Vatagandha Nyaya

Aus Yogawiki
Wind

Vatagandha Nyaya ist das Gleichnis (Nyaya) von dem Wind (Vata) und dem Duft (Gandha). Vatagandha Nyaya wird wie folgt erklärt: Der Wind trägt jeden Duft und verbreitet ihn überall hin. Aber die Luft selbst ist rein und weder durch schlechte Gerüche verunreinigt noch durch angenehme Gerüche angereichert. Dieser Vergleich ähnelt dem Gleichnis von Lotusblatt und Wasser; er verdeutlicht, dass Atman bzw. Brahman unverhaftet sind, auch wenn viele Namen, Formen und Taten in der phänomenalen Welt erscheinen. Vatagandha Nyaya ist eines der besonders beliebten Beispiele auch für die Unberührtheit eines Jivanmuktas, eines lebendig Befreiten. Nyayas sind Analogien, die besonders gern im Vedanta zur Verdeutlichung herangezogen werden (Aus Swami Sivanandas Buch: Vedanta für Anfänger, siehe Literatur).

Eine Vedanta Analogie, um zu beschreiben, dass ein selbstverwirklichter Weiser immer weiß, er ist unendlich und ewig. Unberührt von allen Emotionen. Vedanta eine Philosophie des Absoluten anhand eines Gleichnisses. Swami Vishnu-devananda hat in seinem Buch: „Meditation und Mantras“ die verschiedenen Nyayas vorgestellt und beschrieben. Eines davon ist das Vatagandha-Nyaya.

Der Wind trägt jeden Geruch mit sich fort und zwar egal, ob der Geruch gut ist oder schlecht. Egal, wie er riecht. Ob ein Schamane Kräuter in die Luft gebracht hat. Ein Bauer Gülle gestreut hat. Der Wind trägt alles mit sich fort, aber der Wind selbst, wird davon nicht berührt.

So ähnlich, wie auch Brahman gleich bleibt, egal was in der Welt geschieht. So wie: du selbst bist Atman. Unendliches Bewusstsein. Sein, Wissen und Glückseligkeit. An der Oberfläche deines Geistes können verschiedene Gerüche sein. Das kann Neid, Depression, Ärger, Angst und Zuversicht sein. Du selbst bist dann wie der Wind, unberührt von allem. Unterschiedliche Gerüche kommen und gehen.

Der selbstverwirklichte Weise weiß das. Er wird auch durch Emotionen gehen, so wie auch der Wind Gerüche mit sich trägt. Der selbstverwirklichte Weise weiß, ich bin nicht der Geruch, ich bin wie der Wind. Unendlich. Ewig. Eine Manifestation von Luft. Eine Manifestation von Brahman.


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Weblinks


Siehe auch

Literatur

Seminare und Ausbildungen

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Meditation

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Indische Schriften

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