Sadhanacatushtaya: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Yogawiki
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Swami Hamsananda mit Shivakami und Sukadev.jpg|mini|sadhanacatushtaya]]
[[Datei:Swami Hamsananda mit Shivakami und Sukadev.jpg|mini|sadhanacatushtaya]]


sadhanacatushtaya ([[Sanskrit]]: sādhanacatushtaya ''n.'') = die vier Prinzipien von [[sadhana]] (spiritueller Übung).
'''sadhanacatushtaya''' ([[Sanskrit]]: sādhanacatushtaya ''n.'') = die vier Prinzipien von [[sadhana]] (spiritueller Übung).


Sadhanacatushtaya ist ein zusammengesetzter Sanskrit‑Ausdruck, der sich aus  
Sadhanacatushtaya ist ein zusammengesetzter Sanskrit‑Ausdruck, der sich aus  

Aktuelle Version vom 16. Januar 2026, 00:26 Uhr

sadhanacatushtaya

sadhanacatushtaya (Sanskrit: sādhanacatushtaya n.) = die vier Prinzipien von sadhana (spiritueller Übung).

Sadhanacatushtaya ist ein zusammengesetzter Sanskrit‑Ausdruck, der sich aus

  • sadhana (spirituelle Praxis, Mittel zur Erlangung einer spirituellen Zielerfahrung) und
  • „catushtaya“ (Vierer, Vierergruppe) zusammensetzt und wörtlich „die vierfache Praxis“ oder „die vier Elemente der Praxis“ bedeutet.

In klassischen tantrischen, advaitischen und yogischen Texten bezeichnet Sadhanacatushtaya eine standardisierte Sammelbezeichnung für vier grundlegende Voraussetzungen oder Komponenten, die als notwendig gelten, damit eine spirituelle Praxis erfolgreich ist und die angestrebte Befreiung oder Erkenntnis erreicht werden kann.

Die konkrete Zusammensetzung der vier Elemente kann in verschiedenen Traditionen leicht variieren, doch in vielen Quellen umfasst das Sadhanacatushtaya typischerweise:

  • (1) die richtige persönliche Haltung und moralische Reinheit (etwa ethische Disziplin, Aufrichtigkeit und Entsagung),
  • (2) die angemessene Unterweisung und Vertrauen in den Lehrer beziehungsweise in die Überlieferung (shraddha oder bhakti gegenüber dem Guru und den Lehren),
  • (3) die Beherrschung der Praxismethoden selbst — das regelmäßige und korrekte Ausüben von Meditation, Mantra, Ritual oder Yogatechnik — und
  • (4) die Fähigkeit zur Konzentration und Unterscheidung (dharana und viveka), also geistige Disziplin, anhaltende Aufmerksamkeit und die Unterscheidung zwischen dem Vergänglichen und dem Wirklichen.

Manche Darstellungen nennen statt einzelner psychisch-praktischer Fähigkeiten auch äußere Voraussetzungen wie geeignete Lebensumstände oder initiatorische Übertragungen (diksha).

Siehe auch