Phala Yugma Dana – zwölf Kokosnusspaare als Festgabe für gutes Gelingen verschenken
Phala Yugma Dana – zwölf Kokosnusspaare als Festgabe für gutes Gelingen verschenken ist eine geordnete Fruchtgabe für Frauen, die ihre guten Lebensanliegen dem Segen Suryas anvertrauen möchten. An Makara Sankranti werden zwölf Paare von Kokosnüssen vorbereitet und an Brahmanen verschenkt. Das Gebet richtet sich auf die Erfüllung der ersehnten guten Früchte; zugleich wird aus dem eigenen Vorrat eine konkrete Gabe für andere.
Phala Yugma Dana gehört zu den Schenkungsriten zum Sonnenübergang im Puja Samuccaya von Vasudeva Lakshmana Panshikar. Diese Smarta-Hausfassung nennt Frauen als Ausführende. Der Anlass ist der Eintritt der Sonne in Makara; Festtag und örtliche Festzeit werden dem Panchanga entnommen. Eine zusätzliche feste Uhrzeit schreibt der kurze Einzelritus nicht vor.

Vorbereitung
Ein sauberer Platz zu Hause eignet sich für die Vorbereitung und Übergabe; einen Tempelbesuch schreibt der Einzelabschnitt nicht vor. Die gebende Frau spricht den Entschluss und das Schenkungsgebet; die Ordnung nennt für diesen Einzelritus keine besondere Aufgabe einer Priesterleitung. Dieser Einzelabschnitt nennt mehrere Brahmanen als Empfänger. Die Einbeziehung anderer Empfänger ist als heutige Erweiterung möglich; sie ist von der genannten historischen Empfängerregel zu unterscheiden.
Bereite vor: 24 unversehrte Kokosnüsse, angeordnet als zwölf Paare, sowie saubere Unterlagen oder Tragetaschen zur Übergabe. Hinzu kommen eine frische Blüte für die schlichte Ehrung und eine gesonderte Geldgabe.
Ablauf der Schenkung
1. Die besondere Gabe bereiten
Zähle die 24 Kokosnüsse und lege sie zu zwölf klar erkennbaren Paaren zusammen. Die Zahl bezieht sich auf die Fruchtpaare. Eine bestimmte Anzahl von Empfängern wird im Einzelabschnitt nicht festgelegt; vereinbare vorher, wie die zwölf Paare verteilt werden.
2. Ort, Fest und Anliegen nennen
Nenne Ort, Datum und Makara Sankranti. Sprich dann den gemeinsamen Anfang des Sankalpa, mit dem das Handbuch seine Schenkungsordnung eröffnet:
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Bedeutung: Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Schließe den Entschluss für diese Gabe in der folgenden deutschen Sinnfassung ab:
„Ich werde Brahmanen diese zwölf Paare von Kokosnüssen schenken. Ich bitte um das gute Gelingen der Anliegen, die mir am Herzen liegen.“
Diese deutschen Worte führen das jeweilige Anliegen der Quelle aus. Sie sind eine heutige verständliche Fassung der teilweise abgekürzten Entschlussformeln des Handbuchs.
3. Gabe und empfangende Person ehren
Begrüße die empfangende Person beziehungsweise die eingeladenen Menschen respektvoll. Ehre die Gabe und ihre Empfänger, wie es die gemeinsame Regel verlangt. Als schlichte häusliche Ausführung kannst du die Blüte zur Gabe legen und die Menschen freundlich willkommen heißen. Dieser Blumengruß konkretisiert die nicht näher ausgeführte Ehrung; Lebensmittel und Gebrauchsflächen bleiben sauber.
4. Das Schenkungsgebet sprechen und die Gabe überreichen
Sprich den Vers vor den zwölf Paaren. Überreiche sie anschließend den eingeladenen Empfängern, bis alle Paare verschenkt sind.
phaladvādaśayugmāni nārikelodbhavāni ca|
viprebhyaḥ saṃpradāsyāmi sarvakāmaphalāptaye||
Bedeutung: Ich werde den Brahmanen diese zwölf Paare von Kokosfrüchten schenken, um die Früchte aller ersehnten Anliegen zu erlangen.
5. Mit der Geldgabe abschließen
Überreiche die gesonderte Dakshina; bei mehreren Empfängern verteilst du sie angemessen. Damit wird die gemeinsame Schenkungsordnung des Handbuchs abgeschlossen. Danke für die Annahme. Die übergebenen Gaben gehören den Beschenkten und bleiben ihnen zur Verwendung. Räume den Platz auf; die Blüte kann kompostiert werden.
Lass beim Verschenken der Paare auch die Vorstellung los, eine Gegenleistung erhalten zu müssen. Du hast deine Anliegen ausgesprochen und zugleich Nahrung geteilt. Wähle danach eines deiner Vorhaben und einen kleinen, verantwortlichen Schritt, den du selbst zu seinem Gelingen beitragen kannst.
Zusammenhängende Rezitation
Die folgenden Fassungen enthalten den gemeinsamen Anfang des Entschlusses und das vollständige Schenkungsgebet. Der deutsche Abschluss des Entschlusses und die jeweiligen Handlungen stehen im Ablauf.
IAST
Gemeinsamer Beginn des Entschlusses
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Deutscher Abschluss: „Ich werde Brahmanen diese zwölf Paare von Kokosnüssen schenken. Ich bitte um das gute Gelingen der Anliegen, die mir am Herzen liegen.“
Schenkungsgebet
phaladvādaśayugmāni nārikelodbhavāni ca|
viprebhyaḥ saṃpradāsyāmi sarvakāmaphalāptaye||
Devanagari
Gemeinsamer Beginn des Entschlusses
मम श्रीसवितृप्रीतिद्वारा सकलपापक्षयपूर्वकं इह जन्मनि जन्मांतरे च स्थिरसौभाग्यकुलाभिवृद्धिधनधान्यसमृद्धिदीर्घायुः पुष्टिमहैश्वर्यमंगलाभ्युदयसुखसंपदादिकल्पोक्तफलसिद्धये अस्मिन्मकरसंक्रमपुण्यपर्वकाले
Deutscher Abschluss: „Ich werde Brahmanen diese zwölf Paare von Kokosnüssen schenken. Ich bitte um das gute Gelingen der Anliegen, die mir am Herzen liegen.“
Schenkungsgebet
फलद्वादशयुग्मानि नारिकेलोद्भवानि च।
विप्रेभ्यः संप्रदास्यामि सर्वकामफलाप्तये॥
Deutsche Bedeutung
Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Abschluss: „Ich werde Brahmanen diese zwölf Paare von Kokosnüssen schenken. Ich bitte um das gute Gelingen der Anliegen, die mir am Herzen liegen.“
Ich werde den Brahmanen diese zwölf Paare von Kokosfrüchten schenken, um die Früchte aller ersehnten Anliegen zu erlangen.
Quelle und weitere Praxis
- Vasudeva Lakshmana Panshikar: Puja Samuccaya, Kapitel 79, „Saṅkrāntidānāni“, Einzelabschnitt „फलयुग्म [जोडसंक्रांति] दानं“; Sanskritvolltext.
Der Abschnitt erklärt die gemeinsame Ordnung aus Entschluss, Ehrung der Gabe und der empfangenden Person sowie abschließender Dakshina ausdrücklich auch für die nachfolgenden Einzelgaben. Die deutschen Schlussworte des Entschlusses und die als solche beschriebenen häuslichen Handhabungen sind praktische Ausführungen dieser kurzen Ordnung.
Siehe auch: Dana, Makara Sankranti, Surya, Karma Yoga.
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