Surya Bimba Dana – ein goldenes Sonnenbild für Lebenskraft und Gedeihen schenken
Surya Bimba Dana – ein goldenes Sonnenbild für Lebenskraft und Gedeihen schenken ist eine kostbare Sonnenfestgabe, mit der eine Frau um Ausstrahlung, guten Ruf, langes Leben und Gedeihen bittet. An Makara Sankranti legt sie ein goldenes Bild Suryas in ein Bronzegefäß mit Ghee und verschenkt beides. Der Sonnenglanz wird dabei in einem wirklichen Bild und einer wirklichen Gabe greifbar; das Gebet richtet sich auf ein helles, gut versorgtes Leben.
Surya Bimba Dana gehört zu den Schenkungsriten zum Sonnenübergang im Puja Samuccaya von Vasudeva Lakshmana Panshikar. Diese Smarta-Hausfassung nennt Frauen als Ausführende. Der Anlass ist der Eintritt der Sonne in Makara; Festtag und örtliche Festzeit werden dem Panchanga entnommen. Eine zusätzliche feste Uhrzeit schreibt der kurze Einzelritus nicht vor.

Vorbereitung
Ein sauberer Platz zu Hause eignet sich für die Vorbereitung und Übergabe; einen Tempelbesuch schreibt der Einzelabschnitt nicht vor. Die gebende Frau spricht den Entschluss und das Schenkungsgebet; die Ordnung nennt für diesen Einzelritus keine besondere Aufgabe einer Priesterleitung. Die gemeinsame Anfangsregel nennt einen Brahmanen als Empfänger. Die Einbeziehung anderer Empfänger ist als heutige Erweiterung möglich; sie ist von der genannten historischen Empfängerregel zu unterscheiden.
Bereite vor: ein kleines goldenes Sonnenbild beziehungsweise eine goldene Darstellung Suryas, ein sauberes Bronzegefäß und Ghee (bzw. Pflanzenöl). Hinzu kommen eine frische Blüte für die schlichte Ehrung und eine gesonderte Geldgabe.
Ablauf der Schenkung
1. Die besondere Gabe bereiten
Gib Ghee (bzw. Pflanzenöl) in das Bronzegefäß und lege das goldene Sonnenbild hinein. Pflanzenöl ist eine heutige vegane Alternative; das Sanskritgebet und seine Übersetzung nennen das überlieferte Ghee. Der Text verlangt keine bestimmte Gewichtsmenge des Goldes und kein Anzünden. Die Gabe bleibt ein Sonnenbild im Gefäß.
2. Ort, Fest und Anliegen nennen
Nenne Ort, Datum und Makara Sankranti. Sprich dann den gemeinsamen Anfang des Sankalpa, mit dem das Handbuch seine Schenkungsordnung eröffnet:
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Bedeutung: Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Schließe den Entschluss für diese Gabe in der folgenden deutschen Sinnfassung ab:
„Ich werde dieses goldene Sonnenbild im ausgestatteten Bronzegefäß verschenken. Ich bitte um reine Ausstrahlung, guten Ruf, langes Leben und gedeihliches Wohlergehen.“
Diese deutschen Worte führen das jeweilige Anliegen der Quelle aus. Sie sind eine heutige verständliche Fassung der teilweise abgekürzten Entschlussformeln des Handbuchs.
3. Gabe und empfangende Person ehren
Begrüße die empfangende Person beziehungsweise die eingeladenen Menschen respektvoll. Ehre die Gabe und ihre Empfänger, wie es die gemeinsame Regel verlangt. Als schlichte häusliche Ausführung kannst du die Blüte zur Gabe legen und die Menschen freundlich willkommen heißen. Dieser Blumengruß konkretisiert die nicht näher ausgeführte Ehrung; Lebensmittel und Gebrauchsflächen bleiben sauber.
4. Das Schenkungsgebet sprechen und die Gabe überreichen
Sprich den Schenkungsvers. Überreiche danach das Bronzegefäß mit dem Sonnenbild und seinem Inhalt. Sorge für einen sicheren Transport; der Empfänger soll alle Teile behalten.
kāṃsyapātre sthitaṃ sājye svarṇabiṃbaṃraveḥ śubhaṃ|
dadāmi kāṃtikīrtyāyuraiśvaryasukhapuṣṭidaṃ||
Bedeutung: Ich schenke dieses glückverheißende goldene Bild Ravis, das in einem Bronzegefäß mit Ghee liegt: eine Gabe für Ausstrahlung, guten Ruf, langes Leben, Fülle, Freude und Stärkung.
5. Mit der Geldgabe abschließen
Überreiche die gesonderte Dakshina; bei mehreren Empfängern verteilst du sie angemessen. Damit wird die gemeinsame Schenkungsordnung des Handbuchs abgeschlossen. Danke für die Annahme. Die übergebenen Gaben gehören den Beschenkten und bleiben ihnen zur Verwendung. Räume den Platz auf; die Blüte kann kompostiert werden.
Das Sonnenbild kann nach der Übergabe vom Empfänger gereinigt und an einem geeigneten Platz aufgestellt werden. Betrachte die Bitte um Ausstrahlung als Einladung, selbst Wärme weiterzugeben: durch ein hilfreiches Wort, eine verlässliche Zusage oder die Bereitschaft, einen Teil des eigenen Wohlstands zu teilen.
Zusammenhängende Rezitation
Die folgenden Fassungen enthalten den gemeinsamen Anfang des Entschlusses und das vollständige Schenkungsgebet. Der deutsche Abschluss des Entschlusses und die jeweiligen Handlungen stehen im Ablauf.
IAST
Gemeinsamer Beginn des Entschlusses
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Deutscher Abschluss: „Ich werde dieses goldene Sonnenbild im ausgestatteten Bronzegefäß verschenken. Ich bitte um reine Ausstrahlung, guten Ruf, langes Leben und gedeihliches Wohlergehen.“
Schenkungsgebet
kāṃsyapātre sthitaṃ sājye svarṇabiṃbaṃraveḥ śubhaṃ|
dadāmi kāṃtikīrtyāyuraiśvaryasukhapuṣṭidaṃ||
Devanagari
Gemeinsamer Beginn des Entschlusses
मम श्रीसवितृप्रीतिद्वारा सकलपापक्षयपूर्वकं इह जन्मनि जन्मांतरे च स्थिरसौभाग्यकुलाभिवृद्धिधनधान्यसमृद्धिदीर्घायुः पुष्टिमहैश्वर्यमंगलाभ्युदयसुखसंपदादिकल्पोक्तफलसिद्धये अस्मिन्मकरसंक्रमपुण्यपर्वकाले
Deutscher Abschluss: „Ich werde dieses goldene Sonnenbild im ausgestatteten Bronzegefäß verschenken. Ich bitte um reine Ausstrahlung, guten Ruf, langes Leben und gedeihliches Wohlergehen.“
Schenkungsgebet
कांस्यपात्रे स्थितं साज्ये स्वर्णबिंबंरवेः शुभं।
ददामि कांतिकीर्त्यायुरैश्वर्यसुखपुष्टिदं॥
Deutsche Bedeutung
Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Abschluss: „Ich werde dieses goldene Sonnenbild im ausgestatteten Bronzegefäß verschenken. Ich bitte um reine Ausstrahlung, guten Ruf, langes Leben und gedeihliches Wohlergehen.“
Ich schenke dieses glückverheißende goldene Bild Ravis, das in einem Bronzegefäß mit Ghee liegt: eine Gabe für Ausstrahlung, guten Ruf, langes Leben, Fülle, Freude und Stärkung.
Quelle und weitere Praxis
- Vasudeva Lakshmana Panshikar: Puja Samuccaya, Kapitel 79, „Saṅkrāntidānāni“, Einzelabschnitt „सूर्यबिंबदानं“; Sanskritvolltext.
Der Abschnitt erklärt die gemeinsame Ordnung aus Entschluss, Ehrung der Gabe und der empfangenden Person sowie abschließender Dakshina ausdrücklich auch für die nachfolgenden Einzelgaben. Die deutschen Schlussworte des Entschlusses und die als solche beschriebenen häuslichen Handhabungen sind praktische Ausführungen dieser kurzen Ordnung.
Siehe auch: Dana, Makara Sankranti, Surya, Karma Yoga.
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