Shivanandana

Aus Yogawiki

shivanandana (Sanskrit: shivanandana m.) = die Freude Shivas, ein Name für Ganesha, seinen Sohn

Der Ausdruck “Shivanandana” setzt sich aus zwei Sanskrit-Wörtern zusammen: “Shiva” (der Gütige, der Höchste Aspekt des Göttlichen, aber auch der Zerstörer von Illusionen) und “Anandana” (das, was Freude, Glückseligkeit oder Wonne schenkt). Zusammen bedeutet Shivanandana also so viel wie “der/die/das, was die Freude Shivas ist” oder “die Glückseligkeit, die von Shiva ausgeht”. Es ist ein Name oder ein Beiname, der oft als Ausdruck tiefer Hingabe und Verehrung verwendet wird – ähnlich wie “Sivananda” (die Glückseligkeit Shivas), aber mit einer leicht aktiven Bedeutung: Es ist die Freude, die Shiva selbst empfindet oder die durch ihn strömt. Das ist der Ordensname unseres Guru Swami Sivananda.

Im Hinduismus und Yoga steht Shiva für das reine Bewusstsein, das jenseits aller Gegensätze existiert. Shivanandana erinnert dich daran, dass wahre Freude nicht von äußeren Dingen kommt, sondern aus der Stille und dem inneren Raum, den du in der Meditation oder in der Hingabe an das Göttliche erfährst. In vielen Bhakti-Traditionen wird Shiva als der Herr des Tanzes (Nataraja) verehrt, dessen Bewegung die ganze Welt erschafft und wieder auflöst – und in diesem Tanz liegt eine unermessliche, stille Freude.

Ein Beispiel aus der Yogapraxis: Stell dir vor, du sitzt in einer ruhigen Meditation nach einer Asana-Praxis. Dein Atem wird leise, der Geist wird still. Plötzlich spürst du eine Welle von Frieden und Glück, die nicht von einem Gedanken oder einem Ereignis ausgelöst wird – sie ist einfach da. In diesem Moment erfährst du Shivanandana: die Freude des reinen Seins, die jenseits aller Anstrengung liegt. Du könntest in dieser Stille leise das Mantra “Om Namah Shivaya” wiederholen und dabei spüren, wie dich diese Freude durchströmt – als ob Shiva selbst in dir lächelt.

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