Kshirodakashayin

kshirodakashayin (Sanskrit: kshīrodakashāyin adj.) = auf dem Milchozean liegend; ein Name für Vishnu
Der Ausdruck „kshirodakashayin“ setzt sich aus drei Teilen zusammen: kshira, udaka und shayin.
- Kshira bedeutet „Milch“,
- udaka „Wasser“ oder allgemeiner „Flüssigkeit“, und
- shayin kommt von der Wurzel śi, im Sinn von „liegen“, „sich ausbreiten“ oder „sich niederlassen“; in zusammengesetzten Bezeichnungen weist shayin oft auf jemanden hin, der auf oder in etwas ruht.
Zusammen gelesen bezeichnet kshirodakashayin bildlich jemanden oder etwas, das auf oder im Milch-Wasser ruht bzw. darauf gebettet ist. In religiösen und mythischen Kontexten kann die Wendung auf eine göttliche oder kosmische Figur verweisen, die auf einer Unterlage aus Milch und Wasser ruht, häufig als Symbol für Reinheit, nährende Substanz und die Verbindung von Lebenstraum und kosmischer Ordnung. Dafür steht Vishnu, der Erhalter der Welt.
Eine alternative Lesart versteht den Begriff als Hinweis auf eine Wesenheit, die in einem Meer aus Milch und Wasser verweilt oder dieses durchdringt, wobei der Schwerpunkt auf dem ruhenden, getragenen Zustand liegt. Je nach Kontext kann die Bedeutung nuanciert variieren: in philosophischen Texten kann die Bildsprache auf einen metaphysischen Urgrund oder Muttersubstanz hindeuten, in poetischen Beschreibungen steht sie für üppige, sanfte Ruhe und nährende Fülle.