Danavatva: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Danavatva''': ([[Sanskrit]]: dānavatva ''n.'') Satanisches, Teuflisches, Dämonisches. Vgl.: [[danu|danū]].
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'''Danavatva''': ([[Sanskrit]]: dānavatva ''n.'') = Gabe, Großzügigkeit
Danavatva ist ein Sanskrit-Ausdruck, der sich aus dem Wort [[dana]], das Geben, Spenden oder Großzügigkeit bedeutet, und der Nachsilbe -[[tva]], die einen Zustand oder eine Eigenschaft bezeichnet, zusammensetzt. Wörtlich übersetzt heißt danavatva also etwa „Gebefähigkeit“, „Befindlichkeit des Gebens“ oder einfach „Großzügigkeit“; im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff die Haltung, bereitwillig zu teilen, zu schenken und anderen Gutes zu tun.
In [https://www.yoga-vidya.de/ religiösen] und [[philosophisch]]en Texten Indiens hat dana eine zentrale ethische Bedeutung: Geben gilt dort nicht nur als soziale Tat, sondern als moralische oder spirituelle Praxis, die das Herz formt und Beziehungen stiftet. Danavatva beschreibt demnach nicht nur die einmalige Tat des [[Schenken]]s, sondern eine verinnerlichte Neigung zur Großzügigkeit, eine dauerhafte Tugendhaltung. Diese Haltung umfasst materielles Geben, aber auch Zeit, [[Aufmerksamkeit]], [[Wissen]] und [[Mitgefühl]]. Wesentlich ist die innere Bereitschaft, ohne Berechnung und ohne Suche nach Ruhm zu geben.
Praktisch zeigt sich danavatva in verschiedenen Formen: großzügige Unterstützung Bedürftiger, das Teilen von Ressourcen innerhalb der Gemeinschaft, das Unterrichten oder Weitergeben von Wissen und das Opfern für religiöse oder gemeinnützige Zwecke. In manchen spirituellen Traditionen wird danavatva als Mittel zur Überwindung von [[Egoismus]] und [[Anhaftung]] gesehen: Wer gibt, löst sich von Besitzdenken und entwickelt eine offenere Beziehung zur Welt.
Auf persönlicher Ebene fördert danavatva nicht nur das Wohlergehen anderer, sondern wirkt auch auf den Gebenden zurück: Gefühle von Zufriedenheit, innerem Reichtum und sozialer Verbundenheit entstehen, und langfristig kann die Praxis des Gebens das ethische Selbstverständnis stärken. In sozialen Systemen trägt eine verbreitete Haltung von danavatva zur Stabilität und Solidarität bei, weil gegenseitige Unterstützung Misstrauen und Isolation entgegenwirkt.
=Siehe auch=
* [[Zufriedenheit]]
* [[Verbundenheit]]


[[Kategorie:Glossar]]
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[[Kategorie:Sanskrit]]
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Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 07:22 Uhr

Danavatva

Danavatva: (Sanskrit: dānavatva n.) = Gabe, Großzügigkeit

Danavatva ist ein Sanskrit-Ausdruck, der sich aus dem Wort dana, das Geben, Spenden oder Großzügigkeit bedeutet, und der Nachsilbe -tva, die einen Zustand oder eine Eigenschaft bezeichnet, zusammensetzt. Wörtlich übersetzt heißt danavatva also etwa „Gebefähigkeit“, „Befindlichkeit des Gebens“ oder einfach „Großzügigkeit“; im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff die Haltung, bereitwillig zu teilen, zu schenken und anderen Gutes zu tun.

In religiösen und philosophischen Texten Indiens hat dana eine zentrale ethische Bedeutung: Geben gilt dort nicht nur als soziale Tat, sondern als moralische oder spirituelle Praxis, die das Herz formt und Beziehungen stiftet. Danavatva beschreibt demnach nicht nur die einmalige Tat des Schenkens, sondern eine verinnerlichte Neigung zur Großzügigkeit, eine dauerhafte Tugendhaltung. Diese Haltung umfasst materielles Geben, aber auch Zeit, Aufmerksamkeit, Wissen und Mitgefühl. Wesentlich ist die innere Bereitschaft, ohne Berechnung und ohne Suche nach Ruhm zu geben.

Praktisch zeigt sich danavatva in verschiedenen Formen: großzügige Unterstützung Bedürftiger, das Teilen von Ressourcen innerhalb der Gemeinschaft, das Unterrichten oder Weitergeben von Wissen und das Opfern für religiöse oder gemeinnützige Zwecke. In manchen spirituellen Traditionen wird danavatva als Mittel zur Überwindung von Egoismus und Anhaftung gesehen: Wer gibt, löst sich von Besitzdenken und entwickelt eine offenere Beziehung zur Welt.

Auf persönlicher Ebene fördert danavatva nicht nur das Wohlergehen anderer, sondern wirkt auch auf den Gebenden zurück: Gefühle von Zufriedenheit, innerem Reichtum und sozialer Verbundenheit entstehen, und langfristig kann die Praxis des Gebens das ethische Selbstverständnis stärken. In sozialen Systemen trägt eine verbreitete Haltung von danavatva zur Stabilität und Solidarität bei, weil gegenseitige Unterstützung Misstrauen und Isolation entgegenwirkt.

Siehe auch