Apasmara: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Apasmara''' ([[Sanskrit]]: अपस्मार apasmāra ''m.'') Besessensein; Fallsucht, Epilepsie.
[[Datei:Nataraj 3.jpg|mini|Apasmarra unter dem tanzenden Shiva ]]


'''Apasmara''' ([[Sanskrit]]: अपस्मार apasmāra ''m.'') =  Verlust des Bewusstseins, auch ein Dämon dieses Namens
Der Sanskrit-Ausdruck “Apasmara” bedeutet wörtlich “das Vergessen” oder “der Verlust des Bewusstseins”. Er setzt sich zusammen aus “[[apa]]” (weg, fort) und “[[smara]]” (Erinnerung, Bewusstsein). In der [[ayurvedisch]]en und [[yogisch]]en Tradition bezeichnet Apasmara einen Zustand geistiger Umnachtung, Vergesslichkeit oder sogar epileptische Anfälle – also alles, was dich von deinem klaren, wachen Gewahrsein trennt. Im weiteren [[spirituell]]en Sinne steht Apasmara für die tiefe Unwissenheit (Avidya), die dich dein wahres Selbst vergessen lässt.
Im [[Hinduismus]] ist Apasmara auch als Name eines Dämons bekannt, der die Verkörperung von Unwissenheit und Zerstreuung darstellt. In der Ikonografie wird er oft klein und zerdrückt unter dem Fuß des tanzenden [[Shiva]] ([https://www.yoga-vidya.de/ Nataraja]) gezeigt. Shiva, der kosmische Tänzer, besiegt den [[Dämon]] Apasmara, um die Welt aus der Umnachtung zu befreien – ein kraftvolles Symbol dafür, dass du durch Bewusstsein und spirituelle Praxis die Mächte des Vergessens überwinden kannst.
In deiner [[Yogapraxis]] begegnet dir Apasmara immer dann, wenn der Geist abschweift, du dich in Gedanken verlierst oder die Verbindung zu deinem Atem und Körper verlierst. Ein konkretes [[Beispiel]]: Du liegst in [[Savasana]] und plötzlich bist du gedanklich im Büro oder beim Einkaufen – das ist ein kleiner Apasmara-Moment. In der Meditation kannst du diesen Dämon überwinden, indem du immer wieder sanft zur Atembeobachtung zurückkehrst. Jedes Mal, wenn du das tust, trittst du buchstäblich auf den Kopf des Apasmara. Du trainierst dein Bewusstsein, wach und präsent zu bleiben, statt in [[Vergessenheit]] zu versinken.
“Überwinde den Dämon Apasmara durch ständige Wachsamkeit. Vergiss nicht das Göttliche in dir. In der Stille der Meditation erwachst du aus dem Traum der Unwissenheit.”


==Siehe auch==   
==Siehe auch==   
*[[Nidana Sthana]]     
*[[Nidana Sthana]]     
* [[Behinderung]]


[[Kategorie:Glossar]]  
[[Kategorie:Glossar]]  
[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Ayurveda]]
[[Kategorie:Ayurveda]]

Aktuelle Version vom 5. Juli 2026, 09:03 Uhr

Apasmarra unter dem tanzenden Shiva

Apasmara (Sanskrit: अपस्मार apasmāra m.) = Verlust des Bewusstseins, auch ein Dämon dieses Namens

Der Sanskrit-Ausdruck “Apasmara” bedeutet wörtlich “das Vergessen” oder “der Verlust des Bewusstseins”. Er setzt sich zusammen aus “apa” (weg, fort) und “smara” (Erinnerung, Bewusstsein). In der ayurvedischen und yogischen Tradition bezeichnet Apasmara einen Zustand geistiger Umnachtung, Vergesslichkeit oder sogar epileptische Anfälle – also alles, was dich von deinem klaren, wachen Gewahrsein trennt. Im weiteren spirituellen Sinne steht Apasmara für die tiefe Unwissenheit (Avidya), die dich dein wahres Selbst vergessen lässt.

Im Hinduismus ist Apasmara auch als Name eines Dämons bekannt, der die Verkörperung von Unwissenheit und Zerstreuung darstellt. In der Ikonografie wird er oft klein und zerdrückt unter dem Fuß des tanzenden Shiva (Nataraja) gezeigt. Shiva, der kosmische Tänzer, besiegt den Dämon Apasmara, um die Welt aus der Umnachtung zu befreien – ein kraftvolles Symbol dafür, dass du durch Bewusstsein und spirituelle Praxis die Mächte des Vergessens überwinden kannst.

In deiner Yogapraxis begegnet dir Apasmara immer dann, wenn der Geist abschweift, du dich in Gedanken verlierst oder die Verbindung zu deinem Atem und Körper verlierst. Ein konkretes Beispiel: Du liegst in Savasana und plötzlich bist du gedanklich im Büro oder beim Einkaufen – das ist ein kleiner Apasmara-Moment. In der Meditation kannst du diesen Dämon überwinden, indem du immer wieder sanft zur Atembeobachtung zurückkehrst. Jedes Mal, wenn du das tust, trittst du buchstäblich auf den Kopf des Apasmara. Du trainierst dein Bewusstsein, wach und präsent zu bleiben, statt in Vergessenheit zu versinken.

“Überwinde den Dämon Apasmara durch ständige Wachsamkeit. Vergiss nicht das Göttliche in dir. In der Stille der Meditation erwachst du aus dem Traum der Unwissenheit.”

Siehe auch