Ramaraja: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ramaraja''' ([[Sanskrit]]: rāmarāja ''m.'') der König [[Rama]].
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'''Ramaraja''' ([[Sanskrit]]: rāmarāja ''m.'') = der König [[Rama]].
 
Ramaraja ist ein zusammengesetzter Sanskrit-Ausdruck, der sich aus den Elementen [[Rama]] und [[raja]] zusammensetzt und wörtlich „König Rama“ oder „Rama, der König“ bedeutet. Rama ist eine zentrale Gestalt der indischen Tradition, vor allem bekannt als Held des Epos [https://www.yoga-vidya.de/ Ramayana], verehrt als idealer König, tugendhaftes Vorbild, hingebungsvoller Ehemann und Verkörperung von Dharma (rechtschaffenem Handeln). Raja bedeutet König, Herrscher oder Fürst und trägt die Konnotation von Souveränität, Autorität und königlicher Würde. Zusammen bezeichnet Ramaraja also in erster Linie Rama in seiner Rolle als gerechter und idealer [[Herrscher]].
 
Der Ausdruck wird in unterschiedlichen Kontexten verwendet. In religiöser Verehrung kann Ramaraja als Ehrentitel für die [[Gottheit]] Rama gebraucht werden, besonders in Regionen und Gemeinden, die Rama als [[Inkarnation]] [[Vishnu]]s besonders stark verehren. Dort betont der Titel sowohl seine göttliche Natur als auch seine weltliche Funktion als idealer König, der [[Gerechtigkeit]], Mitgefühl und Pflichtbewusstsein verkörpert. In Tempelinschriften, [[Gebet]]en oder [[Hymne]]n kann Ramaraja die Vorstellung eines Herrschers ausdrücken, dessen Herrschaft von moralischer Integrität und spiritueller Autorität geprägt ist.
 
Historisch und kulturell wurde der Name Ramaraja auch von realen Herrschern als Ehrentitel oder Epitheton übernommen, um ihre Herrschaft mit den tugendhaften Idealen Ramas zu verbinden. Ein Herrscher, der sich Ramaraja nennt oder so tituliert wird, beansprucht damit implizit, nach den Prinzipien von Gerechtigkeit, Schutz der Untertanen und rechtschaffenem Regieren zu handeln.
 
In [[philosophisch]]en oder [[Bhakti]]-orientierten Texten kann Ramaraja darüber hinaus symbolisch gelesen werden: Rama als König steht dann nicht allein für politische Macht, sondern für die innere Herrschaft des ethischen und [[spirituell]]en Prinzips im Menschen. In dieser Lesart ist Ramaraja Sinnbild für die Ordentlichkeit der [[Seele]], die über Leidenschaften herrscht und das Leben nach höheren ethischen Normen ausrichtet.
 
=Siehe auch=
* [[Sita]]
* [[Hanuman]]


[[Kategorie:Glossar]]  
[[Kategorie:Glossar]]  
[[Kategorie:Spiritualität]]
[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Rama]]
[[Kategorie:Rama]]

Aktuelle Version vom 26. Januar 2026, 06:23 Uhr

Ramaraja mit Sita

Ramaraja (Sanskrit: rāmarāja m.) = der König Rama.

Ramaraja ist ein zusammengesetzter Sanskrit-Ausdruck, der sich aus den Elementen Rama und raja zusammensetzt und wörtlich „König Rama“ oder „Rama, der König“ bedeutet. Rama ist eine zentrale Gestalt der indischen Tradition, vor allem bekannt als Held des Epos Ramayana, verehrt als idealer König, tugendhaftes Vorbild, hingebungsvoller Ehemann und Verkörperung von Dharma (rechtschaffenem Handeln). Raja bedeutet König, Herrscher oder Fürst und trägt die Konnotation von Souveränität, Autorität und königlicher Würde. Zusammen bezeichnet Ramaraja also in erster Linie Rama in seiner Rolle als gerechter und idealer Herrscher.

Der Ausdruck wird in unterschiedlichen Kontexten verwendet. In religiöser Verehrung kann Ramaraja als Ehrentitel für die Gottheit Rama gebraucht werden, besonders in Regionen und Gemeinden, die Rama als Inkarnation Vishnus besonders stark verehren. Dort betont der Titel sowohl seine göttliche Natur als auch seine weltliche Funktion als idealer König, der Gerechtigkeit, Mitgefühl und Pflichtbewusstsein verkörpert. In Tempelinschriften, Gebeten oder Hymnen kann Ramaraja die Vorstellung eines Herrschers ausdrücken, dessen Herrschaft von moralischer Integrität und spiritueller Autorität geprägt ist.

Historisch und kulturell wurde der Name Ramaraja auch von realen Herrschern als Ehrentitel oder Epitheton übernommen, um ihre Herrschaft mit den tugendhaften Idealen Ramas zu verbinden. Ein Herrscher, der sich Ramaraja nennt oder so tituliert wird, beansprucht damit implizit, nach den Prinzipien von Gerechtigkeit, Schutz der Untertanen und rechtschaffenem Regieren zu handeln.

In philosophischen oder Bhakti-orientierten Texten kann Ramaraja darüber hinaus symbolisch gelesen werden: Rama als König steht dann nicht allein für politische Macht, sondern für die innere Herrschaft des ethischen und spirituellen Prinzips im Menschen. In dieser Lesart ist Ramaraja Sinnbild für die Ordentlichkeit der Seele, die über Leidenschaften herrscht und das Leben nach höheren ethischen Normen ausrichtet.

Siehe auch