Rasalila
Rasalila (Sanskrit: rasalīlā f.) = das Spiel der Liebe.
Der Sanskrit-Ausdruck „Rasalila“ (auch Raslīlā, aus
- „rasa“ = Geschmack, Essenz, Rasā = Freude, Liebeslust und
- „lila“ = Spiel, göttliches Spiel) bezeichnet in der hinduistischen Tradition ein mythisches, ekstatisches Liebes‑ und Tänzerritual, das besonders mit Krishna und den [[Gopi[[s (den Kuhhirtinnen von Vrindavan) verbunden ist.
Im Zentrum steht die Idee eines liebevollen, spielerischen Austauschs zwischen dem göttlichen Geliebten und seinen devote Anhängerinnen: die Begegnungen sind zugleich sinnlich, ästhetisch und spirituell zu verstehen. Rasalila wird oft als Symbol für die höchste Form der Hingabe gedeutet, bei der die individuelle Seele durch Liebe und Verehrung mit dem Göttlichen verschmilzt. Literarisch und künstlerisch findet sich das Motiv in Poesie, Tanz- und Theatertraditionen Nordindiens, etwa in den Bhakti‑Dichtungen und in klassischen Tanzformen, wo es ekstatische Gefühle, religiöse Verzückung und die Erfahrung transzendenter Gegenwart thematisiert.