Pancalakshana

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Pancalakshana (Sanskrit: pancalakshana adj.) besitzt 5 Kennzeichen (vgl. Purāna)

Pancalakṣaṇa (ohne IAST: Pancalakshana) ist ein zusammengesetzter Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich „fünf Kennzeichen“ oder „fünf Merkmale“. Er bezeichnet in der buddhistischen und teilweise auch in der hinduistischen Überlieferung eine standardisierte Liste von fünf grundlegenden Themen, die beim Studium, bei Lehrreden und in der Rezitation als zentrale Inhaltsordnung dienen. Die fünf Elemente dieser Liste variieren je nach Kontext, doch im buddhistischen Kanon sind die Pancalakshana typischerweise: die Vergänglichkeit aller bedingten Dinge, das Leiden oder die Unzufriedenheit des bedingten Daseins, das Nicht-Selbst oder die Abwesenheit eines dauerhaften, unabhängigen Ichs, die Möglichkeit der Befreiung bzw. das Ende des Leidens, und der Pfad oder die Praxis, die zur Befreiung führt.

Historisch wurden die Pancalakshana oft am Anfang von Lehrsitzungen, Sutras oder Dissertationen angeführt, um die Lehrabsicht in fünf klaren Punkten zusammenzufassen und so Zuhörer oder Schüler auf die wichtigsten Einsichten vorzubereiten. Durch diese kompakte Gliederung wird einerseits die philosophische Stoßrichtung deutlich — etwa die Betonung der Vergänglichkeit und der Notwendigkeit praxisbezogener Liberationswege —, andererseits dient die Reihe als Gedächtnisstütze für die systematische Darstellung komplexer Lehren. In späteren Kommentaren und verschiedenen buddhistischen Schulen können die genaue Formulierung, Betonung und Übersetzung der einzelnen Kennzeichen leicht variieren, doch die grundlegende Funktion als fünfgliedrige Orientierung bleibt erhalten.

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