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'''Hridayavasin''' ([[Sanskrit]]: Hridayavāsin ''m.'') = Bewohner des [[Herz]]ens in Gestalt von [[Paramatman]].
'''Hridayavasin''' ([[Sanskrit]]: Hridayavāsin ''m.'') = Bewohner des [[Herz]]ens


Hridayavasin ist ein zusammengesetztes Wort aus hridaya und avasin und bezeichnet im Sanskrit wörtlich jemanden, der im Herzen wohnt oder dessen Wesen sich im Herzen befindet.  
Hridayavasin ist ein zusammengesetztes Wort aus hridaya und avasin und bezeichnet im Sanskrit wörtlich jemanden, der im Herzen wohnt oder dessen Wesen sich im Herzen befindet.  
* [[Hridaya]] meint dabei nicht nur das physische Herzorgan, sondern vor allem das innere Zentrum des Menschen — Sitz der Gefühle, des Gemüts, der inneren Gewissheit und häufig auch des spirituellen Bewusstseins.  
* [[Hridaya]] meint dabei nicht nur das physische [[Herz]]organ, sondern vor allem das innere [[Zentrum]] des Menschen — Sitz der [[Gefühl]]e, des Gemüts, der inneren Gewissheit und häufig auch des spirituellen Bewusstseins.  
* [[Avasin]] kommt von [[vas]], „wohnen, verweilen“, und zeigt an, dass etwas dauerhaft oder wesentlich an einem Ort präsent ist. Zusammengenommen beschreibt hridayavasin also eine Person oder ein Prinzip, das im innersten Wesenskern verankert ist.
* [[Avasin]] kommt von [[vas]], „wohnen, verweilen“, und zeigt an, dass etwas dauerhaft oder wesentlich an einem Ort präsent ist. Zusammengenommen beschreibt hridayavasin also eine Person oder ein Prinzip, das im innersten Wesenskern verankert ist.



Aktuelle Version vom 2. Februar 2026, 02:31 Uhr

Hridayavasin

Hridayavasin (Sanskrit: Hridayavāsin m.) = Bewohner des Herzens

Hridayavasin ist ein zusammengesetztes Wort aus hridaya und avasin und bezeichnet im Sanskrit wörtlich jemanden, der im Herzen wohnt oder dessen Wesen sich im Herzen befindet.

  • Hridaya meint dabei nicht nur das physische Herzorgan, sondern vor allem das innere Zentrum des Menschen — Sitz der Gefühle, des Gemüts, der inneren Gewissheit und häufig auch des spirituellen Bewusstseins.
  • Avasin kommt von vas, „wohnen, verweilen“, und zeigt an, dass etwas dauerhaft oder wesentlich an einem Ort präsent ist. Zusammengenommen beschreibt hridayavasin also eine Person oder ein Prinzip, das im innersten Wesenskern verankert ist.

In religiösen und philosophischen Texten wird hridayavasin oft verwendet, um die Nähe oder unmittelbare Gegenwart einer göttlichen Wirklichkeit, eines Lehrers oder einer inneren Qualität im Individuum zu kennzeichnen. Wenn etwa von einem Gott oder einer erleuchteten Präsenz gesagt wird, er sei hridayavasin, dann ist damit gemeint, dass diese Präsenz nicht äußerlich oder fern, sondern tief im Herzen des Suchenden gegenwärtig ist. Das Wort betont damit Intimität, innere Verankerung und Zugänglichkeit durch innere Praxis oder Hingabe, nicht durch äußere Rituale allein.

Auf psychologischer Ebene kann hridayavasin eine Eigenschaft bezeichnen: wer hridayavasin ist, trägt eine Herzensqualität permanent in sich — Mitgefühl, Liebe, Gelassenheit, Weisheit oder eine stabile innere Gewissheit. Solche Personen wirken oft ruhig, zentriert und wenig beeinflusst von äußeren Schwankungen, weil ihr inneres Zentrum nicht leicht erschüttert wird. In ethischen oder spirituellen Anleitungen wird der Zustand des Hridayavasin manchmal als erstrebenswert dargestellt: Menschen sollen das Göttliche oder das wahre Selbst im eigenen Herzen erkennen und dort verweilen lassen.

In praktischen Lehrzusammenhängen wird die Formulierung auch verwendet, um eine Methode zu beschreiben: durch Meditation, kontemplative Übungen, Rezitation oder Bhakti wird das Bewusstsein dahin gelenkt, dass die göttliche Gegenwart hridayavasin wird — also im Herzen wohnen lernt. Dadurch verändert sich nicht nur das religiöse Erleben, sondern auch das alltägliche Verhalten, weil die innerlich gegenwärtige Qualität Handlungen und Wahrnehmung durchdringt.

Siehe auch