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Ein einfaches Beispiel aus dem Yoga: Wenn beim Sitzen [[Gedanke]]n über Vergangenheit und Zukunft auftauchen, sind das sancara — mentale Bewegungen, die dich vom gegenwärtigen Beobachten ablenken. In den Yoga Sutras wird an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen, dass das Zur-Ruhe-Bringen der sancara zu einem klareren, ungetrübten Bewusstseinszustand führt. | Ein einfaches Beispiel aus dem [[Raja Yoga]] nach [[Patanjali]]: Wenn beim Sitzen [[Gedanke]]n über Vergangenheit und Zukunft auftauchen, sind das sancara — mentale Bewegungen, die dich vom gegenwärtigen Beobachten ablenken. In den Yoga Sutras wird an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen, dass das Zur-Ruhe-Bringen der sancara zu einem klareren, ungetrübten Bewusstseinszustand führt. | ||
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 01:46 Uhr

sancara (Sanskrit: sancāra m.) = wandern der Gedanken
Sancara ist ein Sanskrit-Begriff, der sich auf innere Bewegung, Unruhe oder Wandel im Geist bezieht. Er umfasst Gedanken, Emotionen und mentale Impulse, die den Geist in verschiedene Richtungen ziehen und so innere Ruhe und Klarheit stören.
Im yogischen Kontext wird sancara oft als die Ursache für Unruhe, Ablenkung und Identifikation mit flüchtigen Eindrücken beschrieben; das Ziel meditativer Praxis ist, diese Bewegungen zu erkennen, zu beruhigen und schließlich die Spitzenaktivität des Geistes zu mildern, sodass stabiles Bewusstsein möglich wird.
Ein einfaches Beispiel aus dem Raja Yoga nach Patanjali: Wenn beim Sitzen Gedanken über Vergangenheit und Zukunft auftauchen, sind das sancara — mentale Bewegungen, die dich vom gegenwärtigen Beobachten ablenken. In den Yoga Sutras wird an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen, dass das Zur-Ruhe-Bringen der sancara zu einem klareren, ungetrübten Bewusstseinszustand führt.
Kurzes Zitat (vereinfacht paraphrasiert nach Patanjali): „Wozu Yoga? Wenn die Bewegungen des Geistes still werden, offenbart sich das wahre Selbst.“