Anashama: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Anashama''':
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1. ''adj.'' nicht essend
'''Anashama''' (Sanskrit) = nicht zerstören, nicht [[Ernährung|essend]], das Verzichten auf Speisen.
2. ''n.'' das Verzichten auf Speisen.
 
Der Ausdruck „anashama“ ist im klassischen Sanskrit nicht als häufig belegtes [[Wort]] bekannt; vermutlich liegt hier eine Verschmelzung oder Variante vor, die aus zusammengesetzten [[Element]]en entstanden ist. Wenn man das Wort analytisch betrachtet, könnte man es so deuten: das Präfix [[a]]- bedeutet normalerweise [[Verneinung]] oder Negation, und „nashama“ könnte mit dem Stamm [[nash]] (vernichten, zerstören) verwandt sein. Zusammengesetzt würde „anashama“ demnach etwa „das Unzerstörbare“ oder „nicht zu vernichten“ meinen — also etwas Beständiges, Unvergängliches oder Unzerstörbares. Solche Ableitungen sind bei modernen oder regionalen Verwendungen gebräuchlich, wenn Wörter aus Sanskrit-Wurzeln frei kombiniert werden.
 
In der Welt von [[Yoga]], indischer [[Spiritualität]] und [[Hinduismus]] passt diese Lesart gut: viele Traditionen sprechen von dem unvergänglichen Selbst ([[Atman]]) oder dem ewigen [[Brahman]], das jenseits von Geburt, Tod und Vergänglichkeit steht. Ein Begriff in der Richtung „das Unzerstörbare“ erinnert an diese Lehren, die das Wesen des [[Selbst]] als dauerhaft und unverwüstlich beschreiben — gerade in Meditationen und [https://www.yoga-vidya.de/ Vedanta]-Texten ist die Unvergänglichkeit ein zentrales Thema. In der yogischen Praxis kann die Erinnerung an das „Nicht-zu-vernichtende“ als Trost dienen und Mut machen, sich nicht vollständig mit flüchtigen Gefühlen, Rollen oder Körperzuständen zu identifizieren.
 
„Erinnere dich an das Anashama in dir — jenseits von Angst und Wandel bleibt das reine Selbst unversehrt; darauf ruhst du in deiner [[Meditation]].
 
==Siehe auch==
* [[Raja Yoga]]
* [[Seele]]


[[Kategorie:Glossar]]
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[[Kategorie:Indisch]]
[[Kategorie:Indisch]]
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Aktuelle Version vom 13. April 2026, 08:29 Uhr

Anashama

Anashama (Sanskrit) = nicht zerstören, nicht essend, das Verzichten auf Speisen.

Der Ausdruck „anashama“ ist im klassischen Sanskrit nicht als häufig belegtes Wort bekannt; vermutlich liegt hier eine Verschmelzung oder Variante vor, die aus zusammengesetzten Elementen entstanden ist. Wenn man das Wort analytisch betrachtet, könnte man es so deuten: das Präfix a- bedeutet normalerweise Verneinung oder Negation, und „nashama“ könnte mit dem Stamm nash (vernichten, zerstören) verwandt sein. Zusammengesetzt würde „anashama“ demnach etwa „das Unzerstörbare“ oder „nicht zu vernichten“ meinen — also etwas Beständiges, Unvergängliches oder Unzerstörbares. Solche Ableitungen sind bei modernen oder regionalen Verwendungen gebräuchlich, wenn Wörter aus Sanskrit-Wurzeln frei kombiniert werden.

In der Welt von Yoga, indischer Spiritualität und Hinduismus passt diese Lesart gut: viele Traditionen sprechen von dem unvergänglichen Selbst (Atman) oder dem ewigen Brahman, das jenseits von Geburt, Tod und Vergänglichkeit steht. Ein Begriff in der Richtung „das Unzerstörbare“ erinnert an diese Lehren, die das Wesen des Selbst als dauerhaft und unverwüstlich beschreiben — gerade in Meditationen und Vedanta-Texten ist die Unvergänglichkeit ein zentrales Thema. In der yogischen Praxis kann die Erinnerung an das „Nicht-zu-vernichtende“ als Trost dienen und Mut machen, sich nicht vollständig mit flüchtigen Gefühlen, Rollen oder Körperzuständen zu identifizieren.

„Erinnere dich an das Anashama in dir — jenseits von Angst und Wandel bleibt das reine Selbst unversehrt; darauf ruhst du in deiner Meditation.“

Siehe auch