Lahiri

Lahiri Mahashaya (Sanskrit = Lahiṛi Mahāśaya) indischer Yoga Meister (1828-1895).
Lahiri Mahasaya (1828–1895) war ein bedeutender indischer Yogi und Guru, der als einer der wichtigsten Vermittler der Kriya Yoga-Tradition gilt. Hier einige Schlüsselaspekte seines Lebens:
Frühes Leben
Geboren als Shyama Charan Lahiri am 30. September 1828 in Ghurni, Bengalen (heute Westbengalen, Indien). Stammte aus einer Brahmanen-Familie und erhielt eine traditionelle Ausbildung in Sanskrit und den heiligen Schriften.
Begegnung mit Mahavatar Babaji
Während seiner Arbeit als Buchhalter in Varanasi (Benares) traf er 1861 den legendären Yogi Mahavatar Babaji, der ihm die uralte Technik des Kriya Yoga offenbarte. Babaji beauftragte ihn, diese Meditationstechnik an ernsthafte Suchende weiterzugeben – eine Aufgabe, die Lahiri Mahasaya trotz seines weltlichen Berufs als Familienvater erfüllte.
Rolle als Guru
Er lehrte Kriya Yoga als wissenschaftlichen Weg zur Selbstverwirklichung und betonte, dass spirituelles Wachstum auch im Alltag möglich sei. Zu seinen Schülern gehörten berühmte Persönlichkeiten wie Sri Yukteswar Giri (der später Paramahansa Yoganandas Guru wurde). Seine Lehren inspirierten die moderne Verbreitung des Kriya Yoga, besonders durch Paramahansa Yogananda („Autobiographie eines Yogi“).
Philosophie & Vermächtnis
Betonte die Einheit aller Religionen und lehrte, dass wahre Spiritualität jenseits von Dogmen liegt. Viele seiner Unterweisungen und spirituellen Erfahrungen wurden in Büchern wie „The Gospel of Sri Ramakrishna“ (indirekt) und Yoganandas Werken festgehalten. Starb am 26. September 1895 in Varanasi; sein Samadhi-Schrein befindet sich dort im Lahiri Mahasaya Math.