; die Yavana-Frau; die Yavanas Bedrängende.

die Yama Vernichtende; die Yama Gleiche; die Gestalt des Opferherrn; das Opfer; Opfer, Opferspruch und Yakṣa-Frau [yajñayajuryakṣī: Verbindung unsicher]; der Ursprung des Ruhmes [yaśoniḥ: unsichere Form]; die Zittern Bewirkende.

die Yakṣa-Frau; die Mutter der Yakṣas; die Ruhm Gewährende; die Mühe Tragende; die den Faden des Ruhmes Gewährende; die zu Yama Gehörige; die Opferhandlungen Vollziehende.

die Ruhmreiche; die im Laut ya Gegenwärtige; die in mächtiger Stillstellung beziehungsweise einer großen Säule Wohnende; die Gefärbte; die Gattin des Königs; Ramā; die Linie; die Sonne.

der Kampf.

die Menstruierende beziehungsweise von Rajas Erfüllte; die durch Rajas beziehungsweise Menstrualblut Bunte; die Erfreuende; der Herr der Nacht; die Kranke; die Nacht; die Königliche [rājñā: Form unregelmäßig]; die Herrschaft Gewährende.

die Herrschaft Mehrende.

die einen König Hat; die Staatskunst; die im Silber Wohnende; die Schöne; die Liebliche; Rāmā; die mit Freude beziehungsweise Rāmā Verbundene; die Liebeslust.

der Same; die Liebeslust; der Eifer zur Vereinigung; die Krankheit Vernichtende; die Krankheit Bewirkende; die Farbe beziehungsweise Bühne; die Farbenreiche; die Leidenschaft beziehungsweise Melodie.

die Leidenschaft beziehungsweise Melodie [Wiederholung]; die Melodien beziehungsweise Leidenschaft Kennende; die Leidenschaft Bewirkende; das Mitgefühl.

die Erfreuende; die Wäscherin; Revā; die Nacht; die mit farbigen beziehungsweise spielerischen Augen; die rote Haut Tragende; die Farbenreiche; die auf der Bühne Stehende.

die Farbe beziehungsweise Bühne Tragende.

Ramā; die Freude an Bananenfrüchten; die mit Oberschenkeln wie Bananenstämme; die Rāghava Liebe; die Farbe beziehungsweise Bühne; die durch farbige Glieder Süße; Himmel und Erde; die laut Rufende.

die Hemmung Bewirkende; die Krankheiten Vernichtende; die Gestalt Tragende; die Krankheit Abfließenlassende; die Gefangene beziehungsweise Hofsängerin; die von Barden Gepriesene; die Verwandte; die mit Lippen wie Bandhūka-Blüten.

die Verehrte; die Verehrtwerdende; die Vertreibende [vaidrāvī: ungewöhnliche Form]; die den Veda Kennende; die Gestalt beziehungsweise Art; die Erzürnte; die Schädellose; die in viṅka Gegenwärtige.

die viṅka Zugewandte [viṅka: unklare Lesart].

die mit den Veden fest Verbundene [vilagnalagnā: auffällige Doppelung]; die vidhi-viṅka Bewirkende [zweites Wort unklar]; die Art beziehungsweise Gestalt; die Muschelträgerin; die Muschelarmreifen Tragende; die mit einer Muschelkette; die Friedvolle beziehungsweise der Śamī-Baum.

die Muschelschale; Śinī [unklare Namensform]; der Muschelklang; die mit muschelförmigem Hals; der Mond; die Śabara-Frau; die Zauberin beziehungsweise zu Śambara Gehörige; Śambhu.

die mit Śambhus Haar; die Bogenträgerin.

der Leichnam; die Falkenreiche; die Dunkle; die Dunkelgliedrige; die Dunkeläugige; die auf der Verbrennungsstätte Stehende; die Verbrennungsstätte; der Schmuck der Verbrennungsstätte.

die Ruhe Gewährende; die Ruhe Vernichtende; die Muschelträgerin; die den Zorn der Muschel Bewegende [śaṅkharoṣarā: gestört]; der Frieden; die Frieden Gewährende; der Rest beziehungsweise Śeṣa; die Śeṣa Genannte.

die auf Śeṣa Liegende.

die Einsicht; die Austrocknende; der Rest beziehungsweise Śeṣa; der Heldenmut; die Heldenmut zum Pfeil Hat; die Pfeilträgerin; die Flüche Gewährende; die Flüche Beseitigende.

der Weg von Fluch und Nicht-Fluch; Sadāśivā.

die Gehörnte; die śṛṅgipala Essende [Pflanzen- oder Speisebezeichnung unklar]; die Heilbringende; die zu Śaṅkara Gehörige; Śivā; die auf einem Leichnam Stehende; die Leichen Essende; die Friedvolle.

die mit Leichenohren; die mit Leichenbauch.

die zu Leichen Gehörige; die Herrlichkeit von śavaśiṃśā [gestörtes Kompositum]; der Leichnam; die in Frieden Ruhende; die Leichen als Ohrringe Hat; die zu Śiva Gehörige; der Sprühregen; die Kühle.

Aśinā [Abtrennung und Lesart unsicher].

die einen Leichengürtel Tragende; die Herrlichkeit der Leichen; die Leichengirlande [śabamālā: Schreibvariante]; die Leichengestaltige; die Strömende; die Zusammenziehung; die Kraft; Śantanu.

die Leichen Gewährende.

der Fluss beziehungsweise Ozean; Sarasvatī; der Fluss beziehungsweise Ozean [Wiederholung]; die Schöne; die Schönantlitzige; die Gute; die Vollendung Schenkende; die Vollendete.

die vollendete Sarasvatī.

die Nachkommenschaft; die Fülle; das Jahr; die dem Zweifelnden Fülle Gewährende [sa/vvacchaṅki: unklare Worttrennung]; die Mitgattin; die Saftreiche; die Essenz; die das zu Sarasvatī Gehörige Bewirkende.

der Nektar.

die Wein und Fleisch Genießende; die ganz zu Verehrende; die alles Gewährende; die mit gleichmütigem Geist; die Versöhnung beziehungsweise Sāman-Gesänge Gewährende; die Grenze; die Verblendung; die Gleichschauende.

die gleichgesinnte Einsicht; die Sāman-Gesänge Tragende; die Grenze; Sāvitrī; die Nahe; die Gute; die Opferhandlung beziehungsweise Soma-Pressung; die Essenz des Opfers.

die mit Gaben; die zu Śabara Gehörige; die Gleiche; Simarā [unklarer Name]; die Beständige; die Tugendhafte; die Zugewandte; die mit Helfern.

die Schwanenfrau; die mit Schwanengang; die Schwanenfrau [Wiederholung]; die mit einem Gewand so strahlend wie ein Schwan; die Pflugträgerin; die Pflugführende; der Wein; die Herrlichkeit des Pfluges.

Haras Geliebte; der Pflug; die einen Pflug Besitzende; sie selbst, das Spiel; die Freude Mehrende.

das Töten; die Tötende; die Stute; Hāhā [Lautname]; die Geschlagene; die übermäßiges Töten Bewirkende [hatāhantātikāriṇī: Gliederung unsicher]; die haṃ Tönende; das Hervorbringen von haṃ.

Haṅkā [Lautname]; die Lautgestalt hīhī-hāhā und Heil sowie Unheil [hitāhitā mehrdeutig].

der Antrieb beziehungsweise das Geschoss [hīti]; die Gold Gewährende; die Halsketten Klingenlassende; die von Hari Gebilligte; die Stunde beziehungsweise Horā; die Opferpriesterin; Holikā; das Feueropfer.

die Gabe des Feueropfers; die Opfergabe.

die Hirschkuh; die mit Hirschkuhaugen; die im Himalaya Wohnende; die mit herabhängendem Bauch; die mit langen Ohren; die Herabhängende; die mit langem Körper.

das Spiel; die Spielreiche; die Unstete; die Frau; Lalitā, die Anmutige; die Ranke; die mit hervorragenden Augen; die Begehrenswerte.

die mit beweglichen Augen; die Wohnstätte eines guten Geschlechts.

Lapatnī [unklare Lesart]; die Sprechende; die Gierige; Lopāmudrā; die Spielerische; die kleine Ranke; die Überspringende; der Sprung.

die Röte; die mit schlanker Taille.

die sehr Kleine beziehungsweise Leichte; die mit kleinem Bauch; die Spinne; die Spinnen Vernichtende; die Behaarte; die mit herabhängenden Haaren; die Umherrollende; die Plündernde [lulumpatī: ungewöhnliche Form].

die auf einem Büffel Sitzende; die Kraft Raubende; die Zerstörerin der Stadt Laṅkā; Lakṣmī; die Glück und Reichtum Gewährende; die Erreichbare; die lackroten Augen; die mit schwankendem Glanz.

der Augenblick; die augenblicklich kṣu-kṣu Tönende [kṣaṇakṣukṣukṣiṇī: Lautbildung unklar]; die Geduld und Nachsicht; die Geduldige; die Magere; die mit magerem Bauch; die Wohlergehenswürdige; die Leinen Tragende.

die Kṣatriya-Frau.

das Schwinden; die Schwinden Bewirkende; die Milch; die Milch Gewährende; der Milchozean; die Wohlergehen Bewirkende; die Schwinden Verursachende; die Vernichterin.

die Nacht; die Verletzung.

die Kleine; die Kleine und nicht Kleine; die Hunger Ertragende; die ihre Verfehlungen Getilgt Habende.

Dies sind die tausend Namen der Mutter Sumukhī, die Vollendung gewähren.

Matangi: Früchte, Anwendungen und Abschluss

Wer dies täglich gesammelt rezitiert, wird selbst Maheśvara. Selbst wenn ein Armer ohne rechte Ritualpraxis täglich rezitiert, soll er reich werden.

Ein Stummer wird zum Herrn der Rede, Göttin; ein Kranker erlangt Gesundheit. Wer einen Sohn wünscht, erhält einen in den drei Welten berühmten Sohn.

Selbst eine unfruchtbare Frau gebiert einen Sohn, der einem weisen Lehrer gleicht. Wahrheit soll vielfältig gedeihen [satyaṃ: Zusammenhang unklar], und die Kühe geben reichlich Milch.

Könige beugen sich zu seinen Füßen, gleich seinen deutlich sichtbaren „Lachern“ [hāsā: vermutlich verderbt]. Feinde gehen zugrunde, auch wenn er nur an sie denkt. Schon bei seinem Anblick werden Männer und Frauen ihm untertan. Der Held wird selbst zum Schöpfer und Vernichter; daran bestehe kein Zweifel.

Welchen Wunsch er auch hegt, er erlangt ihn gewiss. Für ihn gibt es kein Unheil und keinerlei Kummer.

Der vortreffliche Praktizierende, der um Mitternacht an einer Kreuzung allein als furchtloser Held diesen höchsten Hymnus zehnmal rezitiert erreicht gewiss die im Geist vorgestellte Aufgabe. Wer dagegen den Mantra ohne die tausend Namen rezitiert erlangt selbst in hundert Weltaltern keine Mantravollendung. Wer an einem Dienstag auf einer Verbrennungsstätte beziehungsweise mittags stets rezitiert wird zum Vollendeten, zum Schöpfer und Vernichter unter den Menschen. Wer krank ist und um Mitternacht auf seinem Sitz rezitiert soll sogleich gesund werden, wenn er dabei furchtlos ist. Man rezitiere an einem Samstag um Mitternacht auf einer Verbrennungsstätte den Mantra 1008-mal und danach zehnmal diese tausend Namen. Dann erscheint Śivā selbst als großer Wind, mit schrecklichem Schakalheulen. Wenn dann keine Furcht entsteht, ertönt das Wort „Gib!“

Dann gebe man ein Tieropfer; Caṇḍikā nimmt es selbst an. Nachdem sie die gewünschte Gabe gewährt hat, geht die heilvolle Sumukhī fort.

Mit Rocanā, Adlerholz, Moschus, Kampfer, Sandelholz und Kuṅkuma schreibe man an einem vorzüglichen Tag auf Birkenrinde bei günstiger Mondhauskonstellation, nach vollzogener Atemregelung. Nach dem Sampātana-Ritus trage man die tausend Namen in Gold gefasst an der rechten Hand oder am Hals, mit beherrschten Sinnen. Dann verneige sich der Mantrakundige; der erzürnte Mensch stirbt [die Personenbezüge des zweiten Halbverses sind unsicher].

Nirgends soll Furcht vor bösartigen wilden Tieren entstehen. Dies sei ein Schutz für Kinder und auch für Schwangere, Geliebte.

Durch Tragen des Yantras sollen dem Praktizierenden gewiss Verblendung, Stillstellung, Heranziehung, Tötung und Vertreibung gelingen.

Wenn es auf blauen Stoff geschrieben an einem Banner steht, soll selbst ein übermächtiges feindliches Heer vernichtet werden.

Trägt man heilige Asche, über der dies rezitiert wurde, auf der Stirn, werden Lebewesen schon bei deren Anblick zu seinen Dienern.

Selbst Königsgemahlinnen werden machtlos, um wie viel mehr andere Stadtfrauen. Wer Wasser trinkt, über dem dies rezitiert wurde, soll binnen eines Monats ein großer Dichter werden ein Gelehrter und großer Redner; daran bestehe kein Zweifel. Zur Vollendung des Puraścaraṇa rezitiere man den Hymnus zehntausendmal.

Nach einem vorschriftsgemäßen Feueropfer mit einem Zehntel dieser Zahl an Lotusblüten, bestrichen mit den drei süßen Stoffen, kommt Kamalā selbst zusammen mit Vāṇī in sein Haus.

Der Mantra wird von seinem Verschluss befreit; Sumukhī wird freundlich gesinnt. Unendlich wird das Verdienst, und das Unverdienstliche schwindet.

Welche Frucht ein Bad an heiligen Orten wie Puṣkara bringt, diese Frucht erhält ein Mensch durch Rezitation des Hymnus Sumukhīs.

Schönantlitzige, damit wurde dir dieses Geheimnis mitgeteilt, mein ganzer Schatz. Wenn du Vollendung erlangen möchtest, sollst du es nicht veröffentlichen, Göttin.

Durch Veröffentlichung entsteht Erfolglosigkeit und Sumukhī wird zornig. Nichts Höheres als dieses gewährt den Wesen hier in der Welt Vollendung.

Ich verehre die erhabene Sumukhī mit gnädigem, vollmondrundem Antlitz, mit Zinnober am Kopf, vom Honigwein schwankend und mit einer Perlenkette. Sie ist dunkel, ihre Hände zeigen eine Kañjalikā-Geste [Lesart unklar], und sie unterweist einen Papagei auf ihrer Hand. Guñjā-Samenbüschel schmücken sie; sie ist mitfühlend, ihre Flechtenranke ist gelöst.

Damit ist im späteren Teil des erhabenen Nandyāvarta-Tantra der Tausendnamenhymnus Mātaṅgīs vollständig.

Damit endet im Śāktapramoda das Mātaṅgī-Tantra.

10. Kamalatmika-Tantra

Kamalatmika-Tantra: Titelseite

Heil und Segen!

Zusammengestellt und verfasst von Śrī Rājā Devanandanasiṃha Bahādur, dem Herrscher der Residenz Śivahara;

enthalten im Śāktapramoda:

das zehnte

Kamalātmikā-Tantra.

Durch Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs

durchgesehen.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem ehrwürdigen Gaṇeśa!

Nun der Śāktapramoda.

Nun das Kamalātmikā-Tantra.

Nun die Meditation über Kamalātmikā.

Kamalatmika: Meditation, Yantra, Mantra und Puja

Ich verehre Śrī, die auf einem Lotus steht: Sie glänzt wie Gold und wird von vier schneeberggleichen Elefanten mit Nektar aus goldenen Krügen übergossen, die diese mit ihren Rüsseln emporheben. Ihre Hände zeigen Gabengewährung und Furchtlosigkeit und halten zwei Lotusse. Ihre Krone strahlt; ein Seidengewand umschließt anmutig ihre gerundeten Hüften.

[S. 354.] Nun die Darlegung des Yantras.

Wenn die Ritualvorschrift nichts anderes bestimmt, zeichne man als Yantra einen achtblättrigen Lotus, mit einem Sechseck in der Mitte und vier Toren.

Nun die Ableitung des Mantras.

Man schreibe zuerst die rettende Silbe [oṃ], danach den höchsten, reinen Vāgbhava-Keim [aiṃ], dann die Keime der Scham [hrīṃ] und der Śrī [śrīṃ], danach den besonders gefügigmachenden Kāma-Keim [klīṃ]. Anschließend verbinde man hsauḥ mit dem Dativ von „Jagatprasūti“, der Weltgebärerin, und schließe mit namaḥ. Dies wird von den Mantrakundigen als Mantra Ramās gelehrt.

Nun der Mantra.

„Oṃ aiṃ hrīṃ śrīṃ klīṃ hsauḥ. Verehrung der Weltgebärerin!“ Die Keimsilben bleiben als rituelle Laute unübersetzt.

Nun die Anwendung der Pūjā.

Nach den Morgenpflichten und den weiteren Handlungen bis zum Pīṭha-Nyāsa setze man auf den Staubfäden des Herzlotus, beginnend im Osten, und in seiner Mitte die Kräfte des Sitzes sowie den Mantra des Sitzes ein.

„Oṃ, Verehrung Vibhūti, der Herrlichkeit.“

„Verehrung Unnati, dem Aufstieg.“

„Verehrung Kānti, dem Glanz.“

„Verehrung Sṛṣṭi, der Schöpfung.“

„Verehrung Kīrti, dem Ruhm.“

„Verehrung Sannati, der Demut.“

„Verehrung Vyuṣṭi, dem Aufleuchten.“

„Verehrung Utkṛṣṭi, der Erhebung.“

„Verehrung Ṛddhi, dem Gedeihen.“

Dann setze man den Sitz ein: „Verehrung dem erhabenen Lotussitz.“ Es folgt der Seher-Nyāsa.

Am Kopf: „Verehrung dem Seher Bhṛgu.“

Am Mund: „Verehrung dem Versmaß Nicṛt.“

Am Herzen: „Verehrung der Gottheit Śrī.“ Danach Hand- und Körper-Nyāsa.

„Śrāṃ, Verehrung den beiden Daumen.“

„Śrīṃ, den beiden Zeigefingern svāhā.“

„Śrūṃ, den beiden Mittelfingern vaṣaṭ“, und so weiter.

Ebenso setze man mit „śrāṃ, Verehrung dem Herzen“ und den weiteren Formeln ein. Ein Kompendium sagt: „Man bilde die Gliedereinsetzungen mit Ramās Keim, versehen mit den langen Vokalen.“ Danach die Meditation.

„Ich verehre die auf dem Lotus stehende Śrī, goldglänzend, von vier schneeberggleichen Elefanten mit Nektar aus emporgehobenen goldenen Krügen übergossen. In den Händen trägt sie zwei Lotusse und zeigt Gabengewährung und Furchtlosigkeit. Ihre Krone strahlt, Seide umschließt anmutig ihre Hüften.“ Nach dieser Meditation verehre man sie geistig und richte die Muschel ein. Man verehre den Sitz, auf den Staubfäden und in der Mitte die Kräfte von Vibhūti bis zum Sitzmantra, meditiere nochmals und vollziehe die Handlungen von der Anrufung bis zur Gabe von fünf Blütenhandvoll. Dann beginne die Umkreisverehrung: Auf den Staubfäden, beginnend im Südosten, in der Mitte und den Richtungen verehre man mit „śrāṃ, Verehrung dem Herzen“ und den weiteren Gliedformeln.

Auf den Blättern in den Hauptrichtungen, beginnend im Osten: „Oṃ, Verehrung Vāsudeva.“

„Verehrung Saṅkarṣaṇa.“

„Verehrung Pradyumna.“

„Verehrung Aniruddha.“

Auf den Zwischenrichtungsblättern: „Oṃ, Verehrung Damaka.“

„Oṃ, Verehrung Salila.“

„Oṃ, Verehrung Guggula.“

„Oṃ, Verehrung Kuraṇṭaka.“

Rechts von der Göttin: „Oṃ, Verehrung dem Muschelschatz Śaṅkhanidhi.“

„Verehrung Vasudhā, der Erde.“

Links: „Oṃ, Verehrung dem Lotusschatz Padmanidhi.“

„Oṃ, Verehrung Vasumatī, der Güterreichen.“

An den Blattspitzen, beginnend im Osten: „Oṃ, Verehrung Balākā.“

„Verehrung Vimalā.“

„Verehrung Vanamālikā.“

„Verehrung Bibhīṣikā.“ Außerhalb verehre man Indra und die weiteren Richtungshüter sowie Vajra und die übrigen Waffen. Danach schließe man die Handlungen von der Räucherung bis zur Entlassung ab. Das Puraścaraṇa besteht aus 1.200.000 Rezitationen. Der Vers sagt: „Der Eingeweihte mit beherrschten Sinnen rezitiere den Mantra zwölfmal hunderttausendmal. Tausend davon bringe er als Feueropfer mit in Süßes getauchten Lotusblüten dar.“ Nach der Rezitation opfere er auch Sesam mit Süßem, Bilva-Früchte oder alle drei. [tatsahasram lautet hier wörtlich „dessen Tausend“; ein Zehntel wird nicht ausdrücklich genannt.] Damit endet die Pūjā-Anwendung.

Kamalatmika: kurzer Lobgesang

Nun der Lobgesang.

Göttin Kamalā, in den drei Welten verehrt, Viṣṇus Geliebte: Wie du bei Kṛṣṇa unerschütterlich bist, so bleibe auch bei mir beständig!

Īśvarī, die Herrin; Kamalā, die Lotushafte; Lakṣmī, das Glück; Calā, die Bewegliche; Bhūti, die Fülle; Haripriyā, die Hari Liebe; Padmā, der Lotus; Padmālayā, die im Lotus Wohnende.

die den heilvollen Lotus ganz hoch Tragende [samyag uccaiḥ als Adverbien, śrīpadmadhāriṇī als Namensverbindung gelesen; die traditionelle Zwölfzahl wird damit in dieser Lesart nicht erreicht].

Wer nach der Verehrung Lakṣmīs diese zwölf Namen rezitiert, bei dem soll Lakṣmī beständig bleiben, zusammen mit Söhnen, Gattin und Weiterem.

Damit endet der Lobgesang der erhabenen Kamalātmikā.

Kamalatmika-Kavaca

Nun der Schutzpanzer.

Große Herrin, nun lehre ich den alle Wünsche gewährenden Schutzpanzer. Schon durch seine Kenntnis wird man unmittelbar Sadāśiva.

Für ihn gibt es keine [gesonderte] Verehrung, Herrin der Götter; der Mensch wiederhole allein den Mantra. Er werde Pārvatīs Sohn, kundig in allen Lehrwerken.

Den Wissensuchenden gewährt er stets Wissen, insbesondere aber Reichtum. Wer Güter sucht, verehre stets Kamalā, Viṣṇus Geliebte. [dhamārtthin: gestörte Lesart.]

Seher dieses Schutzpanzers der viersilbigen Viṣṇuvallabhā ist der Erhabene, Versmaß Anuṣṭubh, Kraft und Gottheit Vāgbhavī; der Keim ist Vāgbhava [aiṃ], der Verschluss Lajjā und Ramā [hrīṃ śrīṃ]; der Schutzpanzer besteht aus dem Kāma-Keim [klīṃ]. Seine Anwendung dient meinem Wachstum in Gelehrsamkeit, Dichtung und allen Vollendungen.

Der aiṃ-Laut, Vāgbhavī, Geberin aller Vollendungen, schütze am Kopf; hrīṃ schütze zwischen den Augen, Śāṅkarī beide Augen.

An Zunge, Gesichtsumriss, Ohren, Zähnen und Nase, Ober- und Unterlippe, Zahnreihen, Gaumenwurzel und Kinn schütze mich Viṣṇus Gemahlin Lakṣmī, die Gestalt des erhabenen Viṣṇu.

Pārvatī [schütze] beide Ohren, beide Arme, beide Brüste, Herz, Handgelenke, Hals und Flanken Rücken und Genitalbereich, links und rechts, Schoß und Hüften, Nabel und beide Unterschenkel Kniescheiben, beide Füße, Knöchel und Fingerwurzeln, die eigenen Körperstoffe, Lebenskräfte, das Selbst, den Haarscheitel und Kopf.

Vijayā schütze im Haus, Jayā behüte mich stets; Kāmeśī, die große Göttin Sarasvatī, schütze alle Glieder.

Tuṣṭi und Mahāmāyā mögen schützen, Utkṛṣṭi stets behüten; Ṛddhi, die große Göttin und Śambhus Geliebte, schütze überall.

Vāgbhavī schütze stets, Haras Hausfrau behüte mich. Ramā, die Göttin, schütze immerdar; Māyā selbst schütze als Selbstherrscherin.

Lakṣmī, Viṣṇus Māyā und Herrin der Götter, schütze meine sämtlichen Glieder; Śivadūtī und Sundarī mögen mich stets behüten. [Der Seitenvermerk 353 steht so in der Vorlage.]

Bhairavī schütze überall, Bheruṇḍā allezeit; Tvaritā und Ugratārā behüten mich stets.

Kālikā schütze mich stets, Kālarātrī allezeit; die neun Durgās und Kāmākṣī mögen stets behüten.

Die Yoginīs, die Mudrās und die göttlichen Mütter mögen mich stets schützen, ebenso die im Cakra stehenden Yoginī-Scharen.

Überall, bei allen Aufgaben und Handlungen, schütze mich stets Lakṣmī, Göttin der Götter und Geberin aller Fülle.

Damit ist dir der göttliche Schutzpanzer für alle Vollendungen mitgeteilt. Wer sein eigenes Heil wünscht, soll ihn nicht wahllos verkünden.

Einem Betrüger, einem Hingabelosen oder Lästerer, großer Göttin, und einem Menschen mit fehlenden oder überzähligen Gliedern soll man ihn niemals zeigen. [Historische Zugangsbeschränkung der Quelle.]

Den göttlichen Hymnus darf man solchen nicht zeigen; wer dies tut, wird zum Śiva-Töter. Einem aus guter Familie, mit hohem Streben und Hingabe an Durgā einem reinen Vaiṣṇava, dem eigenen friedvollen, begüterten und wissenden Schüler soll man den vortrefflichen Schutzpanzer geben.

So ist die Weitergabe des in allen Tantras enthaltenen Schutzpanzers gelehrt. An einem Samstag oder Dienstag mit rotem Sandelholz und rotem Lack schreibe man den alle Tantras umfassenden Mantra. Den göttlichen Schutzpanzer schreibe man mit guten „selbstentstandenen Blüten“ [tantrisch oft Menstrualblut] mit eigenem oder fremdem Samen, vermischt mit verschiedenen Duftstoffen, oder mit Gorocanā, Kuṅkuma oder rotem Sandelholz.

An einem guten Mondtag oder bei günstiger Konstellation, im Mondhaus Śravaṇa an einem Sonntag, in Aśvinī, Kṛttikā, Phalgunī oder Maghā bei Pūrvabhādrapadā oder Svāti an einem Dienstag schreibe und rezitiere man den Hymnus bei günstiger Konstellation in einem Göttertempel bei den Yogas Āyuṣmat, Prīti, insbesondere Brahma, sowie Indra, Śubha und Śukra bei den Karaṇas Kaulava, Bālava und Vaṇija, in einem leeren Haus, auf einer Verbrennungsstätte oder besonders an einem einsamen Ort.

Zuerst verehre man eine Kumārī, dann die ewige Göttin. Mit Fisch, Fleisch, Gemüse und Suppen verehre man die höchste Gottheit mit geklärter Butter und weiteren Beigaben, besonders Kuchen und Suppen. Nachdem man Brahmanen gespeist hat, verehre man die höchste Herrin.

Drei Tage lang vollziehe man dort ein akheṭaka genanntes Erzählen [Begriff und Lesart unklar]. So trage man die von Śaṅkara verkündete große Vidyā.

Tötungszauber, Entzweiung und weitere Wirkungen erlange man zweifellos; man werde Pārvatīs Sohn, von allen Lehrwerken ausgezeichnet.

Der Guru ist unmittelbar der Gott Hara, seine Gattin Haras Geliebte. Wer sie ohne Trennung verehrt, dem ist Vollendung nicht fern.

Wer als Sterblicher täglich mit innerlich erweichtem Herzen rezitiert, erlangt die gebotene, aus dem Japa zu erschließende Frucht. Lange wird er zum erhabenen Sitz des Reichtums und glückverheißender Merkmale; die Kronen der zu seinen Füßen geneigten Könige bilden seinen Schmuck.

Damit endet im Viśvasāra-Tantra der Schutzpanzer Kamalātmikās.

Mahalakshmi-Hridaya: Herzgebet

Nun das Herzstück.

Seher dieses Girlandenmantras des Herzstücks der ursprünglichen erhabenen Mahālakṣmī ist Bhārgava; Gottheit ist die ursprüngliche Mahālakṣmī. Es hat verschiedene Versmaße, beginnend mit Anuṣṭubh. Śrī/ ist der Keim, hrīṃ die Kraft, aiṃ der Verschluss. Seine Rezitation dient der Erlangung der Gnade der ursprünglichen Mahālakṣmī.

Nun die Einsetzung.

Am Kopf: „Oṃ, Verehrung dem Seher Bhārgava.“

Am Mund: „Verehrung den verschiedenen Versmaßen beginnend mit Anuṣṭubh.“

Am Herzen: „Verehrung der Gottheit, der ursprünglichen erhabenen Mahālakṣmī.“

An den Geschlechtsteilen: „Verehrung dem Keim śrīṃ.“

An den Füßen: „Verehrung der Kraft hrīṃ.“

Am ganzen Körper: „Verehrung dem Verschluss aiṃ.“

Nun die Handeinsetzung.

„Oṃ śrīṃ, Verehrung den beiden Daumen.“

„Oṃ hrīṃ, Verehrung den beiden Zeigefingern.“

„Oṃ aiṃ, Verehrung den beiden Mittelfingern.“

„Oṃ śrīṃ, Verehrung den beiden Ringfingern.“

„Oṃ hrīṃ, Verehrung den beiden kleinen Fingern.“

„Oṃ aiṃ, Verehrung den Handflächen und Handrücken.“

„Oṃ śrīṃ, Verehrung dem Herzen.“

„Oṃ hrīṃ, dem Kopf svāhā.“

„Oṃ aiṃ, dem Haarknoten vaṣaṭ.“

„Oṃ śrīṃ, dem Schutzpanzer hūm.“

„Oṃ hrīṃ, den drei Augen vauṣaṭ.“

„Oṃ aiṃ, der Waffe phaṭ.“

„Oṃ śrīṃ hrīṃ aiṃ“: Damit werden die Richtungen verschlossen.

Nun die Meditation.

Ich meditiere die Göttin Lakṣmī, die spielerisch in beiden Händen Lotusse hält, geschmückt mit Halskette und Fußringen.

Nachdem man so meditiert und sie verehrt hat:

„Lakṣmī, mit Muschel, Rad und Keule in den Händen, weißfarbene, glücklich verheiratete Göttin, die alle Vollendungen gewährt: Gewähre mir eine Gabe!“

Nach diesem Gebet wiederhole man: „Oṃ śrīṃ hrīṃ aiṃ. Der Mahālakṣmī, der Lotusträgerin, der Löwenreiterin: svāhā!“ Danach vollziehe man erneut wie zuvor die sechs Einsetzungen beginnend am Herzen und rezitiere den Hymnus.

Und zwar folgendermaßen:

Ich verehre Lakṣmī, ganz aus höchstem Śiva bestehend, glänzend wie reines Gold, Lichtgestalt in goldenem Gewand, mit allem Schmuck strahlend; Zitronatzitrone, Goldkrug und goldenen Lotus tragend, die ursprüngliche Kraft, Mutter aller, auf Viṣṇus linkem Schoß sitzend.

Ich preise die ewige Lakṣmī, Mutter herrlichen Glücks, die als einziges Mittel zur Erfüllung aller Wünsche Freude bringt.

Herrin der Götter, mit dem von dir angeregten Geist erinnere ich mich stets an dich; deinen Befehl auf dem Haupt tragend verehre ich die höchste Herrin.

Ich verehre Mahāśrī, Geberin sämtlichen Reichtums und Glücks, Bewirkerin allen Wohlergehens und Heils, die Erkenntnis Schaffende.

Ich verneige mich vor Haris ewiger, bezaubernder Geliebten: Sie schenkt Erkenntnis, Reichtum und Glück, schafft vielfältige Redekunst und gewährt unendliche Freude und Fülle.

Du wohnst im Inneren aller Wesen, Herrin, genießt alles und bist allgestaltig. Nichts besteht getrennt von dir. Śrī, ich verneige mich vor deinem Lotusfuß.

Vernichterin der Finsternis von Armut und Leid, lass deinen Lotusfuß bei mir gegenwärtig sein. Śrī, übergieße mich mit deinen gnädigen Seitenblicken, die die Not der Armen zerschneiden.

Mutter, sei gnädig mit deinem vom Nektar des Mitgefühls feuchten Blick; mache mich zum Haus des Reichtums deiner Gnade. Blicke mich an, Vernichterin des Kummers im Herzen der sich Verneigenden! Śrī, ich verneige mich vor deinen beiden Lotusfüßen.

Verehrung dem Frieden, der die Zufluchtsuchenden schützt [śaraṇāgatakṣaṇā: gestört]; dem Glanz als Wohnstätte lieblicher Eigenschaften; der Geduld als Ursache der Tilgung des Unheils; der Ernährerin, die Geld und Getreide in Fülle schenkt.

Verehrung der vom Mondbekrönten gepriesenen Kraft; der Freude, Schwester des Mondes; der Hingabe, die über den Ozean des Werdens rettet; der Einsicht, Madhusūdanas Geliebten.

Verehrung Lakṣmī mit glückverheißenden Merkmalen; der Vollendung, von Śiva und den Siddhas verehrt; der Standhaftigkeit, die unermessliche Not zerbricht; der Zuflucht, die das höchste gute Ziel gewährt.

Verehrung der von himmlischen Götterscharen verehrten Göttin; der Fülle, die das Leid der Welt vernichtet; der Geberin, der Geliebten des Erdenträgers; dem Gedeihen, der Geliebten Puruṣottamas.

Dir sei Verehrung, Vernichterin des bitteren Leids großer Armut, Beseitigerin aller Furcht! Verehrung der auf Viṣṇus Brust Weilenden und alle Herrlichkeit Schenkenden. [vṛkṣasthala: offenbar gestört für vakṣassthala.]

Sieg, Sieg Lakṣmī mit glückverheißend geschmücktem Leib! Sieg Padmā, vom Lotusbewohner verehrt! Sieg der Vidyā auf Viṣṇus linkem Schoß! Sieg Śrī, die alle Fülle vollkommen bewirkt!

Sieg der von Götterscharen verehrten Göttin; Sieg der heilvollen Bhārgavī, Glücksgestalt; Sieg der Ewigen, durch reine Erkenntnis erkennbar; Sieg der Wahren im Inneren aller Wesen!

Sieg der Schönen im Inneren der edelsteinreichen Erde; Sieg der Reinen, die wie reines Gold strahlt; Sieg der Geliebten mit glanzvollem Leib; Sieg der Friedvollen! Sanfte, komm rasch!

Brahmā, die Rudras und die Götter mit Śakra an der Spitze sind ihre Teilkräfte. Alle leben durch diese Kräfte; sie erlangten Herrschaft und höchste Lebensdauer.

Der Schöpfer hat eine Schrift auf meine Stirn geschrieben. Tilge sie und schreibe du sie neu, damit die Frucht deines Geschriebenen eintritt! Lotusbewohnende Śrī, präge mir deutlich die glückverheißenden Körperzeichen ein, die alles Glück ankündigen. [Der Satzbau ist mehrfach gestört.]

Wie Bewegliches und Unbewegliches durch deine Teilkraft leben, so sei mir stets gnädig, Göttin Lakṣmī, die Fülle schafft.

Wie Viṣṇu seine Teilkraft auf ewig in Dhruva einsetzte, so setze auch du, Lakṣmī, deine Teilkraft vollkommen in mich ein.

Göttin, Geberin allen Glücks und der Furchtlosigkeit deiner Verehrer, mache die in mich eingesetzte Teilkraft unerschütterlich.

Die deutlich erscheinende Lakṣmī des höchsten Ortes ruhe freudig auf meiner Stirn; die Teilkraft der Vaikuṇṭha-Śrī wohne in meinen Augen, die vorzügliche Lakṣmī-Kraft des Satyaloka in meiner Rede, die Śrī-Kraft Śvetadvīpas in meinen Händen.

Solange Sonne und Mond bestehen und Lakṣmīs Gatte mit Śrī verbunden ist, möge die Śrī-Kraft des Milchozeans stets in meinen Gliedern wohnen.

Ursprüngliche Mahālakṣmī, ganz erfüllt von Heil und aller Herrschaft: Deine Teilkraft bleibe in mir.

Deine in mir wohnende Teilkraft, die reine Erkenntnis erleuchtet, vernichte die Finsternis der Unwissenheit und gewähre mir alle Herrlichkeit.

Wie Sonnenlicht die Finsternis, so vertreibe deine in mir wohnende Teilkraft rasch Alakṣmī, das Unglück, und vermehre mein Heil.

Weil deine Teilkraft, Ursprung von Herrschaft und Heil, in mich eingesetzt wird, bin ich erfüllt und ein Gefäß deiner Gegenwart.

Bhārgavī, ich bin glücklich und würdig des Glücks deiner Einkehr. Durch deine Gnade bin ich gereinigt; Weltenmutter, dir sei Verehrung!

Da du mich schon durch deine Teilkraft reinigst, komm vor mich! Śrī, höchster Zustand, sei ganz gnädig; ursprüngliche Lakṣmī, tritt mit Acyuta in mich ein!

Lakṣmī in Vaikuṇṭha, komm vor mich und blicke mich zusammen mit Nārāyaṇa voller Gnade an!

Lakṣmī im Satyaloka, komm in meine Nähe; mit Vāsudeva verbunden sei gnädig und schenke Gaben!

Lakṣmī auf Śvetadvīpa, komm rasch, Treugelobte! Mit Viṣṇu verbundene Göttin, Weltenmutter, sei mir gnädig!

Lakṣmī im Milchozean, komm mit Mādhava und blicke mich stets mit dem Nektar deines gnädigen Blicks an!

Lakṣmī in der edelsteinreichen Erde, ganz golden, komm, komm und stelle dich rasch vor mich!

Mahālakṣmī, sei beständig und unbewegt, Makellose! Gnädige Lotusgöttin, sei von heiterem Herzen!

Śrī-Trägerin, große Wesenheit der Herrlichkeit, hebe rasch den großen Schatz aus deinem Inneren, zeige ihn vor mir und übergib ihn!

Vasundharā, erhabene Erde, die Güter hervorströmen lässt, Mitgefühlsvolle: Zeige mir rasch alle Schätze in deinem Schoß!

Viṣṇus Geliebte, Edelsteinschoß, Geberin aller Früchte, Heilvolle: Zeige mir Gold und Weiteres in deinem Inneren, zeige es!

Lakṣmī in Rasātala, komm rasch vor mich! Deine höchste Gestalt kenne ich nicht; Mutter, zeige sie mir!

Erscheine mit Gedankenschnelle und komm rasch vor mich! Sprich „Fürchte dich nicht, Kind!“ und beschütze mich wie eine Wunschkuh.

Göttin im Schoß der Erde, komm rasch! Mutter, ich bin der Diener deines Dieners und suche dich voller Verlangen.

Erhebe dich, erwache für mich, stehe auf und sei ganz wach! Unvergängliche goldene Krüge, ganz mit Gold gefüllt verborgene Schätze ziehe zu mir, hebe sie vor mich aus der Erde und stelle sie mit erhobenem Antlitz hin!

Komm in meine Nähe aus dem auf mich gerichteten Mitgefühl! Lakṣmī, Spenderin des Heils, sei gnädig vor meinen Augen!

Lakṣmī, setze dich hierher und bleibe, Goldene! Sei aus Zuneigung ganz beständig, gnädig und gabenspendend!

Göttin, bringe die Schätze und zeige sie mir! Gib sie heute augenblicklich und beschütze mich stets!

Bleibe stets in mir, wie du in Indra und den übrigen bleibst. Göttin Mahālakṣmī, mache mich furchtlos; dir sei Verehrung!

Mahālakṣmī mit reinem Goldglanz, komm! Stehe gnädig vor mir und blicke mich an, der ich mich verneige!

Goldene Lakṣmī, wo immer du auf Erden erscheinst, zeige mir dort deine Gestalt!

Ganz golden spielst du vielfältig auf Erden. Lege unverzüglich deine Hand auf mein Haupt!

Lakṣmī, Aufgang fruchtbringenden Glücks, Bewohnerin aller Städte, sei mir gnädig, Mahālakṣmī mit erfüllten Wünschen!

Die du in allen Städten wie Ayodhyā wohnst: Komm mit vielfältiger Herrlichkeit, du Kraftvolle!

Komm, komm und bleibe fest vor mir, deren beide Augen vom Strom des Mitgefühls glänzen!

Mahālakṣmī, lege deine Hand auf meinen Kopf; übergieße mich mit dem Nektar des Mitgefühls und festige mich!

Lakṣmī in allen Königshäusern, komm freudig; stehe heute rasch vor mir und schenke durch deine Gnade Furchtlosigkeit!

Lege mir liebevoll und gnädig deine Hand auf den Kopf. Lakṣmī aller Königshäuser, deine Teilkraft bleibe in mir!

Ursprüngliche Mahālakṣmī auf Viṣṇus linkem Schoß, mache mir deine Gestalt sichtbar und beschütze mich, der ich Zuflucht nehme!

Sei mir gnädig, Mahālakṣmī, ganz gnädig, große Heilvolle! Bleibe liebevoll und unerschütterlich in meinem Haus!

Solange die Veden und dein Name bestehen, solange Viṣṇu und du bestehen, so lange erweise mir Gnade!

Wie die Mondsichel in der hellen Monatshälfte täglich wächst, so wachse und mehre sich dein Erbarmen mit mir!

Wie in Vaikuṇṭha und im Milchozean, so bleibe beständig mit Śrī Viṣṇu in meinem Haus!

Wie du mit Viṣṇu stets im Herzen der Yogins wohnst, so bleibe beständig mit Śrī Viṣṇu in meinem Haus!

Wie du in Nārāyaṇas Herzen wohnst und Nārāyaṇa in deinem Herzlotus, so mögt ihr beide auch stets in meinem Herzen wohnen, mitfühlende Śrī!

Mehre die Erkenntnis in meinem Herzen, Śrī, und das Glück in meinem Haus! Dein Erbarmen mehre sich in mir; mehre das Gold in meinem Haus!

Verlasse mich nicht, Wunschranke der Zufluchtsuchenden, Wunschjuwel und Wunschkuh der guten Verehrer! Mutter des Alls, sei gnädig im Haus, unter den Gattinnen und Kindern!

Ursprüngliche Māyā, du bist der Keim des Welteis, selbst gestaltet und gestaltlos. Du trägst die Scharen der Brahmā-Welteier; wunderbar ist dein und Viṣṇus Wirken, Göttin!

Brahmā, Rudra und die anderen Götter, selbst die Veden, vermögen deine Größe nicht zu preisen. Wie könnte ich Unverständiger es?

Mutter, Allwissende, nimm die Worte deines Kindes, ob gut oder schlecht gesprochen, liebevoll aus Mitgefühl an!

Die Alten wurden erfüllt, indem sie bei dir Zuflucht nahmen. Daran denke ich und nehme Zuflucht zu dir.

Unendlich und ewig glücklich sind deine Verehrer, die dir ganz hingegeben sind. Aufgrund dieses Veda-Zeugnisses nehme ich Zuflucht zu dir, Göttin.

Dein Versprechen lautet: „Meine Verehrer gehen niemals zugrunde.“ Indem ich dies immer wieder bedenke, halte ich mein Leben aufrecht.

Mutter, ich bin von dir abhängig, und deine Gnade ist in mir. Gib mir, Schatz des Mitgefühls, bis meine Wünsche ganz erfüllt sind!

Nicht einen Augenblick kann ich ohne deine Gnade leben; auch Wasserwesen leben nicht, wenn sie das Wasser verlassen.

Wie eine Mutter aus Liebe zu ihrem Kind mit milchströmender Brust eilig herbeikommt und es liebevoll sättigt so übergieße mich mit dem Nektar der Milch deiner Mitgefühlsbrüste, wenn ich dein Sohn und du meine Mutter bist!

Nicht die geringste Tugend ist in mir, diesem einzigen Haus der Fehler, zu finden. Wie Staubkörner und Regentropfen sind meine Fehler unzählbar.

Ich bin der Erste unter den Sündern, du die Erste unter den Mitfühlenden. Wen gäbe es in den drei Welten außer mir, dessen du dich mehr erbarmen solltest?

Hätte der Schöpfer mich nicht geschaffen, gäbe es keinen Anlass für dein Mitgefühl. Wäre keine Krankheit geschaffen, wäre das Erscheinen der Arznei vergeblich.

Ist deine Gnade älter als ich, oder bin ich älter als sie? Bedenke dies und gib mir Reichtum, Göttin, Schatz des Mitgefühls!

Du bist Mutter, Vater, Guru und gutes Ziel, Śrī, du allein die Ursache meines Lebens. Nichts anderes erkenne ich an, einzige Herrin der Welt: Wahrlich, du bist mein Alles.

Ursprüngliche Lakṣmī, sei ganz gnädig: einzige Spenderin des Glücks reiner Erkenntnis, Vernichterin des Nichtwissens, jenseits der drei Eigenschaften und Führerin zur Einsicht!

Du entfernst allen Makel gehemmter Rede und schenkst immer neue, klare, gute Worte. Tanze auf der Bühne meiner Zungenspitze und sei gnädig in meinem Mund, Śrī!

In allen Reichtümern glänzend, durch die Fülle allen Lichtes strahlend: Viṣṇus Geliebte, leuchte als Göttin der Rede, gnädig vor meinen Augen!

Du offenbarst alles und gewährst alle Ziele, spendest Licht, Schönheit und Mitgefühl. Goldgebende Śrī, sei freundlich, golden und gnädig vor meinen Augen!

Du gewährst alle Ziele, gebierst die ganze Welt, bist Herrin aller, nimmst alle Furcht und bist über alles erhaben: Śrī, sei freundlich, golden und gnädig vor meinen Augen!

Vernichterin aller Hindernisscharen, kundig in der Rettung aller Verehrer, Geberin unendlichen Glücks und Wohlergehens: Sei golden und gnädig vor meinen Augen!

Göttin, von Götterscharen verehrt, sei mir, dem Erbarmungswürdigsten, gnädig! Sei höchste Herrin [devādhinātha: Form unregelmäßig], Mutter, gegenwärtig vor meinen Augen und mit deinem Gatten heiter in meinem Antlitz!

„Fürchte dich nicht, Kind; meine furchtlosmachende Hand liegt auf deinem Scheitel!“ So sprich, Erbarmerin der Armen. Mutter, schenke freudig deinen mitfühlenden Blick und lass hier den Keim unseres Heils entstehen!

Dein Seitenblick ist die Wunschkuh, dein Geist das Wunschjuwel, deine Hand der Götterwunschbaum; du selbst bist die neun Schätze, Indirā. Dein Mitgefühl sei täglich mein Lebenselixier, die Fülle deiner Teilkräfte mein Glück und Geberin vielfältiger Wünsche.

Wie Eisen durch Berührung mit Quecksilber zu Gold werden soll, so bist du durch die Berührung deines Seitenblicks selbst für unglückliche Menschen das Heil, Kamalā.

Aus Furcht vor den Worten „Gib!“ und „Es ist nichts da!“ nehme ich Zuflucht zu dir, Ramā. Sei daher stets furchtlosmachend und wohne mit deinem Gatten in mir!

Deine schöne Śrī-Teilkraft, mit Wunschbaum und Juwel verbunden, wohne als Saft und Lebenselixier in mir, sodass Bewegliches und Unbewegliches, berührt von meinem Blick, Kopf, Händen oder Füßen, einen goldenen Leib erhält.

Du bist die beständige Gemahlin des ursprünglichen Viṣṇu. Wohne mit deinem Gatten in mir! Ursprüngliche Lakṣmī, durch deine Gunst möge ich bei jedem Schritt einen Schatz erblicken!

Wer dieses Herzstück der ursprünglichen Lakṣmī rezitiert, festigt königliches Glück. Selbst der Ärmste wird reich, und Śrī bleibt beständig in seinem Geschlecht.

Wer ihrer nur gedenkt, dem wird Viṣṇus Geliebte gnädig: Sie gewährt ihm rasch das Gewünschte und schützt ihn wie einen Sohn.

Dieses geheime Herzstück gewährt alle Wunschfrüchte. Fünftausend Rezitationen gelten als Puraścaraṇa.

Wer es hingebungsvoll dreimal täglich oder einmal täglich rezitiert oder hört, gelangt zu höchster Herrlichkeit.

Wer in einer Freitagnacht, auf Mahālakṣmī ausgerichtet, dieses Śrī-Herzstück fünfmal rezitiert, soll reich werden.

Gibt man einer Schwangeren Speise, die mit diesem Herzstück besprochen wurde, soll in dieser Familie Śrīpati selbst als Sohn geboren werden.

Trinkt ein Mann oder eine Frau mit dem Lakṣmī-Herzstück besprochenes Wasser, soll in ihrem Geschlecht kein Unglücklicher geboren werden.

Wer in der hellen Hälfte des Monats Āśvina bei Ramās Fest mit ungeteilter Hingabe rezitiert und die Zahl täglich um eins steigert, soll einen reichen Goldregen erhalten.

Wer ein Jahr lang täglich nur einmal isst, reinen Geistes siebzigmal rezitiert, soll durch Ramās Seitenblick, selbst wenn er zuvor unglücklich war, hundertmal reicher als der Tausendäugige [Indra] werden.

Mutter Śrī, gewähre Hingabe an Śrīśas Füße, Dienst an Haris Dienern, feste ausschließliche Ausrichtung auf den klaren Mantrasinn, Erinnerung an den Guru und reine erkennende Einsicht, die zum höchsten Zustand führt. [parampamadaṃ: gestörte Lesart.]

Gewähre mir immer wieder Herrschaft über die Erde, höchste menschliche Würde, Wohnstätte der Fülle, Erfüllung vielfältiger Ziele, vollkommenen Ruhm und viele Jahre des Genusses, Lakṣmī!

Gewähre mir in jedem Leben Erfolg im Disput, Macht über viele Menschen, beständiges Lebensalter, schönen Genuss mit Frauen, Enkel und weitere Nachkommen sowie Erfüllung aller Ziele, Bhārgavī!

Śrī, mehre das Gold und die Herrlichkeit in meinem Haus!

Nun der Kopf-Keim.

Oṃ yaṃ haṃ kaṃ laṃ paṃ. Man meditiere Śrī Lakṣmī mit lächelndem Gesicht, leuchtend wie Millionen junger Sonnen, mit einem vortrefflichen blitzfarbenen Gewand, reich geschmückt und wunderschön Zitronatzitrone, zwei Lotusse und ein goldenes Gefäß tragend, mit ihrem Gatten verbunden und immer wieder Furchtlosigkeit schenkend. Auch mir [sei] Acyutas Śrī [die Schlusswendung bleibt verkürzt].

Du bist die Hüterin des Geheimsten unter den Geheimnissen. Nimm unsere vollzogene Rezitation an! Durch deine Gnade, Göttin, möge die Vollendung in mir beständig werden.

Damit ist im erhabenen Atharvaṇa-Rahasya der Lakṣmī-Herz-Hymnus vollständig.

Kamalatmika-Upanishad

[S. 367.] Nun die Upaniṣad.

Als Sanatkumāra, der Körperlose [vaideha: gestörte Worttrennung], durch die Welten wanderte und die Welten der reinen Geister überschritten hatte, erreichte er Viṣṇus Wohnstätte, erfüllt von göttlichen Scharen, geschmückt mit Korallenplattformen, Juwelen und Perlen.

Dort sah er Mahāmāyā in kostbarsten Kleidern, Schmuck und Obergewand, beim Ruhebett des ursprünglichen Gottes, des erhabenen höchsten Herrn, umhergehend [Satzbau unsicher]. Als er sie erblickte, begann er mit stockender Stimme und gesträubten Härchen zu preisen:

Die Göttin Śrī gewähre mir Rede, Vaiṣṇavī gewähre mir Geist! Lebenskraft, Glanz, Stärke, Geschick und Reichtum der Einsicht mögen mir zuteilwerden!

Durch deine Gnade, Erhabene, werde meine Erkenntnis fest. Heil gewähre uns die göttliche Śrī, Mahāmāyā, Viṣṇus ursprüngliche Kraft. Auf sie gestützt teilt sich der ursprüngliche, das Höhere und Niedere kennende Gott dreifach und schafft, erhält und verzehrt die drei Welten. Durch die Kraft ihrer Brauenbewegung wurden der Lotusgeborene und die übrigen höchsten Unsterblichen zu Lenkern des Schöpfungskreises. Sie ist gabenspendend, durch eigenes Mittel zugänglich und gnädig; sie erfreut tausend Menschen. Die Wesen, die sich stets mit Kopf und Herzen vor dieser einen, von der Welt Verehrten verneigen, gelangen nicht ins Unglück. [hṛadaye na ca: gestörte Fügung.]

Mit großem Gedeihen, Herrschaft, Söhnen und Enkeln ausgestattet, leben sie hundert Jahre auf Erden, verehren Götter, Ahnen und Menschen durch Opfer mit reichen Gaben und gelangen durch deine Gnade in Viṣṇus Welt, ohne Wiedergeburt. Auch königliche und brahmanische Seher verkünden Glück, indem sie dich zuvor immer wieder ehren [asatkṛt/prāgasanta: beschädigte Lesart]. Kein anderer Weg führt zu diesem Ziel. Um wie viel mehr gilt dies für den ursprünglichen Gott Nārāyaṇa, der durch dich, ursprüngliche Göttin, alles vollbringt! Wie soll ich dich beschreiben? Tausendfach Verehrung! Wer morgens aufsteht und diese Verse rezitiert, du reichlich Gebende, dem bleibt keine für Lebewesen sonst schwer erreichbare Herrlichkeit vorenthalten. [Der Schluss ist grammatisch beschädigt.]

Damit endet die Kamalātmikā-Upaniṣad.

Shrisukta

[S. 368.] Nun das Śrīsūkta.

Oṃ. Jātavedas, führe mir die goldfarbene, hirschgleiche Lakṣmī herbei, mit Gold- und Silbergirlanden, mondhaft und golden!

Jātavedas, führe mir jene Lakṣmī herbei, die nicht fortgeht, durch die ich Gold, Kühe, Pferde und Menschen gewinne!

Ich rufe die Göttin Śrī, reich an Pferden, inmitten von Wagen, erfreut am Trompeten der Elefanten. Die Göttin Śrī möge mir wohlgesinnt sein!

Jene [deren Eingangsworte kāṃ sosmi beschädigt sind], mit goldener Umwallung, feucht, leuchtend, erfüllt und erfüllend, im Lotus stehend, lotusfarben: Diese Śrī rufe ich hierher.

Zur mondhaften, strahlenden, durch Ruhm leuchtenden, in der Welt von Göttern geliebten, großmütigen Śrī mit dem Lotuskranz nehme ich Zuflucht. Mein Unglück möge vergehen; dich erwähle ich!

Sonnenfarbene, durch deine Askese ist der Baum, dein Bilva-Baum, entstanden. Seine Früchte sollen durch die Kraft der Askese innere Māyā und äußeres Unglück vertreiben. [māyāntarā: abweichende Worttrennung.]

Der Freund der Götter [Kubera] komme zu mir und Ruhm zusammen mit dem Juwel. Du bist in diesem Reich erschienen [prādurbhūtosi: so die Vorlage]; er gewähre mir Ruhm und Wachstum!

Die von Hunger und Durst befleckte ältere Alakṣmī vernichte ich. Vertreibe aus meinem Haus alles Elend und Nichtgedeihen!

Die durch Duft Zugängliche, Unbezwingliche, stets Gedeihende, an Dung Reiche, Herrin aller Wesen: Diese Śrī rufe ich hierher!

Mögen wir Herzenswunsch, Absicht und Wahrhaftigkeit der Rede erlangen, die Fülle von Vieh und Nahrung. Śrī und Ruhm mögen in mir wohnen! [ṣaśūnām: gestörte Lesart für paśūnām.]

Durch Kardama entstand Nachkommenschaft. Kardama, entstehe in mir [sambhrama: Lesart unsicher]! Lass Śrī, die Mutter mit Lotusgirlande, in meinem Geschlecht wohnen!

Die Wasser mögen Saftiges hervorbringen. Ciklīta, wohne in meinem Haus und lass die Göttin, Mutter Śrī, in meinem Geschlecht wohnen! [nicadevīm: beschädigte Fügung.]

Jātavedas, führe mir die feuchte, blütentragende, nährende, schönfarbene, goldbekränzte, sonnenhafte, goldene Lakṣmī herbei!

Jātavedas, führe mir die feuchte, wirkende [yaḥ karaṇīm: beschädigt], stützende, rotbraune, lotusbekränzte, mondhafte, goldene Lakṣmī herbei!

Jātavedas, führe mir jene Lakṣmī herbei, die nicht fortgeht, durch die ich viel Gold, Kühe, Dienerinnen, Pferde und Menschen gewinne!

Wer Śrī begehrt, werde rein und gesammelt, opfere täglich geklärte Butter und rezitiere stets die fünfzehn Verse der Śrī.

Damit endet das Śrīsūkta.

Kamalatmika: kürzerer Namenshymnus

Nun der Hymnus der 108 Namen.

Der erhabene Śiva sprach:

Schönantlitzige, ich werde die 108 Namen Kamalās lehren. Sie sind überaus geheim; man soll sie niemals öffentlich machen.

Mahāmāyā; Mahālakṣmī; die große Rede; die große Herrin; die große Göttin; die große Nacht; die Mahiṣāsura Bezwingende.

die Todesnacht; der Neumond; die Volle; Nandā und die weiteren [Mondtagsgruppen]; die Heilvolle; die Nacht; Jayā; Riktā.

die große Kraft; die Göttermutter; die Schlankbäuchige.

Śacī; Indrāṇī; die von Śakra Gepriesene; Śaṅkaras liebe Geliebte; die Mutter des großen Ebers; die Kāma Aufwühlende; die Erde.

die Gemahlin des Herrn von Vaikuṇṭha; die auf Viṣṇus Brust Weilende; die Allherrin; die Weltenmutter; die Gabengeberin; die Furchtgeberin; die Heilvolle.

die Dreizackträgerin; die Radträgerin; die Mutter; die Schlingenträgerin; die Muschelträgerin; die Keulenträgerin; die Schädelgirlande; Kamalā.

die Wohnstätte des Mitgefühls.

die Lotusaugen beziehungsweise Lotussamen Tragende; die Mutter; die Mahāviṣṇu Freude Bereitende; die Gemahlin des Herrn von Goloka; die vom Herrn Golokas Verehrte.

Gayā; Gaṅgā; Yamunā; Gomatī; die auf Garuḍa Sitzende; Gaṇḍakī; Sarayū; Tāpī.

Revā; Payasvinī.

Narmadā; Kāverī; die in Kedāra Wohnende; die Jugendliche; die von Keśava Gepriesene; die von Mahendra Verehrte.

die Brahmā und die übrigen Götter Erschaffende; die vom Veda Verehrte; die in Millionen Welteiern Gegenwärtige; die Millionen Welteier Schaffende.

die Gestalt der heiligen Offenbarung; die Offenbarung Bewirkende; die Śruti und Smṛti Hingegebene; Indirā; die Tochter des Ozeans; Mātaṅgī; die Weltenmutter.

die Mutter der drei Welten; das Tantra; die Gestalt von Tantra und Mantra; die Junge; die Finsternis Vernichtende; die Heilvolle; der Weg des Heils.

die Madhu und Kaiṭabha Zermalmende; die Śumbha Vernichtende; die Niśumbha und andere Beseitigende; die Mutter; die von Hari und Śaṅkara Verehrte.

die aus allen Göttern Bestehende; das All; die Zufluchtsuchende Schützende; die Zuflucht; Śambhus Gemahlin; die am Ozeanufer Wohnende.

die den Gandharvengesang Genießende; die Besungene; Govindas Geliebte; die Beschützerin der drei Welten; die mit Jugend in wahrer Gestalt Erfüllte.

die Mondreihe; die Mondgesichtige; das Mondlicht; die vom Mond Verehrte; die Mondhafte; die Schwester des Mondes; die Gesang und Instrumentalspiel Hingegebene.

die Schöpfungsgestaltige; die Schöpferin; die Schöpfung und Auflösung Bewirkende.

So wurden dir, Göttin, die hundertacht Namen Ramās mitgeteilt.

Wer dies zu den drei Tagesübergängen gesammelt und rein rezitiert, erlangt zweifellos jeden gehegten Wunsch.

Ein Sterblicher, der diesen Hymnus der Gemahlin des Herrn von Vaikuṇṭha mit höchster Ehrfurcht rezitiert, wird von Kubera und den übrigen verehrt und gelangt am Lebensende zum Zustand der Śrī.

Damit ist der Hymnus der 108 Namen Kamalās vollständig.

Lakshmi: Einleitung zum Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Oṃ. Ich rufe jene glückliche, in den drei Welten verehrte Lakṣmī: Komm, komm, lotusäugige Göttin, die du im Lotusteich wohnst!

Komm, komm, Gabengeberin, blicke mich mit deinen Augen an! Komm her, Heilvolle, deren Wesen Dharma, Wohlstand, Verlangen und Befreiung ist!

Mit solchen wahren, sinnvoll preisenden Lobworten wurde die jüngere, hochbegnadete [Schwester] vom Mond, dem höchsten Selbst, gepriesen.

Der Mond und diese Göttin sind zwei Geschwister des Milchozeans. Kaum entstanden, nahmen sie bei Śiva beziehungsweise Keśava Zuflucht.

Sanatkumāra sprach zu jenem uralten Seher und erzählte die Überlieferung, den unübertrefflichen Hymnus Lakṣmīs.

Wie erlangt man in dieser Welt Befreiung aus solcher furchtbaren Armutshölle? Wie wird Armut zu Asche?

Sanatkumāra sprach:

Einst im Kṛta-Zeitalter schuf der erhabene Brahmā, Schöpfer aller Welten, eine vielfältige Schöpfung; danach geriet er in Sorge.

Wovon werden diese Geschöpfe auf Erden leben? Wie können sie aus der Armut gerettet werden?

„Besser der Tod als Armut“, dachte der Lotusgeborene und ging ans Nordufer des Milchozeans.

Dort übte er heftige Askese und erblickte schließlich den lotusäugigen höchsten Herrn Vāsudeva, Lehrer der Welt allwissend hinsichtlich aller Kräfte, Wohnstätte aller, ewig, Herrn aller, Vāsudeva-Viṣṇu, Gebieter und Gatten Lakṣmīs wie Millionen Monde leuchtend, im reinen Wasser des Milchozeans auf Anantas Windungen ruhend, Wohnstätte der Śrī wie Millionen Sonnen strahlend, Herrn der großen Yogaherren, dem Yoga-Schlaf hingegeben, Herrn der Śrī, Wohnstätte aller, Herrn der Götter Ursache der Ursachen von Weltschöpfung, Auflösung und Erhaltung, Ursprung der Kräfte wie Lakṣmī, mit entstandenen Kreisen geschmückt [jātamaṇḍala: unklar] umgeben von verkörperten Waffen wie dem Diskus, selbst für Götter, Siddhas und Hunderte großer Yogins schwer anzuschauen Grundlage aller Kräfte, schwer erträgliches höchstes Licht. Als der Lotusgeborene den erwachten göttlichen Herrn sah legte er die Hände über dem Kopf zusammen und sprach zuerst einen Lobgesang: „Großer Herr, erfülle das in meinem Geist gewünschte Ziel!“

Sieg sei dir, Lotusäugiger! Verehrung dir, Schöpfer des Alls! Verehrung dir, Hṛṣīkeśa, ursprünglicher großer Geist!

Herr aller, siegreiche Wonne, Wohnstätte aller, Höchster jenseits des Höchsten: Sei mir, deinem Verehrer, gnädig und zerschneide die aus Zweifel entstandene Finsternis!

So von Brahmā, dem aus dem Unmanifesten Geborenen, gepriesen, sprach Hari mit ruhigem Blick, zur Gnade gewandt:

Der Erhabene sprach:

Hiraṇyagarbha, ich bin zufrieden. Sage, was du begehrst; ich werde es dir zweifellos erklären, denn du bist mein Verehrer, Treugelobter.

Als er Keśavas Worte hörte, antwortete der Hochverständige mit von Mitgefühl erfülltem Herzen dem erhabenen Janārdana:

„Keśava, lehre mich zum Schutz dieser vierfach geborenen Wesenwelt das höchste, wunderbare Geheimnis, das Armut beschwichtigt, gesegnet, herzerfreuend und höchst reinigend ist: Allherr, Hochverständiger, lehre das Wesen und die große Herrlichkeit der alles überragenden Śrī sowie ihre ewige Erkenntnis, ihre hauptsächlichen und ihre aus Eigenschaften abgeleiteten Namen, Acyuta!

Ich möchte sie wahrheitsgemäß aus deinem Lotusmund hören.“ Auf diese Worte antwortete er:

Sie ist dem mit großer Herrlichkeit verbundenen erhabenen Vāsudeva, dem Herrn mit den sechs Eigenschaften als Leib, ewig untrennbar verbunden und besteht als eine, doch unterschieden, wie das Mondlicht vom Mond. Sie ist das Wesen aller Kräfte und durchdringt das All.

Mit allen Herrschaftseigenschaften ausgestattet und ewig rein, ist sie die höchste Lebenskraft aller Lebewesen auf Erden.

Sie ist die höchste Teilkraft, Ursprung sämtlicher Kräfte. Ich [lehre] diese vortrefflichen tausend höchsten Namen von ihr höre aufmerksam, was höchste Herrschaft und Fülle gewährt! Schon beim Erinnern an den Namen der Göttin wird Armut zu Asche.

Der Erhabene sprach:

Lakshmi: tausend Namen

Śrī; Padmā; die Urnatur; das Sein beziehungsweise Sattva; die Friedvolle; die Bewusstseinskraft; die Unvergängliche; die Einzige.

die Teilungslose; die Reine; die Durchdringende; die Raumgestaltige.

die den Raumlotus zur Grundlage Hat; die Höchste; die aus dem Raumnektar Entstandene [vyomāmata: gestörte Lesart]; die Raumlose; die inmitten des Raumes; die in den fünf Raumstufen Ruhende.

die Unerschütterliche; die im Raum Wohnende; die Gestalt höchster Wonne; die ewig Reine; die ewig Erfüllte; die Wandellose; die Schauende.

die Erkenntniskraft; die Handlungskraft; die Genusskraft; die Flammenträgerin; der Glanz der Zuneigung; die Freudlose; die Herrlichkeit; die Makellose.

die Bewegliche.

die Unendliche; Vaiṣṇavī; die Offenbare; die Wonne des Alls; die Entfaltende; die Kraft; die alle Bedrängnis Zerschlagende; die den Ozean Erfreuende.

die Gestalt; die Ewige; die im Herzen; die Wellenlose; die Leidfreie; die durch Erkenntnis zu Erkennende; die durch Erkenntnis Zugängliche; die Erkenntnis und Erkennbares Entfaltende.

die Tiefe der freien Kraft; die unerschütterliche Flamme; die ganz Reine; die Schöngestaltige; die Allgegenwärtige; die Grenzenlose; die Mehrende; die durch gute Eigenschaften Mächtige.

die Makellose; die ohne Grundlage; die Absichtslose; die ohne Stütze; die Unvermischte; die ganz Friedvolle; die Ewige; die als Leuchtende Beständige.

die Unvergleichliche; die Ununterschiedene; die ohne Zwang beziehungsweise Yantra; die Yantras Tragende; die Unteilbare; die Spaltende; die Geteilte; Bhāratī.

die artikulierte Rede Vaikharī; die im Himmel Wandelnde.

die Unfassbare; die Erfassende; die Verborgene; die Tiefe; die das All Hütende; die Unbeschreibliche; die Gehemmte; die Keimlose.

die Reinigende; die Höchste.

die nicht Erschließbare; die Begrenzte; die Täuschung des Werdens Vernichtende; die Eine; die Zweigestaltige; die Dreifache; die Unzählige; die Herrin der Götter.

die Festgegründete; die große Trägerin; der Bestand; das Wachstum; die Feste; der Weg; die Herrin; die Größe.

das Gedeihen; die Freude; die mit strahlendem Wirken.

die Unvergängliche; die Wachsende; die Hellleuchtende; die Himmelswanderin; die Wassergeborene [nirajā: Lesart unsicher]; die Mutter; die Ewige; der Sieg.

die Glanzvolle; die Heilvolle.

die Hitze Vertreibende; die Flamme; der gute Glanz; die Strahlenbekränzte; die Unermessliche; die Dreifache; die Feine; die Höchste.

die Nirvāṇa Gewährende.

die Helle; die ganz Reine; die Unfehlbar Genannte; die Überlieferungsfolge; die Verbindende; die reine Vidyā; die große Herrin aller Wesen.

Lakṣmī; die Zufriedenheit; die sehr Standhafte; der Frieden; die im Erfüllen Neue [āpūraṇe navā: Verbindung unsicher]; die Gnade; die ursprüngliche Kraft; die Älteste der Welt.

die Ordnung der Welt.

die Wahrheit Verbergende [satyāpahvā: unsichere Lesart]; die zur Handlung Geeignete; die Erfreuende; die Darbringung; die Heilvolle; die vollkommen Erfreuende; die Reine; die Lichtvolle.

die Unsterblichkeit Bringende [amatāvahā: Schreibvariante].

die Rajasreiche; die den Sonnenglanz Anziehende; die Heranziehende; der Saft; die Höchste; die Güterreiche; die Göttin; der Glanz.

der Frieden; die Einsicht; die Teilkraft.

die Kunst und Teilkraft; die Makellose; die weithin Erhellende; die Liebeslust; die Erweckende; die Hinwegnehmende; die Macht; die dem Werden Fülle Gewährende.

die Nektar Strömende; das Leben; die Mutter; die Zerteilerin; die Beständige; der Rauch; die Kunstreiche; die Volle.

die Strahlende; die gute Einsicht; der Saft.

der reine Weg; die Bewegung; die Schöpfung; die Veränderung; die Bebauung beziehungsweise Menschheit; die zum Ziel Führende; die Lebensgeberin; die Geneigte.

die in der Weiße des Alls Wohnende [Kompositum unsicher].

die Erde; die Diamantröhre; die Bunte; die im Weltei Wohnende; die unendlich Vielgestaltige; das unendliche Selbst; die im Inneren beziehungsweise Unendlichen; die aus dem Unendlichen Entstandene.

die große Kraft; die Lebenskraft; die Lebensspenderin; die Liebeslust Tragende; die große Gesamtheit; das Ganze; der Strom des Willens; die Glück Bringende.

die unmittelbar sichtbare Lakṣmī; die Unerschütterliche; der Spross; die dem Verstand Zugängliche; die mit verschiedenen Körpern; der große Wirbel; die viele Körper Entfaltende.

die Tausendfache; die Urmaterie; die rechte Beschaffenheit der Dinge Offenbarende; deren Wille alle Wünsche erfüllt; das All; die alle Bedeutungen Aussprechende.

die Bewusstseinsträgerin verschiedener Gestalten; die dem Laut Vorausgehende; die Uralte; die Offenbare; die Unoffenbare; die das Leben als Haar Hat [jīvakeśā: unsicher]; die mit allem Wollen Erfüllte.

die durch Entschluss Vollendete; die Zählbare; die die Prinzipien im Schoß Hat; die den Gatten Bringende; die Gestalt der Wesen; die Bewusstseinsgestaltige; die Dreieigenschaftige; die auf ihre Eigenschaften Stolze.

die Herrin Prajāpatis; Raudrī; die Grundlage aller; die Glück Bringende; die Heil Bringende; die Geeignete beziehungsweise Weltordnung; die den Makel des Kali-Zeitalters Vernichtende.

deren Nachkommenschaft gestaltlos hervorbricht [nirūpodbhinnasantānā: unsicher]; die wohl Geordnete beziehungsweise ein gutes Yantra Hat; die Wohnstätte der drei Eigenschaften; Mahāmāyā; Yogamāyā; die der großen Yogaherrin Liebe.

die große Frau; die Reine; der Ruhm; der Sieg; Lakṣmī; die Makellose; die Urnatur; die Māyā-Kraft des Erhabenen.

der Schlaf; die Ruhm Bewirkende.

denkender Verstand; Ruhm; Weisheit; Frieden; Mehrerin der Freude; Pradyumnas Mutter; die Gute; Geberin von Glück, Wohlergehen und Vollendung.

höchstes Ziel; feste Ausrichtung; Gründung; die Älteste; die Beste; Siegbringerin; die alles Überragende; Freude.

Allkraft; die sehr Starke.

die Vorzüglichste; die Siegreiche; die Heldin; die Siegende; Sieggeberin; Herzbewohnerin; Hüterin; die Geheime.

von Scharen und Gandharvas Bediente.

Yogaherrin; Yogamāyā; Yoginī; Geberin der Yogavollendung; von großen Yogaherren Erwählte; Geliebte des Yoga und seines Herrn.

von Brahmā, Indra und Rudra Verehrte; Göttern und Dämonen Gaben Gewährende; auf drei Wegen Wandelnde; in drei Welten Gegenwärtige; aus Trivikramas Fuß Entstandene.

die gut Rettende; Retterin; Tārā; Durgā; Hinüberführende; Höchste; gute Retterin; Rettende.

Glanz des Herrn vieler Sterne.

Geheimwissen; Opferwissen; große Vidyā; Schönstrahlende; Wissen vom Selbst; Herrin der Hindernisse; im Lotus Gegenwärtige; im höchsten Ort Wohnende.

philosophische Untersuchung; dreifacher Veda; Wirtschaftskenntnis; Staatskunst; Wesen rechter Führung; Gaurī; Herrin der Rede; Beschützerin.

Gāyatrī; Lotusgeborene.

Welterhalterin; Allgestaltige; Weltenmutter; Gütergeberin; Vollendung; svāhā; svadhā; Heil.

Nektar; alle Ziele Vollbringende.

Wille; Schöpfung; Glanz; Fülle; Ruhm; Vertrauen; Mitgefühl; Einsicht.

Offenbarung; Verstandeskraft; Standhaftigkeit; Scham; Śrī; Wissen; von Weisen Verehrte.

Neidlosigkeit; Erbarmen; rechte Führung; Erlösung; Wunschkuh-Hand; Versprechen; Nachkommenschaft; Fülle.

Himmel; Weisheit; das All Ehrende.

Erinnerung; Rede; Weltenmutter; schauende Rede Paśyantī; mittlere Rede Madhyamā; die Gleiche; Dämmerung; Einsicht.

Licht; Furchtbare; Allgestaltige; Sarasvatī.

Verlangen; Māyā; Mahāmāyā; Bezaubernde; Mādhavas Geliebte; Sanfte; Genuss; großer Genuss.

Schwester [bhginī: Schreibfehler]; Genussgeberin.

wie geläutertes Gold Leuchtende; auf goldenem Lotus Sitzende; Goldschoß; Schönhüftige; Bezaubernde; Schöne; Ramā.

Mondhafte; Goldene; Mondlicht; Liebliche; Schönheit; Heilbringerin; Schmuck der drei Welten; Frau.

von höchsten Königen Verehrte.

Schönste der drei Welten; Rāmā; große Herrlichkeit Tragende; im Lotus Gegenwärtige; Lotusbewohnerin; mit Lotusgirlande Geschmückte.

zwei Lotusse Tragende; Geliebte; mit göttlichem Schmuck Geschmückte; mit bunter Juwelenkrone; mit vielfältigen Gewändern und Zierden.

reich an vielfältigen Girlanden und Düften; vielfältige Waffen und Fahrzeuge Besitzende; große Nārāyaṇī; Göttin; Vaiṣṇavī; von Helden Verehrte.

Zeit Zusammenziehende; Furchtbare; Prinzipien Zusammenziehende; Teilkraft; Welterfüllerin; das All; mit großer Herrlichkeit Geschmückte.

Vāruṇī; Gabengeberin; Erklärung; durch Ghaṇṭākarṇa Ausgezeichnete; Nṛsiṃhī; Bhairavī; Brāhmī; Sonnenhafte.

Himmelswanderin.

Aindrī; Wunschkuh; Schöpfung; Ursprung des Verlangens; Großglänzende; Sichtbare und nicht Begehrende [dṛṣṭākāmyā: mehrdeutig]; Allkraft; durch die Bewegung des Keims das Selbst Schauende.

deren Herz der Garuḍa-Reiter ist; Mondhafte; Śrī; Süßgesichtige; überaus Schrecklichgestaltige; Vārāhī; Nārasiṃhī; Dämonentöterin.

Flamme des Feuers am Weltalterende; Schreckliche; Rotbraune; Teilkraft; Schmuck der drei Welten; Furchtbare; Dunkle; Bezauberin der drei Welten.

überaus Gewaltige; sehr Rote; sehr Wilde; mit großem Sitz; Muschelträgerin; Schreibende; in sich Ruhende; Schreibende [Wiederholung].

Herrin der Himmelswanderer.

Bhadrakālī; einzige Heldin; Kaumārī; mit Werden bekränzt; Heilvolle; Wunschkuh; Flammengesichtige; mit Lotusgirlande.

Mädchen; Reichtumsgeberin; Sonne; mit Herzlotusgirlande; Unbesiegte; Regnende; Weise des Handelns; Bharuṇḍā.

Garuḍa-Sitzende.

Feuerhafte; Mahāmāyā; Mahākālī; Furchterregende; reich an großen Mandāra-Bäumen; Śivas Wonne; Liebeslust Liebende.

Aufstieg [udrīti: unsicher]; Lotusgirlande; Rauchgeschwinde; Offenbarende; gute Handlung; Götterheer; in Gold und Silber Ruhende.

sich rasch Drehende; durch Elefantentrompeten Erwachende; goldlotusfarbene; für Hari Heilvolle; sehr schwer zu Haltende.

Sonne; sichtbarem Gold Gleichende; Goldbekränzte; Lotusgesichtige; stets Gedeihende; Göttermutter; Nektargeborene.

sehr Reiche; sie, die Gehörnte; zu Kardama Gehörige; Muschelhalsige; Sonnenfarbene; Mondglänzende; durch Duft Zugängliche; Unnahbare.

von Vortrefflichen Verehrte; Schönhüftige; Erwählenswerte; Viṣṇus Geliebte; Heilvolle; Gabengeberin; Schöne beziehungsweise Linke; Herrin der Linken.

Vindhya-Bewohnerin.

Yoga-Schlaf; am Yoga Erfreute; Devakī; Wunschgestaltige; Kaṃsa Vertreibende; Durgā; Kaumārī; Kauśikī.

Geduld.

Kātyāyanī; Todesnacht; nachts Zufriedene; Unbezwingliche; mit ungewöhnlichen Augen; Großäugige; Beschützerin der Verehrer.

Vielgestaltige; eigene Gestalt; Missgestaltete; Gestaltlose; reich an Glockenklang; wie eine Wolke Donnernde.

große Dämonenkönige Zermalmende; deren Antlitz durch Brauen gekrümmt ist; mit wahren Mitteln Angeflehte; Einzige; zu Kubera Gehörige; Enthaltsame.

Edle; Yaśodā; Kindergeberin; Geberin von Dharma, Verlangen, Wohlstand und Befreiung [okṣa: beschädigt]; Armut und Leid Besänftigende; furchtbare schwere Not Vernichtende.

Not der Verehrer Besänftigende; Heilvolle; Werden und Glanz Hinwegnehmende [bhavabharga: unsicher]; Tochter des Milchozeans; Padmā; Kamalā; Erde; Trägerin.

Rukmiṇī; Rohiṇī; Sītā; Satyabhāmā; Ruhmreiche; Erkenntnisgrundlage; mit begrenztem Verstand [mitābuddhi: Lesart der Quelle]; Vedamutter.

Ruhmreiche.

Versenkung; innere Vergegenwärtigung; Freundschaft; Mitgefühl; den Verehrern Zugewandte; innerer Opferplatz; Opferlohn; höchstes Ziel der Enthaltsamkeit.

Einweihung; Schau; Prüfung; eingehende Betrachtung; Helden Zugewandte; Ambikā; Surabhī; Vollendete.

von Siddhas und Vidyādharas Verehrte.

Hellleuchtende; Züngelnde; Schreckliche; das All Erfüllende; das All Erhaltende; Glanz; Erhitzende; den Tāṇḍava-Tanz Liebende.

Entstehung; Staublose; Königin; Erhitzende; mit Bindu-Girlande; Milchstrom; von großer Macht; Weltenmutter.

Hellstrahlende.

Opfergaben im Schoß Tragende; Butter im Schoß Tragende; aus dem Opfer des Opfernden Entstandene; Sättigende; Reinigende; Brennende; im Feuer Ruhende.

Mutter beziehungsweise Buchstabenmutter; Mādhavī; zu Befreiende; Lakṣmī der Befreiung; großes Gedeihen Gewährende; alle Wünsche Erfüllende; Heilvolle; sehr Heilvolle.

allseits Heilvolle.

Weiße; in sehr weißem Gewand; mit weißen Girlanden und Salben; Schwan; Verringernde; Schwanenfrau; Herzerfreuende; im Herzlotus Wohnende.

mit weißem Sonnenschirm; Schönhüftige; mit langen Lotusblattaugen; Sāvitrī; deren Entschluss wahr wird; Wünsche Erfüllende; Verlangen Begehrende.

Sehenswerte; dem Blick Sichtbare; Berührbare; zu Verehrende; schöne Frau; Genuss Liebende; Genussreiche; auf dem Schlangenfürsten Ruhende und Sitzende.

Feuchte; Lotusteich; Heilige; Reinigende; Sündenvernichterin; Herrliche; Heilsgestaltige; höchste Herrschaft und Fülle Gewährende.

von unvorstellbar unendlicher Herrlichkeit; das Wesen des Werdens Offenbarende; Leiter; in allen Körpern Gegenwärtige; von allen Wesen Verehrte.

über Stärke und Schwäche Erhabene; Göttliche; Gautamī; Gokula-Bewohnerin; Erfreuende; Vollmondglänzende; eine einzige Wonne; Hundertgesichtige.

in Gärten, Städten, Toren, Palästen und Hainen Wohnende; Kūṣmāṇḍī; Schreckliche; Wilde; Kirāta-Frau; Nandana-Bewohnerin.

zur Zeit Gehörige; durch die Zeit Zugängliche; Furchtgeberin; Furchtvernichterin; Blitz; Wolkendonner; Daityas und Dānavas Zermalmende.

Weltenmutter; Furchterregende; Wesensträgerin; sehr schwer Erreichbare; zu Kaśyapa Gehörige; Heil Schenkende; Waldgirlande; Heilvolle und Vortreffliche.

Gesegnete; Herrin der Gesegneten; Gesegnete [Wiederholung]; Juwelengeberin; Gütermehrerin; Gandharva-Frau; Revatī; Gaṅgā.

Vogelgestaltige; Reingesichtige.

Iḍā; Frieden Wirkende; Tamasreiche; Lotusbewohnerin; Opferbutter Trinkende; Diamantjungfrau; Soma Trinkende; in Blüten Ruhende.

der Welt Liebe; mit einem Wagen; Unbezwingliche; auf einem Vogel Reitende; aus dem Geist Geborene; nach Belieben Wandelnde; von Siddhas und Cāraṇas Bediente.

Lakṣmī des Raumes; Mahālakṣmī; Lakṣmī des Lichtes; Hellflammende; Lakṣmī des Saftes; Weltenursprung; Lakṣmī des Duftes; Waldbewohnerin.

Hörende; Gehörgebende; Führerin; Zunge beziehungsweise Geschmack; im Lebensatem Wandelnde; Brahmās Mutter; Herrlichkeit; auf einem vortrefflichen Lotus Getragene.

Heldenkraft; Herrin der Helden; Verehrungswürdige; Kummerlose; Gütermehrerin; ungeschlagener Klang; Kuṇḍalinī; Lotusreiche.

Waldbewohnerin.

Gāndhāriṇī; von Indra Verehrte; vom Götterkönig Verehrte; Gute; Heil allen Heils; alle Wünsche in Fülle Erfüllende.

allumfassende Wonne; große Wonne; guter Ruhm; von Siddhas Bediente; Sinīvālī; Kuhū; Rākā; Amā.

Anumati [Mondphasengöttinnen]; Glanz.

Arundhatī; Güterreiche; Bhārgavī; Gottheit der Wohnstätte; Pfauenhafte; diamantene Vetālī; Diamant in der Hand Haltende; Schönantlitzige.

Makellose; Erde; Standhafte; Ader; Juwelengeschmückte; Gestalt königlicher Herrlichkeit; Herrlichkeit Brahmans; von Brahmā Verehrte.

Siegesherrlichkeit; Sieggeberin; zu Erkennende; Schöpfungsherrlichkeit; Himmelsweg der Guten; reich Blühende; Blütenbewohnerin; Fruchtherrlichkeit.

Teilungslosigkeit Liebende.

Bogen-Lakṣmī; die Unverbundene [tvamilitā: Trennung unsicher]; fremden Zorn Abwehrende; Kadrū; Dhanāyu; Kapilā; Surasā; Götter Bezaubernde.

sehr Weiße; sehr Blaue; große Gestalt; Gift Beseitigende; Hellglänzende; Flammende; Glanz; Befriedigung [tṛti: verkürzte Form].

Durchdringung; Lichtschaffende.

Lichtvolle; die Lotusse erblühen lässt; Rauschlinie; Morgenrote; Juwel; zur Juwelenkette Gewordene; mit hundert Wohnstätten; hundertfach Beseitigende [śatopahā: unsicher].

Dreieigenschaftige; Verkündende; zu Schützende [rakṣayā: gestört]; Brüllende; Lautlose; zu Verwirklichende; Aditi; Diti.

Göttin; Hirschreiterin; auf dem Mond Wandelnde.

auf buntem blauem Lotus Gegenwärtige; im umschlossenen Juwelenmeer Ruhende; das Paar Gold und Silber; auf einem muschelförmigen glückverheißenden Sitz.

in Kuhurin, Kuhdung, Milch, Dickmilch, Butter und Wasser Gegenwärtige; Lichtstrahl; Lumpengekleidete; deren Sitz Vollmond und Sonne sind.

sehr Feine; in Erlösung Weite; deren Feinde zur Ruhe gelangt sind; Lichtstrahlgestaltige; Flammende; Rauchige; Opferträgerin; Goldgeberin.

Geberin; Zeitgestaltige; Vollendung; Austrocknende; Erweckende; Leuchtende; Zusammenfügung; Scharfe.

durch heftiges Feuer Strahlende.

mit Gliedern; Wilde; Leuchtende; Blitzhafte; sehr Hellstrahlende; Braune; wasserrot [nīraraktā: unsicher]; Suṣumnā.

Funken Sprühende.

Flammenreiche; Feinde Beseitigende; Lange; Rauchreihe; Alter; vollständiger Kreis; Nährerin; Fallenlassende.

sehr Bezaubernde.

Sieg; Gedeihen Bewirkende; Schatten; Geistige; im Herzen Strahlende; Vergoldende; Beste; Tote im Kampf Wiederbelebende.

Geschosse Entfernende; Helle; Zusammenfügende; höchste Heilpflanze; ganz in Brahman; mit Brahman Verbundene; Mondhafte; Juwelengeborene.

Blitzglanz; Bindu-Reiche; Mutter der Eigenschaften der drei Naturen; stets Aufgegangene; stets Freudige; ewiges Begehren Hervorbringende [karīṣiṇī: unsicher].

mit Lotuszeichen; mit Diamantzeichen; mit krummem Stab; Leuchtende; von Videha Verehrte; Mädchen; Māyā; Sieg Tragende.

Stolze; Heilvolle; Ehrenwerte; Stolze [Wiederholung]; Ehre Gewährende; Allherrin; Scharenreiche; Kreis.

Herrin des Kreises.

Haris Geliebte; Tochter der Erde; Liebliche; Einsichtsgeberin; Pratyaṅgirā; von Soma Behütete; Gedankenkennerin; sprechende Einsicht [vadanmati: unsicher].

Ruhmesträgerin; Juwelengirlande; Schwarze; die drei Welten Bindende; Nektar Bewahrende; Freude; Geneigte; Laute.

Śacī.

Entschluss; Strahlende; Gemischte; mit dem Nektarglanz des Kādambarī-Tranks; Gekommene; Fortgegangene; Diamantene; Wohltuende.

Verbundene; Unversehrte.

alle Ziele Vollbringende; den Schöpfer Tragende; Makellose; aus der Grundlage des Mitgefühls Entstandene; Lotusäugige; Mondgeliebte.

Sanftgestaltige; sehr Leuchtende; große Flammen Entfaltende; Girlande; Goldgirlande; Glanz von edlem Diamant und Gold.

Verfahren; höchste Verbindende; Erschütternde; Aufgang des Antlitzes; Entfaltung; Diamant Genannte; Kette; Lotusäugige.

Sieg Bewirkende; Honigreiche; Grüne; Mondhafte; Heilvolle; Urnatur; Herrin; Yogamutter.

Gedankenschnelle.

Aufgang des Dharma; Sonnenreiche; in allem Erscheinende; Glück Bringende; Lastträgerin; Mädchen; durch dham zu Verehrende [Lesart unklar]; so Gekommene.

Zarte; Sanftgesichtige; durch sanfte Anrede Vortreffliche; Sumuhī [unklare Namensform]; allseits Heilvolle; geheime Kraft; Höhlenbewohnerin.

Pflugbewaffnete; Kāvīrā [unklare Namensform]; alle Lehrwerke gut Bewahrende; Raumkraft; Großleibige; Himmelswanderin; Magumanmayī [verderbte Lesart].

Gaṅgā; Vitastā; Yamunā; Candrabhāgā; Sarasvatī; Tilottamā; Urvaśī; Rambhā.

Herrin; Götterschöne.

mit Pfeilen Kämpfende; Mädchen; Bimbafrucht-Lippige; Schönlächelnde; mit Höcker beziehungsweise hohem Nacken; Schönrückige; sichtbare und unsichtbare Früchte Gewährende.

nach Wunsch Wandelnde; Begehrenswerte; sich in Handlungen nach Wunsch Ergehende; dem König der Schneeberge Gleichende; auf einem vortrefflichen Elefantenfürsten Reitende [Seitenzahl 180 steht so in der Quelle].

höchster Ursprung allen Glücks, Wohlergehens und Reichtums; über alles Erhabene; aus allem Bestehende; das All; Geliebte des Allherrn.

Ursprung aller Glieder; die Offenbare; Herrin des Herrn der Urmaterie; die auf Viṣṇus Brust Weilende.

Was ließe sich darüber hinaus noch sagen?

Lakshmi: Schlussgebet und Früchte der Rezitation

Höchste, ohne messbare Größe, Göttin auf Haris Brust: Diese Sünden vernichtende Göttin sei in meiner Nähe!

Damit sind die heilbringenden tausend Namen Lakṣmīs verkündet, unterschieden nach Höherem und Niederem, Hauptnamen und abgeleiteten Namen.

Lotusgeborener, wer dies täglich preist oder hört, rein, gesammelt, voller Hingabe und Vertrauen nachdem er Śrīnivāsa, den Weltenlehrer, mit Blumen, Räucherduft, Salben und Gaben wie Madhuparka nach Vermögen verehrt hat und die an seiner Seite stehende Göttin Śrī, Śrīdharas Geliebte, verehrt hat, erfreue danach die höchste Herrin mit den tausend Namen.

Wer diesen „Juwelenkette der Namen“ genannten Hymnus stets rezitiert, dem gewährt Lakṣmī gnädig alles.

Aus Lakṣmī entstehen die stets weltdurchdringenden Kräfte; sie bestehen als Ursachen in dieser beweglichen und unbeweglichen Welt. [kāraṇatvanna: gestörte Verbindung; wörtliche Negation ergibt hier keinen sicheren Sinn.]

Wem daher Śrī, Weltenmutter und Acyutas Geliebte, gnädig ist, dem gewähren auch die hochzufriedenen Kräfte die gewünschte Vollendung.

Einzig Acyuta, der Herr der Welt, besitzt die ursprüngliche Kraft. Andere Kraftbesitzer wie Brahmā und Īśāna sind seine Teile.

Ebenso ist Śrī seine eine höchste Kraft, Wohnstätte des Mitgefühls, bestehend aus den sechs Eigenschaften beginnend mit Erkenntnis; sie wird höchste Urnatur genannt.

Diese eine Kraft Śrī wohnt in seinem nichtdualen Selbst: die Höchste, höchste Herrin, Allherrin, Allgestaltige und Ewige.

Sie trägt unendliche Namen, ist Führerin des Kräftekreises und durchdringt die gesamte bewegliche und unbewegliche Welt.

Darum ist die eine höchste Śrī als Allgestaltige zu erkennen. In sanften und nichtsanften Gestalten besteht sie wie ein Schauspieler in seinen Rollen. [naṭajīvavat: Vergleich verkürzt.]

Was in der Welt männliches Wesen ist, das ist gewiss Viṣṇu; was weibliches Wesen ist, darin ist Lakṣmī gegenwärtig.

Außer Prakṛti und Puruṣa gibt es kein Drittes. Was bedarf es vieler Worte: Hari besteht aus Mann und Frau und der höchste Herr erscheint vielfach unterschieden. Wer seine geliebte große Herrlichkeit, Acyutas Geliebte, preist erlangt mit gereinigtem Geist höchste Lakṣmī. Als der Lotusgeborene dies empfangen hatte und den Hymnus der Reihe nach rezitierte erlangte er durch ihre Gnade die göttliche achtfache Herrschaft. Den Wünschenden schenkt sie Früchte, den Wunschlosen Befreiung als „Buch“ bezeichnet [pustakākhyā: unsicher], vor Furcht rettend, weißgekleidet, dreiäugig und auf einem großen Lotus sitzend: Verehrung jener alterslosen Lakṣmī! [ajaratām: Form unregelmäßig.]

Mit beiden Händen hält sie einen vollen Krug; anderswo steht sie auf einem reinen [Lotus; gata: unsicher] und trägt Muschel, Lotus und Gebetskette. Anderswo ist ihre Hand am Leib des Geliebten mit dem Yakschweifwedel beschäftigt; anderswo trägt sie Haken und Schlinge und glänzt golden.

Damit endet im ursprünglichen Brahmapurāṇa, in der Beschreibung Kaśmīras, im Hiraṇyagarbha-Hṛdaya, der alle Wünsche gewährende, von Puruṣottama verkündete Tausendnamenhymnus Lakṣmīs. [puruṣottame na: die Quelle trennt die Instrumentalform auffällig.]

Damit endet im Śāktapramoda das Kamalātmikā-Tantra.

11. Kumari-Tantra

Kumari-Tantra: Titel und Textübergang

Śāktapramoda, Kapitel 11–17 (Schluss).

Heil!

Zusammengestellt und verfasst vom erhabenen König Devanandanasiṃha Bahādur, Herrscher der Residenz Śivahara,

als Bestandteil des Śāktapramoda:

das elfte

Kumārikā-Tantra.

Durchgesehen von Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem erhabenen Gaṇeśa!

Śāktapramoda.

Nun das Kumārī-Tantra.

Kumari: Voraussetzungen und Wirkung der Verehrung

Bestimmung der Kumārī-Verehrung.

Im sechsten Kapitel des späteren Teils des Rudrayāmala: Die Einjährige gilt als Sandhyā, die Zweijährige als Sarasvatī.

Die Dreijährige ist Tridhāmūrti, die Vierjährige Kālikā, die Fünfjährige Subhagā und die Sechsjährige Umā.

Mit sieben Jahren ist sie unmittelbar Bhillinī, mit acht Kubjikā, mit neun Kālasandarbhā und mit zehn Aparājitā.

Mit elf ist sie Rudrāṇī, mit zwölf Bhairavī, mit dreizehn Mahālakṣmī, mit vierzehn Pīṭhanāyikā.

Mit fünfzehn gilt sie als Kṣetrajñā, mit sechzehn als Ambikā. So soll man sie der Reihe nach auswählen, solange die erste Monatsblutung noch nicht eingetreten ist.

Vom ersten Mondtag bis zum Vollmond verehre man sie mit entsprechend zunehmendem Alter. Die ganze mit „einjährig“ beginnende Aufzählung steht auch im Bṛhannīlatantra.

Nur die Lesarten und Namen „die Sechsjährige ist Umā“, „die Vierzehnjährige heißt Nāyikā“ und „die Sechzehnjährige gilt als Carcikā“ werden als Varianten im Kubjikātantra genannt.

Im siebten Kapitel wird folgende Besonderheit erklärt:

Vom fünften bis zum zwölften Lebensjahr ist sie die Kumārī, die Göttin, die ihre eigene Gestalt offenbart.

Vom sechsten bis zum neunten Jahr dient ihre Verehrung, große Herrin, der Erfüllung der Wünsche des Übenden.

Vom achten bis zum dreizehnten Jahr erkenne man sie als Kulajā und vollziehe ihre Verehrung.

Vom zehnten bis zum sechzehnten Jahr bezeichne man sie als Yuvatī und betrachte sie als Gottheit.

Wer der Kumārī Nahrung, Kleidung und Wasser gibt, dessen Nahrungsgabe gleicht dem Meru, Göttin, dessen Wasser dem Ozean.

Durch Kleidergaben wird er für tausendmal zehn Millionen Jahre in Śivas Welt geehrt. Wer der Kumārī hier Gegenstände für die Pūjā schenkt, dem wird die zufriedene Gottheit in einem Kindesverhältnis gedacht. [putratve sānukalpyate: die genaue Beziehung bleibt im Wortlaut unklar.]

Im Viśvasāra hingegen:

Das achtjährige Mädchen ist Gaurī, Schönangesichtige; die Neunjährige ist Rohiṇī, die Zehnjährige Kanyakā.

Danach ist sie Mahāmāyā; sie hat ihre Monatsblutung. Vom zwölften bis zum zwanzigsten Jahr heißt sie Sukumārī, mit allen Tantras verbunden. In Fahrzeugen, Steinen und Metallen besteht sie als deren Kraft und Glanz.

Was wäre über Lebewesen und Geschöpfe noch zu sagen, Herrin der Götter? Wo Mahāmāyā nicht ist, dort gibt es überhaupt nichts.

So lautet die Aussage.

Zur Frucht ihrer Verehrung heißt es im siebzehnten Kapitel des vorderen Teils des Yoginītantra: Schöne, ich vermag die Frucht der Kumārī-Pūjā nicht zu beschreiben selbst mit tausendmal zehn Millionen Zungen und hundertmal zehn Millionen Mündern. Deshalb verehre man das Mädchen, aus welcher Kaste es auch stammt.

Bei der Kumārī-Verehrung soll man keine Kastenunterschiede machen, Śivā. Wer sie macht, große Herrin, kehrt aus der Hölle nicht zurück.

Wer als Mantraübender von Zweifeln beherrscht wird, gilt gewiss als Sünder. Darum verehre der tief Hingebungsvolle sie im Bewusstsein, dass sie die Göttin ist.

Die Kumārī verkörpert alle Vidyās; daran besteht kein Zweifel. Wenn der Übende durch glückliche Fügung, Göttin, ein aus einer Prostituiertenfamilie stammendes Mädchen findet, Geliebte, verehre er es sorgfältig und freudig mit Gold, Silber und anderen Gaben, selbst unter Einsatz seines ganzen Besitzes.

Dann entsteht ihm große Vollendung; daran besteht kein Zweifel. Ebendort wird auch die Wirkung des Ortes der Kumārī-Pūjā erklärt:

Wo eine Kumārī verehrt wird, wird der Ort zum Reiniger der Erde und im Umkreis von fünf Krośa höchst heilig.

Ebendort im Yāmala:

An allen großen Festen, besonders beim Pavitraka-Fest und an Mahānavamī, verehre man die Kumārī, Herrin der Götter.

Bis zum sechzehnten Jahr nennt man sie deshalb Yuvatī. Dabei soll sich die innere Haltung offenbaren; diese Haltung ist mit dem Höchsten verbunden.

Man soll sie sorgfältig behüten und unversehrt halten. Nach der großen Pūjā und den weiteren Riten ehre man sie mit Kleidung, Schmuck und Speisen.

Selbst ein vom Glück wenig Begünstigter erlangt dadurch Sieg und Heil. Was braucht man, Herr, erst von der großen Wirkung für andere zu sprechen?

Wer sie vorschriftsmäßig verehrt, sei er im göttlichen, heroischen oder gebundenen Zustand, erhält in allen drei Haltungen großes Glück und gute Frucht der göttlichen Handlung.

Ferner:

Sie kann vielen Familien angehören und aus unterschiedlichen Kasten stammen – aus Familien jeder Art und aus unterschiedlichen Kasten. [Die Quelle wiederholt die Aussage.]

Auch aus verschiedenen Ländern kann sie stammen, mit guten Eigenschaften ausgestattet, vom zweiten bis zum achten Lebensjahr.

Wer bis dahin das schöne, bezaubernde Mädchen mit Rezitation verehrt und in göttlicher Haltung verweilt, erlangt die Frucht von Tantra und Mantra.

Durch Kumārī-Verehrung und Speisung gewährt sie die Frucht von Mantras mit einer, zwei, drei und weiteren Keimsilben; daran besteht kein Zweifel.

Man gebe ihnen Blumen, Früchte, Salben und anderes sowie eine Speisegabe, die Kinder mögen, und versetze sich in ihre Gemütsart.

Mit Erde beziehungsweise Sanftheit [mṛdā; Satzanschluss unsicher], ihren Körper und sich selbst, mit kindlichen Bewegungen, mit sehr angenehmen Gesprächen und Freude am Spiel … [Der erste Halbvers ist syntaktisch gestört.]

… tue man dort in angemessener Weise, was ihr angenehm ist; so werde man Herr der Vollendungen. Das Mädchen ist aller Wohlstand; das Mädchen ist alles übertreffende Askesekraft. [sarvaparantapaḥ: ungewöhnliche Form.]

Feueropfer, Mantra, Verehrung, tägliche Riten, Kaula-Handlungen und große religiöse Werke mit vielfältigen Früchten, ohne Kumārī-Pūjā ausgeführt, gewähren dem vortrefflichen Übenden jeweils ihre gewöhnliche Frucht, Herr. Durch Kumārī-Pūjā erhält der Vīra die zehnmillionenfache Frucht.

Wenn der Kula-Kundige dem Mädchen eine Handvoll Blumen darbringt, gleichen diese Blumen zehn Millionen Meru-Bergen aus Gold.

Das große Verdienst einer solchen Gabe erlangt er augenblicklich. Wer eine Kumārī gespeist hat, hat die drei Welten gespeist.

Im elften Kapitel des Kālītantra:

Man vollziehe Kumārī-Pūjā, um die Früchte aller Handlungen zu erlangen. Im siebten Kapitel des späteren Teils des Rudrayāmala:

„Nun will ich die sehr seltene Kumārī-Pūjā erklären.“ Nach dieser Ankündigung folgt als Ort der Verehrung ein großes Pīṭha oder ein Tempel.

Die Tochter einer Schauspielerin, ein Mädchen niedrigen sozialen Ranges, die Tochter einer Kāpālikā, eines Wäschers oder eines Barbiers, die Tochter eines Kuhhirten oder Brahmanen, eines Śūdra, Arztes oder Vaiśya, auch die Tochter eines Cāṇḍāla, wo immer und in welchem Lebensstand sie sich befindet, oder ein Mädchen aus dem Freundeskreis bringe man sorgsam herbei.

Man verehre sie in höchster Freude, der Meditation über das Selbst ergeben. Wer meine Verehrung täglich mit reiner Hingabe vollzieht, für den stehen Verehrung und Speisung der Kumārīs unter seiner Verfügung; die Lichtgestalt von Sonne, Mond und Feuer leuchtet beim Fehlen von allem auf. [Die Satzverbindungen der überlieferten Lesart sind unsicher.]

Durch ihre Verehrung, das Gespräch mit ihr und ihre glückbringende Speisung entsteht unmittelbar meine Freude; die Gottheit ist verborgen gegenwärtig.

Des göttlichen Bālabhairava, meines kraftvollen, von allen Welten verehrten Sohnes, und des „Frauentöters“ [kāminīvadakasya; möglicherweise verderbte Lesart; Satzanschluss offen] wird die von den Göttern verehrte Kumārī mit vielfältigen Gegenständen verehrt. Kumārī wird Gottheit genannt, allseits Herrin der Welt.

Man bringe die Götterherrin zur Verehrung durch alle Menschen herbei: die große Göttin, die verehrt und in verborgener innerer Haltung wohnt. [pūjayantīm: wörtlich aktive Partizipform.]

Stets hat sie Verlangen nach Speisen; sie ist zu ehren und lächelt zufrieden. Diese Göttin Kumārī, Führerin der Götter, weint nicht grundlos.

Sie verkörpert Sarasvatī und wird von allen Anführern verehrt, von Śiva- und Viṣṇu-Verehrern sowie den Verehrern anderer Götter.

Alle Menschen verehren sie; Weise müssen sie verehren. Durch die Pūjā erlangt man Söhne und Glück.

Durch die Pūjā erhält man Vermögen und Land, durch sie Lakṣmī und die sehr kraftvolle Sarasvatī.

Die Mahāvidyās und alle Götter werden gnädig, ohne Zweifel: Kālabhairava, Brahmā, Indra, die Brahmanen und Brahman-Kenner, Rudra und die Götterscharen, die Vaiṣṇavas von Brahman-Gestalt sowie die zweiarmigen, von Mantras geschmückten Viṣṇu-Verkörperungen, die übrigen Götter der Himmelsrichtungen, der Lehrer des Beweglichen und Unbeweglichen, alle Anhänger verschiedener Vidyās und die listigen Dānavas, und alle, die Störungen hervorrufen: Sie sind zweifellos zufrieden. Wenn ich selbst reine Gestalt bin, was braucht es über andere Welten zu sagen?

Durch Kumārī-Pūjā bringe man die drei Welten unter seine Gewalt. Rasch entsteht große Ausstrahlung; sie gewährt die Früchte aller Verdienste.

Im Bṛhannīlatantra:

Große Gefahren, schwere Hungersnot und andere Unheilszeichen, Kuleśvarī, böse Träume, Furcht, Tod und weitere entstehende Übel können durch Kumārī-Pūjā allein nicht wirksam werden. Deshalb verehre man sie täglich, der Ordnung und Vorschrift gemäß, Götterherrin.

Verehrt beseitigen sie Hindernisse, Furcht und sehr heftige Feinde; schädliche Planetenkräfte, Krankheiten, Geister, Vetālas und Schlangen gehen zugrunde.

Wie es im Rudrayāmala heißt:

Durch das Niederschreiben des jeweiligen Mantras erlangt man augenblicklich zehntausendfaches Verdienst. Man umschließe ihn mit dem Mantra und rezitiere ihn; so werde man Herr der Vollendungen.

Was immer ich in einer bestimmten Form anweise, Götterschöne, das soll unbedingt so getan werden; man soll kein davon abweichendes Verständnis entwickeln.

Ferner:

Höre, Herr, meinen dem Kula dienenden Mantra für die Kumārī-Pūjā: Er ist Mahāvidyā, großer Mantra und Vollendungsmantra, ohne Zweifel.

Durch seine Macht wird der Einsichtige zu Lebzeiten befreit und erreicht den höchsten Stand der Göttin. Das ist wahr, Ānandabhairava.

Durch Madhumatīs Gnade erlangt der Mensch gewiss Glück und Wohlstand in dieser Welt. Ruhe nun, Śaṅkara.

Durch Vāgbhava wird der Körper erregt; durch den Māyā-Bīja entstehen acht Eigenschaften; durch den Śrī-Bīja gewinnt man Wohlstand, durch den Māyā-Bīja werden Feinde vernichtet.

Durch den Bhairava-Bīja wird man zum Himmelswanderer unter Göttern und anderen Wesen. Ich bin die Kumārikā, Herr, und du bist stets der Kumāraka.

Man verehre hundertacht oder auch eine einzige. Werden sie geehrt, ehren sie ihrerseits; werden sie missachtet, schädigen sie.

Die Kumārī ist unmittelbar Yoginī und höchste Gottheit. Asuras, böse Nāgas und alle schädlichen Planetenmächte, Geister, Vetālas, Gandharvas, Ḍākinīs, Yakṣas und Rākṣasas, alle übrigen Gottheiten, die Welten Bhūr, Bhuvas und Svar sowie die Bhairavas, Erde und alle weiteren Elemente, das Bewegliche und Unbewegliche im Weltall, Brahmā, Viṣṇu, Rudra, Īśvara und Sadāśiva sind zufrieden, ja alle sind zufrieden mit dem, der das Mädchen verehrt und die vorschriftsmäßig gewählte Kumārī speist, Bhairava.

Fußwasser, Ehrengabe, Räucherduft, Safran und gutes Sandelholz soll man voller Hingabe verehren und den Kumārīs darbringen.

Kumari: Ablauf der Puja

Abfolge der Kumārī-Pūjā.

Man bringe eine schöne weibliche Person, eine Kumārī, eine vortreffliche Führerin herbei, geschmückt mit Juwelen, Muschelarmreifen, Gewändern und anderem.

Mit Vāgbhava und ihrem Namen lasse man ihr Wasser reichen, Herr. Stets über sie als Göttin meditierend verehre sie der vortreffliche Übende.

Mit Māyā-Bīja und ihrem Namen gebe man Fußwasser, Herr; mit Lakṣmī-Bīja die Ehrengabe, mit Kūrca-Bīja Sandelholz.

Mit Māyā-Bīja lasse der Einsichtige der Kumārī Blumen reichen; mit Sadāśivas Mantra gebe er vorzüglichen Räucherduft und Licht.

Danach verehre er mit dem Mantra der sechs Glieder, Götterführer. Höre die Art und Weise, Mahādeva, der du Freude verkörperst.

Man stelle sich das Herz als weiß und von großer Lichtkraft erfüllt vor, mit der rechten Hand [Pluralform in der Quelle], und spreche hingebungsvoll den Mantra. Höre ihn, Śaṅkara.

Zuerst spreche man Vāgbhava, Māyā, Lakṣmī und Kūrca, danach den Preta-Bīja mit Visarga und Mondzeichen als Verschluss.

Nach dem Wort kula spreche man kumārike und danach hṛdayāya namaḥ: „Kula-Kumārikā, Verehrung dem Herzen!“ Anschließend visualisiere man am Kopf.

Man visualisiere Weiß, das alles umfasst, spreche den Bīja und setze ihn ein: den Laut ha mit Vāgbhava am Anfang und den Laut va als Vāgbhava … [Die Lautanweisung ist nicht eindeutig.]

… Māyā, Lakṣmī und Vāgbhava, endend mit zweimal ṭha, und das Wort śirase. Der Mantra endet mit der Gemahlin des Feuers, svāhā; der Übende setze ihn am Kopf ein.

In der Mitte des Haarschopfes visualisiere der Mantrin schwarze Farbe, glänzend wie eine Masse schwarzen Augenschmucks, und vollziehe den Nyāsa zur Kula-Vollendung der Kumārī.

Zuerst setze man Praṇava, danach Viṣṇus Schöne, sodann śikhāyai und vaṣaṭ: „Dem Haarschopf, vaṣaṭ!“

Dann visualisiere man im Bereich des Schutzpanzers eine kraftvolle, sehr leuchtende, schöne Gestalt mit dem Glanz der ersten Morgenröte.

Man spreche Vāgbhava, danach kula und vāgīśvari, danach kavacāya: „Kula-Herrin der Rede, dem Schutzpanzer …“

Tāraka und das Wort brahma bilden das Netz des Schutzpanzer-Nyāsa. Dann visualisiere man in den drei Augen den großen, höchst leuchtenden Bīja … [Der genaue Mantraabschluss ist hier unklar.]

… rot, geschmückt mit Kreisen aus Abermillionen Hibiskusblüten, strahlend in dem durch Abermillionen Verdienste gewonnenen Sonnenglanz.

Man spreche Vāgbhava, dann kuleśvari, darauf netratrayāya und vauṣaṭ: „Kula-Herrin, den drei Augen, vauṣaṭ!“ Das ist der Augenmantra.

Dann vollziehe der Mantraübende mit Mittel- und Zeigefinger zwei Schläge auf seine linke Handfläche.

Dieser Mantra gleicht dem gewaltigen Lichtnetz von zehn Millionen Sonnen; sein Klang entsteht im großen Raum und übt äußerst heftigen Druck aus.

Man spreche sorgfältig Māyā-Bīja und astrāya, mit phaṭ am Ende. So ist der große Mantra erklärt: „Der Waffe, phaṭ!“

Danach visualisiere der Mantrin in ihrer Höhlung des Kuṇḍa das Gefolge und verehre es sorgfältig mit einem Strom aus Lichtnektar. [kuṇḍabila: rituell-körperlicher Bezug bleibt im Wortlaut mehrdeutig.]

Er sättige und verehre hingebungsvoll Bhairava, Bālabhairava, nachdem er zusammen mit den Gottheiten das Gefolge der Reihe nach verehrt hat.

Dann spreche man Vāgbhava, siddhajayāya, das Wort für Osten und vaktrāya namaḥ: „Verehrung Siddhajaya, dem östlichen Gesicht!“

Dann Vāgbhava und jayāya, darauf das nördliche Gesicht im Dativ mit namaḥ: „Verehrung Jaya, dem nördlichen Gesicht!“

Dann spreche man sorgfältig Vāgbhava-, Māyā- und Śrī-Bīja, kubjike sowie paścimavaktrāya namaḥ: „Kubjikā, Verehrung dem westlichen Gesicht!“

Dann Vāgbhava, kālike und dakṣavaktrāya namaḥ: „Kālikā, Verehrung dem südlichen Gesicht!“ So ist der Mantra erklärt.

Nachdem man diese Mantrasilben ausgesprochen und der Reihe nach verehrt hat, Kula-Herr, verehre man die Sonne.

Man verehre Caṇḍa, die Götter der Himmelsrichtungen und Sandhyā mit den anderen, Vīrabhadrā, Mahākanyā, Kaulinī und Kulagāminī.

Man verehre die achtzehnarmige Kālī und Caṇḍadurgā und bringe vielfältige, von Hingabe erfüllte Speisegaben herbei:

Milch, eingedickte Milch, Milchspeise, gekochte Nahrung, reife Früchte und was immer der Jahreszeit entspricht, stets mit Honig gemischt, die fünf Tattvas, Kula-Substanzen, die das eigene Heil vermehren, verschiedene Gegenstände und nach der jeweils eigenen Vorschrift zubereitete Speisen. [svasvalpokta: unsichere Lesart.]

Diese wohlriechenden Gaben bringe man den Kumārīs dar; dann hole der sehr Einsichtige kühles Wasser und reiche es ihnen.

Darauf rezitiere man den heilsamen, sehr seltenen großen Mantra der Kumārī oder den eigenen Wurzelmantra; so werde der Redegewandte Herr der Vollendungen. [atha vāgmī samūlam: Verbindung unsicher.]

Nach der Darbringung führe man selbst das Anhalten der Lebenswinde aus, vollziehe die achtgliedrige Verneigung und weitere Formen, rezitiere den Hymnus und verneige sich.

Der Verneigungsmantra steht ebenfalls dort:

Ich verneige mich vor der Geliebten des Kula, die höchstes Glück gewährt, kundig in Kumāras Liebe, die alle Vollendungen erfreut; mit einer Kette aus Korallenperlen, silbrig-rötlichen Gewändern und goldgleichem Schmuck verehre ich Kumārī, die Sprache der Welt. [kumāraraticāturī: mythologisch-erotisches Attribut des überlieferten Hymnus; keine zusätzliche Ritualhandlung.]

Nach der Verneigung mit diesem Mantra verehre man Tāriṇī, dann Śivā und Gaṇeśa und verneige sich, als vortrefflicher Übender.

Nachdem man den Kumārīs ordnungsgemäß der Reihe nach Dakṣiṇā gegeben hat, verheirate man das Mädchen selbst; dadurch werde die Schuld des Brahmanentötens vernichtet. [Historische Heiratsvorschrift der Quelle.]

Wer zur heiligen Zeit die Übergabe eines Mädchens zur Heirat vollzieht, erhält die Frucht der Landfreigabe beziehungsweise Befreiung, Glück und allen Wohlstand. [bhūmimuktiphala: Deutung unsicher.]

Er wohnt beständig in Rudras Welt wie der dreiäugige Herr Hara. Wer ein Mädchen verheiratet, erhält die Früchte von tausendmal zehn Millionen Pilgerstätten und hunderten Pferdeopfern; die Zahl seiner Jahrtausende entspricht den Sandkörnern des Meeres.

Er erhebt eine Familie nach der anderen und wird in Rudras Welt geehrt. Der Einsichtige möge zur Freude und Zufriedenheit der jeweiligen erwählten Gottheit die Heiratsübergabe vollziehen und erlangt dadurch Befreiung, Bhairava. Bei jedem weiteren Mädchen stelle sich der Übende mit entsprechendem Bewusstsein die Śiva-Gestalt vor und übergebe das Mädchen. Er meditiere über den Bräutigam als den vollständigen Śiva, am ganzen Körper schön, lichtvoll, ruhmreich und lieblich, Kālabhairava verkörpernd; als Baṭukeśa und Mahādeva wähle ihn der führende Übende.

Über sie meditiere er als kindgestaltig, als Schönste der drei Welten, von schöner Farbe, vom vielfältigen Schmuck geneigt und Bhadravidyā offenbarend, mit lieblichem Lächeln, im Herzen voller großer Freude, heilbringend und heilvoll, im zwölfblättrigen Lotus, mit einem Gesicht wie der Vollmond.

Nach Vorbereitung der Übergabe lasse man sie mit dem jeweiligen Mantra übergeben.

Kumari: vorbereitende Mantrapraxis

Nun die vorbereitende Mantrapraxis der Kumārī.

Im achten Kapitel:

Nun erkläre ich Rezitation und Feueropfer für die große Göttin Kumārī.

Man vollziehe hunderttausend Rezitationen des Māyā- oder Vāgbhava-Mantras, oder des Kālī-Bīja, Herr, oder des Kāma-Bīja, umschlossen von Sadāśiva, mit Bindu und Mondzeichen geschmückt, oder auch umschlossen von Praṇava, Herr der Götter.

Mit einem Zehntel dieser Anzahl opfere man mit Ghee bestrichene Bilva-Blätter ins Feuer.

Auch weiße Blüten und Kunda-Blüten gewähren große Frucht.

Ebenso opfere man der Reihe nach Karavīra-Blüten, mit Ghee bestrichen oder für sich allein, beziehungsweise mit Sandelholz und Agaru vermischt.

Tagsüber esse man opfergeeignete Speise, nachts widme man sich der Verehrung.

Die eigene Pūjā vollziehe man mit sämtlichen Kula-Substanzen.

Dort rezitiere man in der Zahl der Sonnen, also zwölf, höchste Freude verkörpernd.

Nach der Rezitation opfere der Mantrin mit den von mir genannten Stoffen.

Danach reinige er immer wieder den als Lebenskraft wirkenden Atem, vollziehe drei Atemregulierungen und verneige sich freudig mit acht Körpergliedern.

Wenn man bei der Verneigung, Herr, diesen Hymnus rezitiert, soll ebenso das Kavaca der Kumārīs gelesen werden, oder auch der große Hymnus der eigenen Göttin, ihre Pīṭhas und Glieder und danach ihr Kavaca.

Die tausendundacht Namen der Kumārīs, Gott, führen durch Rezitation zur Vollendung; darüber soll kein Zweifel bestehen.

Wer dazu nicht imstande ist, rezitiere die glückbringenden tausend Namen seiner eigenen Göttin oder ihre hundertacht Namen, Herr, wenn er Vollendung ersehnt, ohne Zweifel. [aṣṭottaram: das Bezugszahlwort ist hier ausgelassen.]

Höre ihren göttlichen Hymnus, Herr, der überall Heil bringt.

Durch seine Rezitation erlangt der vortreffliche Übende unvermittelt Vollendung.

Nachdem er sie alle vor sich aufgestellt hat, kühlend wie zehn Millionen Juwelen, rezitiere der Einsichtige den Hymnus mit gesammeltem Geist und beherrschten Sinnen.

Sei er dem großen göttlichen Verhalten ergeben oder von heroischer Haltung erfüllt, so lese er ihn in dieser Reihenfolge, ganz der Hingabe zugewandt.

Durchdrungen von Verehrung der Mahāvidyā, großem Dienst, Hingabe und Vertrauen wird er rasch zu einem großen Wissenden und erlangt die Erfüllung seiner Wünsche.

Kumari: zusammenhängende Puja-Anwendung

Nun die praktische Durchführung der Kumārī-Pūjā.

Als Kumārī bezeichnet man hier eine Ein- bis Sechzehnjährige, deren erste Monatsblutung noch nicht eingetreten ist. Die Namen lauten nach Lebensjahren:

Sandhyā, Sarasvatī, Tridhāmūrti, Kālikā, Subhagā, Umā, Mālinī, Kubjikā, Kālasandarbhā, Aparājitā, Rudrāṇī, Bhairavī, Mahālakṣmī, Pīṭhanāyikā, Kṣetrajñā, Ambikā. Vom ersten bis zum fünfzehnten Mondtag sind sie in aufsteigender Reihenfolge zu verehren. [Die Liste enthält sechzehn Namen.]

Eine Kumārī aus jeder Kaste ist zur Verehrung geeignet.

Empfohlen werden Töchter von Schauspielerinnen, Kāpālikās, Wäschern, Barbieren, Kuhhirten, Brahmanen, Śūdras, Ärzten, Kaufleuten und Cāṇḍālas sowie Mädchen aus dem Freundeskreis.

Man lasse die Kumārī auf einem Sitz Platz nehmen und meditiere so:

Kindgestaltig, schönste in den drei Welten, von herrlicher Farbe, mit unter vielfältigem Schmuck geneigtem Körper, Bhadravidyā offenbarend, lieblich lächelnd, im Herzen voller großer Freude, heilbringend und heilvoll.

Nach dieser Meditation lege man eine Blume auf den eigenen Kopf, verehre sie mit geistigen Darbringungen, meditiere erneut und lege die Blume an den Körper der Kumārī: „Dies ist der Sitz. aiṃ hrīṃ hū/ hsauḥ, Verehrung der Kumārī Sandhyā!“ [Die Bījas folgen der Quellenschreibung.]

Ebenso spreche man die vorangehenden Bījas und „Verehrung der Kumārī Sarasvatī!“ und so weiter, mit dem dem Lebensjahr entsprechenden Namen im Dativ; man verehre mit den sechzehn Darbringungen, beginnend mit dem Sitz.

Dies ist Wasser: aiṃ, Verehrung Sandhyā!

Dies ist Fußwasser: hrīṃ, Verehrung Sandhyā!

Dies ist Schmuck: śrīṃ, der Sarasvatī. [Namenswechsel so in der Quelle.]

Dies ist Duft: hū/, Verehrung Sandhyā!

Dies sind Blumen: hsauḥ, Verehrung Sandhyā!

Dies ist Räucherduft: aiṃ, Verehrung Sandhyā!

Dies ist Licht: hrīṃ, der Sandhyā.

Dies ist die Speisegabe: aiṃ hrīṃ śrīṃ hū/ hsauḥ, ich bringe sie Sandhyā dar. Schwert, Girlande, Augenschminke, Safran und anderes sind mit diesem auf namaḥ endenden Mantra zu geben.

Überall ist das bestimmende Wort kumāryai, „der Kumārī“, im Dativ hinzuzufügen.

Dann die Verehrung der sechs Glieder.

Reihenfolge: Mit der rechten Hand an ihrem Herzen stelle man dieses als weiß und lichtvoll vor: aiṃ hrīṃ hū/ hsauḥ kulakumārike hṛdayāya namaḥ – „Kula-Kumārikā, Verehrung dem Herzen!“

Den Kopf stelle man weiß und alles umfassend vor: haiṃ hrīṃ śrīṃ aiṃ śirase svāhā – „Dem Kopf, svāhā!“

Den Haarschopf stelle man glänzend wie schwarzen Augenschmuck vor: oṃ śrīṃ śikhāyai vaṣaṭ – „Dem Haarschopf, vaṣaṭ!“

Den Schutzpanzer stelle man wie die erste Morgenröte leuchtend vor: aiṃ kulavāgīśvari kavacāya hūm – „Kula-Herrin der Rede, dem Schutzpanzer, hūm!“

Die drei Augen stelle man aus allen Bījas bestehend, höchst strahlend, rot wie zehn Millionen Hibiskusblüten vor: aiṃ kuleśvarī netratrayāya vauṣaṭ – „Kula-Herrin, den drei Augen, vauṣaṭ!“

hrīṃ astrāya phaṭ – „Der Waffe, phaṭ!“ Mit Zeige- und Mittelfinger schlage man zweimal auf die linke Handfläche.

In ihrer Kuṇḍa-Höhlung visualisiere man Bālabhairava mit Gefolge: „Diese Düfte und Blumen: Verehrung Bālabhairava samt Gefolge!“ [Der körperliche beziehungsweise rituelle Bezug von kuṇḍabila ist nicht aufgelöst.]

„Diese Düfte und Blumen: aiṃ, Verehrung Siddhajaya, dem östlichen Gesicht!“

Ebenso: „Verehrung Jaya, dem nördlichen Gesicht!“

aiṃ hrīṃ śrīṃ kubjike: „Verehrung dem westlichen Gesicht!“

aiṃ kālike: „Verehrung dem südlichen Gesicht!“

oṃ: „Verehrung der Sonne!“

„Verehrung den Wächtern der Himmelsrichtungen“, jedem einzeln.

„Verehrung Vīrabhadrā!“

„Verehrung Mahākanyā!“

„Verehrung Kaulinī!“

„Verehrung Kulagāminī!“

„Verehrung der Achtzehnarmigen!“

„Verehrung Kālī!“

„Verehrung Caṇḍadurgā!“ Man verehre jeweils mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss.

Danach rezitiere man nach Vermögen den Wurzelmantra der Kumārī oder seinen eigenen Mantra, vollziehe Atemregulierung, bringe die Rezitation dar, lese Hymnus und Kavaca, verneige sich mit acht oder fünf Körpergliedern und gebe Dakṣiṇā.

Damit endet die praktische Durchführung der Kumārī-Pūjā.

Kumari: Sättigungsgebet

Nun das Sättigungsopfer für die Kumārīs.

Höre, Herr, ich erkläre die Sättigungsopfer für die Kumārīs, durch deren bloße Darbringung gewiss Kula-Vollendung entsteht.

Die Kula-Bālā, die im Wurzellotus wohnt und sich im Verlangen ergeht, sättige ich hundertfach mit dem Wurzelmantra, deine Geliebte. [tava priye: Anrede und Satzanschluss unsicher.]

Die mit dem Wurzellotus durch Yoga verbundene Kumārī Śrī Sarasvatī sättige ich mit Kula-Substanzen, um dich zufriedenzustellen.

Die im schönen Mūlādhāra-Lotus, im Inneren des sechsblättrigen Lotus Leuchtende sättige ich mit dem Śrī-Bīja, allein um Genuss und Befreiung willen. [Die beiden Lotuszuordnungen stehen so im Text.]

Kālikā, die in der Entfaltung der Kräfte des Svādhiṣṭhāna zu Viṣṇus Begegnungsort geht, sättige ich mit ihrem eigenen Bīja und Kula-Nektar.

Die im Svādhiṣṭhāna genannten Lotus wohnende, sehr lichtvolle Śivā, Kula-Herrin, sättige ich mit dem Honig der Häupter der Sonnen. [sūryāṇāṃ śīrṣamadhu: nicht sicher aufgelöster Ritualausdruck.]

Die Göttin Umā mit lieblichem Körper mitten im Maṇipūra-Lotus, Pārvatī, sättige ich mit dem Māyā-Bīja.

Die mitten im Maṇipūra-Lotus von den drei Welten höchst Verehrte, Māninī, sättige ich mit guter Einsicht für den befleckten Geist. [malacittasya: unsicherer Anschluss.]

Die im Maṇipūra wohnende Raudrī, die höchste Freude mehrt, die im Raum wandelnde Göttin Kubjikā sättige ich.

Ich sättige die große Göttin, die ganz der Mantrapraxis zugewandt ist, die Yoginī Kālasandarbhā mit dem Kula-Antlitz.

Die wilde Göttin, die den Śakti-Mantra gibt und von ihrer beweglichen Zunge geprägt ist, die große Göttin Aparājitā, Kula-Herrin, sättige ich.

Rudrāṇī, die Strahlen Rudras, die Honig liebt, den großen Kaula liebt, vollendet ist und Glück in Rudras Welt gewährt, sättige ich.

Bhairavī, deren Vollendung die sechzehn Vokale bilden, die die große Raurava-Hölle vernichtet und deren Geist dem Trinken großen Weins gilt, sättige ich.

Die Göttin Mahālakṣmī, die den drei Welten Wünsche gewährt und von einer Girlande des Śrī-Bīja umgeben ist, die Herrlichkeit des Daseins, sättige ich, Ambikā.

Die Wohltäterin der Welten, die hilfreiche wie feindliche Menschen liebt, Pīṭhanāyikā, deren Pīṭha mit Ramās Bīja beginnt, sättige ich.

Die siegende Kṣetrajñā, Mutter der Veden und ihrer Hilfswissenschaften, Sonnenmutter, umgeben von Māyā, sättige ich mit Nektar.

Die bis ans andere Ufer der Kula-Freude gelangte, höchst schöne Ambikā sättige ich; die im Herzen wohnende Göttin Māyā-Lakṣmī sättige ich.

Dich, die heilvolle Śrī Ṣoḍaśī, verbunden mit den sechzehn glückbringenden Formen Smaras, verehre ich mit Sättigung um des Wohles der mit Bewusstseinswissen Begabten willen, an den Sohlen der beiden Lotusfüße aller Göttinnen. Auf dem im Freudenmeer mit Rubinen besetzten, herrlich strahlenden Thron, auf einem weißen Lotus in der Mitte, sättige ich dich beständig und vollständig. [Die Komposita sind teilweise mehrdeutig.]

Wer beständig die fest gegründete Sättigung aller Glieder des Hymnus vollzieht, die Ursache der Wissensgabe, der höchsten Befreiung, aus Māyā bestehend, gelangt dorthin. Auf Erden bestehen für ihn keine feindlichen, Unheil bringenden Scharen; Könige bringt er unter seine Gewalt, und augenblicklich wird er im gesamten Yoga beständig. [Mehrere syntaktisch gestörte Verbindungen.]

Wer diesen „Befreiung“ genannten Text in Gestalt des Sättigungsopfers rezitiert, wird mit achtfacher Herrlichkeit ausgestattet und sieht mich nach einem Jahr.

Nach einem Monat der Übung wird er ein großer Yogin, Herr; rasch erschüttert er die drei Welten und erlangt die gewünschte Frucht.

Wer mit ungeteilter Haltung rezitiert, erhält die Frucht des Sättigungsopfers; durch den Kumārī-Hymnus erhält er die Frucht der Pūjā.

Wer weder die Kumārīs verehrt noch den täglich heilbringenden Hymnus rezitiert, ist gleichsam ein gebundenes Wesen; auf jedem Schritt begegnet ihm der Tod.

Damit endet im späteren Teil des Rudrayāmala, in der Erhellung des großen Tantra, bei der Anordnung der Kumārī-Verehrung, im Abschnitt über vollendete Mantras, im Bhairavī-Gespräch zur Bestimmung der göttlichen Haltung, der Hymnus in Gestalt des Kumārī-Sättigungsopfers.

Kumari: Lobgesang

Nun der Kumārī-Hymnus.

Bhairava sprach:

Um des Glücks willen verehrt man die herrliche Kumārī: mit dem Strahlenglanz von zehn Millionen Monden beim Aufgang des Götterherrn [Verbindung unsicher], in Vārāṇasī wohnend, Vidyā, Geliebte Vāgbhavas, dreiäugig, auf dem Weg feiner Handlungen wandelnd, heftige Erregung abschneidend, Trägerin der drei Welten, im Wurzellotus wohnend und mondgesichtig.

Ich verehre die von Götterscharen, Śiva, Indra und nach Befreiung strebenden Asketen zu meditierende Bālā, Sandhyā, in der ewige Eigenschaften aufsteigen, die auf den Strahlen des Aufgangs der Besten der Zweimalgeborenen reitet [Lesart unsicher], weißglänzend, höchste Herrin, Wohltäterin, Heilvolle mit weitem Gesicht, Gāyatrī, Mutter der Scharen, Herrin des Tages, Schwarze und Alte.

Ich verehre Bālā, die von Knaben verehrt wird, tugendreich, den Wissenden Befreiung schenkend, die Trägerin, weiße Sarasvatī, die Neue [navarā: unsicher], Redende, Caṇḍikā, im Svādhiṣṭhāna Haras Geliebte, Freude schenkend und Vedānta-Wissen gewährend; stets um des Heils der Befreiung willen verehre ich ihre Yogagestalt aus Bewusstsein.

Die im Haus aus vielen Juwelen von Göttern verehrte Bālā grüße ich im Nandana-Hain meines Geistes, deren Antlitz der einzige Keim der Lehrgewissheit ist. Gib meinem zwecklosen Leib Sinn beziehungsweise Wohlstand, Mutter Kumārikā, lichtvoll in dreifacher Gestalt. [hitvā kumārīṃ kalām: „die Kumārī-Kraft zurücklassend“; Anschluss gestört.]

Furchtbar durch das Hālāhala-Gift, vom Aufleuchten des Kula-Weges in Lotushänden getragen, mit furchtbarem Nasenduft [nāsāmodakarālinīm: unsicher], den Verehrern mehr als ihre Wünsche schenkend: Als Kind nehme ich stets Zuflucht zu den Lotusfüßen Baṭukeśvaras; dich, Bāla-Kumārikā, verehre ich im weißen Lotus auf dem Kopf. [hitvā: „zurücklassend“, syntaktisch nicht sicher anschließbar.]

Ich grüße die sonnenbeglückende, kranichartige [balākinī: unsicher] Kālikā, die den von den großen Sünden des Kali-Zeitalters Geplagten die Schuld nimmt, in Licht und Sonne auf Erden wandelt, Furcht beseitigt und Licht verkörpert. Stets im Herzlotus, auf seinen zwölf Blättern, verehre ich dich, reine Kumārī, ursprüngliche Gestaltherrin, wahre Bālendravidyā, die unmittelbar Vollendung gewährt.

Ich grüße stets Śrī Kulakāminī, die dem Kula Zugehörige, die Kaula-Mutter, Ambikā, in vielfältigem Yoga spielend, Juwel der Götter, ewig und asketisch, in den besonderen Bedeutungen des Vedānta, Ländern, Kleidungen und Sprachen gegenwärtig: dich, Tochter des Königs der Berge, Geliebte Kālas.

Ich verehre Kaumārī, Kulamālinī, die das Feuer gibt, das Feindesscharen erschüttert, mit roten Augen, heilvoll, höchster Weg, Erkenntnis der Befreiung gewährend; Gattin, genussreich, Herrin in den drei Welten, mit fünf freudigen Gesichtern, geliebte Gefährtin des Fünfgesichtigen, Furcht beseitigend, mit Schlangen und anderem als Girlande. [patim: maskuline Form in weiblicher Aufzählung.]

Die schöne Śrī Kubjikā, mondgesichtig, erfreulich durch den großen Glanz ihrer Lotusfüße, ein Fluss, Verblendung und anderes vernichtend, mit wunschgewährender Hand: Wer sie täglich verehrt, erlangt rasch Stellung als Kronjuwel der Könige, Wohlstand, Vermögen, langes Leben und die drei Welten durchdringende Herrschaft.

Ich meditiere über den Yogaherrn, Weltenherrn, Freude schenkend, der mit Śrī Kālasandarbhā ins Meer der Schönheit eingeht, den göttlichen Wunschbaum, der Wunschfrüchte hervorbringt; mit der heilvollen Vidyā namens Śrī vernichtet er die Sünden der Welten, ist stets Gottheit und Lebenskraft des Dharma, Wunschbaum für die sich Verneigenden.

Die Vidyā Aparājitā, in Liebe wandelnd, mit vor Freude berauschtem Gesicht, deren Sandalen im Herzlotus stehen, Kula-Kraft, Kātyāyanī, Bhairavī: Wer mit verdienstvoller Einsicht sie freudig mitten im Meer höchster Wonne verehrt, die mit alles umhüllendem Glanz Furchtlosigkeit gewährt, tut dies um Befreiung und guten Ruhm willen.

Ich verneige mich vor Rudrāṇī, lotusgesichtig, mit dem Glanz von zehn Millionen Sonnen, vielfach geschmückt, das Kula genießend und Freude gebend; mit Śrī, Māyā und Kamalā verbunden, im Herzen wohnend, wirkende Keimkraft der Nachkommenschaft. Ich grüße sie als Vāgbhava, Braut des Kula, aus dem Bīja hūṃ hervorgegangen.

Ich verneige mich vor der herrlichen Bhairavī, deren Antlitz der Tod für die Sünden der Erde ist, rötlich wie eine Lotusblüte, die Fehler der Welt reinigend, die Furcht der Welt beseitigend, der höchsten Yogaherrin, die meine tausend Bedrängnisse rasch [beseitigt; Satz verkürzt] und alle Genüsse schenkt.

Stets grüße ich Mahālakṣmī, die göttliche Vidyā mit großen Kennzeichen, die Weltherrschaft und unmittelbar achtfaches Gedeihen schenkt, Kula-Erschütterungen beseitigt, im schönen Svādhiṣṭhāna-Lotus wohnt zum unendlichen Glück Viṣṇus, Königswürde schenkt und Heil bringt, Kīleśvarī. [Name möglicherweise verderbt.]

Ich grüße die Herrin über die Herren der Pīṭhas, Asuratöterin, heilvolle Vidyā und Führerin, mit allem Schmuck versehen, Unruhe der drei Welten beseitigend, Vāruṇī; Pīṭhanāyikā, von den Schatten der drei Welten umhüllt, allen wohltuend, für die Siegreichen die Herrin in Gestalt der Freude.

Ich grüße Kṣetrajñā, vom Rausch überwältigt, dem Kula zugehörig, Freundin der Vollendeten, Geliebte Śambhus und Śrī Baṭukeśvaras, die den Großen Freude zuführt, unmittelbar aus dem höchsten Selbst hervorgehend, die Erregung des eigenen Geistes beseitigend, Śākinī, den Sinn der Worte offenbarend, silberglänzende Mahābhairavī.

Ich verneige mich vor der höchsten Ambikā, mit Antlitz wie der volle Mond, inmitten des Lotus gegenwärtig, im tausendblättrigen Lotus des Kopfes den Strom des großen Nektarmeeres tragend, die Frucht der Verneigung gebend, deren Eigenschaften alle Königreiche unterwerfen und die Fesseln der Sinnesgegenstände zerstören.

Dich, deren Leib in den drei Welten unmittelbar mit Nektar gefüllt ist, Göttin, die Kräfte Sandhyās und der anderen, Fürstin der Kula-Gelehrten, dich, höchste Göttliche, herrliche Kālikā, verehre ich und verneige mich täglich hingebungsvoll im Feuer der Vollendung. [tanno bhaje: Lesart unsicher.]

Wenn du Hingabe, Vermögen, siegreichen Stand und Dienstbarkeit gewährst, dort die große Madhumatī, die Gattin des kleinen Hauses … [Vers 19 ist in dieser Überlieferung stark gestört und nicht zu einem sicheren Satz ergänzbar.]

Durch die Gnade dieses Hymnus wird man zum dichterischen Herrn der Rede, zum göttlichen Herrn großer Vollendungen, der heroischen Haltung ergeben.

Überall erlangt man Sieg und wird Haras Liebling; rasch wird man Herr der Rede und kann beliebige Gestalt annehmen.

Selbst ein gebundenes Wesen wird gewiss zum großen Helden und göttlich. Schrittweise entstehen die acht Vollendungen; gewiss wird man redegewandt.

Alle Vidyās werden gnädig, alle Herren der Richtungen zufrieden; Feuer wird kühl, und man kann Wasser zum Stillstand bringen.

In dieser Welt wird der Mensch reich, mit Söhnen gesegnet und König; in Vaikuṇṭha und auf Kailāsa wandelt er in Śivas Nähe.

Wer stets täglich rezitiert, ist bereits befreit, Mahādeva; gewiss sieht er den Lotusfuß der Mahāvidyā.

Damit endet der Kumārī-Hymnus.

Kumari-Kavaca

Nun das Kumārī-Kavaca.

Nun werde ich das heilvolle Kumārī-Kavaca verkünden, „Heil für die drei Welten“ genannt, das große Sünden vernichtet.

Durch Lesen und Tragen werden Menschen zu großen, strahlenden Vollendeten: Śakra zum herrlichen Götterherrn, Bṛhaspati zum Götterlehrer, Agni ganz lichtvoll, Dharmarāja furchterregend, Varuṇa von den Göttern verehrt und selbst Herr der Gewässer, der große Wind zum Allesfortnehmer, Kumāra, der Elefantenherr, der Vermögensherr, Śambhus Liebling, und alle Götter zu Herren der Richtungen.

Du allein bist Herr, ein einziges Selbst, Allherr und rein Aufgehender. Durch das Lesen dieses Kavaca werden alle Herrscher zu Herren des Reichtums.

Praṇava schütze meinen Kopf; Māyā, die wahre Göttin als Sandhyā, und Mahāmāyā, Śrī Sarasvatī, mögen oberhalb meiner Stirn schützen.

Kāmākhyā, Baṭukeśānī, Trimūrti schütze die Stirn; Cāmuṇḍā in Bīja-Gestalt und Kālikā mein Gesicht.

Die zur Sonne Gehende schütze stets mich und meine beiden Augen; die asketische Umā in Gestalt des Kāma-Bīja schütze das Ohrenpaar.

Vāgdevī Mālinī schütze meine Zungenspitze; Kubjikā, in jenem Zustand und beliebige Gestalt annehmend, meine Zahnspitzen. [tāmavasthā: unsicher.]

Die Göttin in Gestalt des Praṇava schütze stets meinen Kopf; die Verkörperung des Śakti-Bīja und von svāhā schütze meine Lippen.

Mahāraudrī Aparājitā schütze meinen Halsbereich; Rudrāṇī, der Bīja kṣauṃ, mit svāhā verbunden, stets meine Kehle.

Ṣoḍaśī-Vidyā mit den sechzehn schönen Vokalen schütze mein Herz; Mahālakṣmī, die Ursprüngliche, überall meine beiden Arme.

Pīṭhanāyikā, Gestalt aller Mantras, schütze meinen Bauch; die Herzgöttin, Verkörperung Vāgbhavas, meine beiden Flanken.

Kaiśorī in Gestalt des Māyā-Bīja schütze meine Hüften; Jayantī, die von Kullukā umhüllte Yoginī, meine beiden Unterschenkel.

Ambikā, die in den Sinn des Mantras eingeht, schütze alle Glieder; Kamalā die Haarspitzen und die Menschenbezaubernde die Nasenspitze.

Caṇḍikā, die Göttin Kumārī, schütze stets mein Kinn; Lalitā mein Herz und die Bergbewohnerin meinen Rücken.

Die Göttin Ṣoḍaśī, dreifache Kraft, schütze stets das verborgene Geschlechtsglied; Ambikā schütze auf dem Leichenplatz, Bhairavī im Inneren der Gaṅgā.

Pañcamudrā, die Mantra und Yantra offenbart, schütze im leeren Haus; Vajradhāriṇī mich stets an der Wegkreuzung.

Caṇḍā, auf einem Leichensitz, mit Schädelgirlande geschmückt, schütze mich; am Liṅga schütze die Herrin in Gestalt der Śakti.

Mahābālā schütze im Wald, Raṇapriyā in der großen Wildnis, Sarasvatī in großen Gewässern, Teichen und unter Feinden.

Pṛthvī und Śītalā mögen mich stets auf dem Weg durch den weiten Raum schützen; mitten im Kampf Rājalakṣmī, Kumārī und Kulakāminī.

Ardhanārīśvarī, die Erde, schütze meine Fußsohlen; die neunhunderttausend Mahāvidyās tragende Göttin in Kumārī-Gestalt wie zehn Millionen Sonnen strahlend, sanft wie zehn Millionen Monde, Vāṇī, Wunschgewährende, Baṭukeśvaras Geliebte, schütze mich.

So habe ich dir, Herr, das höchst wunderbare Kavaca Kumārīs, der Kula-Schenkenden, erklärt; es reicht zum tiefsten Sinn der fünf Tattvas.

Wer mit den fünf Tattvas, dem Hymnus und dem Kavaca rezitiert, erhält zweifellos die Vollendung des Himmelswanderns.

Durch die Gnade des Kavaca wird er rasch diamantleibig; wer es liest, wird Yogin, Wissender und Herr aller Vollendungen.

Im Streit, im Rechtsgeschäft, im Kampf, im Kula-Kreis, auf großer Straße, auf dem Leichenplatz und beim Entstehen von Yoga-Vollendung erhält man durch Rezitation die Frucht. Wahr, wahr ist es, Kula-Herr: Dieses heilvolle Kavaca zur Unterwerfung gewährt überall Sieg.

Ein heilige Gelübde Haltender lese es täglich; gewiss wird er ein begüterter Asket. Kumārī, die vollendete Vidyā, schenkt höchste Vollendung.

Wer es liest oder hört, wird zum Wunschbaum. Genuss, Befreiung, Zufriedenheit, Gedeihen, königliches Glück und großen Wohlstand erlangt der vortreffliche Übende; durch Tragen wird er siegreich. Durch Rezitation dieses heilvollen Kavaca vollbringt der Wissende Unmögliches.

Es schenkt den Kula-Angehörigen großes Glück, Dharma, Wohlstand, Verlangen und Befreiung. Für Yogins [Satzanschluss unsicher] verehre man täglich Kumārī am Tage und in der Nacht.

Mit besonderen Darbringungen bringe man die drei Welten unter seine Gewalt: mit Fleisch als Speise sowie Fisch und Mudrā, mit verschiedenen essbaren und zu verzehrenden Speisen, Duftstoffen, Girlanden, Gold- und Silberschmuck und schönen Gewändern.

Nachdem der Übende die Schönangesichtige verehrt, rezitiert und gesättigt hat, mit Opfern, Gaben, Askese und ritueller Anwendung, Maheśvara, und sie gepriesen hat, rezitiere er das Kumārī-Kavaca mit ungeteilter Haltung. Rasch erlangt er Vollendung und wird Herr der Könige.

Er erhält die gewünschte Frucht, was immer in seinem Geist ist. Wer das Kavaca auf Birkenrinde schreibt und trägt, am Samstag oder Dienstag, am neunten, achten oder vierzehnten Mondtag oder am Vollmond, besonders in der dunklen Monatshälfte, schreibe und trage es nach Norden gewandt. Selbst mit großen Sünden belastet wird er von sämtlichen Sünden befreit.

Trägt eine Frau es am linken Arm, erlangt sie alles Heil, viele Söhne, Schönheit und allen Wohlstand.

Ebenso trage der vortreffliche Mann es am rechten Arm. Schon hier erhält er einen göttlichen Körper mit dem Glanz des Fünfgesichtigen.

Danach gelangt er in Śivas Welt, schnell wie der Wind und frei von Leiden; er durchbricht den Sonnenkreis und erlangt höchste Befreiung.

Dieses heilvolle Kavaca schenkt den Welten höchstes Glück, nimmt Furcht, gibt Hingabe an die heiligen Füße und dient der Befreiung der Rezitierenden; aus dem Meer der Freude entstanden ist es ein Weg und das einzige Mittel zur Vernichtung der furchtbaren Befleckung des Kali-Zeitalters. Wer dieses unvergleichliche Dharma-Werk liest, gelangt augenblicklich zur Befreiung.

Damit endet im späteren Tantra des Rudrayāmala, in der Erhellung des großen Tantra, in der Anordnung des Kumārī-Dienstes, im Abschnitt über das Kumārī-Kavaca und vollendete Mantras, bei der Bestimmung der inneren Haltung, das Kumārī-Kavaca.

Kumari: weiterer Hymnus und Abschluss

Nun ein weiterer Hymnus.

Von der Welt Verehrte, von der Welt Gegrüßte, Gestalt aller Kräfte: Nimm die Verehrung an, Kaumārī, Weltenmutter! Verehrung sei dir!

Ich verehre die dreijährige Trimūrti, Tripurā, Grundlage der drei Städte, Gestalt des Wissens, die von den drei Welten gegrüßte Göttin.

Ich verehre Kalyāṇī, die Göttin in Gestalt der Zeit und jenseits ihrer Teile, mit mitfühlendem Herzen, Śivā, Mutter des Heils.

Ich verehre Rohiṇī, Grundlage der Fähigkeiten wie Kleinwerden, aus den mit a beginnenden Buchstaben bestehend, von unendlicher Kraft, Lakṣmī.

Ich verehre Kālikā, die nach Wunsch wandelt, heilvoll und lieblich, Gestalt des Zeitrades, Wunschgewährende, freigebig in ihrem Mitgefühl.

Stets verehre ich Caṇḍikā, von heftiger Tapferkeit und heftiger Māyā, Vernichterin Caṇḍas und Muṇḍas, Göttin mit gewaltiger Tatkraft.

Ich verehre Śāmbhavī, die stets Freude bereitet, friedvoll, von allen Göttern gegrüßt, Selbst aller Wesen, Lakṣmī.

Stets verehre ich hingebungsvoll Durgā, die bei schwierigen, schwer zu bewältigenden Aufgaben und im Leid des Daseins gegenwärtig ist, die Bedrängnis der Not vernichtet. [bhavaduḥkhanivāsinī: wörtlich „im Daseinsleid wohnend“.]

Ich verehre Subhadrā, schön, in allen Farben leuchtend, Glück und gutes Geschick schenkend, Göttin und Mutter Subhadrās beziehungsweise des großen Heils.

Damit endet der Kumārī-Hymnus.

Damit endet im Śāktapramoda das Kumārī-Tantra.

12. Opferdarbringung und Feueropfer

Zwölftes Tantra: Abfolge der Opferdarbringung

Heil!

Zusammengestellt und verfasst vom erhabenen König Devanandanasiṃha Bahādur, Herrscher der Residenz Śivahara,

als Bestandteil des Śāktapramoda:

das zwölfte Tantra,

die Abfolge der Opferdarbringung.

Von Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs

durchgesehen.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem erhabenen Gaṇeśa!

Nun der Śāktapramoda.

Nun die Abfolge der Opferdarbringung.

Bali: historische Tieropferordnung

Der Opfernde wendet sich nach Norden und bringt das nach Osten gerichtete Opfertier herbei: mit unversehrten Gliedern, schön, munter und wohlgenährt, gebadet, mit einer Girlande um den Hals. Mit gefalteten Händen rezitiert er:

oṃ. Vārāhī, Yamunā, Gaṅgā, Karatoyā und Sarasvatī, Kāverī, Candrabhāgā, Sindhu, Bhairava und die Meere: Stellt euch hier ein, damit das Bad des Opfertieres vollzogen werde!

So werden die heiligen Gewässer angerufen.

oṃ. Agni war das Opfertier; mit ihm opferten sie. Er gewann diese Welt, in der Agni ist. Diese Welt wird dein sein, du wirst sie gewinnen. Trinke dieses Wasser!

oṃ. Vāyu war das Opfertier; mit ihm opferten sie. Er gewann diese Welt, in der Vāyu ist. Diese Welt wird dein sein, du wirst sie gewinnen. Trinke dieses Wasser!

oṃ. Sūrya war das Opfertier; mit ihm opferten sie. Er gewann diese Welt, in der Sūrya ist. Diese Welt wird dein sein, du wirst sie gewinnen. Trinke dieses Wasser!

oṃ. Ich reinige deine Rede; ich reinige deinen Lebensatem.

Ich reinige dein Auge, dein Gehör, dein Geschlechtsglied und deinen After.

Ich reinige deine Fortbewegungsorgane. Dein Geist möge sich kräftigen!

Deine Rede möge sich kräftigen!

Dein Lebensatem möge sich kräftigen!

Dein Auge möge sich kräftigen!

Dein Gehör möge sich kräftigen! Was an dir grausam oder verletzt ist, das möge sich kräftigen, es möge sich lösen beziehungsweise ausbreiten. Es möge dir gereinigt werden … svāhā. [śomahobhyaḥ: nicht sicher lesbare Schlussform.] Mit diesen Mantras badet man das Tier. Danach: „oṃ, für die Bindung des Opfertieres mitten am Opferpfosten: Binde, binde das Tier mit Hörnern und allen Gliedern an den Pfosten, der einen Teil des Weltalls verkörpert! hvaḥ phaṭ svāhā.“ Dann die Besprengung: „oṃ hrā/ hrī/ hrū/ cā/, der Caṇḍikā besprenge ich dieses Tier, svāhā.“

Danach vollzieht man die Lösung mit: „Befreie, befreie das Tier mit Hörnern und allen Gliedern, svāhā!“ Dann spricht man: „Vergib!“

Man trägt Zinnober auf die Stirn auf und gibt Fußwasser und weitere Gaben mit „oṃ, Verehrung dem Ziegenopfertier!“ Danach Blumen: „Seinem Herrn, oṃ, Verehrung Agni! Der Empfängerin dieser Gabe, hrīṃ, Verehrung der genannten Gottheit!“ Dann verehrt man die Gottheiten an den Gliedern des Tieres.

Am Kopf: oṃ, Verehrung der Blutgesichtigen!

An der Stirn: oṃ, Verehrung Śārṅgiṇī!

Zwischen den Brauen: oṃ, Verehrung Bhaṅgā!

An den Augen: oṃ, Verehrung der Dreiäugigen!

An den Ohren: oṃ, Verehrung Pārvatī!

An der Nase: oṃ, Verehrung Gaurī!

Am Kinn: oṃ, Verehrung Caṇḍikā!

An der Zahnreihe: oṃ, Verehrung Ugracaṇḍikā!

An der Zunge: oṃ, Verehrung Caṇḍaghaṇṭā!

Am Mund: oṃ, Verehrung Virūpākṣā!

Am Hals: oṃ, Verehrung Caṇḍā!

Am Rücken: oṃ, Verehrung Mahābhairavī!

Am Bauch: oṃ, Verehrung Vaiṣṇavī!

An den vier Füßen: oṃ, Verehrung Caṇḍapriyā!

An den Flanken: oṃ, Verehrung Sarvaiśvarī!

Im Hüftbereich: oṃ, Verehrung Virūpākṣā!

An den Hufspitzen: oṃ, Verehrung Kauśikī!

Am Schwanz: oṃ, Verehrung Praharṣiṇī!

Am ganzen Körper: oṃ, Verehrung den über das Tier waltenden Gottheiten! Nach dieser Verehrung erfolgt die Widmung.

„Viṣṇu. oṃ tat sat. Heute, im Monat Āśvina, in der hellen Monatshälfte, am genannten Mondtag, beim jährlichen Herbstfest der genannten Gottheit, für die genannte Person aus dem genannten Gotra, im Wunsch, diese Gottheit zu erfreuen: Der genannten Göttin werde ich dieses Tier, dessen Gottheit das Feuer ist, für dich töten.“ Nach dieser Widmung liest man mit gefalteten Händen:

oṃ. Ziege, durch mein Glück bist du als Opfergabe hier erschienen.

Darum verneige ich mich vor dem Allgestaltigen, der die Opfergabe verkörpert.

Zum Zweck des Opfers wurden die Tiere vom Selbstentstandenen selbst geschaffen.

Deshalb werde ich dich töten; darum gilt im Opfer die Tötung als Nichttötung. [Dies ist die religiöse Rechtfertigung des Quellentextes.]

Du bist aus einem tierischen Schoß geboren für Handlungen wie Pūjā und Feueropfer.

Möge jene Göttin durch dein Blut und Fleisch zufrieden sein!

Durch die Gabe, die Caṇḍikā erfreut, vernichtest du das Unglück des Gebers.

Dir, Opfergabe, die Cāmuṇḍās Opfer verkörpert, sei Verehrung!

Danach:

Wir erkennen die Fessel des Opfertieres; wir meditieren über das Abschneiden des Kopfes.

Möge das Opfertier uns dazu anregen!

Dies rezitiert man dem Tier ins Ohr.

Dann bringt man das Schwert herbei, schreibt die Keimsilbe hrīṃ darauf und meditiert:

Schwarz, den Bogen Pināka in der Hand, die Gestalt Kālarātrīs tragend, mit wildem, rotem Mund und roten Augen, mit roten Girlanden und Salben, in rotem Gewand, eine Schlinge in der Hand, mit Gefolge, Blut trinkend und eine Menge Ahnenopferspeisen verzehrend … [kavya; mögliche Textstörung.]

Nachdem man so über das Schwert meditiert hat, nimmt man es auf:

oṃ. Du bist Caṇḍikās Zunge, du machst die Götterwelt günstig.

Mit dieser Besprechung …

Mit aiṃ hrīṃ khaḍgāya namaḥ – „Verehrung dem Schwert!“ – verehrt man es mit Fußwasser und den weiteren Gaben.

Am Griff: oṃ, Verehrung Mahādeva!

An der Schneide: oṃ, Verehrung Yama!

An der Spitze: oṃ, Verehrung Brahmā!

oṃ. Asi, Viśasana, Khaḍga, Scharfklingiger, Schwerbezwingbarer, Śrīgarbha, Vijaya und Dharmapāla: Verehrung sei dir!

Diese acht Namen hat der Schöpfer selbst für dich ausgesprochen.

Dein Mondhaus ist Kīrttikā [so die Quelle; wohl Kṛttikā]; dein Lehrer und Gott ist Maheśvara.

Gold ist dein Leib; dein Schöpfergott ist Janārdana.

Dein Vater ist der göttliche Großvater. Beschütze mich stets!

Einer dunklen Regenwolke gleich, mit scharfen Zähnen und schmalem Bauch, in innerer Haltung rein, reinigend und von höchstem Glanz. [amarṣaṇa: auch „zornig“ möglich; Worttrennung unsicher.]

Mit „oṃ, Verehrung dem Scharfzähnigen!“ bringt man eine Blume dar.

Mit „oṃ hrīṃ phaṭ“ nimmt man das Schwert auf und rezitiert am Hals der Ziege: „oṃ, Kālī, Kālī, Vajreśvarī, Verehrung der Eisenstabträgerin!“

„Schwert, schneide rasch, schneide! phaṭ phaṭ svāhā.“ Das Tier ist nach Osten und der Opfernde nach Norden gerichtet, oder das Tier nach Norden und der Opfernde nach Osten; der Quellentext verlangt die Abtrennung mit einem einzigen Schlag.

Dann nimmt man Blut in ein Tongefäß oder anderes Gefäß und teilt es vierfach: im Nordosten „oṃ, Verehrung Vidārikā“, im Südosten „oṃ, Verehrung Pūtanā“, im Südwesten „oṃ, Verehrung Pāparākṣasī“, im Nordwesten „oṃ, Verehrung Kauśikī“. Der Entschluss lautet: „oṃ tat sat. Heute, im genannten Monat, in der genannten Monatshälfte, am genannten Mondtag, beim jährlichen Herbstfest der genannten Gottheit, für die genannte Person des genannten Gotra, mit dem Wunsch, die Gottheit zehn Jahre lang zu erfreuen, werde ich der genannten Göttin Blut eines Ziegenopfertieres darbringen.“ Dann: „oṃ, Kālī, Kālī, Mahākālikā, Sündenvernichterin, nimm das Blut und die Opfergabe an, Wunschgewährende, Schönäugige!“

Dies ist die Blutopfergabe.

Man bringe sie mit dem Mantra dar, der mit „oṃ dakṣayajña“ beginnt. [Hier wird der Mantra nicht vollständig ausgeschrieben.]

Dann spreche man: „aiṃ hrīṃ śrīṃ, Kauśikī möge durch das Blut gesättigt werden!“

Dann stellt man ein brennendes Licht auf den Kopf und spricht: „oṃ tat sat. Heute, im genannten Monat, in der genannten Monatshälfte, am genannten Mondtag, beim jährlichen genannten Herbstfest, …“

„… für die genannte Person aus dem genannten Gotra, die immer größeres Verdienst durch Schauen, Grüßen, Berühren, Verehren, Baden und Sättigen der erhabenen genannten Gottheit ersehnt, werde ich der genannten Göttin diesen Ziegenkopf mit Licht geben.“ Nach diesem Entschluss widmet man ihn: „Dies ist die Opfergabe des Ziegenkopfes mit Licht. hrīṃ, Verehrung der Göttin Durgā!“ Dann: „oṃ. Siege, Herrin aller Wesen, von allen Wesen umgeben! Beschütze mich vor deinen eigenen Wesen; genieße die Opfergabe! Verehrung sei dir!“ Danach nimmt man Blut vom Schwert und setzt ein Stirnzeichen mit: „oṃ. Wen immer ich mit dem Fuß berühre, wen immer ich mit den Augen sehe, der komme unter meine Gewalt, selbst wenn er Śakra gliche.“ Beim Widderopfer wird der Wortlaut entsprechend mit „Widder“ angepasst; bei dessen Blutgabe lautet der Wunsch, die genannte Gottheit ein Jahr lang zu erfreuen. Bei vielen Opfertieren stellt man zwei oder drei vor sich auf, besprengt sie und verehrt mit „Verehrung den jeweiligen Opfertieren!“ Den mit „Ziege, du …“ beginnenden Text passt man unter Änderung des Singulars an; ebenso bei anderen Tieren. Die Widmung lautet dann: „Diese Tiere werde ich für dich töten.“ Bei der Blutgabe: „Diese Blutopfer werde ich darbringen“; man gibt sie einzeln. Ebenso verfährt man mit den Köpfen. Dann rezitiert man nach Vermögen den Wurzelmantra, bringt die Rezitation dar und verneigt sich. So lautet die im Nandikeśvarapurāṇa erklärte Ordnung.

Tantrische Bali-Ordnung

Nun die tantrische Ordnung der Opferdarbringung.

Ein Tier mit günstigen Kennzeichen wird vor die Göttin gestellt und nach der folgenden Vorschrift gewidmet. Im Yāmala heißt es: „Nachdem man das Tier mit den rechten Kennzeichen vor die Göttin gestellt hat, vertreibe man die Geister durch Ausstreuen weißen Senfs.“ Mit Ehrengabenwasser besprengt, durch den Waffenmantra geschützt, mit dem Kavaca verhüllt und durch die Kuh-Mudrā zu Nektar gemacht, wird das Tier mit Duft, Blumen und ungebrochenen Reiskörnern verehrt. Mit dem Wurzelmantra und der Tattva-Mudrā erfolgt siebenfache Besprengung. Ins Ohr spricht man: „Wir erkennen die Fessel des Opfertieres; wir meditieren über den Allschöpfer. Möge der Lebensgeist uns anregen!“ Dann verehrt man das Schwert mit „hrīṃ, Kālī, Kālī, Vajreśvarī, Verehrung der Eisenstabträgerin!“ Danach verehrt man Spitze, Mitte und Ansatz des Schwertes der Reihe nach.

So: hrū/, Verehrung Vāgīśvarī und Brahmā! hū/, Verehrung Lakṣmī und Nārāyaṇa!

hrū/, Verehrung Umā und Maheśvara!

Dann verehrt man das ganze Schwert mit: „Verehrung dem Schwert, verbunden mit Brahmā, Viṣṇu, Śiva und Śakti!“ und verneigt sich.

Dem Schwert, scharf geschliffen, dem Zweck des Wirkens der Śakti ganz ergeben sei Verehrung, Schwertherr! Das Opfertier soll rasch durch dich durchschnitten werden.

Dann folgt der große Widmungssatz: „Im Wunsch, die genannte Gottheit zu erfreuen, übergebe ich dir, der genannten Göttin, dieses Tier.“ Danach bringt man es dar:

Nach der beschriebenen Vorschrift sei es dir übergeben.

Dann wird die Opfergabe durchtrennt.

Danach wird der Göttin das Blut zusammen mit Fleisch gegeben.

Den Rest gebe man als Opfergabe Baṭuka und den anderen, folgendermaßen:

Mit „hū/ yā/, Verehrung Baṭuka!“ verehrt man ihn mit Duft und weiteren Gaben und bringt im Nordwesten das Opfer mit dem zuvor genannten Mantra dar. Mit „hū/ yā/, Verehrung den Yoginīs!“ verehrt man sie und gibt im Nordosten das Opfer mit dem zuvor genannten Mantra.

Mit „hū/ kṣā/, Verehrung Kṣetrapāla!“ verehrt man ihn und bringt im Südwesten das Opfer mit dem zuvor genannten Mantra dar.

Mit „hū/ gā/, Verehrung Gaṇapati!“ verehrt man ihn und gibt im Südosten Gaṇeśa die Opfergabe mit dem zuvor genannten Mantra. So der Tantrasāra.

Homa: Feuergrube, Opferfläche und Maße

Nun die Ordnung des Feueropfers.

Zunächst die Anlage von Feuergrube, Opferfläche und anderen Einrichtungen. Im Matsyapurāṇa:

Man bereite sorgfältig einen Boden vor, der nach Osten oder Norden abfällt.

„Nach Osten oder Norden abfallend“ bedeutet: nach Osten niedriger oder nach Norden niedriger. Dazu im Vasiṣṭhapañcarātra und in der Vijñānalalitā:

Die viereckige Feuergrube ist für alle Berechtigten geeignet und gewährt alles.

Caturasra bedeutet: mit vier Ecken.

Im Bhaviṣyottara: Wenn tausend Opfergaben darzubringen sind, errichte man eine Feuergrube von einer Elle.

Bei zehntausend Gaben zwei Ellen, bei hunderttausend vier Ellen. [cauṣkara: verkürzte beziehungsweise gestörte Maßform.]

Zu „zwei Ellen“ und den weiteren Maßen sagt das Yāmala:

Gemessen wird mit der Diagonalschnur der jeweils vorhergehenden Feuergrube.

Dies wird als Maß der jeweils folgenden Feuergrube erklärt.

Das durch die Diagonalschnur der vorangehenden, als zwei Ellen und so weiter bezeichneten Grube ermittelte Maß – die Schnur wird vom Nordosten zum Südwesten gespannt – ist das Maß der jeweils folgenden Grube. „Zwei Ellen“ und so weiter ist dabei eine technische Bezeichnung, nicht einfach das Doppelte und Weitere der gewöhnlichen Elle.

Andernfalls ergäbe sich für das als zwei Ellen Bezeichnete ein Maß von vier Ellen. [Die Argumentation setzt Flächen- und Längenmaße zueinander in Beziehung.]

Wie bei der Vermessung des Bodens eines Bauern. Im Vasiṣṭhapañcarātra:

So groß die Breite der Feuergrube ist, so tief soll die Ausgrabung sein.

Bei einer Elle gibt es drei Einfassungen von vier, drei und zwei Fingerbreiten.

Bei einer Feuergrube von zwei Ellen betragen diese sechs, vier und drei Fingerbreiten.

Bei vier Ellen betragen sie acht, sechs und vier Fingerbreiten.

Wie der Gürtel eines Brahmacārin.

Es sind aus Erde geformte Umfassungen der Feuergrube.

Außerhalb der Grube lässt man einen Halsrand von einer Fingerbreite frei; danach werden die Einfassungen in Höhe und Breite der Reihe nach mit den durch „Veden“ und die weiteren Zahlwörter bezeichneten Fingermaßen angelegt.

Die in anderen Tantras genannten umgekehrten Maße widersprechen der praktischen Anordnung.

Veden bedeutet vier, Feuer drei, Augen zwei, Geschmacksarten sechs, Guṇas drei; Vasus, Erkenntnissysteme und Yugas bedeuten acht, sechs und vier. In der Piṅgalā-Lehre:

„Eine Fingerbreite von der Grube freilassend, soll man die Einfassungen anlegen.“ Dass bei nur einer Grube diese im Westen anzulegen ist, erklärt das Vasiṣṭhapañcarātra im Mahādānanirṇaya: „Für Genuss, Befreiung, Gedeihen und Erneuerung des Verfallenen, bei täglichem Feueropfer und jeder Befriedung soll die eine Grube in Varuṇas Richtung, im Westen, liegen.“ Im Śāradātilaka: „Vor dem Opfernden, oberhalb dieser Einfassungen, gleich einem Aśvattha-Blatt …“ [yo nirāsām: gestörte Worttrennung.]

… wird die Yoni für Gruben von einer Faust, einer Unterarmlänge oder einer Elle beschrieben:

Sechs Fingerbreiten lang, vier breit und zwei hoch.

Ihre Spitze mache man eine Fingerbreite breit und leicht nach unten geneigt.

Bei den anderen Gruben vergrößere man die Yoni jeweils um eine Fingerbreite.

Auch die Yoni-Spitze vergrößere man entsprechend der Zweierfolge. [yāvaddvayakrameṇa: genaue Progression unklar.]

Vom ebenen Platz aus soll in der Mitte der Yoni eine Rinne mit Öffnung verlaufen.

„Dieser“ bezieht sich auf die Einfassungen. „Wie ein Aśvattha-Blatt“ bedeutet: vom vier Finger breiten Ansatz aus nach der genannten Folge bis zur einen Finger breiten Spitze verengt.

Die Vorschrift für die Opferfläche, auf der das Feuer zum Homa eingesetzt wird, lautet:

In der Vasiṣṭhasaṃhitā: „Darum soll man nach sorgfältiger Prüfung einen solchen glückbringenden Altar errichten …“

… oder bei einem verkürzten Feueropfer eine Opferfläche von einer Elle. Auch im Kriyāsāra:

Man errichte eine so beschaffene Feuergrube oder bediene sich einer Opferfläche.

Auch im Śāradātilaka:

Tägliche, anlassgebundene und wunschbezogene Riten kann man auf einer Opferfläche durchführen.

Man mache sie allseits viereckig und eine Elle groß.

So im Tithyāditattva. Ferner Gobhila:

Nachdem man geschütztes Wasser geholt hat, fege und bestreiche man einen nach Osten oder Norden abfallenden oder ebenen Platz. Im Inneren ziehe man eine östlich gerichtete Linie und westlich daran anschließend eine nördlich gerichtete. In deren Mitte ziehe man drei Linien nach Osten und besprenge sie. Dies ist überall das Verfahren der Kennzeichnung.

„Geschützt“ bedeutet abgedeckt, also von Ausgestoßenen und anderen nicht gesehen.

Die Wirkung einer Absenkung nach Osten und in andere Richtungen nennt Gobhilaputra im Gṛhyasaṅgraha:

Nach Osten abfallender Boden gibt Brahman-Glanz; nach Norden abfallender höchsten Ruhm.

Nach Süden abfallender gehört zu den Ahnen; ebener Boden gewährt festen Bestand.

Bei yaśottamam steht yaśa als a-Stamm, entsprechend der Aussage, dass auch s-Stämme als a-Stämme auftreten, wie in gayāśire.

„Fegen“ bedeutet, mit Kuśa-Gras ringsum seitlich Liegendes und anderes zu entfernen und im Norden mehr als eineinhalb Ellen entfernt abzulegen.

Denn die von Hariśarman überlieferte Aussage lautet: „Nach dem Fegen macht man den Kehrichthaufen drei Spannen nördlich.“

Dann folgt das jeweilige Bestreichen.

Den Grund dafür nennt der Gṛhyasaṅgraha:

Einst wurde der große Asura Vṛtra von Indras Donnerkeil getroffen.

Durch sein Fett wurde die Erde durchtränkt; deshalb soll man sie bestreichen. So lautet die Aussage.

„In der Mitte“ heißt im Inneren der Opferfläche, dabei im südlichen Teil der Mitte, entsprechend der einundzwanzig Fingerbreiten langen, nach Norden verlaufenden Linie. Andernfalls …

„Zuerst fege der Reine mit Kuśa-Gras die reine Erde, …“

„… die eine Elle große viereckige Fläche bestreiche er mit Kuhdung.“

… wäre dies auf der bei Bhāradvāja eine Elle messenden Opferfläche nicht möglich.

Prācī bedeutet: nach Osten verlaufend.

Udīcīṃ ca saṃhatām bedeutet: die angeschlossene, nach Norden gerichtete Linie.

Paścāt bedeutet: westlich.

Am westlichen Ende der östlich verlaufenden Linie wird die nach Norden gerichtete angeschlossen. In deren Mitte ziehe man drei nach Osten gerichtete Linien und besprenge sie.

Vor der Besprengung wird die beim Linienziehen gelöste Erde entfernt.

Denn Kātyāyanas Sūtra sagt: „Nach dem Einritzen nehme man die Erde heraus und besprenge.“

Den Ablageort dieser Erde nennt der Gṛhyasaṅgraha:

Man nehme die aufgeworfene Erde aus den Linien und lege sie eine Unterarmlänge entfernt ab.

Diese Stelle im Nordosten gilt als Tor der Dinge.

Die Handlungsfolge vom Fegen bis zum Besprengen heißt „Kennzeichnung“. Ihr Verfahren gilt überall dort, wo Feuer herbeigebracht wird.

Die Maße der Linien nennt Kātyāyana im Chāndogapariśiṣṭa:

Die südliche, nach Osten verlaufende Linie misst zwölf Fingerbreiten.

Die an ihrem Ansatz anschließende Nordlinie misst neun darüber hinaus.

Die übrigen, an die Nordlinie angeschlossenen Linien messen jeweils eine Spanne.

Mit jeweils sieben Fingerbreiten Abstand ritze man sie ausschließlich mit Kuśa-Gras ein.

„Neun darüber hinaus“ heißt: neun mehr als zwölf, also einundzwanzig Fingerbreiten.

„Die übrigen“ sind die drei neben den beiden genannten Linien verbleibenden. „Mit Kuśa-Gras“ gilt für alle.

Das Wort „ausschließlich“ schließt die in anderen Lehrzweigen angegebenen Verfahren aus.

Die Smṛti nennt auch Gottheiten und Farben der Linien:

Die nach Osten gerichtete gehört zur Erde, die nach Norden gerichtete zu Agni.

Die weiteren nach Osten gezogenen gehören Prajāpati, Indra und Soma.

Die Erdlinie ist gelb, die Agni-Linie rot.

Die Prajāpati-Linie ist schwarz, die Indra-Linie wird blau genannt.

Die Soma-Linie ist weiß. Das ist die Farbbestimmung der Linien.

Der Gṛhyasaṅgraha erklärt die Haltung der linken gespannten Hand bis zur Einsetzung des Feuers:

Man setze die linke Hand auf den Boden und ritze mit der rechten.

Man hebe die Hand nicht, bis das Feuer eingesetzt ist.

Wer die Maße bestimmt, erklärt Kātyāyana im Chāndogapariśiṣṭa:

Wenn eine Vermessung vorgeschrieben, aber die maßgebende Person nicht genannt ist, sollen die Maße des Opferherrn gelten. Das ist die Entscheidung der Kundigen.

Derselbe erklärt das Daumen- und Fingermaß:

Wo immer ein Daumen- oder Fingermaß vorgeschrieben wird, messe man stets nach dem großen Gelenkknoten.

Ist der Opferherr beim Feueropfer nicht anwesend, gilt das gewöhnliche Fingermaß.

Wie im Kapilapañcarātra: „Acht Gerstenkörner ergeben das größte, sieben das mittlere Maß …“

„… sechs das kleinste Fingermaß“, so haben die vortrefflichen Weisen gelehrt.

Mit „diesen“ sind die hier behandelten Gerstenkörner gemeint.

Kanyasa bedeutet: das kleinste.

Gemessen wird nach der Breite.

Sechs Gerstenkörner, seitlich beziehungsweise in der Breite gemessen gemäß dieser Aussage Kātyāyanas.

So das Saṃskāratattva.

Homa: Wirkung und täglicher Ritus

Ohne Rezitation wird ein Mantra nicht vollendet; ohne Feueropfer trägt er keine Frucht.

Ohne Verehrung gewährt er keine Wünsche. Darum soll man alle drei vollziehen.

Durch Pūjā erhält man Verehrung; durch Rezitation Vollendung, ohne Zweifel.

Durch den Feuerritus erhält man Machtentfaltung und alle Vollendungen.

Auch im Nīlatantra:

Ich werde das tägliche Feueropfer erklären, durch das man alle Ziele erreicht.

Nach ordnungsgemäß vollzogener Verehrung führe man den Ritus mit vorausgehender Bali-Gabe durch.

Dann vollziehe der vortreffliche Übende Feueropfer und Sättigungsopfer.

Der Brahmane vollziehe auch Bali, Vaiśvadeva und die weiteren Riten.

Man besprenge mit Ehrengabenwasser und zeichne drei Linien.

Man bringe vorschriftsmäßig Feuer herbei und spreche: „Verehrung den Fleischverzehrern!“

Unter Aussprache des Wurzelmantras breite man in der Feuergrube, auf der Opferfläche oder auf dem Boden das Feuer aus und verwende die drei Vyāhṛtis.

Mit jeweils svāhā am Ende opfere man dreimal; dann vollziehe man das Feueropfer der sechs Glieder.

Ferner:

Dann rufe man die Göttin herbei und bringe mit dem Wurzelmantra sechzehn Gaben dar.

Nach Opfer, Lobpreis und Verneigung entlasse man sie in den Mondkreis.

Besonderheit bei Śyāmā und verwandten Formen:

Man opfere für die acht Bhairavas mit guten Sesamkörnern und Ghee in der Reihenfolge der Richtungen, beginnend im Osten; dann vollziehe man das Feueropfer.

Homa: verkürzte Durchführung

Nun die verkürzte Durchführung des Feueropfers.

In einer durch Betrachtung und weitere Riten geweihten Feuergrube oder Opferfläche zeichne man jeweils drei nach Osten und nach Norden gerichtete Linien.

Die Betrachtung geschieht mit dem Wurzelmantra, das Anschlagen mit dem Waffenmantra.

Mit demselben geschieht die Besprengung; das Begießen erfolgt mit dem Schutzpanzermantra.

Dann spricht man den Wurzelmantra und verehrt mit „Verehrung der Feuergrube!“; danach sind drei nach Osten gerichtete Linien anzulegen.

An den östlichen Spitzen verehrt man rechtsläufig Mukunda, Īśa und Purandara; an den nördlichen Brahmā, Vaivasvata und Indu.

Bei Sundarī wird überall Ṣaṭtārī verwendet.

Ṣaṭtārī lautet: aiṃ hrīṃ śrīṃ aiṃ klīṃ sauḥ. Danach: „Verehrung Brahmā!“

So verehre man der Reihe nach.

Ebenso heißt es in der Brahmasaṃhitā zur Feuergrube:

Im Nordosten errichte man einen Altar von einer Elle Breite und Höhe.

Darauf stelle man einen Krug in der vorgeschriebenen Reihenfolge.

Dort verehre man die Gottheit mit den vorschriftsmäßigen Darbringungen.

Dann vollziehe man das Feueropfer in Gegenwart der Gottheit.

In der Mitte der Feuergrube zeichne man Sechseck, Kreis und Dreieck, außen einen achtblättrigen Lotus und darum ein Viereck mit vier Toren. Darüber gebe man mit dem Wurzelmantra eine Handvoll Blumen; bei Sundarī verwendet man Bālās Mantra.

Dann besprenge man alles mit Praṇava und verehre den Yoga-Sitz des Feuers, folgendermaßen:

Auf dem Fruchtboden verehre man die tragende Kraft und die weiteren Gottheiten; in den vier Ecken, beginnend im Südosten:

oṃ, Verehrung dem Dharma!

oṃ, Verehrung dem Wissen!

oṃ, Verehrung der Leidenschaftslosigkeit!

oṃ, Verehrung der Herrschaft!

In den Hauptrichtungen, beginnend im Osten: oṃ, Verehrung dem Nicht-Dharma!

oṃ, Verehrung dem Nichtwissen!

oṃ, Verehrung der fehlenden Leidenschaftslosigkeit!

oṃ, Verehrung der fehlenden Herrschaft!

In der Mitte: oṃ, Verehrung Ananta, dem Unendlichen!

oṃ, Verehrung dem Lotus!

oṃ aṃ, Verehrung dem Sonnenkreis, der aus zwölf Kräften besteht!

oṃ uṃ, Verehrung dem Mondkreis, der aus sechzehn Kräften besteht!

oṃ ma/, Verehrung dem Feuerkreis, der aus zehn Kräften besteht!

Auf den Staubfäden, beginnend im Osten, und in der Mitte: oṃ, Verehrung Pītā, der Gelben!

oṃ, Verehrung Śvetā, der Weißen!

oṃ, Verehrung Aruṇā, der Rötlichen!

oṃ, Verehrung Kṛṣṇā, der Schwarzen!

oṃ, Verehrung Dhūmrā, der Rauchfarbenen!

oṃ, Verehrung Tīvrā, der Heftigen!

oṃ, Verehrung Sphuliṅginī, der Funken Sprühenden!

oṃ, Verehrung Rudhirā, der Blutroten!

oṃ, Verehrung Jvālinī, der Flammenden!

Danach: ra/, Verehrung dem Sitz des Feuers! Dann:

Vāgīśvarī, nach ihrer fruchtbaren Zeit gebadet, mit Augen wie blaue Lotusse, mit Vāgīśvara vereinigt und von spielerischer Stimmung erfüllt.

Nachdem man so meditiert hat, verehrt man mit fünf Darbringungen und den Mantras „oṃ hrīṃ, Verehrung Vāgīśvara!“ und „oṃ, Verehrung Vāgīśvarī!“ Dann bringt man Feuer herbei, das aus einem Sonnenstein oder anderem gewonnen wurde oder aus dem Haus eines vedisch Gelehrten stammt.

Bei Sundarī verehrt man Kāmeśvara und Kāmeśvarī.

Im Gautamīya: Man nehme aus Stein gewonnenes oder durch Reibhölzer erzeugtes Feuer, aus dem Haus vedisch Gelehrter stammendes oder im Wald vorhandenes.

Auch zufällig erlangtes Feuer ist für die Opferhandlung ungeeignet.

Feuer von einem Brahmanen, der kein rituelles Feuer unterhält, gewährt nur die halbe Frucht.

Feuer von einem bloßen Kṣatriya-Angehörigen gewährt ein Viertel der Frucht.

Feuer von einem Vaiśya oder Śūdra bleibt beim Feueropfer fruchtlos. [Historische Kastenvorschrift der Quelle.]

Darum beschaffe man mit aller Sorgfalt das beschriebene Feuer. In einem anderen Tantra:

Der Übende bringe Feuer aus dem Haus eines Zweimalgeborenen herbei.

Er betrachte es, besprochen mit dem auf vauṣaṭ endenden Wurzelmantra.

Danach rufe man das Feuer mit dem Waffenmantra herbei.

Mit dem auf hūm phaṭ endenden Wurzelmantra scheide man den Anteil der Fleischverzehrer aus.

Danach: oṃ, Verehrung dem Yoga-Sitz des Feuers!

In den vier Richtungen: „oṃ, Verehrung Vāmā!“ Ebenso Verehrung Jyeṣṭhā, Raudrī und Ambikā. Danach spricht man den Wurzelmantra und „Verehrung der Feuergrube der genannten Gottheit!“

So verehrt man die Feuergrube und meditiert unter ihr über Vāgīśvarī, als die jeweilige Gottheit, in ihrer fruchtbaren Zeit. Man bringt das genannte Feuer herbei und weiht es durch Betrachtung und die weiteren Riten. Mit raṃ nimmt man Feuer daraus, spricht den Wurzelmantra und scheidet den Anteil der Fleischverzehrer mit „hū/ phaṭ, den Fleischverzehrern, svāhā!“ aus. Man schützt es durch den Feuermantra, verhüllt es mit hūm und macht es durch die Kuh-Mudrā zu Nektar. Dann hebt man es mit beiden Armen, bewegt es dreimal über der Grube, kniet auf dem Boden und setzt es, sich selbst zugewandt und als Śivas Samen verstanden, in die Yoni der Göttin ein.

Dann verehrt man mit „hrīṃ, Verehrung der Gestalt des Feuers!“ und verbindet es mit Bewusstsein durch „raṃ, Verehrung dem Bewusstsein des Feuers!“ Man entfacht es mit: „vocit [unsichere Anfangsform], Piṅgala, schlage, schlage! Brenne, brenne! Koche, koche! Lass alles erkennen, lass erkennen! svāhā!“

Dann: Ich grüße das entflammte Feuer, Jātavedas, den Opferverzehrer, goldfarben, rein, hell brennend, mit Gesichtern nach allen Seiten. So tritt man verehrend hinzu.

Dann gibt man ihm einen Namen: „Feuer, du trägst den genannten Namen.“ Anschließend: „oṃ, Vaiśvānara, Jātavedas, bringe hierher, Rotäugiger! Vollbringe alle Handlungen! svāhā!“

Mit diesem Mantra verehrt man durch Ehrengabe und weitere Darbringungen. „oṃ, Verehrung den sieben Zungen Agnis, beginnend mit Hiraṇyā!“

oṃ, dem Tausendstrahligen, Verehrung dem Herzen!

Mit oṃ und den weiteren Formeln: Verehrung den sechs Gliedern Agnis! [Nur der Anfang wird angegeben.]

oṃ, Verehrung den acht Gestalten, beginnend mit „Agni, Jātavedas“!

Außerhalb davon: oṃ, Verehrung den acht Kräften, beginnend mit Brāhmī!

Weiter außen: oṃ, Verehrung den acht Schätzen, beginnend mit Padma!

Weiter außen: oṃ, Verehrung den Welthütern, beginnend mit Indra!

Weiter außen: „oṃ, Verehrung den Waffen, beginnend mit dem Donnerkeil!“ Dann legt man zwei Kuśa-Blätter von einer Spanne Länge in das Ghee, visualisiert im linken, rechten und mittleren Bereich Iḍā, Piṅgalā und Suṣumnā und vollzieht das Feueropfer.

Mit dem kleinen Opferlöffel nimmt man Ghee von rechts und opfert in das rechte Auge des Feuers: „oṃ, Agni, svāhā!“ Von links nimmt man Ghee und opfert in das linke Auge: „oṃ, Soma, svāhā!“

Dann nimmt man Ghee aus der Mitte und opfert in das Stirnauge des Feuers: „oṃ, Agni und Soma, svāhā!“

Erneut nimmt man von rechts Ghee mit namaḥ und opfert in den Mund des Feuers: „oṃ, Agni, dem Vollender des gut Geopferten, svāhā!“

Dann folgt das Opfer der großen Vyāhṛtis.

„oṃ bhūḥ svāhā“ – der Erde; „oṃ bhuvaḥ svāhā“ – dem Zwischenraum. „oṃ, Vaiśvānara, Jātavedas, bringe hierher, Rotäugiger! Vollbringe alle Handlungen! svāhā!“ Mit diesem Mantra opfere man dreimal. [Die sonst zu erwartende dritte Vyāhṛti steht hier nicht im Quellentext.]

Dann verehrt man im Feuer mit dem Wurzelmantra die Gottheit, beginnend mit ihrem Sitz, und opfert mit Ghee und dem Wurzelmantra fünfundzwanzigmal in ihren Mund.

Man stellt sich die Einheit von Feuer, Gottheit und eigenem Selbst vor und bringt mit dem Wurzelmantra elf Opfergaben dar.

Danach: Den Gliedgottheiten des Wurzelmantras, svāhā!

Wenn man dazu imstande ist, bringe man jeder einzeln eine Gabe dar.

Danach fasse man den Entschluss und vollziehe das Feueropfer mit den im jeweiligen Ritualtext genannten Stoffen.

Mit dem Wurzelmantra bringe man die volle Abschlussgabe dar. Mit der Zurücknahme-Mudrā führe man seine erwählte Gottheit ins Herz zurück, entlasse sie mit „Vergib!“, gebe Dakṣiṇā und stelle die Unversehrtheit des Ritus fest.

Damit endet der Abschnitt über das verkürzte Feueropfer.

13. Durga-Tantra

Durga-Tantra: Titelseite

Heil!

Zusammengestellt und verfasst vom erhabenen König Devanandanasiṃha Bahādur, Herrscher der Residenz Śivahara,

als Bestandteil des Śāktapramoda:

das dreizehnte

Durgā-Tantra.

Von Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs

durchgesehen.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem erhabenen Gaṇeśa!

Śāktapramoda.

Nun das Durgā-Tantra.

Durga: Meditation, Yantra und Mantra

Nun die Meditation über Durgā.

Auf die Schulter eines Löwen gestiegen, mit vielfältigem Schmuck geschmückt, die vierarmige große Göttin, die eine Schlange als heilige Schnur trägt, in rotes Gewand gehüllt, ihr Körper wie die aufgehende Sonne, von Nārada und den übrigen Weisen bedient, Bhavas Gemahlin, schön am Nabel und Bauch, der von drei Hautfalten umgeben ist, auf der großen Juweleninsel, mit einem Löwenthron versehen, auf einem entfalteten Lotus sitzend: So meditiere man über Bhavas Gemahlin.

Nun die Herleitung des Yantras.

Ich erkläre das Durgā-Yantra. Höre, Geliebte Haras!

Zuerst zeichne man ein Dreieck, verbunden mit einer neuneckigen Figur.

Das Ganze ist mit drei Kreisen und acht Blättern versehen.

Ein Vajra mit drei Linien und zwei äußeren Erdumfriedungen gehört dazu.

Nach dem Ebnen zeichne man es nach dem genannten Verfahren.

Das Diagramm ist mit verschiedenen Waffen und Mantras versehen zu zeichnen.

Darin verehre man die Göttin als ursprüngliche Natur.

Nun die Herleitung des Mantras.

Nun erkläre ich den Durgā-Mantra, der sichtbare und unsichtbare Früchte gewährt.

Er beginnt mit Māyā, verbunden mit „Ohrdurchbohrung“; danach ist er mit „Schöpfung“ versehen. [Verschlüsselte Lautnamen; die sichere Gesamtlesung folgt im ausdrücklich ausgeschriebenen Mantra.]

Es folgen Antaka mit Pratiṣṭhā und Māruta mit Bhautikāsana. [Die Lautverschlüsselung wird hier nicht spekulativ aufgelöst.]

Mit Tārā am Anfang und hṛdaya, also namaḥ, am Ende besteht dieser Mantra aus acht Silben.

Nun der Mantra.

oṃ hrīṃ duṃ durgāyai namaḥ – „Verehrung Durgā!“ Die Keimsilben oṃ, hrīṃ und duṃ bleiben als Mantralaute stehen; im Quellentext ist duṃ durgāyai als dundurgāyai verbunden.

Durga: Verehrungsordnung

Nun die Ordnung der Pūjā.

Nach den Morgenpflichten und den weiteren Riten bis zum Pīṭha-Nyāsa setze man die Kräfte des Sitzes auf den Staubfäden und in der Mitte ein: āṃ, Verehrung Prabhā, dem Glanz!

īṃ, Verehrung Māyā!

ūṃ, Verehrung Jayā, der Siegreichen!

ṛ/, Verehrung Sūkṣmā, der Feinen!

ḹ/, Verehrung Viśuddhā, der ganz Reinen!

aiṃ, Verehrung Nandinī, der Erfreuenden!

auṃ, Verehrung Suprabhā, der herrlich Strahlenden!

aṃ, Verehrung Vijayā, der Siegerin!

aḥ, Verehrung Sarvasiddhidā, der Geberin aller Vollendungen! Darüber folgt:

Darüber verehre man: „oṃ, dem großen Löwenthron, dessen Waffen diamantene Krallen und Zähne sind, hūṃ phaṭ, Verehrung!“

Dann der Nyāsa des Sehers und der weiteren Zuordnungen. Am Kopf: „Verehrung dem Seher Nārada!“ [Die Seitenzahl 241 steht so in der Quelle.]

Am Mund: Verehrung dem Versmaß Gāyatrī!

Im Herzen: Verehrung der Gottheit Durgā!

Dann Hand- und Gliednyāsa: hrāṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, Verehrung den beiden Daumen!

hrīṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, den Zeigefingern, svāhā!

hrūṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, den Mittelfingern, vaṣaṭ!

hraiṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, den Ringfingern, hūm!

hrauṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, den kleinen Fingern, vauṣaṭ!

hraḥ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, den Handflächen und Handrücken, phaṭ!

Ebenso am Herzen und den weiteren Stellen:

hāṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, Verehrung dem Herzen! [hāṃ steht hier so in der Quelle.]

hrīṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, dem Kopf, svāhā!

hrūṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, dem Haarschopf, vaṣaṭ!

hraiṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, den drei Augen, vauṣaṭ!

hrauṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, dem Schutzpanzer, hūm!

hraḥ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, der Waffe, phaṭ! So der Nyāsa der sechs Glieder und die weiteren Einsetzungen.

Dazu heißt es im Nibandha:

Mit dem durch die Verneigungsformel ergänzten Wurzelmantra soll der Lehrer zusammen mit hrīṃ und den weiteren Bījas die sechs Glieder vorschriftsmäßig einsetzen.

Nun die Meditation:

Auf dem Löwen sitzend, mit der Mondsichel auf dem Kopf, mit vier Armen von Smaragdglanz, Muschel, Diskus, Bogen und Pfeile tragend, von drei Augen geschmückt, mit angelegten Oberarmreifen, Halsketten, Armringen, klingendem Gürtel und tönenden Fußringen, mit juwelenstrahlenden Ohrringen: Möge Durgā uns die Not nehmen!

Nach solcher Meditation und geistigen Darbringungen vollziehe man die Aufstellung der Muschel.

Dann führe man die Verehrung des Sitzes aus.

Auf den Staubfäden und in der Mitte: āṃ, Verehrung Prabhā!

īṃ, Verehrung Māyā!

ūṃ, Verehrung Jayā!

ṛṃ, Verehrung Sūkṣmā!

ḹṃ, Verehrung Viśuddhā!

oṃ aiṃ, Verehrung Nandinī!

auṃ, Verehrung Suprabhā!

aṃ, Verehrung Vijayā!

aḥ, Verehrung Sarvasiddhidā!

Darüber: Dem großen Löwenthron mit diamantenen Krallen und Zähnen als Waffen, hūm phaṭ, Verehrung!

Mit diesem Mantra gebe man den Sitz; mit dem Wurzelmantra stelle man die Gestalt her.

Dann meditiere man erneut, vollziehe die Anrufung und alle Riten bis zur Darbringung von fünf Handvoll Blumen und beginne die Verehrung der Umkreise.

In den Ecken Südost, Südwest, Nordwest und Nordost, in der Mitte und in den Richtungen hrā/ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai, Verehrung dem Herzen!

Mit dieser und den weiteren Formeln verehre man.

Dann auf den Blättern, beginnend im Osten: jaṃ, Verehrung Jayā!

viṃ, Verehrung Vijayā!

kiṃ, Verehrung Kīrti, dem Ruhm!

paṃ, Verehrung Prīti, der Liebe!

paṃ, Verehrung Prabhā, dem Glanz!

śuṃ, Verehrung Śuddhā, der Reinen!

maṃ, Verehrung Medhā, der Einsicht!

śaṃ, Verehrung Śruti, der Offenbarung!

An den Blattspitzen: laṃ, Verehrung dem Schwert!

vaṃ, Verehrung dem Schild!

śaṃ, Verehrung dem Pfeil!

ṣaṃ, Verehrung dem Bogen!

saṃ, Verehrung dem Dreizack!

haṃ, Verehrung dem drohend erhobenen Finger! Außerhalb davon verehre man Indra und die weiteren Welthüter sowie Donnerkeil und weitere Waffen.

Danach vollende man die Handlungen vom Räucherduft bis zur Entlassung. Der Mantra für ihre Bali-Gabe lautet:

Zweimal ehi: „Komm, komm!“ Dann „meine Opfergabe, Göttin“, zweimal lulāyaka: „Büffel, Büffel“, zweimal sādhaya: „Vollbringe, vollbringe!“, dann zweimal khādaya: „Verzehre, verzehre!“ [Der Text gibt eine Zusammenstellungsanweisung, keinen glatt ausgeschriebenen Mantra.]

Dann das Wort sarvasiddhi, „alle Vollendungen“, devī, „Göttin“, und schließlich svāhā. So wird der Mantra der Bali-Darbringung von der Mantrinī erklärt.

Seine vorbereitende Praxis umfasst achthunderttausend Rezitationen; das Feueropfer umfasst achttausend Sesamgaben.

Dazu heißt es:

„Man rezitiere den Mantra achtmal hunderttausendfach und opfere mit entsprechend achttausend Sesamgaben“, gemäß dieser und weiteren Aussagen.

Durga: Gebet um Vergebung

Nun der Hymnus.

Ich kenne weder Mantra noch Yantra, ach, auch keinen Lobpreis. Ich kenne weder Anrufung noch Meditation noch Lobgeschichten; ich kenne deine Mudrās nicht, ja nicht einmal das rechte Klagen. Eines aber weiß ich, Mutter: Dir zu folgen nimmt das Leid.

Aus Unkenntnis der Vorschrift, aus Mangel an Mitteln, aus Trägheit oder weil ich das Gebotene nicht vermochte, habe ich den Dienst an deinen Füßen versäumt. Vergib dies, Mutter, du Retterin aller, Śivā! Ein schlechter Sohn mag geboren werden; eine schlechte Mutter gibt es niemals.

Auf Erden hast du viele aufrichtige Söhne, Mutter; doch unter ihnen bin ich, dein Sohn, besonders unstet. Mich so zu verlassen wäre deiner nicht würdig, Śivā. Ein schlechter Sohn mag geboren werden; eine schlechte Mutter gibt es niemals.

Weltenmutter, Mutter, ich habe deinen Füßen nicht gedient, auch habe ich dir, Göttin, nicht viel Vermögen gegeben. Dennoch schenkst du mir unvergleichliche Liebe. Ein schlechter Sohn mag geboren werden; eine schlechte Mutter gibt es niemals.

Die Götter habe ich verlassen, überwältigt von den vielfältigen Vorschriften ihres Dienstes; mein Alter ist über fünfundachtzig Jahre hinausgegangen. Wenn du mir jetzt keine Gnade gewährst, Mutter des Lambodara, zu wem soll ich ohne Halt Zuflucht nehmen?

Selbst ein Hundeesser wird redegewandt mit einer Stimme süß wie Honigspeise; ein Bettler lebt lange ohne Furcht im Besitz von zehn Millionen Goldstücken.

Dies ist die Frucht, wenn die Laute deines Mantras ins Ohr dringen, Aparṇā. Wer kann ermessen, Mutter, was die eigentliche Rezitation nach ihrer Vorschrift bewirkt?

Mit Scheiterhaufenasche bestrichen, Gift als Nahrung, in die Himmelsrichtungen gekleidet, mit verfilztem Haar und dem Schlangenkönig als Halskette: Paśupati, der Schädelträger und Herr der Geister, bekleidet den einzigartigen Rang des Weltenherrn. Bhavānī, das ist die Frucht seines Ergreifens deiner Hand zur Ehe.

Ich begehre keine Befreiung, habe keinen Wunsch nach Macht oder Reichtum, erwarte kein besonderes Wissen und wünsche auch kein Glück, Mondgesichtige.

Darum bitte ich dich, Mutter: Mein Leben möge vergehen, während ich „Mṛḍānī, Rudrāṇī, Śiva, Śiva, Bhavānī“ rezitiere.

Ich habe dich nicht vorschriftsmäßig mit vielfältigen Gaben verehrt. Was habe ich dir nicht alles mit Worten angetan, die von harten Gedanken erfüllt waren!

Wenn du dennoch mir Schutzlosem etwas Gnade erweist, Śyāmā, dann ziemt sich dies allein für dich, Mutter.

In Nöten versunken erinnere ich mich an dich, Durgā, Herrin des Mitgefühlsmeeres. Halte dies nicht für Falschheit von mir: Von Hunger und Durst Geplagte erinnern sich an ihre Mutter.

Weltenmutter, was wäre daran erstaunlich, wenn dein Mitgefühl für mich vollkommen ist? Eine Mutter lässt ihren Sohn nicht im Stich, selbst wenn er von einer Kette von Verfehlungen umgeben ist.

Kein Sünder ist mir gleich, keine Sündenvernichterin dir. Erkenne dies, große Göttin, und handle, wie es angemessen ist.

Damit endet der Hymnus.

Durga-Kavaca

Nun das Kavaca.

Höre, Göttin, ich werde das Kavaca verkünden, das alle Vollendungen gewährt. Wer es liest und lesen lässt, wird aus Bedrängnis befreit.

Wer den Durgā-Mantra rezitiert, ohne dieses Kavaca zu kennen, erhält dessen Frucht nicht, sondern gelangt danach in die Hölle, Göttin.

Umādevī schütze den Kopf, Śūladhāriṇī die Stirn, Khecarī die Augen und die am Platz Wohnende die Ohren.

Sugandhā schütze die Nase, Sarvadhāriṇī das Gesicht, die Göttin Caṇḍikā die Zunge und Saubhadrikā den Hals.

Aśokavāsinī schütze den Geist, Vajradhāriṇī die beiden Arme, Lalitā das Herz und Siṃhavāhinī den Bauch.

Bhagavatī schütze die Hüfte, Vindhyavāsinī beide Oberschenkel, Mahābalā beide Unterschenkel und Bhūtalavāsinī die Füße.

So bist du, Göttin, in den drei Welten als Schutz gegenwärtig. Beschütze mich an allen Gliedern, Göttin Durgā! Verehrung sei dir!

Damit endet das Kavaca.

Devi-Atharvashirsha-Upanishad

Nun die Upaniṣad.

Alle Götter traten zur Göttin und fragten: „Wer bist du, große Göttin?“ Sie sprach: „Ich bin die Gestalt des Brahman.“

Aus mir entsteht die Welt, die aus Prakṛti und Puruṣa besteht.

Ich bin Leeres und Nichtleeres, Freude und Nichtfreude. [āvānandau: gestörte Wortverbindung.]

Ich bin Erkenntnis und Nichterkenntnis.

Ich bin die Brahman-Worte und die zu erkennenden Veda- und Brahman-Wirklichkeiten. So lautet auch die atharvanische Offenbarung. [Die Wortfolge dieser Lesart ist unsicher.]

Ich bin die fünf großen Elemente und die fünf feinen Sinnesgrundlagen.

Ich bin die ganze Welt, der Veda und das Nicht-Vedische, Wissen und Nichtwissen, ungeboren und nicht ungeboren. Ich bin unten, oben und quer. Ich wandle mit den Rudras und Vasus, mit den Ādityas und allen Göttern.

Ich trage Mitra und Varuṇa beide, Indra und Agni sowie die beiden Aśvins.

Ich füge Soma, Tvaṣṭṛ, Pūṣan und Bhaga zusammen und erhalte sie.

Ich trage Viṣṇu, den Weitschreitenden, Brahmā und Prajāpati.

Dem Opfernden, der Opfergaben bringt, gute Nachkommen hat und Soma presst, [gebe ich] Vermögen. [Das Verb ist hier ausgelassen.]

Ich bin die Herrscherin, die Güter zusammenführt, die Wissende, die erste unter den Opferwürdigen.

Ich gebäre den Vater auf dem Haupt dieser Welt; mein Schoß ist in den Wassern, im Inneren des Meeres. [suveryaḥ: beschädigte Verbform, nach dem Satzsinn übersetzt.]

Wer so erkennt, erreicht den Stand der Göttin. Die Götter sprachen:

Verehrung der Göttin, der großen Göttin! Stets Verehrung Śivā! Verehrung der Natur, der Heilvollen! Gesammelt verneigen wir uns vor ihr.

Zu ihr, feuerfarben, durch Askese flammend, strahlend, verbunden mit den Früchten der Handlungen, zur Göttin Durgā nehme ich Zuflucht. Sie vertreibt die Dunkelheit vollkommen. [Die überlieferte Form weicht vom geläufigen Gebetsschluss ab.]

Die Götter brachten die göttliche Mutter hervor; die vielgestaltigen Geschöpfe verkünden sie. [ṣaśavaḥ: unsichere Lesart, wohl paśavaḥ.]

Sie möge uns freudig Speise und Kraft melken; die Kuh, die Rede, möge durch guten Lobpreis zu uns kommen.

Ich verneige mich vor Kālarātrī, der durch Rede Gepriesenen [vāpastutānām: unsicher], Vaiṣṇavī, Skandamātṛ, Sarasvatī, Aditi, Dakṣas Tochter, der Reinigenden und Heilvollen.

Wir erkennen Mahālakṣmī; wir meditieren über die Allkraft.

Möge die Göttin uns anregen! Aditi wurde geboren, Dakṣa, als deine Tochter. [dakṣayā: unregelmäßige überlieferte Form.]

Ihr nach wurden die glückbringenden Götter geboren, die Unsterblichkeit zu Verwandten haben.

Kāma, Yoni, Kamala, der Stabträger, Guhā, Hastā, Mātariśvan, Indra, wiederum Gehā, Saphalā mit Māyā und Pṛthuka: die mit der Weltenmutter beginnende Vidyā. [Die stark gestörte Lautverschlüsselung wird als Reihe ihrer Bezeichnungen wiedergegeben; eine sichere Rekonstruktion ist nicht aus dieser Lesart allein möglich.] Diese ist die Kraft des Selbst, sie ist die Weltbezaubernde. Sie trägt Schlinge, Haken, Bogen und Pfeile: die erhabene Mahāvidyā. Wer so erkennt, überwindet den Kummer. Verehrung dir, erhabene Mutter; beschütze uns von allen Seiten! Sie ist die acht Vasus, die elf Rudras, die zwölf Ādityas, alle Götter, Soma-Trinkende und Nicht-Soma-Trinkende; sie ist Yātudhānas, Asuras, Rākṣasas, Piśācas, Yakṣas und Siddhas. Sie ist Sattva, Rajas und Tamas, die Gestalt von Brahmā, Viṣṇu und Rudra; sie ist Prajāpati, Indra und die Manus, Planeten, Mondhäuser und Gestirne, die Zeitmaße Kalā und Kāṣṭhā und weitere, aschengestaltig. Vor ihr habe ich mich verneigt.

Die Göttin nimmt täglich die Sünden und gewährt Genuss und Befreiung.

Die Unendliche, Siegreiche, Reine, Zuflucht Gewährende, Heil Gebende und Glückbringende …

Mit Raum und ā-Laut verbunden und mit Vītihotra, Feuer, versehen, von einem Halbmond erhellt: Der Bīja der Göttin vollbringt alle Ziele. [Lautverschlüsselung des hrīṃ.]

Über diesen einsilbigen Mantra meditieren die reinen Geister der Opfer beziehungsweise Seher … [kratavaḥ: Lesart mehrdeutig.]

… erfüllt von höchster Freude, Meere des Wissens.

Vāmā, die zu Brahman geworden ist, verbunden mit acht Gesichtern … [Beginn einer beschädigten Lautverschlüsselung.]

… Sonne, linkes Ohr und Bindu, verbunden mit dem dritten der acht verbunden mit Nārāyaṇa, beginnend mit sa und mit dem unteren Teil vereinigt so soll der neunlautige Winkel beziehungsweise Mantra sein, der große Freude gewährt. [navārṇakoṇa: unsichere Lesart; die vier Zeilen erlauben keine verlässliche vollständige Lautrekonstruktion.]

Die mitten im Herzlotus Wohnende, strahlend wie die Morgensonne, Schlinge und Haken tragend, sanft, mit Händen in Wunschgewährung und Furchtlosigkeit, dreiäugig, rot gekleidet, den Verehrern ihre Wünsche erfüllend: Sie verehre ich.

Ich verehre dich, große Göttin, Vernichterin großer Furcht, Beseitigerin großer Armut, die große Gestalten als eigenes Wesen trägt.

Weil Brahmā und die anderen ihr Wesen nicht kennen, heißt sie Anantā, die Unendliche. Weil ihr Haus nicht wahrgenommen wird, heißt sie Alakṣya, die Nichtwahrnehmbare. Weil ihre Geburt nicht erfasst wird, heißt sie Ajā, die Ungeborene. Weil sie allein überall besteht, heißt sie Ekā, die Eine. Weil sie jeweils die Weltgestalten verkörpert, heißt sie Anekā, die Vielfache. [anantatapovācyajñeyānantālakṣyājaikānekā: beschädigte Zusammenfassung der vorherigen Prädikate; nicht sicher vollständig auflösbar.] Die Göttin ist die Lautmutter der Mantras, die Wissensgestalt der Worte, für die Erkenntnisse aus Bewusstsein bestehend und darüber hinaus, Zeugin der Leere aller Leerheiten.

Weil es nichts Höheres als sie gibt, wird sie Durgā genannt. Jene Göttin, in schwer zugänglicher Not schwer erreichbar, die schlechtes Verhalten bestimmt … [durācāravidhāyinī: wörtliche, inhaltlich auffällige Lesart.]

… grüße ich, vom Dasein erschreckt, die über das Meer des Saṃsāra hinüberführt. Wer dieses Atharvaśīrṣa studiert, erhält die Frucht von fünf Atharvaśīrṣas. Wer ohne seine Kenntnis ein Kultbild einsetzt, erreicht selbst nach zehn Millionen Rezitationen keine Reinheit des Kultes. Hundertacht Wiederholungen gelten als vorbereitende Praxis. Wer es zehnmal liest, wird sogleich von Sünden befreit und überwindet durch die Gnade der großen Göttin schwere Nöte. Abends studiert, vernichtet es die am Tage begangene Sünde; morgens und abends angewandt macht es sündenfrei. Nachts zur vierten Übergangszeit rezitiert, verleiht es Vollendung der Rede. Bei einem neuen Kultbild rezitiert, bewirkt es die Gegenwart der Gottheit; bei der Einsetzung der Lebenskraft rezitiert, wird die Gottheit gegenwärtig.

An einem Dienstag unter dem Mondhaus Aśvinī, in Gegenwart der großen Göttin rezitiert, lässt es den großen Tod überwinden, den großen Tod überwinden – wer so weiß. Damit endet die Atharvaśīrṣa-Upaniṣad der Göttin.

Durga: kürzerer Namenshymnus

Nun die hundertacht Namen.

Īśvara sprach:

Ich werde die hundert Namen verkünden. Höre, Lotusgesichtige! Schon durch deren Gnade wird Durgā stets erfreut.

die Wahre, Satī; die Tugendhafte; von Bhava Geliebte; Bhavas Gemahlin; aus dem Dasein Befreiende; die Edle; die schwer Zugängliche, Durgā; die Siegreiche.

die Ursprüngliche; die Dreiäugige; Dreizackträgerin.

Trägerin des Pināka-Bogens; die Vielfarbige; mit der Mondglocke; von großer Askese; Geist und Einsicht; Ichbewusstsein; Gestalt des Denkens; die Gesammelte beziehungsweise Scheiterhaufen [citā].

Bewusstsein.

aus allen Mantras Bestehende; die Wahre; Gestalt wahrer Freude; die Unendliche; die Werdende; die zu Meditierende; das Werden; die Heilvolle.

ewiger Weg beziehungsweise stets Wandelnde.

Śambhus Gattin; Göttermutter; Denken; stets Juwelen Liebende; alles Wissen; Dakṣas Tochter; Vernichterin von Dakṣas Opfer.

die Blattlose; die Blättertragende; die Rosarote; die Schichtenreiche; in Seidengewand Gekleidete; durch sanft klingende Fußringe Erfreuende.

die Unermessliche; Tatkraft; die Grausame; die Schöne; Schönheit des Kula; die neun Durgās; Mātaṅgī; vom Weisen Mataṅga Verehrte.

Brahmās Kraft; Maheśvaras Kraft; Indras Kraft; Kumāras Kraft; Viṣṇus Kraft; Cāmuṇḍā; Ebergestaltige; Lakṣmī.

von männlicher Gestalt.

Rein Emporziehende; Erkenntnis und Handlung; die Wahre; Rede Gewährende; die Vielfältige; von reicher Liebe; alle Fahrzeuge als Fahrzeug Habende.

Töterin Niśumbhas und Śumbhas; Bezwingerin des Büffelasura; Töterin Madhus und Kaiṭabhas; Vernichterin Caṇḍas und Muṇḍas.

Vernichterin aller Asuras; Töterin aller Dānavas; aus allen Lehrwerken Bestehende; Wissen; Trägerin aller Geschosse.

mit vielen Waffen in den Händen; Trägerin vieler Geschosse; Kumārī, das Mädchen; Kanyā, die Jungfrau; Kaumārī, Kumāras Kraft; junge Frau; Asketin.

die noch Unreife; die Gereifte; die alte Mutter; Kraft Gewährende.

Wer diesen Hymnus, die hundertacht Namen Durgās, liest, …

Für ihn gibt es, Göttin Pārvatī, in den drei Welten nichts Unmögliches: Vermögen, Getreide, Söhne, Gattin, Pferd und Elefant sowie die vier Lebensziele und am Ende ewige Befreiung erhält er. Nach Verehrung der Kumārīs und Meditation über die Göttin, Götterherrin, verehre er sie mit höchster Hingabe und lese die hundertacht Namen. Er erlangt Vollendung, Göttin, auch bei allen höchsten Göttern; Könige werden ihm dienstbar, und er erhält königlichen Wohlstand.

Wer die Vorschrift kennt, zeichne das Yantra mit Gorocanā, rotem Lack, Safran, Zinnober, Kampfer und den drei süßen Stoffen. Wer es beständig trägt, wird Purāri gleich.

In der Nacht eines auf Dienstag fallenden Neumonds, wenn der Mond in Śatabhiṣaj steht, schreibe und rezitiere man den Hymnus; so wird man zur Wohnstätte des Wohlstands.

Damit enden die hundertacht Namen. [Die Überschrift und der Abschluss überliefern diese traditionelle Zahl; die Namensgliederung des vorliegenden Wortlauts kann davon abweichen.]

Durga: mit da beginnender Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Die erhabene Göttin sprach:

Meine tausend Namen wurden früher von Śiva geschaffen. Man lese sie nach der Vorschrift; dann wird alles gelingen.

So sprach die Göttin Pārvatī und ließ sie jene Namen hören: eben jene tausend Namen, die mit dem Laut da beginnen, Schönangesichtige.

Sie vernichten Krankheit, Armut, Unglück, Kummer und Schmerz. Der Name ist unter allen verehrt; als Gottheit gilt die erhabene Durgā.

Ihr eigener Bīja ist die Keimsilbe; der Mantra wird als Verschluss bezeichnet. Als Anwendung wird, Göttin, die Erfüllung aller Wünsche erklärt.

Durga: Namenfolge, Verse 5–205

Durgā mit dem Bīja duṃ; Beseitigerin der Not; in schwer zugänglichen Gewässern Wohnende.

in den schwer gangbaren Weg Eingetretene; den schweren Weg Betretende; auf dem schweren Weg Wohnende; den Sieg auf dem schweren Weg Liebende.

die auf dem schweren Weg Verehrung empfängt; deren Wesen auf dem schweren Weg steht; dem Lobpreis des schweren Weges Zugewandte; der Erinnerung an den schweren Weg Zugewandte.

stets Stätte des schweren Weges [sthālī: auch Gefäß]; Freude am schweren Weg Liebende; an den Orten des schweren Weges Verweilende; auf dem schweren Weg Spielende.

auf dem schweren Weg der Kleider Entledigte; den schweren Weg in Gang Setzende; Töterin des Asura Durga; Vernichterin des Asura Durga.

Botin Haras gegen den Asura Durga [Kompositum mehrdeutig]; Vernichterin des Asura Durga; vom Töten des Asura Durga Berauschte; nach dessen Tötung Verlangende.

zur Tötung des Asura Durga Entschlossene; zu dessen Tötung Bereite; dessen Tötung Erstrebende; Beenderin des Opfers des Asura Durga.

durch die Vernichtung des Asura Durga Zufriedene; Zerreißerin des Dānava Durga; Durga in die Flucht Schlagende; Durga stets Vertreibende.

Durga Erschütternde; Durgas Kopf Abschneidende; Durga Vernichtende; den Daitya Durga Zerschneidende.

Lebensnehmerin des Daitya Durga; dessen Ende Herbeiführende; Retterin vor dem Daitya Durga beziehungsweise Retterin seines Bezwingers [haratrātā: mehrdeutig]; vom Blut des Daitya Durga Berauschte.

den Daitya Durga Verzehrende; in Durgas Haut als Gewand Gehüllte; den Kampf gegen Durga zum Fest Machende; im Kampf gegen Durga Erfahrene.

am Rauschtrank des Kampfes gegen Durga Erfreute; Durga im Kampf Zermalmende; am Lachen im Kampf gegen Durga Erfreute; im Kampf gegen Durga laut Lachende.

im Kampf gegen Durga schwer Berauschte; diesem Kampf Folgende; vom Fest dieses Kampfes Begeisterte; schwer zugängliche Gegenden Aufsuchende.

gern in schwer zugänglichen Gegenden Wohnende; dort Spielende; an deren Verehrung Erfreute; den Menschen in Durgās Gebiet Liebe.

an schwer zugänglichen Orten Wohnende; durch schwer zugängliche Meditation zu Verwirklichende; schwer Zugängliche; Gegenstand schwer zugänglicher Meditation; Gestalt des schwer erfassbaren Selbst.

mit schwer zugänglichen Āgamas Verbundene; in diesen Āgamas Gepriesene; durch diese Āgamas schwer Erkennbare; von schwer zugänglicher Offenbarung Anerkannte.

in schwer zugänglicher Offenbarung Verehrungswürdige; durch diese Offenbarung Verehrte; durch sie hoch Erfreute; durch sie Freude Schenkende.

in schwer zugänglicher Offenbarung Gegründete; durch sie Geehrte; durch schwer ausführbares Verhalten Zufriedene; durch solches Verhalten Erfreute.

durch schwer ausführbares Verhalten Erfüllte; dadurch Verehrte; darin Leuchtende [kasitā: unsicher]; schwer erreichbaren Stand Gewährende.

schwer zugänglicher Liebe Ergebene; schwer erlangbares Vermögen Schenkende; mitten im schwer zugänglichen Lotus Stehende; in diesem Lotus Wohnende.

auf dem Weg des schwer zugänglichen Energiekanals Wandelnde; in diesem Kanal Sichbewegende; am Lotus dieses Kanals Erfreute; in seinem Lotus Verweilende.

im schwer zugänglichen Energiekanal Kommende und Gehende; darin ihren Sitz Habende; an seiner Liebesfreude Erfreute; vom Herrn dieses Kanals Gepriesene.

dem Herrn des schwer zugänglichen Energiekanals Zugewandte; von ihm Geküsste; in seinem Schoß Verweilende; nach dem Aufstieg aus dem Kanal Verlangende.

den schwer zugänglichen Energiekanal Besteigende; von diesem Kanal Bediente; an Höhlenorten Wohnende [darīsthāna wiederholt]; Vernichterin der Danu-Söhne.

in der Höhle Askese Übende; dort Hara Verehrende; deren Bestimmung in der Höhle rezitiert wird [jāpitadiṣṭā: unsicher]; in der Höhle Liebeshandlung Vollziehende.

in der Höhle für Hara Verehrungswürdige; Mädchen, das in der Höhle gespielt hat; am Anblick der Höhle Erfreute; einen Skorpion in der Höhle Einsetzende.

voller Freude am Verbergen beziehungsweise Hüten der Höhle; dem Wandern in Höhlen Ergebene; Vernichterin der Danu-Söhne; die Bedrängte; Zerreißerin der Nachkommenschaft der Danu-Söhne.

Vernichterin der Danu-Söhne; die Betrübte; Vernichterin der Fürsten der Danu-Söhne; Vernichterin der Dānavas; die Göttin; den Dānavas Furcht Bringende.

Dānavī; von Dānavas zu Verehrende; den Dānava-Fürsten Wünsche Gewährende; Töterin der Dānava-Fürsten; wahre Feindin der Dānavas.

der Liebe zum Feind der Dānavas Ergebene; von ihm Verehrte; durch ihn Verehrung Empfangende; ihm Machtentfaltung Schenkende.

große Freude des Dānava-Feindes; dessen Liebesfreude Liebende; den Gaben an ihn Zugewandte; bei ihm ihren Sitz Habende.

an seinem Lobpreis Erfreute; die Erinnerung an ihn Liebende; an seiner Nahrung Erfreute; den Dānava-Feind Erweckende.

die Liebe des Dānava-Feindes Tragende; von Leid und Kummer Befreiende; Leid Vernichtende; Leid Gebende; Leid Entwurzelnde.

das Entwurzeln des Leids Bewirkende; Leid und feindliche Bedrängung Vernichtende [duḥkhadāryari: unsicher]; Leid Nehmende; Vernichtung des Leids; Ansammlung des Leids; schwer Nahbare.

von Leid Freie; Strom des Leids; den rechten Umgang mit Vermögen Gewährende; durch das Weggeben von Vermögen Zufriedene; durch Verzicht auf Vermögen Erfreute.

durch Berührung von Vermögen Zufriedene; durch diese Berührung Ehre Schenkende; dadurch von Freude Erfüllte; dadurch Zufriedenheit Schenkende.

Berührung von Vermögen Bewirkende; danach Verlangende; dazu Entschlossene; durch diese Berührung Verwirklichte.

als Berührung von Vermögen Gedachte; Tochter der Berührung von Vermögen [ungewöhnliches Kompositum]; diese Berührung Beschützende; Fülle von Vermögen Schenkende.

Vermögen Anziehende; Ströme von Vermögen Aussendende; reich an der Gabe von Vermögensbergen; auf dem Berg des Vermögens Wohnende.

Mutter der Armen; Freundin der Armen; ihre Hindernisse Vernichtende; von Armen zu Verehrende; für Arme Vollendete; von Armen zu Verwirklichende; mit den Himmelsrichtungen Bekleidete.

im Haus der Armen Freude Schaffende; darin Spielende; die Haltung der Armen Liebende; daran Freude Findende.

im Herzen armer Menschen Wohnende; ihnen Freude Schenkende; ihre Armut zu Vernichten Wünschende; ihnen Vermögen Gebende.

durch die Praxis der Armen Zufriedene; ihnen ihre Schau Gewährende; ihnen Söhne und weitere Gaben Schenkende; ihren Wohlstand Bewirkende.

an Dattātreyas Meditation Erfreute; von Dattātreya Verehrte; durch den Seher Dattātreya Vollendete; von ihm Betrachtete.

von Dattātreya Geehrte; von ihm Gewonnene; ihm Freude Schenkende; ihm Glück Gewährende.

von Dattātreya Gepriesene; stets von ihm Gelobte; seiner Liebe Ergebene; von ihm Anerkannte.

von Dattātreya Besungene; zu seiner Familie Gehörige; ihm wie das Leben Teure; seinen Körper Verkörpernde.

Dattātreya Freude Bereitende; aus einem Teil von ihm Entstandene; in seiner Machtentfaltung Wohnende; ihm Folgende.

an Dattātreyas Lied Erfreute; ihm Vermögen Gebende; sein Leid Nehmende; ihm Wünsche Gewährende.

Dattātreya Wissen Schenkende; seine Furcht Nehmende; Göttermädchen; von Göttern Geehrte; Götterleid Vernichtende.

für die Götter Vollendete; von ihnen zu Verehrende; von ihnen zu Opfernde; von ihnen Gegrüßte; von ihnen Geehrte; durch sie Beglückte; ihre Hindernisse Vernichtende.

den Göttern Liebliche; ihnen Zugewandte; ihrer Freude Ergebene; Spiel der Götter; Scham der Götter; ihre Feinde Vernichtende.

Verlangen der Götter; Freude der Götter; das von ihnen Gehasste Vernichtende; Geliebte des Gottes der Götter; die Göttin; von Göttern und Dānavas Gegrüßte.

Freude an der Liebe des Gottes der Götter; nach seiner Wunschgabe Verlangende; seiner Liebe Ergebene; ihm angenehm Zusprechende.

dem Gott der Götter wie sein Leben Teure; seine schönhüftige Gefährtin; deren Geist er genommen hat; ihm Glück Bringende.

in seinem Schoß Erfreute; ihm Glück Gebende; seine große Freude; von ihm Geküsste.

vom Gott der Götter Genossene; von ihm Bediente; deren Lebenskraft zu ihm gegangen ist; deren Selbst in ihm aufgegangen ist.

dem Gott der Götter Freude Gebende; ihm Glück Schenkende; seine große Freude; mit ihm Spielende.

rechtmäßige Gattin des Gottes der Götter; in seinen Geist Eingegangene; seine Braut; die Verehrung des Gottes der Götter Liebende [deva ist in der Quelle zusätzlich wiederholt].

im Körper des Gottes der Götter Wohnende; an seinem Körper Liegende; an seinem Körper Glückliche; an seinem Körper Verweilende.

Schmuck des Körpers des Gottes der Götter; seinen Körper Schmückende; ihm Freude Bereitende; ihm Unliebes Beendende.

deren Leben dem Gott der Götter lieb ist; deren Wesen ihm lieb ist; Leben seiner Verehrer; seinen Verehrern Liebe.

Begeisterung der Verehrer des Gottes der Götter; diesen Verehrern Liebe; Verehrerin des Gottes der Götter; Hindernis [vighnā: auffällige getrennte Lesart]; Mutter des Gottes der Götter.

Gebärerin des Gottes der Götter; ihn Hervorbringende; seine Geliebte; in seinem Herzen Zuflucht Habende.

erwählte Göttin des Gottes der Götter; die Götterasketen zu Fall Bringende [devatāpasapātinī: mehrdeutig]; durch göttliche Haltung Zufriedene; durch göttliche Haltung Erfreute.

durch göttliche Haltung Wünsche Gewährende; dadurch Vollendung Gebende; darin Vollendete; daraus Entstandene.

in göttlicher Haltung Glückliche; darin Gegrüßte; dadurch hoch Erfreute; dadurch Freude Schenkende.

Hindernisse der Gottheiten Vernichtende; das von Gottheiten Gehasste Vernichtende; deren Füße von Gottheiten verehrt werden; durch ihre Liebe Erfreute.

im Götterhaus Wohnende; den Gottheiten Glück Gebende; eigenes Wesen der Gottheiten; deren Geist die Gottheiten genommen haben.

deren Füße die Gottheiten verehren; deren Hingabe die Gottheiten an sich gezogen haben; mitten im Stolz der Gottheiten Stehende; Danu als Gottheit der Gottheiten [devatādevatādanuḥ: unsicher].

deren Name „duṃ durgāyai namaḥ“ lautet; Gestalt des Mantras dūṃ phaṭ; Gestalt des Mantras dūṃ namaḥ; Wesen der Verkörperung von dūṃ namaḥ.

den Weitsichtigen Liebe; die Böse; von bösen Wesen Bediente; der Liebe der Weitsichtigen Ergebene; ihnen angenehm Zusprechende.

den Weitsichtigen Vollendung Gebende; durch sie Zufriedene; in ihrer Kehle Wohnende; durch sie Erfreute.

von den Weitsichtigen Verehrung Empfangende; von ihnen Gesättigte; ihnen wie das Leben Teure; ihnen Glück Gebende.

Verwirrung der Weitsichtigen Nehmende; in ihrem Herzen Wohnende; den Feind der Weitsichtigen erkennendes Wesen [arividbhāvā: unsicher]; die langfristig Sehenden Erfreuende.

den langfristig Sehenden wie das Leben Teure; ihnen Wünsche Gewährende; ihnen Freude Gebende; durch sie Erfreute.

große Freude der langfristig Sehenden; in ihrem Haus Wohnende; ihre Verehrung Empfangende; deren Ehrengabe von ihnen genommen ist [hṛtārhaṇā: ungewöhnliche Lesart].

Mitgefühl; Gabenreiche; Geberin; Mitfühlende; den Armen Zugewandte; von Mitgefühl Erweichte; von mitfühlendem Wesen; reich an Mitgefühl.

Mitgefühl Verkörpernde.

Wolke beziehungsweise Meer des Mitgefühls; Essenz des Mitgefühls; ans andere Ufer des Mitgefühlsmeeres Gelangte; Ozean des Mitgefühls; Fülle des Mitgefühls; den Mitfühlenden Erbarmen Erweisende.

den Mitfühlenden Zugewandte; die Göttin; stets dem Geben aus Mitgefühl Ergebene; durch die Hingabe der Mitfühlenden Glückliche; von ihnen Erfreute.

der Zuneigung der Mitfühlenden Ergebene; ihnen Verständnis Vermittelnde; ihre Retterin; ihnen Befreiung Schenkende.

durch die Haltung der Mitfühlenden Zufriedene; von ihnen Erfreute; ganz ihrer Rettung Zugewandte; ihnen Vollendung Gebende.

gegenüber Mitfühlenden von kindlicher Haltung; als ihr Kind Erscheinende; in ihrem Körper Wohnende; Freundin des Mitgefühls; im Mitgefühl Gegründete.

den Mitfühlenden mütterliche Zuneigung Schenkende; ihnen Vollendung Gebende; ihrer Zuflucht Zugewandte; deren Tempel der Körper der Mitfühlenden ist.

in der Hingabe der Mitfühlenden Wohnende; ihre Lebenskraft Verkörpernde; ihnen Glück Gebende; die Unverstellte [adambhā als mögliche Worttrennung]; Liebe auf die Mitfühlenden Regnenlassende.

unter der Gewalt der Mitfühlenden Stehende; die Lange; Langgliedrige; mit langen Augen; Langäugige; von weitem Blick; mit langen, rankengleichen Armen.

Langhaarige; Langgesichtige; Langnasige; die Furchtbare; Töterin furchtbarer Asuras; Zerreißerin furchtbarer Asuras.

furchtbaren Kampf Führende; darin Erfreute; reich an Feueropfern des furchtbaren Kampfes; furchtbare Berge Vernichtende.

furchtbarem Verhalten Ergebene; durch furchtbare Feste Erfreute; mit furchtbar erhobener Gestalt; furchtbare Feinde Abwehrende.

mit furchtbarem Blick; von vier Armen Geschmückte; Zehnarmige; mit zehn Armen; mit zehn Armen Strahlende.

zehn Waffen Tragende; die Göttin; deren Tatkraft in zehn Richtungen bekannt ist; deren Füße Daśaratha verehrt; stets Daśarathas Sohn, Rāma, Liebe.

durch Rāmas Liebe Zufriedene; seine Liebesfreude Liebende; ihm Freude Bereitende; ihm angenehm Zusprechende.

Rāma das Gewünschte Schenkende; seine erwählte Gottheit; seine Feinde Vernichtende; ihm günstige Umstände Gewährende.

Rāmas innigste Geliebte; von ihm Verehrte; vom Feind des Zehnköpfigen zu Verehrende; Gottheit des Feindes des Zehnköpfigen.

Geliebte des Feindes des Zehnköpfigen; sein Geburtsgrund; ihm Liebesfreude Gebende; von ihm Bediente.

dem Feind des Zehnköpfigen Glück Schenkende; seine Gegner Beseitigende; seine erwählte Göttin; vom Feind des Zehnhalsigen Gegrüßte.

Mutter des Feindes des Zehnhalsigen; dessen Gefährtin; mit ihm Verbundene; vom Zehnhalsigen, Rāvaṇa, Geehrte.

Geliebte des Feindes des Zehnhalsigen; auch Gattin des Zehnhalsigen; den Zehnhalsigen Vernichtende; ihm Wünsche Gewährende.

in der Stadt des Zehnhalsigen Wohnende; nach seiner Tötung Verlangende; ihm Freude Schenkende; ihn Vernichtende.

gegen den Zehnhalsigen Kämpfende; von ihm Ungetrennte; von seiner Geliebten zu Grüßende; vom Zehnhalsigen Entführte.

dem Zehnhalsigen Schaden Zufügende; seinem Herrn Liebe; Leben seines Herrn; dem Zehnhalsigen Wünsche Gewährende.

dem Herrn des Zehnhalsigen Zugewandte; zehnjähriges Mädchen; zehnjährige Bālā; in einer Zehnjährigen Wohnende.

zehn Sünden Nehmende; die zu Zähmende; mit zehn Händen Geschmückte; deren Arme mit zehn Waffen glänzen; von den zehn Richtungshütern Gegrüßte.

Gestalt der zehn Avatāras; die zehn Avatāras Verkörpernde; als zehn Vidyās unterschiedene Göttin; Gestalt der zehn Lebenswinde.

Gestalt der zehn Vidyās; aus den zehn Vidyās Bestehende; Gestalt des Sehens; Sehkraft Gebende; Verkörperung des Blicks; das Sehen Offenbarende.

Zwischenraum der Richtungen; an ihrem Ende Stehende; mit Digambara, dem nackten Śiva, Spielende; in seiner Versammlung Stehende; von ihm Verehrte.

Gefährtin Digambaras; bei ihm ihren Sitz Habende; deren Geist von ihm eingenommen ist; seine Geschichten Liebende.

an Digambaras Eigenschaften Erfreute; seine Gestalt Verkörpernde; von ihm auf dem Kopf zu Tragende; in seinem Herzen Zuflucht Habende.

Digambaras Liebe Ergebene; nach seiner Liebesfreude Verlangende; Gestalt der nackten Göttin; von Scharen nackter Göttinnen Verehrte.

Leben der Scharen nackter Göttinnen; ihnen Liebe; von ihnen zu Verehrende; Herrin der Scharen Digambaras.

durch Berührung der Digambara-Schar und Weintrinken Überwältigte [Kompositum mehrdeutig]; von zehn Millionen nackten Göttinnen Umgebene; von ihren Scharen Umringte.

die Grenzenlose; Übeltaten Beseitigende; schwer zu Meditierende; schwer zu Überschreitende; Feindin unbezwinglicher Dānavas; Vernichterin unbezwinglicher Danu-Söhne.

grenzenlose Sünde Vernichtende; Dasra, einen der Aśvins, Rettende; in Dasras Geist Wohnende; sein Wissen Vermehrende.

Dasras Genuss Hervorbringende; ihm Genuss Schenkende; Haus seines Genusses; seine Wissenschaft Bewirkende.

Dasras Unruhe Nehmende; seine Mutter; seine Schöne; Art seiner Hingabe Erkennende; das von ihm Gehasste Vernichtende.

Dasras Schädigung Bezwingende; seine Vollendung Bewirkende; von Dasra und Tārā Verehrte [Wortverbindung mehrdeutig]; von seiner Mutter Verehrte.

Dasras Armut Nehmende; von seinem Vater Bediente; hundertfacher Glanz seines Vaters; ihm Geschick Gebende.

mit dem Feind des Zehnköpfigen Verbundene; dessen Geliebte; Stadt des Zehnköpfigen; die Göttin; vom Zehnköpfigen Geehrte.

durch den Feind des Zehnköpfigen hoch Erfreute; der Gattin des Zehnköpfigen Liebe; dem Zehnköpfigen die Köpfe Abschneidende; seine schönhüftige Gefährtin.

Leben des Bezwingers des Zehnköpfigen; dessen Wesen Verkörpernde; von ihm zu Verehrende; vom Feind des Zehnköpfigen Gegrüßte.

dem Feind des Zehnköpfigen Glück Gebende; dessen zehn Schädel Tragende; dem Zehnköpfigen Wissen Gebende; im Körper seines Feindes Gegenwärtige [dehitā: unsicher].

die zur Tötung des Zehnköpfigen Śrī Rāmacandras Gestalt annahm; Göttin des Reiches des Zehnköpfigen; seinem Feind Folgende.

durch den Bruder des Zehnköpfigen Zufriedene; dessen Gattin Liebe; Leben seiner Gattin; seiner Gattin Zugewandte.

dem Lehrer der Daityas ergebene Tugendhafte; von ihm Verehrte; Lehrerin des Daitya-Lehrers; von ihm Bediente.

deren Lebenskraft zum Daitya-Lehrer gegangen ist; seine Qual Vernichtende; grenzenloses Leid Besänftigende; Nacht, die das Unbezwingliche bezwingt [Worttrennung unsicher].

grenzenlosen Kummer Besänftigende; unheilbare Krankheiten Vernichtende; unbezwingliche Feinde Bezwingende; unbezwingliche Daityas Vernichtende.

grenzenlose Befleckung Vernichtende; die Menge der Übeltaten Beseitigende; von schwer zugänglicher beziehungsweise böser Absicht; schwer zu Tragende; schwer zu Besiegende; böse Liebende beziehungsweise Geliebte der Bösen.

die Sehenswertige; die Sichtbare; die Sichtbare [Wiederholung]; Gegenstand des Blicks; das Dūtī-Opfer Liebende; die Botin beziehungsweise Ritualpartnerin; dem Vollziehenden des Dūtī-Opfers Liebe.

Freude des Vollziehenden des Dūtī-Opfers; Glück dieses Opfers Gebende; zum Vollziehenden dieses Opfers Gekommene; an diesem Opfer Erfreute.

von Durvāsas Verehrte; vom Weisen Durvāsas Betrachtete; deren Füße Durvāsas verehrt; vom Weisen Durvāsas Betrachtete [Wiederholung].

vom Weisen Durvāsas zu Grüßende; seine Gottheit; seine Mutter; ihm Vollendung Gebende.

in Durvāsas innerer Haltung Wohnende; von ihm Bediente; in seinem Geist Wohnende; von ihm Geschmückte.

im Weisen Durvāsas Wandelnde; in sein Herz Eingehende; in seinem Herzen zu Verehrende; in seinen Herzlotus Eingegangene.

vom Asketen Durvāsas zu Verehrende; seine Zuflucht; ihm Zugewandte; seine Herrin.

Tochter des Weisen Durvāsas; die aus Durvāsas hervorgehende Vollendung Gebende; Nacht der Furcht; Furcht Nehmende; mit Furcht Verbundene; Furcht Beseitigende.

Furcht Vernichtende; Furcht Tötende; mit Furcht Verbundene; Grundlage der Furcht.

leicht Lächelnde; mit einem leichten Seitenblick; Mitgefühl Gebende; Zuflucht des Mitgefühls; von Dasra zu Verehrende; Dasras Mutter; Dasras Göttin; leicht Berauschte.

für Dasra Vollendete; in Dasra Wohnende; von seiner Qual Befreiende; seine Erregung Nehmende; die Ewige; deren Wesen in Dasras Welt eingegangen ist.

von der Frau des Daitya-Lehrers zu Grüßende; ihr Liebe; für sie Vollendete; nach ihr Verlangende.

innigste Geliebte des Daitya-Lehrers; von ihm Bediente; Muttergestalt des Götterlehrers; von ihm Verehrung Empfangende.

mit der Liebe des Götterlehrers Verbundene; von ihm Anerkannte; seine Macht Kennende; ihm Glück Gebende.

dem Götterlehrer Wissen Schenkende; ihn Erfreuende; von den Scharen der Daitya-Frauen zu Verehrende; von ihnen Verehrte.

Gestalt der Scharen der Daitya-Frauen; ihren Geist Raubende; von den Scharen der Götterfrauen zu Verehrende; von ihnen Gegrüßte.

im Geist der Scharen der Götterfrauen Wohnende; von ihnen Geschmückte; durch sie Vollendete; von ihnen Erfreute.

mit schönen Yakschweifwedeln in den Händen der Götterfrauen Befächelte; mit schönen Duftstoffen aus ihren Händen Gesalbte.

deren Mondantlitz in dem von einer Götterfrau gehaltenen Spiegel zu sehen ist; durch das von einer Götterfrau gereichte Betelblatt Begeisterte.

die Lichterreihe in den Händen der Götterfrauen Betrachtende; am Duft ihres Räucherwerks Erfreute.

Vāsaka-Rauschtrank aus der Hand einer Götterfrau Trinkende; deren Haar mit dem Kamm einer Götterfrau geordnet wird [kṛtta: wörtlich auch „geschnitten“].

deren Körper durch eine Götterfrau … [ruṣṭyagātrā: nicht sicher lesbares Attribut]; von einer Götterfrau Begeisterte; mit einer von einer Götterfrau gefertigten Blumengirlande Strahlende.

von einer Götterfrau vielfältig Geschmückte; von einer Götterfrau Speise Empfangende; von den Scharen der Götterfrauen Besungene; nach ihrem Gesang Verlangende.

durch den Tanz der Götterfrauen Glückliche; deren Tanz Zeigende; deren Lotusfüße in von Götterfrauen angelegten juwelenstrahlenden Schuhen stehen.

auf dem von Götterfrauen ausgebreiteten schönen Lager Sitzende; deren Füße und übriger Körper von den schönen Händen der Götterfrauen berührt beziehungsweise gepflegt werden.

durch den Wind der von Götterfrauen eifrig bewegten Palmfächer Beglückte; deren Geist sich nach dem Klang ihrer Flöten und Vīṇās sehnt.

durch den Lobpreis von zehn Millionen Göttern Gepriesene; von ihnen Verehrung Empfangende; deren Eigenschaften sie besingen; von ihnen Gelobte.

Frucht der Erregung durch Zähnebeißen [dantadaṣṭyodvegaphalā: Deutung unsicher]; vom Lärm der Götter Umgebene; Hass und Begierde Aufgebende; von Hass und Begierde Freie.

mit Girlanden zu Verehrende; mit Girlanden Geschmückte; mit Dāmodara, Kṛṣṇa, Spielende; seiner Liebe Ergebene; auch seine Schwester.

Mutter Dāmodaras; seine treue Gattin; mit ihm von ungeteiltem Leib; seine Liebesfreude Liebende.

von Dāmodara körperlich Ungetrennte; bei ihm ihren Sitz Habende; deren Leben durch ihn besteht; deren Selbst in ihm aufgegangen ist.

voller Freude an Dāmodara; Kraft seiner Kräfte; deren Körper er umarmt; auf ihn Neugierige.

durch Dāmodara Beglückte; von ihm liebevoll Geküsste; von seinem Sohn Angezogene; ihm Glück Gebende.

reich an Dāmodaras Beistand; seine Helferin; seine Eigenschaften Kennende; ihm Wünsche Gewährende.

Dāmodara Geneigte; seine schönhüftige Gefährtin; in seinem Wasserspiel Geschickte; den Anblick Liebende.

die um Dāmodaras kraftvollen Spiels willen die Zuneigung zu ihren Angehörigen aufgab [balakrīḍā, nicht bālakrīḍā, in der Quelle]; am leuchtenden Rāsa-Spiel mit Dāmodara Erfreute.

Schwester Dāmodaras [bhrātṛkā: ungewöhnliche feminine Form]; ihm ganz Ergebene; ihn Tragende; seine Feinde Vernichtende.

Nebengattin Dāmodaras; von ihm Eingeladene; von ihm Überwältigte; von ihm Besiegte.

von Dāmodara Ergriffene; deren Unheil er vernichtet hat; an seinem Fest Erfreute; sein Fest Herbeiführende.

Dāmodara die Brustmilch Gebende; von ihm Gesuchte; Damayantī Vollendung Schenkende; von Damayantī Gewonnene.

Damayantīs erwählte Göttin; ihre Gestalt Verkörpernde; von ihr Verehrung Empfangende; vom Seher Damana Betrachtete.

dem Seher Damana wie das Leben Teure; seine Gestalt Verkörpernde; seine eigene Gestalt; deren Leib mit Verstellung erfüllt ist.

Verstellung Vernichtende; Verstellung Gebende; die Welt der Verstellung Bezaubernde; von verstelltem Wesen; Verstellung Nehmende; die Verstellten Zermalmende.

Gestalt der Verstellung; Verstellung Bewirkende; deren Fortsetzung Zerreißende; Befreiung Gewährende; Vermögen Gewährende; Gesundheit Gewährende [rogyā: gestörte Form]; die Heuchlerische.

Söhne Gewährende; Gattinnen Gewährende; Halsketten Gewährende; das Mädchen; Genuss Gewährende; Kummer Gewährende; Elefanten und weitere Fahrzeuge Gewährende.

Einsicht Gewährende; eine Gattin Gewährende; Verständnis der Lehrwerke Vermittelnde; Trank Gewährende; Gaben Gewährende; die gewährte Armut Vernichtende [dattadāridrya: auch Bezug auf Datta möglich].

Palast, Land und Wohnung Gewährende; Himmel Gewährende; Diener Gebende; durch Dienst Zufriedene; Dienstbarkeit Nehmende; hundert Diener und Dienerinnen Gewährende.

Gestalt der Gattin; bei Gattinnen Wohnende; im Herzen der mit einer Gattin Lebenden Wohnende; von diesen Menschen zu Verehrende; ihnen Liebe.

von den mit einer Gattin Lebenden Erkannte; von ihnen Verehrte; deren Lebenskraft von ihnen genommen ist; ihre Feinde Vernichtende.

Hindernisse der mit einer Gattin Lebenden Nehmende; ihnen Befreiung Gebende; Gestalt des Feuers der Gattin [dārāgni: mehrdeutig]; die Gattin; Feinde im Wirken der Gattin Vernichtende [dārakāryari: unsicher].

das Ehepaar; vom Ehepaar Geliebte; dessen Lebenskraft Verkörpernde; ehelicher Zuneigung Ergebene; die Verwirklichung der Ehe Liebende.

Heerschar des Eheglücks [sukhasenā: auffälliges Kompositum]; Eheglück Gebende; ehelichem Verhalten Ergebene; durch die Freude des Ehepaars Erfreute.

durch die Freude des Ehepaars Glückliche; eheliche Wonne Schaffende; deren Lotusfüße dem Ehepaar lieb sind; eheliche Liebe Verkörpernde.

Wohnstätte ehelichen Genusses; Granatapfelfrüchte Essende; durch diese Früchte Zufriedene; deren Geist auf diese Früchte gerichtet ist.

am Granatapfelbaum Stehende; darin Wohnende; dessen Gestalt Verkörpernde; im Granatapfelhain Wohnende.

ohne große, Granatapfelfrüchten gleichende Brüste [vivarjitā: wörtlich „ohne“; möglicherweise verdorbene Lesart]; Dakṣiṇā, die Rechte beziehungsweise Opfergabe; Gestalt der Dakṣiṇā; diese Gestalt Tragende.

Dakṣas Tochter; Dakṣas Kind; Dakṣas Mutter; Dakṣas Gebärerin; aus Dakṣas Geschlecht; Dakṣas Tochter; Vernichterin von Dakṣas Opfer.

Dakṣas Opfer Vernichtende; es Beendende; Geburt beziehungsweise Mutter Dakṣas; von Dakṣa zu Verehrende; einzige Reinigerin von Dakṣas Geschlecht.

aus Dakṣas Selbst Geborene; Dakṣas Sohn [maskuline Namensform]; aus Dakṣa Entstandene; aus Dakṣas Geschlecht; aus Dakṣa Geborene; Dakṣas Geburt; aus Dakṣas Körper Hervorgegangene.

Geburt Dakṣas; Vernichterin von Dakṣas Opfer; Dakṣas Mädchen; dem rechtshändigen Ritualweg Ergebene; durch diesen Weg Zufriedenheit Gebende.

im rechtshändigen Ritualweg Vollendete; durch ihn Meditierte; darin Glückliche; durch ihn Verwirklichte.

Erlangung der Befreiung durch den rechtshändigen Ritualweg; auf diesem Weg Gegrüßte; Zuflucht dieses Weges; durch ihn Erfreute.

dem Torhüter Liebe; am Tor Wohnende; am Tor Stehende; Gestalt des Tores; am Tor Gegründete; im Torbereich Wohnende.

Tore Schaffende; Tore Tragende; von jedem Fehler Freie; Fehler Schaffende; Fehler Nehmende; die Menge der Fehler Vernichtende.

reich mit dem Mond geschmückt; den Mond am Schädel Tragende; wie tausend Monde Strahlende; deren Gesicht dem Mond gleicht.

die göttliche Mondgesichtige; aus den Strahlenspitzen des Mondes Geborene; von mondgleichem Licht; wie der Mond wohltuend Kühle.

Reihe der Monde [unvollständige Form śreṇi]; deren Seitenblick der Nacht gleicht; erwählte Göttin des Mondes; vom Mond Bediente.

Lebenskraft des Mondes; Mondstrahl; mit mondstrahlender Stirn; den Mond sehr Erfreuende.

Schmuck auf dem Haupt des Mondes; der Mondgattin Liebe; Leben der Mondgattin; als Mondgattin Betrachtete.

durch die Mondgattin Erfreute; auch selbst Mondgattin; nachts zu Verehrende; nachts Verehrte; Fehler Nehmende.

große Freude der nächtlichen Rezitation; dieser Rezitation ganz Ergebene; an nächtlicher vorbereitender Praxis Erfreute; deren Kinder die nachts Verehrenden sind [putriṇī: wörtlich „Söhne habend“].

den nachts Verehrenden mütterliche Zuneigung Schenkende; Mutter der Welt; ihre Feinde Vernichtende; ihre Hindernisse Nehmende.

durch die nachts Verehrenden Zufriedene; ihnen Befreiung Gebende; mit Dama-Blüten zu Verehrende; stets diese Blüten Liebende [dama: Pflanzenbezeichnung nicht sicher bestimmt].

von Duryodhana zu Verehrende; von Duḥśāsana Verehrte; Daṇḍapāṇi, dem Stabträger, Liebe; seine Mutter; Schatz des Mitgefühls.

von Daṇḍapāṇi zu Verehrende; von ihm Verehrte; seinem Haus Zugewandte; ihm angenehm Zusprechende.

von Daṇḍapāṇi als Geliebte Betrachtete; seinen Geist Raubende; deren Lebenskraft er genommen hat; ihm gute Vollendung Schenkende.

von Daṇḍapāṇi Berührte; von ihm Erfreute; seine Hindernisse Nehmende; von ihm auf dem Kopf Getragene.

von Daṇḍapāṇi Ehrung Empfangende; stets ihm Zugewandte; durch ihn einen Stand Erlangende; auf seine Wunschgabe Ausgerichtete.

mit Stab in der Hand; Stabträgerin; deren Arm ein Stab ist; Furcht Beendende; mit stabförmigem Arm; den Stab Führende; im Geist des Stabes Gegründete [daṇḍa kann auch Strafgewalt bezeichnen].

Wissen vom Stab beziehungsweise von der Strafgewalt; Mutter der Stabträger; Vernichterin der Schädiger der Stabträger; den Stabträgern Liebe; von ihnen zu Verehrende; ihnen Zufriedenheit Schenkende.

von Räubern zu Verehrende; Räubern Zugewandte; ihnen Vermögen Gebende; von Räuberscharen Geehrte; Räuberscharen Vernichtende.

Räuber Vernichtende; ihre Familien Vernichtende; Räubern Freude Bereitende; dem Anblick ihres Tanzes Zugewandte.

die Bösen Bestrafende; ihre Scharen Vertreibende; zur Bezwingung ihrer Scharen Würdige; Lebensvernichterin der Schädiger.

den Schädigern Qual Bereitende; ihnen Unheil Schaffende; Hass gegen sie Bewirkende; die Brennende; Wesen des Verbrennens.

Töterin des Feindes Dārakas [dārakāri: mehrdeutig]; von Dārukeśvara Verehrte; Mutter Dārakeśvaras; von Dārukeśvara Gegrüßte.

Darbha-Gras in der Hand Tragende; damit Verbundene; von Darbha-Riten Freie; aus Darbha Bestehende; mit Darbha-Leib; das gesamte Wesen des Darbha-Grases.

Darbha-Ritualen Ergebene; von einer Darbha haltenden Hand Verehrte; dem Darbha Geneigte; Dārbharyā [unklare Namensform]; dem Schöpfkellengefäß Folgende [anudāminī: unsicher].

von Damaghoṣa zu Verehrende; ihm Wünsche Gewährende; von ihm anzubetende Göttin; Gestalt des Waldbrandes.

Waldbrandgestaltige; deren große Stärke vom Waldbrand vernichtet wurde [Wortlaut auffällig]; Kraft der Asuras mit Zähnen und Hauern [Kompositum unsicher]; deren Elefant mit Elfenbein geschmückt ist.

mit Zähnen und Hauern Strömende [syandanā: auch Fahrzeug; unsicher]; Asuras mit Zähnen Vernichtende; mit Dickmilch zu Verehrende; durch Dickmilch Erfreute; Dadhīci Wünsche Gewährende.

Dadhīcis erwählte Gottheit; ihm Befreiung Gebende; seine Armut Vernichtende; seine Furcht Zerreißende.

durch Dadhīcis Hingabe Glückliche; vom Weisen Dadhīci Bediente; ihm Wissen Schenkende; ihm Eigenschaften Gewährende.

Schmuck von Dadhīcis Geschlecht; ihm Genuss und Befreiung Gebende; Göttin seiner Familie; Gottheit seiner Familie.

für Dadhīcis Geschlecht Zugängliche; von ihm Verehrte; Dadhīci Glück Schenkende; seine Not Nehmende.

Dadhīcis Leid Vernichtende; Schöne seines Geschlechts; aus seiner Familie Entstandene; seine Familie Beschützende.

durch Dadhīcis Gabe Zugängliche; seine Gabe Ehrende; durch seine Gabe Zufriedene; Gottheit seiner Gabe.

durch Dadhīcis Sieg Erfreute; deren Geist seiner Rezitation gilt; reich an Verehrung durch seine Rezitation; Girlande seiner Rezitation.

durch Dadhīcis Rezitation Zufriedene; durch sie Erfreuende; durch Dadhīcis Askese zu Verehrende; ihm Heil Schenkende.

Dūrvā-Gras; dunkel wie ein Dūrvā-Blatt; mit dem Glanz eines Dūrvā-Blattes.

So sind die tausend mit da beginnenden Namen Durgās verkündet.

Durga: Früchte und Abschluss

Wer als führender Übender diese Namen liest, erlangt alle Vollendungen. Morgens, mittags und zur Abenddämmerung lese er sie beherrscht und rein, ebenso um Mitternacht; er wird einem zweiten Maheśa gleich. Als großer Vīra, mit Śakti verbunden, verehre er in der großen Nacht die große Göttin mit den fünf vortrefflichen, mit dem Laut ma beginnenden Substanzen. Wer dann diesen Lobpreis liest, verkörpert selbst Vollendung.

Im Tempel, auf dem Leichenplatz, am Ufer der Gaṅgā, im eigenen Haus, im Haus einer Kurtisane und in Gegenwart des heiligen Lehrers, auf einem Berg oder in furchtbarer Einöde rezitiere man stets diesen Hymnus. Wer Durgās tausend Namen liest, sieht Durgā mit eigenen Augen.

Hundert Wiederholungen gelten als vorbereitende Praxis. Die Essenz des Lobpreises wurde erklärt. Was möchtest du darüber hinaus hören?

Damit endet im erhabenen Kulārṇava der Tausendnamenhymnus Durgās mit den mit da beginnenden Namen.

Damit endet im Śāktapramoda das Durgā-Tantra.

14. Shiva-Tantra

Shiva-Tantra: Titelseite

Heil!

Zusammengestellt und verfasst vom erhabenen König Devanandanasiṃha Bahādur, Herrscher der Residenz Śivahara,

als Bestandteil des Śāktapramoda:

das vierzehnte

Śiva-Tantra.

Von Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus der Familie des Lehrers des genannten Königs

durchgesehen.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Druckerei „Śrīveṃkaṭeśvara“

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem erhabenen Gaṇeśa!

Nun der Śāktapramoda.

Nun das Śiva-Tantra.

Nun die Meditation über Śiva.

Shiva: Meditation, Yantra, Mantra und Puja

Stets meditiere man über Maheśa, einem Silberberg gleich, mit der schönen Mondsichel als Kopfschmuck, dessen Leib durch Juwelenschmuck strahlt; in den Händen trägt er Axt und Gazelle und zeigt Wunschgewährung und Furchtlosigkeit, freundlich und heiter, im Lotussitz, ringsum von Götterscharen gepriesen, in Tigerhaut gekleidet, Ursprung und Keim des Alls, alle Furcht beseitigend, fünfgesichtig und dreiäugig.

Nun die Herleitung des Yantras.

Wenn im betreffenden Ritual kein Yantra angegeben ist, zeichne man einen achtblättrigen Lotus mit sechseckigem Fruchtboden, geschmückt mit vier Toren.

Nun die Herleitung des Mantras.

Man nehme die Verneigungsformel, dann den auf va folgenden Laut mit „Auge“, den Wasserlaut mit „Mundkreis“ und den Windlaut mit „Stirn“. Dieser fünfsilbige Mantra gewährt die Früchte der fünf Wünsche. Wenn Praṇava vorangestellt wird, Göttin, ist der Mantra sechssilbig. [Verschlüsselte Lautbezeichnungen; die ausgeschriebene Formel folgt unmittelbar.]

Nun der Mantra.

„Oṃ, Verehrung Śiva!“ [Die Sanskritvorlage verbindet namaḥ śivāya zu namaśśivāya.]

Nun die Durchführung der Pūjā.

Nach den Morgenpflichten begebe man sich in den Pūjā-Raum, nehme auf dem Sitz Platz, entzünde das Licht und verehre es mit „oṃ dīṃ, Verehrung dem Herrn des Lichtes!“. Nachdem man störende Geister vertrieben hat, beginne man die Verehrung, folgendermaßen. Nun die Meditation:

Über den Gott, rot wie die Bandhūka-Blüte, dreiäugig, mit der Mondsichel auf dem Kopf, den Dreizack tragend, lieblich lächelnd und ganz rein, mit einer Schädelschale, Wunschgewährung und Furchtlosigkeit in den Händen, meditiere man stets: Śambhu zusammen mit Umā, den Mondherrn. Damit endet die Meditation.

Nun die Anrufung.

Komm herbei, erhabener Śambhu, Śarva, Gatte Girijās! Sei gnädig, Götterherr; Verehrung sei dir, Śaṅkara! So die Anrufung.

Nun der Sitz.

Weltenherr, Mahādeva, Liebling des Königs der Könige, Īśāna, Herr: Einen göttlichen Sitz werde ich dir geben. So die Sitzgabe.

Nun das Fußwasser.

Mahādeva, großer Herr, Mahādeva, über das Höchste Erhabener: Nimm das von mir gegebene Fußwasser an, Herr zusammen mit Pārvatī! So das Fußwasser.

Nun die Ehrengabe.

Dreiäugiger Herr, von gutem Wandel, erster Schöpfer der Welt: Nimm die Ehrengabe an, Götterherr, mit Ambā Verbundener, Geber aller Ziele! So die Ehrengabe.

Nun das Wasser zum Mundspülen.

Vernichter Tripuras, Beseitiger der Bedrängnis der Armen, Śrīkaṇṭha, Ewiger: Nimm das aus reinem Wasser bereitete Mundspülwasser an!

So das Mundspülwasser. Nun das Bad mit Kuhmilch.

Süße, heilige Kuhmilch, durch ein Tuch gefiltert und dargebracht: Nimm sie zum Bad an, Herr der Göttergötter, höchster Herr!

So das Milchbad. Nun das Bad mit Dickmilch.

Diese selbst im Himmel seltene, wohlschmeckende, allen höchst angenehme und nährende Dickmilch nimm zum Bad an, Herr Pārvatīs!

So das Dickmilchbad. Nun das Bad mit Ghee.

Ghee aus Kuhmilch, rein, geschmeidig und für die nach Nahrung und Gedeihen Strebenden gut zu verwenden: Nimm es zum Bad an, Herr Girijās, Mondsichelträger!

So das Ghee-Bad. Nun das Honigbad.

Süß, weich, Verblendung beseitigend und Heiserkeit vernichtend, wird dies, Mahādeva, Śaṅkara, für dein Bad dargebracht.

So das Honigbad. Nun das Zuckerbad.

Dieser Zucker ist Hitze besänftigend, kühl und süß schmeckend; er wird dir zum Bad gegeben, Herr der Göttergötter.

So das Zuckerbad. Nun das Bad mit reinem Wasser.

Die heiligen Gewässer Gaṅgā, Godāvarī, Revā, Payoṣṇī, Yamunā, Sarasvatī und die weiteren mögen zum Bad angenommen werden.

Nun das Bad mit der Śatarudrīya. Die Auswahl wird folgendermaßen angegeben:

Das Rudra-Sūkta „namaste“, dann nochmals die sechzehn; zweimal „eṣa te“, zweimal „namaste“ und die beiden „na ta …“ … [Abgekürzte Zusammenstellungsanweisung anhand von Versanfängen.]

… „mīḍhuṣṭama“, acht, vier, „vaya …“, das achte, soll man rezitieren. [Die knappe Zahlenfolge ist in dieser Lesart nicht eindeutig aufzulösen; der folgende Text ist ausgeschrieben.]

Shatarudriya

Oṃ. Verehrung deinem Zorn, Rudra, und Verehrung deinem Pfeil! Auch deinen beiden Armen sei Verehrung!

Rudra, mit jener deiner heilvollen Gestalt, die nicht schrecklich ist und kein Unheil zeigt, mit dieser friedlichsten Gestalt, Bergbeglückender, blicke auf uns!

Den Pfeil, den du, Bergbeglückender, zum Abschuss in der Hand hältst, mache heilvoll, Bergbeschützer! Verletze nicht den Menschen und die lebende Welt!

Mit heilvollen Worten sprechen wir dich an, Bergbewohner, damit unsere ganze Welt frei von Krankheit und guten Mutes sei.

Der erste göttliche Arzt sprach als Fürsprecher. Alle Schlangen vernichtend, vertreibe sämtliche Zauberwesen nach unten und fort!

Jener Kupferrote, Rötliche und Braune ist höchst heilvoll. Den Zorn der tausend Rudras, die rings um ihn in den Richtungen wohnen, bitten wir hinweg.

Jener Blauhalsige, Blutrote, der dort herabgeht: Die Kuhhirten sahen ihn, die Wasserträgerinnen sahen ihn. Wenn wir ihn schauen, möge er uns beglücken!

Verehrung dem Blauhalsigen, Tausendäugigen, Freigebigen! Auch seinen kraftvollen Gefährten erweise ich Verehrung.

Löse die Sehne von beiden Enden deines Bogens; die Pfeile in deiner Hand lege weit weg, Erhabener!

Der Bogen des Flechtenträgers sei abgespannt, der Pfeilträger ohne Spitzen, seine Pfeile mögen verschwinden, sein Köcher sei ohne Wirkung. [Die vedische Schreibung und das Rezitationszeichen 2 bleiben in der Vorlage erhalten.]

Mit deiner Waffe, Freigebigster, mit dem Bogen in deiner Hand, der von Krankheit frei ist, beschütze uns von allen Seiten!

Die Waffe deines Bogens möge uns von allen Seiten meiden; auch deinen Köcher lege fern von uns nieder!

Spanne deinen Bogen ab, Tausendäugiger mit hundert Köchern; stumpfe die Pfeilspitzen ab und sei uns heilvoll und freundlich gesinnt!

Verehrung deiner ungespannten, gewaltigen Waffe! Deinen beiden Armen und deinem Bogen sei Verehrung!

Töte nicht unsere Großen und nicht unsere Kleinen, nicht die Heranwachsenden und nicht die Ausgewachsenen, nicht Vater und Mutter! Rudra, verletze nicht unsere lieben Körper!

Schädige nicht unsere Kinder, Nachkommen, Lebenszeit, Kühe oder Pferde! Töte nicht unsere Helden in deinem Zorn, Rudra! Opfergaben bringend rufen wir dich stets an.

Verehrung dem Goldarmigen, Heerführer und Herrn der Richtungen!

Verehrung den Bäumen mit grünem Haar und dem Herrn der Tiere!

Verehrung dem gelblichgrasfarbenen Strahlenden, dem Herrn der Wege!

Verehrung dem Grünhaarigen mit der heiligen Schnur, dem Herrn der Wohlgenährten!

Verehrung dem Braunen, dem Durchbohrenden, Herrn der Speisen!

Verehrung der Waffe Bhavas, dem Herrn der Welten!

Verehrung Rudra mit gespanntem Bogen, dem Herrn der Felder!

Verehrung dem Wagenlenker, dem Unverletzbaren [ahantya: Deutung unsicher], Herrn der Wälder!

Verehrung dem Roten, Baumeister und Herrn der Bäume!

Verehrung dem die Welt Weitenden und Freiraum Schaffenden, Herrn der Heilpflanzen!

Verehrung dem Ratgeber, Kaufmann und Herrn des Dickichts!

Verehrung dem laut Rufenden und Schreienlassenden, Herrn der Fußsoldaten!

Verehrung dem mit ganzer Kraft Laufenden, Herrn der Wesen beziehungsweise Krieger!

Verehrung dem Überwältigenden, Durchbohrenden, Herrn der durchbohrenden Scharen!

Verehrung dem Schwertträger, Hervorragenden, Herrn der Diebe!

Verehrung dem Umherschleichenden und Umherziehenden, Herrn der Waldbewohner!

Verehrung dem Täuschenden und ringsum Betrügenden, Herrn der heimlichen Diebe!

Verehrung dem Schwert- und Köcherträger, Herrn der Räuber!

Verehrung den Speerträgern und Tötungswilligen, dem Herrn der Plündernden!

Verehrung den Schwerttragenden und nachts Umherziehenden, dem Herrn der Zerschneidenden!

Verehrung dem Turbanträger, Bergwanderer und Herrn der Eindringlinge!

Euch Pfeiltragenden und Bogentragenden sei Verehrung!

Euch die Sehne Spannenden und die Pfeile Auflegenden sei Verehrung!

Euch Zielenden und Schießenden sei Verehrung!

Euch die Pfeile Entlassenden und Treffenden sei Verehrung!

Euch Schlafenden und Wachenden sei Verehrung!

Euch Liegenden und Sitzenden sei Verehrung!

Euch Stehenden und Laufenden sei Verehrung!

Euch Versammlungen und Versammlungsherren sei Verehrung!

Euch Pferden und Herren der Pferde sei Verehrung!

Euch ringsum und vielfältig Durchbohrenden sei Verehrung!

Euch gewaltigen, Zerschmetternden sei Verehrung!

Euch Scharen und Scharenherren sei Verehrung!

Euch Verbänden und Verbandsführern sei Verehrung!

Euch Klugen und Herren der Klugen sei Verehrung!

Euch Ungestalten und Allgestaltigen sei Verehrung!

Euch Heeren und Heerführern sei Verehrung!

Euch Wagenkämpfern und Wagenlosen sei Verehrung!

Euch Wagenbegleitern und Zügelführern sei Verehrung!

Euch Großen und Kleinen sei Verehrung!

Euch Zimmerleuten und Wagenbauern sei Verehrung!

Euch Töpfern und Schmieden sei Verehrung!

Euch Niṣādas und Vogelfängern sei Verehrung!

Euch Hundeführern und Jägern sei Verehrung!

Euch Hunden und Herren der Hunde sei Verehrung!

Verehrung Bhava und Rudra!

Verehrung Śarva und Paśupati, dem Herrn der Tiere!

Verehrung dem Blauhalsigen und Weißkehligen! [śitiṇṭha: beschädigte Form.]

Verehrung dem Flechtenträger und dem Kahlgeschorenen!

Verehrung dem Tausendäugigen und dem mit hundert Bögen!

Verehrung dem im Berg Ruhenden und Śipiviṣṭa, dem von Strahlen Durchdrungenen!

Verehrung dem Freigebigsten und Pfeilträger!

Verehrung dem Kleinen und Zwerggestaltigen!

Verehrung dem Großen und noch Größeren!

Verehrung dem Alten und mit Wachstum Verbundenen!

Verehrung dem Vordersten und Ersten!

Verehrung dem Schnellen und Beweglichen!

Verehrung dem in raschem Lauf und im strömenden Wasser Befindlichen!

Verehrung dem in der Welle und im stillen Wasser Gegenwärtigen!

Verehrung dem im Fluss und auf der Insel Gegenwärtigen!

Verehrung dem Ältesten und Jüngsten!

Verehrung dem Früher- und Spätergeborenen!

Verehrung dem Mittleren und Unreifen!

Verehrung dem Hintersten und am Grund Befindlichen!

Verehrung dem in der Gemeinschaft und im Beweglichen Gegenwärtigen!

Verehrung dem zu Yama und dem zum sicheren Wohnen Gehörigen!

Verehrung dem im Lobvers und an dessen Abschluss Gegenwärtigen!

Verehrung dem auf fruchtbarem Feld und auf der Tenne Gegenwärtigen!

Verehrung dem im Wald und im Dickicht Gegenwärtigen!

Verehrung dem Klang und Widerhall!

Verehrung dem mit schnellem Heer und schnellem Wagen!

Verehrung dem Helden und Durchbrecher!

Verehrung dem Helmträger und Gepanzerten!

Verehrung dem Rüstungsträger und Schutzwehrträger!

Verehrung dem Berühmten und dem mit berühmtem Heer!

Verehrung dem in der Trommel und ihrem Schlägel Gegenwärtigen!

Verehrung dem Kühnen und Prüfenden!

Verehrung dem Schwert- und Köcherträger!

Verehrung dem mit scharfen Pfeilen und dem Bewaffneten!

Verehrung dem mit guten Waffen und gutem Bogen!

Verehrung dem auf Pfaden und auf Wegen Gegenwärtigen!

Verehrung dem im unwegsamen Gelände und im Niederungswasser Gegenwärtigen!

Verehrung dem in Kanälen und in Seen Gegenwärtigen!

Verehrung dem in Flüssen und kleinen Gewässern Gegenwärtigen!

Verehrung dem in Brunnen und Gruben Gegenwärtigen!

Verehrung dem bei klarem Himmel und in der Sonnenglut Gegenwärtigen!

Verehrung dem in Wolken und Blitzen Gegenwärtigen!

Verehrung dem im Regen und im Ausbleiben des Regens Gegenwärtigen!

Verehrung dem im Sturm und in der Sturmgewalt Gegenwärtigen!

Verehrung dem im Wohnplatz Gegenwärtigen und seinem Beschützer!

Verehrung Soma und Rudra!

Verehrung dem Kupferroten und Rötlichen!

Verehrung dem Heil Bringenden [śaṅgava: unsicher] und dem Herrn der Tiere!

Verehrung dem Gewaltigen und Furchtbaren!

Verehrung dem vorn Tötenden und aus der Ferne Tötenden!

Verehrung dem Töter und noch mächtigeren Töter!

Verehrung den Bäumen mit grünem Haar!

Verehrung dem Hinüberführenden!

Verehrung dem Ursprung des Heils und dem Ursprung der Freude!

Verehrung dem Heil Schaffenden und Freude Schaffenden!

Verehrung dem Heilvollen und noch Heilvolleren!

Verehrung dem am jenseitigen und diesseitigen Ufer!

Verehrung dem Hinüberführenden und Herüberführenden!

Verehrung dem an der Furt und am Ufer!

Verehrung dem im jungen Gras und im Schaum!

Verehrung dem im Sand und in der Strömung!

Verehrung dem im Geröll und am Wohnort!

Verehrung dem Flechtenträger und dem mit herabhängendem Haar!

Verehrung dem im Ödland und auf breiter Straße!

Verehrung dem im Viehgehege und im Kuhstall!

Verehrung dem auf dem Lager und im Haus!

Verehrung dem im Herzen und im tiefen Wasser!

Verehrung dem im unwegsamen Gelände und in der Höhlung!

Verehrung dem im Trockenen und im Grünen!

Verehrung dem im Staub und in den Staubmassen!

Verehrung dem im Kargen und im Graswuchs!

Verehrung dem auf der Erde und in den guten Wogen! [ūrvya/sūrvya: Deutung unsicher.]

Verehrung dem im Blatt und im gefallenen Laub!

Verehrung dem die Waffe Erhebenden und Zuschlagenden!

Verehrung dem leicht und dem heftig Bedrängenden!

Euch Pfeilmachern und Bogenmachern sei Verehrung!

Verehrung euch Ausstreuenden, den Herzen der Götter!

Verehrung den Prüfenden!

Verehrung den Vernichtenden!

Verehrung den Unbesiegten!

Du Gepanzerter, Herr der Nahrung, Armer, Blauroter: Erschrecke und verletze diese Menschen und diese Tiere nicht; keines von ihnen möge uns erkranken!

Diese Gedanken bringen wir dem starken Rudra dar, dem Flechtenträger, dem Herrn der Helden [kṣayadvīra auch „Helden vernichtend“], damit Zweifüßern und Vierfüßern Heil werde und alles in diesem Dorf gedeihe und frei von Krankheit sei.

Rudra, deine heilvolle Gestalt, die alle Tage heilend wirkt, die das Leiden heilsam kuriert: Mit ihr beglücke uns zum Leben!

Rudras Waffe möge uns meiden, ebenso die üble Absicht des heftigen Schädigers. Entspanne die festen Waffen gegenüber den Gabenreichen, Freigebiger, und sei Kindern und Nachkommen gnädig!

Freigebigster, Heilvollster, sei uns heilvoll und freundlich! Lege die Waffe auf den höchsten Baum, komme in die Tierhaut gehüllt und bringe den Pināka-Bogen mit!

Du Zerstreuender, Blutroter, Verehrung sei dir, Erhabener! Deine tausend Waffen sollen einen anderen treffen als uns.

Tausende und aber Tausende Waffen sind in deinen Armen. Als ihr Herr, Erhabener, richte ihre Spitzen von uns weg!

Die unzähligen Tausende Rudras auf der Erde: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die in diesem großen Meer, dem Zwischenraum, waltenden Bhavas: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die blauhalsigen, weißkehligen Rudras, die im Himmel wohnen: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die blauhalsigen, weißkehligen Śarvas, die unter der Erde wandeln: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die Herren der Wesen, ohne Haarschopf oder mit Flechten: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die in den Bäumen, grasgelb, blauhalsig und blutrot: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die Beschützer der Wege, Nahrung Bringenden, die um die Lebensdauer kämpfen [āyuryudhaḥ: auch „Leben bekämpfend“]: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die an Furten und heiligen Orten wandeln, mit Speeren und Schwertern: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Die in Speisen und Gefäßen die trinkenden Menschen durchbohren: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

All diese und die noch zahlreicheren Rudras, die sich über die Richtungen ausbreiten: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Verehrung den Rudras im Himmel, deren Pfeile der Regen ist! Ihnen zehn nach Osten, zehn nach Süden, zehn nach Westen, zehn nach Norden, zehn nach oben [die zehn gefalteten Finger als Verneigung]. Ihnen sei Verehrung! Sie mögen uns schützen und beglücken. Wen wir hassen und wer uns hasst, den legen wir in ihren Rachen.

Verehrung den Rudras im Zwischenraum, deren Pfeile der Wind ist! Ihnen zehn nach Osten, zehn nach Süden, zehn nach Westen, zehn nach Norden, zehn nach oben. Ihnen sei Verehrung! Sie mögen uns schützen und beglücken. Wen wir hassen und wer uns hasst, den legen wir in ihren Rachen.

Verehrung den Rudras auf der Erde, deren Pfeile die Nahrung ist! Ihnen zehn nach Osten, zehn nach Süden, zehn nach Westen, zehn nach Norden, zehn nach oben. Ihnen sei Verehrung! Sie mögen uns schützen und beglücken. Wen wir hassen und wer uns hasst, den legen wir in ihren Rachen.

Oṃ. Verehrung deinem Zorn, Rudra, und Verehrung deinem Pfeil! Auch deinen beiden Armen sei Verehrung!

Rudra, mit jener deiner heilvollen Gestalt, die nicht schrecklich ist und kein Unheil zeigt, mit dieser friedlichsten Gestalt, Bergbeglückender, blicke auf uns!

Den Pfeil, den du, Bergbeglückender, zum Abschuss in der Hand hältst, mache heilvoll, Bergbeschützer! Verletze nicht den Menschen und die lebende Welt!

Mit heilvollen Worten sprechen wir dich an, Bergbewohner, damit unsere ganze Welt frei von Krankheit und guten Mutes sei.

Der erste göttliche Arzt sprach als Fürsprecher. Alle Schlangen vernichtend, vertreibe sämtliche Zauberwesen nach unten und fort!

Jener Kupferrote, Rötliche und Braune ist höchst heilvoll. Den Zorn der tausend Rudras, die rings um ihn in den Richtungen wohnen, bitten wir hinweg.

Jener Blauhalsige, Blutrote, der dort herabgeht: Die Kuhhirten sahen ihn, die Wasserträgerinnen sahen ihn. Wenn wir ihn schauen, möge er uns beglücken!

Verehrung dem Blauhalsigen, Tausendäugigen, Freigebigen! Auch seinen kraftvollen Gefährten erweise ich Verehrung.

Löse die Sehne von beiden Enden deines Bogens; die Pfeile in deiner Hand lege weit weg, Erhabener!

Der Bogen des Flechtenträgers sei abgespannt, der Pfeilträger ohne Spitzen; seine Pfeile mögen verschwinden, sein Köcher sei ohne Wirkung.

Mit deiner Waffe, Freigebigster, mit dem Bogen in deiner Hand, der von Krankheit frei ist, beschütze uns von allen Seiten!

Die Waffe deines Bogens möge uns von allen Seiten meiden; auch deinen Köcher lege fern von uns nieder!

Spanne deinen Bogen ab, Tausendäugiger mit hundert Köchern; stumpfe die Pfeilspitzen ab und sei uns heilvoll und freundlich gesinnt!

Verehrung deiner ungespannten, gewaltigen Waffe! Deinen beiden Armen und deinem Bogen sei Verehrung!

Töte nicht unsere Großen und nicht unsere Kleinen, nicht die Heranwachsenden und nicht die Ausgewachsenen, nicht Vater und Mutter! Rudra, verletze nicht unsere lieben Körper!

Schädige nicht unsere Kinder, Nachkommen, Lebenszeit, Kühe oder Pferde!

Töte nicht unsere Helden in deinem Zorn, Rudra! Opfergaben bringend rufen wir dich stets an.

Dies ist dein Anteil, Rudra, zusammen mit deiner Schwester Ambikā; genieße ihn, svāhā! Dies ist dein Anteil, Rudra; die Maus ist dein Opfertier.

Wir bitten Rudra um Hilfe, den dreiäugigen Gott, damit er uns wohlhabender und besser stelle und uns zur Entschlossenheit bringe. [vyavasāyayāt: in dieser Lesart.]

Verehrung deiner Glut und Flamme, Verehrung deinem Strahlen! Deine Waffen sollen andere als uns brennen; sei uns als Reinigender heilvoll!

Verehrung sei dem Blitz, Verehrung dem Donner! Verehrung sei dir, Erhabener, von wo aus du nach dem Himmelslicht strebst!

Ihr kennt den nicht, der dies geschaffen hat; etwas anderes ist in euer Inneres getreten. Von Nebel verhüllt, schwatzend und nur ihr Leben sättigend, wandeln die Spruchverkünder umher.

Viśvakarman wurde als Gott geboren; danach entstand als Zweiter der Gandharva. Als Dritter setzte der Vater, der Erzeuger der Pflanzen, den Keim der Wasser an vielen Orten ein.

Freigebigster, Heilvollster, sei uns heilvoll und freundlich! Lege die Waffe auf den höchsten Baum, komme in die Tierhaut gehüllt und bringe den Pināka-Bogen mit!

Du Zerstreuender, Blutroter, Verehrung sei dir, Erhabener! Deine tausend Waffen sollen einen anderen treffen als uns.

Tausende und aber Tausende Waffen sind in deinen Armen. Als ihr Herr, Erhabener, richte ihre Spitzen von uns weg!

Die unzähligen Tausende Rudras auf der Erde: Ihre Bögen spannen wir tausend Yojanas weit fort ab.

Soma, deinem Gelübde folgend, den Geist in unseren Körpern tragend, möchten wir mit Nachkommen gesegnet mit dir vereint sein.

Dies ist dein Anteil, Rudra, zusammen mit deiner Schwester Ambikā; genieße ihn, svāhā! Dies ist dein Anteil, Rudra; die Maus ist dein Opfertier.

Wir bitten Rudra um Hilfe, den dreiäugigen Gott, damit er uns wohlhabender und besser stelle und uns zur Entschlossenheit bringe. [vyavasāyayāt: in dieser Lesart.]

Du bist Heilmittel, Heilmittel für die Kuh, für das Pferd und für den Menschen, Wohlergehen für Widder und Schaf.

Wir verehren den Dreiäugigen, den Wohlriechenden, der Gedeihen mehrt. Wie eine Gurke von ihrer Bindung möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit. Wir verehren den Dreiäugigen, den Wohlriechenden, der einen Gatten finden lässt. Wie eine Gurke von ihrer Bindung möge ich von hier gelöst werden, nicht von dort. [Die Quelle überliefert beide Formeln zusammen.]

Dies ist dein Wegzehrungsanteil, Rudra. Ziehe damit über den Mūjavat hinaus!

Die dreifache Lebensdauer Jamadagnis, die dreifache Lebensdauer Kaśyapas und die dreifache Lebensdauer unter den Göttern: Diese dreifache Lebensdauer werde uns zuteil!

Du heißt der Heilvolle; die Axt ist dein Vater. Verehrung sei dir, verletze mich nicht! Ich wende dich zurück für Lebensdauer, Nahrung, Fortpflanzung, Vermögenszuwachs, gute Nachkommenschaft und Heldenkraft.

Shiva: Weitere Darbringungen

Damit endet das Bad mit reinem Wasser.

Nun das Gewand.

Gewänder aus Seide und feinem Stoff, vielfältig und neu, habe ich gebracht, Götterherr. Sei gnädig, Śaṅkara!

So die Gewandgabe.

Nun die heilige Schnur.

Die von mir gegebene heilige Schnur aus Gold, Silber, Kupfer oder Baumwolle nimm zu deiner Freude an!

So die heilige Schnur.

Nun die Duftgabe.

Allherr, von der Welt Verehrter, auf göttlichem Sitz Ruhender: Nimm den Duft an, Götterherr; nimm das Sandelholz an! So die Duftgabe.

Nun die ungebrochenen Reiskörner.

Auf den Duftstoff gibt man weiße ungebrochene Reiskörner.

Weiße, gewaschene und makellose Reiskörner habe ich dir hingebungsvoll dargebracht, Höchster der Götter. Nimm sie an, höchster Herr!

Nun die Blumen.

Wohlriechende Girlanden und Blüten, darunter Mālatī, habe ich zur Verehrung gebracht, Herr. Nimm diese Blumen an!

Nun die Bilva-Blätter.

Ein schönfarbiges beziehungsweise goldenes Bilva-Blatt, dem Dreizack gleich, bringe ich dar, Mahādeva. Nimm mein Bilva-Blatt an!

So die Bilva-Blätter.

Nun der Räucherduft.

Aus Baumharz entstanden, duftreich und von höchstem Duft, für alle Götter zum Riechen bestimmt: Dieser Räucherduft möge angenommen werden!

Nun das Licht.

Mit einem in Ghee getränkten Docht versehen und vom Feuer entzündet: Nimm dieses Licht an, Götterherr, Vertreiber der Finsternis der drei Welten!

Nun die Speisegabe.

Gebackene Kuchen, Fladen, kleine Bällchen, Milchspeise, Suppe und gekochte Nahrung: Nimm die Speisegabe an!

Nun das Mundspülwasser.

Kühles, reines, vorzügliches Trinkwasser aus der Gaṅgā, zu deiner Freude bereitet: Nimm es an, Herr Pārvatīs!

Nun das Einreiben der Hände.

Kampfer und andere duftende Stoffe nimm an, Maheśvara, Herr der Welten, zum Reinigen und Einreiben der Hände!

Nun die Früchte.

Kürbis, Zitronat-Zitrone und Kokosfrüchte nimm an, Geliebter Pārvatīs, Mondträger, Śaṅkara!

Nun Betelnuss, Betel und weitere Gaben.

Eine große, vorzügliche Betelnuss mit Betelblättern sowie Trauben und anderes nimm an, Herr der Göttergötter, Götterherr!

Nun die Wertgabe.

Die fünf Juwelen, im Schoß Hiraṇyagarbhas ruhend und mit goldenem Keim verbunden, habe ich gegeben. Nimm sie an, Stierbannerträger!

Nun das Schwenken des Lichtes.

Feuer ist Licht, die Sonne ist Licht, der allgegenwärtige Nārāyaṇa ist Licht. Mit fünf Lichtern umkreise ich den Götterherrn, o Götterherr!

Nun die Blumenhandvoll.

Hara, Grundlage des gesamten Alls, selbst ohne Grundlage und ohne Stütze: Nimm die Blumenhandvoll an, Herr, Someśvara! Verehrung sei dir!

Nun der Verneigungsmantra.

Verehrung Śambhu, dem Lehrer, Ursache der Welten, Brücke über den Ozean des Daseins, Ursprung sämtlicher Wissensgebiete!

So der Verneigungsmantra.

An alle Mantras ist anzufügen: „Verehrung ihm mit seinen Gliedern, Waffen, Fahrzeugen, seinem Gefolge und seinen Umkreisen!“

Shiva: Namensanrufungen

Nun die Reihe der tausend Namen Śivas.

Für diesen Mantra des Tausendnamenhymnus des erhabenen Sadāśiva ist Nārāyaṇa der Seher, Śrī Sadāśiva die Gottheit, Anuṣṭubh das Versmaß, Sadāśiva der Keim und Gaurī die Kraft. Er wird zur Darbringung des jeweils genannten Stoffes mit diesen göttlichen tausend Namen angewandt, um Śrī Sadāśiva zu erfreuen.

Nun die Meditation.

Stets meditiere man über Maheśa, einem Silberberg gleich, mit schöner Mondsichel als Kopfschmuck und durch Juwelenschmuck strahlendem Leib. In den Händen trägt er Axt und Gazelle und zeigt Wunschgewährung und Furchtlosigkeit; er ist freundlich, sitzt im Lotussitz, ringsum von Götterscharen gepriesen, trägt Tigerhaut, ist Ursprung des Alls, von der Welt gegrüßt, nimmt alle Furcht und ist fünfgesichtig und dreiäugig.

Verehrung: der Beständige; Verehrung: der Unbewegliche; Verehrung: der Herr; Verehrung: der Furchtbare; Verehrung: der Hervorragende; Verehrung: der Wunschgewährende; Verehrung: der Beste; Verehrung: das Selbst aller.

Verehrung: der überall Berühmte; Verehrung: das All; Verehrung: der alles Schaffende; Verehrung: das Werden; Verehrung: der Flechtenträger; Verehrung: der Fellträger; Verehrung: der mit Haarschmuck; Verehrung: der mit allen Gliedern.

Verehrung: der alles Hervorbringende; Verehrung: der Wegnehmende; Verehrung: der Gazellenäugige; Verehrung: der alle Wesen Wegnehmende; Verehrung: der Herr; Verehrung: die Hinwendung; Verehrung: der Zurückgezogene; Verehrung: der Beherrschte.

Verehrung: der Ewige; Verehrung: der Feste; Verehrung: der auf dem Leichenplatz Wohnende; Verehrung: der Erhabene; Verehrung: der im Raum Wandelnde; Verehrung: der auf Erden Wandelnde; Verehrung: der Bedrängende; Verehrung: der zu Grüßende.

Verehrung: der große Taten Vollbringende.

Verehrung: der Asket; Verehrung: der die Wesen Hervorbringende; Verehrung: der hinter dem Gewand eines Verrückten Verborgene; Verehrung: der Herr der Geschöpfe aller Welten; Verehrung: der Großgestaltige; Verehrung: der Großleibige; Verehrung: der Stiergestaltige; Verehrung: der Hochberühmte.

Verehrung: das große Selbst; Verehrung: das Selbst aller Wesen; Verehrung: der Allgestaltige; Verehrung: der Großkiefrige; Verehrung: der Welthüter; Verehrung: der im Inneren Verborgene; Verehrung: die Gnade; Verehrung: Pferd und Esel [Namensform gestört].

Verehrung: der Reine; Verehrung: der Große; Verehrung: die Selbstzucht; Verehrung: der in Selbstzucht Gegründete; Verehrung: alles Wirken; Verehrung: der Selbstentstandene; Verehrung: der Anfang; Verehrung: der den Anfang Schaffende.

Verehrung: der Schatz; Verehrung: der Tausendäugige; Verehrung: der Weitäugige; Verehrung: Soma; Verehrung: der die Mondhäuser Bewirkende; Verehrung: der Mond; Verehrung: die Sonne; Verehrung: Śani, Saturn.

Verehrung: Ketu; Verehrung: der Planet beziehungsweise Ergreifer; Verehrung: der Planetenherr; Verehrung: der Beste; Verehrung: Atri; Verehrung: der sich vor Atri Verneigende [atryāna: gestörte Verbindung]; Verehrung: der den Pfeil gegen die Gazelle Richtende; Verehrung: der Makellose.

Verehrung: der große Askese Übende; Verehrung: der furchtbare Askese Übende; Verehrung: der Nichtelendige; Verehrung: der den Armen Erfolg Gebende; Verehrung: der das Jahr Schaffende; Verehrung: der Mantra; Verehrung: das Erkenntnismittel; Verehrung: der Feinde Peinigende.

Verehrung: der Yogin; Verehrung: der zu Verbindende; Verehrung: der große Keim; Verehrung: der mit großer Zeugungskraft; Verehrung: der sehr Starke; Verehrung: der mit goldenem Samen; Verehrung: der Allwissende; Verehrung: der gute Keim.

Verehrung: der Keimträger; Verehrung: der mit zehn Trägern [vāhava: unsicher]; Verehrung: der Nichtblinzelnde; Verehrung: der Blaukehlige; Verehrung: Umās Gatte; Verehrung: der Allgestaltige.

Verehrung: der aus sich selbst Beste; Verehrung: der Held an Stärke; Verehrung: der mit schwacher Schar [abaṃla: gestörte Lesart]; Verehrung: der Scharenschöpfer; Verehrung: der Scharenherr; Verehrung: der in die Richtungen Gekleidete; Verehrung: das Verlangen; Verehrung: der Mantrakenner.

Verehrung: der höchste Mantra; Verehrung: der alles Werden Schaffende; Verehrung: der Wegnehmende; Verehrung: der Wasserkrugträger; Verehrung: der Bogenträger; Verehrung: der mit Pfeilen in der Hand; Verehrung: der Schädeltragende; Verehrung: der Blitzträger.

Verehrung: der Śataghnī-Waffenträger; Verehrung: der Schwertträger; Verehrung: der Lanzenträger; Verehrung: der Bewaffnete; Verehrung: der Große; Verehrung: der mit dem Opferlöffel in der Hand; Verehrung: der Schöngestaltige; Verehrung: der Glanz.

Verehrung: der Schatz des Glanzschaffens; Verehrung: der Turbanträger; Verehrung: der Schöngesichtige; Verehrung: der Erhabene; Verehrung: der Geneigte; Verehrung: der Lange; Verehrung: der Gelbhaarige; Verehrung: die gute Furt.

Verehrung: der Dunkle; Verehrung: der Schakalgestaltige; Verehrung: der sein Ziel Erreicht Habende; Verehrung: der Kahlköpfige; Verehrung: der alles Heil Schaffende; Verehrung: der Ungeborene; Verehrung: der Vielgestaltige; Verehrung: der Duftträger.

Verehrung: der Flechtenträger; Verehrung: der mit aufwärtsgerichtetem Samen; Verehrung: der mit aufgerichtetem Liṅga; Verehrung: der oben Ruhende; Verehrung: der im Raum Befindliche; Verehrung: der mit drei Flechten; Verehrung: der Lumpengekleidete; Verehrung: Rudra.

Verehrung: der Heerführer; Verehrung: der Allgegenwärtige; Verehrung: der am Tage Wandelnde; Verehrung: der nachts Wandelnde; Verehrung: der heftig Zornige; Verehrung: der Hellglänzende; Verehrung: der Elefantentöter; Verehrung: der Daityatöter.

Verehrung: die Zeit; Verehrung: der Weltenhalter; Verehrung: der Schatz der Eigenschaften.

Verehrung: der Löwen- und Tigergestaltige; Verehrung: der in frische Tierhaut Gehüllte; Verehrung: der mit der Zeit Verbundene; Verehrung: der große Klang; Verehrung: alle Wünsche; Verehrung: die Wegkreuzung; Verehrung: der Nachtwanderer; Verehrung: der unter Toten Wandelnde.

Verehrung: der unter Geistern Wandelnde; Verehrung: der große Herr; Verehrung: der Vielfachgewordene; Verehrung: der Vieles Tragende; Verehrung: Svarbhānu; Verehrung: der Unermessliche; Verehrung: der Weg; Verehrung: der Tanzliebende.

Verehrung: der ewig Tanzende; Verehrung: der Tänzer; Verehrung: der nach allem Verlangende; Verehrung: der Furchtbare; Verehrung: der große Asket; Verehrung: die Schlinge; Verehrung: der Ewige; Verehrung: der auf Bergen Wachsende.

Verehrung: der Raum; Verehrung: der Tausendhändige; Verehrung: der Sieg; Verehrung: die Entschlossenheit; Verehrung: der Unermüdliche; Verehrung: der Unverletzliche; Verehrung: der von überwältigendem Wesen; Verehrung: der Opferzerstörer.

Verehrung: der Vernichter des Verlangens; Verehrung: der Dakṣas Opfer Wegnehmende; Verehrung: der gute Helfer; Verehrung: der Mittlere; Verehrung: der Glanz Wegnehmende; Verehrung: der Kraft Vernichtende; Verehrung: der Freudige; Verehrung: das Ziel.

Verehrung: der Unbesiegte; Verehrung: der Untere; Verehrung: der Tiefe; Verehrung: der Tiefgründige; Verehrung: der von tiefer Kraft und kraftvollem Fahrzeug; Verehrung: der Banyanbaumgestaltige; Verehrung: der Banyanbaum; Verehrung: der am Ohr des Baumes Stehende [vṛkṣakarṇa: unsicher].

Verehrung: der Allgegenwärtige; Verehrung: der mit sehr scharfen Zähnen; Verehrung: der Großleibige; Verehrung: der Großgesichtige; Verehrung: der mit allseitigem Heer; Verehrung: Hari; Verehrung: das Opfer; Verehrung: der im Kampf bedrängende Fahrzeuge Führende [Kompositum unsicher].

Verehrung: der heftig Brennende; Verehrung: der mit falben Pferden.

Verehrung: der Helfer; Verehrung: der die Zeit des Handelns Kennt; Verehrung: der von Viṣṇu Gnädiggestimmte; Verehrung: das Opfer; Verehrung: der Ozean; Verehrung: der mit dem Stutenmaulfeuer; Verehrung: der Helfer des Feuers; Verehrung: der von ganz friedlichem Selbst.

Verehrung: das Opferfeuer; Verehrung: der von gewaltigem Glanz; Verehrung: der sehr Leuchtende; Verehrung: der zu Gebärende; Verehrung: der die Siegeszeit Kennt; Verehrung: die Bahn der Gestirne; Verehrung: die Vollendung; Verehrung: der Allgestaltige.

Verehrung: der Flammentragende; Verehrung: der Kahlgeschorene; Verehrung: der Flechtenträger; Verehrung: der Flammende; Verehrung: der aus Gestalt Geborene; Verehrung: der nach oben Gehende [mūrddhvaga: unsicher]; Verehrung: der Starke; Verehrung: der Flötenspieler.

Verehrung: der kleine Trommelspieler; Verehrung: der Beckenspieler; Verehrung: der mit Zügeln; Verehrung: Kālakaṭaṅkaṭa [Lautname unsicher]; Verehrung: der die Gestalt der Mondhäuser Erkennt; Verehrung: der die Eigenschaften Erkennt; Verehrung: die Auflösung; Verehrung: die Offenbarung.

Verehrung: der Schöpferherr; Verehrung: der das All Tragende; Verehrung: die Teilung; Verehrung: der überall Gehende; Verehrung: der Gesichtslose; Verehrung: die Befreiung; Verehrung: die gute Zuflucht; Verehrung: der aus goldenem Panzer Entstandene.

Verehrung: der aus dem Zeugungsglied Geborene; Verehrung: der mit Kraft Wandelnde; Verehrung: der auf Erden Wandelnde; Verehrung: der Strömende [sruta]; Verehrung: der alle Instrumente Erklingenlassende; Verehrung: der alle Musikinstrumente Aufnehmende; Verehrung: der Raubtiergestaltige; Verehrung: der Höhlenbewohner.

Verehrung: der Verborgene; Verehrung: der Girlandenträger; Verehrung: der Wellenkenner; Verehrung: der Gott; Verehrung: der drei Zeiten Umfassende [dhṛṣ: unregelmäßige Form]; Verehrung: der aus sämtlichen Bindungen des Handelns Befreiende; Verehrung: der die Asurafürsten Fesselnde; Verehrung: der im Kampf die Feinde Vernichtende.

Verehrung: die Klarheit des Sāṅkhya.

Verehrung: Durvāsas; Verehrung: der von allen Guten Bediente; Verehrung: der Hervorspringende; Verehrung: der die Unterschiede Kennt; Verehrung: der Unvergleichliche; Verehrung: der die Opferanteile Kennt [Nummer 375 steht hier anstelle von 275]; Verehrung: der in allem Wohnende; Verehrung: der überall Wandelnde.

Verehrung: der schwer zu Bewohnende beziehungsweise Durvāsas; Verehrung: Vāsava, Indra; Verehrung: der Unsterbliche; Verehrung: der Goldene; Verehrung: der Gold Schaffende; Verehrung: das Nichtopfer; Verehrung: der alles Tragende; Verehrung: der beste Träger.

Verehrung: der Rotäugige; Verehrung: der Großäugige; Verehrung: der mit siegreichen Augen; Verehrung: der Kundige; Verehrung: das Zusammenfassen; Verehrung: die Bezwingung; Verehrung: der Handelnde; Verehrung: der mit Schlangenlumpen Bekleidete.

Verehrung: der Vornehmste; Verehrung: der Nichtvornehmste; Verehrung: der Körper; Verehrung: die Trompete [kāhala]; Verehrung: der alle Wünsche Gewährende; Verehrung: der allezeit Gnädige; Verehrung: der sehr Starke; Verehrung: der die Kraftgestalt Tragende.

Verehrung: der beste aller Wünsche; Verehrung: der alles Gebende; Verehrung: der Allgesichtige; Verehrung: der raumgleich Formlose; Verehrung: der Herabfallende; Verehrung: der Unabhängige; Verehrung: der Vogel beziehungsweise Himmelswanderer; Verehrung: der Rudragestaltige.

Verehrung: der Strahl; Verehrung: Āditya; Verehrung: der Vielstrahlige; Verehrung: der Hellglänzende; Verehrung: der mit schnellem Vermögen [vasuvega: mehrdeutig]; Verehrung: der sehr Schnelle; Verehrung: der gedankenschnelle; Verehrung: der Nachtwanderer.

Verehrung: der in allem Wohnende; Verehrung: der im Glück Wohnende; Verehrung: der Unterweisende; Verehrung: der Laut a; Verehrung: der Weise; Verehrung: der aus sich selbst nicht Sichtbare; Verehrung: der Zerbrochene.

Verehrung: der Tausendgeber; Verehrung: der Geflügelte; Verehrung: der Flügelgestaltige; Verehrung: der sehr Leuchtende; Verehrung: der Herr der Menschen; Verehrung: der Rausch; Verehrung: der Berauschende; Verehrung: das Verlangen.

Verehrung: der Aśvattha-Baum; Verehrung: der Nutzen Schaffende; Verehrung: der Ruhm; Verehrung: Vāmadeva; Verehrung: der Liebliche beziehungsweise Linke; Verehrung: der Östliche; Verehrung: der Südliche beziehungsweise Geschickte; Verehrung: der Zwerg.

Verehrung: der vollendete Yogin; Verehrung: der große Seher; Verehrung: der sein Ziel Erreicht Habende; Verehrung: der die Vollendeten Vollendende; Verehrung: der Bettelmönch; Verehrung: der Bettelmönchgestaltige; Verehrung: der Handelsplatz; Verehrung: der Sanfte.

Verehrung: der Unvergängliche; Verehrung: der mit großem Heer; Verehrung: Viśākha; Verehrung: der sechzigfache Anteil; Verehrung: der Herr der Kühe; Verehrung: der Donnerkeilträger; Verehrung: der Stützende; Verehrung: der Heere Stilllegende.

Verehrung: der Kreis und Nichtkreis Schaffende; Verehrung: der Takt beziehungsweise die Palme; Verehrung: der Honighafte [madhava: so die Quelle]; Verehrung: der Honigäugige; Verehrung: der Herr der Rede; Verehrung: der Nahrung Spendende; Verehrung: der in Einsiedeleien Verehrte; Verehrung: der Brahmacārin.

Verehrung: der durch die Welt Wandelnde; Verehrung: der überall Wandelnde; Verehrung: der die Prüfung Kennt; Verehrung: der Herrschende; Verehrung: der Herr; Verehrung: die Zeit; Verehrung: der Nachtwanderer; Verehrung: der Pināka-Träger.

Verehrung: der im Anlass Gegründete; Verehrung: die Ursache; Verehrung: die Freude; Verehrung: der Freude Schaffende; Verehrung: Hari; Verehrung: Nandīśvara; Verehrung: Nandin; Verehrung: der Erfreuende.

Verehrung: der Freude Vermehrende; Verehrung: der Bhagas Anteil beziehungsweise Augen Wegnehmende.

Verehrung: der Vernichter; Verehrung: die Zeit; Verehrung: Brahmā beziehungsweise Brahman; Verehrung: der Großvater; Verehrung: der Viergesichtige; Verehrung: der mit großem Liṅga; Verehrung: der mit schönem Liṅga; Verehrung: der Herr der Liṅgas.

Verehrung: der Götteraufseher; Verehrung: der Yoga-Aufseher; Verehrung: der die Weltalter Herbeiführende; Verehrung: der Herr der Keime; Verehrung: der Keimschöpfer; Verehrung: der dem inneren Selbst Folgende; Verehrung: die Kraft; Verehrung: die Überlieferungsgeschichte.

Verehrung: der Entschluss; Verehrung: Gautama; Verehrung: der Mond; Verehrung: die Verstellung; Verehrung: die Unverstelltheit; Verehrung: die Nachahmung [vaidambha]; Verehrung: der zu Beherrschende; Verehrung: der Unterwerfende.

Verehrung: die Kunst beziehungsweise Zeitteilung; Verehrung: der Weltschöpfer; Verehrung: der Herr der Tiere; Verehrung: der große Schöpfer; Verehrung: der ohne Heilmittel; Verehrung: der Unvergängliche; Verehrung: das höchste Brahman; Verehrung: der Starke.

Verehrung: Śakra; Verehrung: die rechte Führung; Verehrung: die falsche Führung; Verehrung: der von reinem Selbst; Verehrung: der Reine; Verehrung: der Ehrwürdige; Verehrung: das Kommen und Gehen; Verehrung: der reichlich Gnädige.

Verehrung: der gute Traum; Verehrung: der Spiegel; Verehrung: der Feindbesieger; Verehrung: der Veda-Schöpfer; Verehrung: der Mantra-Schöpfer; Verehrung: der Wissende; Verehrung: der im Kampf Zermalmende; Verehrung: der in großen Wolken Wohnende.

Verehrung: der sehr Furchtbare; Verehrung: der Selbstbeherrschte; Verehrung: der Handelnde beziehungsweise Strahl; Verehrung: die Feuerflamme; Verehrung: die große Flamme; Verehrung: der sehr Rauchige; Verehrung: der Geopferte; Verehrung: die Opfergabe.

Verehrung: der Zeugungskräftige; Verehrung: der Heil Schaffende; Verehrung: der Glänzende; Verehrung: der Rauchbannerträger.

Verehrung: der Blaue; Verehrung: der nach Gliedern Verlangende [aṅgalubdha: unsicher]; Verehrung: der Schöne; Verehrung: der Ungehinderte; Verehrung: der Heil Gebende; Verehrung: das Heilsein [svatibhāva: gestörte Form]; Verehrung: der Anteil Habende; Verehrung: der Anteile Schaffende.

Verehrung: der Leichte; Verehrung: der Schoß; Verehrung: der Großgliedrige; Verehrung: der dem großen Schoß Ergebene; Verehrung: der Schwarzfarbige; Verehrung: der Goldene; Verehrung: die Sinneskraft aller Verkörperten; Verehrung: der Großfüßige.

Verehrung: der Großhändige; Verehrung: der Großleibige; Verehrung: der Hochberühmte; Verehrung: der Großköpfige; Verehrung: der von großem Maß; Verehrung: der Großäugige; Verehrung: die Wohnstatt der Nacht; Verehrung: der große Beender.

Verehrung: der Großohrige; Verehrung: der Großlippige; Verehrung: der Großkiefrige; Verehrung: der Großnasige; Verehrung: der mit großer Muschel beziehungsweise muschelförmigem Hals; Verehrung: der Großhalsige; Verehrung: der den Leichenplatz Aufsuchende; Verehrung: der Breitbrüstige.

Verehrung: der mit weitem Brustkorb; Verehrung: das innere Selbst; Verehrung: der Aufenthalt der Tiere; Verehrung: der Hängende; Verehrung: der mit herabhängenden Lippen; Verehrung: der große Māyā Besitzende; Verehrung: der Ozean; Verehrung: der Großzähnige.

Verehrung: der mit großen Hauern; Verehrung: der Großzüngige; Verehrung: der Großmundige; Verehrung: der mit großen Nägeln; Verehrung: der Starkbehaarte; Verehrung: der Großhaarige; Verehrung: der mit großen Flechten; Verehrung: der Gnädige.

Verehrung: die Gnade; Verehrung: die Gewissheit; Verehrung: der den Berg Verwirklichende; Verehrung: die Zuneigung; Verehrung: die Nichtzuneigung; Verehrung: der Unbesiegte; Verehrung: der große Weise; Verehrung: der Baumgestaltige.

Verehrung: der mit dem Baum als Banner; Verehrung: das Feuer.

Verehrung: der den Wind als Fahrzeug Habende; Verehrung: der mit Wangen beziehungsweise Schwellungen [gaṇḍalin]; Verehrung: der auf dem Meru Wohnende; Verehrung: der Götterherr; Verehrung: dessen Haupt der Atharvaveda ist; Verehrung: dessen Mund die Sāman-Gesänge sind; Verehrung: dessen unermessliche Augen tausend Ṛc-Verse sind; Verehrung: dessen Füße und Arme Yajus-Sprüche sind.

Verehrung: der Verborgene; Verehrung: das Licht; Verehrung: der Bewegliche; Verehrung: der mit unfehlbarem Ziel; Verehrung: die Gnade; Verehrung: der Zugängliche; Verehrung: der schön Anzuschauende; Verehrung: die Hilfe.

Verehrung: der Liebe; Verehrung: das All; Verehrung: das Gold; Verehrung: der Goldglänzende; Verehrung: der Nabel; Verehrung: der Freude Schaffende; Verehrung: das Sein; Verehrung: der Baumeister des Lotus beziehungsweise Raumes.

Verehrung: der Feste; Verehrung: der Zwölffache; Verehrung: der Erschreckende; Verehrung: der Ursprüngliche; Verehrung: das Opfer; Verehrung: der im Opfer Gesammelte; Verehrung: die Nacht; Verehrung: die Zeitteilung.

Verehrung: die Zeit; Verehrung: das Seeungeheuer Makara; Verehrung: der von der Zeit Verehrte; Verehrung: der mit seinen Scharen; Verehrung: der Scharenschöpfer; Verehrung: der Wagenlenker des Geisterfahrzeugs; Verehrung: der auf Asche Liegende; Verehrung: der Aschehüter.

Verehrung: der zu Asche Gewordene; Verehrung: der Baum; Verehrung: die Schar; Verehrung: der Welthüter; Verehrung: der Weltlose; Verehrung: das große Selbst; Verehrung: der von allen Verehrte; Verehrung: der Weiße.

Verehrung: der dreifach Weiße; Verehrung: der Vollendete; Verehrung: der Reine; Verehrung: der von Wesen Bediente; Verehrung: der in der Einsiedelei Wohnende; Verehrung: der im Handeln Verweilende; Verehrung: der Gedanke des Allschöpfers; Verehrung: der Beste.

Verehrung: der mit weiten Zweigen.

Verehrung: der Kupferlippige; Verehrung: das Wassernetz; Verehrung: der ganz Unbewegliche; Verehrung: der Gelbbraune; Verehrung: der Braune; Verehrung: der Weiße; Verehrung: das Leben; Verehrung: der Höhere.

Verehrung: der Niedere; Verehrung: der Gandharva; Verehrung: Aditi; Verehrung: Tārkṣya; Verehrung: der gut Erkennbare; Verehrung: der sehr Herbstklare; Verehrung: der die Axt als Waffe Führende; Verehrung: der Gott.

Verehrung: der Nachahmende; Verehrung: der gute Verwandte; Verehrung: der mit Kürbis-Vīṇā; Verehrung: der sehr Zornige; Verehrung: der mit aufwärtsgerichtetem Samen; Verehrung: der Wasserherr; Verehrung: der Gewaltige; Verehrung: der das Geschlecht Schaffende.

Verehrung: die Abstammung beziehungsweise das Bambusrohr; Verehrung: der Flötenklang; Verehrung: der Ungetadelte; Verehrung: die Gestalt aller Glieder; Verehrung: der Māyā-Meister; Verehrung: der gute Freund; Verehrung: der Wind; Verehrung: das Feuer.

Verehrung: die Bindung; Verehrung: der Fesseln Schaffende; Verehrung: der aus festen Bindungen Befreiende; Verehrung: der Feind des Opfers [sa-yajñāri]; Verehrung: der Feind des Verlangens; Verehrung: der mit großen Hauern; Verehrung: der Großbewaffnete; Verehrung: der auf vielerlei Weise Ungetadelte.

Verehrung: Śarva; Verehrung: Śaṅkara; Verehrung: Śaṅkara [Wiederholung]; Verehrung: der Besitzlose; Verehrung: der Herr der Unsterblichen; Verehrung: der große Gott; Verehrung: der Allgott; Verehrung: der Töter der Götterfeinde.

Verehrung: Ahirbudhnya, die Schlange der Tiefe [Nummer fehlt in der Vorlage]; Verehrung: der Windgleiche; Verehrung: der Erkennende; Verehrung: die Opfergabe; Verehrung: Aja Ekapād, der einfüßige Ungeborene; Verehrung: der Schädelträger; Verehrung: Triśaṅku; Verehrung: der Unbesiegte.

Verehrung: der Heilvolle.

Verehrung: Dhanvantari; Verehrung: der Rauchbannerträger; Verehrung: Skanda; Verehrung: Vaiśravaṇa; Verehrung: der Erhalter; Verehrung: Śakra; Verehrung: Viṣṇu; Verehrung: Mitra.

Verehrung: Tvaṣṭṛ; Verehrung: der Feste; Verehrung: der Träger; Verehrung: die Macht; Verehrung: der Allgegenwärtige; Verehrung: Aryaman; Verehrung: Savitṛ; Verehrung: Ravi.

Verehrung: Uṣaṅgu [unklarer Name]; Verehrung: der Ordner; Verehrung: Māndhātṛ; Verehrung: der die Wesen Hervorbringende; Verehrung: der Allmächtige; Verehrung: der die Farben beziehungsweise Klassen Entfaltende; Verehrung: der alle gewünschten Eigenschaften Herbeiführende; Verehrung: der Lotusnabelige.

Verehrung: der große Schoß; Verehrung: der Mondgesichtige; Verehrung: der Wind; Verehrung: das Feuer; Verehrung: der Starke; Verehrung: der Befriedete; Verehrung: der Uralte; Verehrung: der mit heiligem Schnabel.

Verehrung: die Heimsuchung; Verehrung: der die Kurus Schaffende; Verehrung: der unter den Kurus Wohnende; Verehrung: der Vielangerufene; Verehrung: das Heilmittel der Eigenschaften; Verehrung: der in allem Ruhende; Verehrung: der auf Darbha Wandelnde; Verehrung: der Herr sämtlicher Lebewesen.

Verehrung: der Gott der Götter; Verehrung: der dem Glück Zugewandte; Verehrung: das Seiende; Verehrung: das Nichtseiende; Verehrung: der alle Juwelen Kennt; Verehrung: der auf dem Kailāsa Wohnende; Verehrung: der auf dem Himavat Zuflucht Habende; Verehrung: der Ufer Wegnehmende.

Verehrung: der Ufer Schaffende; Verehrung: der Vielwissende; Verehrung: der Vielgebende; Verehrung: der Kaufmann; Verehrung: der Handwerker; Verehrung: der Baum; Verehrung: der Bakula-Baum; Verehrung: das Sandelholz.

Verehrung: das Versmaß; Verehrung: der mit kraftvollem Hals; Verehrung: der mit großen Schlüsselbeinen.

Verehrung: der Unbewegte; Verehrung: das große Heilmittel; Verehrung: der Ziele Vollendende; Verehrung: der durch Versmaß und Grammatik zu höchster Zielerfüllung Gelangte; Verehrung: der Löwenbrüllende; Verehrung: der mit Löwenzähnen; Verehrung: der auf dem Löwen Gehende; Verehrung: der den Löwen als Fahrzeug Habende.

Verehrung: der von machtvollem Wesen; Verehrung: der Ort der Weltzeit [sthāla: unsicher]; Verehrung: das Wohl der Welt; Verehrung: der Baum; Verehrung: der Buntfarbige beziehungsweise die Gazelle; Verehrung: der mit neun Rädern am Leib; Verehrung: der mit Bannergirlande; Verehrung: der mit innerem Sein Verbundene.

Verehrung: die Wohnstätte der Wesen; Verehrung: der Herr der Wesen; Verehrung: Tag und Nacht; Verehrung: der Ungetadelte; Verehrung: der alle Wesen Hinüberführende; Verehrung: die Wohnstätte aller Wesen; Verehrung: der Allgegenwärtige; Verehrung: das Werden.

Verehrung: der Unfehlbare; Verehrung: der Beherrschte; Verehrung: das Pferd; Verehrung: die Nahrung; Verehrung: der Erhalt des Lebensatems; Verehrung: der Standhafte; Verehrung: der Einsichtige; Verehrung: der Geschickte.

Verehrung: der Geehrte; Verehrung: der Herr der Weltalter; Verehrung: der Kuhhirte; Verehrung: der Herr der Kühe; Verehrung: das Dorf; Verehrung: der in Rinderhaut Gekleidete; Verehrung: Hari; Verehrung: der Goldarmige.

Verehrung: der Hüter der Höhle der Eintretenden; Verehrung: der hervorragende Feind [prakṛṣṭāri]; Verehrung: die große Freude; Verehrung: der das Verlangen Besiegt Habende; Verehrung: der seine Sinne Besiegt Habende; Verehrung: der Gāndhāra-Ton; Verehrung: der gut Gekleidete; Verehrung: der Askese Ergebene.

Verehrung: die Liebesfreude; Verehrung: der Mensch; Verehrung: der große Gesang; Verehrung: der große Tanz; Verehrung: der von Apsaras-Scharen Bediente; Verehrung: das große Banner; Verehrung: der große Schlag; Verehrung: der mit vielen Begleitern.

Verehrung: der Bewegliche; Verehrung: der zu Verkündende.

Verehrung: die Weisung; Verehrung: der durch alle Düfte Glück Bringende; Verehrung: der Torbogen; Verehrung: die Rettung; Verehrung: der Wind; Verehrung: die Umfassung; Verehrung: der Herr der Himmelswanderer [Wortverbindung unsicher]; Verehrung: der Verbindungen Vermehrende.

Verehrung: der an Eigenschaften überragend Gereifte; Verehrung: der sehr Alte; Verehrung: der an Eigenschaften Überlegene; Verehrung: der ewige Helfer des Selbst; Verehrung: der Herr von Göttern und Asuras; Verehrung: der Gatte beziehungsweise Herr; Verehrung: der Verbundene; Verehrung: der mit verbundenen Armen.

Verehrung: der göttliche Gutgegliederte im Himmel; Verehrung: der Unbesiegbare [āṣāḍha]; Verehrung: der gut Bezwingende; Verehrung: der Feste; Verehrung: das Wegnehmen; Verehrung: der Wegnehmende; Verehrung: der mit wiederkehrender Gestalt; Verehrung: der Beste der Vasus.

Verehrung: der große Weg; Verehrung: der das Haupt der Überlegung Wegnehmende [vimarśaśirohārin: Lesart unsicher]; Verehrung: der durch alle Kennzeichen Gekennzeichnete; Verehrung: der Wagenachse-Verbindende [akṣarathayogin: unsicher]; Verehrung: der mit allem Verbundene; Verehrung: der sehr Starke; Verehrung: die heilige Überlieferung; Verehrung: die Nichtüberlieferung.

Verehrung: der Gott der heiligen Furten; Verehrung: der große Wagenkämpfer; Verehrung: der Leblose; Verehrung: das Leben; Verehrung: der Mantra; Verehrung: der Schönäugige; Verehrung: der sehr Raue; Verehrung: der Juwelenreiche.

Verehrung: der mit Juwelengliedern; Verehrung: der die Tränkstelle des großen Ozeans Kennt; Verehrung: die Wurzel; Verehrung: der Weite; Verehrung: der Unsterbliche; Verehrung: das Offenbare und Unoffenbare; Verehrung: der Askeseschatz; Verehrung: das Aufsteigen.

Verehrung: das Aufhalten [adhirodha]; Verehrung: der Dreizackträger; Verehrung: der Hochberühmte; Verehrung: der einem Heer Gleiche; Verehrung: der große Weltzeitraum; Verehrung: der Yoga; Verehrung: der Weltalter-Schöpfer; Verehrung: Hari.

Verehrung: die Gestalt des Weltalters; Verehrung: der Großgestaltige; Verehrung: der große Nāgas beziehungsweise Elefanten Tötende; Verehrung: die Tötung; Verehrung: der die rechte Ordnung Verteilende; Verehrung: der Fuß; Verehrung: der Gelehrte; Verehrung: der einem Berg Gleiche.

Verehrung: der mit vielen Girlanden; Verehrung: der mit großer Girlande; Verehrung: der schönäugige Mondträger [śaśihara: mehrdeutig]; Verehrung: der weite Salzbrunnen [Kompositum auffällig]; Verehrung: der mit drei Weltaltern; Verehrung: der mit Früchten und Reis; Verehrung: der Dreiäugige; Verehrung: der von bedrücktem Leib.

Verehrung: der mit einem Juwel Durchbohrte; Verehrung: der Flechtenträger; Verehrung: der Bindu; Verehrung: der Visarga; Verehrung: der Schöngesichtige; Verehrung: der Pfeil; Verehrung: der alle Waffen Verkörpernde; Verehrung: der Helfer.

Verehrung: die Darbringung; Verehrung: der aus Glück Geborene; Verehrung: der wohlklingende Gāndhāra-Ton; Verehrung: der mit großem Bogen; Verehrung: der erhabene Duftbewahrer; Verehrung: der Ursprung aller Handlungen; Verehrung: der durch Quirlen mächtige Wind; Verehrung: der Ganze.

Verehrung: der Alläugige; Verehrung: die unterste Tiefe [talastāla: unsicher]; Verehrung: der mit der Schale in der Hand; Verehrung: der nach oben Verdichtende; Verehrung: der Große; Verehrung: der Schirm; Verehrung: der gute Schirm; Verehrung: der in den Welten Berühmte.

Verehrung: die Ordnung aller Zufluchten; Verehrung: der Kahlköpfige; Verehrung: der Ungestalte; Verehrung: der Verwandelte; Verehrung: der Stabträger; Verehrung: der Krugträger; Verehrung: der Umgestaltende; Verehrung: der Gelbäugige.

Verehrung: der Hervorragende; Verehrung: der Donnerkeilträger; Verehrung: der Hundertzüngige; Verehrung: der Tausendfüßige und Tausendköpfige; Verehrung: der Götterkönig; Verehrung: der aus allen Göttern Bestehende; Verehrung: der Lehrer; Verehrung: der Tausendarmige.

Verehrung: der mit allen Gliedern; Verehrung: die Zuflucht; Verehrung: der Schöpfer aller Welten; Verehrung: der Reine; Verehrung: der dreigipflige Mantra [trikakunmantra]; Verehrung: der Jüngste; Verehrung: der Schwarzbraune; Verehrung: der Schöpfer des Brahman-Stabes.

Verehrung: der mit Śataghnī, Schlinge und Speer; Verehrung: der Lotusschoß; Verehrung: der große Schoß; Verehrung: der Brahman-Schoß; Verehrung: der aus dem Wasser Geborene; Verehrung: der Strahl; Verehrung: der Brahman Schaffende; Verehrung: der Brahman Besitzende.

Verehrung: der Brahman-Kenner; Verehrung: der Brahmane; Verehrung: der Weg; Verehrung: der Unendlichgestaltige; Verehrung: der Vielselbstige; Verehrung: der Selbstentstandene von scharfem Glanz [als eine nummerierte Formel]; Verehrung: dessen Selbst aufwärtsgeht; Verehrung: der Herr der Tiere.

Verehrung: der Windschnelle; Verehrung: der Gedankenschnelle; Verehrung: der mit Sandelholz; Verehrung: die Spitze des Lotusstängels; Verehrung: der duftend Hinüberführende [surabhyuttāraṇa: mehrdeutig]; Verehrung: der Mensch; Verehrung: der eine große Karṇikāra-Girlande Trägt; Verehrung: der mit blauem Scheitel.

Verehrung: der Pināka-Träger; Verehrung: Umās Gatte; Verehrung: Umās Geliebter; Verehrung: der Gaṅgā-Träger; Verehrung: Umās Gemahl; Verehrung: der herrliche Eber; Verehrung: der Wunschgewährende; Verehrung: der Erwählenswerte.

Verehrung: der mit sehr großem Klang; Verehrung: die große Gnade; Verehrung: der Bezwinger; Verehrung: der Feindtöter; Verehrung: der Weißbraune; Verehrung: der Gelbgestaltige; Verehrung: das höchste Selbst; Verehrung: das gesammelte Selbst.

Verehrung: der die Urmaterie Tragende; Verehrung: der mit Gesichtern auf allen Seiten; Verehrung: der Dreiäugige; Verehrung: der dem Dharma gemeinsam zugängliche Beste [dharmasādhāraṇavara: unsicher]; Verehrung: das Selbst des Beweglichen und Unbeweglichen; Verehrung: das feine Selbst; Verehrung: der unsterbliche Herr von Kuh und Stier [Kompositum mehrdeutig].

Verehrung: der Seher der Sādhyas; Verehrung: Āditya und Vāsava; Verehrung: Vivasvat, Savitṛ und der Unsterbliche; Verehrung: Vyāsa; Verehrung: Zusammenfassung und Ausweitung der Schöpfung; Verehrung: der im Umlauf wandelnde Mensch [paryayanara: unsicher]; Verehrung: die Jahreszeit; Verehrung: das Jahr.

Verehrung: der Monat; Verehrung: die Monatshälfte; Verehrung: der Abschluss der Zählung; Verehrung: die Zeiteinheit Kalā; Verehrung: die Zeiteinheit Kāṣṭhā; Verehrung: die Augenblicke Lava; Verehrung: die Maße Mātrā; Verehrung: Muhūrta, Tag und Nacht.

Verehrung: die Augenblicke Kṣaṇa; Verehrung: das Feld des Alls; Verehrung: der Keim der Geschöpfe; Verehrung: das Liṅga; Verehrung: der ursprüngliche Ausgang; Verehrung: das Seiende; Verehrung: das Nichtseiende; Verehrung: das Offenbare.

Verehrung: das Unoffenbare; Verehrung: der Vater; Verehrung: die Mutter; Verehrung: der Großvater; Verehrung: das Himmelstor; Verehrung: das Tor der Nachkommenschaft; Verehrung: das Tor der Befreiung; Verehrung: der Himmel.

Verehrung: das Erlöschen; Verehrung: die Freude; Verehrung: die Brahman-Welt; Verehrung: der höchste Weg; Verehrung: der Schöpfer von Göttern und Asuras; Verehrung: ihre höchste Zuflucht; Verehrung: ihr Lehrer; Verehrung: der Gott.

Verehrung: der von Göttern und Asuras Gegrüßte; Verehrung: ihr großer Lenker; Verehrung: die Zuflucht ihrer Scharen; Verehrung: der Aufseher ihrer Scharen; Verehrung: der Anführer ihrer Scharen; Verehrung: der Gott über den Göttern; Verehrung: der göttliche Seher; Verehrung: der Göttern und Asuras Wünsche Gewährende.

Verehrung: ihr Herr; Verehrung: das All; Verehrung: ihr großer Herr; Verehrung: der aus allen Göttern Bestehende; Verehrung: der Undenkbare; Verehrung: das göttliche Selbst; Verehrung: der aus sich selbst Entstandene.

Verehrung: der Hervorbrechende; Verehrung: der dreifach Ausschreitende; Verehrung: der Arzt; Verehrung: der Staubfreie; Verehrung: der Wassergeborene; Verehrung: der Unsterbliche; Verehrung: der Preiswürdige; Verehrung: der Elefantenherr.

Verehrung: der Tiger; Verehrung: der Löwe der Götter; Verehrung: der Stier unter den Menschen; Verehrung: der Wissende beziehungsweise Gott; Verehrung: der Vorderste unter den Besten; Verehrung: der Feine; Verehrung: alle Götter; Verehrung: der aus Askese Bestehende.

Verehrung: der gut Verbundene; Verehrung: der Schöne; Verehrung: der Donnerkeilträger; Verehrung: der Ursprung der Wurfspeere; Verehrung: der Unvergängliche; Verehrung: der Verborgene; Verehrung: der Liebliche; Verehrung: die eigene Schöpfung.

Verehrung: der Reine; Verehrung: der alles Reinigende; Verehrung: der Gehörnte; Verehrung: der Hörner beziehungsweise Gipfel Liebende; Verehrung: der Braune; Verehrung: der König der Könige; Verehrung: der Leidensfreie; Verehrung: der Entzückende.

Verehrung: die Götterschar; Verehrung: die Ruhe; Verehrung: das Mittel zu allem; Verehrung: der Stirnäugige; Verehrung: der Allgott; Verehrung: die Gazelle; Verehrung: der Brahman-Glanz; Verehrung: der Herr des Unbeweglichen.

Verehrung: der Selbstzucht und Sinneskraft Vermehrende; Verehrung: der sein Ziel Erreicht Habende; Verehrung: der das Wesen der Dinge Verwirklicht Habende; Verehrung: der Undenkbare; Verehrung: der Wahrheitsgelobende; Verehrung: der Reine; Verehrung: der Herr der Gelübde.

Verehrung: der Höchste; Verehrung: Brahman; Verehrung: der höchste Weg der Verehrer; Verehrung: der Befreite; Verehrung: der von freiem Glanz; Verehrung: der Glückreiche; Verehrung: der Glück Vermehrende; Verehrung: die Welt.

Damit endet im erhabenen Mahābhārata, im Anuśāsanaparvan, bei der Lehre von den Gaben, im siebzehnten Kapitel der Tausendnamenhymnus Śivas.

Shiva: Widmung, Arghya und Schlussgebet

Dies sei Śrī Sāmba-Sadāśiva dargebracht!

Nun die Darbringung der Ehrengabe.

Heute, an dem heiligen Mondtag mit den zuvor genannten besonderen Eigenschaften, werde ich die Ehrengabe darbringen, damit ich die im Purāṇa beschriebene Frucht erlange und die Pūjā mit allen ihren Gliedern vollendet werde.

Ehrengaben zur Śivarātri.

Verehrung Śiva, Śarva, der alle Sünden nimmt! Nimm in der Śiva-Nacht diese hochheilige Ehrengabe an! Verehrung sei dir! „Dem Śiva … dies …“ [Abgekürzte Darbringungsformel in der Quelle.]

Raumhaariger, Verehrung dir, dessen Selbst und Gestalt der Raum ist! Dir, der die Mondhäuser verkörpert, sei diese Sternen-Ehrengabe gegeben; Verehrung sei dir! „Verehrung Tāraka! Dies …“

Dir, dessen Körper Raum und Richtungen sind, der Planeten und Mondhäuser als Girlande trägt und Wohnstätte der Götter und Vollendeten ist, Sadāśiva, wird diese Ehrengabe gereicht. „Dem Sadāśiva … dies …“

Ehrengaben am Montag.

Gewähre mir, der das Montagsgelübde vollzieht, stets Heil! Sei gnädig, Herr Pārvatīs; gib mir Vereinigung mit dir, Herr! Verehrung Bhavānīśaṅkara! Dies …

Durch das nächtliche Essen beim Montagsgelübde, Herr des Mondes und der Welt, schenke mir unendliches, millionenfaches Glück, Śaṅkara! „Dem Śaṅkara … dies …“

Dem, dessen Körper Raum und Richtungen sind, der Planeten und Mondhäuser als Girlande trägt, der Wohnstätte aller Vollendungen, wird diese Ehrengabe gereicht. Verehrung sei dir! „Dem Sadāśiva … dies …“

Durch diese Ehrengabe möge der erhabene Śrī Bhavānīśaṅkara Mahārudra erfreut sein!

Damit endet die Ehrengabe.

Shiva-Mahimnahstotra

Nun der Hymnus auf die Größe Śivas.

Verehrung dem erhabenen Gaṇeśa!

Wenn der Lobpreis eines Menschen, der das äußerste Maß deiner Größe nicht kennt, unzureichend ist, dann versagen auch Brahmās und der anderen Worte vor dir. Wenn aber jeder, der entsprechend seiner Einsicht preist, untadelig bleibt, dann ist auch mein Bemühen um diesen Hymnus ohne Schuld, Hara.

Deine Größe überschreitet den Weg von Rede und Denken. Selbst die Offenbarung bezeichnet sie zaghaft, indem sie alles andere ausschließt. Wer könnte sie preisen? Wie viele Eigenschaften hat sie, wessen Erkenntnis kann sie erfassen? Doch welche Gedanken und Worte wenden sich nicht deiner zugänglichen Gestalt zu?

Du hast die honigreichen Worte, den höchsten Nektar, geschaffen: Was könnte selbst die Rede des Götterlehrers dir, Brahman, an Staunenswertem bieten? Doch ich habe mich entschlossen, meine eigene Sprache durch das Verdienst, deine Eigenschaften zu nennen, zu reinigen, Zerstörer der Städte.

Deine Herrschaft schafft, erhält und löst die Welt auf; als Gegenstand der drei Veden verteilt sie sich auf drei durch die Guṇas unterschiedene Gestalten. Manche stumpfsinnigen Menschen erheben dagegen lautes Geschrei, um diese schöne Wahrheit für die Unempfänglichen hässlich zu machen, Wunschgewährender.

„Welche Absicht, welchen Körper, welche Mittel, welche Grundlage und welches Material hat der Schöpfer, wenn er die drei Welten schafft?“ Solche unpassende, haltlose Spitzfindigkeit über deine undenkbare Macht macht einige Verstandeslose geschwätzig und verwirrt die Welt.

Sollen die Welten ungeboren sein, obwohl sie Teile haben? Kann ihre Entstehung ohne einen Lenker geschehen? Wer ohne Herrschaft könnte die Hilfsmittel zur Welterschaffung bereitstellen? Dennoch zweifeln diese Beschränkten an dir, Höchster der Götter.

Die drei Veden, Sāṅkhya, Yoga, die Lehre Paśupatis und die Vaiṣṇava-Lehre gehen verschiedene Wege; jeder nennt dies oder jenes den besten, heilsamsten. Wegen ihrer unterschiedlichen Neigungen folgen Menschen geraden und verschlungenen Pfaden. Du bist ihr einziges Ziel, wie der Ozean das Ziel der Wasser ist.

Ein großer Stier, Schädelstab, Axt, Tierhaut, Asche, Schlangen und Schädelschale: Das sind deine rituellen Geräte, Wunschgewährender. Die Götter aber besitzen jeweils ihren Reichtum durch einen Wink deiner Braue. Die Fata Morgana der Sinnendinge täuscht den nicht, der im eigenen Selbst Freude findet.

Einer sagt, alles sei beständig, ein anderer, alles sei unbeständig; ein Dritter spricht von Beständigkeit und Unbeständigkeit je nach Gegenstand. Über all dies gleichsam erstaunt, schäme ich mich doch nicht, dich zu preisen, Zerstörer der Städte. Ist Geschwätzigkeit nicht verwegen?

Als Brahmā nach oben und Hari nach unten strebten, konnten sie das Maß deiner Herrlichkeit als Feuersäule nicht ergründen. Doch als sie dich schwer erfüllt von Hingabe und Vertrauen priesen, tratest du ihnen von selbst entgegen, Bergbewohner. Welchen Erfolg gewährt die Hinwendung zu dir nicht?

Dass der Zehnköpfige mühelos die drei Welten feindfrei machte und seine Arme vom Drang nach Kampf beherrscht waren: Das war die Entfaltung seiner festen Hingabe an dich, Tripura-Bezwinger, nachdem er eine Reihe seiner Kopf-Lotusse als Gabe an deine Lotusfüße gelegt hatte.

Als er, dessen Armkraft durch deinen Dienst gewachsen war, selbst gegen deine Wohnstätte Kailāsa Gewalt übte, fand er unter deiner nur lässig bewegten Zehenspitze nicht einmal in der Unterwelt festen Halt. Gewiss: Wer zu mächtig geworden ist, gerät in Verblendung.

Dass Bāṇa, dem die drei Welten wie Diener gehorchten, selbst Indras hochragenden Reichtum übertraf, ist bei einem Diener deiner Füße kein Wunder, Wunschgewährender. Wem gereicht das Senken des Kopfes vor dir nicht zur Erhöhung?

Aus Mitgefühl mit Göttern und Asuras, die vor dem plötzlichen Weltuntergang erschraken, nahmst du das Gift auf, Dreiäugiger. Der Fleck an deiner Kehle mindert deinen Glanz nicht. Selbst eine Veränderung ist rühmlich bei dem, dessen Anliegen die Beseitigung der Weltangst ist.

Die Pfeile Smaras, des Liebesgottes, kehren in der Welt der Götter, Asuras und Menschen niemals erfolglos zurück. Doch als er dich für einen gewöhnlichen Gott hielt, Herr, blieb von ihm nur die Erinnerung. Selbstbeherrschte zu missachten bringt kein Heil.

Die Erde gerät durch deinen Fußtritt plötzlich in Gefahr; im Raum Viṣṇus zerschlagen deine kreisenden Arme die Gestirne, und der Himmel leidet immer wieder unter dem Schlag deiner ungezügelten Flechten. Dabei tanzt du zum Schutz der Welt! Wahrlich, deine Macht wirkt widersprüchlich.

Der den Himmel erfüllende Wasserstrom, dessen schäumender Glanz durch die Sternenmengen vervielfacht wird, erscheint auf deinem Kopf klein wie ein Tropfen. Derselbe Strom hat die Welt inselartig und vom Meer umschlossen gemacht. Daran allein lässt sich die erhabene Größe deines göttlichen Leibes ermessen.

Die Erde der Wagen, Brahmā der Lenker, der Bergkönig der Bogen, Mond und Sonne die Räder, Viṣṇu mit dem Diskus der Pfeil: Was ist dies für ein Aufwand, um das Stroh Tripuras zu verbrennen? Der Geist eines Herrschers spielt mit seinen Dienern, ohne von ihnen abhängig zu sein.

Als Hari tausend Lotusse deinen Füßen darbrachte und einer fehlte, nahm er seinen eigenen Augenlotus hinzu. Dieses Übermaß an Hingabe nahm die Gestalt des Diskus an und wacht nun zum Schutz der drei Welten, Tripura-Bezwinger.

Wenn das Opfer eingeschlafen ist, wachst du über die Zuteilung seiner Früchte. Wie könnte eine vergangene Handlung ohne Verehrung des höchsten Puruṣa Frucht tragen? Weil die Menschen dich als Bürgen der Opferfrucht erkennen und der Offenbarung vertrauen, halten sie an den vorgeschriebenen Handlungen fest.

Dakṣa war geschickt im Ritus, Opferherr und Herrscher der Verkörperten; Seher waren die Priester, Götterscharen die Teilnehmer. Dennoch wurde sein Opfer durch dich zerstört, dessen Anliegen gerade die Zuteilung der Opferfrucht ist, Zufluchtgeber. Gewiss werden Opfer ohne Vertrauen des Handelnden zu dessen Unheil.

Als der Herr der Geschöpfe begehrlich seiner Tochter nachstellte, die zur Hirschkuh geworden war, und selbst die Gestalt eines Hirsches annahm, traf ihn dein befiederter Pfeil. Selbst als er in den Himmel floh, ließ der Ungestüm des Hirschjägers ihn bis heute nicht los, Herr mit dem Bogen.

Die Göttin sah, wie der Blumenbewaffnete im Vertrauen auf ihre Schönheit seinen Bogen hob und augenblicklich vor dir wie Gras verbrannte. Wenn sie dich dennoch für frauenhörig hält, weil du ihr die Hälfte deines asketischen Leibes gabst, sind junge Frauen wahrlich arglos, Wunschgewährender.

Dein Spielplatz sind Leichenstätten, deine Gefährten Piśācas, deine Salbe Scheiterhaufenasche, deine Girlande Menschenschädel, Liebesgottvernichter. Mag dein ganzes Verhalten unheilvoll erscheinen: Für die, die sich deiner erinnern, bist du höchstes Heil, Wunschgewährender.

Die Selbstbeherrschten richten den Geist nach innen, halten den Atem an, ihr Haar sträubt sich, Freudentränen erfüllen ihre Augen. Indem sie etwas Unaussprechliches schauen, versinken sie wie in einem Nektarsee und erfahren innere Wonne. Diese innere Wirklichkeit bist du.

Du bist Sonne, Mond, Wind, Feuer, Wasser, Raum, Erde und Selbst: Mit solchen Worten äußern sich die Kundigen begrenzt über dich. Wir aber wissen hier von keiner Wirklichkeit, die du nicht bist.

Mit den drei Lauten, beginnend mit a, bezeichnet oṃ die drei Veden, die drei Bewusstseinsweisen, die drei Welten und die drei Götter. Mit seinem feinen Klang umfasst es deinen vierten, über Veränderung erhabenen Bereich. Als Ganzes oder in seinen Teilen preist dich das Wort oṃ, Zufluchtgeber.

Bhava, Śarva, Rudra, Paśupati, Ugra, Mahān, Bhīma und Īśāna: Auch die Offenbarung behandelt jeden dieser acht Namen, Gott. Mit gesenktem Haupt verehre ich dich, diese geliebte Wohnstätte.

Verehrung dem Nächsten und dem Fernsten, du Freude Spendender! Verehrung dem Kleinsten und dem Größten, Smara-Bezwinger! Verehrung dem Ältesten und dem Jüngsten, Dreiäugiger! Verehrung dir als allem, als jenem und diesem, als dem ganzen All! [priyadava: überlieferte Anrede unsicher.]

Immer wieder Verehrung Bhava, bei der Welterschaffung reich an Rajas! Immer wieder Verehrung Hara, bei ihrer Auflösung von mächtigem Tamas! Immer wieder Verehrung Mṛḍa, bei vorherrschendem Sattva Glück der Menschen bewirkend! Immer wieder Verehrung Śiva im höchsten Licht, jenseits der drei Guṇas!

Wie gering gereift und vom Leid beherrscht ist mein Geist, wie grenzenlos ist deine ewige Fülle jenseits aller Eigenschaften! So erschrocken, wurde ich doch durch Hingabe ermutigt; sie hat die Blumengabe meiner Worte an deine Füße gelegt, Wunschgewährender.

Wäre Tinte so groß wie ein schwarzer Berg im Tintenfass des Ozeans, die Schreibfeder ein Zweig des besten Himmelsbaumes, das Blatt die Erde, und schriebe Śāradā damit alle Zeit: Auch dann käme sie nicht ans Ende deiner Eigenschaften, Herr.

Puṣpadanta, der Höchste unter allen Scharen, verfasste diesen schönen Hymnus in langen Versmaßen auf den Herrn mit dem Mond auf dem Kopf, von Asuras, Göttern und großen Weisen verehrt, dessen Eigenschaftengröße hier verflochten wird, obwohl er jenseits der Eigenschaften ist.

Wer diesen makellosen Hymnus Dhūrjaṭis täglich mit reinem Geist und höchster Hingabe rezitiert, wird in Śivas Welt Rudra gleich und besitzt schon hier reichen Wohlstand, langes Leben, Söhne und Ruhm.

Kein Gott ist höher als Maheśa, kein Lobpreis höher als der Mahimna-Hymnus, kein Mantra höher als Aghora und keine Wirklichkeit höher als der Guru.

Einweihung, Gaben, Askese, Pilgerorte, Wissen, Opfer und weitere Handlungen erreichen nicht ein Sechzehntel der Rezitation dieses Größenhymnus.

Dieser ganze Hymnus beschreibt bis zu seinem Ende den Herrn: unvergleichlich, herzergreifend, heilig und von einem Gandharva gesprochen.

Der König aller Gandharvas namens Kusumadaśana, Diener des Gottes der Götter mit dem Mond auf dem Scheitel, verlor durch dessen Zorn seine eigene Macht. Da schuf er diesen überaus göttlichen Lobpreis der Größe.

Wer diesen unfehlbaren, von Puṣpadanta verfassten Hymnus mit gefalteten Händen und ungeteiltem Geist liest – von höchsten Göttern und Weisen verehrt, einziger Grund für Himmel und Befreiung –, gelangt in Śivas Nähe, von Kinnaras gepriesen.

Durch diesen aus Puṣpadantas Lotusmund hervorgegangenen, Sünde tilgenden und Hara lieben Hymnus, auswendig und gesammelt rezitiert, wird Maheśa, der Herr der Wesen, sehr erfreut.

Damit endet der von Śrī Puṣpadanta verfasste Hymnus namens Śivas Größe.

Ravanas Lobgesang

Nun der von Rāvaṇa verfasste Śiva-Hymnus.

Meine Liebe gelte in jedem Augenblick dem Träger des jungen Mondes: Auf seinem Haupt glänzen die beweglichen Wellenranken des Himmelsflusses, der in der Schale seiner wirbelnden Flechten kreist; auf seiner Stirn lodert das Feuer „dhagad, dhagad, dhagad“.

Möge der Geist Freude an jener nackten Wirklichkeit finden, deren Herz sich an den unablässigen schönen Seitenblicken der spielerischen Gefährtin, der Tochter des Bergkönigs, erfreut und deren gütige Blicke unerträgliche Not abhalten.

Möge mein Geist wundersame Freude am Herrn der Wesen tragen: Der Glanz der funkelnden Haubenjuwelen der braunen Schlangen in seinen Flechten bestreicht die Gesichter der als Frauen gedachten Himmelsrichtungen wie Safran; als Obergewand trägt er die glänzende Haut eines rasenden Elefanten.

Der große Schädelträger mit dem Fluss in seinen Flechten möge uns Wohlstand gewähren: Das Funkenlicht seines Stirnfeuers hat den Fünfpfeiligen verschlungen; die Götterführer verneigen sich, und die Linie der Nektarstrahlen des Mondes schmückt seinen Scheitel.

Möge uns der Träger des Mondes, des Freundes des Cakora-Vogels, langes Glück schenken! Die Blumen von den Kronen Indras und aller übrigen Götter bestäuben den Boden an seinen Füßen; der Schlangenkönig bindet als Girlande seinen Flechtenknoten.

Meine Liebe gilt dem Dreiäugigen: Im „dhagad, dhagad, dhagad“ lodernden Feuer seiner schrecklichen Stirn wurde der mächtige Fünfpfeilige zur Opfergabe. Er ist der einzigartige Künstler, der die Brustspitzen der Tochter des Bergkönigs mit kunstvollen Blattmustern bemalt.

Der Träger der Weltlast möge Wohlstand entfalten: Seine Kehle trägt die dichte Finsternis einer Neumondnacht hinter frischen Wolken; er trägt den Himmelsfluss, ist schön in seiner Tierhaut und anmutig durch den Mond, den Schatz der Mondkräfte.

Ich verehre den, dessen Hals mit der dunklen Pracht entfalteter blauer Lotusse glänzt: Zerstörer Smaras, der Städte, des Daseins, des Elefanten, des Opfers, Andhakas und des Todes.

Ich verehre den, der wie eine Biene die entfaltete Süße des Nektarstroms aus den Blütenbüscheln der unbegrenzten Kräfte Sarvamaṅgalās genießt: Beender Smaras, der Städte, des Opfers, des Daseins, des Elefanten, Andhakas und des Todes.

Es siegt Śiva, dessen schreckliches Stirnfeuer durch den Atem der heftig kreisenden Schlangen aufflammt und dessen gewaltiger Tāṇḍava dem hohen, heilvollen Rhythmus der Mṛdaṅga folgt: „dhimin, dhimin, dhimin“.

Wann werde ich Sadāśiva verehren, gleichermaßen gesinnt gegenüber Stein und prächtigem Lager, Schlange und Perlenkette, kostbarstem Juwel und Erdklumpen, Freund und Feind, Grashalm und Lotusauge, Volk und Kaiser?

Wann werde ich, in einer Laube am Himmelsfluss wohnend, von bösen Gedanken befreit, stets die gefalteten Hände auf dem Kopf, den unsteten Blick auf die Stirn richtend, den Mantra „Śiva“ sprechen und immer glücklich sein?

Möge jene Ansammlung seines Körperglanzes, höchste Stätte des höchsten Glücks, unseren Geist Tag und Nacht erfreuen: bezaubernd wie der reichlich fließende Honig aus den verwobenen Jasminblüten auf den Häuptern der Frauen der Stadt des Götterherrn. [Mehrere Kompositaverbindungen bleiben unsicher.]

Der zur Hochzeitszeit erklingende Laut, geschmückt mit dem Mantra „Śiva“, möge zum Sieg über die Welt gereichen: sich mit dem schönen Glanz des gewaltigen Untermeerfeuers verbreitend, von den nach den acht großen Vollendungen Verlangenden hervorgerufen; die Schönäugige ist befreit. [Der Vers ist syntaktisch gestört; besonders vimuktavāmalocanā ist nicht sicher anzuschließen.]

Damit endet der von Rāvaṇa verfasste Śiva-Hymnus.

Shiva-Kavaca

Nun das Śiva-Kavaca.

Für diesen Mantra des Śiva-Schutzpanzerhymnus ist Brahmā der Seher, Anuṣṭubh das Versmaß, Śrī Sadāśivarudra die Gottheit, hrīṃ die Kraft, raṃ der Verschluss und śrīṃ hrīṃ klīṃ der Keim. Die Rezitation des Śiva-Kavaca dient dazu, Śrī Sadāśiva zu erfreuen.

Nun der Hand-Nyāsa.

oṃ, Verehrung dem Erhabenen mit der Girlande lodernder Flammen! oṃ rāṃ, der Wohnstätte aller Kräfte, dem Wesen Īśānas: Verehrung den beiden Daumen!

oṃ, Verehrung dem Erhabenen mit der Girlande lodernder Flammen! oṃ na/ rīṃ, der Wohnstätte ewiger Zufriedenheit, dem Wesen Tatpuruṣas: Verehrung den beiden Zeigefingern!

oṃ, Verehrung dem Erhabenen mit der Girlande lodernder Flammen! oṃ ma/ rū/, der Wohnstätte anfangsloser Kraft, dem Wesen Aghoras: Verehrung den beiden Mittelfingern!

oṃ, Verehrung dem Erhabenen mit der Girlande lodernder Flammen! oṃ śiṃ raiṃ, der Wohnstätte unabhängiger Kraft, dem Wesen Vāmadevas: Verehrung den beiden Ringfingern!

oṃ, Verehrung dem Erhabenen mit der Girlande lodernder Flammen! oṃ vā/ rauṃ, der Wohnstätte unvergleichlicher Kraft, dem Wesen Sadyojātas: Verehrung den kleinen Fingern!

oṃ, Verehrung dem Erhabenen mit der Girlande lodernder Flammen! oṃ ya/ raḥ, der Wohnstätte anfangsloser Kraft, dem Allselbst: Verehrung den Handflächen und Handrücken! Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern. [Die weiteren Formeln werden hier nicht ausgeschrieben.]

Nun die Meditation.

Ich grüße Śambhu, Umās Gatten, mit diamantenen Zähnen, drei Augen und schwarzer Kehle, Feindbezwinger, tausendhändig und überaus gewaltig.

Nun werde ich zu deinem Wohl einen weiteren reinen Śiva-Schutzpanzer erklären, Geheimnis aller Purāṇas, der sämtliche Sündenmengen tilgt, Sieg gewährt und aus allen Gefahren befreit.

Ṛṣabha sprach:

Nachdem ich mich vor Mahādeva, dem alldurchdringenden Herrn, verneigt habe, erkläre ich den aus Śiva bestehenden Panzer, der den Menschen umfassenden Schutz gewährt.

An einem reinen Ort sitzend, den Sitz ordnungsgemäß eingerichtet, mit bezwungenen Sinnen und beherrschtem Atem, denke man an den unvergänglichen Śiva.

Man meditiere über Maheśa im Inneren des Herzlotus, der mit eigenem Glanz den Raum erfüllt, jenseits der Sinne, fein, unendlich, ursprünglich und aus höchster Wonne bestehend.

Durch Meditation alle Handlungsfesseln abschüttelnd, den Geist lange in Bewusstseinswonne versenkt, im Nyāsa des sechssilbigen Mantras gesammelt, bewirke man Schutz durch das Śiva-Kavaca.

Der Gott, das Selbst aller Gottheiten, schütze mich, der ich in den tiefen Brunnen des Daseins gefallen bin. Sein göttlicher Name, Wurzel des höchsten Mantras, schüttle alles Böse aus meinem Herzen.

Die Allgestalt schütze mich überall: lichtvoll, verdichtete Wonne, Bewusstsein als Selbst, feiner als das Feinste, von mächtiger Kraft und einzig. Dieser Herr schütze mich vor sämtlicher Furcht.

Der in Erdgestalt das All trägt, der achtgestaltige Bergbewohner, schütze mich vor der Erde; der als Wasser die Menschen belebt, schütze mich vor den Gewässern.

Der am Ende des Weltzeitraums alle Welten verbrennt und spielerisch tanzt, Kālarudra, schütze mich vor Waldbrand, Sturmgefahr und jeder Qual.

Tatpuruṣa, strahlend wie leuchtender Blitz und Gold, Wissen, Wunschgewährung, Furchtlosigkeit und Axt in den Händen, viergesichtig und dreiäugig, schütze mich beständig im Osten.

Aghora, Axt, Schild, Haken, Schlinge, Dreizack, Schädelschale, Trommel und Gebetskette tragend, viergesichtig, blauglänzend und dreiäugig, schütze mich im Süden.

Sadyojāta, glänzend wie Kunda-Blüte, Mond, Muschel und Kristall, mit Veda, Gebetskette, Wunschgewährung und Furchtlosigkeit, dreiäugig, viergesichtig und von großer Macht, schütze mich im Westen.

Vāmadeva, mit Wunschgewährung, Gebetskette, Furchtlosigkeit und Beil in den Händen, farbig wie Lotusstaubfäden, dreiäugig und mit vier schönen Gesichtern, schütze mich im Norden.

Īśāna, mit Veda, Furchtlosigkeit, Wunschgewährung, Haken, Schlinge, Beil, Schädelschale, Trommel, Gebetskette und Dreizack in den Händen, weißglänzend, fünfgesichtig und von höchstem Licht, schütze mich oben.

Der Mondbekrönte schütze meinen Kopf, der Stirnäugige meine Stirn, der Räuber von Bhagas Augen meine Augen, der Weltenherr stets meine Nase.

Der in der Offenbarung Gepriesene schütze meine Ohren, der Schädelträger stets meine Wangen, der Fünfgesichtige mein Gesicht und der Vedenzüngige meine Zunge.

Der blaukehlige Bergesherr schütze meine Kehle, der Pināka-Träger beide Hände, der Dharma-Armige die Achseln, der Beender von Dakṣas Opfer meine Brust.

Der den Bergkönig als Bogen Führende schütze meinen Bauch, der Beender des Liebesgottes meine Leibesmitte, Herambas Vater meinen Nabel und der Herr mit schweren Flechten meine Hüften.

Kuberas Freund schütze beide Oberschenkel, der Weltenherr beide Knie, der Stierbannerträger beide Unterschenkel, der mit von Göttern gegrüßten Füßen meine Füße.

Maheśvara schütze mich im ersten Tagesviertel, Vāmadeva im mittleren, Tryambaka im dritten und Vṛṣadhvaja im letzten Tagesviertel.

Der Mondbekrönte schütze mich am Anfang der Nacht, der Gaṅgā-Träger um Mitternacht, Gaurīs Gatte am Ende der Nacht und der Todesbezwinger zu jeder Zeit.

Śaṅkara schütze mich drinnen, Sthāṇu stets draußen, der Herr der Tiere dazwischen und Sadāśiva ringsum.

Der einzige Herr der Welt schütze mich stehend, der Herr der Pramathas gehend, der durch Vedānta Erkennbare sitzend und der unvergängliche Śiva liegend.

Der Blaukehlige schütze mich auf den Wegen, der Feind der drei Städte an schwer zugänglichen Bergen und anderen Orten, der mächtige Hirschjäger beim Aufenthalt im Wald und auf großen Reisen.

Vīrabhadra, dessen heftiges Lachen im machtvollen Zorn am Weltende die Welteihülle erschüttert, schütze mich vor der schwer abzuwehrenden großen Furcht vor dem Ozean furchtbarer Feindesheere.

Mṛḍa zerschneide mit der schrecklichen Axtschneide hundert angreifende Akṣauhiṇī-Heere, furchtbar durch Tausende, Hunderttausende, Zehntausende und Millionen von Fußsoldaten, Pferden, Elefanten und Wagenverbänden.

Der wie das Weltendfeuer lodernde Dreizack des Tripura-Beenders vernichte Räuber; der göttliche Bogen Pināka erschrecke Tiger, Löwen, Bären, Wölfe und andere Raubtiere.

Der Herr der Welten vernichte meine bösen Träume, schlechten Vorzeichen, Not, Niedergeschlagenheit, Hungersnot, schlimmen Abhängigkeiten, unerträglichen schlechten Ruf, Unheilszeichen, Qual, Giftangst, schädliche Besessenheit und Krankheiten.

Oṃ, Verehrung dem erhabenen Sadāśiva, dessen Wesen alle Wirklichkeitsprinzipien sind, der alle Mantras verkörpert, in allen Yantras gegenwärtig ist, alle Tantras verkörpert und fern jenseits aller Prinzipien steht; der sich als Brahmā und Rudra verkörpert, blaukehlig, der liebliche Geliebte Pārvatīs, mit Mond, Sonne und Feuer als Augen, dessen Leib mit Asche bestäubt ist; der eine große Juwelenkrone und Rubinschmuck trägt, der bei Schöpfung, Erhaltung und Auflösung als Rudra erscheint, Dakṣas Opfer zerstört, Mahākāla durchbricht, allein im Mūlādhāra wohnt [nilayāna: beschädigte Endung], jenseits der Prinzipien ist, Gaṅgā trägt, Gott über allen Göttern, Grundlage der sechs [Bezug nicht erläutert] und Essenz des Vedānta ist; der die drei Lebensziele verwirklicht, Herr unendlich vieler Millionen Welteneier, geschmückt mit den Geschlechtern der acht großen Nāgas Ananta, Vāsuki, Takṣaka, Karkoṭaka, Śaṅkha, Kulika, Padma und Mahāpadma; der Praṇava verkörpert, Bewusstseinsraum ist und Raum und Richtungen verkörpert; der Planeten und Mondhäuser als Girlande trägt, vollständig und makellos, einziger Schöpfer, Auflöser, Lehrer und Zeuge aller Welten, Geheimnis aller Offenbarung, über sämtliche Vedānta-Lehren hinausgelangt, einziger Wunschgeber und Heilbringer aller Welten, mondbekrönt, in seiner ewigen eigenen Wohnstätte; ohne Scheinbild, Krankheit, Unreinheit, Gier, Hochmut, Sorge, Ichbehauptung, Zügel, Makel, Eigenschaften, Verlangen, Störung, Tadel, Unterbrechung, Ursache, Bedrängnis, Weltentfaltung, Anhaftung, Gegensatz, äußere Grundlage, Leidenschaft, Zorn, Befleckung, Sünde, Furcht, begriffliche Unterscheidung, Trennung, Tätigkeit, Vergleich, Zweifel und Trübung; von unvergleichlicher Macht, ewig rein, in Erkenntnis vollkommen, nichtduales Sein-Bewusstsein-Wonne, von höchst friedvollem Wesen, Gestalt des Lichtes und aus Licht bestehend. Siege, siege, Rudra, großer Wilder, große Verkörperung, Mahābhairava, Kālabhairava, Bhairava am Weltende, Schädelgirlandenträger! Du hast tausend furchterregende Hände mit Schädelstab, Schwert, Schild, Schlinge, Haken, Ḍamaru, Dreizack, Bogen, Pfeil, Keule, Speer, Bhindipāla, Wurfspieß, Stößel, Hammer, Schlinge, Eisenriegel, Bhuśuṇḍī, Śataghnī, Diskus und weiteren Waffen; dein Mund ist schrecklich von Hauern. Dein gewaltiges Lachen dehnt den Weltkreis aus. Du trägst Schlangenkönige als Ohrringe, Halskette und Armringe und eine Schlangenkönigshaut. Todesbezwinger, Dreiäugiger, Tripura-Beender, Allgestaltiger, Ungleichäugiger, Weltenherr, Stierreiter, Allgesichtiger: Schütze, schütze mich von allen Seiten! Lodere, lodere! Vernichte, vernichte den großen Tod und die Furcht vor vorzeitigem Tod! Beseitige, beseitige die Räuberfurcht! Besänftige, besänftige die Furcht vor Giftschlangen! Töte, töte die Räuber! Vertreibe, vertreibe meine Feinde! Zerreiße, zerreiße sie mit dem Dreizack! Spalte, spalte sie mit der Axt! Zerschneide, zerschneide sie mit dem Schwert! Zerschlage, zerschlage sie mit dem Schädelstab! Zerquetsche, zerquetsche sie mit dem Stößel! Schlage, schlage sie mit Pfeilen! Erschrecke, erschrecke die Rākṣasas! Vertreibe, vertreibe alle Geister! Erschrecke, erschrecke die Scharen von Kūṣmāṇḍas, Vetālas, Seuchengeistern und Brahmarākṣasas! Gewähre, gewähre mir Furchtlosigkeit!

Beruhige mich Erschrockenen, beruhige mich! Erhebe mich aus der großen Höllenfurcht, erhebe mich! Belebe mich, belebe mich! Sättige mich angesichts von Hunger und Durst, sättige mich! Erfreue mich Leidenden, erfreue mich! Hülle mich in Śivas Schutzpanzer, hülle mich ein! Todesbezwinger, Dreiäugiger, Sadāśiva: Verehrung sei dir!

Ṛṣabha sprach:

So habe ich den wunschgewährenden Śiva-Schutzpanzer ausgesprochen, Geheimnis aller Verkörperten, das sämtliche Bedrängnisse besänftigt.

Wer diesen vortrefflichen Śiva-Schutzpanzer stets trägt, dem entsteht durch Śambhus Gnade nirgends Furcht.

Auch wenn die Lebenszeit fast abgelaufen, der Tod eingetreten oder eine schwere Krankheit vorhanden ist, erlangt er sogleich Glück und langes Leben. [Wirkungsversprechen der Quelle.]

Wer den Śiva-Schutzpanzer trägt, der alle Armut besänftigt und glückliche Umstände vermehrt, wird selbst von den Göttern verehrt.

Von großen Sündenmengen und Nebensünden wird er befreit; am Lebensende erlangt er durch die Macht von Śivas Panzer Befreiung.

Auch du, mein Kind, trage mit Vertrauen den vortrefflichen Śiva-Schutzpanzer, den ich dir gegeben habe. Du wirst sogleich Wohlergehen erlangen.

Sūta sprach:

Nachdem der Yogin Ṛṣabha so gesprochen hatte, gab er dem Königssohn ein laut tönendes Muschelhorn und ein Feinde vernichtendes Schwert.

Dann besprach er Asche, berührte seinen Körper ringsum damit und verlieh ihm die Kraft von zweimal sechstausend Elefanten.

Durch die Macht der Asche erhielt der Königssohn Stärke, Herrschaft, Festigkeit und Erinnerung; er strahlte herrlich wie die Herbstsonne.

Erneut sprach der Yogin zu dem Königssohn, der mit gefalteten Händen vor ihm stand: „Dieses Schwert habe ich dir gegeben; es ist durch Askese und Mantra mit Kraft erfüllt.“

Welchem Feind du dieses scharf geschliffene Schwert offen zeigst, der stirbt sogleich, selbst wenn er der Tod in Person wäre.

Deine Feinde, die den Klang dieses Muschelhorns hören, werden ohnmächtig niederfallen, ihre Waffen ablegen und das Bewusstsein verlieren.

Diese beiden göttlichen Dinge, Schwert und Muschelhorn, vernichten das feindliche Heer und mehren Tapferkeit und Glanz deines eigenen Heeres und deiner Anhänger.

Durch ihre Macht, den Śiva-Schutzpanzer und die gewaltige Stärke von zwölftausend Elefanten, durch die Kraft des Aschetragens wirst du das Feindesheer besiegen. Nachdem du den Thron deines Vaters erlangt hast, wirst du diese Erde beschützen.

Nachdem er Bhadrāyus und seine Mutter so gründlich unterwiesen hatte und von beiden verehrt worden war, ging der frei wandernde Yogin fort.

Damit endet das Śiva-Kavaca.

Shiva-Upanishad

Nun die Upaniṣad.

Oṃ, Verehrung Śiva! Oṃ, Verehrung sei dir, All, Śambhu, Dreiäugiger, Schöngliedriger, Herr der drei Welten, Umās Gatte, Zerstörer von Dakṣas Opfer, Vernichter des Körpers des Liebesgottes [sakāmāṅga: Wortverbindung unsicher], Tilger furchtbarer Sünden, großer Puruṣa, von sehr gewaltiger Gestalt, Vernichter aller Wesen, Heilbringer, großer Herr, Dreizackträger, Feind Smaras, Bewohner der Höhle, in die Richtungen Gekleideter, mit großer Muschel auf dem Scheitel [śaṅkha: so die Quelle] und Flechten, mit Schädelgirlande geschmückter Leib, Herr der Göttergeschöpfe, die durch den linken Blick erschüttert wurden [Kompositum unsicher], Vernichter von Bhagas Augen, Herr des furchtbaren Heeres, Herr der Tiere, Verbrenner von Kāmas Körper, Bewohner des Platzes, Śiva, Mahādeva, Īśāna, Śaṅkara, furchtbarer Bhava, Stierbannerträger, Kaiṭabha, Gereifter, großer Herr der Herren, an Asche beziehungsweise Fülle Erfreuter, Avimuktaka, Rudra, Herr der Rudras, Unbeweglicher, einziges Liṅga, Geliebter der Kālindī, Śrīkaṇṭha, Blaukehliger, Unbesiegter, den Feinden Furcht Einflößender, Herr der Zufriedenheit, Vāmadeva, Aghora, Tatpuruṣa, sehr Furchtbarer, Nichtfurchtbar-Gestaltiger, Friedvoller, Geliebter Sarasvatīs, Tausendgestaltiger, großer Ursprung, Allgegenwärtiger, Zeitfeuer, Rudra, Wilder, Hara, Freund der Berge, Bewohner aller heiligen Orte, Haṃsa, Herr des Verlangens, Kedāra, Oberherr, Vollkommener, Mucukunda, im Honig Wohnender, Schwertträger, Furchterregender, König des Wissens, Mondkönig, König des Verlangens, Bewohner des Herzlotus der Tochter des Bergkönigs, im Meer Ruhender, Gayāmukha, Gokarṇa, Brahmayoni, Tausendgesichtiger, Tausendäugiger und Tausendfüßiger, Hāṭakeśvara: Verehrung sei dir, Verehrung sei dir! Damit endet die Upaniṣad.

Shiva: kürzerer Namenshymnus

Nun die hundert Namen.

der Heilvolle; der große Herr; der Ursprung des Heils; der Pināka-Träger; der Mondbekrönte; Vāmadeva; der Ungleichäugige; der Flechtenträger.

der Blaurote.

der Heil Schaffende; der Dreizackträger; der Schädelstabträger; Viṣṇus Liebling; Śipiviṣṭa, der von Strahlen Durchdrungene; Ambikās Herr; der Schönkehlige; der seinen Verehrern Zugewandte.

das Werden; das All [sarva, nicht śarva, in der Quelle]; der Herr der drei Welten; der Weißkehlige; Śivās Geliebter; der Gewaltige; der Schädelträger; der Feind des Liebesgottes.

der Töter des Asura Andhaka.

der Gaṅgā-Träger; der Stirnäugige; der Tod des Todes; der Schatz des Mitgefühls; der Furchtbare; der Axthändige; der mit der Gazelle in der Hand; der Flechtenträger.

der Kailāsa-Bewohner; der Gepanzerte; der Harte; der Tripura-Beender; der mit dem Stierzeichen; der Stierreiter; der mit Asche bestrichene Leib.

der Sāman-Liebende; der aus Tönen Bestehende; die Gestalt der drei Veden; der keinen Herrn über sich Hat; der Allwissende; das höchste Selbst; der mit Mond, Sonne und Feuer als Augen.

die Opfergabe; der aus Opfer Bestehende; Soma; der Fünfgesichtige; Sadāśiva; der Weltenherr; Vīrabhadra; der Scharenherr.

der Schöpferherr.

der mit goldenem Samen; der Unbezwingliche; der Bergesherr; der im Berg Ruhende; der Makellose; der mit Schlangen Geschmückte; der Lichtglanz; der den Berg als Bogen Führende.

der Bergliebende.

der Tierhautträger; der Städtefeind; der Erhabene; der Herr der Pramathas; der Todesbezwinger; der Feinleibige; der Weltdurchdringende; der Weltenlehrer.

der Raumhaarige; Mahāsenas Vater; der von schöner Tatkraft; Rudra; der Herr der Wesen; der Unbewegliche; Ahirbudhnya, die Schlange der Tiefe; der in die Richtungen Gekleidete.

der Achtgestaltige; der Vielselbstige; der von Sattva Geprägte; der Reinleibige; der Ewige; der mit gebrochener Axt; der Ungeborene; der aus Fesseln Befreiende.

der Beglückende; der Herr der Tiere; der Gott; der große Gott; der Unvergängliche; der Herr; der Pūṣans Zähne Zerbrechende; der Unbeirrte.

der Dakṣas Opfer Wegnehmende; der Wegnehmende.

der Bhagas Augen Zerbrechende; der Unoffenbare; der Tausendäugige; der Tausendfüßige; der Befreiung Gewährende; der Unendliche; der Hinüberführende; der höchste Herr.

Diese göttlichen Namen werden stets von mir rezitiert. Diese Wunschranke der Namen gewährt mir alles Ersehnte.

Diese Namen bringen Heil, Glückliche, ohne Zweifel; in Wahrheit bilden sie den gesamten Schatz der Veden.

Weil diese Namen alle Ziele schenken, rezitiere ich sie beständig, ehrfurchtsvoll und nach fester Regel.

In den verschiedenen Veden gibt es unendlich viele höchste, Sünden tilgende Namen Śivas, Glückliche.

Aus ihnen wählte Maheśvara Namen aus und lehrte Kumāra einst tausendundacht Namen. [Die Quelle sagt hier „tausendundacht“, obwohl der folgende Abschluss „hundertacht“ nennt.]

Damit endet der Hundertacht-Namenhymnus Śivas.

Shiva: weiterer Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Sūta sprach:

Hört, beste Seher! Ich erzähle, wie ich es gehört habe: Durch welchen Lobpreis Viṣṇus der höchste Herr erfreut wurde, jene heiligen tausend Namen werde ich heute verkünden.

Śrī Viṣṇu sprach:

der Heilvolle; der Wegnehmende; der Beglückende; Rudra; der Lotus beziehungsweise Raum; der Blumenäugige.

der den Bittenden Zugängliche; der von gutem Wandel; das All; der Heilsursprung; der große Herr; der Mondbekränzte; der Mondbekrönte; der Weltursprung.

der Herr der Unsterblichen.

die Fülle der Essenz des Vedānta; der Schädelträger; der Blaurote; die Grundlage der Meditation; der Unbegrenzbare; Gaurīs Gatte; der Scharenherr.

der Achtgestaltige; der Allgestaltige; die drei Lebensziele; das Mittel zum Himmel; der durch Erkenntnis Zugängliche; der von fester Einsicht; der Gott der Götter; der Dreiäugige.

Vāmadeva; der große Gott; der Geschickte; der Herrscher; der Feste; der Allgestaltige; der Ungleichäugige; der Herr der Rede.

der ganz besonders Reine.

das All; der mit den Erkenntnismitteln Übereinstimmende; der mit dem Stierzeichen; der Stierreiter; der Herr; der Pināka-Träger; der Schädelstabträger; der vielfältig Gekleidete.

der Uralte.

der Dunkelheit Nehmende; der große Yogin; der Beschützer; der das Weltei Wegnehmende; der Flechtenträger; der Tod des Todes; der Tierhautträger; der Glückliche.

der von hingegebenem Wesen [praṇatātmaka].

der Träger der drei Aschestriche; der für die Augen Erfreuliche; Durvāsas; der die Städte Beherrschende; der göttlich Bewaffnete; Skandas Lehrer; der Höchststehende; der über das Höchste Erhabene.

der ohne Anfang, Mitte und Ende; der Bergesherr; der Freund des Berges; Kuberas Freund; der Schönkehlige; der Beste der Weltfarben beziehungsweise Gesellschaftsklassen; der Sanfte.

der im Samādhi Erkennbare; der Bogenträger; der Blaukehlige; der Axtträger; der Weitäugige; der Hirschjäger; der Götterherr; der die Sonne Erhitzende.

die Wohnstätte des Dharma; das Feld der Geduld; der Erhabene; der Bhagas Augen Zerbrechende; der Gewaltige; der Herr der Tiere; Tārkṣya; der seine Verehrer Liebende.

der freundlich Sprechende.

der Geber; der Mitfühlende; der Geschickte; der Flechtenträger; der Verlangen Beherrschende; der auf dem Leichenplatz Wohnende; der Feine; der am Leichenplatz Stehende.

der große Herr.

der Weltschöpfer; der Tierherr; der große Schöpfer; die große Heilpflanze; der Höhere; der Herr der Kühe; der Beschützer; der durch Erkenntnis Zugängliche.

der Uralte.

die rechte Führung; die gute Führung; das reine Selbst; Soma; der an Soma Erfreute; der Glückliche; der Soma-Trinker; der Nektartrinker.

der Sanfte; das große Licht; der große Glanz.

der Lichtvolle; der Nektarvolle; der aus Nahrung Bestehende; der Nektarherr; der keinen geborenen Feind Hat; der durch Licht beziehungsweise Anschauung zu Ehrende; der Träger der Opfergaben.

der Weltschöpfer; der Veda-Schöpfer; der Sūtra-Verfasser; der Ewige; der große Seher; Lehrer Kapila; das Weltlicht; das Auge.

der Pināka in der Hand Haltende; der den Brahmanen Zugewandte; der Heil Schaffende; der Einsichtige; die Wohnstätte des Schöpfers; der Wohnstätten Schaffende; der alles Gebende; der in allem Erkennbare.

der Brahmā-Schöpfer; der Allschöpfer; das All; der Karṇikāra-Blüten Liebende; der Dichter und Seher; Śākha; Viśākha; Gośākha.

der Heilvolle; der höchste Arzt.

der mit Gaṅgās Flutwasser; der Heilvolle; der Reiche; der Baumeister; der Beständige; der sich selbst Besiegt Habende; der Selbstbeherrschte; der Lenker des Geisterfahrzeugs.

der mit seinen Scharen; der Beste der Scharen; der Wohlberühmte; der seine Zweifel Abgeschnitten Habende; der Liebesgott; der Beschützer des Verlangens; der mit Asche bestäubte Leib.

der Asche Liebende; der auf Asche Liegende; der Verlangende; der Liebliche; der die Āgamas Geschaffen Habende; der Wiederkehrende; der innerlich Zurückgezogene; die Fülle des Dharma.

Sadāśiva.

der Makellose; der Vierarmige; der schwer zu Bewohnende; der schwer Zugängliche; der schwer Erlangbare; der schwer Erreichbare; die schwer zugängliche Burg; der in allen Waffen Kundige.

die Wohnstätte des Yoga des inneren Selbst; der gute Faden; der den Faden Vermehrende; der Schöngegliederte; die Essenz der Welt [lokasāraṅga: mehrdeutig]; der Weltenherr; Janārdana.

der durch Asche Reinigende; Meru; der Kraftvolle; der Reinleibige; der Unbezwingbare und von Guten zu Gewinnende; der die Gestalt eines dienenden Affen Annehmende.

der mit goldenem Samen; der Uralte; der den Feinden das Leben Nehmende; der Unbewegliche; der große See; die große Tiefe; der von Vollendeten und Göttern Gepriesene.

der Tigerhautgekleidete; der Schlangentragende; das große Wesen beziehungsweise Element; der große Schatz; die Erfahrung der Unsterblichkeit; der Glückreiche; Pāñcajanya; der Zerbrechende beziehungsweise Wind.

der in den fünfundzwanzig Prinzipien Gegenwärtige; der Pārijāta-Baum; der über das Höchste Erhabene; der leicht Zugängliche; der gute Gelübde Haltende; der Held; der einzige Schatz der Sprache [vāṅmayīka: gestört]; der Schatz.

der Lehrer der Klassen und Lebensstände; der Gelübdehaltende; der Feindbesieger; der Feinde Peinigende; die Einsiedelei; das Schwinden; der Magere; der Wissende.

der Herr der Berge.

der als Erkenntnisbeweis Geltende; der schwer Erkennbare; der schön Geflügelte; der den Wind als Fahrzeug Habende; der Bogenträger; die Bogenwissenschaft; die Eigenschaft; der Schatz der Mondeigenschaften.

der Wahre; der Wahrheit Ergebene; der Arme; der Dharma als Glieder Hat; der Dharma Verwirklichende; der von unendlichem Blick; die Freude; der Strafstab.

der Bezwinger; die Selbstbeherrschung.

der durch Abhicāra zu Bearbeitende [auffällige Lesart]; der große Māyā-Meister; der Allschöpfer; der Kundige; der Leidenschaftsfreie; der innerlich Gezähmte; der Asket; der die Wesen als Fahrzeug Habende.

der im Gewand eines Verrückten; der mit Schirm [pracchatra: möglicherweise gestört]; der das Verlangen Besiegt Habende; der Verehrung Liebende; die Natur am Weltende; der Weltzeitraum; der Herr der Geschöpfe aller Welten.

der Rasche; der Retter; der Weise; die Urmaterie beziehungsweise der Erste; der Herr; der Unvergängliche; der Welthüter; der im Inneren Verborgene.

der Anfang des Weltzeitraums; der Lotusäugige.

der die wahre Bedeutung von Veda und Lehrwerken Kennt; die Selbstzucht; die Grundlage der Selbstzucht; der Mond; die Sonne; Saturn; Ketu; der Leidenschaftsfreie.

der Korallenglänzende.

der durch Hingabe zu Gewinnende; das höchste Brahman; der den Pfeil gegen die Gazelle Richtende; die rechte Führung; der Berg; der Bergbewohner; der Liebliche; das höchste Selbst.

der Weltenlehrer.

die Wohnstätte aller Wünsche; der Zufriedene; der Heilvolle; der von Heil Umgebene; der große Askese Übende; der lange Askese Übende; der Massigste; der Alte.

der Baum.

der Tag; das Jahr; die Durchdringung; das Erkenntnismittel; der Feinde Peinigende; der das Jahr Schaffende; der Mantra; die Gewissheit.

der alles Sehende.

der Ungeborene; der Allherr; der Vollendete; der mit großer Zeugungskraft; der sehr Starke; der Yoga; der Geeignete; der sehr Leuchtende.

der alle ursprünglichen Gestalten Verwirklicht Habende.

der Vasu beziehungsweise Gute; der von gutem Geist; der Wahre; der alle Sünden Nehmende; Hara; der Wohlberühmte; der Geschmückte; der Hörende.

der jenseits von Rede und Denken.

der Unsterbliche; der Ewige; der Friedvolle; der mit einem Gefäß in der Hand; der Machtvolle; der Wasserkrugträger; der Bogenträger; das Glied der Veden.

der Veda-Kenner; der Weise.

der Strahlende; die Nahrung; der Genießende; der Weltenherr; der schwer Abzuwehrende; der Übersinnliche; der große Māyā-Meister; der in allem Wohnende.

die Wegkreuzung.

der mit der Zeit Verbundene; der große Klang; der mit großer Entschlossenheit; der sehr Starke; der von großer Einsicht; der sehr Tapfere; der unter den Wesen Wandelnde; der Städtezerstörer.

der Nachtwanderer; der unter Toten Wandelnde [pratacārin: gestörte Lesart]; der Großmächtige; der Großglänzende; der von unbeschreiblichem Leib; der Glückreiche; der in den Geist aller Lehrer Eingehende.

der Vielgelehrte; der große Māyā-Meister; der Selbstbeherrschte; der Feste; der Unfeste; der Glanz; der strahlenden Glanz Tragende; die Hölle.

der Herrscher über alles.

der Tanzliebende; der ewig Tanzende; das Lichtselbst; der Erhellende; der Deutliche; der Grausame; der Erwachte; der Mantra.

der Gleiche; die Flut der Essenz.

der den Beginn der Weltalter Schaffende; der die Weltalter Zurückwendende; der Tiefe; der Stierreiter; der Geliebte; der Ausgezeichnete; der Liebling der Edlen; Śarabha.

Śarabhodhanu [unklar verbundene Namensform].

die Gestalt der heiligen Furt; der mit heiligem Namen; der an der heiligen Furt Sichtbare [tīrtthādṛśya: mehrdeutig]; der gute heilige Orte Gewährende; der Ozean; die Grundlage; der Sieg; der die Siegeszeit Kennt.

der Festgegründete; der Erkenntnismaßstäbe Kennt; der Goldgepanzerte; Hari; der Befreier; die Götterschar; der Herr des Wissens; die Zuflucht des Bindu.

der Kindgestaltige; der von Kraft Berauschte; der Zerschneidende; der Unergründliche; der Verborgene; das Werkzeug; die Ursache; der Handelnde.

der aus allen Fesseln Befreiende.

die Entschlossenheit; die Ordnung; der Standorte Gebende; der zu Weltbeginn Geborene; der den Lehrer Gebende; der Liebliche; die Unterscheidung; der in der Wohnstätte des Selbst Gegründete.

der Herr der Helden; Vīrabhadra; der Allgestaltige; der Ordner; der Allherr; der Mond unter den Helden; das Juwel; der Träger.

die intensive Freude; der Herr der Flüsse.

die Grundlage des Feuers; der Dreizackträger; Śipiviṣṭa; die Wohnstätte des Heils; der Vālakhilya; der sehr Tapfere; der Scharfstrahlige; der Taube.

der Vogel beziehungsweise Himmelswanderer.

der Entzückende; die gute Zuflucht; Subrahmaṇya; der Nektarschatz; Maghavan; Kauśika; der Kuhreiche; die Ruhe.

das Mittel zu allem.

der aus der Stirn Geborene; der Allleibige; der das wesentliche Rad des Daseins Trägt; der Unfehlbare; der unter den Stabträgern Stehende; die Gazelle; der Brahman-Glanz.

die höchste Wirklichkeit; der höchste Māyā-Meister; die Zurückhaltung; der Tigerartige; das Feuer; das Leuchten; der Herrlichleuchtende; der Verehrungswürdige.

der Herr der Rede; der Tagesherr.

die Sonne Ravi; der Strahlende; Skanda; der Lehrer; Vaivasvata; der Unsterbliche; der Verbindung beziehungsweise Begründung Schaffende; der von berauschtem Ruhm [mattakīrti].

der mit Gefolge; der Städtebesieger.

der Herr des Kailāsa; der Liebliche; Savitṛ; der Sonnenäugige; der Höchste der Welt; der Furchtlose; der Weltenträger; der Ungehinderte.

der Ewige; der von sicherem Heil; dessen Hören und Preisen Verdienst bringt; der in die Ferne Hört; der alles Erträgt; der zu Meditierende; der Leid Vernichtende.

der Hinüberführende; der Übeltaten Tilgende; der zu Erkennende; der schwer zu Ertragende; Bhava; der Anfangslose; der Erde und Zwischenraum als Glück Hat [Wortgliederung unsicher]; der Gekrönte.

der Götterherr.

der Weltenhüter; der Weltschöpfer; der gute Held; der mit schönen Armreifen; der Erzeuger; der Ursprung der Geburt der Menschen; der Liebevolle; der mit rechter Führung.

der Gatte.

Vasiṣṭha; Kaśyapa; die Sonne; der Furchtbare; der von furchtbarer Tatkraft; der Praṇava; der auf rechtem Weg Wandelt; der große Raum.

der große Reichtum.

der Geburtenherr; der große Gott; der alle Āgamas Durchschritten Habende; die Wirklichkeit; der Wirklichkeitskenner; das eine Selbst; der Allgegenwärtige; Viṣṇu.

der Schmuck.

der Seher; der Brahmane; die Herrschaft; der Geburt, Tod und Alter Überstiegene; der Ursprung der fünf Opfer; der Allherr; der rein Aufgehende.

der Anfangs- und Endlose; der sein eigener Ursprung Ist; der Zugewandte; der die Welt der Verehrer Trägt; Gāyatrīs Geliebter; der Hochgewachsene; das Vertrauen; der Lichtschöpfer.

das Kind; der an Bergen Erfreute; der Weltherrscher; der mit gutem Heer; der Götterfeinde Töter; der Felgenlose; der mit gewünschter Radfelge; der Befreier.

der Fieberfreie.

das Selbstlicht; das Licht der Glut; das überragende Licht; der Unbewegte; der Rotbraune; der Gelbbraune; der Bart; der Stirnäugige.

der die drei Veden als Leib Hat.

die Wissensfülle; die große Führung; die Weltentstehung; die Störung; der Genießer; die Wirklichkeit Vivasvats; der über Yoga Hinausgelangte; der Herr des Himmels.

der mit heilvollen Eigenschaften und Namen; der Sündentilger; der heilig Anzuschauende; der von edlem Ruhm; der Tätige; der große Ehrwürdige; der Beschützer der Wesen.

Nakṣa [unklarer Name]; der mit unreinem Haar; der Svādhiṣṭhāna; die Grundlage des Rausches; der Reine; die Sündenvernichtung; der Maṇipūra; der im Raum Gehende.

der im Herzlotus Sitzende; Śakra; der Friedvolle; Vṛṣākapi; Kṛṣṇa, der Dunkle; der Planetenherr; Kṛṣṇa [Wiederholung]; der Fähige.

der Unheil Vernichtende.

der Feind des Unrechts; der Unerkennbare; der Vielangerufene; der Vielgehörte; der Brahman-Schoß; der weite Schoß; die Kuh des Dharma; das Eintreffen von Vermögen.

der das Weltwohl Erstrebende; der gut Gegangene; Kumāra; die heilsame Überlieferung; der Goldfarbene; der Lichtvolle; der an vielerlei Wesen Erfreute; der Klang.

die Gesundheit; der Aufseher des Sehens; Viśvāmitra; der Vermögensherr; das Brahman-Licht; der Vasu; die Wohnstätte; das große Licht.

der Unübertreffliche.

der Großvater mütterlicherseits; Mātariśvan; der Wind; der eine Schlangengirlande Trägt; Pulastya; Pulaha; Agastya; Jātūkarṇya.

Parāśara.

der ohne Hülle und Hindernis; der zu Brahmā Gehörige; der weithin Berühmte; der Selbstentstandene; Aniruddha, der Ungehemmte; Atri; die Wissensgestalt; der Hochberühmte.

der Führer der Welthelden; der Held; der Mond; der von wahrer Tatkraft; der Schlangengeschmückte; der große Weltzeitraum; der Wunschbaum; der Träger der Mondkräfte.

der Schmückende; der Unbewegliche; der Leuchtende; die Tatkraft; der Raum; der Rasche; der Herr des Klanges; Vaṅgī [unklarer Name].

der Schwimmende; der Lenker des Feuers beziehungsweise Pfaus.

der Herr jenseits des Daseinskreislaufs; Śakra; die Unachtsamkeit; der einen Baum als Sitz Hat; der für Güter Berühmte; der Träger der Ahnenopfer; der Erhitzte; der die Welt als Nahrung Hat.

der zu Rezitierende; der Altersfeind; der Besänftiger; der mit roten Pferden; Tanūnapāt; der aus dem Raum Entstandene; der gut Vollendete; der Wohlriechende.

der von kühlem Wesen.

der Frühling; Mādhava; der Sommer; der im Raum Stehende; der Keimträger; Aṅgiras; der Lehrer; Ātreya.

der Reine; der das All als Fahrzeug Habende.

der Reinigende; der viele Besiegende; Śakra; der drei Veden Kundige; der Elefant unter den Menschen; Geist und Einsicht; das Ichbewusstsein; der Feldkenner.

der Feldhüter.

Jamadagni; der Ozean; der Kugellose; die Weltkugel; der Nichtfurchtbare; der Unübertreffliche; das Opfer; der Beste.

die Wohnstätte des höchsten Heils.

der Berg; der wie Himmel und Kunda-Blüte Glänzende; der Dānava-Feind; der Feindbezwinger; der Cāmuṇḍā Belebende; der Schöne; der von Stacheln Freie; der die Weltordnung Trägt.

die vier Veden; das vierfache Sein; der Geschickte; der die Geschickten Liebende; die Offenbarung; die gesammelte Überlieferung; Wohnstätte von heiligen Orten, Veda und Śiva.

der Vielgestaltige; der Großgestaltige; der Allgestaltige; das Bewegliche und Unbewegliche; der rechte Führung Schaffende; die rechte Ordnung; der durch rechte Erkenntnis Zugängliche; der Unbefleckte.

der Tausendköpfige; der Götterkönig; der alle Lehrwerke Aufbrechende; der Kahlköpfige; der Ungestalte; der Tapfere; der Stabträger; der Beste an Tāṇḍa-Eigenschaften [tāṇḍaguṇa: unklare Lesart].

der Rotbraunäugige; der Pferdehalsige; der Blauhalsige; der Leidensfreie; der Tausendarmige; der Allherr; die Zuflucht; der Träger aller Welten.

der im Lotussitz; das höchste Licht; das höchste jenseitige Ufer; die höchste Frucht; der Lotusschoß; der große Schoß; der Weltschoß; der Einsichtige.

der das Bewegliche und Unbewegliche Kennt; der Wunschgewährende; der Herr der Besten; der Großtönende; der Lehrer von Göttern und Asuras; der Gott; der von Göttern und Asuras Gegrüßte.

der große Freund von Göttern und Asuras; ihre große Zuflucht beziehungsweise Askesestätte; der ursprüngliche Gott; der göttliche Agni; der Göttern und Asuras Wünsche Gewährende.

der Herr von Göttern und Asuras; der Göttliche; ihr großer Herr; der Gott der Götter; der tief zu Bedenkende; das Selbst der Gottheiten; der Selbstentstandene.

der Tiger, durch den Asuras sogleich vernichtet werden [Wortverbindung unsicher]; der Löwe der Götter; der Tagesschöpfer; der den Göttern Voranschreitende; der Beste; der Höchste über den Höchsten aller Götter.

der Śiva-Erkenntnis Schenkende; der Glückreiche; der Flammentragende; der den Śrīparvata Liebende; der Donnerkeilträger; der mit vollendetem Schwert; der Narasiṃha Niederwerfende.

der Brahmacārin; der in der Welt Wandelnde; der im Dharma Wandelnde; der Vermögensherr; Nandī; Nandīśvara; Nanda; der anhaftendes Wirken Tragende [lagnavṛttidhara].

der Reine.

der Herr der Liṅgas; der Götteraufseher; der Yoga-Aufseher; der die Weltalter Herbeiführende; der den Himmel als Wohnstätte Hat; der in den Himmel Gegangene; der Herr; der Ton.

der höchst klingende Klang [svaratamasvana: unsicher].

der Aufseher des Erwachens; der Keimschöpfer; der Dharma Schaffende; der aus Dharma Entstandene; die Verstellung; die Gier; Śambhu; der große Herr aller Wesen.

der Leichenplatzbewohner; der Dreiäugige; die Brücke; der Unvergleichlichgestaltige; der Überweltliche; das deutliche Licht; Tryambaka; der mit Nāgas Geschmückte.

der Feind Andhakas; der Feind Mayas; dessen Wesen sich an Viṣṇus Schulter erfreut; der Heil Gebende; der die Eigenschaft des Schwindens Hat; Dakṣas Feind; der Pūṣans Zähne Zerbrechende.

der aus der Stadt Geborene [pūrjani: unsicher]; der mit gebrochener Axt; der mit Teilen; der Teilose; der Weise; der Zeitlose; die Grundlage von allem; der Blasse.

das Rind; das Wildtier; der Berg.

der Vollständige; der Erfüllende; der Heilige; der Zarte; der Schönäugige; der mit seinen Gliedern; Goya [unklarer Name]; der liebe und grausame [priyākrūra: Worttrennung unsicher].

der von heiligem Ruhm; der Leidensfreie.

der Gedankenschnelle; der heilige Furten Schaffende; der Flechtenträger; der Lebensherr; der das Leben Beendende; der Ewige; der mit kostbarem Samen; der Gütergeber.

der Wohlgeborene; die gute Tat; die Vollendung; der Gleichgeborene; der Stachel der Zeit; der Träger der Mondkräfte; der zu Mahākāla Gewordene; der Wahrheit Ergebene.

der Schönheit der Welt Schaffende; die Wohnstätte überweltlichen Glücks; der Lichtvolle; der Glanzträger; der Erste im Ansehen der Welt; der Winzige.

der rein Lächelnde; der von heiterem Selbst; der Unbesiegbare; der Unüberschreitbare; der Lichtvolle; der an allen Gliedern Gesunde; Gaṅgās Liebling; der Wasserherr.

der mit Kürbis-Vīṇā; der Großleibige; der Kummerlose; der Kummervernichter; der Hüter der drei Welten; der Herr der drei Welten; die Reinheit von allem; Adhokṣaja, der jenseits der Sinneserkenntnis.

der von unoffenbaren Kennzeichen; der Gott; der Offenbare; der Unoffenbare; der Herr der Menschen; der Höchste; der Heilvolle; der Vasu.

die Nase; der Wesentliche; Umā; der Freudvolle [sāromā nandanomaya: Wortgliederung unsicher].

Brahmā; Viṣṇu; der Geschöpfebeschützer; der Haṃsa; der mit Schwanengang; der Vogel beziehungsweise das Lebensalter; der Schöpfer; der Ordner.

der Erschaffer; der Auflöser; der Viergesichtige.

der auf Kailāsas Gipfel Wohnende; der in allem Wohnende; der stets Wandelnde; Hiraṇyagarbha; Druhiṇa; der Herr der Wesen; der Erdenherr.

der wahre Yogin; der Yoga-Kenner; der Yogin; der Wunschgewährende; der Brahmanenfreund; der Götterfreund; der Götterherr; der Göttliche.

der über die Gottheit Nachdenkende.

der Ungleichäugige; der Andersäugige; der Stier; der den Stier beziehungsweise Dharma Vermehrende; der ohne Besitzdenken; der Ichlose; der Verblendungsfreie; der Störungsfreie.

der Stolz Nehmende; der Stolz Gebende; der Stolzlose; der alle Ziele Umwandelnde; der Tausendbesieger; der Tausendstrahlige; der von liebevollem Wesen und Geschick.

der Herr des Vergangenen, Zukünftigen und Gegenwärtigen; der Ursprung; der Fülle Vernichtende; der Nutzen; der Nichtnutzen; der große Schatz; der einzig Kundige im Wirken für andere.

der Stachelfreie; der Freude Bereitet Habende; der Unverstellte; der Verstellung Zermalmende; der Wesenhafte; Sātyaki; der Wahre; der Ruhm Liebende.

der Gekommene [kṛtāgata: unsicher].

der Unerschütterte; der gute Eigenschaften Erkennende; der Vielselbstige; der vielerlei Taten Vollbringende; der Hochzufriedene; der Schöngesichtige; der Feine; der leicht zu Gewinnende.

der Südwind.

der Nandin und Skanda Tragende [skanda, nicht skandha, in der Quelle]; der Lastenträger; der offenbarte Liebe Vermehrende; der Unbesiegte; das Wesen aller; Govinda; der die Wesen als Fahrzeug Habende.

der von niemandem Getragene; der sich selbst Tragende; der Vollendete; der Reingestaltige; der Ruhm als Vermögen Hat; der das Eberhorn Trägt; der Held; der Starke.

der einzige Herr.

das Licht der Offenbarung; der die Offenbarung Besitzt; der einzige Freund; der Vieles Schaffende; der Glück Zugewandte; der heilvolle Anfang; der Friedvolle und Gute; der von gleichem Ruhm.

der mit viel Ruhm Geschmückte; die Fülle; der die Wesen Schaffende; der Fülle Hervorbringende; der Unerschütterliche; der Hingabe als Leib Hat; der die Zeit Vernichtende; der teilose Herr.

der Wahrheit Gelobende; der große Entsagende; der ewig Friedvolle; die höchste Zuflucht; der für andere Wirkt; der Wunschgewährende; der Einzutreten Wünschende; der Kundige.

der Heil Gebende; der Heil Schaffende; der Heilnamige; selbst das Heil; der Ungebetene; der Eigenschaften Erkennende; der Nichthandelnde; der Goldglänzende.

der von Natur Gute; der Unparteiische; der Feindtöter; der Hindernisvernichter; der mit Haarschmuck; der Gepanzerte; der Dreizackträger; der Flechtenträger.

der Kahlgeschorene; der Ohrringträger.

der Todlose; der Allsehende; der Löwe; die Lichtfülle; das große Juwel; der Unzählbare; der von unermesslichem Selbst; der Tatkräftige.

der Kenner der Tatkraft.

der Arzt; der Getrennte; der siebenfache Held; der Herr der Weisen; die Reihenfolge; der Unbezwingliche; der Süße; der lieblich Anzuschauende.

der Götterherr; der Retter; aller Klang; der Weg der Glühenden; das Ende der Zeit; der Zeitenschöpfer; der Guttätige; der Vāsuki Geschaffen Habende.

der große Bogenschütze; der Erdenträger; der Makellose; der Fessellose; das Himmelsjuwel; die Sonne beziehungsweise der Hinüberführende; der Glückliche; der Vollendungsgeber.

das Mittel zur Vollendung.

der Enthüllte; der Verhüllte; der Preiswürdige; der Breitbrüstige; der Großarmige; der Ursprung aller; der Bedrängnisfreie; der Freund Naras und Nārāyaṇas.

der Unbehaftete; der innerlich Unverbundene; der Unversehrte; der Gebrechen Beseitigende; der Preiswürdige; der Lobpreis Liebende; der Lobende; der Alldurchdringende.

der Unbeunruhigte.

das Mittel zum makellosen Stand; die Wissensfülle; der Nichtgeehrte; der von ganz friedlicher Einsicht; der Unversehrte; das volle Streben [samprahā: unsicher]; der ewig Schöne.

der Sündentilger; der Dharma-Träger und Herr [darmadhāstrīśa: beschädigte Lesart]; der mit Weltordnung Verbundene; der Nachtherr; der Lehrer der höchsten Wirklichkeit; der Blick; der den bei ihm Zuflucht suchenden Göttern Zugewandte.

Soma; der den Geschmack beziehungsweise Wesenssaft Kennt; der ihn Gewährt; die Stütze aller Wesen.

Mit diesen tausend Namen pries er den Stierbannerträger.

Shiva: Früchte und Abschluss

Er bat Śambhu und verehrte Śaṅkara. Um Hari zu prüfen, verbarg Maheśvara der Weltenherr, einen Lotus unter den Lotussen. Viṣṇu dachte in seinem Herzen: „Wohin ist der Lotus verschwunden?“

„Mag er ruhig verschwunden sein! Ist mein Auge denn kein Lotus? Dieses werde ich zum Lotus machen und den Mondbekrönten verehren.“

Als der Weltenlehrer diese Herzensabsicht des unermesslich strahlenden Viṣṇu erkannte, erschien er und rief: „Nicht, nicht!“

Gerade dort, wo Kṛṣṇa, das höchste Selbst, die Verehrung vollzogen hatte, trat er rasch aus dem Kreis des irdenen Kultbildes hervor.

Śambhu in der beschriebenen Gestalt, aus einer Lichtfülle hervorgegangen: Vor ihm verneigte sich Viṣṇu, trat vor ihn und pries ihn besonders.

Mit heiterem Gesicht stand er Śambhu gegenüber. Als Hari ihn so sah, geschmückt mit dem Glanz von zehn Millionen Sonnen, verneigte sich Janārdana vor dem Herrn Śambhu, Gott der Götter. Da sprach Mahādeva Śaṅkara gleichsam lächelnd, während er den mit gefalteten Händen Dastehenden betrachtete. [samprekṣyamāṇayā viśvam: syntaktisch gestörte Lesart.]

Śaṅkara sprach:

Ich kenne diese ganze Angelegenheit der Götter, Janārdana. Ich gebe dir den herrlichen Diskus namens Sudarśana.

Die Gestalt, die du gesehen hast, bringt allen Welten Glück. Meditiere über sie als zum Wohl aller Götter geschaffen, du Gelübdetreuer.

Auch mitten im Kampf erinnere dich an das, was die Not der Götter beseitigt: an diesen begehrten Diskus, diese Gestalt und diese tausend Namen.

Wer sie stets hingebungsvoll hört, dem wird unvergängliche Vollendung zuteil. So sprach er und gab den Diskus, strahlend wie zehntausend Sonnen. [Versnummer 145 steht hier vor 144.]

Viṣṇu badete und empfing ihn nach Norden gewandt. Nachdem er sich vor dem Gott verneigt hatte, sprach er erneut:

Höre, Gott: Worüber soll ich meditieren, was soll ich lesen, Herr? Sage es zur Beseitigung des Leids der Welten, Heilbringer der Welt!

So gefragt, antwortete Śiva zufrieden: Über meine Gestalt sollst du meditieren, die alles Unheil vernichtet.

Zur Vernichtung vielfältigen Leids sind die tausend Namen zu rezitieren; meinen Diskus sollst du von nun an stets tragen, damit alles Unheil besänftigt werde.

Auch andere, die sie täglich lesen und lesen lassen, erfahren nicht einmal im Traum Leid; daran besteht kein Zweifel.

Wenn jemand in königlicher Bedrängnis den Text hundertmal vollständig und vorschriftsgemäß liest, erlangt er Heil.

Dieser höchste Führer des Wissens vernichtet Krankheiten. Auf welche höchste Frucht Menschen bei seiner Rezitation auch zielen, sie erhalten gewiss die wahre, unübertreffliche Frucht. Wer morgens aufsteht, meine Pūjā vollzieht und diesen mir gehörigen Text täglich vor mir liest, dem ist Vollendung nicht fern. Nach Erlangung diesseitiger Vollendung erhält er auch die jenseitige durch meine Gnade, Götterherr. Der beständig Lesende gelangt zur Befreiung der Vereinigung mit mir; daran soll kein Zweifel bestehen.

So sprach Śaṅkara freudig zu Viṣṇu, berührte ihn mit beiden Händen und sagte erneut:

Ich gewähre Wünsche, Höchster der Götter. Wähle die gewünschten Gaben! Durch deine Hingabe und diesen Hymnus bin ich dir stets gewogen.

So vom Gott der Götter angesprochen, verneigte Viṣṇu sich vor ihm: „Wie du jetzt Gnade erweist, Gott, so auch künftig …“

„… mögest du mir besonders Gnade gewähren, denn du bist mitfühlend, Herr. Hingabe an dich, Mahādeva – gewähre mir diese höchste Gabe!“ [Die Versnummer springt in der Quelle auf 147 zurück.]

„Nichts anderes wünsche ich; deine Verehrer sollen keine Bedrängnis erfahren, Herr.“ Als Bhava diese Worte hörte, war er besonders mitfühlend.

Der Mondgezeichnete berührte ihn und [gewährte] Vertrauen. Mahādeva sprach zu Acyuta, der höchsten Freude: [Der Anschluss von śraddhām ist in der Quelle unsicher.]

Hingabe an mich sollst du besitzen; du wirst selbst von den Göttern gegrüßt und verehrt werden. Dein Name Viśvambhara, „Weltenhalter“, wird in höchstem Maß Sünden tilgen, daran besteht kein Zweifel, durch meine Gnade, Bester der Götter. So sprach der erhabene blaurote Rudra und verschwand.

Der erhabene Janārdana erhielt durch Śaṅkaras Wort den Diskus und die heilvolle Meditation. Diesen Hymnus las und lehrte er unablässig; die Verehrer eigneten ihn sich an. Auch andere, die ihn lesen werden, mögen dieselbe Frucht finden.

So ist die Antwort auf eure Frage überliefert, die den Hörenden die Sünden nimmt. Was soll ich euch nun weiter erzählen, ihr Vortrefflichen?

Damit endet der Tausendnamenhymnus Śivas.

Damit endet im Śāktapramoda das Śiva-Tantra.

15. Ganesha-Tantra

Ganesha-Tantra: Titelseite

Heil!

Zusammengestellt und verfasst vom erhabenen König Devanandanasiṃha Bahādur, Herrscher der Residenz Śivahara,

als Bestandteil des Śāktapramoda:

Das fünfzehnte

Gaṇeśa-Tantra.

Durch Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī, aus dem Geschlecht des genannten königlichen Lehrers,

bearbeitet.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Śrīveṃkaṭeśvara-Druckerei

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem ehrwürdigen Gaṇeśa!

Nun der Śāktapramoda.

Nun das Gaṇeśa-Tantra.

Nun die Meditation über Gaṇeśa.

Ganesha: Meditation, Yantra und Mantra

Man stelle sich im Ozean aus Zuckerrohrsaft eine Insel aus neun Arten von Edelsteinen vor, deren Ränder seine Wellen waschen und die ein sanfter Wind umspielt.

Sie ist voller Mandāra-, Pārijāta- und anderer Wunschbäume und Schlingpflanzen; der Glanz der hervortretenden Edelsteine färbt ihren Boden rot.

Die aufgehende Sonne und der Mond erhellen ihre Himmelsrichtungen. In ihrer Mitte stelle man sich einen Pārijāta-Baum aus neun Arten von Edelsteinen vor.

Die sechs Jahreszeiten dienen ihm unablässig und mehren die Freude. Unter ihm befindet sich auf dem großen Sitz ein aus den Mutterlautzeichen gebildeter Lotus.

Darin, im Sechseck mit dem Dreieck, stelle man sich Mahāgaṇapati vor.

Ich verehre ihn mit dem Antlitz eines mächtigen Elefanten, der Mondsichel als Haarschmuck, rotem Glanz und drei Augen. Seine Geliebte sitzt auf seinem Schoß, hält einen Lotus in der Hand und umarmt ihn beständig voller Liebe. In seinen lotosgleichen Händen trägt er Zitronatzitrone, Keule, Bogen, dreispitzige Waffe, Diskus, Lotus, Schlinge und blauen Lotus sowie seinen eigenen Stoßzahn und einen edelsteinbesetzten Krug. [Die überlieferte Zusammensetzung der Waffenliste ist syntaktisch gedrängt.]

Mit seinen breiten Ohren verscheucht er immer wieder die Bienen, deren Verlangen dem reichlich aus seinen Schläfen rinnenden Brunstsaft gilt.

Aus der Öffnung des Rubinkruges, den er mit der Rüsselspitze hält, strömen Edelsteinregen und erfreuen den Übenden. Er ist vom Rausch überwältigt, trägt eine Rubinkrone und ist mit Edelsteinschmuck geschmückt.

Nun die Herleitung des Yantra.

Ein Sechseck und ein Dreieck; außerhalb davon alles Übrige wie beim Mātṛkā-Yantra. [Die knappe Ortsangabe wird nicht zu einer zusätzlichen Zeichenvorschrift erweitert.]

Nun die Herleitung des Mantras.

Zuerst spreche man die Bījas von Śrī, Śakti, Smara, Bhū und Vighna. Danach setze man Gaṇapati in den Dativ, dann vara und varada. Danach spreche man sarvajana, me, vaśamānaya und zweimal ṭha. Dieser Mantra wird als achtundzwanzigsilbig bezeichnet, mit dem Tāra-Laut Oṃ am Anfang. [Die ausgeschriebene Formel folgt unmittelbar.]

Nun der Mantra.

Oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ. Dem Gaṇapati: O du vorzüglicher Gabenspender, bring alle Menschen unter meinen Einfluss! Ṭhaḥ ṭhaḥ. [Bījas und Abschlusslaute bleiben unübersetzte Mantralaute; die Einflussnahme ist die ausdrückliche Aussage der Quelle.]

Ganesha: Nyasa und Puja

Nun die Anwendung bei der Pūjā.

Nachdem man die morgendlichen Pflichten und alles Weitere bis zum Pīṭha-Nyāsa ausgeführt hat, ordne man die zuvor genannten Kräfte des Sitzes zu, und zwar auf den Staubfäden und in der Mitte. Alle folgenden Namen erhalten Oṃ am Anfang und namaḥ am Ende.

Oṃ, Verehrung der Tīvrā, der Intensiven.

Oṃ, Verehrung der Jvālinī, der Flammenden.

Oṃ, Verehrung der Nandā, der Erfreuenden.

Oṃ, Verehrung der Bhogadā, der Genuss Schenkenden.

Oṃ, Verehrung der Kāmarūpiṇī, die jede gewünschte Gestalt annimmt.

Oṃ, Verehrung der Ugrā, der Gewaltigen.

Oṃ, Verehrung der Tejovatī, der Glanzvollen.

Oṃ, Verehrung der Satyā, der Wahrhaftigen.

Oṃ, Verehrung der Vighnanāśinī, der Hindernisvernichterin.

Darüber in der Mitte: Oṃ, Verehrung dem Lotussitz sämtlicher Kräfte.

Dann vollziehe man den Nyāsa des Sehers und der übrigen Zuordnungen. Am Kopf: Verehrung dem Seher Gaṇaka.

Am Mund: Verehrung dem Versmaß Nicṛd-Gāyatrī.

Am Herzen: Verehrung der Gottheit Gaṇapati.

Dann Hand- und Gliedernyāsa: Oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gāṃ, Verehrung den beiden Daumen.

Oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gīṃ, den beiden Zeigefingern svāhā.

Entsprechend mit gūṃ: den beiden Mittelfingern vaṣaṭ.

Mit gaiṃ: den beiden Ringfingern hūm.

Mit gauṃ: den beiden kleinen Fingern vvaṣaṭ [Schreibung der Vorlage].

Mit gaḥ: den Handflächen und Handrücken phaṭ.

Ebenso an Herz und den weiteren Stellen. Einige verwenden dagegen: Oṃ gāṃ, Verehrung dem Herzen.

Śrīṃ gīṃ, dem Kopf svāhā. Die weitere Ausführung richtet sich nach dem jeweiligen eigenen, langvokalischen Bīja innerhalb der sechs Bījas. Denn die zitierte Vorschrift lautet: Man bilde die Zuordnung mit dem jeweils darin enthaltenen eigenen Bīja in verlängerter Vokalform. Daher werde gerade das jeweils besondere Bīja genommen. [Die Vorlage schreibt die übrigen Formeln dieser Variante nicht aus; die Zeichen 6 sind ihre Kürzungsangaben.]

Nun die Verehrungsordnung mit sechzehn Darbringungen.

Nun die Meditation.

Man meditiere über den Gott mit einem Stoßzahn, Ohren wie Getreideschwingen, Elefantengesicht und vier Armen. Er trägt Schlinge und Stachelhaken und hält Modaka-Süßigkeiten in seinen Händen. Um den Hals trägt er einen Kranz aus roten Blüten, in der Hand einen weiteren schönen Kranz. Er gewährt den Verehrenden Gaben; Siddhi und Buddhi dienen ihm beständig. Den Menschen schenkt er Vollendung und Einsicht, Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung. Brahmā, Rudra, Hari, Indra und die großen Seher preisen ihn. Damit endet die Meditation.

Nun die Einladung.

Komm, Grundlage der Welt, von den Vorzüglichsten der Götter und Asuras verehrt! Du Herr der Schutzlosen, Allwissender, von den Göttern verehrter! Damit endet die Einladung.

Nun der Sitz.

Gott, ich habe dir einen göttlichen goldenen Löwenthron dargebracht, mit vielerlei Edelsteinen versehen. Nimm darauf Platz! Damit endet die Darbringung des Sitzes.

Nun das Fußwasser.

Herr der Götter, Herr von allem, Gaṇapati, nimm dieses von allen heiligen Badeorten herbeigebrachte Fußwasser an, versehen mit Duft, Blüten und ungebrochenen Reiskörnern! Damit endet das Fußwasser.

Nun die Ehrengabe.

Du von unfehlbarer Kraft, ich habe dir die Ehrengabe mit Koralle, Perlen, Arekanuss, Edelsteinen, Betel, Gold, acht Duftstoffen, Blüten und ungebrochenen Reiskörnern dargebracht. Lass sie fruchtbar werden! Damit endet die Ehrengabe.

Nun das Wasser zum Mundspülen.

Herr, nimm das vorzügliche Wasser an, das von der Gaṅgā und allen anderen heiligen Gewässern erbeten und mit Kampfer, Kardamom, Gewürznelken und anderem beduftet ist! Damit endet das Mundspülwasser.

Nimm das schöne Öl an, das Geschmeidigkeit verleiht und mit Campaka, Aśoka, Bakula, Mālatī, Mallikā und anderen Blüten beduftet ist! Damit endet das Öl.

Nun das Milchbad.

Die aus Kāmadhenu hervorgegangene Milch, höchstes Lebensmittel aller, reinigend und dem Opfer dienlich, ist dir zum Bad dargebracht. Damit endet das Milchbad.

Nun das Bad mit Dickmilch.

Nimm zum Bad die vorzügliche Dickmilch an, die ich gebracht habe: aus Kuhmilch entstanden, rein, überall verbreitet und beliebt! Damit endet das Dickmilchbad.

Nun das Ghee-Bad.

Aus Butter gewonnenes Ghee, Ursache allgemeiner Zufriedenheit und angemessene Speise der Gottheit, ist zum Bad dargebracht. Damit endet das Ghee-Bad.

Nun das Honigbad.

Gott, der von roten Bienen hervorgebrachte Honig, der allen Glanz vermehrt und alles nährt, ist dir zum Bad dargebracht. Damit endet das Honigbad.

Nun das Zuckerbad.

Nimm den aus dem Saft des Zuckerrohrs gewonnenen, sehr erfreulichen Zucker an, den ich dir zum reinigenden Bad dargebracht habe! Damit endet das Zuckerbad.

Nun das Bad mit Rohzucker.

Der aus Zuckerrohrsaft entstandene Rohzucker, Quelle aller Süße, wohlschmeckend, allen angenehm und nährend, ist zum Bad herbeigebracht. Damit endet das Rohzuckerbad.

Nun der Madhuparka.

In einem Bronzegefäß, mit einem bronzenen Deckel bedeckt, habe ich den mit Dickmilch, Honig und Ghee bereiteten Madhuparka gebracht. Nimm ihn zur Verehrung an! Damit endet der Madhuparka.

Nun das Bad mit reinem Wasser.

Allgegenwärtiger, Herr der Götter, nimm dieses wohlriechende Wasser an, das ich durch mein Gebet von allen heiligen Badeorten herbeigeholt habe, damit du gründlich badest! Damit endet das Bad mit reinem Wasser.

Nun das Gewand.

Gott, nimm dieses von mir dargebrachte Paar roter Gewänder an: kostbar und sehr fein, bedecken sie die Blöße vor der Welt. Damit endet das Gewand.

Nun die heilige Schnur.

Höchster Herr, Gott, nimm die mit Hingabe bereitete Brahmanenschnur an, silbern und golden, mit Rot versehen! Damit endet die heilige Schnur. [Die Materialangaben werden in der Verbindung der Vorlage wiedergegeben.]

Nun der Schmuck.

Auf dein Geheiß lege ich an deine verschiedenen Glieder zahlreiche goldene Schmuckstücke, mit vielerlei Edelsteinen versehen. Damit endet der Schmuck.

Nun das Sandelholz.

Gott, ich bestreiche deine zwölf Körperstellen mit vorzüglichem rotem Sandelholz, gemischt mit acht Duftstoffen. Sei gnädig! Damit endet das Sandelholz.

Nun die ungebrochenen Reiskörner.

Höchster Herr, ich werde dir mit rotem Sandelholz vermischte Reiskörner über dem Stirnzeichen zur Zierde darbringen. Nimm sie an! Damit enden die Reiskörner.

Nun die Blüten.

Nimm die sehr lieblichen Blüten von Pāṭala, Karṇikāra, Bandhūka, rotem Lotus, Mogra und Mālatī an! Damit enden die Blüten.

Nun der Weihrauch.

Nimm den von mir dargebrachten zehngliedrigen Weihrauch und Guggul an, der alle Wohlgerüche entfaltet und alle Sünden tilgt! Damit endet der Weihrauch.

Nun das Licht.

Allwissender, Herr aller Welten, Gott der Götter, nimm das segensreiche, vorzügliche Licht an, das die Dunkelheit vertreibt. Verehrung sei dir! Damit endet das Licht.

Nun die Speisegaben.

Nimm die Speisegabe an: verschiedene gekochte Speisen, Milchreis mit Zucker, vorzüglichen gekochten Śāli-Reis, herrlich mit vielerlei Beilagen angerichtet, mit Dickmilch, Milch und Ghee, Gewürznelken und Kardamom; dazu Kvathikā-Sauce mit Pfefferpulver und Vaṭaka-Klößchen, gemahlenen Bockshornklee mit Buttermilch, Senfsamen und Getreide beziehungsweise Koriander [dhānya]; ferner gut zubereitete, durchgegarte und gebratene Klößchen aus Asafoetida, Kreuzkümmel, Kürbis, Pfeffer und gemahlenen Urdbohnen. Dazu Modaka, Apūpa, Laḍḍūka, Śaṣkulī, Maṇḍaka und andere Süß- und Backwaren, auch Parpaṭa-Fladen: eine nektargleiche Speisegabe. Nimm die vorzügliche Suppe mit Kurkuma, Asafoetida und Salz samt Meersalz an und iss freundlich dieses Mahl! Damit enden die Speisegaben. [Die überlieferte Liste ist keine Angabe von Mengen oder Garzeiten; Kvathikā und mehrere Gebäcknamen bleiben zur eindeutigen Zuordnung stehen.]

Nun das Mundspülwasser.

Trinke nach Belieben das wohlriechende, gründlich erquickende Wasser! Wenn du zufrieden bist, ist die Welt zufrieden, du ewig zufriedenes großes Selbst.

Ich gebe dir duftendes Wasser zum abschließenden Trinken nach dem Mahl. Zur Reinigung von Mund und Händen gebe ich dir nochmals Wasser. Damit endet das Mundspülwasser.

Nun die Früchte.

Herr der Götter, nimm diese Früchte an: Granatapfel, süße Zitrone, Jambū, Mango, Jackfrucht und dergleichen, Trauben, reife Bananen, Jujuben, Datteln, Kokosnuss, Orange, Feige, Zitronatzitrone und Gurke! Damit enden die Früchte.

Nun das Reinigen der Hände und Weiteres samt Mundspülwasser.

Zur Reinigung von Mund und Händen gebe ich dir nochmals Wasser. Nimm das schöne Sandelholz, das glückverheißende Mittel zum Abreiben der Hände und Glieder an! Nimm das vorzügliche, aus vielerlei Duftstoffen bereitete Pulver an, genannt Sugandhi, heilig, duftend und schön! Damit endet das Abreiben der Hände.

Nun das Sindūra-Pulver.

Das schöne Pulver, aus Śālu und Bambuskern gewonnen und mit Lackfarbe gerötet, sei dir Schmuck des Haarscheitels! Damit endet das Sindūra. [cāruśālūra und die Stoffangabe vaṃśasāra sind in dieser Lesart nicht sicher bestimmbar.]

Nun der Betel.

Betel, reichlich mit Kampfer und Arekanusspulver versehen, mit essbarem Catechu, Kardamom, Gewürznelken und Kesara-Blütenstaub beziehungsweise Safran. Damit endet der Betel.

Nun die Geldgabe.

Gott, ich lege die goldene Dakṣiṇā vor dich, damit eine in ihren Darbringungen unvollständige oder übermäßige Pūjā dennoch ihre vollständige Frucht erlange. Damit endet die Dakṣiṇā.

Nun der Blütenkranz.

Höchster Herr, nimm den schönen Kranz an, geflochten aus herrlichen weißen, gelben und roten Wasserblüten! Damit endet der Kranz.

Nun die Dūrvā-Gräser.

Einundzwanzig grüne oder weiße Dūrvā-Sprosse, mit fünf oder drei Blättern, habe ich dargebracht. Damit enden die Dūrvā-Gräser.

Nun die Umwandlung im Uhrzeigersinn.

Gott, ich möchte dich einundzwanzigmal ehrerbietig umschreiten. Herr der Götter, mit jedem Schritt mögen meine Sünden vergehen! Damit endet die Umwandlung.

Nun das Schwenken der Lichter.

Nimm die augenerhellenden Lampen an, die in einem Gefäß aus Udumbara-Holz, Silber, Bronze oder Gold aufgestellt sind! Höchster Herr, nimm die fünffache Ārati an, von fünf Lampen erleuchtet, das schöne mondgleiche Licht, das die Wogen abwehrt [vīcivāraṇam: Sinn hier unsicher]. Wie dabei keine Asche gesehen wird, so vernichte die Sünde! Damit endet das Schwenken der Lichter. [Auch der Vergleich mit der Asche ist in der vorliegenden Fassung nicht eindeutig.]

Damit endet die Verehrungsordnung.

Ganesha: König der Lobgesänge

Nun der König der Lobgesänge auf Gaṇeśa.

Oṃ. Wir möchten jenen Puruṣa erkennen; über den mit dem gebogenen Rüssel meditieren wir. Möge der Stoßzahnträger unsere Einsicht anregen!

Ich verehre den Elefantengesichtigen, dessen Füße die Götterscharen ehrerbietig grüßen und der die halbe Mondsichel als Schmuck trägt. Die Heiligen nennen ihn den ursprünglichen Oṃ-Laut; auch die Worte der Offenbarung besingen ihn.

Ich verneige mich vor diesem wolkengleichen Herrn der Hindernisse: Mit dem unablässig ausströmenden Schläfensaft vermag er den Waldbrand des Saṃsāra für diejenigen zu löschen, die ganz der Verehrung seiner Lotusfüße hingegeben sind.

Wer könnte den Sohn des Feindes des Liebesgottes vergessen? Mit frischem Kuṅkuma ist sein Leib gesalbt; mit seinen breiten Ohren verscheucht er den Schwarm berauschter Bienen, der an seinem feuchten Schläfensaft haftet.

Die von Hingabe Erfüllten verehren den Elefantengesichtigen, der mit seinem lotosgleichen Rüssel Wasser der Gaṅgā aus Śambhus Haarknoten holt und damit spielerisch Śiva in seiner Nähe verehrt.

Ich verehre den Elefantengesichtigen, der in kindlicher Einfalt die beiden Brüste der Tochter des Bergkönigs mit Spritzwasser aus seinem Rüssel wäscht, um nach Kumāras Trinken selbst daran zu trinken.

Die Tropfen, die aus der Rüsselöffnung des Elefanten strömten, als sie seinen Rüssel emporhob, wandern als Sterne am Himmelsraum, perlenähnlich glänzend, in zeitlicher Gestalt. [kālātmanā ist im Zusammenhang mehrdeutig; die poetische Zuordnung bleibt erhalten.]

Wenn der Elefant im Meer spielt und die Wassermassen das Ufer überschreiten, glauben die Götter, das Ende des Weltalters sei gekommen, und preisen den Herrn des Kailāsa mit Worten der Offenbarung.

Elefantengesichtiger, der du eine Schlange als Obergewand trägst! Als du mit den Scharen der Götterknaben spieltest, gaben Sonne und Mond für einen Augenblick ihren zeitlichen Lauf auf und wurden zu euren Spielbällen.

Ich nehme Zuflucht zu Heramba, rot wie die Sonne, dem einzigen Freund der hingebungsvollen Menschen. Mit fünf vor Rausch strahlenden Gesichtern unterweist er beständig Götter und Seher im Sinn aller Āgamas.

Mein Geist verlässt den Elefantengesichtigen nicht: Mit seinen beiden ganz kleinen Lotusfüßen erfüllt er aus Gnade die Erde mit Sinn; er ist die ursachlose Ursache der Worte der Verlässlichen.

Ich verehre den Sohn des Mondbekrönten, die verdichtete Glückseligkeit, den man durch Askese verehrt: Mit der Spitze seines Stoßzahns schrieb er das Purāṇa nieder und übergab es dem Sohn Satyavatīs. [Die Vorlage sagt ausdrücklich purāṇam.]

Verehre den ursprünglichen König der Hindernisse, Gegenstand der Offenbarungen, jenseits aller Lobpreisungen, den spielerischen Herabstieg der Gestalt des höchsten Selbst! Ob elefantengestaltig oder menschengestaltig: Er ist ohne Trennung.

Ich verehre ihn, der Schlinge, Stachelhaken, abgebrochenen Stoßzahn und die gewünschte Gabe in den Händen hält und die Leiber von Śiva und Śivā mit breiten, perlenähnlichen Wasserstrahlen aus seiner Rüsselöffnung besprengt.

Stets verehre ich Śambhus Sohn: den Vielen und Einen, den Elefanten mit einem Stoßzahn, Bewusstsein in Gestalt, den ursprünglichen Keim der Welt, den die Vedakenner Brahman nennen.

Ich verehre den, der die ganze Welt bezaubert. Seine Augen bewegen sich voller Freude beim Anblick des Lotusgesichts seiner Geliebten auf seinem Schoß; sein lächelndes Lotusgesicht ist von der Fülle des Rausches ergriffen. [ruddham: wörtlich auch gehemmt oder umfangen.]

Elefantengesichtiger, für jene, die zuerst dich verehren und dann sämtliche Lehrwerke studieren, gibt es in diesen keinen anderen Gegenstand der Erkenntnis als dich. Sollte es doch einen geben, wäre er ganz und gar dem Unwahren vergleichbar.

Ich nehme Zuflucht zu dem goldfarbenen Herrn der Welt, dem uralten Seher im Sonnenkreis, dem Elefantengesichtigen, in den die Heiligen durch die entsprechenden Yogaübungen zur rechten Zeit eingehen.

Ich verehre den vom Vedānta besungenen Puruṣa, das Selbst im Herzen, verdichtete Glückseligkeit: den Elefantengesichtigen, durch dessen Glanz die Dunkelheit der Hindernisse für die Menschen vergeht.

Möge er Glück verbreiten: Als er im Haarknoten Śambhus das Mondstück erblickte, hielt er es in kindlicher Einfalt für seinen abgebrochenen Stoßzahn und wollte es mit seinem Rüssel herabziehen.

Stets verehre ich den begehrten Herrn mit dem Gesicht eines berauschten Elefanten, den man mit Kokosnüssen, Bananen und anderen Früchten günstig stimmt, damit die Riegel der Hindernisse fallen. [prasārayantam ist in der überlieferten Konstruktion unsicher.]

Wer den ursprünglichen Herrn mit dem Antlitz des Elefantenkönigs, der durch viele Opfer und zahlreiche asketische Übungen verehrt wird, mit diesem Lobgesang vorschriftsgemäß preist, wird zur Wohnstätte sämtlicher Glücksgüter.

Damit endet der König der Lobgesänge auf Gaṇeśa.

Ganesha-Kavaca

Nun das Schutzgebet.

Īśvara sprach:

Höre, Geliebte! Ich werde das Schutzgebet verkünden, das alle Vollendungen bewirkt. Wer es liest und lesen lässt, wird aus jeder Bedrängnis befreit.

Göttin, wer den Mantra Gaṇeśas rezitiert, ohne das Schutzgebet zu kennen, erlangt selbst in Hunderten von Millionen Weltaltern keine Vollendung. Oṃ. Āmoda schütze den Kopf, Pramoda oben am Haarschopf [śokhopari: beschädigte Lesart]; Sammoda schütze die beiden Augenbrauen und Gaṇādhipa ihre Mitte.

Gaṇakrīḍa schütze die beiden Augen, Gaṇanāyaka die Nase. Gaṇakrīḍācita schütze das Gesicht zur Erlangung aller Vollendungen. [Der letzte Name ist in der Vorlage nicht eindeutig auflösbar.]

Sumukha schütze die Zunge, Durmukha stets den Hals; Vighneśa schütze das Herz und Vighnanāśa die Brust.

Der Führer der Scharen schütze stets meine beiden Arme, Vighnakartṛ den Bauch und Vighnahartṛ das Geschlechtsglied. Gajavaktra schütze die Hüftgegend, Ekadanta das Gesäß. Der rote Lambodara schütze stets meinen verborgenen Körperbereich.

Der eine Schlange als heilige Schnur trägt, schütze stets meine beiden Füße. Jāpaka, der Herr der Scharen, schütze jederzeit Knie und Unterschenkel.

Der kurkumagelbe Führer der Scharen schütze stets meinen ganzen Leib. Große Göttin, wer dieses Schutzgebet Gaṇeśas täglich liest, das „Alle Vollendungen“ heißt, sämtliche Hindernisse vernichtet, unmittelbar alle Vollendungen gewährt und von jeder Sünde befreit, das unmittelbar allen Wohlstand schenkt und sämtliche Feinde vernichtet: Schädigungen durch Planetenmächte, Fieber, Krankheiten und andere Bedrängnisse durch Guhyakas und ähnliche Wesen gehen allein durch Lesen und Tragen augenblicklich zugrunde. Göttin, dieses von den Göttern verehrte Schutzgebet verleiht Geld und Getreide.

Große Herrin, in den drei Welten gibt es seinesgleichen nicht; auf Erden gibt es kein Schutzgebet, das demjenigen des kurkumagelben Gottes gleicht.

Was sollen andere unnütze Reden, mit denen die Lebenszeit vergeht? Damit endet im Viśvasāra-Tantra das Gaṇeśa-Schutzgebet.

Ganapati-Upanishad

Nun die Upaniṣad.

Oṃ laṃ svāhā. Möge er uns beide beschützen; svāhā, möge er uns beide nähren; svāhā, mögen wir gemeinsam Kraft entfalten. Möge unser Studium leuchten; mögen wir einander nicht hassen. Oṃ, Frieden, Frieden, Frieden. [Die Vorlage hat an den ersten drei Stellen svāhā anstelle des im Schlussgebet stehenden saha; diese Lesart bleibt sichtbar.]

Oṃ laṃ. Verehrung dir, Gaṇapati! Du allein bist die unmittelbar erkennbare Wirklichkeit.

Du allein bist der Schöpfer. Du allein bist der Erhalter.

Du allein bist der Auflöser.

Du allein bist wahrlich dieses gesamte Brahman.

Du bist unmittelbar das ewige Selbst.

Ich spreche die kosmische Wahrheit. Ich spreche die Wahrheit. Beschütze du mich. Beschütze den Sprechenden. Beschütze den Hörenden. Beschütze den Gebenden. Beschütze den Erhaltenden. Beschütze den Lehrer, beschütze den Schüler. Beschütze von hinten. Beschütze von vorn. Beschütze von Norden. Beschütze von Süden. Beschütze von oben. Beschütze von unten. Bewahre mich von allen Seiten, bewahre mich ringsum! Du bestehst aus Sprache; du bestehst aus Bewusstsein. Du bestehst aus Glückseligkeit; du bestehst aus Brahman. Du bist Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit, ohne Zweites. Du bist das unmittelbar erkennbare Brahman. Du bestehst aus Wissen und unterscheidender Erkenntnis. Diese ganze Welt entsteht aus dir. Diese ganze Welt besteht durch dich. Diese ganze Welt wird sich in dir auflösen. Du bist Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum. Du bist die vier Stufen der Sprache. Du bist jenseits der drei Guṇas. Du bist jenseits der drei Körper. Du bist jenseits der drei Zeiten. Du weilst beständig im Mūlādhāra. Dein Wesen sind die drei Kräfte. Über dich meditieren die Yogins beständig. Du bist Brahmā, du bist Viṣṇu, du bist Rudra, du bist Indra, du bist Agni, du bist Vāyu, du bist Sūrya, du bist der Mond. Du bist Brahman: bhūḥ, bhuvaḥ, svaḥ, oṃ — Erde, Zwischenraum, Himmel, Oṃ.

Zuerst spreche man den Anfang von gaṇa, dann den Anfang der Buchstabenreihe, danach den Anusvāra, mit dem Halbmond glänzend und vom Tāra-Laut umschlossen.

Dies ist deine Mantragestalt: Der Laut ga bildet den Anfang, der Laut a die Mitte, der Anusvāra den Abschluss.

Bindu ist die obere Gestalt, Nāda die Verbindung, Saṃhitā die Zusammenfügung.

Dies ist die Gaṇeśa-Vidyā. Gaṇa ist der Seher, Nicṛd-Gāyatrī das Versmaß, Gaṇapati die Gottheit. Oṃ gaṃ, Verehrung dem Gaṇapati!

Wir möchten den Einstoßzahnigen erkennen; über den mit dem gebogenen Rüssel meditieren wir. Möge der Stoßzahnträger unsere Einsicht anregen!

Den Einstoßzahnigen, Vierhändigen, der Schlinge und Stachelhaken trägt, der in seinen Händen den Stoßzahn und die Geste der Gabengewährung zeigt, dessen Banner eine Maus trägt; den roten Hängebäuchigen, mit Ohren wie Getreideschwingen und rotem Gewand, dessen Glieder mit rotem Duftstoff gesalbt und der mit roten Blüten innig verehrt wird; den Gott, der Mitleid mit seinen Verehrenden hat, die unvergängliche Ursache der Welt, der zu Beginn der Schöpfung erschien und jenseits von Prakṛti und Puruṣa ist: Wer so beständig meditiert, ist ein Yogin, der Beste unter den Yogins.

Oṃ. Verehrung dem Herrn der Gemeinschaften; Verehrung dem Herrn der Scharen; Verehrung dem Herrn des Ersten [prathamapati: so die Vorlage]. Verehrung sei dir, dem Hängebäuchigen, Einstoßzahnigen, Hindernisvernichter, Śivas Sohn, der verkörperten Gabengewährung — Verehrung!

Wer dieses Atharvaśīrṣa studiert, wird zur Brahmanwerdung befähigt. Kein Hindernis bedrängt ihn. Von allen Seiten wächst ihm Glück zu. Er wird von den fünf großen Sünden befreit.

Wer es abends studiert, vernichtet die am Tage begangene Sünde. Wer es morgens studiert, vernichtet die nachts begangene Sünde. Wer es morgens und abends anwendet, wird frei von Sünde. Wer es überall studiert, wird frei von Hindernissen. Er erlangt Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung. Dieses Atharvaśīrṣa soll keinem Nichtschüler übergeben werden. Wer es aus Verblendung dennoch weitergibt, wird sündiger. Was immer er bei tausend Wiederholungen begehrt, das soll er damit erreichen. Wer Gaṇapati damit rituell übergießt, wird redegewandt. Wer am vierten Mondtag fastend rezitiert, wird wissend. So lautet das Wort des Atharvan. Erkenne die von Brahmā und den anderen geübte Lebensführung; man fürchtet sich niemals. [brahmādyācaraṇam: syntaktisch unsichere Lesart.] Wer mit Dūrvā-Sprossen opfert, wird Vaiśravaṇa gleich. Wer mit Puffreis opfert, wird berühmt; er wird verständig. Wer mit tausend Modakas opfert, erlangt die gewünschte Frucht. Wer mit gheegetränkten Opferhölzern opfert, erlangt alles, erlangt alles. Wer acht Brahmanen den Text richtig hat erlernen lassen, wird sonnengleich strahlend. Wer ihn während einer Sonnenfinsternis in einem großen Fluss oder in Gegenwart des Götterbildes rezitiert, erlangt die Vollendung seines Mantras. Er wird von großen Hindernissen befreit. Er wird von großem Fehl befreit. Er wird von großen schädlichen Folgen befreit. Er wird allwissend, er wird allwissend — wer so weiß. Damit endet die Upaniṣad. Möge er uns beide beschützen. Möge er uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam Kraft entfalten. Möge unser Studium leuchten; mögen wir einander nicht hassen. Oṃ, Frieden, Frieden, Frieden. Damit endet die Gaṇapati-Upaniṣad.

Ganesha: hundertacht Namen

Nun die hundert Namen.

Oṃ. der Herr der Scharen; der mit den Scharen Spielende; der große Gaṇapati; der Weltschöpfer; der Allgesichtige; der schwer Bezwingbare; der Schwerlasten Bezwingende [dhūrjjaya: Lesart unsicher]; der Sieg.

der Schöngestaltige; der in allen Augen Wohnende; der im Heldensitz Weilende; der Herr des Yoga; der im rettenden Laut Weilende; der Puruṣa; der Elefantenohrige.

der bunt Gezeichnete; der mit dunklem Zahn; der Mondstirnige; der Vierarmige; der Śambhus Glanz Ist; der das Opfer als Leib Hat; das Selbst aller; der durch Sāman-Gesänge Gestärkte.

dessen Schultern die großen Bergketten sind; dessen Nabel der Himmel ist; der im Wald der Wunschbäume Wohnt; der mit tiefem Nabel; der mit dickem Bauch; der mit voller Brust; der Großarmige [bṛhadbhajaḥ: beschädigte Schreibung].

der Breitschultrige; der mit muschelförmigem Hals; der Langlippige; der Langnasige; der an sämtlichen Gliedern Vollkommene; der mit allen glückverheißenden Merkmalen Versehene.

der Träger des Zuckerrohrbogens; der Dreizackträger; dessen Wohnstätte vor Glanz erblüht; der Rosenkranzträger; der die Erkenntnisgeste Zeigt; der Sieg Bringende.

der von Liebenden Begehrte; der durch Kāma-mālinīs Spiel Verwöhnte; der von unfehlbarer Vollendung; die Grundlage; der frei von der Unterscheidung zwischen Grundlage und Gestütztem Ist.

der dunkel wie ein blauer Lotusblütenkelch Ist; der rein wie der Mondkreis Ist; der Zeuge des Handelns; der Handelnde; der die Früchte des Handelns und Nichthandelns Gewährende.

der Träger des Wasserkruges; der Tüchtige; der mit verfilztem Haar; der Träger des Hüftbandes; der das Mitgefühl als Leib Hat; der Rotbraune; der in den geheimen Āgamas Beschriebene.

der in der Herzenshöhle Ruht; der im verborgenen Ozean Weilt; der Krugrunde; der mit einem Bauch wie ein Topf; die volle Glückseligkeit; die höchste Glückseligkeit; der Reichtum Schenkende; der Träger der Erde.

der Allergrößte; die Stadt Brahmans; der Brahman und den Brahmanen Zugewandte; der den Brahmankennern Liebe; der Heilvolle; die Wohnstätte der Wesen; der Genuss Schenkende; der Großgesinnte.

der Erwählenswerte; Vāmadeva, der liebliche Gott; der Verehrungswürdige; der den Donnerkeil Abwehrende; der Weltschöpfer; das Auge der Welt; das Opfer; der die Gaben für Götter und Ahnen Genießt.

der Selbstbestimmte; der von wahrhaft wirksamem Entschluss; der Glück Mehrende; der Ruhm Verleihende; der Kummer Nehmende; der die Früchte der drei Lebensziele Gewährende.

der Vierarmige; der mit vier Stoßzähnen; der am vierten Mondtag Erscheinende; der Tausendköpfige; der Puruṣa; der Tausendäugige; der Tausendfüßige.

der nach Wunsch Gestalt Annehmende; der nach Wunsch Gehende; der Elefant; der Beschützer der Inseln; der Herr des Feldes; der Träger der Erde; der in der Auflösung Weilende; der Laḍḍuka-Süßigkeiten Liebende.

der den Mund des Widersachers Erstarren Lassende; der böse Gesinnungen Besänftigende; der Erhabene; der durch Hingabe leicht Erreichbare; der Opferkundige; der den Opfernden Liebe.

So wurden die hundertacht wesentlichen Namen des weisen Königs der Scharen, des Gottes der Götter, verkündet.

Ich habe sie aus den tausend Namen herausgezogen und als lieblichen Hymnus ausgesprochen. Wer in der Brahma-Stunde vor Sonnenaufgang aufsteht, des göttlichen Herrn der Scharen gedenkt und diesen Hymnus mit Hingabe liest, dem wird der König der Scharen gnädig.

Damit endet der Hymnus der hundertacht Namen des ehrwürdigen Gaṇeśa.

Ganesha: Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Vyāsa sprach:

Wie hat Gaṇeśa Śiva seine eigenen tausend Namen gelehrt? Berichte mir dies, du dem Wohl der Welt Zugewandter!

Brahmā sprach:

Als der Götterherr, der Feind der Städte, die drei Städte besiegen wollte, wurde er von Hindernissen bedrängt, weil er Gaṇeśa nicht verehrt hatte.

Nachdem er im Geist diesen Grund der Hindernisse erkannt hatte, verehrte er Mahāgaṇapati mit Hingabe nach der vorgeschriebenen Ordnung.

Der Unbesiegte fragte nach dem Mittel, die Hindernisse zu beschwichtigen. Mahāgaṇapati selbst, durch Śambhus Verehrung zufriedengestellt, verkündete ihm darauf diese seine tausend Namen, die allein sämtliche Hindernisse beseitigen und die Früchte aller Wünsche gewähren.

Für diesen Girlandenmantra der tausend Namen des ehrwürdigen Mahāgaṇapati ist Gaṇeśa der Seher, Mahāgaṇapati die Gottheit; die Versmaße sind verschieden. Gaṃ ist das Bīja, tuṇḍa („Rüssel“) die Śakti, svāhā der Verschluss. Seine Anwendung bei der Rezitation dient der Freude Mahāgaṇapatis durch die Vernichtung sämtlicher Hindernisse. [bīnantuṇḍam der Vorlage wird als bījaṃ tuṇḍam verstanden.]

Mahāgaṇapati sprach:

Oṃ. der Herr der Scharen; der mit den Scharen Spielende; der Gebieter der Scharen; der Oberherr der Scharen; der Einstoßzahnige; der mit gebogenem Rüssel; der Elefantengesichtige; der Großbäuchige.

der Hängebäuchige; der Rauchfarbene; der Gewaltige; der Führer der Hindernisse; der Schöngesichtige; der Schreckensgesichtige; der Erwachte; der König der Hindernisse.

der Elefantenantlitzige.

der Furchtbare; die hohe Freude; die Wonne; die Freude der Götter; der vor Rausch Gewaltige; Heramba; Śambara; Śambhu, der Heilvolle.

der Langohrige; der von großer Kraft.

der Erfreuende; der Genusssüchtige; der Furchtsame; der wie Wolkendonner Tönende; der die Scharen Bezwingende; Vināyaka; der mit verschiedenartigen Augen; der Standhafte.

der Held; der Gaben Gewährende.

der große Gaṇapati; der die Einsicht beziehungsweise Buddhi Liebende; der schnell Gnädige; der Rudra Liebe; der Aufseher der Scharen; Umās Sohn; der Sündenvernichter.

der ältere Bruder beziehungsweise Lehrer Kumāras; der Sohn Īśānas; der auf der Maus Reitende; der Vollendung beziehungsweise Siddhi Liebende; der Herr der Vollendung; der Vollendete; der Vināyaka der Vollendung.

der Hindernisfreie; Tumburu; der auf dem Löwen Reitende; der Mohinī Liebe; Kaṭaṅkaṭa [Eigenname, Bedeutung unsicher]; der Königssohn; Śālaka [Eigenname]; der Bemessene.

der Unermessliche.

der aus dem Kūṣmāṇḍa-Sāman Hervorgegangene; der schwer Bezwingbare; der Schwerlasten Bezwingende [dhūrjaya: Lesart unsicher]; der Sieg; der Erdenherr; der Weltenherr; der Herr der Wesen; der Unvergängliche.

der Weltschöpfer; der Allgesichtige; der Allgestaltige; der Schatz; der Wärmestrahlende beziehungsweise Mitfühlende; der Seher; der Beste der Seher; der Brahman und den Brahmanen Zugewandte.

der Herr des heiligen Wortes.

der älteste König; der Herr der Schätze; der Liebling des Herrn, dem die Schätze lieb sind [nidhipriyapatipriya: Verbindung mehrdeutig]; der im Inneren der goldenen Stadt Weilende; der sich inmitten des Sonnenkreises Befindende.

der durch einen Schlag seines Rüssels das Meerwasser Aufwühlende; der Pūṣans Zähne Zerbrechende; der am Spiel auf Umās Schoß Freude Habende; der Befreiung Schenkende; der die Familie beziehungsweise den Kula-Weg Beschützende.

der Gekrönte; der Ohrringträger; der Halskettenträger; der Waldblütenkranzträger; der aus Geist Bestehende; der durch Abwendung die Herrlichkeit der Daityas Vernichtende; der mit einem Fußschlag die Erde Erobernde.

der eben Geborene; der mit goldenem Muñja-Grasgürtel; der böse Vorzeichen Beseitigende; der böse Träume Beseitigende; der Überwältigende; der im Klang der Tugendhaften Gegründete [guṇināda: unsicher].

der Schöngestaltige; der in allen Augen Wohnende; der im Heldensitz Weilende; der Gelbgewandete; der mit gebrochenem Stoßzahn; der die Mondsichel als Scheitelschmuck Trägt.

der bunt Gezeichnete; der mit dunklem Zahn; der Mondstirnige; der Vierarmige; der Herr des Yoga; der im rettenden Laut Weilende; der Puruṣa; der Elefantenohrige.

der Oberkönig der Scharen; der Sieg; der Beständige; der Elefantenherr; der Bannerträger; der Gott der Götter; das Leben des Liebesgottes; der Erleuchter.

der den Wind Festhaltende.

der Einsichtige; der Gabenspender; der Klang; der mit seinem Klang die Wolken Spaltende; der mit Eberzahn; der Todesbezwinger; der mit Tigerfell Bekleidete.

der Träger der Willenskraft; der Götterretter; der Daityas Zermalmende; der aus Śambhus Gesicht Entstandene; der Śambhus Zorn Beschwichtigende; der aus Śambhus Lachen Geborene.

Śambhus Glanz; der Śivās Kummer Nehmende; der Gaurī Glück Bringende; der aus dem Schmutz von Umās Leib Geborene; der aus Gaurīs Glanz Entstandene; der aus dem Himmelsfluss Entstandene.

der das Opfer als Leib Hat; der Großtönende; der Bergleibige; der Glücksgesichtige; das Selbst aller; das Selbst aller Götter; dessen Haupt Brahmā ist; dessen Ohren die Himmelsrichtungen sind.

dessen Schläfenwölbungen das Weltei sind; dessen Stirn der Bewusstseinsraum ist; dessen Haar die Wahrheit ist; dessen Öffnen und Schließen der Augen Weltentstehung und Weltauflösung sind; dessen Augen Feuer, Sonne und Mond sind [nyarkkasoma: beschädigte Verbindung].

dessen einziger Stoßzahn der König der Berge ist; der Dharma; der Dharma-Treueste; der durch Sāman-Gesänge Gestärkte; dessen Zähne Planeten und Gestirne sind; dessen Zunge Vāṇī ist; dessen Nase Indra ist.

dessen Rüssel zwischen den Brauen ruht; die Brahman-Erkenntnis; der vor Rausch Gewaltige; dessen Schultern die großen Bergketten sind; dessen Glocken Mond und Sonne sind; dessen Hals Rudra ist.

dessen Arme Flüsse und Ströme sind; dessen Finger Schlangen sind; dessen Nägel Sterne sind; dessen Nabel der Himmel ist; dessen Herz Śrī ist; dessen Rücken der Meru ist; dessen Bauch das Meer ist.

in dessen Bauch Yakṣas, Gandharvas, Rākṣasas, Kinnaras und Menschen wohnen; dessen Hüften die Erde sind; dessen Geschlechtsglied die Schöpfung ist; dessen Schenkel Berge sind; dessen Knie die beiden Aśvins sind.

dessen Unterschenkel die Unterwelten sind; dessen Füße die Weisen sind; dessen große Zehen die Zeit sind; dessen Leib die drei Veden sind; dessen Schwanz der Kreis der Gestirne ist; der im Feuerbrand des Herzens Unbewegliche [hṛdayālāta: unsicher].

der auf dem Fruchtboden des Herzenslotus Throndende; dessen Spielteich der Himmelsraum ist; der durch die Meditation seiner treuen Verehrenden Gebundene; der vom Verehrungswasser Umhegte.

der Machtvolle; Kaśyapas Sohn; der Herr der Scharen; der in den Welten Weilende; der Starke; der Ruhmreiche; der Dharma-Treue; der aus eigener Kraft Strahlende.

der Erste; der Herr der Pramathas.

der Wunschjuwel; der Inselherr; der im Wunschbaumwald Wohnende; der inmitten des Edelsteinpavillons Weilende; der auf dem Edelsteinthron Sitzende.

dessen Fuß Tīvrā auf dem Kopf trägt; der auf Jvālinīs Scheitel Liebkoste; dessen herrlicher Sitz durch Nandā erfreut wird; dessen Sitz Bhogadā schmückt.

dessen Sitz Kāmadāyinī ist; der auf dem strahlenden Ugrā-Sitz Ruht; das Kronjuwel Tejovatīs; der beständig von Satyā Bekränzte.

dessen Sitz mit Vighnanāśinī versehen ist; der auf dem Lotus sämtlicher Kräfte Ruht; der den Buchstabenlotussitz Trägt; der in den drei Feuerstätten Ruht.

der mit hohem Spann, verborgenen Knöcheln und umhüllten Fersen; der mit vollen Unterschenkeln; der mit aneinanderliegenden Knien; der mit kräftigen Schenkeln; der mit erhobenen Hüften.

der mit tiefem Nabel; der mit dickem Bauch; der mit voller Brust; der Großarmige; der Breitschultrige; der mit muschelförmigem Hals; der Langlippige; der Langnasige.

der mit abgebrochenem cāmara-Zahn [bhagnacāmarada: Lesart unsicher]; der mit hohem linkem Stoßzahn; der Großkiefrige; der mit drei kleinen Augen; der mit Ohren wie Getreideschwingen; der mit festem, massigem Kopf.

der mit säulenartig gewölbter Stirn; der Edelsteingekrönte; der Ungezügelte; der Schlangen als Halskette und Hüftband Trägt; der mit einer Schlange als heiliger Schnur.

der Schlangen als Krone und Armbänder Trägt; der Schlangen als Hals- und Oberarmschmuck Trägt; der mit Schlangen als Gurt und Bauchband; der mit einem Schlangenkönig als Obergewand.

der Rote; der Rotgewandete; der mit roten Kränzen Geschmückte; der Rotäugige; der mit roten Händen; der mit rotem Gaumen und roten zarten Lippen.

der Weiße; der Weißgewandete; der mit weißen Kränzen Geschmückte; der mit einem weißen Sonnenschirm Prächtige; der mit weißen Yakschweifen Befächelte.

der an allen Gliedern Vollkommene; der mit allen glückverheißenden Merkmalen Versehene; der mit sämtlichem Schmuck Herrliche; der alle Schönheit Besitzende.

das Heil alles Heilvollen; die Ursache aller Ursachen; der stets allein Wirkende; der Śārṅga-Bogenträger; der mit der Zitronatzitrone; der Keulenträger.

der Zuckerrohrbogenträger; der Dreizackträger; der mit dem Diskus in der Hand; der Lotusträger; der Schlingenträger; der einen blauen Lotus Hält; der eine Reisrispe Hält; der seinen eigenen Stoßzahn Hält.

der die Wunschranke Trägt; dessen eine Hand der Welt Furcht gibt [bhayada: so die Vorlage]; der Selbstbeherrschte; der Rosenkranzträger; der die Erkenntnisgeste Zeigt; der mit dem Hammer als Waffe.

der Träger der vollen Schale; der Muschelhornträger; der einen Bienenschwarm Hält; der Zitronatzitronenträger; der Mangoknospen Trägt; der Axtträger.

der aus dem goldenen Krug an seiner Rüsselspitze reichlich Edelsteine Regnen Lassende; der Herr der schönen Bhāratī; der die Freude Vināyakas Liebende [vināyakarati: mehrdeutig].

Mahālakṣmīs innigster Geliebter; der Siddhalakṣmīs Herz Erfreuende; dessen Vorderseite Ramā und ihr Herr einnehmen; zu dessen Rechten Umā und Maheśvara sind.

zu dessen Linken Mahī und Varāha sind; hinter dem Rati und Kandarpa sind; der Āmoda und Moda Erzeugende; der mit Pramoda Freude Bereitende.

dessen Wohlstand durch Samṛddhi gemehrt wird [sāmedhitā: unsichere Verbindung]; der Ṛddhi und Siddhi Entfaltende; der Sumukha Freundlichkeit Verleihende; dessen Wohnstätte vor Glanz erblüht.

an dessen Füße Madanāvatī sich schmiegt; der Durmukhas schreckliches Gesicht Bewirkende; die Stütze der wachsenden Hindernisse [vighnasampallava: so die Vorlage]; dessen Schläfensaft durch Verehrung hervortritt.

dessen Füße Vighnakṛt dienstbar ist; der durch die Kraft Drāviṇī Geehrte; dessen Augen Tīvrā erfreut; dessen einziges Auge Jvālinī behütet.

der Mohinī Bezaubernde; der mit Bhogadāyinīs Glanz Geschmückte; dessen schönes Gesicht Kāminī liebt; der über Vasundharā Throndende.

dessen Mahāśaṅkha-Schatz durch Vasundharās Rausch anschwillt; der Herr; vor dem Vasumatī ihr Haupt neigt; der Herr des Mahāpadma-Schatzes.

der von allen wahren Lehrern Verehrte; der im Herzen des Flammenhaarigen Ruht; dessen Haupt Īśāna ist; dessen Haarschopf Indra ist; der Sohn beziehungsweise die Freude des Windes.

der nach vorn und hinten Blickende; der den Gebrauch göttlicher Waffen Kennt; der den Schutzkreis der Richtungselefanten, Airāvata und der übrigen, Liebende.

der von Donnerkeil und anderen Waffen Umgebene; die Zuflucht von Gaṇa und Caṇḍa; der von Jayā und Ajayā Umgebene; der Vijayā Sieg Gewährende.

dessen Lotusfüße Ajitā gewonnen hat; der beständig von Nityā Bekränzte; der durch Vilāsinī Erfreute; der mit Śauṇḍīs Schönheit Geschmückte.

der Anantā unendliches Glück Gewährende; der Sumaṅgalā höchstes Heil Bringende; der von Willenskraft, Erkenntniskraft und Handlungskraft Verehrte.

an dessen Füße Subhagā sich schmiegt; der liebenswürdige Halt Lālitās; der von Kāminī Begehrte; der durch Kāma-mālinīs Spiel Verwöhnte.

die Zuflucht Sarasvatīs; Gaurīs Sohn; die Wohnstätte Śrīs; dessen Zustand durch den Lehrer bewahrt wird; der durch sein Wort Vollendete; der Gemahl Vāgīśvarīs.

Nalinīs Liebhaber; der sich mit Vāmā Erfreuende; der Jyeṣṭhās Herz Erfreuende; dessen Lotusfüße Raudrī zeichnet; dessen Bīja hūṃ ist; der von hoher Kraft.

der die Entstehung der Welt und das Weitere Beschützende; dessen Śakti svāhā ist; der mit dem Verschluss Versehene; der im Nektarmeer Wohnende; der mit vor Rausch rollenden Augen.

Ucchiṣṭagaṇa; Ucchiṣṭagaṇeśa, Gaṇeśa der Speisereste; der Führer der Scharen; die zu jeder Zeit wirkende Vollendung; der ewig Śiva Zugewandte; der Raumgewandete.

der Unvergängliche; der nach innen Blickende; der Unermessliche; der nicht Alternde und Unsterbliche; der Ungetrübte; der ebenbürtige Wagenkämpfer; der Unwandelbare; das Unsterbliche.

das Unzerstörbare.

der gedanklich nicht Erschließbare; der Unerschöpfliche; der Unbesiegbare; der keiner Grundlage Bedarf; der Krankheitsfreie; der Makellose; der von unfehlbarer Vollendung; die Nichtzweiheit.

der Nichtfurchtbare; der mit unermesslichem Antlitz.

der Gestaltlose; der die Kraft des über der Erde wirkenden Feuers Bricht [Zusammensetzung unsicher]; der mit unmanifestem Kennzeichen; der tragende Sitz; die Grundlage; der jenseits von Träger und Getragenem Ist.

der die Maus als Banner Hat; der Hoffnungen Erfüllende; der die Maus als großen Wagen Hat; der inmitten des Zuckerrohrsaftmeeres Weilt; der Zuckerrohr zu essen Begehrt.

dessen Schönheit die des Zuckerrohrbogenträgers übertrifft; der vom Zuckerrohrbogenträger Verehrte.

der schön wie der rote Indragopa-Käfer Ist; der wie Saphir Leuchtende; der dunkel wie ein blauer Lotusblütenkelch Ist; der rein wie der Mondkreis Ist.

der Opferholz Liebende; der einen Anteil an der Iḍā-Opfergabe Hat; die Wohnstätte Iḍās; der Indirā Liebe; der Ikṣvākus Hindernisse Vernichtende; der für die rechte Ausführung Erwünschte.

dessen Krone Īśāna ist; Īśāna, der Herrscher; der Sohn Īśānas; der Plagen Vernichtende; das Weltende der drei Begierden; der von jeder Bemühung Freie.

Upendra; der den Gestirnträger Mond als Krone Hat; der Uṇḍeraka-Gaben Liebende; der mit erhobenem Gesicht; der Erhabene; der edle Anführer der Götter.

der Kraftvolle; der von heißem Rausch; der durch Erwägung und Widerlegung schwer Erreichbare; der aus Ṛg-, Yajur- und Sāmaveda Hervorgegangene; der Gedeihen und Vollendung Entfaltende.

der allein einem geraden Herzen leicht Zugängliche; der von den drei Schulden Befreiende; der seinen Verehrenden Hindernisse Nimmt; der den Götterfeinden ihre Kraft Nimmt.

der den von der Verehrung Abgewandten ihre Herrlichkeit Nimmt; der Spinnengiftblasen Vernichtende; der in der Mitte des e-Laut-Sitzes Weilende; der auf einem Fuß seinen Sitz Einnehmende.

der über die gesamte Herrlichkeit der Daityas Herrschende; der jede Zuflucht Erschütternde; der Schatz der Herrschermacht; die Herrschermacht; der Diesseitiges und Jenseitiges Gewährende.

der aufleuchtet wie ein Blitz; dessen Gesicht Airāvata gleicht; der durch Oṃ Bezeichnete; der Oṃ-Laut; der Kraftvolle; der Herr der Heilpflanzen.

der Schatz des Edelmuts; der Hervorragende an Ungestüm; dessen Klang Erhabenheit ist; der Stachelhaken für die göttlichen Elefanten; der Stachelhaken für die Götterfeinde.

der in den einzelnen Worten sämtlicher Aussendungen Gepriesene [asamastavisarga: unklare Lesart]; der Wasserkrugträger; der Tüchtige; der Verfilzthaarige; der mit dem Gesicht eines jungen Elefanten.

der Zeuge des Handelns; der Handelnde; der die Früchte des Handelns und Nichthandelns Gewährende; der rund wie eine Kadamba-Blütenkugel Ist; der Führer der Kūṣmāṇḍa-Scharen.

der Gott des Mitgefühls; der Rotbraune; der Erzähler; der Hüftbandträger; der Kleine; der Schwerter Liebende; der im mit dem Schwert gegrabenen Raum Weilende; der raumgleich Reine.

der auf dem kahlen Berggipfel Wohnende; der Schädelstabträger; der im Raum schwer Erreichbare; der Tugendreiche; der Unergründliche; der im ga-Laut Weilende; der Nektarozean von Prosa und Dichtung.

der Prosa und Gesang Liebende; der Donnernde; der Besungene und Erstgeborene der Götter; der an geheimem Wandel Freude Habende; der Verborgene; der in geheimen Āgamas Beschriebene.

der im Verborgenen Ruht; der im Höhlenozean Weilt; der durch den Lehrer Erreichbare; der Lehrer des Lehrers; der mit Glocken und Schellen Bekränzte; der Krugrunde; der Topfbäuchige.

der Wilde; der Freund Caṇḍeśvaras; der Herr der Wilden; der von wildem Heldenmut.

der Herr des Beweglichen und Unbeweglichen; der Wunschjuwel; der das Kauen Begehrende; das Versmaß; dessen Leib die Versmaße sind; der freie Wille; dessen Wesensgestalt schwer zu erkennen ist.

der Schoß der Welt; der Zeuge der Welt; der Weltenherr; der aus Welt Bestehende; die Rezitation; der ganz der Rezitation Hingegebene; der zu Rezitierende; der Herr auf dem Thron der Zunge.

der von summenden Bienen im schimmernd strömenden Schläfensaft Umgebene; der weit dröhnende Ṭaṃ-Klang; der mit klingenden Edelsteinfußringen.

der im Abschluss der zweimaligen ṭha-Silbe Weilt; der einzige Vollender aller Mantras; der mit einem Kopf wie eine Trommel; der Herr der Ḍākinīs; der Furchtbare; der Trommeln Liebende.

der vom Klang der Ḍhakkā-Trommel Erfreute; Ḍhauṅka [Eigenname unsicher]; Ḍhuṇḍhivināyaka.

die höchste Wirklichkeit aller Prinzipien; der durch das Wort tattvam Bestimmte; der im Inneren des rettenden Lautes Weilt; der Retter; der Vernichter Tārakas.

der Unbewegliche; der Śiva Liebe; der Beständige; die unbewegliche und bewegliche Welt; der Zerstörer von Dakṣas Opfer; der Geber; der die Dānavas Betörende.

der Mitfühlende; der von göttlicher Macht; der Stabträger; der Anführer der Züchtigung; der mit dem Stoßzahn Wolkenreihen Spaltende; der die Daitya-Elefanten Zerreißende.

an dessen Stoßzahn Elefantenscharen haften; der um der Götter willen Menschen-Elefanten-Gestalt Annahm; der Herr von Geld und Getreide; der Gesegnete; der Reichtum Schenkende; der Erdenträger.

der allein durch Meditation offenbar Wird; der Gegenstand der Meditation; die Meditation; der ganz der Meditation Hingegebene.

der zu Erfreuende; der Nandin Liebe; der Klang; der in der Klangmitte Gegründete; der Teilose; der Makellose; der Ewige; das Ewige und Nichtewige.

der Krankheitsfreie.

der höchste Raum; die höchste Wohnstätte; das höchste Selbst; der höchste Zustand; der über das Höchste Hinausreichende; der Herr der gebundenen Wesen; der die Wesen aus ihren Fesseln Befreit.

die volle Glückseligkeit; die höchste Glückseligkeit; der uralte höchste Puruṣa; der mit freundlich klaren Lotusaugen; der die Unwissenheit der sich Verneigenden Auflöst.

der über Vorstellung und Verneigung Hinausreichende [praṇāma: so die Vorlage]; der die Not der sich Verneigenden Abwendende; der eine Frucht in der Hand Hält; der Schlangenherr; der Phet-Klang; der Zuckersirup Liebende.

dessen beide Füße Bāṇa verehrt; der am Kinderspiel Freude Habende; Brahman, dessen Füße Brahmā verehrt; der Brahmacārin; Bṛhaspati.

der Allergrößte; der Brahman Zugewandte; der Brahman und den Brahmanen Verbundene; der den Brahmankennern Liebe; dessen Ruf dem großen Klang vorangeht [Lesart unsicher]; dessen Gürtel die Reihen der Welteier sind.

der mit einem Brauenheben Glück Gewährende; der Glanz; der Heilvolle; der Furcht Nehmende; der Erhabene; der durch Hingabe leicht Erreichbare; der Gedeihen Schenkende; der mit Asche beziehungsweise Herrlichkeit Geschmückte.

der Heilvolle; die Wohnstätte der Wesen; der Genuss Schenkende; der zwischen den Brauen Wahrnehmbare; der Mantrakundige; der Herr der Mantras; der Mantrakundige [Wiederholung der Quelle]; der im Rausch Entzückende.

der Gürtelträger; der langsam Gehende; der Einsichtige mit Lotusaugen; der Großstarke; der von großem Heldenmut; der von großer Lebenskraft; der Großgesinnte.

das Opfer; der Opferherr; der Opferhüter; der Opferfrüchte Gewährende; der Ruhm Schaffende; der durch Yoga Erreichbare; der Opferkundige; der den Opfernden Liebe.

der Geschmack beziehungsweise Wesenssaft; der Geschmack Liebende; der Genusswerte; der Erfreuende; der von Rāvaṇa Verehrte; der den Rākṣasas Schutz Gewährende; der Edelsteinschoß; der Herrschaftsglück Schenkende.

der Sichtbares und Unsichtbares Gewährende; das Ziel; der in der Auflösung Weilende; der Laḍḍuka-Süßigkeiten Liebende; der Schneiden Liebende [lāna: unsicher]; der ganz dem anmutigen Tanz Hingegebene; der Gewinn Schaffende; der Weltberühmte.

der Erwählenswerte; der Feuermündige; der Verehrungswürdige; der im Vedānta Erkannte; der Zerteilende; der überall Augen Hat; der Ordner; der Allgesichtige.

Vāmadeva; der Führer der Welt; der Donnerkeilträger; der den Donnerkeil Abwehrende; die Grundlage der Stütze des Weltgefüges; der Herr der Welt; der Gebieter.

das Brahman als Laut; der durch innere Ruhe Erreichbare; der Herr der Scharen von Śambhu und Śakti; der Lehrer; der an der Spitze des Haarschopfes Wohnende; der Zuflucht Gewährende; der Herr der Gipfel.

der den Blütenkranz der sechs Jahreszeiten Trägt; der mit sechs Stützen; der Sechssilbige; der Arzt des Saṃsāra; der Allwissende; das Heilmittel aller Heilmittel [meṣaja: beschädigte Schreibung].

dessen Spiel Schöpfung, Erhaltung und Auflösung sind; der göttliche Elefanten Spaltende; dessen große Stirnwölbung mit Sindūra bestrichen ist; der Seiendes und Nichtseiendes zur Erscheinung Bringt.

der Zeuge; der Meeresquirler; der durch sich selbst Erkennbare; der aus sich selbst Geschickte; der Selbstbestimmte; der von wirksamem Entschluss; der am Sāman-Gesang Freude Habende; der Glückliche.

der Haṃsa; der Elefant; der Herr der Piśācīs; die Opferhandlung; der Götter- und Ahnengaben Genießt; die Opfergabe; der das Geopferte Liebende; die Freude.

der inmitten des Hṛllekhā-Mantras Weilende.

der Herr des Feldes; der Träger der Erde; der ganz höchster Geduld Hingegebene; der rasch Wohlergehen Bewirkende; die Freude sicheren Wohls; der Wunschbaum der Erde.

der Dharma Gewährende; der Wohlstand Schenkende; der Wünsche Erfüllende; der Glück Mehrende; der Wissen Schenkende; der Macht Gewährende; der Genuss und Befreiung Schenkende.

der Schönheit Bewirkende; der Held; der Śrī Gewährende; der Sieg Schenkende; der alle unter Einfluss Bringende; der Störungen der Schwangerschaft Beseitigende; der Söhne und Enkel Gewährende.

der Einsicht Schenkende; der Ruhm Gewährende; der Kummer Nehmende; der Unglück Vernichtende; der Śrīs Kummer Nehmende; der Unglück Vernichtende [Wiederholung]; der sämtliche Kräfte Trägt.

der den Mund des Widersachers Erstarren Lassende; der das frohe Herz Klärende; der fremden Schadenzauber Beschwichtigende; der Leid Zerbrechende.

Lava, eine Zeiteinheit; Truṭi, eine kleinste Zeiteinheit; Kalā; Kāṣṭhā; Nimeṣa, der Augenblick; Tatpara; Kṣaṇa; Ghaṭī.

Muhūrta; Prahara; Tag und Nacht; der ganze Tag samt Nacht.

die Monatshälfte; der Monat; der Sonnenhalbjahreslauf; das Jahr; das Weltzeitalter; der Kalpa; die große Auflösung; das Tierkreiszeichen.

das Gestirn; der Mondtag; der Yoga des Kalenders; der Wochentag; der halbe Mondtag; der Teilgrad.

der Aszendent; die Horā-Stunde; das Zeitrad; der Meru; die sieben Seher; der Polarstern; Rāhu; Saturn.

Venus; Jupiter; Merkur; Mars; der Mond; die Sonne.

die Zeit; die Schöpfung; die Erhaltung; das All; alles Unbewegliche und Bewegliche; die Erde; das Wasser; das Feuer.

die Luft; der Raum; das Ichbewusstsein; die Urnatur; der Puruṣa.

Brahmā; Viṣṇu; Śiva; Rudra; Īśa; Śakti; Sadāśiva; die Götter.

die Ahnen; die Vollendeten; Yakṣas und Rākṣasas; die Kinnaras.

die Sādhyas; die Vidyādharas; die Wesen beziehungsweise Geister; die Menschen; die Tiere; die Vögel; die Meere; die Flüsse.

die Berge; Vergangenes und Zukünftiges; der Ursprung des Werdens.

das Sāṃkhya; die Lehre Patañjalis; der Yoga; die Purāṇas; die Offenbarung; die Überlieferung; die Hilfswissenschaften des Veda; der gute Wandel.

die Mīmāṃsā; die Entfaltung des Nyāya.

der Āyurveda; die Bogenkunst; die Musikkunst; Dichtung und Schauspiel; die Vaikhānasa-Lehre; die Bhāgavata-Lehre; die Sāttvata-Lehre; die Pāñcarātra-Lehre.

die Śiva-Lehre; die Pāśupata-Lehre; die Kālamukha-Lehre; die Lehre Bhairavas; die Śākta-Lehre; die Vināyaka-Lehre; die Sonnenlehre; die Jaina-Lehre.

die Sammlung der Arhat-Lehre.

das Seiende und Nichtseiende [sadad: beschädigte Schreibung]; das Manifeste; das Unmanifeste; das Bewusste; das Unbewusste; die Bindung; die Befreiung; das Glück.

der Genuss; die Nichtverbindung; die Wahrheit; das Kleine; das Große.

svasti, Heil; huṃ; phaṭ; svadhā, Ahnengabe; svāhā, Opferwidmung; śrauṣaṭ; vauṣaṭ; vaṣaṭ.

namaḥ, Verehrung; das Wissen; die unterscheidende Erkenntnis; die Glückseligkeit; das Erwachen; das Bewusstsein; die innere Ruhe; die Zügelung.

der Eine; die Grundlage der einen Silbe; der ganz der einen Silbe Hingegebene; der von gesammelter Einsicht; der einzige Held; der die Gestalt des Einen und Vielen Trägt.

der Zweigestaltige; der Zweiarmige; der Zweiäugige; der Elefant; der Inselbeschützer; der zwei Mütter Hat; der Zweigesichtige; der über Gegensätze Hinausreichende.

der die Zweiheit Übersteigende.

der mit drei Wohnstätten; der Dreihändige; die Dreiheit; der die Früchte der drei Lebensziele Gewährende; dessen Wesen die drei Guṇas sind; der Ursprung der drei Welten; der Herr der drei Kräfte; der Dreiäugige.

der Vierarmige; der Vierstoßzahnige; der vierfältiges Selbst Hat; der Viergesichtige; der aus den vier Mitteln Besteht; die Zuflucht der vier Stände und Lebensstufen.

der den Wandel der vier Arten von Sprache Bewirkende; der durch Verehrung am vierten Mondtag Erfreute; der am vierten Mondtag Erschienene.

dessen Wesen der fünfsilbige Mantra ist; der Fünffältige; der Fünfgesichtige; der die fünf Tätigkeiten Ausführende; der mit fünf Stützen; der Fünffarbige beziehungsweise Fünflautige; der dem Fünfsilbigen Hingegebene.

der fünf Tāla Hochmessende; der Fünfhändige; der durch fünf Praṇavas Vergegenwärtigte; dessen Erscheinung aus den fünf Brahmans besteht; der von fünf Elefanten Umgebene.

der fünf Arten von Speise Liebende; der Fünfpfeilige; dessen Wesen die fünf Śivas sind; dessen Sitz das Sechseck ist; der in den sechs Cakras Wohnt; der die sechs Knoten Durchbrechende.

der das Dunkel der sechs Wege Vernichtende; der einen großen, sechs Finger messenden Herzensraum Hat [mahāhṛd: mehrdeutig]; der Sechsgesichtige; der Bruder des Sechsgesichtigen; der von sechs Kräften Umgebene.

der die Schar der sechs inneren Feinde Vernichtende; der die Furcht vor den sechs Wogen Zerbrechende; der jenseits der sechs Argumentationsweisen Ist; der den sechs Ritualhandlungen Hingegebene; die Grundlage der sechs Geschmäcke.

dessen Füße die sieben Unterwelten sind; dessen Schenkelkreis die sieben Kontinente sind; dessen Krone die sieben Himmelswelten sind; der dem Siebenrossigen Gaben Gewährende.

der das Glück eines Staates mit sieben Gliedern Gewährende; der mit der Schar der sieben Seher Geschmückte; der Schatz der sieben Versmaße; der siebenfache Opferpriester; die Grundlage der sieben Töne.

dessen Spielteiche die sieben Meere sind; der von den sieben Müttern Verehrte; dessen freudiger Rausch die sieben Versmaße sind; der Herr des Opfers der sieben Versmaße.

der Achtgestaltige; dessen Gestalt Gegenstand der Meditation ist; die Ursache der achtfachen Prakṛti; der Ursprung der Frucht des achtgliedrigen Yoga; der auf dem achtblättrigen Lotus Sitzt.

dessen Herrlichkeit die acht Kräfte bereichern; der die acht Herrschermächte Gewährende; die Herrlichkeit der acht Haupt- und Nebensitze; der von acht Müttern Umgebene.

der von acht Bhairavas Verehrte; der von acht Vasus Gegrüßte; der acht Gestalten Trägt; dessen Gestalt in acht Cakras aufleuchtet; der Opfergaben aus acht Stoffen Liebende.

der auf dem Sitz der neun Nāgas Throndende; der Gebieter über die neun Schätze; die Grundlage der neuntorigen Stadt; der im neuntorigen Körper Wohnende.

der von neun Nārāyaṇas Gepriesene; der von neun Durgās Verehrte; der große Herr der neun Nāthas; der mit neun Nāgas Geschmückte.

dessen Leib neun Edelsteinarten bunt schmücken; der auf den Häuptern der neun Kräfte Getragene; der Zehnfältige; der Zehnarmige; der von den Herren der zehn Richtungen Gegrüßte.

der zehn Kapitel Umfassende; dessen Wesen die zehn Lebenshauche sind; der die zehn Sinne Lenkende; der große zehnsilbige Mantra; dessen Gestalt die zehn Richtungen durchdringt [vyādhi: Lesart unsicher].

der von den elf Rudras und anderen Gepriesene; der Elfsilbige; der mit zwölf mächtigen Armen; der im Dvādaśānta Wohnende.

die höchste Gottheit der in dreizehn Formen unterschiedenen Viśvedevas; der vierzehn Indras Gaben Gewährende; der Herr der vierzehn Manus.

der reich an den vierzehn Wissensgebieten und Weiterem Ist; der Herr der vierzehn Welten; der fünfzehnfache Sāman; der rein wie der Vollmond am fünfzehnten Mondtag Ist.

der in den sechzehn Stützen Wohnt; dessen Mutterlaute die sechzehn Vokale sind; der am Ende der Sechzehn seinen Ort Hat; dessen Wesen die sechzehn Mondphasen sind.

die siebzehnte Kalā; der Siebzehnte; der Siebzehnsilbige; der Herr der achtzehn Inseln; der Verfasser der achtzehn Purāṇas.

der Schöpfer der achtzehn Heilpflanzen; der als achtzehnfache Ordnung Überlieferte; der die Einzel- und Gesamtbedeutung der achtzehn Schriften Kennt.

der einundzwanzigste Puruṣa; der einundzwanzig zarte Finger Hat; dessen Wesen die vierundzwanzig Prinzipien sind; der als Fünfundzwanzigster bezeichnete Puruṣa.

der Herr der siebenundzwanzig Mondhäuser; der Schöpfer der siebenundzwanzig Yogas; der Oberherr der zweiunddreißig Bhairavas; der große vierunddreißigfache See [mahāhrada: Sinn unsicher].

der Ursprung der sechsunddreißig Prinzipien; dessen Leib achtunddreißig Kalās sind; der ungehindert über die neunundvierzig sich verneigenden Maruts Herrscht.

die Reihe der fünfzig Buchstaben; die Gestalt der fünfzig Rudras; der Herr der fünfzig Viṣṇu-Kräfte; die Wohnstätte der fünfzig Mutterlaute.

die Reihe der zweiundfünfzig Körper; die Zuflucht der dreiundsechzig Laute; der Bestimmer der vierundsechzig Laute; der Schatz der vierundsechzig Künste.

der von den Scharen der vierundsechzig großen Siddhi-Yoginīs Verehrte; der die Bhairavas der achtundsechzig großen Pilgerstätten Vergegenwärtigende.

dessen Wesen vierundneunzig Mantras sind; der Herr jenseits der Sechsundneunzig; der hundertfache Freude Hat; der hundertfache Standhaftigkeit Hat; der mit langen Lotusaugen.

der mit hundert Heeren; der hundertfach Opfernde; der mit der vorzüglichen hundertschneidigen Waffe; der im tausendblättrigen Lotus Wohnt; der mit tausend Schlangenhauben Geschmückte.

der tausendköpfige Puruṣa; der Tausendäugige; der Tausendfüßige; der mit tausend Namen zu Preisende; der dem Tausendäugigen seine Kraft Nimmt.

der die zehntausendköpfige Schlange Trägt; der den Schlangenkönig als Sitz Hat; der durch die Lobgesänge der achtundachtzigtausend großen Seher Gebundene.

die liebe Zuflucht des Herrn der Hunderttausend; der aus dem Geist des Herrn der Hunderttausend Besteht; der durch vierhunderttausend Rezitationen Erfreute; der durch vierhunderttausend Offenbarte.

der in den Leibern der vierundachtzig Lakh, also 8,4 Millionen, Lebewesen Weilt; der wie zehn Millionen Sonnen Leuchtet; der rein wie die Strahlen von zehn Millionen Monden Ist.

der Oberste der dreieinhalb Koṭi, also 35 Millionen, aus Śivā entstandenen Vināyakas; dessen Glieder im Glanz von sieben Koṭi, also 70 Millionen, großen Mantras geweiht sind.

vor dessen Sandalen sich die Reihen der dreiunddreißig Koṭi, also 330 Millionen, Götter verneigen; der von unendlich vielen Gottheiten Verehrte; der von unendlich vielen Weisen Gepriesene.

der unendlich viele Namen Hat; der von unendlicher Herrlichkeit; der unendliches, grenzenloses Glück Gewährende.

Damit sind diese tausend Namen Vināyakas verkündet.

Ganesha: Früchte der Rezitation und Abschluss

Wer dies täglich in der Brahma-Stunde vor Sonnenaufgang liest, hält sämtliches diesseitige und jenseitige Glück in seiner Hand.

Lebensdauer, Gesundheit, Herrschermacht, Dharma, Heldenmut, Stärke, Ruhm, Gedächtniskraft, Einsicht, Standhaftigkeit, Glanz, Glück und höchste Schönheit, Wahrheit, Mitgefühl, Geduld, Frieden, Freundlichkeit, rechtschaffener Wandel, Beherrschung der Welt, Verständigung mit allen und Gewandtheit im Disput, Gelehrsamkeit in Versammlungen, Großmut, Tiefe, Brahmanenglanz, Erhabenheit, edle Herkunft, guter Charakter, Macht, Tatkraft und Vornehmheit, Wissen, unterscheidende Erkenntnis, Vertrauen in die heilige Ordnung, Mut, Vorrang vor der Welt sowie Zunahme von Geld und Getreide entstehen schon durch einmalige Rezitation.

Durch seine Rezitation entsteht vierfache Einflussmacht über Menschen: über den König, seine Gemahlin, den Königssohn und den Minister.

Für wessen Beeinflussung es rezitiert wird, der wird dem Rezitierenden zum Diener. Es ist ein müheloses Mittel zur Erlangung von Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung, nimmt die Furcht vor Śākinīs, Ḍākinīs, Rākṣasas, Yakṣas und Krankheiten, schenkt das Glück der Weltherrschaft und zermalmt sämtliche Feinde, vernichtet allen Streit, lässt verbrannte Samen keimen, besänftigt böse Träume und beruhigt das Herz eines erzürnten Herrn, verwirklicht die sechs Ritualhandlungen, die acht großen Siddhis und die Erkenntnis der drei Zeiten, beschwichtigt fremden Schadenzauber und zerschlägt feindliche Heere.

Auf dem Schlachtfeld bringt es allein allen Sieg; es beseitigt alle Ursachen der Unfruchtbarkeit und ist das eine Mittel zum Schutz der Schwangerschaft.

Wo dieser Hymnus Gaṇapatis täglich gelesen wird, gibt es weder Hungersnot noch Plagen oder Unheil.

Śrī verlässt das Haus nicht, in dem dieser Lobgesang rezitiert wird. Schwindsucht, Aussatz, Harnleiden, Hämorrhoiden, Analfisteln, Viṣūcikā, Bauchgeschwülste, Milzleiden, Blähungen, Durchfall, Bauchwassersucht, Husten, Atemnot, aufwärts gestörten Wind, Koliken und aus Kummer oder Ähnlichem entstehende Leiden, Kopfkrankheit, Erbrechen, Schluckauf, Drüsenschwellungen, Appetitlosigkeit, Fieber aus Vāta, Pitta, Kapha, aus zweien oder allen drei Doṣas, von außen verursachtes, unregelmäßiges, kaltes, heißes und eintägiges Fieber und andere genannte oder ungenannte, aus Doṣas und weiteren Ursachen entstehende Krankheiten besänftigt einmalige Rezitation dieses Hymnus rasch vollständig. Durch einmaliges Lesen erlangen auch Frauen, Śūdras und aus der sozialen Ordnung Gefallene Vollendung. [Die Krankheits- und Wirkungsangaben geben die Verheißung der Quelle wieder.]

Dieser Mantra der tausend Namen soll zur Erlangung des Heils rezitiert werden. Wer diesen Hymnus Mahāgaṇapatis mit einem Wunsch rezitiert, genießt hier nach Belieben sämtliche irdischen Freuden und fährt in lieblichen Himmelsfahrzeugen, die die Früchte seiner Wünsche gewähren, zu den Wohnstätten von Mond, Indra, Sonne, Upendra, Brahmā, Rudra und anderen; nach Wunsch nimmt er Gestalt und Bewegung an und wandert frei umher.

Nachdem er mit geliebten Angehörigen alle gewünschten Freuden genossen hat, wird er Gaṇeśas Gefolgsmann und Mahāgaṇapatis Liebling.

Mit Nandīśvara und den übrigen erfreut er sich; alle Scharen beglücken ihn. Śiva und Śivā liebkosen ihn gnädig, ohne ihn von ihrem eigenen Sohn zu unterscheiden.

Als Śiva-Verehrer mit erfüllten Wünschen wird er durch die Gabe des Herrn der Scharen erneut geboren: Er erinnert sich an frühere Geburten, ist dem Dharma hingegeben und wird Weltherrscher.

Wer dagegen wunschlos täglich rezitiert, in Hingabe ganz auf den Herrn der Hindernisse ausgerichtet, erlangt höchste Yoga-Vollendung und ruht in Erkenntnis und Leidenschaftslosigkeit.

In der ununterbrochen aufsteigenden Freude, im Bewusstsein höchster Glückseligkeit, jenseits des Alls, am höchsten jenseitigen Ufer ohne Wiederkehr, geht er in Vināyakas Lichtstätte ein und erfreut sich ewiger Ruhe. Wer mit diesen Namen Feueropfer darbringt, ehrfürchtig verehrt und Pūjā ausführt, dem werden Könige gefügig und Feinde zu Dienern. Sämtliche Mantras werden wirksam; die Siddhis sind ihm leicht zugänglich.

Dieser Hymnus ist mir noch lieber als der Wurzelmantra. Im Monat Nabhasya, am vierten Tag der hellen Monatshälfte, meinem Geburtstag, soll man mit Dūrvā-Gräsern und diesen Namen die Pūjā und das Tarpana vorschriftsgemäß vollziehen und besonders mit den acht Opferstoffen hingebungsvoll ins Feuer opfern.

Alle seine Wünsche werden erfüllt, daran besteht kein Zweifel. Wenn dieser Hymnus rezitiert, gelesen, anderen zum Lesen vermittelt, vorgetragen oder gehört, erklärt, erörtert, meditiert, bedacht oder freudig begrüßt wird, verleiht er allen hier und im Jenseits umfassende Herrschermacht.

Auch wer frei nach eigenem Belieben lebt und diesen Hymnus bei sich trägt, wird von dreieinhalb Koṭi, also 35 Millionen, aus Śiva entstandenen Scharen beschützt.

Man schreibe den Hymnus in ein Buch und verehre ihn als verkörperten Mantra. Dort ist die höchste Lakṣmī beständig gegenwärtig.

Durch noch so viele Gaben, sämtliche Gelübde, alle Pilgerstätten und alle Opfer erlangt man nicht jene Frucht, die das Gedenken an Gaṇeśas tausend Namen augenblicklich verleiht.

Wer diese tausend Namen täglich bei Sonnenaufgang, abends, mittags, zu allen drei Tageszeiten oder fortwährend liest, wird hervorragend an Macht, gebietet durch sein Wort, verbreitet hohen Ruhm, vernichtet Hindernisse, gewinnt die Welt für sich und gedeiht lange mit Söhnen und Enkeln.

Selbst ein Besitzloser soll vier Monate lang mit gesammeltem Geist, Selbstbeherrschung und geregelter Nahrung rezitieren, ganz der Verehrung Gaṇeśas hingegeben.

Dann entwurzelt er selbst Armut, die ihm sieben Geburten lang folgte, und erlangt große Fülle. So lautet das Gebot des höchsten Herrn.

Langes Leben, Freiheit von Krankheit, eine sehr reine Familie, Reichtümer, die Not lindern, stets makelloser Ruhm, immer neue Einsicht [maṇiti: unsichere Lesart], aufrichtiger schöner Glanz, gute Söhne, eine tugendhafte Gemahlin und alles Erwünschte: Wahrlich, wer diesen Hymnus Gaṇapatis täglich liest, hält all dies in seiner Hand.

Ganesha: kurze abschließende Namenfolge

Oṃ. der Sieger über die Scharen; der Herr der Scharen; Heramba; der Erdenträger; der große Gaṇapati; der Hunderttausend Gewährende; der rasch Gnädige.

der von unfehlbarer Vollendung; der Unermessliche; der Mantra; der Wunschjuwel; der Schatz; der höchst Heilvolle; der Keim; der Hoffnungen Erfüllende.

der Gabenspender; der Heilvolle.

Kaśyapas Nachkomme; der Erfreuende; der im Wort Vollendete; Ḍhuṇḍhi; Vināyaka.

Wer mich mit auf mich gerichtetem Geist durch diese einundzwanzig Namen und Modaka-Gaben preist und ganz meiner Verehrung hingegeben ist, hat mich damit durch die tausend Namen gepriesen; daran besteht kein Zweifel.

Verehrung, Verehrung deinen Füßen, die die besten Götter verehren! Verehrung, Verehrung dir, dessen Wesen unvergleichliches Heil ist! Verehrung, Verehrung dir, dessen mächtiger Rüssel einzigartige Vollendung verleiht! Verehrung, Verehrung dir mit dem Gesicht eines jungen Elefanten!

Dein Fuß erklingt von vielen Schellen, und die Schar deiner Taten offenbart deine Größe. Möge der als Gaṇapati-König Benannte, dessen Wangen die Wogen des Schläfensaftes bedecken, das Unheil beschwichtigen! [Die Satzfügung der Vorlage ist beschädigt.]

Damit ist der Hymnus der tausend Namen des ehrwürdigen Gaṇeśa vollständig.

Damit endet das Gaṇeśa-Tantra.

16. Surya-Tantra

Surya-Tantra: Titelseite

Śrī — Heil und Glück.

Gesammelt und verfasst von Śrī Rājā Devanandanasiṃha Bahādur, Herrscher der Hauptstadt Śivahara,

als Bestandteil des Śāktapramoda:

das sechzehnte

Sūrya-Tantra.

Durch Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus dem Geschlecht des genannten königlichen Lehrers

bearbeitet.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Śrīveṃkaṭeśvara-Druckerei

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem ehrwürdigen Gaṇeśa!

Nun das Sūrya-Tantra.

Nun die Meditation über den ehrwürdigen Sūrya.

Surya: Meditation, Yantra und Mantra

Möge mich das Auge der Welt beschützen: der Strahlende mit einer Krone voll leuchtender Edelsteine, gefärbt vom Glanz seiner funkelnden Lippen, mit schönem Haar und göttlichem Feuer, mit Lotussen in den Händen, goldfarben in seinen Strahlen. Er erfüllt den Raum des ganzen Himmels und leuchtet, von den Planetenscharen begleitet, auf dem Berg des Sonnenaufgangs. Er schenkt allen Freude; Hari und Hara verneigen sich vor ihm.

Nun die Herleitung des Yantra.

Zuerst zeichne man einen achtblättrigen Lotus, mit dem Praṇava und den weiteren Lauten eingesetzt; an die Spitzen der acht Blätter das Māyā-Bīja. So soll man das Yantra herausbilden.

Auf den acht Blättern ordne man Āditya, Bhāskara, Bhānu, Ravi, Sūrya, Divākara, Mārtaṇḍa und Tapana an.

Dīptā, Sūkṣmā, Jayā, Bhadrā, Vibhūti, Vimalā, Amoghā und Vidyutā; in der Mitte die herrliche Sarvatomukhī.

Nun die Herleitung des Mantras.

Zuerst der Tāra-Laut, dann ghṛṇi; danach Bhṛgu, mit dem linken Ohrlaut geschmückt, auf Feuer sitzend, mit dem Rest des Windes und dem Auge, zuletzt āditya. Dieser achtlautige Mantra wird als der höchste, Bhānu besonders liebe bezeichnet. [Der verschlüsselte Lautcode ist in dieser Fassung nicht restlos auflösbar; die ausgeschriebene Formel folgt.]

Nun der Mantra.

Oṃ. Der Wärmestrahlende, Sūrya, Āditya. [Die Vorlage schreibt ghṛṇi ohne Schlussvisarga; die Formel wird nicht stillschweigend geändert.]

Surya: Nyasa und Puja

Nun die Pūjā-Ordnung.

Nachdem man die morgendlichen Pflichten bis einschließlich Prāṇāyāma vollzogen hat, führe man den Pīṭha-Nyāsa aus. Seine Besonderheit: In den Richtungen des Herzens, beginnend im Osten, und in der Mitte ordne man Prabhūta, Vimala, Sāra, Samārādhya und Parasukha anordnen. Dann vollziehe man die Zuordnungen von der tragenden Śakti an bis zur Formel „aṃ, Verehrung dem Sonnenkreis, dessen Wesen die zehn Kalās sind“. Dazu heißt es im Nibandha: Nachdem der Sitz gebildet ist, verehre man zuerst in den Richtungen und in der Mitte Prabhūta, Vimala, Sāra, danach Samārādhya. Man bilde den mit Parasukha beginnenden Sitz bis zum eigenen Kreis. Dann verehre man auf den Staubfäden und in der Mitte:

Rāṃ, Verehrung der Dīptā, der Leuchtenden.

Rīṃ, Verehrung der Sūkṣmā, der Feinen.

Rūṃ, Verehrung der Jayā, der Siegreichen.

Raiṃ, Verehrung der Bhadrā, der Heilvollen.

Vaiṃ, Verehrung der Vibhūti, der Machtfülle.

Voṃ, Verehrung der Vimalā, der Makellosen.

Vauṃ, Verehrung der Amoghā, der Unfehlbaren.

Raṃ, Verehrung der Vidyutā, der Blitzenden.

Raḥ, Verehrung der Sarvatomukhī, der Allgesichtigen.

Dazu im Nibandha: Dīptā, Sūkṣmā, Jayā, Bhadrā, Vibhūti, Vimalā, Amoghā, Vidyutā und Sarvatomukhī sind die Kräfte des Sitzes. Ihre Gestalt ist wie die Flamme einer hellen Lampe. Als ihre Bījas kennt man der Reihe nach die nicht neutralen, dreifach kurzen Vokale, mit Bindu und Feuerlaut verbunden. [Diese Lautregel ist in der überlieferten Form nicht eindeutig; die voranstehenden Bījas mit wechselndem r/v werden beibehalten.]

Darüber: Oṃ, Verehrung dem solaren Yoga-Sitz, dessen Wesen Brahmā, Viṣṇu und Śiva sind. Dazu in der Śāradā: Man spreche brahmaviṣṇuśivātmaka im Dativ, dann saurāya yogapīṭhāya namaḥ. Dies ist der Sitzmantra des Tagesherrn, des Weltgebieters.

Dann der Nyāsa von Seher und weiteren Zuordnungen. Am Kopf: Verehrung dem Seher Devabhāga.

Am Mund: Verehrung dem Versmaß Gāyatrī.

Am Herzen: Verehrung der Gottheit Āditya. Dazu im Nibandha: Devabhāga heißt der Seher, Gāyatrī das Versmaß. Āditya heißt die Gottheit, die sichtbare und unsichtbare Frucht gewährt.

Dann Hand- und Gliedernyāsa: Dem Satya, dem Wahrhaftigen, dem Juwel der Lichtflamme, huṃ phaṭ svāhā — Verehrung den beiden Daumen.

Entsprechend: Dem Brahman, dem Juwel der Lichtflamme, huṃ phaṭ svāhā — den beiden Zeigefingern svāhā.

Dem Viṣṇu, entsprechend — den beiden Mittelfingern vvaṣaṭ.

Dem Rudra, entsprechend — den beiden Ringfingern hum.

Dem Agni, entsprechend — den beiden kleinen Fingern vauṣaṭ.

Dem Sarva, dem All, entsprechend — den Handflächen und Handrücken phaṭ. Ebenso an Herz und den weiteren Stellen. Dazu in der Śāradā: satyāya wird dem Herzen zugeordnet, brahmaṇe dem Kopf, viṣṇave dem Haarschopf, rudrāya der Rüstung, agnaye den Augen und sarvāya der Waffe. Die Formeln haben tejojvālāmaṇe hūṃ phaṭ und die beiden ṭha-Laute als Abschluss. [Die Quelle kürzt die wiederkehrenden Teile mit 0 und 10; die Gliedmaßenformeln folgen im nächsten Abschnitt nochmals.]

Dann folgt der Nyāsa der Gestalten: Am Kopf: Oṃ, Verehrung Āditya.

Am Mund: Eṃ, Verehrung Ravi.

Am Herzen: Uṃ, Verehrung Bhānu.

Am verborgenen Körperbereich: Iṃ, Verehrung Bhāskara.

An beiden Füßen: Aṃ, Verehrung Sūrya. Dazu im Nibandha: Āditya ordne man dem Kopf zu, Ravi dem Mund, den Bhānu Genannten dem Herzen, Bhāskara dem verborgenen Bereich und Sūrya den Füßen, mit den fünf Lauten, die mit Satya beginnen.

Dann der Lautnyāsa. Am Kopf: Oṃ, Verehrung.

Am Mund: Oṃ ghṛ, Verehrung.

Am Hals: Oṃ ṇi, Verehrung.

Am Herzen: Oṃ sū, Verehrung.

Am Bauch: Oṃ ryya, Verehrung.

Am Nabel: Oṃ ā, Verehrung.

Am Geschlechtsglied: Oṃ di, Verehrung.

An den Füßen: Oṃ tya, Verehrung. Dazu: Die acht Mantralaute ordne man Kopf, Mund, Hals, Herz, Bauch, Nabel, Geschlechtsglied und Füßen zu, jeweils mit Praṇava am Anfang. Dann die Meditation.

Ich preise den Tagesherrn, dessen Hände zwei rote Lotusse sowie Furchtlosigkeits- und Gabengewährungsgeste zeigen, reich geschmückt mit Armreifen, Halsketten, Oberarmspangen und Ohrringen, mit Rubinkrone, leuchtend wie Bandhūka-Blüten und mit drei strahlenden Augen. Nachdem man so meditiert und innerlich verehrt hat, stelle man den Krug auf. Nach Verehrung der Lehrerreihe verehre man den Sitz.

Mit „Oṃ khaṃ, Verehrung Khakholka“ stelle man sich die Gestalt vor. Man meditiere nochmals, vollziehe die Handlungen von der Einladung bis zur Darbringung der fünf Blütenhandvoll und beginne die Verehrung der Umhüllungen. Dazu im Nibandha: Mit dem Mantra, der mit Tāra beginnt, khaṃ khakholkāya, wird die Gestalt gebildet. In sie lade man den Zeugen aller Welten ein und verehre ihn. Auf den Staubfäden, in den Ecken beginnend mit Südosten, in der Mitte und in den Hauptrichtungen:

Dem Satya, dem Juwel der Lichtflamme, hūṃ phaṭ svāhā — Verehrung dem Herzen.

Dem Brahman, entsprechend — dem Kopf svāhā.

Dem Viṣṇu, entsprechend — dem Haarschopf vaṣaṭ.

Dem Rudra, entsprechend — der Rüstung hum.

Dem Agni, entsprechend — den drei Augen vauṣaṭ.

Dem Sarva, entsprechend — der Waffe phaṭ.

Auf den Blättern der Hauptrichtungen, beginnend im Osten: Oṃ, Verehrung Āditya.

Eṃ, Verehrung Ravi.

Uṃ, Verehrung Bhānu.

Īṃ, Verehrung Bhāskara.

Auf den Blättern der Zwischenrichtungen, beginnend im Südosten: Ūṃ, Verehrung Uṣā, der Morgenröte.

Praṃ, Verehrung Prajñā, der Einsicht.

Paṃ, Verehrung Prabhā, dem Glanz.

Saṃ, Verehrung Sandhyā, der Dämmerung. Dazu: Zuerst verehre man die Glieder; auf den Blättern der Hauptrichtungen die Sonnengestalten, die vier mit Āditya beginnenden, auf den Eckblättern die Kräfte.

Ihre Bījas sind der Reihe nach die Anfangslaute ihrer jeweiligen Namen. Uṣā, Prajñā, Prabhā und Sandhyā heißen die Kräfte. Dann verehre man auf den Blättern Brāhmī und die übrigen, vor ihnen Aruṇa. Dazu in der Śāradā: Die an den Blattspitzen stehenden Brāhmī und die übrigen sowie davor Aruṇa soll man verehren. Außerhalb davon verehre man, im Osten beginnend, Candra und die übrigen:

Oṃ, Verehrung Candra, dem Mond.

Oṃ, Verehrung Maṅgala, dem Mars.

Entsprechend Verehrung Budha, dem Merkur.

Verehrung Bṛhaspati, dem Jupiter.

Verehrung Śukra, der Venus.

Verehrung Śanaiścara, dem Saturn.

Verehrung Rāhu.

Verehrung Ketu.

Dazu in der Śāradā: Nach Verehrung des Mondes und der übrigen sowie des Donnerkeils und der weiteren Waffen vollende man den Ritus mit Weihrauch und den übrigen Darbringungen bis zur Entlassung. Das Puraścaraṇa besteht aus achthunderttausend Rezitationen. Dazu: Acht Lakh rezitiere man den Mantra; mit beherrschten Sinnen bringe man ein Zehntel dieser Zahl als Feueropfer dar, mit Ghee oder mit süß getränktem Sesam. Damit endet die Pūjā.

Surya: König der Lobgesänge

Nun der Lobgesang.

Vasiṣṭha sprach:

König, dort pries Sāmba, abgemagert und mit hervortretenden Adern [kṛśodharmanisantataḥ: beschädigte Lesart], den tausendstrahligen Tagesschöpfer mit tausend Namen.

Als Sūrya den Sohn Kṛṣṇas dort sah, erschien er ihm im Traum und sprach wiederum:

Der ehrwürdige Sūrya sprach:

Sāmba, Sāmba, Starkarmiger, höre, Sohn Jāmbavatīs! Genug mit den tausend Namen; lies diesen heilvollen Lobgesang!

Die geheimen, reinigenden und segensreichen Namen werde ich dir verkünden. Höre, mein Kind, und bewahre sie!

Vikartana, der Abschneidende; Vivasvat, der Leuchtende; Mārtaṇḍa; Bhāskara, der Lichtschöpfer; Ravi; der Welterheller; der Glückreiche; das Auge der Welt.

der Herr der Planeten.

der Zeuge der Welt; der Herr der drei Welten; der Schöpfer; der Auflöser; der Finsternisvernichter; der Erhitzende; der Asket; der Reine.

der auf sieben Rossen Fahrende.

der Strahlenhändige; Brahmā; der von allen Göttern Gegrüßte.

Diese einundzwanzig Namen bilden den Lobgesang, der mir stets lieb ist.

Er bewirkt Schönheit und Gesundheit, vermehrt Wohlstand und Ruhm. Als „König der Lobgesänge“ ist er in den drei Welten bekannt.

Starkarmiger, wer mich damit bei den beiden Dämmerungen und bei Sonnenaufgang demütig preist, wird von allen Sünden befreit.

Was immer an Bösem mit Körper, Sprache oder Geist getan wurde, vergeht durch seine Rezitation vollständig; daran besteht kein Zweifel.

Er ist Japa und Homa, Dämmerungsverehrung, Mantra für Bali-Gaben und Ehrengaben sowie Mantra für Weihrauch.

Beim Darbringen von Speise, beim Bad, bei der Verneigung und Umwandlung wird dieser heilvolle große Mantra verehrt, der alle Sünden nimmt.

Nachdem der erhabene Bhāskara, Herr der Welt, so gesprochen und sich von Kṛṣṇas Sohn verabschiedet hatte, verschwand er dort.

Auch Sāmba pries den auf sieben Rossen Fahrenden mit dem König der Lobgesänge. Rein an Selbst, gesund und glückreich wurde er von seiner Krankheit befreit.

Damit ist der Sūrya-Lobgesang im Sāmba-Purāṇa vollständig.

Surya-Kavaca

Nun das Schutzgebet.

Der ehrwürdige Sūrya sprach:

Sāmba, Sāmba, Starkarmiger, höre mein heilvolles, höchst wunderbares Schutzgebet namens „Heil der drei Welten“!

Wenn der Mantrakundige es richtig kennt, erlangt er gewiss die Frucht. Durch sein Tragen wurde Mahādeva zum Herrn der Scharen. Durch Lesen und Tragen ist Viṣṇu stets der Erhalter aller. Ebenso erlangen Indra und die übrigen sämtliche Herrschermacht. Brahmā ist der Seher des Schutzgebets, Anuṣṭubh sein Versmaß. Die Gottheit ist der von allen Göttern gegrüßte Sūrya. Seine Anwendung wird für Gesundheit, Ruhm und Befreiung gelehrt. Der Praṇava schütze meinen Kopf; ghṛṇi schütze meine Stirn.

Sūrya schütze beide Augen, Āditya beide Ohren. Der große achtlautige Mantra gewährt alle gewünschten Früchte.

Das Bīja hrīṃ schütze mein Gesicht, Bhuvaneśvarī mein Herz. Das Mond-Bīja mit Visarga schütze meinen verborgenen Körperbereich.

Dieser Laut ist ein großer Mantra, in sämtlichen Tantras verborgen. Śiva, mit Feuer verbunden und mit linkem Augenlaut und Bindu geschmückt, wird als der große einsilbige Mantra des ehrwürdigen Sūrya verkündet. Geheimer als das Geheime gilt dieser Mantra als Wunschjuwel. [Die Lautverschlüsselung bleibt als solche erkennbar.]

Der beste Mantra schütze mich stets vom Kopf bis zu den Füßen. Damit habe ich dir das göttliche, in den drei Welten schwer erhältliche Schutzgebet mitgeteilt, das beständig Glück und Glanz schenkt, Wohlstand und Gesundheit mehrt, Aussatz und andere Krankheiten besänftigt und schwere Leiden vernichtet.

Wer es täglich zu den drei Dämmerungszeiten liest, werde gesund und stark. Was sollen viele Worte? Was immer im Geist gewünscht wird, das alles entsteht durch das Tragen des Schutzgebets. Bhūtas, Pretas, Piśācas, Yakṣas, Gandharvas, Rākṣasas, Brahmarākṣasas und Vetālas vermögen den Träger nicht einmal anzusehen. Schon bei seinem Preisgesang fliehen sie von ferne.

Man schreibe es mit Rocanā, Adlerholz und Kuṅkuma auf Birkenrinde, an einem Sonntag, beim Eintritt der Sonne in ein Tierkreiszeichen und besonders am siebten Mondtag.

Der vorzügliche Übende trage es; er wird zum Sieger der drei Welten. In eine Hülle aus drei Metallen eingeschlossen trage er es am rechten Oberarm, am Haarschopf oder am Hals. Er selbst ist Sūrya, daran besteht kein Zweifel. Sāmba, so habe ich dir das „Heil der drei Welten“ genannte Schutzgebet mitgeteilt, schwer zu erlangen in der Welt und aus Liebe zu dir offenbart. Wer den höchsten Sūrya-Mantra rezitiert, ohne dieses göttliche Schutzgebet zu kennen, erlangt selbst in Hunderten von Millionen Weltaltern keine Vollendung.

Damit ist im Brahmayāmala das Schutzgebet des ehrwürdigen Sūrya namens „Heil der drei Welten“ vollständig.

Aditya-Hridaya

Nun das Herzgebet.

Als Rāma, vom Kampf erschöpft, nachdenklich auf dem Schlachtfeld stand und Rāvaṇa vor sich sah, zum Kampf bereit, trat der ehrwürdige Agastya zu ihm. Er war mit den Göttern gekommen, um die Schlacht zu sehen, und sprach zu Rāma:

Rāma, Rāma, Starkarmiger, höre das ewige Geheimnis, durch das du, mein Kind, in der Schlacht alle Feinde besiegen wirst!

Rezitiere beständig das heilige Āditya-Hṛdaya, das alle Feinde vernichtet, Sieg bringt, unvergänglich ist und höchstes Heil gewährt.

Es ist das Heil alles Heilvollen, vernichtet sämtliche Sünden, besänftigt Sorge und Kummer und ist das vorzügliche Mittel zur Verlängerung des Lebens.

Verehre den strahlenden, aufgehenden Vivasvat, den Götter und Asuras grüßen, Bhāskara, den Herrn der Welten!

Er ist das Wesen aller Götter, der Glanzvolle, der Strahlen hervorbringt. Mit seinen Strahlen beschützt er die Götter- und Asurascharen und die Welten.

Er ist Brahmā, Viṣṇu, Śiva, Skanda, Prajāpati, Mahendra, der Reichtumsspender, Kāla, Yama, Soma und der Herr der Wasser.

Er ist die Ahnen, Vasus, Sādhyas, die beiden Aśvins, Maruts und Manu, Wind, Feuer, Geschöpfe und Lebenshauch, der Schöpfer der Jahreszeiten und des Lichtes.

Er ist Āditya, Savitṛ, Sūrya, der am Himmel Wandernde, Pūṣan, der Strahlenträger, der Goldgleiche, Bhānu, der Goldsamige, der Tagesschöpfer.

Er hat falbe Rosse, tausend Flammen und sieben Pferde, ist strahlenreich, zerbricht die Dunkelheit, ist Śambhu, Tvaṣṭṛ, Mārtaṇḍa und der Strahlende.

Er ist Hiraṇyagarbha, der Kühle, der Erhitzende, Tagesschöpfer, Ravi, der Feuerschoß, Aditis Sohn, Śaṅkha und der Vernichter der Kälte.

Er ist der Himmelsherr, der Spalter der Finsternis, der Ṛg-, Yajur- und Sāmaveda vollkommen Durchdringende, Regen des Reichtums, Freund der Wasser und der über die Vindhya-Bahn Dahinschreitende.

Er ist der Erwärmende, der Scheibenträger, der Tod, der Rotbraune, der alle Erhitzende, der Seher, das All, der Großglänzende, der Rote, der Ursprung allen Werdens.

Herr der Mondhäuser, Planeten und Sterne, Erzeuger des Alls, selbst unter den Glanzvollen der Glanzvolle, Zwölfgestaltiger: Verehrung sei dir!

Verehrung dem östlichen Berg, Verehrung dem westlichen Berg! Verehrung dem Herrn der Lichtgestirne, dem Herrn des Tages!

Verehrung dem Sieg und dem segensreichen Sieg! Verehrung, Verehrung dem mit falben Rossen! Verehrung, Verehrung dir, Tausendstrahliger! Verehrung, Verehrung Āditya!

Verehrung dem Gewaltigen, dem Helden; Verehrung, Verehrung dem Schnellschreitenden! Verehrung dem Lotus-Erwecker; Verehrung sei dir, äußerst Gewaltiger!

Verehrung dem Herrn von Brahmā, Īśāna und Acyuta, dem Sonnenhaften mit Ādityas Glanz, dem Leuchtenden, Allverschlingenden, der wilden Gestalt!

Verehrung dem Vernichter der Finsternis [namoghna: fehlerhafte Lesart], dem Vernichter der Kälte und der Feinde, dem Unermesslichen, dem Vernichter der Undankbaren, dem Gott, dem Herrn der Lichter!

Verehrung dem wie glühendes Gold Glänzenden, Hari, dem Allschöpfer, dem Vernichter der Finsternis, dem Licht, dem Zeugen der Welt!

Dieser Herr vernichtet das Gewordene und erschafft es wiederum. Er erhält, erhitzt und lässt durch seine Strahlen regnen.

Er wacht, wenn die Wesen schlafen, und ist in ihnen gegenwärtig. Er ist das Agnihotra und die Frucht für die Agnihotra-Opfernden.

Er ist die Götter, die Opfer und deren Frucht, sämtliche Handlungen in allen Welten, der höchste Herr.

Rāghava, wer ihn in Nöten, Schwierigkeiten, Wildnissen und Gefahren preist, geht nicht zugrunde.

Verehre ihn mit gesammeltem Geist, den Gott der Götter, den Herrn der Welt. Wenn du dies dreimal rezitiert hast, wirst du in den Kämpfen siegen.

Starkarmiger, noch in diesem Augenblick wirst du Rāvaṇa besiegen! Nachdem Agastya so gesprochen hatte, ging er dahin zurück, woher er gekommen war.

Als der Großglänzende dies hörte, verging sein Kummer. Rāghava, beherrscht an Selbst, nahm es voller Freude in sich auf.

Er blickte auf Āditya, rezitierte dies und erlangte höchste Freude. Dreimal vollzog er Ācamana, wurde rein und nahm kraftvoll seinen Bogen.

Frohen Herzens sah er Rāvaṇa, der zum Sieg herangekommen war. Mit großer Anstrengung richtete er sich ganz darauf, ihn zu töten.

Da blickte Ravi, inmitten der Götterscharen, auf Rāma. Frohen Sinnes, höchst erfreut und im Wissen um den Untergang des Herrn der Nachtwanderer, sprach er: „Eile!“

Damit ist im ehrwürdigen Rāmāyaṇa Vālmīkis der Āditya-Hṛdaya-Lobgesang vollständig.

Vedisches Sonnen-Sukta

Nun das Sūkta.

Der weithin Strahlende trinke den großen süßen Soma und verleihe dem Opferherrn unversehrtes Leben. Vom Wind angetrieben beschützt er selbst die Geschöpfe, nährt sie vielfach und leuchtet weithin.

Die Strahlen tragen den allwissenden Gott empor, Sūrya, damit alle ihn sehen.

Mit jenem reinigenden Auge, o Varuṇa, siehst du auf die sich regenden Menschen. [Die vedische Anrede Varuṇa steht so in der Vorlage.]

Ihr beiden göttlichen Adhvaryus, kommt mit dem Wagen, dessen Haut Sonnenglanz ist! Mit Süße salbt ihr das Opfer gemeinsam.

Ihn, der wie vormals, wie zu Beginn und wie stets den ersten Rang einnimmt, auf dem Opfergras sitzt und das Himmelslicht kennt, den zu uns Gewandten, Kraftvollen, Brausenden, Schnellen und Siegreichen, melke zu deinem Nutzen; durch jene Kräfte wächst du. [Der vedische Satz, besonders anu yāsu, bleibt in dieser Überlieferung syntaktisch unsicher.]

Dieser Vena treibt die im bunt schimmernden Schoß Ruhenden an, lichtumhüllt, im Maßraum der Luft. Am Zusammenfluss der Wasser und der Sonne liebkosen ihn die Weisen mit ihren Gedanken wie ein Kind.

Das strahlende Antlitz der Götter ist aufgegangen, das Auge Mitras, Varuṇas und Agnis. Sūrya hat Himmel, Erde und Zwischenraum erfüllt; er ist das Selbst alles Beweglichen und Stillstehenden.

Möge der allen Menschen zugehörige Gott Savitṛ mit Labungen zu unserer Versammlung kommen, zu schönem Lob, damit ihr jugendlichen Götter euch an uns erfreut und bei Tagesende die ganze Welt mit Einsicht erfreut. [Die zweite Vershälfte ist in dieser Fassung schwierig.]

Was immer du heute bei deinem Aufgang erblickst, o Sūrya, Vṛtra-Bezwinger, all das steht, Indra, unter deiner Macht. Rasch Dahinziehender, allen Sichtbarer, Lichtschöpfer bist du, Sūrya; du erhellst den ganzen lichten Raum.

Dies ist Sūryas Göttlichkeit, dies seine Größe: Mitten im Wirken zog er das Ausgebreitete zusammen; als er die falben Rosse von ihrem gemeinsamen Ort abschirrte, breitete die Nacht ihr Gewand für ihn aus.

Damit Mitra und Varuṇa ihn schauen, bildet Sūrya im Schoß des Himmels seine Gestalt. Unendlich ist sein einer heller Glanz; den anderen, schwarzen, führen die falben Rosse herbei.

Wahrlich groß bist du, Sūrya; wahrlich groß bist du, Āditya! Da du groß bist, wird deine Größe gepriesen; wahrlich, Gott, groß bist du! Wahrlich, Sūrya, groß bist du an Ruhm; ganz und gar, Gott, bist du groß! Durch Größe bist du die Herrschermacht der Götter, der Vorangestellte, das weitreichende, unbezwingbare Licht. [Hier stehen die Verse 13 und 14 zusammen.]

Wie jene, die zur Sonne streben: Nehmt alle Anteil an Indras Gütern! Unter dem durch Kraft geborenen Geschlecht möchten wir unseren Anteil wie einen zugeteilten Teil erlangen. [Die Wortverbindung jāte janamāna ist unklar.]

Götter, führt uns heute beim Aufgang der Sonne aus Bedrängnis und Tadel heraus! Mögen Mitra, Varuṇa, Aditi, der Strom, die Erde und der Himmel uns dies gewähren!

Durch den dunklen Luftraum wandelnd, Unsterbliches und Sterbliches zur Ruhe bringend, fährt Gott Savitṛ auf goldenem Wagen und schaut die Welten.

Damit endet das Sūkta.

Surya: hundertacht Namen

Nun die hundert Namen.

Dhaumya sprach:

Sūrya; Aryaman; Bhaga; Tvaṣṭṛ; Pūṣan; Arka; Savitṛ; Ravi.

der Strahlenträger; der Ungeborene; die Zeit; der Tod; der Träger; der Lichtschöpfer.

die Erde; das Wasser; das Feuerlicht; der Raum; der Wind; die höchste Zuflucht; Soma; Bṛhaspati.

Śukra; Budha; Aṅgāraka, der Mars.

Indra; Vivasvat; der Hellstrahlige; der Reine; Śauri; Śanaiścara, Saturn; Brahmā; Viṣṇu.

Rudra; Skanda; Varuṇa; Yama.

das Blitzfeuer; das Verdauungsfeuer; das Brennstofffeuer; der Herr der Lichter; das Banner des Dharma; der Schöpfer des Veda; dessen Glieder der Veda sind; der vom Veda Getragene.

das Kṛta-Zeitalter; das Tretā-Zeitalter; das Dvāpara-Zeitalter; das Kali-Zeitalter; die Stätte aller Unreinheit; die Kalā-Zeitspanne; die Kāṣṭhā-Zeitspanne; der Muhūrta.

die Nacht; die Nachtwache; der Augenblick.

der Jahresschöpfer; der Aśvattha-Baum; das Zeitrad; der Lichtreiche; der Puruṣa; der Beständige; der Yogin; das Manifeste und Unmanifeste.

der Ewige.

der Aufseher der Zeit; der Aufseher der Geschöpfe; der Allschöpfer; der Dunkelheitsvertreiber; Varuṇa; der Ozean; Aṃśa, der Anteil; die Regenwolke.

das Leben; der Feindvernichter.

die Zuflucht der Wesen; der Herr der Wesen; der von allen Welten Gegrüßte; der Schöpfer; der Weltauflöser; das Feuer; der Ursprung von allem; der Begierdelose.

der Unendliche; der Rotbraune; der Strahlende; der Wünsche Gewährende; der Allgesichtige; der Sieg; der Weite; der Gabenspender.

der von allen Elementen Verehrte.

der Geist; der Schöngeflügelte; der Ursprung der Wesen; der Schnellgehende; der Lebenshauchträger; Dhanvantari; der Rauchbannerträger; der Urgott.

Aditis Sohn.

der Zwölfgestaltige; der Lotusäugige; der Vater; die Mutter; der Großvater; das Tor zu den Geschöpfen; das Tor zur Schöpfung; das Tor zur Befreiung.

der Himmel.

der Verbrennung Bewirkende; der an Selbst ganz Friedvolle; das Selbst des Alls; der Allgesichtige; das Selbst des Beweglichen und Unbeweglichen; das feine Selbst; der Freundliche; der Mitfühlende.

Dies sind die hundertacht Namen des preiswürdigen Sūrya von unermesslichem Glanz; der Selbstentstandene hat sie verkündet.

Ich verneige mich zum Heil vor Bhāskara, dem Götterscharen, Ahnen und Yakṣas dienen, den Asuras, Nachtwanderer und Vollendete grüßen, der wie edles Gold und Feuer leuchtet.

Wer dies bei Sonnenaufgang mit völlig gesammeltem Geist liest, erlangt Söhne, Gemahlin, Geld und Edelsteinvorräte. Darauf gewinnt er Erinnerung an frühere Geburten sowie beständige Standhaftigkeit und Einsicht.

Wer diesen Lobgesang auf den vorzüglichen Gott mit reinem, gesammeltem Geist verkündet, wird aus dem Meer des Kummers und seines Waldbrandes befreit und erlangt die im Geist gewünschten Güter.

Damit endet im Vanaparvan des ehrwürdigen Mahābhārata, im Gespräch zwischen Dhaumya und Yudhiṣṭhira, der Hymnus der hundertacht Namen Sūryas.

Surya: Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Sumantu sprach:

Freude der Kurus, König, am siebten Tag der hellen Hälfte des Monats Māgha soll man fastend Ravi mit Hingabe vorschriftsgemäß verehren.

Vor dem Gott stehend rezitiere man die bereits genannte Rezitationsformel, o König, mit reinem und gesammeltem Geist, nachdem Zorn und Sinne bezwungen sind.

Śatānīka sprach:

Durch die Rezitation welches Mantras oder welchen Lobgesangs erscheint der erhabene Savitṛ? Sage mir dies, du treu Gelobender!

Sumantu sprach:

Als ich ihn hingebungsvoll mit tausend Namen pries, erschien mir der göttliche Tagesschöpfer unmittelbar.

Śatānīka sprach:

Zweimalgeborener, ich möchte von dir die tausend Namen Savitṛs hören, durch die dir der göttliche Tagesschöpfer unmittelbar erschien.

Sumantu sprach:

Sie sind das Heil alles Heilvollen und vernichten sämtliche Sünden. Jede etwa bestehende Furcht wird durch ihre Verehrung beschwichtigt. [na ced asti: Satzverbindung unsicher.]

König, wenn dieser Lobgesang gelesen wird, wird der Mensch vom Fieber befreit. Auch andere Krankheiten werden bei Lesenden und Hörenden besänftigt.

Alle Genüsse werden nach Wunsch erlangt. Wer dies zuerst hört und dann in den Kampf zieht, besiegt die Feinde in der Schlacht und kehrt unversehrt nach Hause zurück. Es schenkt Unfruchtbaren Kinder und nimmt den Ängstlichen die Furcht.

Für Arme schafft es Gedeihen [bhūtakāri: unsichere Lesart], für Aussätzige ist es das höchste Heilmittel; für alle Kinder wehrt es besitzergreifende Mächte und Rākṣasas ab.

Wer dies liest, König, erlangt das höchste Heil. Alle seine Vorsätze werden erfüllt, und er genießt äußerstes Glück.

Wer Dharma begehrt, soll es zur Erlangung des Dharma lesen; wer Glück begehrt, zum Glück; wer Herrschaft begehrt, zur Erlangung der Herrschaft.

Den Brahmanen bringt es Wissen, den Kṣatriyas Sieg, den Vaiśyas Vieh und den Śūdras Mehrung des Dharma.

Dies geschieht den Lesenden und Hörenden, daran besteht kein Zweifel. Höre es, bester König; mit gesammelt gereinigtem Selbst verkünde ich dir die berühmten tausend Namen des strahlenden Gottes der Götter.

Oṃ. Für diese tausend Namen des ehrwürdigen Sūrya ist der erhabene Parāśara der Seher, Anuṣṭubh das Versmaß, Sūrya die Gottheit. Die Anwendung bei der Rezitation dient der Erfüllung sämtlicher Wünsche.

Surya: Namenfolge

Oṃ. der Allwissende; der Weltbezwinger; der Schöpfer; das Selbst des Alls; der Allgesichtige; der Weltenherr; der Weltschoß; der Selbstbeherrschte.

der Sinnenbezwinger.

die Grundlage der Zeit; der Zeitschöpfer; der Zeitnehmer; der Zeitvernichter; der große Yogin; der von großer Einsicht; das große Selbst; der höchst Kraftvolle.

der Herr; der Allgegenwärtige; der Herr der Wesen; das Selbst der Wesen; der Herr der Welten; Vergangenheit und Zukunft; der im Selbst Geläuterte; das innere Organ der Wesen.

der Heilvolle.

der Zuflucht Gewährende; die Freude der Lotusse beziehungsweise Kamalās; der Erfreuende; der Freude Mehrende; der Erwählenswerte; der Gabenspender; der Yogin; der gut Verbundene.

der Erheller.

der ursprüngliche Lebenshauch; der höchste Lebenshauch; der im Selbst Erfreute; der Liebere als das Liebe; die rechte Führung; der Tausendfüßige; der Gute; der mit göttlichen Ohrringen Geschmückte.

der die Avyaṅga-Schnur Trägt; der im Selbst Standhafte; der Weise; der den Wind als Fahrzeug Hat; der von gesammelter Einsicht; der Träger; der Ordner; der Heil Geschaffen Habende.

der Verfilzthaarige; der Kalpa-Schöpfer; Rudra; der Wohlgesinnte; der den Dharma Liebende; der Verbundene; der im Selbst Befreite; der im Selbst Vollendete.

der Beste der Tätigen.

der von unvorstellbarem Leib; der Beste; der große Yogin; der große Herr; der Schöne; der Ursprung des Begehrens; Āditya; der Selbstbeherrschte.

der Unbeunruhigte.

das Begehren; der Mitfühlende; der Schöpfer; der Lotusteiche Erweckende; der Siebenrossige; der von undenkbarem Wesen; der Höchste der großen Mitfühlenden.

der Wiederbelebende; der Herr des Lebens; das Leben der Welt; der Weltenherr; der Unbesiegbare; die Wohnstätte des Alls; die Verteilung; der Stierbannerträger.

Vṛṣākapi; der Schöpfer der Weltperioden; der das Weltperiodenende Bewirkende; Ravi; der mit einrädrigem Wagen; der Schweigsame; der mit schönem Wagen; der Beste der Wagenkämpfer.

der Zornlose; der Strahlenbekränzte; die Lichtfülle; der Lichtreiche; der Göttliches Schaffende; der Tagesschöpfer; der Gott; der Gott der Götter.

der Herr des Himmels.

der Herr der Armen; der Opfergaben Darbringende; der mit göttlichen Armen; der Tagesschöpfer; das Opfer; der Opferherr; Pūṣan; der Goldsamige.

der zum Jenseitigen Tragende.

der Höheres und Niederes Kennt; der rasch Dahinziehende; der Strahlenbekränzte; der Herzerfreuende; der Einsichtige; der Herr der Geschöpfe; Sūrya; Savitṛ.

Viṣṇu; der Strahlende.

der stets Bewegte; der Duftarmige; der Angeordnete; die Ordnung; der Schnelle; der am Himmel Fliegende; der Fliegende; der Unbewegliche.

der Vogel; der Himmelswanderer; der Beste.

der mit falben Rossen; der mit grünlich-goldenen Rossen; der mit gelblichen Rossen; der Weltgeliebte; der Dreiäugige; der alle Bezwingende; der im Selbst Geläuterte; der beste Arzt.

der Lichtschöpfer; der Weltherr; der von Welt und Nichtwelt Gegrüßte; die Zeit; der Weltperiodenbeender; das Feuer; der Erhitzende; der völlig Durchglühende.

der Leuchtende; der mit verschiedenartigen Augen; der Tausendäugige; der Städtezerstörer; der Tausendstrahlige; Mihira, die Sonne; der mit vielerlei Gewändern Geschmückte.

der Himmelswanderer; der Zerstörende; der Gesegnete; der auf Pferden Fahrende; der in der Sprache Gewandte; der Glückreiche; der Kühle; der Redegewandte.

der Herr Śrīs; die Wohnstätte Śrīs.

der Schönhalsige; der Śrī Trägt; der Glückreiche; die Wohnstätte Śrīs; der Reichtum Gewährende; der nach Belieben Wandelnde; der große Māyā-Meister; der große Herr.

dessen Absicht erkannt ist.

der heilige Badehandlungen Vollziehende; der gut Führende; die Machtfülle; der seine Verehrenden Liebende; der Ruhm; der Ruhm Schaffende; der Ewige; der Ohrringträger.

der Gepanzerte; der Wagenkämpfer.

der Goldsamige; der Siebenrossige; der im Selbst Gereinigte; der Feindbedränger; der Einsichtige; der Beste der Unsterblichen; der Leuchtende; der Bestrafer Pākas.

der Ozean; der Reichtumsspender; der Träger; Māndhātṛ; der Befleckung Nehmende; der Finsternisvernichter; der Dunkelheitsvertreiber; das Feuer.

der Opferpriester; das innere Organ; der Verborgene.

der Viehreiche; der Freude an innerer Reinheit Hat; der Herr der Wesen; der Beste der Glückreichen; der stets Aufgehende; der mit ewigem Wagen; der Götterherr; der von Göttern Verehrte.

der Unbesiegte; der Sieg; der Sieger; der Bewegliche; dessen Wesen das Unbewegliche ist; die Freude des Lebens; der stets Gehende; der Bezwinger.

der Sieg Gewährende.

Parjanya, der Regengott; der im Feuer Bestehende; der Beständige; der Alte; der Feine; der Unbefleckte; der Erleuchter; der auf den Wagen Gestiegene.

der Erheller aller Welten.

der Feste; der Einsichtige; der von großer Tatkraft; der Haṃsa; der über den Saṃsāra Hinüberführende; der Schöpfungsurheber; die Ursache des Handelns; Mārtaṇḍa.

der Herr der Maruts.

der von Maruts Begleitete; der Verbrenner; Tvaṣṭṛ; Bhaga; das Glück; der Herr Aryamans; der Anteil Varuṇas; der Herr der Welt.

der sein Werk Vollbracht Habende; der Schönäugige.

Vivasvat; der Strahlende [bhūnumān: so die Vorlage]; Wirkung und Ursache; der Schatz der Lichter; der ohne Anhaftung Wandelnde; der Scharfstrahlige; der Ursprung des Dharma; der Glanzstrahlige.

der Tausendstrahlige; der Erhabene; der mit tausend Strahlen; der Tagesschöpfer; der Strahlenträger; der Lichtstrahlige; der Bekränzte; der von unvergleichlichem Glanz.

der Lichtschöpfer; der die Aufgaben der Götter Kennt; der Allwissende; der Scharfstrahlige; der Älteste der Götter; der Götterherr; der Vielwissende; der Herr der Worte.

der Lichtschatz; der Großglänzende; der Großberühmte; Bṛhaspati; der Wärme Besitzende; der Kraftvolle; der Einsichtige; der Umhüllte beziehungsweise Freigegebene [āmukta].

der Ruhm Mehrende.

der große Arzt; der Herr der Scharen; Gaṇeśa; der Anführer der Scharen; der heftig Durchglühende; der Erhitzende; der Wärme Bringende; der das All Erhitzende.

der Goldene; der Herr der Sinne; die Freude des Lotus; der Begrüßte; der Lotusnabelige; der Nektar als Nahrung Hat; der Beständige; der Bannerträger.

der Himmel.

der Anfangs- und Endlose; der Unwandelbare; das All; der Freund des Alls; der Wärmestrahlende; der Weitstrahlende; der Umhüllte beziehungsweise Freigegebene; der Gepanzerte.

der Redegewandte; der Gewandträger; der Welterzeuger.

der Beste an ursachloser Bewegung; der Zuflucht Gewährende; der Allgesichtige; der Eintauchende; der Staub; der Unerträgliche; der Verbundene; der Gesammelte.

das Banner des Dharma; der am Dharma Freude Habende; der Auflöser; die Selbstzügelung; Yama; der die Not der sich Verneigenden Nimmt; der Redner; der sein Werk Vollendende.

der Herr der Menschen.

der den Himmel Durchquerende; der Wahre; der Dunkle; der höchst Herzerfreuende; der Halskettenträger; Hari; Hara; der Wind.

die Jahreszeit; der wie das Weltenbrandfeuer Leuchtende.

der im Angesicht zu Verehrende; der Großglänzende; die Ursache des Endes der Welten; Mahendra; der vielfach Gepriesene beziehungsweise sein Lobgesang [viṣṭutastotram]; die Ursache des Lobes; der Lichtschöpfer.

der Tausendhändige beziehungsweise Tausendstrahlige; der Langlebige; der Zornlose; der Glück Schenkende; der Glückliche; der Krankheitsvernichter; der Glück Schenkende; das Glück.

der Heilvolle; der Beste der Gestaltenden.

die Vollendung gesundheitsbezogener Handlungen; das Wachstum; das Gedeihen; der Tagesherr; der Goldsamige; die Gesundheit; der Wissende; der Verwandte.

der Weise; der Große.

der mit dem Praṇava Versehene; der Standhafte; der Dharma; der Dharma-Schöpfer; der Glanz Schenkende; der allen Liebe; der alles Ertragende; der sämtliche Feinde Abwehrende.

der Hochgewachsene; der Aufleuchtende; das Leuchten; der Tausendstrahlige; das Werk; der mit Oberarmschmuck Strahlende; der Erhellte; der Erheller.

das Feuer.

der die Not der Zufluchtsuchenden Nimmt; der Opferpriester; der im Himmel Leuchtende; der beste Himmelswanderer; das Licht aller; das Licht des Daseins; der sämtliches Leuchten Schaffende; der Makellose.

der Heilvolle; der Heil Schaffende; der Tüchtige; der Weltperiodenschöpfer; der Seher; der Heil Bewirkende; dessen Leib die Weltperiode ist; das Gefäß sämtlichen Heils.

der Frieden Liebende; der im Selbst Klare; der ganz Ruhige; der Beruhigung Liebende; der edel Handelnde; der gut Führende; der Schönstrahlende; der vor Glanz Leuchtende.

der Glanzvolle; der Herr allen Glanzes; der Herr der drei Welten; der dem Willen Folgende; der Lichtvolle; der von schönem Ruhm und Aussehen; der Aufseher der Farben beziehungsweise Stände; der Bali-Gaben Liebende.

der Ruhmreiche; die Wohnstätte des Veda; der Glanzvolle; der in der Urnatur Gegründete; der Himmelsgänger; der Schnellbewegte; der Eilende; der Offenbarung Besitzende.

der Himmelswanderer.

der Herr der Kühe beziehungsweise Strahlen; der Herr der Planetengötter; der Kühe beziehungsweise Strahlen Besitzende; der Eine; der Zerschmetterer; der Erzeuger; die Zeugung; das Leben.

die Lampe; der alles Erhellende.

der Zeuge des Handelns; der ewig im Yoga Weilende; der Wind; der Asura-Beender; der Rākṣasa-Vernichter; der Hindernisse Besänftigende; der Gekrönte; der Wohlgesinnte Liebende.

der Strahlenbekränzte; der Guteinsichtige; der Gastfreundschaft Geleistet Habende; der Auszeichnende; der von edlem Wandel; der von heilvollem Wandel; der ganz dem eigenen guten Wandel Hingegebene.

der Mandāra-Baum; Māṭhara; der Staub; der Erschütternde; der Lehrer der Vögel; der durch sich selbst Ausgezeichnete; der von ausgezeichnetem Selbst; der Fügsame.

der durch Erkenntnis Schöne.

der Mahāśvetā Liebe; der zu Erkennende; der Sāman-Sänger; der Freude Schenkende; dessen Wesen alle Veden besingen; die Wohnstätte aller Veden; die Auflösung.

die Gestalt des Veda; die vier Veden; der Vedaträger; der den Veda vollkommen Durchdringende; der Handelnde; der überaus Leuchtende; der Vorzüglichere; der Gabenspender.

der Gelübde Übende; der Gelübde Bewahrende; der Freund der Welt; der Geschmückte; der unvergängliche Schmuck beziehungsweise Schmucklaut; der göttliches Wissen Besitzende; dessen Absicht erkannt ist.

der a-Laut; der Schmuck; der zu Schmückende; der Gedeihende; der in den Wohnstätten Verehrte; der Diskusträger; der Donnerkeilträger; der Götterherr.

der die Welt Liebende.

der Gemahl Rājñīs; der Großarmige; die Urnatur; die Umgestaltung; die Eigenschaft; der Dunkelheitsvertreiber; der Beste; der die Weltalter Kreisen Lassende.

der ihren Anfang Schaffende.

der Unermessliche; der ewige Yogin; der Ichlose; der Herr; der Heil Gewährende; der Heilvolle; die Schönheit; der heilvoll Handelnde.

die Stätte des Heils.

der Wahrhaftige; der Standhafte; der Verehrungswürdige; der a-Laut; der Wachstum Schenkende; das Feuer; der Kraftträger; der Kraftspender.

der Verwandte; der Starke; der Beste der Starken [bara: Lesart].

der Körperlose; der Nāga-König; Indra; der Lotusgeborene; der Herr der Scharen; das Jahresopfer; der Führer; der das Zeitrad in Bewegung Setzende.

der Lotusäugige; der Lotusgeborene; der Ursprung; der von anasara-Glanz [unklare Lesart]; der Schöngestaltige; der Guteinsichtige; Soma; Govinda.

der am Weltanfang Geborene.

der Gelbgewandete; der Dunkelgewandete; der Raumgewandete; der über den Sinnen Stehende; Hari; der Indra Überragende; der Vielgestaltige; Skanda.

der Eroberer fremder Städte.

der Kraftvolle; der Dreizackträger; der Leuchtende; die Ursache der Befreiung; der nicht aus einem Mutterschoß Geborene; der alles Schauende; der Unbesiegte; der Neumond.

der böse Träume und Unheil Vernichtende.

der Heil Schaffende; der rasch Dahinziehende; der Schnelle; der Befleckung Nehmende; der deutlich artikulierte Laut; der große Mantra; Viśākha; der Opfer Liebende.

der Allschöpfer; der von großer Kraft; das Licht; der Herr; der Himmelswanderer; der Scharfsichtige; der Geschickte; Indra.

das Hindernis; der Liebanzuschauende.

die beiden Aśvins; die Wohnstätte des Veda; der Vedakenner; dessen Absicht erkannt ist; der Lichtschöpfer; der Feindbezwinger; der Gute; der Aruṇa als Wagenlenker Hat.

der schöne Wagen Kuberas [kuberasuratha: Gliederung unsicher]; Skanda; der Geehrte; der Benannte; der Lehrer; der Planetenkönig; der Planetenherr [grahaprati: beschädigt]; der Schmuck der Planeten und Mondhäuser.

der Lichtschöpfer; die beständige Freude; der Erfreuende; der Freude Mehrende; das Heil; der Heil Besitzende; der Glückverheißende; der Heil Bringende.

dessen Wandel glückverheißende Handlungen sind; der Geschwundene [śīrṇa: so die Vorlage]; der alle Gelübde Verkörpernde; der Gelobende; der Viergesichtige; der Lotusbekränzte; der im Selbst Reine; der die Not der sich Verneigenden Nimmt.

der Besitzlose; der wahrhaft Entschlossene; der Eigenschaftslose; der Eigenschaftsreiche; der Tugendhafte; der Vollständige; der Lotusäugige; der Fügsame.

der ganz dem Yoga Hingegebene.

der Tausendstrahlige; der Opferherr; das gesamte Gut; der Guteinsichtige; der Wohlredende; der mit gutem Fahrzeug; der Girlandenbekränzte; der seine Nahrung Beherrschende.

der Hari Liebe.

der Brahmanweise; der Berühmte; der im Selbst Erkannte; der Beständige; der mit hundert Punkten; der hundertfach Opfernde; der Ehrwürdigere; der Herr des Feuers.

der Standhafte; der Größere; der Gesegnete; der Puruṣa; der höchste Puruṣa; der Oberkönig der Wissensträger; der Wissende; der Gedeihen Schenkende.

der Bestehende.

der von unbeschreiblichem Leib; der Glückreiche; das Selbst des Alls; der Vielheilvolle; der fest Gegründete; der mit gutem Wagen; der Goldene; die Wohnstätte der Befreiungsgrundlage.

der von Gegensätzen Freie; der Gegensätze Beseitigende; die Schöpfung; der Allgegenwärtige; der Erheller; der Mitfühlende; der feine Einsicht Hat; der Frieden.

der das Bestehen von Wohlergehen und Nichtwohlergehen Liebende.

der Erdenträger; der Erdenherr; der Sprecher; der im Selbst Reine; der Dreiäugige; der große Eber; der Liebes Bewirkende; der Träger.

der Genießer; der Furcht Gewährende.

der Träger der vier Veden; der Ewige; der Schlaflose; der vielerlei Nahrung Genießt; der Weltherrscher; der Standhaftigkeit Bewirkende; der Vollständige; der große Herr.

der mit wunderbarem Wagen; der Alleinige; der Siebenrossige; der über das Höchste Hinausreichende; der das Bestehen aller Meere Bewirkende; das Bestehen; der Beständige; der Beständigkeit Liebende.

der Teilose; der von überreichem Glanz; der Reichtum Besitzende; der Indra Liebe; der Reichtum Besitzende [Wiederholung]; der Herr Indras; der Reichtum Gebende; der Reichtum Gewährende.

der Starke; der Wissende; die Wirklichkeit; der Oṃ-Laut; der in den Dreien Gegründete; der Schoß des Entschlusses; der Tagesschöpfer; der Erhabene.

der Ursachen Herbeiführende.

der Blauhalsige; der Aufseher des Reichtums; der die vier Veden lieblich Verkündende; der Vaṣaṭ-Ruf; die Opfergabe; der Opferpriester; der Svāhā-Ruf; die dargebrachte Darbringung.

Janārdana; die Freude der Menschen; Nara; Nārāyaṇa; die Regenwolke; der das goldene Glied Schwinden Lassende [svarṇāṅgakṣapaṇa: unsicher]; der Wind; der von Göttern und Asuras Gegrüßte.

der Gestalttragende; der Makellose; der Punkt; der Kummerlose; der von reinem Glanz; der Erhellte; der Erheller; der Wissende.

Vivasvat; der Gabenspender; der Starke.

der Ursprung des Dharma; die große Verblendung; der Bruder Viṣṇus; der Ewige; der durch Sāvitrī Vergegenwärtigte; der König; der Ausgebreitete; der stark Wärmestrahlende.

der Weitstrahlende.

der Siebenflammige; der Siebenrossige; der von den sieben Welten Gegrüßte; der Vollendete; der Weltherr; der Wohlgesinnte; der Schönes Liebende.

das Selbst aller; der Allschöpfer; die Schöpfung; der Rosse Besitzende; der den siebten Mondtag Liebende; der von guter Einsicht; Mādhava; der Reine.

der Einsichtige; der Madhu-Bezwinger.

Aṅgiras; der Lauf und Zeit Kennt; der Rauchbannerträger; der mit schönem Banner; der Glückliche; der Glück Schenkende; das Glück; der Begehrende.

der Schönheit Liebende; der Weise.

der Durchglühende; der Erhitzende; der Wärme Ausstrahlende; der Herr der Askese; der Gewaltigberühmte; der Tausendstrahlige; der Liebes Vollbringende; der Liebes Bewirkende.

der Erfreute; der Zornlose; die Regenwolke; der Belebende; der Herr der Welten; der Vater der Welt; der Frohgesinnte; das All.

der mit ganz verborgener Kraft [sarvoguhābala: unsicher].

der Allgegenwärtige; die Freude der Welt; der Führer der Welt; der Götterfeindvernichter; das Heil; der Heil Schaffende; der Größere; der Beste der Besten.

der Höchste.

der Höchste [Wiederholung]; der große Meru; der Tragende; der Erdenträger; der Regenträger; der Dharma-König; der Dharma; der den Dharma in Gang Setzende.

der Aufseher der Wagen; der Wagenherr; der Eilende; der unermessliches Feuer Hat; der Höhere; der Unübertreffliche; der Erhitzende; der Sternenherr.

der Herr der Wasser.

dessen Preisgesang heiligt; der Heilige; die Ursache; die Zuflucht der drei Welten; Svarbhānu; der unversehrte Himmelswanderer; der besonders hervorragende Werke Vollbringende.

der Krankheitsvernichter; das Wohlergehen; der Held; der Beste aller Sieger; der einzige Herr; der Oberherr des Wagens; der Vater Śanaiścaras; der Weiße [Quellnummer 74 statt 94].

der Vater beziehungsweise Lehrer Vaivasvatas; der Tod; der stets im Dharma Weilende; der große Gelobende; der mit langer Halskette; der Umherziehende; der Erleuchter; der Erhellte.

das Feuer.

der Nachkommen Schaffende; der Höchste; der Mantra; die Mantragestalt; der Großstarke; der von höchstem Selbst; der sehr Liebe; Śambhu.

der Herr der Herren der Großen.

der den Lauf des Saṃsāra Durchschneidende; der über den Saṃsāra-Ozean Hinüberführende; der Siebenzüngige; der Tausendflammige; der Edelsteinschoß; der Unbesiegte.

das Banner des Dharma; der von unermesslichem Selbst; der Gaben für Dharma und Adharma Gewährende; der Zeuge der Welt; der Lehrer der Welt; der Weltherr; der Versmaße als Fahrzeug Hat.

die Gestalt des Dharma; der feine Wind; der mit dem Bogen in der Hand; der Bogenträger; der Pināka-Träger; der von großem Eifer; der mit vielerlei Māyā; der Vielverzehrende.

der Held; der Beste der Kraftvollen; der Beste aller Waffenträger; der durch Erkenntnis Erreichbare; der schwer zu Verehrende; der Rotgliedrige; der Feindzermalmer.

der Unendliche; der Dharma Gewährende; der Ewige; der Dharma Schaffende; der mit dem Heldenmut des Diskusträgers; die Gottheit; der Dreisilbige; das Berauschende [madya: so die Vorlage].

der Blaugliedrige; der Blaurote.

der Eine; der Viele; die drei Veden; Vyāsa; Savitṛ; der Schlachtsieger; der Śārṅga-Bogenträger; Nala.

der Furchtbare; der mit sämtlichen Angriffswaffen.

der im Höchsten Weilende; das höchste Licht; der Hüter des Himmels; der Himmelsherr; der Freigebige; Vāsuki; der zu Erkennende; der Nachkomme Atris.

der von übergroßem Heldenmut.

das Dvāpara-Zeitalter; der höchst Großmütige; der höchste Brahmacarya Übende; der in flammendem Gewand; der Gekrönte; der Lotushändige; der den kühlstrahlenden Mond Trägt.

das Lächeln; der mit heiterem Gesicht; der mit einem Gesicht wie das Innere eines Lotus; der abends und tags göttliche Gestalt Hat; der Unbeschreibliche; der große Wagenheld.

der große Wagenheld [Wiederholung]; der große Herr; Śeṣa; Sattva, Rajas und Tamas; der einer sonnenschirmtragenden Gestalt Gleiche; der Nachsinnende; die Entscheidung; der Beständige.

der Gewaltlose; der von reiner Einsicht; der ohne Zweiten; der Feindzermalmer; der alles Schenkende; der Reichtumsspender; die Befreiung; der spielerisch Wandelnde.

der Vielgebende.

der Gebieter der Planeten; der Planetenherr; der Herr der Gestirne; der Dunkelheitsvertreiber; der von herzerfreuender Gestalt; der Helle; der Schöne; der mit schön leuchtendem Gesicht.

der Schönstrahlende; der schönen Glanz Bewirkende; der Schönäugige; der Gemahl Nikṣubhās; der Rājñī Liebe; der Klangschöpfer; der Planetenherr; der Dunkelheitsvertreiber.

der Feind des Sohnes Siṃhikās; der Gott; der Gabenspender; der Anführer der Besten; der Vierarmige [caurbbhuja: beschädigt]; der große Yogin; der Herr der Yoga-Meister.

der von anfangsloser Gestalt; Aditis Sohn; der wie Edelstein Glänzende; der aus Licht Bestehende; die Lampe der Welt; der Ausgedehnte; der mit weit ausgedehntem Kreis.

der mit einrädrigem Wagen; der mit goldenem Wagen; der einen goldenen Leib Trägt; der ohne äußere Stütze; der Himmelsgänger; der die Wirksamkeit rechtschaffener Handlungen Bewirkende.

dessen Wesen Dharma ist; der Zeuge der Handlungen; der unmittelbar Sichtbare; der höchste Herr; der den Meru Besuchende; der höchst Einsichtige; der den Meru Beschützende; der Große.

der zur Grundlage Gewordene; der Freudvolle; der Geld und Getreide Schaffende; der Qual der Sünde Vernichtende; der Herzenswünsche Gewährende.

der Krankheiten Nehmende; der Herrschaft Schenkende; der von lieblichen Eigenschaften; der Schuldenfreie; der in den drei Zeiten unendliche Gestalt Hat; der von den Scharen der Weisen Gegrüßte.

der die Dämmerungsröte Schafft; der Vollendete; der durch das Dämmerungsgebet Verehrte; der stets Weltherrschaft zu schenken Bereite; der durch innige Verehrung Erfreute.

der das Leid der Verehrenden Vernichtende; der über den Ozean des Werdens Hinüberführende; der Furcht Nehmende; der Erhabene; der von unermesslichem Heldenmut; der Gebieter Manus; der Herr Manus; der Ehrwürdige.

der Herr der Manu-Zeitalter.

Surya: Schlussverse

Damit ist dir alles mitgeteilt, wonach du mich gefragt hast: die tausend Namen Savitṛs, die mir der Sohn Parāśaras verkündete.

Das Aufsagen der Namen Bhānus bringt Segen, Ruhm und langes Leben, vernichtet Böses und böse Träume und befreit aus Bindung.

Wer dies täglich gesammelt liest und hört, dem werden unvergängliches Glück, Nahrung und die übrigen Güter zuteil.

Er braucht weder König, Feuer, Diebe noch Krankheiten zu fürchten. Er wird stets siegreich und erlangt das höchste Heil.

Er wird berühmt, glücklich, wissend, froh und lieb anzusehen, lebt hundert Jahre und bleibt von allen Krankheiten frei.

Wer diese tausend Namen des Strahlenden morgens rein, regelgebunden und in guter Sammlung liest, dessen Tür meiden die Krankheiten stets voller Furcht, wie die großen Schlangenkönige Garuḍa meiden.

Damit sind im Saptamīkalpa des ehrwürdigen Bhaviṣya-Purāṇa die tausend Namen des erhabenen Sūrya vollständig.

Damit endet das Sūrya-Tantra.

17. Vishnu-Tantra

Vishnu-Tantra: Titelseite

Śrī — Heil und Glück.

Gesammelt und verfasst von Śrī Rājā Devanandanasiṃha Bahādur, Herrscher der Hauptstadt Śivahara,

als Bestandteil des Śāktapramoda:

das siebzehnte

Viṣṇu-Tantra.

Durch Paṇḍit Śrī Raghurāja Dubejī aus dem Geschlecht des genannten königlichen Lehrers

bearbeitet.

Dieses Werk wurde

von Khemarāja, dem Sohn Śrīkṛṣṇadāsas,

in seiner eigenen Śrīveṃkaṭeśvara-Druckerei

gedruckt und veröffentlicht.

Bombay.

Verehrung dem ehrwürdigen Gaṇeśa!

Nun das Viṣṇu-Tantra.

Nun die Meditation über den ehrwürdigen Viṣṇu.

Vishnu: Meditation, Yantra und Mantra

Ich verehre Viṣṇu: von friedvoller Gestalt, auf der Schlange ruhend, lotusnabelig, Herr der Götter, Träger des Alls, dem Himmel gleich, wolkenfarben und von schönen Gliedern; Lakṣmīs Geliebten, den Lotusäugigen, den Yogins in der Meditation erreichen, den Vernichter der Furcht vor dem Werden, den einen Herrn aller Welten.

Nun die Herleitung des Yantra.

Wo die Ritualvorschrift kein Yantra nennt, zeichne man einen achtblättrigen Lotus mit einem Sechseck als Fruchtboden, geschmückt mit vier Toren.

Nun die Herleitung des Mantras.

Der Verständige vollziehe die Zuordnung mit den Namen im Dativ und namaḥ am Ende. Man spreche den Tāra-Laut und namaḥ, dann na und ra mit langen Vokalen, den Laut ya und ṇāya. Dieser höchste Mantra heißt der Achtlautige.

Nun der Mantra.

Oṃ, Verehrung Nārāyaṇa!

Vishnu: Keshava-Nyasa und Puja

Nun die Anwendung der Pūjā.

Nachdem man die morgendlichen Pflichten bis zum Mātṛkā-Nyāsa vollzogen hat, führe man den mit Keśava und Kṛti beginnenden Nyāsa aus. Nun der Nyāsa des Sehers und der übrigen Zuordnungen: Am Kopf: Verehrung dem Seher Prajāpati.

Am Mund: Verehrung dem Versmaß Gāyatrī.

Am Herzen: Verehrung der Gottheit Ardhalakṣmīhari, Hari mit Lakṣmī als seiner Hälfte.

Dann Hand- und Gliedernyāsa: Śrīṃ, Verehrung den beiden Daumen, und so weiter. Dazu im Gautamīya: Prajāpati ist der Seher, Gāyatrī das Versmaß, Ardhalakṣmīhari die Gottheit. Mit dem Bīja śrīṃ werden die Gliederzuordnungen gebildet. Dann die Meditation.

Ich verehre Viṣṇu, der wie hundert aufgehende Sonnen leuchtet, hell wie glühendes Gold; zu seinen beiden Seiten dienen ihm die Tochter des Meeres und die Weltenhalterin. Er trägt vielerlei mit Edelsteinen funkelnden Schmuck und gelbes Gewand, hält Muschelhorn, Lotus, Kaumodakī-Keule und Diskus in den Händen. Nachdem man so meditiert hat, vollziehe man den Nyāsa. Denn die Vorschrift lautet: Man spreche die Buchstaben mit dem Halbmond aus.

An der Stirn: Aṃ, Verehrung Keśava und Kṛti [keśavakṛtyai: Lesart; später nennt die Quelle Kīrti, „Ruhm“].

Am Gesicht: Āṃ, Verehrung Nārāyaṇa und Kānti, dem Glanz.

Am rechten Auge: Iṃ, Verehrung Mādhava und Puṣṭi, der Nahrungskraft.

Am linken Auge: Īṃ, Verehrung Govinda und Puṣṭi. Namaḥ gilt überall als Abschluss.

Am rechten Ohr: Uṃ, Verehrung Viṣṇu und Dhṛti, der Standhaftigkeit.

Am linken Ohr: Ūṃ, Verehrung Madhusūdana und Śānti, dem Frieden.

Am rechten Nasenloch: Ṛṃ, Verehrung Trivikrama und Kriyā, der Handlungskraft.

Am linken Nasenloch: Ṝṃ, Verehrung Vāmana und Dayā, dem Mitgefühl.

An der rechten Wange: Ḷṃ, Verehrung Śrīdhara und Medhā, der Einsicht.

An der linken Wange: Ḹṃ, Verehrung Hṛṣīkeśa und Durgā.

An der Oberlippe: Eṃ, Verehrung Padmanābha und Śraddhā, dem Vertrauen.

An der Unterlippe: Aiṃ, Verehrung Dāmodara und Lajjā, der Schamhaftigkeit.

An der oberen Zahnreihe: Oṃ, Verehrung Vāsudeva und Lakṣmī.

An der unteren Zahnreihe: Auṃ, Verehrung Saṅkarṣaṇa und Sarasvatī.

Am Kopf: Aṃ, Verehrung Pradyumna und Dhṛti.

Am Mund: Aḥ, Verehrung Aniruddha und Rati, der Liebesfreude. Die nächsten fünf Formeln gelten der Reihe nach den Ansatz-, Gelenk- und Endstellen des rechten Arms:

Kaṃ, Verehrung dem Diskusträger und Jayā, der Siegreichen.

Khaṃ, Verehrung dem Keulenträger und Durgā.

Gaṃ, Verehrung dem Śārṅga-Bogenträger und Prabhā, dem Glanz.

Ghaṃ, Verehrung dem Schwertträger und Satyā, der Wahrhaftigen.

Ṅaṃ, Verehrung dem Muschelhornträger und Candrā, der Mondhaften. Die nächsten fünf gelten entsprechend dem linken Arm:

Caṃ, Verehrung dem Pflugträger und Vāṇī, der Sprache.

Chaṃ, Verehrung dem Stößelträger und Vilāsinī, der Spielerischen.

Jaṃ, Verehrung dem Dreizackträger und Vijayā, der Siegerin.

Jhaṃ, Verehrung dem Schlingenträger und Virajā, der Staublosen.

Ñaṃ, Verehrung dem Stachelhakenträger und Bimbā. Die nächsten fünf gelten Ansatz, Gelenken und Endstellen des rechten Beins:

Ṭaṃ, Verehrung Mukunda und Vinadā [Name in dieser Form unsicher].

Ṭhaṃ, Verehrung Nandas Sohn und Sunandā, der Hochbeglückenden.

Ḍaṃ, Verehrung Nandin und Smṛti, der Erinnerung.

Ḍhaṃ, Verehrung Nara und Ṛddhi, dem Gedeihen.

Ṇaṃ, Verehrung dem Naraka-Bezwinger und Samṛddhi, der Fülle. Die nächsten fünf gelten entsprechend dem linken Bein:

Taṃ, Verehrung Hari und Śuddhi, der Reinheit.

Thaṃ, Verehrung Kṛṣṇa und Vṛddhi, dem Wachstum.

Daṃ, Verehrung Satya und Bhūmi, der Erde.

Dhaṃ, Verehrung Sātvata und Mati, der Einsicht.

Naṃ, Verehrung Saurāṣṭra und Kṣamā, der Geduld.

An der rechten Flanke: Paṃ, Verehrung Śūra und Ramā.

An der linken Flanke: Phaṃ, Verehrung Janārdana und Umā.

Am Rücken: Baṃ, Verehrung Bhūdhara und Kledinī, der Befeuchtenden.

Am Nabel: Bhaṃ, Verehrung dem Weltgestaltigen und Klinnā, der Feuchten.

Am Bauch: Maṃ, Verehrung Vaikuṇṭha und Vasudā, der Reichtum Schenkenden.

Am Herzen: Yaṃ, Verehrung Puruṣottama, dessen Wesen die Haut ist, und Vasudhā, der Erde.

An der rechten Schulter: Raṃ, Verehrung Balin, dessen Wesen das Blut ist, und Parā, der Höchsten.

Am Nacken: Laṃ, Verehrung Vālānuja, dessen Wesen das Fleisch ist, und Parāyaṇā, der höchsten Zuflucht. [vālānuja: so die Vorlage.]

An der linken Schulter: Vaṃ, Verehrung Bala, dessen Wesen mada ist, und Sūkṣmā, der Feinen. [mada bedeutet Rausch; in der Gewebereihe könnte medas, Fett, gemeint sein, wird aber nicht als sichere Lesung eingesetzt.]

Vom Herzen zum rechten Arm: Śaṃ, Verehrung Vṛṣaghna, dessen Wesen die Knochen sind, und Saṃghā, der Vereinigung.

Vom Herzen zum linken Arm: Ṣaṃ, Verehrung Vṛṣa, dessen Wesen das Mark ist, und Prajñā, der Erkenntnis.

Vom Herzen zum rechten Bein: Saṃ, Verehrung Haṃsa, dessen Wesen das Weiße ist, und Prabhā, dem Glanz. [śukla steht in der Vorlage; im Gewebekontext möglicherweise Samen.]

Vom Herzen zum linken Bein: Haṃ, Verehrung Varāha, dessen Wesen der Lebenshauch ist, und Niśā, der Nacht.

Vom Herzen zum Bauch: Laṃ, Verehrung Vimala, dessen Wesen das individuelle Leben ist, und Amoghā, der Unfehlbaren.

Vom Herzen zum Mund: Kṣaṃ, Verehrung Nṛsiṃha, dessen Wesen der Zorn ist, und Vidyutā, der Blitzenden.

Dazu im Gautamīya: Dieser mit Keśava beginnende Nyāsa verleiht den Verkörperten allein durch seine Ausführung Acyutas Wesen. Wahrlich, wahrlich, daran besteht kein Zweifel. Nachdem man den Mutterlaut ausgesprochen hat, vergegenwärtige man keśavāya und kīrtyai mit namaḥ und führe so den weiteren Nyāsa aus. „Keśava, dann Kīrti; Kānti und Nārāyaṇa“: Auch nach dieser und weiteren Aussagen der Agastya-Saṃhitā gilt diese Reihenfolge, nicht dagegen „keśavakīrtibhyāṃ namaḥ“ und dergleichen. Wer Genuss und Befreiung begehrt, soll diesen Nyāsa mit dem Śrī-Bīja am Anfang ausführen.

Zum Beispiel:

Śrīṃ aṃ, Verehrung Keśava und Kīrti, und so weiter. Nun die Pūjā in der Reihenfolge der Darbringungen. Die Einladung: Götterherr, dessen Anblick die Götter zur Erfüllung ihrer Wünsche begehren, sei gnädig vor mir gegenwärtig! Höchster Herr, willkommen, willkommen, Gebieter! Ich bin ans Ziel gelangt und begnadet; mein Leben ist fruchtbar geworden, da du gekommen bist, Götterherr, Unvergänglicher aus Bewusstsein und Glückseligkeit. Was immer aus Unwissenheit, Nachlässigkeit oder Unentschlossenheit des Übenden unvollständig bleibt: Wende dich ihm dennoch freundlich zu! Damit endet die Einladung.

Nun das Fußwasser: Schon durch Berührung mit einem kleinen Anteil der Hingabe an dich entsteht höchste Glückseligkeit. Dir, höchster Herr, dem Reinen, bereite ich das Fußwasser. Damit endet das Fußwasser.

Nun das Mundspülwasser.

Dem Gott auch der Götter, der Gottheit der Götter, dir, Herr, bereite ich das Mundspülwasser zur Reinigung mit svadhā. Damit endet das Mundspülwasser.

Nun die Ehrengabe.

Ich bereite dir die göttliche Ehrengabe, die die drei Leiden nimmt und höchste Glückseligkeit als Kennzeichen hat, zur Befreiung von den drei Leiden. Damit endet die Ehrengabe.

Nun der Madhuparka.

Gott, dir, der von jeder Trübung frei ist, bereite ich diesen Madhuparka, dessen Wesen vollkommener Nektar ist. Sei mir gnädig! Damit endet der Madhuparka.

Nun das erneute Mundspülwasser.

Durch bloßes Gedenken an dich wird selbst jemand rein, der Speisereste an sich hat oder anderweitig unrein ist. Dir gilt dieses erneute Mundspülwasser. Damit endet die erneute Mundspülung.

Nun die Ölsalbung.

Man nehme Duftöl und spreche: Weltherr, Großgesinnter, nimm dieses Öl mit Liebe an! Du in allen Welten reines Selbst, ich gebe dir das vorzügliche Öl. Damit endet die Salbung. [sneha bedeutet sowohl Öl/Fett als auch Zuneigung.]

Purusha-Sukta zum Bad

Nun das Bad. Oṃ. Tausend Köpfe hat der Puruṣa, tausend Augen, tausend Füße. Er umfasste die Erde von allen Seiten und ragte noch zehn Fingerbreiten darüber hinaus.

Der Puruṣa allein ist all dies: was gewesen ist und was sein wird. Er ist auch der Herr der Unsterblichkeit und dessen, was durch Nahrung heranwächst.

So groß ist seine Herrlichkeit, doch der Puruṣa ist noch größer. Ein Viertel von ihm sind alle Wesen; drei Viertel sind das Unsterbliche im Himmel.

Mit drei Vierteln erhob sich der Puruṣa nach oben; ein Viertel erschien wieder hier. Von dort breitete er sich überall aus, über das Essende und das Nichtessende.

Aus ihm entstand Virāj, aus Virāj wiederum der Puruṣa. Als er geboren war, überragte er die Erde hinten und vorn.

Aus jenem allumfassenden Opfer wurde die Mischung aus Dickmilch und Ghee gesammelt. Er schuf die Tiere der Luft, der Wildnis und des Dorfes.

Aus jenem allumfassenden Opfer entstanden die Ṛc-Verse und Sāman-Gesänge; aus ihm entstanden die Versmaße, aus ihm entstand der Yajus.

Aus ihm entstanden Pferde und alle Tiere mit zwei Zahnreihen. Aus ihm entstanden die Rinder; aus ihm wurden Ziegen und Schafe geboren.

Ihn, das Opfer, den zuerst geborenen Puruṣa, besprengten sie auf dem Opfergras. Mit ihm opferten die Götter, die Sādhyas und die Seher.

Als sie den Puruṣa aufteilten, in wie viele Teile gliederten sie ihn? Was war sein Mund? Was wurden seine Arme, seine Schenkel und seine Füße genannt?

Der Brahmane war sein Mund; seine Arme wurden zum Rājanya. Seine Schenkel waren der Vaiśya; aus seinen Füßen entstand der Śūdra.

Aus seinem Geist wurde der Mond geboren, aus seinem Auge entstand die Sonne. Aus seinem Ohr entstanden Wind und Lebenshauch; aus seinem Mund entstand das Feuer. [Diese Fassung nennt śrotrāt, „aus dem Ohr“.]

Aus seinem Nabel entstand der Zwischenraum, aus seinem Kopf bildete sich der Himmel; aus seinen Füßen die Erde, aus seinem Ohr die Richtungen. So ordneten sie die Welten.

Als die Götter mit dem Puruṣa als Opfergabe das Opfer entfalteten, war der Frühling sein Ghee, der Sommer sein Brennholz und der Herbst seine Opfergabe.

Sieben waren seine Einfassungshölzer; dreimal sieben Brennhölzer wurden bereitet, als die Götter, das Opfer entfaltend, den Puruṣa als Opfertier banden.

Mit dem Opfer opferten die Götter dem Opfer. Dies waren die ersten Ordnungen. Diese Mächtigen gelangten zum Himmel, wo die früheren Götter, die Sādhyas, wohnen.

Vishnu: tantrische Darbringungsformeln

Nun die tantrischen Mantras.

Herr, dir, dessen eigene Gestalt in den Ozean höchster Glückseligkeit und Erkenntnis eingetaucht ist, bereite ich dieses Bad samt allen Haupt- und Nebengliedern. Damit endet das Bad.

Nun das Gewand.

Ohne Māyā gibt es für dich keine Geburt. Dir, der den eigenen gewaltigen Glanz verbirgt, dem unverhüllten Erkennenden, bereite ich das Gewand. Damit endet das Gewand. [nijagūhorutejas ist eine schwierige Wortverbindung.]

Auf dich gestützt betört jene große Māyā die Welt. Dir, höchster Herr, bereite ich das Obergewand.

Nun die heilige Schnur.

Dir, durch dessen drei Kräfte diese ganze Welt zusammengefügt beziehungsweise verkündet ist, dir als Opferschnur bereite man die heilige Schnur. Damit endet die heilige Schnur.

Nun der Schmuck: Dir mit von Natur schönen Gliedern, Grundlage des Wirklichen und Unwirklichen, von Göttern Verehrter, bereite ich vielfältigen Schmuck. Damit endet der Schmuck.

Nun das Wasser.

Herr aller Götter, nimm das vorzügliche Wasser an, das alle vollkommen erquickt und mit ungeteilter Glückseligkeit erfüllt ist! Damit endet das Wasser.

Nun der Duftstoff.

Höchster Herr, nimm gnädig den höchsten Duft an, dessen Wohlgeruch höchster Glückseligkeit sämtliche Himmelsrichtungen erfüllt! Damit endet der Duftstoff.

Nun die Blüte.

Nimm diese vorzügliche Blüte an, ausgestattet mit der Eigenschaft des Vierten, durch vielerlei Eigenschaften herzerfreuend, duftend nach Glückseligkeit! Damit endet die Blüte.

Nun der Weihrauch.

Nimm diesen Weihrauch an, aus dem Saft der Bäume entstanden, reich an Wohlgeruch, vorzüglicher Duft, von allen Göttern einzuatmen! Damit endet der Weihrauch.

Nun das Licht.

Nimm diese große, hell leuchtende Lampe an, die überall die Finsternis vertreibt: Licht im Äußeren wie im Inneren! Damit endet das Licht.

Nun die Speisegabe.

Götterherr, ich bringe dir und deinem Gefolge die in einem guten Gefäß bereiteten Speisen dar, mit Ghee und vielen verschiedenen Gerichten. Nimm sie an! Damit endet die Speisegabe.

Nun Wasser zum Mundspülen.

Herr aller Götter, nimm das vorzügliche Wasser an, das höchste allumfassende Erkenntnis bewirkt und mit ungeteilter Glückseligkeit erfüllt ist! Damit endet das Wasser. [sarvajñaptikara: so die Vorlage, abweichend vom früheren sarvatṛptikara.]

Nun der Betel.

Höchster Herr, nimm den vorzüglichen göttlichen Betel an, mit Kampfer und anderem wohlbeduftet, von mir hingebungsvoll dargebracht! Damit endet der Betel.

Damit endet die Pūjā.

Vishnu: Lobgesang

Nun der Lobgesang.

Verehre den ursprünglichen Viṣṇu in Fischgestalt, der einst alle Veden aus dem Meer holte, den gewaltigen Madhu niederwarf und tötete und die Veden dem Großvater übergab.

Ich verneige mich vor der Schildkröte, die zur Stütze wurde, als Götter und Asuras mit Vāsuki und Mandara das große Meer nach göttlichem Nektar quirlten und die Erde durch die gewaltige Bewegung erschüttert wurde.

Ich nehme Zuflucht zu dem ursprünglichen Eber, der die Erde auf seinem Stoßzahn emporhob: das Meer ihr Gürtel, die Flüsse ihr Obergewand, der Meru ihre schwere Krone.

Ich vergesse Narasiṃha nicht, der aus dem Inneren der Säule erschien, um kraft seiner Fähigkeit die Not des Verehrenden zu brechen, und mit scharfen Nagelspitzen den Feind der Götter zerriss. [Die erste Vershälfte ist sprachlich beschädigt.]

Ich verneige mich vor dem allgegenwärtigen Trivikrama: Die mit vier Meeren geschmückte Erde reichte nicht aus, einen seiner Füße daraufzustellen, geschweige denn den anderen, o Götter.

Ich verneige mich vor dem ursprünglichen Helden Rāma, der einundzwanzigmal die Könige erschlug und durch die Kraft seiner Arme seinen Ahnen ein aus Blut bestehendes Tarpana darbrachte.

Hingebungsvoll verneige ich mich vor Sītās Gemahl, der im Geschlecht Raghus geboren wurde, eine Brücke durch die Meereswasser errichtete und den Herrn Laṅkās bezwang.

Hingebungsvoll verehre ich Balabhadrarāma, den besonders Starken, der an Kṛṣṇas Seite alle Asuras mit dem Pflug heranzog und mit Schlägen des Stößels zu Pulver machte.

Ich verneige mich vor Buddha, dem ursprünglichen Grund, der einst zum Sieg der Götter über die Asuras eine Gestalt mit herrlichen, vorzüglichen Kennzeichen annahm und eine unfehlbar wirksame Lehre schuf. [Die Deutung entspricht der hier überlieferten Avatāra-Erzählung.]

Wir verehren jenes weltgestaltige Pferd, den Furchtbaren, der am Ende des Weltalters in einem Augenblick mit allen seinen Göttern zusammenstieß beziehungsweise sie vereinte und mit seinem eigenen Glanz verbrannte. [saṅghaṭṭayāmāsa: Zusammenhang unsicher; die Vorlage nennt ausdrücklich turaga, „Pferd“.]

Im Herzen preise ich Viṣṇu, dunkel wie der Tamāla-Baum, der Muschelhorn, schönen Diskus, prächtige Keule und Lotus in den Händen hält, auf Garuḍa sitzt, das Śrīvatsa-Zeichen trägt und ursprüngliche Wurzel der Welt ist.

Immer wieder gedenke ich des Ursprünglichen der Offenbarungen, der im Milchmeer auf dem besonderen Lager Śeṣas ruht, dessen Gesicht von innerem Lächeln erstrahlt und dessen Lotusaugen geöffnet sind, dunkel wie die Wasser der Wolken. [ambudāmbhasām: Verbindung unsicher.]

Mit diesem Lobgesang erfreue man den Herrn der Welt, den Weltgestaltigen, den höchsten Puruṣa, um Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung zu erlangen.

Damit endet der Lobgesang auf den ehrwürdigen Viṣṇu.

Vishnu-Kavaca

Nun das Schutzgebet.

Der ehrwürdige Nārada sprach:

Erhabener, Kenner aller Dharmas, bitte verkünde gnädig das offenbarte Schutzgebet namens „Heil der drei Welten“, o Herr!

Sanatkumāra sprach:

Höre, bester Brahmane! Ich werde das höchst wunderbare Schutzgebet verkünden, das Nārāyaṇa einst gnädig Brahmā lehrte.

Brahmā lehrte es mich; aus großer Liebe sage ich es dir: die äußerst geheime Wirklichkeit, deren Gestalt die Fülle der Brahman-Mantras ist.

Durch Tragen und Lesen dieses Schutzgebets entfaltet Brahmā gewiss die Schöpfung. Durch Tragen und Lesen beschützt Mahālakṣmī die drei Welten.

Durch Lesen und Tragen wird Śambhu zum Auflöser und Kenner aller Mantras. Durgā, die Mutter der drei Welten, erschlug die großen Asuras, Mahiṣa und die übrigen, die durch erhaltene Gaben übermütig geworden waren, eben durch Lesen und Tragen. So erlangen Indra und alle anderen sämtliche Herrschermacht.

Dieses Schutzgebet ist äußerst geheim; man soll es nicht beliebig verkünden. Einem hingebungsvollen Schüler, einem Übenden, soll man es offenbaren.

Wer es einem Hinterlistigen oder einem fremden Schüler gibt, erlangt den Tod. Für dieses Schutzgebet „Heil der drei Welten“ ist Prajāpati der Seher, Gāyatrī das Versmaß und Nārāyaṇa selbst die Gottheit. Die Anwendung wird für Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung gelehrt.

Der Praṇava schütze meinen Kopf; namo nārāyaṇāya — „Verehrung Nārāyaṇa“ — meine Stirn und beide Augen: der achtlautige Mantra, der Hingabe und Befreiung schenkt.

Klīṃ, der einsilbige Allbezauberer, schütze beide Ohren. Klīṃ kṛṣṇāya — „Kṛṣṇa“ — schütze stets die Nase; govindāya — „Govinda“ — die Zunge. Die Worte gopījana und vallabhāya svāhā — „dem Geliebten der Gopīs, svāhā“ — schützen mein Gesicht.

Der achtzehnsilbige Mantra; der zehnsilbige schütze den Hals. [Die knappe Satzfügung bleibt erhalten; der Achtzehnsilbige schließt offenbar an den vorherigen Vers an.]

Gopījana-vallabhāya svāhā — „dem Geliebten der Gopīs, svāhā“ — schütze beide Arme. Klīṃ glauṃ klīṃ śyāmalāṅgāya namaḥ — „Verehrung dem Dunkelgliedrigen“ — der Zehnsilbige, schütze beide Schultern.

Klīṃ kṛṣṇaḥ klīṃ schütze beide Hände; klīṃ kṛṣṇāya beschütze am Leib. Bhuvaneśānī schütze das Herz; klīṃ kṛṣṇāya klīṃ meine beiden Brüste. [aṅgataḥ ist in der Körperzuordnung unklar.]

Gopālāya — „dem Kuhhirten“ — mit dem Wort für Agnis Gemahlin, svāhā, am Ende schütze stets beide Bauchseiten. Der unübertreffliche klīṃ kṛṣṇāya schütze stets beide Flanken.

Kṛṣṇa und Govinda, mit dem Smara-Bīja am Anfang und der Dativendung versehen, schützen die Hüften. Der Achtlautige schütze den Nabel; der zweilautige kṛṣṇa schütze den Rücken. Klīṃ kṛṣṇa [die Verbindung mit kaṅkāla, „Skelett“, ist unsicher]. Klīṃ kṛṣṇāya mit den beiden ṭha-Lauten am Ende schütze stets die beiden Schenkel. Śrīṃ hrīṃ klīṃ kṛṣṇa, zweimal ṭha, der siebenlautige Mantra, schütze die Oberschenkel. Der Dreizehnlautige schütze: śrīṃ hrīṃ klīṃ, danach gopījanavallabha, dann dan bhāya svāhā, den After. [dantataḥ / bhāya: beschädigte Mantraverbindung; kein neuer vollständiger Mantra wird daraus konstruiert.] Klīṃ hrīṃ śrīṃ, mit dem Zehnlautigen verbunden, schütze stets beide Knie; hrīṃ śrīṃ klīṃ und der Zehnlautige, der Dreizehnlautige, schütze beide Unterschenkel, bewaffnet mit Diskus und weiteren erhobenen Waffen. Der Achtzehnlautige mit hrīṃ śrīṃ am Anfang wird zum Zwanziglautigen; der starke Herr von Dvārakā schütze stets meinen ganzen Leib. Namo bhagavate — „Verehrung dem Erhabenen“ — und danach vāsudevāya — „Vāsudeva“ —, mit dem Tāra-Laut am Anfang: Dieser Zwölflautige schütze mich stets im Osten. Śrīṃ hrīṃ klīṃ mit dem Zehnlautigen, klīṃ hrīṃ śrīṃ mit dem Sechzehnlautigen: Viṣṇu mit erhobener Keule und anderen Waffen beschütze mich in Agnis Richtung, im Südosten. Der Mantra hrīṃ śrīṃ mit dem Zehnlautigen schütze mich stets im Süden.

Tāra, namo bhagavate rukmiṇīvallabhāya svāhā — „Oṃ, Verehrung dem erhabenen Geliebten Rukmiṇīs, svāhā“: Dieser Sechzehnlautige beschütze mich im Südwesten.

Klīṃ hṛṣīkeśadeśāya namaḥ — „Verehrung dem Hṛṣīkeśadeśa“ [unsichere Namensform] — schütze mich im Westen. Der Achtzehnlautige mit Kāma-Bīja am Ende schütze mich stets im Nordwesten.

Śrīṃ, Māyā- und Kāma-Bīja, kṛṣṇāya hrīṃ govindāya, zweimal ṭha: Viṣṇu in Gestalt dieses zwölflautigen Mantras schütze mich stets im Norden. [Die behauptete Lautzahl und die verkürzte Schreibweise werden nicht stillschweigend angeglichen.]

Vāgbhava, Kāma, kṛṣṇāya hrīṃ govindāya, danach śrīṃ gopījanavallabha, am Ende bhāya svāhā und dann hsauḥ: dieser zweiundzwanziglautige Mantra schütze mich stets im Nordosten. Ihn, der inmitten von Kāliyas Schlangenhauben einen göttlichen Tanz ausführt, Devakīs Sohn, den König des Tanzes, den Unwandelbaren, verehre ich. Dieser zweiunddreißiglautige Mantra schütze mich auch stets von unten.

Wir möchten den Liebesgott erkennen; über den Blütenpfeilträger meditieren wir. Möge der Körperlose unsere Einsicht anregen! Diese Formel schütze mich von oben.

Brahmane, so wurde dir das Schutzgebet namens „Heil der drei Welten“ mitgeteilt, Brahman in Gestalt, dessen Leib die Fülle der Brahman-Mantras ist.

Einst von Brahmā verkündet und aus Nārāyaṇas Mund hervorgegangen, wurde es dir von mir aus Liebe mitgeteilt. Man soll es niemandem beliebig weiterverkünden.

Nachdem man sich vorschriftsgemäß vor dem Lehrer verneigt hat, lese man das Schutzgebet einmal, zweimal oder dreimal, entsprechend der Unterweisung. So verkörpert man alle Askese.

Man wird zum Lehrer sämtlicher Mantras, daran besteht kein Zweifel. Als Puraścaraṇa-Vorschrift gelten hundertacht Wiederholungen.

Nach Ausführung des Feueropfers und der übrigen Handlungen mit jeweils einem Zehntel verwirkliche man es gewiss. Wer das Schutzgebet vollendet hat, wird selbst Viṣṇu.

Durch die Puraścaraṇa-Ordnung erlangt er Mantra-Vollendung. Lakṣmī und Vāṇī wohnen dann beständig bei ihm und wetteifern miteinander.

Nach Darbringung von acht Blütenhandvoll lese man es einmal mit dem Wurzelmantra. Man erlangt die Frucht von zehntausend Jahren Pūjā.

Wenn man es auf Birkenrinde schreibt, als gerolltes Amulett in Gold fasst und am Hals oder rechten Oberarm trägt, ist man selbst Viṣṇu, daran besteht kein Zweifel.

Tausende Pferdeopfer, Hunderte Vājapeya-Opfer, große Gaben und dergleichen sowie die Umwandlung der Erde sind nicht einmal einem Bruchteil einer einzigen Rezitation gleich. Durch die Gnade des Schutzgebets wird der Mensch schon zu Lebzeiten befreit.

Er erschüttert die drei Welten und wird ihr Sieger. Wer den höchsten Puruṣa verehrt, ohne dieses Schutzgebet zu kennen, dessen Mantra wird selbst nach hundert Lakh, also zehn Millionen, Rezitationen nicht wirksam.

Damit endet das Schutzgebet.

Narayana-Hridaya

Nun das Herzgebet.

Nachdem man Ācamana und Atemregelung vollzogen und Ort und Zeit vergegenwärtigt hat, fasse man den Vorsatz: Zur Erfüllung meines Wunsches werde ich das Nārāyaṇa-Hṛdaya einmal rezitieren, in der Weise der Verkettung oder in der Weise des Einschließens.

Für den Mantra dieses ehrwürdigen Nārāyaṇa-Hṛdaya-Lobgesangs ist Bhārgava der Seher, Anuṣṭubh das Versmaß, Śrī Lakṣmīnārāyaṇa die Gottheit, oṃ das Bīja, namaḥ die Śakti, nārāyaṇāya der Verschluss. Die Anwendung bei der Rezitation dient der Freude Śrī Lakṣmīnārāyaṇas.

Oṃ, Nārāyaṇa ist das höchste Licht — Verehrung den beiden Daumen.

Oṃ, Nārāyaṇa ist das höchste Brahman — an den beiden Zeigefingern.

Oṃ, Nārāyaṇa ist der höchste Gott — an den beiden Mittelfingern.

Oṃ, Nārāyaṇa ist der höchste Meditierende — an den beiden Ringfingern.

Oṃ, Nārāyaṇa ist die höchste Wohnstätte — an den beiden kleinen Fingern.

Oṃ, Nārāyaṇa ist der höchste Dharma — an Handflächen und Handrücken. Ebenso an Herz und den weiteren Stellen.

Nun das Binden der Richtungen: Oṃ, die zehn Richtungen, beginnend mit Indras Osten. Auf jede Richtung wende man an: „Oṃ, Verehrung Sudarśana mit tausend Speichen! Hūṃ phaṭ, ich binde. Verehrung dem Diskus, svāhā.“

Nun die Meditation: Man meditiere über Hari, Lakṣmīs Gemahl, den Unwandelbaren, der wie die aufgehende Sonne strahlt, gelbe Gewänder trägt und Muschelhorn, Diskus und Keule in den Händen hält.

Die Rezitation lautet: Oṃ, Verehrung Nārāyaṇa! Nun die acht Grundverse.

Oṃ. Nārāyaṇa ist das höchste Licht; Nārāyaṇa ist das höchste Selbst.

Nārāyaṇa ist das höchste Brahman. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Nārāyaṇa ist der höchste Gott; Nārāyaṇa ist der höchste Geber. Nārāyaṇa ist der höchste Meditierende. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Nārāyaṇa ist die höchste Wohnstätte; Nārāyaṇa ist die höchste Meditation. Nārāyaṇa ist der höchste Dharma. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Der Veda ist ganz auf Nārāyaṇa gerichtet; Nārāyaṇa ist das höchste Wissen. Die Welt ist unmittelbar Nārāyaṇa. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Aus Nārāyaṇa entstand Brahmā, aus Nārāyaṇa entstand Śiva, aus Nārāyaṇa entstand Indra. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Die Sonne ist Nārāyaṇas Licht; der Mondglanz ist Nārāyaṇas Herrlichkeit. Das Feuer ist unmittelbar Nārāyaṇa. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Nārāyaṇa ist der zu Verehrende; Nārāyaṇa ist der höchste Lehrer. Nārāyaṇa ist die höchste Erkenntnis. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Nārāyaṇa ist die vornehmste Frucht; Nārāyaṇa ist Vollendung und Glück. Der reine Nārāyaṇa ist der zu Dienende. Nārāyaṇa, Verehrung sei dir!

Damit enden die acht Grundverse. Nun die zehn Gebetsverse.

Du allein bist Nārāyaṇa, der im „kleinen Raum“ genannten Herzen weilt, der Antreiber der Angetriebenen. Mein Geist wird von dir bewegt.

Deinen Befehl auf meinem Haupt tragend rezitiere ich das die Menschen Reinigende. Du erkennst den inneren Sinn der verschiedenen Verehrungswege und erweckst das Verständnis ihrer inneren Haltung.

Verwirkliche den Sinn der Hingabe, sei in ihr gegenwärtig und schenke das Glück der Hingabe! Die durch deine Māyā verblendete Welt ist von dir selbst gestaltet.

Allein durch deine Gegenwart vermag diese Māyā alle Zwecke zu erfüllen. Nimm du sie in deinen Dienst und erfülle meine Wünsche!

Ich habe keinen anderen Retter als dich, keine andere Gottheit als dich. Außer dir kenne ich keinen Beschützer in heiliger Gestalt.

Solange die Vorstellung des weltlichen Daseins als inneres Bild im Geist besteht, möge die zu verwirklichende Vollendung immer und in jeder Weise erreichbar sein, Allgegenwärtiger.

Ich bin der Erste unter den Sündern; du bist der Erste unter den Mitfühlenden. Wer in diesen drei Welten bedürfte deines Erbarmens mehr als ich?

Hättest du mich nicht geschaffen, könnte sich dein Mitgefühl nicht zeigen. Wäre keine Krankheit entstanden, wäre das Auftreten eines Heilmittels vergeblich.

Von einer Schar von Sünden umringt, sündig im Inneren und in sündiger Gestalt: Wer außer dir ist hier auf Erden mein Retter aus den Sünden?

Du allein bist Mutter und Vater; du allein bist Verwandter und Freund. Du allein bist Wissen und Lehrer; du allein bist mein Alles, Gott der Götter!

Wer die hier verkündeten zehn Gebetsverse und acht Grundverse täglich liest oder hört, bei dem bleibt Lakṣmī beständig.

Nārāyaṇas Herzgebet gewährt sämtliche erwünschten Früchte. Wird der Lakṣmī-Hṛdaya-Lobgesang jedoch ohne dieses ausgeführt, gilt all dies als fruchtlos; Lakṣmī zürnt beständig. Die verbundenen Lobgesänge gewähren die Früchte aller Handlungen.

Wer Lakṣmīs Herzgebet und dasjenige Nārāyaṇas miteinander verkettet rezitiert, erlangt alles Erwünschte.

Zuerst rezitiere man Nārāyaṇas Herzgebet, danach Lakṣmīs Herzgebet und wiederum Nārāyaṇas.

Nachdem man nochmals Nārāyaṇas rezitiert hat, rezitiere man wiederum das Lakṣmī zugehörige; dann nochmals Nārāyaṇas. So entsteht die Verkettung.

So rezitiere man den verbundenen Text mit zweimaliger Einschaltung in der Mitte: den Lakṣmī-Hṛdaya-Lobgesang, der zur Erfüllung aller Wünsche offenbart ist. [Die Wiederholungsfolge der Verse 15–17 bleibt erhalten; die Formulierung unterscheidet nicht überall eindeutig Neuansatz und Fortsetzung.]

Entsprechend vollziehe man die Rezitation und die übrigen Handlungen mit dieser heilvollen Verbindung. Man erlangt alle Wünsche und vertreibt die Furcht vor geistigen und körperlichen Leiden.

Man soll dies stets geheim halten und nicht überall offenbaren. So lautet die höchst geheime Lehre, die Brahmā und die anderen einst empfingen.

Daher soll der Verständige es mit aller Sorgfalt bewahren und verwirklichen. Wo dieses Buch mit Lakṣmī und Nārāyaṇa als Inhalt aufbewahrt wird, können Bhūtas, Piśācas und Vetālas niemals dauerhaft bleiben. Der Verständige verwirkliche das gelehrte Lakṣmī-Hṛdaya nach der Vorschrift.

Am Freitag und in der Nacht verehre man beide Bücher. Der Verständige bewahre dieses wahrhafte höchste Gut stets geheim und verwirkliche es.

Durch Geheimhaltung und Verwirklichung wird man in der Welt wahrhaft gesegnet.

Damit ist im späteren Teil des Atharvaṇa-Rahasya das ehrwürdige Nārāyaṇa-Hṛdaya vollständig.

Vishnu-Upanishad

Nun die Upaniṣad.

Kaśyapa sprach:

Einhörniger, Stierstrom, Vṛṣākapi, Stier unter den Göttern, anfangslos Entstandener, Rudra, Kapila, Viṣvaksena, Herr aller Wesen, Beständiger im Dharma, Vaikuṇṭha, Vṛṣāvarta, ohne Anfang, Mitte und Ende, Reichtumsbezwinger, Reinberühmter, Buntglänzender, durch dich selbst Siegreicher, im Unsterblichen Ruhender, Ewiger, mit drei Wohnstätten, Zufriedener, große Wirklichkeit, Weltherr, Lotusnabeliger, Virañca, Vielgestaltiger, Unerschöpflicher, Unvergänglicher, Opfergabenverzehrer, Träger der gebrochenen Axt, Śakra, Muñja-Haariger, Haṃsa, großer Opferlohngeber, Herr der Sinne, Feiner, Träger großer Regeln, Staubloser, Grundlage der Welt, Gestaltloser, Erstgeborener, aus Dharma Geborener, Dharma-Nabeliger, Opfergabenverzehrer, Herr der Strahlen, Herr des hundertfach Opfernden, mit dem Mond als Wagen, Sonnenglänzender, im Ozean Wohnender, Ungeborener, Tausendköpfiger, Tausendfüßiger, Eisenmündiger, großer Puruṣa, höchster Puruṣa, Tausendarmiger, Tausendgestaltiger, Tausendgesichtiger, tausendfach Entstehender: Man nennt dich das All.

Du, dessen letztes Lächeln eine Blüte ist [puṣpahāsacarama: unsicher], du allein bist vauṣaṭ und der Vaṣaṭ-Ruf. Man nennt dich bei den Opfern den Verzehrenden [amyamakheṣu: beschädigte Verbindung].

Du wurdest hundertströmig und tausendströmig. Von der Erde Gegrüßter, Erdenherr, Sohn Bhṛgus, durch den Veda zu Erkennender, im Brahman Ruhender, den Brahmanen Lieber: Du allein bist der Himmel, du bist Mātariśvan, du bist Dharma, du bist Hotṛ und Potṛ, Opferpriester und Reiniger, Töter, Denker, Führer und Ursache des Feueropfers.

Du allein bist der Erste unter den Wohnstätten; durch die Ṛc-Verse wirst du als reich Ausgestatteter verehrt. Du bist die gute Einsicht, du bist das Brennholz, du bist Denken, Weg und Geber. Du bist Befreiung, du bist Yoga, du erschaffst, bist der Träger, das höchste Opfer, Soma, der Geweihte, der Opferlohn und das All. Uralter, Goldkeimiger, Nārāyaṇa, Dreiäugiger, ursprünglicher Laut, mit Sonnenglanz, großer Puruṣa, höchster Puruṣa, Urgott, Erdenüberschreiter, Dreischreiter, Lichtschöpfer, Śambhu, Selbstentstandener: Du bist Ursprung der Wesen und großes Element. Weltgestaltiger, du allein bist das All, du bist Welthüter und Reinigung. Weltursprung, aufwärts Wirkender, Unsterblicher, Himmelsherr, Herr der Sprache, mit gheeheller Flamme, von unendlichem Wirken, Einsicht von vaṃśa und prāgvaṃśa [rituelle Bauglieder beziehungsweise Geschlechterfolge; Verbindung unklar]: Du bist das Pferdeopfer und der Gabenspender für alle, die Gaben erbitten.

Mit vier, mit vier, mit zwei, mit fünf und wiederum mit zwei wird geopfert. Verehrung dir, dessen Wesen das Opferpriestertum ist! Damit endet die Upaniṣad. [Die Zahlen werden nicht als vollständig ausgeschriebene Ritualformel ergänzt.]

Vishnu: hundertacht Namen

Nun die hundertacht Namen.

Die hundertacht Namen Viṣṇus von unvergleichlichem Glanz: Durch ihr bloßes Hören wird der Mensch zu Nārāyaṇa.

Viṣṇu; der Siegreiche; der Vaṣaṭ-Ruf; der Gott der Götter; Vṛṣākapi; Dāmodara; der Freund der Armen; der Urgott.

Ditis Sohn [ditessuta: so die Vorlage].

der weiße Lotus; die höchste Glückseligkeit; das höchste Selbst; der über das Höchste Hinausreichende; der Axtträger; das Selbst des Alls; Kṛṣṇa; der die Befleckung des Kali-Zeitalters Nimmt.

dessen Brust der Kaustubha erhellt; Nara; Nārāyaṇa; Hari; Hara; der Hara Liebe; der Herr; Vaikuṇṭha.

der Allgesichtige.

der Herr der Sinne; der von unermesslichem Selbst; der Eber; der Erdenträger; der Zwerg; der Verkünder des Veda; Vāsudeva; der Ewige.

Rāma; die Ruhe; der Staublose; der Feind Rāvaṇas; der Gemahl Ramās; der in Vaikuṇṭha Wohnende; der Reichtum Besitzende; der Reichtumsspender.

der Erdenträger.

der Dharma-Herr; der Erdenherr; der Gegenstand der Meditation; der Beste der Dharma-Träger; der tausendköpfige Puruṣa; der Tausendäugige; der Tausendfüßige.

der Allgegenwärtige; der Allwissende; das All; der Zuflucht Gewährende; der Liebling der Guten; Kausalyās Sohn; der Glückreiche; der Vernichter des kṣa-Geschlechts [kṣaḥkula: beschädigt, wohl Hinweis auf die Kriegergeschlechter].

der Weltschöpfer; der Weltträger; der Weltbezwinger; der die Not der Menschen Nimmt; Jānakīs Geliebter; der Gott; der Gott [Wiederholung]; der Siegverkörpernde.

der Wasserherr.

der im Milchmeer Wohnende; der Geliebte der Tochter des Milchmeers; der auf Śeṣa Ruht; der den Schlangenfeind als Fahrzeug Hat; der Weitberühmte.

Mādhava; der Herr Mathurās; der Verblendung Gewährende; der Verblendungsvernichter; der Daitya-Feind; der Lotusäugige; der Unwandelbare; der Madhu-Bezwinger.

dessen Augen Mond, Sonne und Feuer sind; der Menschenlöwe; der seine Verehrenden Liebende; der Ewige; der Krankheitsfreie; der Reine; der Gott unter Menschen; der Herr der Welt.

der Pferdehalsige; der Feindbezwinger; Upendra; Rukmiṇīs Gemahl; der aus allen Göttern Bestehende; der Herr Śrīs; die Grundlage aller; der Ewige.

der Sanfte; der Sanftheit Gewährende; der Schöpfer; Viṣvaksena; Janārdana; Yaśodās Sohn; der Yogin; der ganz der Yogalehre Hingegebene.

dessen Wesen Rudra ist; die Gestalt Rudras; Rāghava; der Madhu-Bezwinger.

So wurden dir die göttlichen hundertacht Namen mitgeteilt.

Die heiligen Namen Viṣṇus von unermesslichem Glanz nehmen alle Sünden, vernichten Leid, Armut und Unglück und mehren das Glück.

Sie schaffen allen Wohlstand, sind sanft und vernichten große Verfehlungen. Bester Brahmane, man stehe morgens auf und lese sie mit gesammeltem Geist. Dann vergehen die Mengen seiner Nöte, und er erlangt Vollendung. [Die Quelle nummeriert beide Teile mit 17.]

Damit ist der Hymnus der hundertacht Namen vollständig.

Vishnu: Tausendnamenhymnus

Nun die tausend Namen.

Der ehrwürdige Mahādeva sprach:

Die Sünde von tausend Brahmanenmorden kann irgendwie zur Ruhe kommen; doch solange du nicht erkannt bist, nicht einmal in Hunderten von Millionen Weltaltern.

Da ich mit dir gewetteifert habe, Hari, wie könnte Reinigung eintreten? Sage mir, Herr der Götter, wodurch sämtliche Sünden vergehen!

Darauf sprach der göttliche Govinda aus Liebe zu mir, wie es angemessen war:

Der Erhabene sprach:

Wenn du sämtliche Herrschermacht begehrst, Śambhu, sei täglich stets meinen tausend Namen hingegeben, die reinigen und zu meinem Zustand führen.

Der ehrwürdige Mahādeva sprach:

Ihn allein verehre, preise und bedenke ich beständig mit Askese. Dadurch bin ich, Pārvatī, von unvergleichlicher Größe und von der Welt verehrt.

Die ehrwürdige Pārvatī sprach:

Sage mir dies, Götterherr, Śaṅkara, damit auch ich eine unvergleichliche Herrin aller werde und dir gleiche, o Herr! [yathāha mayī: beschädigte Verbindung.]

Der ehrwürdige Mahādeva sprach:

Gut, gut hast du gefragt, Śivā! Ich werde die vorzüglichen tausend Namen des erhabenen Viṣṇu verkünden, das Heil der drei Welten.

Verehrung Nārāyaṇa und Puruṣottama, dem großen Selbst! Wir meditieren über den großen Haṃsa, der in der vollkommen reinen Wohnstätte thront.

Oṃ. Für den Mantra der tausend Namen des ehrwürdigen Viṣṇu ist Mahādeva der Seher, das höchste Selbst die Gottheit. „Leuchtend wie zehn Millionen Sonnen“ ist das Bīja; „Gaṅgā, die höchste Pilgerstätte“ ist die Śakti; „Donnerkeilkäfig für die Zufluchtnehmenden“ ist der Verschluss.

„Vāsudeva, das höchste Brahman“ — Verehrung den beiden Daumen.

„Die Wurzel-Prakṛti“ — Verehrung den beiden Zeigefingern.

„Die Erde, der große Eber“ — Verehrung den beiden Mittelfingern.

„Rāma, das Banner des Sonnengeschlechts“ — Verehrung den beiden Ringfingern.

„Brahmā und die übrigen; Lotus und die übrigen; Keule, Sonne, Keśava“ — Verehrung den beiden kleinen Fingern. [Die zusammengeschriebene Zuordnungsformel ist nicht eindeutig; der Sanskritwortlaut bleibt maßgeblich.]

„Śeṣa“ — Verehrung den Handflächen und Handrücken.

„Die göttliche Waffe“ — dies ist die Waffenzuordnung.

Die Anwendung bei der Rezitation der tausend Namen Viṣṇus dient der Vernichtung aller Sünden und der Erfüllung sämtlicher Wünsche.

Nun die Meditation.

Ich verneige mich vor Viṣṇu mit strahlender Krone, Oberarmspangen, Armreifen, Schmuck und Halsketten, mit Schmuck an Bauch, Füßen und Hüften, mit einem Juwel auf der schönen Brust und großen Makara-Ohrringen, die seine Schultern schmücken. In seinen Händen leuchten Diskus, Muschelhorn, Lotus und Keule. Er ist makellos, trägt gelbe Seide, blitzt auf und gleicht der aufgehenden Sonne; seine Hände halten den Lotus.

Vishnu: Tausendnamenfolge

Oṃ. Vāsudeva; das höchste Brahman; das höchste Selbst; das über das Höchste Hinausreichende; die höchste Wohnstätte; das höchste Licht; die höchste Wirklichkeit; der höchste Zustand.

das höchste Heil; der höchste Gegenstand der Meditation; die höchste Erkenntnis; der höchste Weg; der höchste Sinn; das höchste Wohlergehen; die höchste Glückseligkeit; der höchste Aufgang.

der höchste Offenbare; der höchste Raum; die höchste Hälfte beziehungsweise höchste Zahl; der höchste Herr; der Krankheitsfreie; der Unveränderliche; der ohne begriffliche Unterscheidung; der ohne äußere Grundlage.

der Unbefleckte; der ohne äußere Stütze; der Unberührte; der Ungehinderte; der Eigenschaftslose; der Teilose; der Unendliche; der Unvorstellbare.

jener Unbewegliche; der Unwandelbare.

der Übersinnliche; der Unermessliche; der Unaufhaltbare; der Absichtslose; der keinen Herrn über sich Hat; der Unvergängliche; der Unerschöpfliche; der Allwissende.

der Allgegenwärtige; das All; der alles Schenkende; der alles Hervorbringende.

das All; Śambhu, der Heilvolle; der Zeuge aller; der von allen zu Verehrende; der alles Schauende; der alle Kräfte Verkörpert; die Essenz aller; das Selbst aller.

der Allgesichtige.

die Wohnstätte aller; der Allgestaltige; der Ursprung aller; der alles Leid Vernichtende; der Sinn aller; der allseits Heilvolle; die Ursache aller Ursachen.

der alles Übertreffende; der Aufseher aller; der Herr aller Herren; der Sechsundzwanzigste; der große Viṣṇu; der höchst Verborgene; der große Hari.

der stets Aufgegangene; der stets Verbundene; die ewige Glückseligkeit; der Ewige; der Herr der Māyā; der Herr des Yoga; der Herr der Befreiung; der aus sich selbst Entstandene.

der Geburt, Tod und Alter Übersteigende; der über die Teile beziehungsweise Zeit Hinausreichende; der das Werden Übersteigende; der Volle; der Wahre; dessen Wesen reine Erkenntnis ist; der aus ewigem Bewusstsein Bestehende.

der den Yogins Liebe; der aus Yoga Bestehende; der einzige Befreier aus der Daseinsbindung; der Uralte; der Puruṣa; der höchste Puruṣa als inneres Bewusstsein.

der durch Vedānta zu Erkennende; der schwer Erkennbare; der von den drei Leiden Freie; die Zuflucht der Brahman-Erkenntnis; der Unüberschreitbare; der Selbstleuchtende; der aus sich selbst Strahlende.

der von allen zu Erreichende; der Unbeteiligte; der Praṇava; der allseits Gleiche; der ganz Untadelige; der schwer Erreichbare; der Vierte; der jenseits der Finsternis Ist.

der Unveränderliche; der mit allem Verbundene; der den Bereich von Sprache und Geist Übersteigende; Saṅkarṣaṇa; der alles Wegnehmende; die Zeit; der allen Furcht Einflößende.

der Unüberschreitbare; der Weg aller; der große Rudra; der schwer Zugängliche; die Wurzel-Prakṛti; die Glückseligkeit; der Erkennende; der Weltbezauberer.

der große Māyā-Meister; der Weltkeim; der allein die Wonne der höchsten Śakti Genießt; der von allen Begehrte; der von unendlichem Wesen; der alle Wesen unter seinen Einfluss Bringende.

Aniruddha; das Leben aller; der Herr der Sinne; der Herr des Geistes; der ohne begrenzende Bestimmung; der Liebe; der Haṃsa; der Unvergängliche.

der alle Beauftragende.

Brahmā; der Herr des Lebenshauchs; der Träger aller Wesen; der Lenker des Leibes; der Feldkenner; der Herr der Prakṛti; der Puruṣa; der den Faden der Welt Trägt.

der innere Lenker; der in drei Stätten Weilende; der innere Zeuge; der Dreiguṇige; der Herr; der durch Yoga zu Suchende; der Lotusnabelige; der auf Śeṣa Ruht.

der Gemahl Śrīs.

dessen Lotusfüße Śrī und Satyā verehren; der Unendliche; Śrī; die Wohnstätte Śrīs; auf dessen Brust Śrī ewig weilt; der Schatz Śrīs; der Śrī Trägt; Hari.

der von lieblicher Herrlichkeit; der gewiss Glück Gewährende; Viṣṇu; dessen Haus das Milchmeer ist; dessen Brust der Kaustubha erhellt; Mādhava; der die Not der Welt Nimmt.

der Śrīvatsa auf der Brust Trägt; der Grenzenlose; das Gefäß heilvoller Eigenschaften; der Gelbgewandete; der Weltherr; der Weltträger; der Weltvater.

der Freund der Welt; der Erschaffer der Welt; der Gestalter der Welt; der Schatz der Welt; dessen Tatkraft allein in der Welt aufleuchtet; der nicht „Ich“ Behauptende; der Weltgestaltige.

der aus allen Wundern Bestehende; der alle Zwecke Erreicht Habende; der alle Helden Bezwingende; dessen Unternehmungen sämtlich unfehlbar sind; dessen Bewusstsein dasjenige Brahmās, Rudras und der übrigen überragt.

Śambhus Großvater; Brahmās Vater; der Oberherr Śakras und der übrigen; der allen Göttern Liebe; die Lebensgrundlage aller Götter; der Unübertreffliche.

die einzige Zuflucht aller Götter; die eine Gottheit aller Götter; der Opfergenießer; der Opferfrüchte Gewährende; der Opferherr; der Opfer Hervorbringende.

der Opferretter; der Opfer-Puruṣa; der Waldblütenkranzträger; der den Zweimalgeborenen Liebe; der allein den Zweimalgeborenen Ehre Gewährende; der Gewaltige; die Familiengottheit; der Asura-Beender.

der alle Bösen Beendende; der die Freude aller Guten Behütende; der eine Schoß aller Welten; der eine Kreis aller Welten.

der Schöpfung, Erhaltung und Ende Bewirkende; der Diskusträger; der Śārṅga-Bogenträger; der Keulenträger; der Muschelhornträger; der Nandaka-Schwertträger; der Lotushändige; der auf Garuḍa Fahrende.

der von unbeschreiblichem Leib; das All; der einzige Reiniger aller Welten; der von unendlichem Ruhm; der Herr der Nichtfülle [niḥśrīśa: unsichere Lesart]; die Puruṣa-Kraft; das gesamte Heil.

der wie zehn Millionen Sonnen Leuchtende; der wie zehn Millionen Yamas Vernichtende; der wie zehn Millionen Brahmās Welten Erschaffende; der stark wie zehn Millionen Windgötter Ist.

der wie zehn Millionen Monde die Welt Erfreut; der große Herr wie zehn Millionen Śambhus; der reich wie zehn Millionen Kuberas Ist; der zehn Millionen Feinde Vernichtende.

der schön wie zehn Millionen Liebesgötter Ist; der zehn Millionen Festungen Zerschmetternde; der tief wie zehn Millionen Meere Ist; der zehn Millionen heiligen Badeorten Gleichbenannte beziehungsweise Gleichkommende.

der unerschütterlich wie zehn Millionen Himālayas Ist; dessen Leib zehn Millionen Welteier sind; der Sünden wie zehn Millionen Pferdeopfer Tilgende; dessen Verehrung zehn Millionen Opfern gleichkommt.

der Gesundheit wie zehn Millionen Nektartränke Bewirkende; der Wünsche wie zehn Millionen Wunschkühe Erfüllende; der zehn Millionen Formen der Brahman-Erkenntnis Verkörpernde; Śipiviṣṭa, der von Strahlen Durchdrungene; der Reinberühmte.

der Welterhalter; dessen Füße heilige Badeorte sind; dessen Hören und Preisen heiligt; der Urgott; der Weltsieger; Mukunda, der Befreier; der Kālanemi-Vernichter.

Vaikuṇṭha; der von unendlicher Größe; der Herr der großen Yoga-Meister; der stets Zufriedene; der als wahres Sein im Menschen Gegenwärtige; der Zweifel- und Furchtlose; der Naraka-Beender.

die einzige Zuflucht der Armen und Schutzlosen; der einzige Nehmer des Weltleids; der Geduld für die Welt Aufbringende; der Ewige; der Gnädige; die Zuflucht der Guten.

der Herr des Yoga; der stets Erhabene; der frei von Zunahme und Abnahme Ist; Adhokṣaja; der Samen des Alls; der Oberherr von Prajāpati und Seinesgleichen.

dessen Füße Śakra und Brahmā verehren; der in einer Wohnstätte über Śambhu und Brahmā Weilt; dessen Augen Sonne und Mond sind; der Genießer des Alls; der über alles Hinausgelangte.

die Brücke der Welt; die Brücke des Dharma; der Standhafte; der die Last des Unheils Trägt beziehungsweise Abwehrt; der frei von Besitzdenken Ist; der Herr sämtlicher Welten; der Anhaftungslose; der wunderbare Freuden Genießt.

der von lieblicher Māyā; der das All des Alls Ist; Viṣvaksena; der höchste Berg; das All; der Gemahl der Göttin Śrī; der mit sämtlichem Schmuck Geschmückte.

der durch alle glückverheißenden Merkmale Ausgezeichnete; der den Stolz aller Daitya-Fürsten Bricht; der sämtliche Götter ganz Kennt; der Führer aller Gottheiten.

die Festung sämtlicher Gottheiten; der Donnerkeilkäfig für die Zufluchtnehmenden; die Rüstung aller Götter; das Kronjuwel aller Götter.

der sämtliches Werden Durchbrochen Habende; der Erhabene; der Weitberühmte; der Allgegenwärtige; der allen Wohltuende; die Sonne; der seine Feinde Erschlagen Habende; der Liebesfreude Gewährende.

der Lebensherr aller Gottheiten; der Brahmanen und die übrigen Beauftragende; der an Brahmās und Śambhus in höchster Zahl Reiche; der Ältere als Brahmā; das Kind; der Selbstherrscher.

der Weitstrahlende; der von seinen Verehrenden Abhängige; der Preiswürdige; der alle Zwecke Verwirklichende; der alle Zwecke Schaffende; der die Pflicht Kennt; der stets frei von eigennützigen Aufgaben Ist.

der stets Neue; der stets Heilvolle; der stets Friedvolle; der stets Segensreiche; der stets Liebe; der stets Zufriedene; der stets Genährte; der stets Verehrte.

der stets Reine; der Erste der Reiniger; der im Veda Verborgene; Vṛṣākapi; der Tausendnamige; der in drei Weltaltern Erscheinende; der Viergestaltige; der Vierarmige.

der Herr von Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart; der vor dem großen Puruṣa Seiende; Nārāyaṇa; der Muñja-Haarige; der aus sämtlichen Verbindungen Herausgetretene.

die Essenz des Veda; die Essenz des Opfers; die Essenz des Sāman; der Schatz der Askese; der höchste uralte Seher der Sādhyas; der ganz der Festigkeit und dem Frieden Hingegebene.

Śiva, der Heilvolle; der Zerbrecher des Dreizacks; der allein Śrīkaṇṭha Gaben Gewährende; Nara-Kṛṣṇa; Hari; der Sohn Dharmas; das Leben des Dharma.

der ursprüngliche Schöpfer; der allseits Wahre; der den Stolz aller Juwelen unter den Frauen Bricht; der Zeitlose; der Bezwinger des Liebesgottes; der Urvaśī Schauende; der Herr der Weisen.

der ursprüngliche Seher; der Pferdehalsige; der Herr aller Herren der Sprache; der aus allen Göttern Bestehende; der Lehrer Brahmās; der Gemahl der Sprachherrin.

der Ursprung unendlichen Wissens; der Vernichter der Wurzelunwissenheit; der von allen zu Ehrende; der die geistige Trägheit der Welt Vernichtende; der Madhu-Bezwinger.

der Herr unendlich vieler Millionen Mantras; der einzige Reiniger des Laut-Brahman; der ursprüngliche Wissende; der Schöpfer des Veda; das Selbst des Veda; der Ozean der Offenbarung.

der Schmuck des Veda, dessen Sinn Brahman ist; die Geburtsstätte sämtlicher Erkenntnis; der König des Wissens; der König der Erkenntnis; der Erkenntnisozean; der von ungeteilter Einsicht.

der Fischgott; der mit großem Horn [śṛṅkha: beschädigte Lesart]; der Träger des Schiffs mit dem Weltsamen [vihitra: unsicher]; der spielerisch Wind und Ozean Durchdringende; der die vier Veden in Gang Setzende.

die ursprüngliche Schildkröte; die Grundlage aller; der das Weltwerden wie einen Grashalm Behandelnde; der die Götterscharen unsterblich Gemacht Habende; die Ursache der Nektarentstehung.

der in sich selbst Gegründete; die Stütze der Erde; dessen Glieder das Opfer sind; der Erdenträger; der Hiraṇyākṣa-Bezwinger; der Erdenherr; der Śrāddha und die übrigen Riten Anordnende.

der die Furcht sämtlicher Ahnen Vernichtende; das Leben aller Ahnen; der allein Götter- und Ahnengaben Genießt; der Heilvolle; der allein Tugend und Heil Gewährende.

in dessen Haarspitzen die Meere ruhen; der sämtliche Meere Aufwühlende; der große Eber; der Vernichter der Opferzerstörer; die Zuflucht der Opferkundigen.

der Menschenlöwe; der göttliche Löwe; der alles Unheil, alle Not und alles Leid Nimmt; der einzige Held; der von wunderbarer Kraft; der allein Yantras und Mantras Zerbrechende.

dessen Licht Brahmā und den übrigen unerträglich ist; der schrecklicher als das Feuer am Weltalterende Ist; dessen Nägel zehn Millionen Donnerkeile übertreffen; dessen Gestalt für Elefanten schwer anzuschauen ist [gaja: so die Vorlage].

der den Kreis der Mütter Bezwingende; der Herr der großen Mütterschar; der Unvorstellbare; der an unfehlbarer Tatkraft Reiche; der sämtliche Asuras Verschlingende.

der Hiraṇyakaśipu Zerreißende; die Zeit; Saṅkarṣaṇa; der Herr; der das Todesende Trägt [kṛtāntavāhana: mehrdeutig]; der augenblicklich sämtliche Furcht Vernichtende.

der alle Hindernisse Beendende; der sämtliche Vollendungen Gewährende; der alles Erfüllende; der sämtliche Verfehlungen Vernichtende; dessen Name selbst vollendete Mantras überragt.

der Herr Bhairavas; der Haras Not Vernichtende; der der Zeit beziehungsweise dem Tod Gleiche; der schwer Zugängliche; dessen Name die Leibesfrucht der Daityas abgehen lässt; der vom aufgesprungenen Weltei Freie [sphuṭabrahmāṇḍavarjita: unsicher].

der allein durch das Gedenken alle Rettende; der Wesenhaft-Gestaltige; der große Hari; der an seiner Körperhälfte Brahmās Haut, Häupter und Stirnband sowie die Richtungshüter als Schmuck Trägt [die Zusammensetzung ist nicht sicher zu gliedern].

dessen Haupt die zwölf Sonnen als Glanzstätte hat; dessen einziger Fußring Rudras Haupt ist; der an der von Yoginīs ergriffenen Girijā Freude Habende [Lesart unsicher]; der Bhairava Bedrohende.

der Herr des Heldenkreises; der äußerst Wilde; der Feind Yamas; der die Zeit Hemmende; der Herr des Zorns; der Rudra und Caṇḍī Entgegentretende; der am überaus Schlimmen Anteil Habende [suduṣṭabhāk: unklare Lesart].

der Alläugige; der Tod aller; der Tod; der den Tod Zurückwendende; der Unbezwingbare; der sämtliche Krankheiten Vernichtende; der alle üblen besitzergreifenden Mächte Besänftigende.

der den Stolz von zehn Millionen Gaṇeśas Bricht; der Unerträgliche; der sämtliche Geschlechter Vernichtende; der für Götter und Dānavas Unangreifbare; der die Nahrung der Welt Gewährende; der Vater.

der aus jeder Not Rettende; der den Weltverschlinger Verschlingende; der wilde Herr; die Katze für die Asuras; der die Zeit wie eine Maus Verzehrende.

dessen mächtige Arme unendliche Waffen tragen; der Menschenlöwe; der Sieger über Vīrabhadra; der verborgene Herr des Yoginī-Kreises; der Feind Śakras; der Tierfleisch Genießt.

Rudra; Nārāyaṇa; der in Widdergestalt Śaṅkaras Reittier Ist; der Widdergestaltige; der Retter Śivas; der tausend böse Kräfte Verschlingende.

der Geliebte Tulasīs; der Held; der von unvorstellbarer Māyā; der alles Erwünschte Gewährende; der große Śiva; Śiva; Rudra; der allein Bhairavas Schädel Trägt.

der Bhilla, ein Waldjäger; der Herr des Kreises; der Kreis; der eine göttlich bezaubernde Gestalt Trägt; der Gaurī Eheglück Schenkende; der Schatz der Māyā; der die Furcht vor Māyā Nehmende.

der aus Brahman-Glanz Bestehende; der aus Brahman-Herrlichkeit Bestehende; der aus den drei Veden Bestehende; der den Brahmanen höchst Wohlgesinnte; der Bali-Bezwinger; der Zwerg; der Aditis Leid Nimmt.

Upendra; der Menschenherr; Viṣṇu; der Schmuck von Kaśyapas Geschlecht; der Bali eigene Herrschaft Gewährende; der allen Göttern und Brahmanen sich selbst Schenkende; der Unwandelbare.

der Weitschreitende; dessen Füße heilige Badeorte sind; der Gott; der Dreischreiter; dessen Fuß den Himmel einnimmt; der mit dem Wasser seiner Füße die drei Welten Gereinigt Habende.

dessen Füße Brahmā, Īśa und die übrigen verehren; der rasch Handelnde; der Bergträger; der von unvorstellbar wunderbarer Ausdehnung; der Weltbaum; der Großstarke.

der Vielköpfige; der die Glieder anderer Abschneidende; der Bhṛgus Gemahlin das Haupt Nahm; der Sünden Stehlende [pāpasteya: ungewöhnliche Form]; der stets Heilige; der Daitya-Herr; der beständig Zerteilende.

der alle Götterherren Erfüllt Habende; der allein um der Welt willen Herabsteigende; der Unsterbliche; der im Selbst stets Verborgene; der seinen Verehrenden stets ein Wunschjuwel Ist.

der Gabenspender; der Kārtavīrya und weiteren Königen Herrschaft Verlieh; der Makellose; der von der Welt Gepriesene; der von unermesslichem Wandel; Dattātreya; der Herr der Weisen.

der mit höchster Śakti Verbundene; der vom Rausch der Yoga-Glückseligkeit Trunken Gewordene; der sämtlichen Feinden Indras ihren Glanz Nimmt; der Baum höchster Glückseligkeit.

das Juwel aus Anasūyās Schoß; der die Freude von Genuss und Befreiung Schenkt; die Sonne im Geschlecht Jamadagnis; der Reṇukās wunderbare Kraft Nahm.

der von der Sünde des Muttermordes Unberührte; der Sieger über Skanda; der den Brahmanen Herrschaft Gewährende; der sämtliche Kriegergeschlechter Beendende; der den Stolz der Helden Bricht; der Sieger über Kārtavīrya.

der Yogin; die Herabkunft des Yoga; der Herr des Yoga; der ganz dem Yoga Hingegebene; der höchste Glückseligkeit Gewährende; der seinem Lehrer Śiva Ruhm Schenkende.

der Furchtbare; Paraśurāma; der von Śiva Belehrte, der eine Weltursprung [Zusammensetzung unsicher]; der Schatz allen Wissens Śivas; der Lehrer Bhīṣmas; der Agni als Gottheit Hat.

der Lehrer Droṇācāryas; der mit weltbezwingendem Bogen; der das Ende des Todes Bewirkende; der von höchst unvergleichlicher Gestalt; der allein im Brahmacarya Meisterliche.

der beste Manu; die Brücke der Guten; der Größere; der Stier; der Weitstrahlende; der erste König; der Vater der Erde; der alle Edelsteine aus ihr Melkende.

der bei Pṛthus Geburt und Weiterem einzig Geschickte [pṛthujanmādyekadakṣa: unsicher]; die Schamhaftigkeit; die Herrlichkeit; der Ruhm; die selbstbestehende Standhaftigkeit; der den Lebensunterhalt der Welt Gewährende; der beste Weltherrscher; der schwer abzuwehrende Waffen Trägt.

der die durch Sanaka und andere Weise erlangte Hingabe an den Erhabenen Mehrt; der Urheber der Ordnungen der Stände, Lebensstufen und der weiteren Pflichten; ihr Verkünder und Ingangsetzer.

Rāma, das Banner des Sonnengeschlechts; Rāghava; der Ozean guter Eigenschaften; dessen Dharma Kakutsthas Heldenmut ist; der die Last der Königspflicht Trägt.

dessen Gesinnung stets fest im Guten ruht; der alles Heilvolle Aufnimmt; der allein das Gute Sieht; das neue Juwel beziehungsweise die neun Juwelen; der Juwelenschatz; der Aufseher aller; der große Schatz.

die Zuflucht aller Vorzüglichen; der die Kraft sämtlicher Hand- und Wurfwaffen Besitzt; der die Welt Beherrscht; Daśarathas Sohn; die Zuflucht aller Juwelen; der König.

der Dharma; der in sämtlichen Pflichten Gegründete; der den Dharma Schaut; der alle Not Nimmt; der Indra Überragende; der an das jenseitige Ufer von Wissen und Erkenntnis Gelangte; der Ozean der Geduld.

der in allem Hervorragende; der Liebling der Edlen; der durch Freude, Kummer und anderes Unbeunruhigte; der auf des Vaters Befehl die Herrschaft Aufgab; der vor dem Aufstieg eines Nebenbuhlers Furchtlose.

der im Gebiet Guhas seine Herrschermacht Niederlegte [guhādeśa: Gliederung unsicher]; der mit Śiva im Tragen verfilzten Haars Wetteifernde; der am Citrakūṭa einen Juwelenberg Erlangende [Verbindung unsicher]; der Herr der Welt; der im Kampf Wandelnde.

dessen Waffen nach Wunsch unfehlbar wirken; der dem Sohn des Götterkönigs ein Auge Nahm; vor dessen Grashalmwaffe sich Brahmā, Indra und die übrigen verneigen; der Mārīca-Bezwinger; der Virādha-Vernichter.

der den ganzen durch Brahmās Fluch getroffenen Daṇḍaka-Wald Reinigte; der mit einem einzigen Pfeil die als vierzehntausend gezählten Rākṣasas Vernichtende.

der Feind Kharas; der Töter Triśiras; der Dūṣaṇa-Vernichter; Janārdana; der Jaṭāyu den Weg durch das Bestattungsfeuer Gewährte; der Kabandha den Himmel Schenkte.

der spielerisch mit der Bogenspitze den großen Knochenhaufen Dundubhis Wegschleuderte; der durch die Durchbohrung der sieben Palmen den Banner-Dānava der Unterwelt Erschütterte [die zweite Namensverbindung ist beschädigt].

der Sugrīva das Königreich Schenkte; der Einsichtige; der allein im Geist Furchtlosigkeit Gewährt; der Herr Hanūmats, Rudras und der Vorzüglichsten; der sämtliche Affenleiber Trägt.

der das Meer mit einem einzigen Agni-geweihten Pfeil in Unruhe Versetzte; der mit einem einzigen Pfeil das Meer samt Millionen Mlecchas Austrocknete und Verbrannte [samleccha: beschädigte Verbindung; historische Fremdbezeichnung].

der das Meer samt den Wohnstätten der Nāgas und Daityas in Unruhe Versetzte; der als Erster eine wunderbare Brücke über das Meer Baute; der Schatz des Ruhms.

der das Unmögliche Vollbringende; der Laṅkā mit der Wurzel auszureißen Vermag; der das durch Gaben übermütige Geschlecht Pulastyas in Janasthāna Vernichtende.

der Rāvaṇa-Bezwinger; der Prahasta Zertrennende; der Kumbhakarṇa Genannten Überwältigende [abhidugrahā: unsichere Lesart]; der Rāvaṇas Haupt Abschneidende; der Indra unangefochtene Alleinherrschaft Gewährende.

der die Trennung von Himmel und Nichthimmel Aufhebende; der Indra und den übrigen ihre Herrscherstellung Nehmen Kann; der den Rākṣasas ihre Göttlichkeit Nimmt; die Wohnstätte von Dharma und Adharma; der Vielgepriesene.

der nicht maßlos handelnde Feind des Zehnköpfigen; der Vibhīṣaṇa das Königreich Schenkte; der allein durch einen Nektarstrom sein ganzes gefallenes Heer Wiederbelebte.

der allein Götter und Brahmanen Erhält; der von allen Unsterblichen Verehrte; der von Brahmā, Sonne, Indra, Rudra und anderen Gegrüßte; der Verehrte; der den Guten Liebe.

der der ganzen Herrschaft Ayodhyās Würdige; der die Herzen aller Wesen Erfreuende; der als Herr unvergleichliche Gnade Gewährt; der Niedrige und Hohe gleichermaßen aufrichtig Liebt.

der auch gegenüber der eigenen Partei Recht und Unrecht Prüft; der für die Niedrigen besonders viel Vollbringt; der unter dem Vorwand eines Jägers Unangemessenes Tat [vyādhavyāja: Bezug unsicher]; der Dir Zugehörige; der alle Zufriedenstellende.

der im Selbst über Pārvatī hinaus Verbundene [pārvatyadhikayuktātmā: unklare Lesart]; der die Geliebte Aufgab, der Götterfeindbezwinger; der unmittelbar Kuśa und Lava Beherbergende [Zusammensetzung unsicher]; der von Indra und Agni Gegrüßte; der Unbesiegte.

der König Kośalas; der Heldenarmige; der um der Wahrheit willen den leiblichen Bruder Aufgab; der Yaśodā Erfreuende beziehungsweise ihr Sohn; der Frohe; der Aufgang des Erdkreises.

der die Götter durch seine von Brahmā und den übrigen ersehnte Nähe mit einem Herrn Versieht; der die ganze Schar der Lebewesen, angefangen bei den Caṇḍālas, zur Brahma-Welt Geleitete.

der selbst Esel, Hunde und die übrigen alten Bewohner Ayodhyās himmlisch Machende [svarṇītagarddabha…: beschädigte Lesart]; der Rāma unvergleichlich Nahestehende; Saumitri; Lakṣmaṇa, der Indrajit Erschlug.

der Viṣṇu-Verehrer, der Unheil und Sünde Tilgt [Zusammensetzung unsicher]; der sich mit der Herrschaft der Sandalen Begnügte; Bharata; der Millionen unbezwingbarer Gandharvas Vernichtete; der Lavaṇa-Beender.

Śatrughna; der König der Ärzte; der Schoß des Āyurveda; der Herr der Heilpflanzen; der das Ewige und Nichtewige Gestaltet; Dhanvantari; das Opfer; der Weltträger.

das Hindernis der Sonne [sūryavighna: unklare Lesart]; das gute Leben der Götter; der Herr des Opferlohns; der den Zweimalgeborenen Liebe; der mit abgetrenntem Haupt Unterweisung Gab und mit dem Sonnensohn Freundschaft Schloss [Zusammensetzung und Erzählbezug unsicher].

der den Menschen auf Śeṣas Leib Setzte; Kapila; Kardamas Sohn; der Sagaras Söhne zu Asche Machte, als sie seine yogische Meditation störten.

der Dharma; der Herr der göttlichen Wunschkuh des Allherrschers [viśvendrasurabhīpati: unsicher]; der durch das reine Selbst Vergegenwärtigte; der beim Verbrennen Tripuras durch Śambhu den Weltwagen mit besonderer Festigkeit Trug.

das Selbst des Alls; dessen Gestalt unversehrt bleibt, wenn sein Haupt ganz für Rudra abgeschnitten wird [Verbindung unsicher]; das Feuer namens Vājapeya und der übrigen Opfer; der ganz der Veda-Ordnung Hingegebene.

der Herr Śvetadvīpas; der Begründer des Sāṃkhya; der König sämtlicher Siddhis; der den Meditationsyoga der Welt Offenbarte; der Finsternis der Verblendung Vernichtende.

der von seinem Verehrer Śambhu Gewonnene; der den ganzen Nektarbrunnen der Daityas Leertrank; der bei der großen Weltauflösung als Einziger Besteht; der ohne Zweiten; der König sämtlicher Daityas.

der Gott Śeṣa; der Tausendäugige; der tausend Füße, Köpfe und Arme Hat; der Schlangenherr, der Wasser und Erde auf den Gebilden seiner Hauben Trägt [Wortverbindung beschädigt].

der Erzeuger des Kālāgnirudra; der den Stößel als Waffe Hat; der Pflugbewaffnete; der Blaugewandete; der Herr Vāruṇīs; der Verfehlungen von Geist, Wort und Körper Nimmt.

der allein durch eigene Zufriedenheit Gesättigte; der den Zehnköpfigen Stürzte; der Bali Fesselnde; der Schreckliche; Rohiṇīs Sohn; der Pralamba-Bezwinger.

der Muṣṭika-Vernichter; der Dvivida-Bezwinger; der Kālindī Spaltende; Bala; Revatīs Geliebter; die ursprüngliche Hingabe selbst; der ältere Bruder Acyutas.

der aus Devakī und Vasudeva Hervorgegangene; der Sohn Aditis und Kaśyapas; der Vṛṣṇi-Nachkomme; der Beste der Sātvatas; Śauri; der Träger von Yadus Geschlecht.

der Menschengestaltige; das volle Brahman; der mit beiden Händen gleich gut Schießende; der Feindbedränger; dessen Kindheit, beständiges Fest der Welt, Brahmā und die übrigen ersehnen [parveta: beschädigte Lesart].

der Pūtanā-Vernichter; der Wagenzerbrecher; der die beiden Arjuna-Bäume Zerbrach; der Feind des Kalbdämons; der Keśin-Bezwinger; der Feind Dhenukas; der Herr der Kühe.

Dāmodara, der am Bauch Gebundene; der Gott der Hirten; der Yaśodā Freude Bereitende; der Kāliya-Bezwinger; der allen Hirten und Hirtinnen Liebe.

der spielerisch Govardhana Trägt; Govinda; das Fest Gokulas; der Ariṣṭa-Bezwinger; der den liebestrunkenen Gopīs Befreiung Schenkt.

der Kuvalayāpīḍa augenblicklich Tötete; der Cāṇūra-Zermalmer; der Feind Kaṃsas; der Ugrasena und andere wieder in ihre Herrschaft Einsetzte; der Feindvernichter; der Unsterbliche.

der die Erdenwelt mit Sudharmā Auszeichnete; der die Heeresmacht Jarāsandhas Beendete; der Jarāsandha seinem Verehrer Überließ und Bhīmasena Ruhm Gewährte [tyaktabhakta…: Verbindung unsicher].

der Sāndīpani sein verstorbenes Kind Zurückgab; der Kālāntaka und die übrigen Besiegte; Rukmiṇīs Geliebter; der Rukmin Bestrafte; der Naraka-Beender.

der aus sämtlichen Höllen Rettende; der Millionen aller Könige Bezwingt; der Geliebte aller Schönen; der Asura-Feind; der Garuḍa als Banner Hat.

der allein Rudra, Sonne, Maruts und Wasser Bezwingt; der Herr aller; der Indras Stolz Bricht; der die Erde mit dem Wunschbaum Schmückte.

der Bāṇas tausend Arme Abtrennte; der Skanda, Berge und Millionen Scharen Besiegte [skandhādri: unsichere Lesart]; der spielerisch Mahādeva Besiegte; der von Mahādeva allein Verehrte.

der Arjuna um Indras willen Zurechtwies [nirbbhartsur: beschädigte Form]; der Sieg Schenkende; der einzige Halt der Pāṇḍavas; der dem König von Kāśī das Haupt Abschlug; der allein Rudras Kraft Zermalmte.

der reich an Viśveśvaras Gnade Ist; der den Sohn des Kāśī-Königs Bedrängte; der Śambhus Versprechen Bewahrt; der die Scharen des Selbstentstandenen Verehrt.

der Millionen Scharen des Herrn von Kāśī Vernichtete; der zur Belehrung der Welt die Brahmanen Verehrt; der durch Śivas heftige Askese Zugänglich Wurde; der einst Śiva Gaben Gewährte.

der das Versprechen an Gayāsura Hält; der Śaṅkara als eigenen Teil Verehrt; der Herr des Gelübdes von Śivas Tochter; der Kṛṣṇa-Gestaltige; der Śivas Feinde Vernichtende.

der Gaurī in Mahālakṣmīs Gestalt Beschützende; der Devalas Windleiden Vernichtende [devalavāta: unsicher]; der durch den erwachten Mucukunda allein, gleich einer Brahmāstra-Waffe, Yuvanāśva Bezwingt [überlieferte Erzählverbindung unsicher].

der Nichtgrausame; der Akrūra und den anderen vorzüglichen Verehrenden freie Befreiung Gewährt; der das Meer zum Nektarteich für das Wasserspiel mit jungen Frauen Machte.

der Gemahl Yamunās; der den herbeigebrachten vermählten Zweimalgeborenen Verkörpert [ānītapariṇītadvijātmaka: unklare Lesart]; der für seine Verehrer Śrīdāma und Śaṅku Indra und Bhairava auf die Erde Holte [Zuordnung unsicher].

der dem übel handelnden Śiśupāla allein Befreiung Gewährte; der Herr Dvārakās; der in Dvārakā Millionen Schätze Schuf, zugänglich bis hin zu den Caṇḍālas.

der allein Parīkṣit im Mutterschoß Wiederbelebte, nachdem ihn die Brahmāstra-Waffe verbrannt hatte; der die Söhne des verheirateten Brahmanen Zurückbrachte; der Arjunas Stolz Nahm.

der mit verborgener Gebärde und Gestalt die ganze Würde Bhīṣmas und der übrigen Aufzehrte [Wortverbindung unsicher]; der für Pārtha sämtliche göttlichen Waffen Zerbrach; der Pārthas Verblendung Trägt [mohabhṛt: so die Vorlage].

der die Yādavas unter dem Vorwand eines Brahmanenfluchs Vernichtete; der Machtfülle Herbeiführende; der Körperlose; der Sieger über Gaurīs Gemahl; Ratis Geliebter; der stets Begehrte.

der Blütenpfeilträger; der Weltbezwinger; Smara, der Liebesgott; der Gemahl Kāmeśvarīs; der Gemahl Uṣās; die Weltursache; der durch die Welt Gesättigte; der höchste Puruṣa.

der Vierfältige; der Vierfarbige beziehungsweise Vierständige; der Ordner der vier Veden; das eine Welt-Selbst der vier Welten; der unter Millionen Lebenskräften Hervorragendste [āsukoṭiṣu: unsicher].

das tragende Selbst; der uralte Seher; Vyāsa; der Schöpfer tausend Lehrwerke; der Verfasser des Mahābhārata; der Herr der Dichter; Bādarāyaṇa.

Kṛṣṇadvaipāyana; der sämtliche Lebensziele Lehrende; der Verfasser des Vedānta; der allein Brahman Offenbarende; der Fortsetzer von Purus Geschlecht.

Buddha; der durch Meditation sämtliche Götter Bezwingt, der Gott der Götter; der Weltgeliebte; der Waffenlose; der Weltbezwinger; der Glückreiche; der die Bösen Betörende.

der Daityas und Götter Ausschließende [daityadeva: Verbindung unsicher]; der den Sinn des Veda und die Offenbarung Bewahrt; der Sohn Śuddhodanas; der das Geschick Vernichtende [naṣṭadiṣṭa: unsicher]; der Glück Schenkende; der Herr des Seienden und Nichtseienden.

der allen angemessene Gnade Gewährt; der ganz Leere; der alles Erwünschte Schenkt; die von den vier Aussagenpositionen unterschiedene Wirklichkeit; der Herr der Vollkommenheit der Weisheit.

der auf dem Weg der abweichenden Offenbarung diese abweichende Offenbarung Bewahrt; Kalkin; der Sohn Viṣṇuyaśas; der das Kali-Zeitalter Beseitigt [pāṣaṇḍa ist hier eine polemische Bezeichnung fremder Lehren].

der die Hände sämtlicher Mlecchas Vernichtet [hastaghna: so die Vorlage]; der alle zu edlen Zweimalgeborenen Macht; der das Wahrheitszeitalter Einleitet; der den langen Hunger der Götter und Zweimalgeborenen Stillt.

der durch den Veda im Wiehern der Pferde und weiteren Lauten das Unheil der Erde Vernichtet; der der Erde augenblicklich grenzenlose Fülle Verleiht; der alle verlorengegangenen Dharmas Wiederherstellt.

der sämtliche Zweimalgeborenen mit Gold aus unendlichen himmlischen Opfern Erfüllt [Zusammensetzung unsicher]; der alleinige unbezwingbare Lehrer der Welt; der von der Welt Verehrte; das Siegesbanner.

das Selbst; der Herr der Prinzipien; der Beste der Schöpfer; Vidhi, Brahmā; Umās Gemahl; der Beste der Erhalter; der Erste der Geschöpfe-Herren; der führende Erzeuger Marīcis.

Kaśyapa; Indra, der Götterkönig; Prahlāda; der Daitya-König; der Mond; der Herr der Mondhäuser; Ravi; der Beste des Glanzes.

Śukra; der Herr der Seher.

Bhṛgu, der König der großen Seher; Viṣṇu; der Herr der Ādityas; Bali; der Selbstherrscher; der Wind; das Feuer; der Reine.

der Beste; Śaṅkara; der König der Rudras; der Lehrer.

der Gelehrteste; Citraratha; der Erste der Gandharvas; der Beste der Vasus; der Ursprung der Farben beziehungsweise Stände; Gaurī, die Erste unter den Frauen; Śrī, die Erste unter den Kräften; Nārada.

der König der göttlichen Seher; Arjuna, der Erste der Pāṇḍavas; der Meister von Nāradās Rede beziehungsweise Streitgespräch [nāradavādarāṭ: unsicher]; der Wind; der Herr der Winde; Varuṇa; der Herr der Wassertiere.

Gaṅgā, die höchste Pilgerstätte; das Emporgehobene [uddhṛta: Verbindung unsicher]; der Beste der Schirme [chatrakāgrya: unsicher]; das beste Heilmittel; die Nahrung; Sudarśana, die höchste Wurfwaffe; der Donnerkeil, die beste Schlagwaffe.

Uccaiḥśravas, der König der Pferde; Airāvata, der Herr der Elefanten [imeśvara: beschädigte Lesart]; Arundhatī, die Erste der einem einzigen Gatten Treuen [ekapatnīśa: Form unsicher]; der Aśvattha, König sämtlicher Bäume.

die Wissenschaft des Selbst, das Wesen des Wissens; der Praṇava, der Beste der heiligen Laute; Meru, der Herr der Berge; der Weg beziehungsweise Mārga-Monat; der höchste Sāman; der Beste der Zeiten.

das Selbst des Tagesanfangs; die ursprüngliche Vollendung; Kapila; der König des Sāmaveda; Tārkṣya, der König der Vögel; der Frühling, der Erste der Jahreszeiten; der Wunschbaum.

der Beste der Geber; die Wunschkuh; der Erste der Leidensbeseitiger; der Beste der Götter; der Wunschjuwel; der Beste der Lehrer; die Mutter; der höchst wohlwollende Vater.

der Löwe, König der Wildtiere; Vāsuki, der Nāga-König; der Erdenträger; der König; der Herr der Stände; der Brahmane; das höchste innere Organ.

Verehrung, Verehrung!

Vishnu: Früchte und Bedingungen der Rezitation

Dies sind die tausend Namen Vāsudevas, Viṣṇus. Sie besänftigen sämtliche Verfehlungen und mehren höchste Hingabe, sind das eine Mittel zur Erlangung aller Ziele, angefangen bei der unvergänglichen Brahma-Welt, die eine Treppe zu Viṣṇus Welt und die Vernichtung sämtlichen Leids, gewähren wahrlich alle Freude und höchstes Nirvāṇa und reinigen den Geist vollständig von Begehren, Zorn und allen übrigen Befleckungen, schenken Frieden und Reinigung selbst Menschen mit großen Verfehlungen und gewähren allen Lebewesen rasch sämtliche gewünschten Früchte, besänftigen alle Hindernisse, vernichten sämtliches Unheil, lindern schreckliches Leid und beseitigen drückende Armut, nehmen die drei Leiden, sind geheim, schaffen Geld, Getreide und Ruhm, verleihen alle Herrschermacht, sämtliche Vollendungen und alle Zeiten [sarvakālada: so die Vorlage], gewähren die Frucht von zehn Millionen Pilgerfahrten, Opfern, Askesen, Gaben und Gelübden, besänftigen Unwissenheit und geistige Trägheit und setzen sämtliche Wissensgebiete in Gang, schenken den nach Herrschaft Verlangenden Herrschaft, nehmen den Kranken alle Krankheiten und geben Unfruchtbaren rasch Kinder; sie gewähren die allerbeste Frucht, vernichten Waffenmengen und Gift und beseitigen Bedrängnis durch Planetenmächte. Durch Hören, Lesen und Rezitieren wirken sie heilvoll, heiligend und lebensverlängernd.

Wer dies einmal rezitiert, hat damit sämtliche Veden samt Hilfswissenschaften, Millionen Mantras, Purāṇas, Lehrwerke und Smṛtis gelesen und andere gelehrt.

Geliebte, schon wer täglich einen halben Vers oder ein Versviertel davon rezitiert beziehungsweise liest, erlangt in kurzer Zeit Vollendung in allem — um wie viel mehr, wer das Ganze liest!

Glückliche, du sollst dies so sorgsam wie deinen Lebenshauch hüten und täglich bei allen Handlungen lesen, um dein eigenes höchstes Ziel zu erreichen.

Es darf keinem Nicht-Vaiṣṇava gegeben werden, keinem durch Zweifel verwirrten Menschen, keinem ohne Hingabe und Vertrauen und keinem, der Viṣṇu für gewöhnlich hält.

Einem reinen Sohn oder Schüler soll es mit dem Wunsch nach seinem Wohl gegeben werden. Ohne meine Gnade werden Menschen geringer Einsicht es nicht aufnehmen.

Im Kali-Zeitalter bringt es sofort Frucht und wird die Fülle der Ritualvorschriften erreichen, Nārada; dadurch vergeht das Leid der vom Glück verlassenen Menschen. [kalpagrāmam eṣyati ist unklar. Die Anrede Nārada steht hier trotz des vorangehenden Pārvatī-Dialogs.]

In den Viṣṇu-Heiligtümern Āryāvartas wird dies bestehen. Es gibt keine höhere Wahrheit als Viṣṇu, keine höhere Wahrheit als Viṣṇu, keinen höheren Zustand als Viṣṇu. [Die Wiederholung entspricht der Vorlage.]

Es gibt keine höhere Erkenntnis als Viṣṇu und keine Befreiung ohne Zugehörigkeit zu Viṣṇu. Es gibt keinen höheren Mantra als Viṣṇu und keine höhere Askese als Viṣṇu.

Es gibt keine höhere Meditation als Viṣṇu und keinen Mantra ohne Bezug zu Viṣṇu. Was soll der Betreffende mit vielen Mantras, was mit weit ausgedehnten Rezitationen?

Was braucht einer, dessen Hingabe Janārdana gilt, tausend Vājapeya-Opfer? Viṣṇu verkörpert alle Pilgerstätten; der Herr verkörpert sämtliche Lehrwerke.

Viṣṇu verkörpert sämtliche Opfer. Wahrlich, wahrlich sage ich es! Alles dies, die ganze Essenz bis hin zu Brahman, wurde von mir verkündet. [ābrahmasārasarvasvam: gedrängte Verbindung.]

Parvatis Antwort und abschließender Dialog

Die ehrwürdige Pārvatī sprach:

Gesegnet bin ich, begnadet bin ich, ans Ziel gelangt bin ich, Lehrer der Welt, da ich diesen Lobgesang gehört habe, dein höchst schwer zu erlangendes Geheimnis!

Ach, welch großes Elend: Obwohl Hari, der allen Freude schenkt, der Herr aller, gegenwärtig ist, leiden die Verblendeten im Saṃsāra!

Um seinetwillen wird selbst der Herr Maheśa von den Menschen als raumgewandeter Asket gesehen, mit verfilztem Haar und aschebestrichenem Leib.

Daher gibt es keinen Gott über Lakṣmīs Geliebtem, dem Feind Madhus; über seine Wirklichkeit meditierst du, der Herr der Yogins, beständig.

Welcher Zustand könnte höher sein als der des ehrwürdigen Puruṣottama? Ohne ihn zu erkennen, verehren jene Toren andere und halten sich für wissend.

Herr, lange hast du mich um dies gebracht, da du mir diesen Herrn nicht offenbartest, von dem die ursprünglichen göttlichen Kräfte verliehen sind. [dattādyā: Verbindung unsicher.]

Ach, Viṣṇu, der Herr aller, der Beste unter den Besten sämtlicher Götter, der Lehrer von dir und den übrigen, wird von Toren wie ein Gewöhnlicher angesehen!

Dies ist ja die Größe der Großen: Sie wenden sich den ihnen Hingegebenen zu. Selbst sündige Hasser lassen sie gewähren, da sie Wohnstätten der Geduld sind.

Auch ich sah einst in meiner Kindheit meines Vaters Untertanen: hungrig, durch Leid unfähig, sich selbst zu nähren, von Śrī nicht bewohnt. [Die Vorlage hat hṛṣṭā, „erfreut“; dies widerspricht dem Zusammenhang. Diese Lesart wird nicht als gesicherter Text korrigiert.]

Mit den von dir genährten Geschöpfen auch die Götter und die übrigen, die mit ihrer eigenen Kraft eintreten, zusammen mit Wohlgesinnten, Freunden und Verwandten. [Dieser Satz ist in der Vorlage stark gestört; Subjekt, Bezug von tvayā und Anschluss an den vorigen Vers sind nicht sicher bestimmbar.]

Ohne dich: Wo wären Göttlichkeit, Standhaftigkeit und Besitz? Alle leben, doch die Qualen lasten auf ihrem Haupt. [Der Wechsel der Anrede im Zusammenhang mit Śrī bleibt uneindeutig.]

Ohne sie sind Dharma und Wohlstand, Wunscherfüllung und auch Befreiung schwer zu erlangen. Woher sollten Hungernde und Notleidende Yoga und Samādhi gewinnen?

Sie allein ist die Essenz des Saṃsāra und die eine Erhalterin aller Welten. Jene Kamalā steht unter seiner Macht und hat selbst dich verlassen, Śaṅkara.

Er, das große Selbst, ist erfüllt von Herrlichkeit, Dharma, Heldenmut, Schönheit, aufrichtigem Wesen und alles überragender Tatkraft: Wer könnte ihm gleichkommen, dem Gott der Götter, Viṣṇu? Ohne auch nur einen Bruchteil eines Bruchteils seines Anteils löst sich alles auf.

So sprechen die Verblendeten über diese Welt zu seinem Tadel [der erste Halbvers ist unklar]. Für ihn gibt es weder Geburt noch Alter noch Tod und kein unerreichtes Ziel.

Dennoch vollzieht er die Dharmas zur Bewahrung, um der Guten willen. Nach der Verneigung vor dem einen großen Gott, dem höchsten Herrn, bringe man die Bitte vor. [Der Wechsel zur Aufforderung vijñāpaya ist syntaktisch schwierig.]

Nachdem ich dies so verstanden habe, Geliebter, Wunschgewährender, Ewiger: Weil mein Geist an Begehren und anderem haftet, o Allherr, Gebieter, vermag ich vielleicht nicht, ganz von dir erfüllt oder durch deine Gnade, Viṣṇus tausend Namen täglich zu lesen, Stierbannerträger. Sage mir daher, Herr, durch welchen einzigen Namen dieselbe Frucht erlangt wird! [prasādād vā ist im Bedingungssatz nicht eindeutig.]

Der ehrwürdige Mahādeva sprach:

„Rāma, Rāma, Rāma“ — ich erfreue mich an Rāma, dem Herzerfreuenden. Schönangesichtige, der Name Rāma ist diesen tausend Namen gleich.

Daher kommen sämtliche Pilgerstätten und auch das Wasser von Prayāga nicht einmal einem Sechzehntel der tausend Namen Viṣṇus gleich.

Kolophone: Abschluss des Hymnus und des Werkes

Damit enden die im Nārada-Pañcarātra verkündeten tausend Namen des ehrwürdigen Viṣṇu.

Damit endet das Viṣṇu-Tantra.

Damit ist der ehrwürdige Śāktapramoda abgeschlossen.

Inhaltsübersicht des Werkes

Inhaltsverzeichnis des Werkes.

Hier sind die Meditation über Kālī und ihre überlieferte Beschreibung niedergeschrieben, auch eine bildliche Darstellung ihrer Gestalt; die Herleitung des Yantras samt Yantra, der Mantra samt Herleitung und die Verehrung, sowohl kurz als auch ausführlich. Ferner sind ein Lobgesang und ein Gebet zur Tilgung von Verfehlungen mitgeteilt. Die tausend Namen und die hundert Namen samt Upaniṣad, Schutzgebet und Herzgebet sind hier gelehrt.

Hier sind Tārās Verehrung, Lobgesang und vorzügliches Schutzgebet mitgeteilt, danach ihr Herzgebet und die höchste Upaniṣad sowie die hundertacht heiligen Namen sorgfältig verkündet, heilbringend; ebenso die liebliche Tausendnamenreihe. Die Gestalt Tārās vernichtet die Finsternis. Entsprechend ist hier auch die Lehre der Ṣoḍaśī enthalten, die rasch Frucht gewährt. [Die Versfügung verbindet Inhaltsangaben und Lob der Gottheit.]

Ebenso ist das Ganze zu Lakṣmī anmutig dargestellt, hier auch das Sūkta und das Weitere. Die Lehre Dhūmās ist mit Dharma und Wohlstand verbunden, diejenige Bhuvanās verleiht Hingabe; diejenige Chinnamastās gewährt Vernichtung der Feinde; diejenige der kraftvollen Bagalā, die Einsicht schenkende Lehre Bhairavīs sowie Mātaṅgīs verehrungswürdiger Ritus, ihr Lob, Schutzgebet und Herzgebet sind hier mitgeteilt. [Die dichte Verbindung der Werkangaben ist stellenweise syntaktisch unsicher; die Reihenfolge bleibt erhalten.]

Hier sind die hundertacht Namen und die höchste Tausendnamenreihe niedergeschrieben. Kumārīs Verehrung, ihr Lobgesang, Schutzgebet und Tarpana sind gelehrt; auch Homa und die Darbringung von Bali werden in diesem herrlichen Śāktapramoda behandelt. Da diese Texte schwer zu erlangen sind, ist hier alles zusammengetragen und an einem einzigen Ort zugänglich.

In diesem Śāktapramoda sind Meditation und ihre Beschreibung, die bildliche Darstellung sowie Yantra und Mantra der zehn Vidyās samt ihrer Herleitung mitgeteilt.

Hier sind Viṣṇus Meditation samt Bild, die Verehrungsordnung, Lobgesang, Schutzgebet, Herzgebet und Upaniṣad enthalten. Seine hundertacht Namen, der gewaltige, selbst vor Göttern geheim zu haltende Mantra und die tausend Namen sind niedergeschrieben; Yantra und Mantra samt ihrer Herleitung. Entsprechend ist auch alles zur Göttin enthalten, ohne Herzgebet. [ahṛdayam, „ohne Herzgebet“, steht so in der gedrängten Schlussverbindung; ihr genauer Bezug ist unsicher.]

All dies ist hier auch für Gaṇeśa und Īśvara mitgeteilt, jedoch ohne Herzgebet. Zu Mārtaṇḍa ist entsprechend das Ganze enthalten, außerdem das Herzgebet mit dem Sūkta. Seine gewaltige Upaniṣad ist hierin nicht enthalten — dies ist zu beachten. Das vielfältige Material wurde hier von sämtlichen Gelehrten so aufgenommen, wie es jeweils an seinem Ort vorgefunden wurde.

Im Jahr mit den Zahlzeichen „sechs–Veda–Zahl–Mond“ (1946), am Mondtag, einem Montag, am guten, Ṣaṇmukha zugeordneten Mondtag, in der als akṣa bezeichneten Monatshälfte, im guten Monat Mādhava, der den Menschen Sieg, Glück und Heil schenkt, gelangte dieses gesamte Werk Śāktapramoda samt seinen Anweisungen zur Vollendung. Es wurde trefflich verfasst von dem ehrwürdigen Herrscher, dessen Name mit Deva beginnt und mit Nandana endet, der Sonne für den Lotus des Königsgeschlechts. [Die Kalenderformel ṣaṇmukhasya akṣe pakṣe ist nicht sicher lesbar. Die Zahl 1946 wird als Angabe der Vorlage erhalten; ohne geklärte Ära und Lesart wird daraus kein exaktes Datum unserer Zeitrechnung abgeleitet.]

Damit endet die Inhaltsübersicht des Werkes.

Textgrundlage: Śāktapramoda, Muktabodha M00054, Revision 0 vom 9. Februar 2009, CC BY-NC 4.0. Deutsche Arbeitsübersetzung; unsichere Lesarten sind örtlich gekennzeichnet. Eigennamen, Fachbegriffe und nicht wörtlich übersetzbare Mantralaute bleiben erhalten.

Hauptartikel: Shakti Pramoda · Deutsche Übersetzung, Teil 1

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