Jhalli

Aus Yogawiki
Jhalli für Astronauten im Weltall

Jhalli (Sanskrit: झल्ली jhallī f.) = Hülse, Hülle, auch eine Art Trommel.

Der Sanskrit-Ausdruck “Jhalli” (झल्ली) ist ein eher seltener und spezifischer Begriff. Er bezeichnet wörtlich eine “Schote” oder “Hülse”, also die äußere Hülle von Samen oder Früchten. In einem übertragenen, spirituellen Sinne wird Jhalli jedoch oft verwendet, um die äußere, vergängliche Hülle oder den Körper einer Person zu beschreiben – also das, was die innere Essenz oder die Seele umgibt, ähnlich wie eine Schote den Samen umschließt.

Stell dir vor, du bist in deiner Yoga Praxis bei Yoga Vidya und spürst die Grenzen deines physischen Körpers: die Muskeln, die Gelenke, die Haut. Du nimmst wahr, dass dieser Körper altert, sich verändert, mal schmerzt, mal voller Energie ist. Der Begriff Jhalli lädt dich ein, diese äußere Hülle nicht mit deinem wahren Selbst zu verwechseln. Es ist wie bei einer Erbsenschote: Du kannst die Schote in der Hand halten, sie anfassen, sie ist real – aber der eigentliche Kern, das Leben, der Same, ist darin verborgen. Dein Körper ist deine Jhalli, deine temporäre Hülle, die dich auf deiner Reise durch dieses Leben begleitet, aber nicht das ist, was du im tiefsten Inneren bist.

In der spirituellen Tradition des Hinduismus, besonders im Vedanta, wird diese Unterscheidung immer wieder betont. Der Körper (die Jhalli) wird als vergänglich und letztlich unwesentlich betrachtet, während der Atman, die unsterbliche Seele, das wahre Selbst ist. Ein schönes Zitat, das in diese Richtung weist, stammt aus den Upanishaden, wo es heißt: “So wie die Schlange ihre alte Haut abstreift, so wirft der befreite Geist den Körper ab.” Die alte Haut oder Hülle ist hier die Jhalli – etwas, das du immer wieder loslassen darfst, um zu deinem Kern zu gelangen.

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