Hira Dipa Dana – zwei Lichter für Einsicht und Zufriedenheit verschenken
Hira Dipa Dana – zwei Lichter für Einsicht und Zufriedenheit verschenken ist die Schenkung eines Lampenpaares an Makara Sankranti. Eine Frau bereitet zwei mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) gefüllte Lampen auf einem Weizenhaufen vor und bittet mit ihrer Übergabe um klare Einsicht, Ausstrahlung, gute Versorgung und Zufriedenheit. Hira bezeichnet im Gebet den Diamanten: Sein Glanz ist das Bild für die gewünschte Helligkeit des Lebens. Die Gabe besteht aus wirklichen Lampen; ein Edelstein ist nicht erforderlich.
Hira Dipa Dana gehört zu den eigenständig benannten Schenkungsriten dieses Handbuchs. Die Anleitung folgt dem Abschnitt über Schenkungen zum Sonnenübergang im Puja Samuccaya von Vasudeva Lakshmana Panshikar. Die dort beschriebene Smarta-Hauspraxis nennt Frauen als Ausführende. Anlass ist der Eintritt der Sonne in das Tierkreiszeichen Makara; den örtlichen Festtag und die günstige Festzeit entnimmst du einem Panchanga. Eine bestimmte Uhrzeit schreibt dieser Einzelritus nicht vor.

Vorbereitung
Die kurze Feier kann zu Hause an einem sauberen Platz stattfinden, an dem die Gabe vorbereitet und übergeben werden kann. Die gebende Frau spricht das Gebet selbst; eine kundige Person kann sie bei der Vorbereitung begleiten. Der Text verlangt für diesen Schenkungsritus keine eigene Priesterleitung. Die allgemeine Anfangsregel dieses Quellenabschnitts nennt einen Brahmanen als Empfänger. Eine Schenkung an andere Menschen ist als heutige Erweiterung möglich; sie wird damit nicht zur historischen Empfängerregel erklärt.
Bereite vor: zwei saubere, standsichere Öllampen; Ghee (bzw. Pflanzenöl); passende Dochte; trockenen Weizen auf einer flachen Unterlage; eine frische Blüte und Geld für die Dakshina.
Vollständiger Ablauf
1. Die Gabe vorbereiten
Stelle beide Lampen sicher auf den Weizen. Fülle sie mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und lege die Dochte bereit. Pflanzenöl ist eine heutige praktische Alternative; der überlieferte Vers nennt Ghee. Der Text verlangt das Verschenken des ausgestatteten Lampenpaares und schreibt hier kein Anzünden vor.
2. Den Entschluss sprechen
Nenne Ort, Datum und das Fest Makara Sankranti. Sprich zunächst den gemeinsamen Anliegensteil des Sankalpa:
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Bedeutung: Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Füge das besondere Anliegen dieser Schenkung hinzu:
mama vimalajñānapuṣṭituṣṭikāṃtyādisiddhaye
Bedeutung: Damit mir klare Erkenntnis, Gedeihen, Zufriedenheit, Ausstrahlung und die weiteren Segensfrüchte zuteilwerden.
Schließe den Entschluss in dieser heutigen Hausfassung auf Deutsch ab:
„Heute werde ich Hira Dipa Dana vollziehen, um Surya zu ehren und für helle Einsicht, gute Versorgung und Zufriedenheit zu beten.“
Der gemeinsame Anliegensteil ist vollständig ausgeschrieben. Die Quelle kürzt den abschließenden Handlungssatz ab; hier wird er deshalb ausdrücklich auf Deutsch gesprochen.
3. Gabe und Empfänger ehren
Begrüße die empfangende Person respektvoll. Ehre die vorbereitete Gabe und die Person, wie es die gemeinsame Anfangsregel des Handbuchs verlangt. Für diese schlichte Hausausführung kannst du eine frische Blüte dazulegen und die empfangende Person freundlich willkommen heißen; dies konkretisiert die nicht näher ausgeschriebene Ehrung. Halte Nahrung und Gebrauchsflächen sauber.
4. Mit dem vollständigen Gebet schenken
Sprich das folgende Gebet über dem vorbereiteten Lampenpaar. Überreiche beide Lampen mit dem Brennstoff und den Dochten, sodass sie später gebraucht werden können. Die Übergabe erfolgt ohne brennende Flammen.
svacchaṃ godhūmarāśisthaṃ dīpayugmaghṛtānvitaṃ|
hīravatkāṃtivijñānapuṣṭituṣṭikaraṃ dade||
Bedeutung: Ich schenke dieses reine, auf einem Weizenhaufen stehende, mit Ghee versehene Lampenpaar. Wie ein Diamant möge es Glanz, Einsicht, Gedeihen und Zufriedenheit bringen.
5. Die Schenkung abschließen
Überreiche die gesonderte Dakshina als Geldgabe; bei mehreren Empfängern verteilst du sie passend. Die Quelle stellt diese Ergänzung an das Ende der gemeinsamen Schenkungsordnung. Danke für die Annahme. Die übergebenen Gegenstände bleiben beim Empfänger. Räume den Platz auf und kompostiere die verwendeten Blüten.
Die Lampen gehören nun dem Empfänger. Der sauber gebliebene Weizen kann verschenkt oder als Nahrung verwendet werden. Wenn später eines der Lichter entzündet wird, kann es daran erinnern, Wissen verständlich weiterzugeben und anderen eine Orientierung zu schenken.
Zusammenhängende Rezitation
Die folgenden Fassungen enthalten den gemeinsamen Anliegensteil, das besondere Anliegen und die Schenkungsgebete. Die ausdrücklich angegebenen deutschen Schlussworte gehören an den bezeichneten Stellen dazu; abgekürzte Sanskritenden werden nicht ergänzt.
IAST
Gemeinsamer Anliegensteil
mama śrīsavitṛprītidvārā sakalapāpakṣayapūrvakaṃ iha janmani janmāṃtare ca sthirasaubhāgyakulābhivṛddhidhanadhānyasamṛddhidīrghāyuḥ puṣṭimahaiśvaryamaṃgalābhyudayasukhasaṃpadādikalpoktaphalasiddhaye asminmakarasaṃkramapuṇyaparvakāle
Besonderes Anliegen
mama vimalajñānapuṣṭituṣṭikāṃtyādisiddhaye
Abschluss auf Deutsch: „Heute werde ich Hira Dipa Dana vollziehen, um Surya zu ehren und für helle Einsicht, gute Versorgung und Zufriedenheit zu beten.“
Schenkungsgebet
svacchaṃ godhūmarāśisthaṃ dīpayugmaghṛtānvitaṃ|
hīravatkāṃtivijñānapuṣṭituṣṭikaraṃ dade||
Devanagari
Gemeinsamer Anliegensteil
मम श्रीसवितृप्रीतिद्वारा सकलपापक्षयपूर्वकं इह जन्मनि जन्मांतरे च स्थिरसौभाग्यकुलाभिवृद्धिधनधान्यसमृद्धिदीर्घायुः पुष्टिमहैश्वर्यमंगलाभ्युदयसुखसंपदादिकल्पोक्तफलसिद्धये अस्मिन्मकरसंक्रमपुण्यपर्वकाले
Besonderes Anliegen
मम विमलज्ञानपुष्टितुष्टिकांत्यादिसिद्धये
Abschluss auf Deutsch: „Heute werde ich Hira Dipa Dana vollziehen, um Surya zu ehren und für helle Einsicht, gute Versorgung und Zufriedenheit zu beten.“
Schenkungsgebet
स्वच्छं गोधूमराशिस्थं दीपयुग्मघृतान्वितं।
हीरवत्कांतिविज्ञानपुष्टितुष्टिकरं ददे॥
Deutsche Bedeutung
Gemeinsamer Anliegensteil
Durch das Wohlgefallen des erhabenen Sonnengottes Savitar und nach Aufhebung aller Verfehlungen, zur Erlangung der in der Ritualordnung genannten Früchte für mich in diesem und in künftigen Leben: beständiges eheliches Wohlergehen, Gedeihen der Familie, Reichtum an Geld und Getreide, langes Leben, Nahrung und Stärkung, große Fülle, glückverheißender Aufstieg, Freude und Glück – zu dieser heiligen Festzeit des Sonnenübergangs in Makara.
Besonderes Anliegen
Damit mir klare Erkenntnis, Gedeihen, Zufriedenheit, Ausstrahlung und die weiteren Segensfrüchte zuteilwerden.
Abschluss auf Deutsch: „Heute werde ich Hira Dipa Dana vollziehen, um Surya zu ehren und für helle Einsicht, gute Versorgung und Zufriedenheit zu beten.“
Schenkungsgebet
Ich schenke dieses reine, auf einem Weizenhaufen stehende, mit Ghee versehene Lampenpaar. Wie ein Diamant möge es Glanz, Einsicht, Gedeihen und Zufriedenheit bringen.
Quelle und weitere Praxis
- Vasudeva Lakshmana Panshikar: Puja Samuccaya, Abschnitt 79, „Saṅkrāntidānāni“, Einzelabschnitt „हीरदीपदानं“; Sanskritvolltext.
Die gemeinsame Anfangsregel dieses Kapitels gilt ausdrücklich auch für die folgenden Einzelgaben: Entschluss, Ehrung von Gabe und Empfänger sowie abschließende Dakshina. Die vollständig angegebenen Sanskritverse sind die jeweiligen Schenkungsgebete. Die ausdrücklich bezeichneten deutschen Schlussworte, der einfache Blumengruß und die Hinweise zum häuslichen Umgang mit den Gaben sind heutige praktische Ausführungen dieser Ordnung.
Siehe auch: Dana, Makara Sankranti, Surya, Karma Yoga.
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