Preyas: Unterschied zwischen den Versionen
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'''preyas''' ([[Sanskrit]]: preyas ''adj.'' und ''n.'') | '''preyas''' ([[Sanskrit]]: preyas ''adj.'' und ''n.'') = das kurzfristig Angenehme, Liebenswerte | ||
Preyas stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet das Angenehme, Liebenswerte und Vergnügliche — also Handlungen, Dinge oder Entscheidungen, die sofort [[Lust]], [[Trost]] oder [[Schutz]] bringen, aber meist nur kurzfristigen Nutzen haben. Etymologisch hängt preyas mit [[priyam]] (das Geliebte/Angenehme) zusammen. Im Gegensatz dazu steht [[shreyas]], das das wirklich Wohltätige, Dauerhafte und auf längere Sicht förderliche meint; shreyas erfordert oft Verzicht oder Disziplin, führt aber zu nachhaltigem Wohl. | |||
In der [[Katha Upanishad]] (im Dialog zwischen [[Yama]] und [[Nachiketa]]) wird genau diese Gegenüberstellung beschrieben: shreyas vs preyas — der Weise wählt das shreyas, der Unüberlegte das preyas. Ein häufig zitiertes kurze Sanskritwortlaut (in einfacher Umschrift) lautet: "shreyas cha preyas cha manushyam etastau samparitya vivinakti dhirah" — was sinngemäß heißt: Beides, das Gute und das Angenehme, steht dem Menschen zur Wahl; nur der Besonnene unterscheidet und wählt das Gute. | |||
Beispiel: Statt sofort einem leckeren, zuckerreichen Snack nachzugeben (preyas), stehst du früh auf und machst [[Yoga]], was etwas anstrengend ist, dir aber langfristig Gesundheit und Energie bringt (shreyas). | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Gesundheit]] | |||
* [[Energie]] | |||
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Version vom 24. März 2026, 22:53 Uhr
preyas (Sanskrit: preyas adj. und n.) = das kurzfristig Angenehme, Liebenswerte
Preyas stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet das Angenehme, Liebenswerte und Vergnügliche — also Handlungen, Dinge oder Entscheidungen, die sofort Lust, Trost oder Schutz bringen, aber meist nur kurzfristigen Nutzen haben. Etymologisch hängt preyas mit priyam (das Geliebte/Angenehme) zusammen. Im Gegensatz dazu steht shreyas, das das wirklich Wohltätige, Dauerhafte und auf längere Sicht förderliche meint; shreyas erfordert oft Verzicht oder Disziplin, führt aber zu nachhaltigem Wohl.
In der Katha Upanishad (im Dialog zwischen Yama und Nachiketa) wird genau diese Gegenüberstellung beschrieben: shreyas vs preyas — der Weise wählt das shreyas, der Unüberlegte das preyas. Ein häufig zitiertes kurze Sanskritwortlaut (in einfacher Umschrift) lautet: "shreyas cha preyas cha manushyam etastau samparitya vivinakti dhirah" — was sinngemäß heißt: Beides, das Gute und das Angenehme, steht dem Menschen zur Wahl; nur der Besonnene unterscheidet und wählt das Gute.
Beispiel: Statt sofort einem leckeren, zuckerreichen Snack nachzugeben (preyas), stehst du früh auf und machst Yoga, was etwas anstrengend ist, dir aber langfristig Gesundheit und Energie bringt (shreyas).