Dadhimantha Dana
Dadhimantha Dana – Yashoda und Krishna um Familiensegen bitten und ein Butterfass verschenken: Das Dadhimantha Dana verbindet den Wunsch nach einem Kind und einer gut versorgten Familie mit einer Gabe: Ein Joghurtgefäß mit Butterquirl wird Yashoda und Krishna geweiht und anschließend mitsamt ihren Bildern verschenkt. Die Mutter, die Krishna umsorgt, wird dabei zum Vorbild liebevoller Fürsorge. Diese Fassung aus dem Puja Samuccaya umfasst die Verehrung der Bilder und das Darbringen von acht Lichtern. Das Ritual wird morgens im häuslichen Umfeld ausgeführt und steht in der Sammlung bei den Schenkungen zu Makara Sankranti. Die gebende Person vollzieht es mit einem brahmanischen Empfänger; ein eigener Feuerpriester wird nicht verlangt.
Vorbereitung
Bereite einen gereinigten Platz, Getreide – vorzugsweise Weizen –, ein Joghurtgefäß und einen Butterquirl vor. Die Quelle nennt einen Drona Getreide als historische Mengenangabe; das Gefäß steht auf diesem Getreidehaufen. Dazu kommen Kumkum, roter Faden, ein Tuch, ein gemeinsames oder zwei getrennte Bilder von Yashoda und Krishna, Blumen, Duft sowie acht standsichere Lampen mit Ghee (bzw. Pflanzenöl).
Bereite Joghurt, Butter, gerösteten Reis (Laja), Zuckerrohrstücke, Reisflocken (Prithuka) und Laddu vor. Pflanzlicher Joghurt und pflanzliche Butter sind heutige vegane Anpassungen; die Sanskritworte bleiben unverändert. Sorge dafür, dass Quirl und Gefäß nutzbar sind und der Empfänger auch Bilder und Getreide übernehmen kann. Für das Morgenbad nennt die Quelle eine Sesampaste zum Einreiben; verwende sie behutsam auf verträglicher Haut und wasche sie anschließend ab.
Durchführung
1. Rein beginnen und das Anliegen nennen
Bade morgens, kleide dich sauber und nenne Ort und Zeitpunkt. Sprich den Entschluss für die Gabe:
mama śrīsavitṛprītidvārā duḥkhadāridryanirāsapūrvakaṃ
cirajīviputrapautrayutadhanadhānyasamṛddhivividhabhogasukhasaṃpadādimanorathasiddhaye
dadhimaṃthadānaṃ kariṣye ||
Übersetzung: Um Shri Savitr, der göttlichen Sonnenkraft, Freude zu bereiten, zur Abwendung von Leid und Armut und zur Erfüllung meiner Wünsche nach Reichtum und Getreide in Fülle, verbunden mit langlebigen Söhnen und Enkeln, nach vielfältigen Lebensgenüssen und glücklichem Wohlergehen werde ich die Dadhimantha-Gabe vollziehen.
Nimm dir anschließend die dazugehörige Verehrung vor. Das traditionelle Anliegen nennt ausdrücklich Söhne und Enkel; einen persönlichen Kinderwunsch kannst du zusätzlich in eigenen Worten weiter fassen.
2. Gefäß und Bilder aufstellen
Zeichne ein glückverheißendes Swastika auf die saubere Unterlage. Häufe das Getreide darauf und stelle das mit Joghurt gefüllte Gefäß darauf. Schmücke den Quirl mit Kumkum, rotem Faden und Tuch und lege beziehungsweise stelle ihn sicher zum Gefäß. Ordne die Bilder von Yashoda und Krishna darüber so an, dass nichts in das Lebensmittel fällt.
3. Die Gegenwart der Gottheiten ehren
Verehre Yashoda und Krishna an ihren Bildern, Devi und Surya am Quirl. Bringe jeder dieser vier Gegenwarten Duft und eine Blume dar. Die Quelle schreibt für diesen Empfang keine gesonderten Sanskritformeln vor. Entzünde die acht Lampen um die Anordnung in sicherem Abstand. Stelle die vorbereiteten Speisen als Naivedya davor und halte einen Augenblick gesammelt inne.
4. Yashoda um ein Kind bitten
Wende dich an die göttliche Muttergestalt:
pūjitāsi mayā devi dadhimaṃthanabhājane |
yaśode sumahābhāge putraṃ dehi manoramaṃ ||
Übersetzung: Göttin, am Gefäß zum Joghurtquirlen habe ich dich verehrt. Yashoda, überaus Gesegnete, schenke mir einen liebenswerten Sohn.
5. Krishna um Familiensegen bitten
Sprich anschließend:
śrīkṛṣṇa paramānaṃda saṃsārārṇavatāraka |
putraṃ dehi manojñaṃ me ṛṇatrayavimokṣaṇaṃ ||
Übersetzung: Shri Krishna, höchste Wonne, du führst über das Meer des Samsara. Schenke mir einen liebenswerten Sohn, der von den drei Verpflichtungen befreit.
Die drei Verpflichtungen beziehen sich auf Götter, Seher und Vorfahren. Das Gebet gehört zum traditionellen Wunsch nach der Fortführung religiösen und familiären Lebens.
6. Den Empfänger ehren und alles übergeben
Ehre den eingeladenen Brahmanen mit einer Blume und einer freundlichen Begrüßung. Sprich die vollständige Übergabeformel:
gṛhāṇa tvaṃ dvijaśreṣṭha dadhimaṃthanabhājanaṃ |
navanītena sahitaṃ yaśodāsahitaṃ hariṃ |
prasādaḥ kriyatāṃ mahyaṃ sūryarūpa namostu te ||
Übersetzung: Nimm, bester der Zweimalgeborenen, das Gefäß zum Joghurtquirlen an, zusammen mit Butter und Hari an der Seite Yashodas. Erweise mir deine Gunst, du Gestalt der Sonne; Verehrung dir.
Überreiche das Gefäß mit Quirl, Butter, Bildern und den zugehörigen Gaben. Lösche die Lampen nach dem Ende der Feier sicher. Die verschenkte Anordnung und die Speisen gehen in die Verfügung des Empfängers über.
Rezitation in Devanagari
मम श्रीसवितृप्रीतिद्वारा दुःखदारिद्र्यनिरासपूर्वकं
चिरजीविपुत्रपौत्रयुतधनधान्यसमृद्धिविविधभोगसुखसंपदादिमनोरथसिद्धये
दधिमंथदानं करिष्ये ॥
पूजितासि मया देवि दधिमंथनभाजने ।
यशोदे सुमहाभागे पुत्रं देहि मनोरमं ॥
श्रीकृष्ण परमानंद संसारार्णवतारक ।
पुत्रं देहि मनोज्ञं मे ऋणत्रयविमोक्षणं ॥
गृहाण त्वं द्विजश्रेष्ठ दधिमंथनभाजनं ।
नवनीतेन सहितं यशोदासहितं हरिं ।
प्रसादः क्रियतां मह्यं सूर्यरूप नमोस्तु ते ॥
Bedeutung und Abschluss
Die Bilder von Mutter und Kind machen Fürsorge zum Mittelpunkt des Wunsches nach Nachkommenschaft. Wer die Gaben aus den Händen gibt, übt, Nahrung und Aufmerksamkeit weiterzugeben. Das Gebet ist Ausdruck von Bhakti und Zuversicht.
Quellen und weiterführende Praxis
- Vasudeva Lakshmana Panshikar: Puja Samuccaya, Abschnitt 78, Dadhimanthadana. Sanskrittext.
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